Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1459 (6.3.1923)
- Date
- 1923-03-06
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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q.--: Wie«, DreEsg Diener MvrsenzeMMtz. H. mn m* RL 118» tischen Parteien gehandelt haben, da übervinstünnrend besftuptet wird, daß die offizieller- Leiter der verschiedenen Organisationen die Parole ausge? Heben hätten, die Versammlungsteilnehmer »nter sich zu lassen." Dieses Blatt gilt als jüdisch, dieses Blast tvi.rd «es den Juden noch immer gMen! . f - Noch enr Detail scheint uM hier erwähnenswert: He »Rote Fahne", dasOrgaN-der Kommunisten, wwmele unserer Versammlung die folgende Bemerkung: „Für den 3. d. ist in 'das RachaüS eine jüdische Massen« versammbmg emberufen. Die Mischen Proletarier werden wissen. daß sie. nicht an die Seite der reichen Juden. der 'üdi« schm UrVernechmer und Bankdirsktoren, sondem cm die Seite Des anderen Proletariats gchören. Ihre Interessen sind nicht die Interessen derKaprtalffüen." Herr Waber weist von nichts. AnÄfeMstSmus für bedauerlich Minden. u. a. deshalb, weL auf ftlche Weis« die Iud?n dem Zionismus in die . Arme getrieben tvürdm. Das ist aucheir-Standpunkt, nämlich der der vorausschauendm Angst «m die Abonnenten. Da das Watt vo> kannÄich ob'ekirv ist. hat es den Minister W ab e r 'ausfragen raffen. Der Herr Minister versteht es. daß chm sin Gefallen er« wissen werden soll, noch dazu von est«m sonst so vvvhaßtcn. IudrMatt. rmd er tzußdrt sich. Ts M sd^t Sr, alles' nicht wahr. „Mit dieser Entschließung , haben Mdie BevanKÄter. der Protestvevsomnttung -ins unrecht gesetzr. -denn sie stellen Bichauptmroen auf, für die sich kerrerlvi Bvweis erbringen können. Die Anklagchehöriden erfüllen gewiß ,nach jeder Mchtimg h^Äre'MW. fftgchs»: sttdn« NaÄWm Gesetze .--..Vor. E uWUEdeme BeschweM M MMftn vet- 'rangt, so wüM dW gewiß mit allem RachMtü Wchchen, vbur Rücklicht wräus. von welchch Stziie die WchMtzde her- MS'.iMstiMnistSW«» Wtz WnlWe Be- WWr DerMüssung zut McWrg irgendeiM MW fh den wurde, so würde der JustiMuister personlichHses gewiß mckj unterlassen. * In der Indn-.'frage ist mir erst, eine Beschwerde kommen, und diese nicht cnt§ Vien, sondern aus einenr andsvm BundeSbrM Auch ffifac diese Angelsgercheit ist f!eW. verstand! rch dwAnttZhar^ng oiaelektet wovdvn. Im übri^N kann ich eS ruhig der gesamten OefftntMeit sich em UrteÄ über die Behauptung zu bAb«,. daß ich Änd die andevon Mimster „an der rüden Hede aktiven Anteil rvch- E"..r!eber -solcbs unwürdige A-nwürfe gche ich hinweg. D:«le Srell-uugnchm^ schoint mir ober gewiß nicht Mkgnot m. sein, die antifemttUche Bewegung. ÄbSr.welche^ie Herren Klage Mren. emzudsimnen." 'Herr Wdber weiß''von nichts. Er wftmrt Ssmen Anwil. Er hat kerne» OPtrauSeAatz dim-ilsgegeden und er weiß nichts vom. VevtmM, ngsgerkchtÄhos. .nichts von -der.. Hakenkreuz- AcSatsn. nichts von dem he§ Herrn Roeder. Armer Mann! - - Re seyrigea Unruhen an den Hochschule«. ' Me bereitsim gestrigen Mlttagblatt kurz berichtet» e§ tat Dürfe des Vormittags an der Äniversitä, der -LechnS und der Tierärztlichen Hochschule zu Ruhestörungen von Elementen, die a n g e b l i ch den Hochschulen ferne itzehen. Es wurde den jüdischen Studenten der Eintritt der» wehrt. Erst, nach Einholung der Zustimmung der neuge- Mhlten „deutsch-arischen Hochschulftmmer" wurde die -Sperre wieder aufgehoben. Verschiedentlich traten auch die Gummiknüppel in Aktion, die für alle Zukunft dem geistigen Argumentemnäterial .der Wiener. Hochschulen emverleibt sind. ES konnte auch nicht schien, daß sich ein Zug denwUstriettnder Arbeitsloser, die auf der Landstraße eine . Versammlung abgehalten hatten, in die Sache MMNLngte. Es kam vor der Technik zu schweren Zujamßnenstößen, wobei ein starkes Wacheaufgebot intervenieren Amßte, jedoch nicht verhindern könnte, daß mchvere Personen verletzt wurden. Zu Mittag tmt ubervlk' wieder Ruhe ein. Vsber den tieferen Sinn der grstr^en Unnchen wird Ms gemeldet: Die deutsch-arrs^en akadeMchen Behörden und ihre Kefiumutzs-enosßn' aus den Reihen der veinöasirgert. art- Wen Studentenschaft gehen davatt, die Beschlüsse des z hi e i* tf» deutschen Hochschnliages vom 22. Jänner 1923 zu verwirMchen. Die Rektoren und Proftfloren hatten auf diesem Hochschultag, dem der Vizekanzler Dr. Frank boigewohnt hatte, die Einführung des Numerus clausus xtgesagt und versichert^ sich in den akademischen Senaten und Proftsiorerckollegien für die Durchführung dieses Herzenswunsches chrer Studentenschaft einzuft^n- Die halten chr Wort. . ' . Man war sehr erstaunt, als. man gestern ftüh erfuhr» daß die deutsche Studentenschaft ohne sichtbaren GruNd 'wieder einmal für den deutschen Gharakier der Hochschulen Ms die gswohnte Weise demonstrierte. Mit Stöcken -und .Gumm'cknüttelnwurde den jüdischen Studenten der Zutriit zu Len Horsälen verrvehrt. Es dauerte geraume Zeit, die akademischen Behörden, beziehungsweise die „beson- . neuen" Führer der Deutscharier die Weisung erteilten, M Zugänge fveizutzeben. Inzwischen aber hatte sich die Hewogung von der Universität aus die Technik und die Lierärztliche Hochschule ausgeLreitet. Dort wurde die wohldurchdachte falsche Nachricht kolportiert, daß die jüdischen Studenten vre Universität erstürutt, die deutscharischen Studenten vertrieben hätten und ihnen den Zugang zur Mma mater verwehren. \%n Erfolg dieser Meldung blieb nicht aus. Einige ahnungs- Lose jüdische Studenten wurden aus der Technik verprügelt. Nach vollzogener Heldentat eilte ei« stavöer Trupp arischer Studenten zur Hllfele'rstung an die Universität. Irrwischen hat sich der wahre Sachverhalt hetLUsgestellt. Der Zweck der ganzen Uebu-ng war folgender: Am schwarzen Br-ett de» Rektorats der Technischen Hochschule wurde nach 11 Uhr vormittags, nach Wiederaufnahme der teilweise sistierten Vorlegungen, folgende K u n dmachung angeschlagen: ^Zl. 752 ex 1922—28. .28, Februar IM. Das PMfessoverrkolldnm ha; in der am 21.. FÄ>vuar 1928 stattgsfundeuen Sitzung die mchstehonden Beschlüsse gefaßt: Dre Immatrrkuliemng fwnchstaatticher Bewerber wird rünstighrn ans Gvmd ihrer talfachlichen Eignung und ihrer BaKSzugchovÄköit unter D<dachtnOme auf volkswirtfchast- Ächr Inteoesien evfolger». Für die jüdischen Bewerber des Auslandes wird Noch insbesondere bestimmt, daß -ihre Vmmairikulremng in der Regel nur m dem Ausmaß erfolgt wivd dürfen, daß die GesämtMl aller an einer 'Fachschule zu mmmtrstuLiereNdsn jüdischen.Bewerber zehr-« Prozent.nicht überschreiten dürft. Mit der Du-rchführung dieses BejchluffeS wurde ei« be- . verte Eignung der Bewerber in angemesftr Wsffe fMu- .steüen. Dsr Prorektor der Technische« Hochschu^:. Max Ferst ei m. p." . DaS war also bet eigentliche Grund für die TMN-o-n« straiion. -Man muß zuerst eine bestimmte Stimmung er- '&U6ßß und den erwünschten Druck ouf bse kompetenten Fakwren mtSüben, damit den Behörden dev Vorwand für die Erlassung solcher Kundmachungen gegeben wird. Es ist interessant, daß die Kundmachung, deren Wortlaut am A. Februar 1923 beschlossen worden ist, und die das Datum des 28. Februar trägt, erst gestern am 5. MÜrz, und zwar nach Krawallen, affischiert worden ist. Es ist nun verständlich, weshalb gerade dieser Zeitpunkt für die Kuudmachung gewcML wurde. . Aus akademischen Lehrerkreisen geht uns der folgende Kommentar zu der Kundrnac^ng zu: SS ist klar, daß sich das Broftssoreirkollegium der Technischen Hochschule aus den ungesetzlichen Stg begeben hat und daß diefts Profefsorenkollegium sich wird belehren lassen müssen, daß die S ta«rtsg r u n dgefetz e auch für das Proftssorenkollegmm der Technischen Hochschule zu gelten ha^n. Es kamt .ja keine Rede davon sein, daß etwa ö st e r r e i ch r s ch e Staatsbürger in die von den deutschen Strchenten geforderten 16 Prozent hineingtzzwänigt werden. Es sind ja schon heute, an der Technischen Hochschule zwölf ProMt jüdische Inländer im-matriküliert. Will man viel-. leicht d7L ^UrbetMlrgen" 2 .Prozent entfernen? WaS die Ausländer anbetrifft, so wäre sehr zu wünschen, daß das Proftssorenkoll-egium der Technischen Hcchschuft ettoaS klarer sagt, ivas es unter der ^Bedachtnahnre auf volkswirtschaftliche Interessen" verstehen will. Meint etwa das Pryftssörenlollegium di« Bedachtnähme aus ausländische Kredite? Den jüdischen Bewevberrt des Auslandes wirb gar dir hohe Ehre zuteil, ihr« Eigmrng von einem „besonderen Ausschiiß" überprüfen zu lasten, gegen dessen, Entscheidung keinerlei Berufung zulässig ist"..Wir wissen ja, wie dieft Eignung erbracht wird. Es ist so ziemlich klar, daß die jüdischen Bewerber imvorhineinnngeeignet sind. Es soll ihnen die besondere'Schande angetan werden, daß ihnen diese Nichteignnng von einer ,/besonn deven" Kommission ausgesprochen wird. Darüber wird ja noch gesprochen wecKen. DaS ein« fei den Herren gesagt: Sie haben wahrlich keir^en Grund, auf ihre Beschlüsse stolz zu fein, und schon gar kemen Grund, auf die von ihnen ernst so hochmütig als „zurückgeblieben" bezöichMien Länder Osteuropas verachtend herabzMicken. Die Hervsn wissen wahrscheinlich, daß sowohl die rumänische Regierung und die rumänischen akademischen Behörden,-wie auch die polnische Regierung und die polnischen akademischen Behörden die Forderung ihrer wirklich „zurückgMiöbenen" Telle der. akademischen Fugend nach der Euchchrung des Numems clausus zurückgewiesen hrben. Es. war der Mener deutschen Technik Vorbehalten, diese Kulturtat zu vollbringen. Die Kriegshetze der Hakenkreuzrer in ' ' DeuLschlsnd. Die Hakenkreuzler und die. übrigen Spielarten des deutschen Hetznationalismus machen immer angesirengiere Versuche,, dft fwnzösische. Ruhrbesetzung in ihrem Sinne auSzubeuten und das deutsche Volk in ein krieFerifches Abenteuer hirreinzuhetzen, welches für dieses verhängnisvoll werden müßte. Die Berliner „De ursch« Zei tun g" beschMpft täglich Sozialisten, Demokraten und Juden als Bäte rl'andsv errät er, macht jeden Verständigungswillen vechächtig und hetzt in unverhohlenster Weise zum Kriege. In den letzten Tagen hat in dem Blatte ein General v. Francois das Wort ergriffen^ um die Arbeiter im Ruhvgebiet als- Schwächlinge und F e i glinge §u verdächtigen und für einen organisierten Abtvehvkampf auf heimatlichem Boden Propaganda zu machen, der in kurzer Zeit zur Vernichtung der Feinde führen müßte, da hinter der Reichswehr ein kämpf«rpvobtes Mirlionenheer alter Kampfsoldaten stche. In gleichem Sinne ist eine politische Korrespondenz ,-^chwarz-weiß-rot" tätig,, welche die Nationalistischen BMermft Material versorgt und für einen Krieg Stimmung macht, wobei man das Odium der Kriegseälarung Frankreich zuschreben müsse» wahrend man daheim bk «iftigste - Propaganda betteiM folle^ / .... -AngHchis^ dieser nationaiistischen. Propaganda fordert .der ,Idrwarts" di« Regftrung auf, raschest und -«& z!L'.iö^.tig von diesen Trei-ber-eictr. aozurücken, da sie 'fyinÄ in Verdacht käme,'ViefeS.Treiben durch chr Stillschlvsigen, f zu 'öegünsiWN. v . .: , ' . Wie in HvWt deukschen amtlichen Kreisen das Go. setz.zum Slhutz« der Republik auSgelegt wird,, erhellt aus Mer Mitteilung der „Nepublikanisch«a < P Le s swelche berichtet: ^,Psr «ftckgen Mge» echieli der Direktor des städt'-schm AnWtzgwesW durch einen Beamten di« Dö.rladung uustaatSäMaltschaftlichen Dernchmung ivegen des Anschlag 1 > Les breiten Bevölkerüngsschichtsn bekauntgewordLMN, „VolkSgenossen"-Plakats des Aktionsausschusses „Nie wrv» der Krieg!", das sich-scharf gegen di« Treibereien der Kriegs«^ Hetzer wendet und die Bevölkerung austordert, klaren Kopf zu bewahren. (An den Schluß des Plakats war -das Wort . gesetzt: „Die kleinste Torheit kann uns heut« vor aller... Welt ins Anrecht setzen.^ Dem Direktor des Ausch'agwesenS wurde bei der Vernehmung eröffnet, daß gegen die V 5 v» l breiter des MamftstS Anklage attf Gmnd des Re- Publikschutzgesetzes/erhoben worden sei." Interessant ist eine Mitteilung des offiziellen W o l f . Bureaus, welches eine Reihe von Firmen an deq Pranger stellt, die es. nicht unterlassen konnten, trotz aller deutschen Warnungen und Verbote mit dem jetzt unter Leitung der Franzosen stehenden Ein- und Ausfuhr- . amt Ems geschäftliche Verbindungen anzuknüpsen: Cov« i nelius Heinz, Inhaber Karl und Alfons Heinz, Fabrik , und Lager chemisch-PharmaMtisch-PhYsikalischcr Apparate« . Aachen; Düsseldorfer Bronzebildergivßerei, Düsseldorf-Oberkaffel; P. Praun, Imports Export- und Kommissionsagentur, Aachen; W. Kremer» Krefeld, Fischelnerstvaße 54; L a c t o w e r k, Gobr. 6 ch redelseker, Horchh«im bei Worms; Julius Brinkmann, Berlin, Köln am Rhein und Ehdtkuhnen; Jako- Mo nner, Breinig bei Aachen; Rheinische Luxus- und Schrerbwarenfabrik G. rn. b. H., Aachen; Karl Tilgen^ kamp, Btturereiartikel und Brauereiuvaschmsn, Aachen; Gebr. H a r d e r i n g. Kronenbrauerei, Büderich (Kreis Moers); Elektroindustrie G. m. b. H.,. Aachen. Zwecks Erlangung einer Anstellung stellten sich folgende Personen dem Ein- und Ausftchramt EmS zur Der«, fügung: G. Helten, Koblenz, Karthäuserstraße 8a, 3; Paul H o f f m a n n, Wiesbaden, KirchMfle 11. Wie man.sieht, weiß Wolff durchaus deutsche Nanreus anAUsühven. denen gegenüber auch Herr Frank aus M Rassenbekenntnis verzichten dürfte. Die Hakenkveuzler werden aber nicht aushören, „Alljuda" auch, mit der französischen Ruhvaktion in Verbindung zu bringen. Rivard SchlöglS Gesimmngsgenosie«. , Die rc Sewzig söschernende antssömiLiscks Zsittchrtftj ' „Der Hamme?' betrE angesichts der mchemden Oster» sviertagv in Verbindung mit der ZrUvanderung von Ostjude». nach' Dev-tschtan-d :ewL.E MsmatiM RLLualmordproHq«,?. g'a n Ä a. Fast in jcÄer Nmruner berichtet dft Zeiinng über daS Verschwinden junger Leute aus Dsut-schlcmd sowie über Vrr-, suche gewaltsamer Entführung, deutsche«.- Kinder durch Ostjüden. - / ' In ihrer letzten Nummer bericht die ZMnvg vom Der-)- schwinden von dre-i jungen Mädchen rm Mer vo.» 18: und 18 Ichvm auS Berl-m und knüpft hieran die folgende,' BemerS-ung: „Die Zohl ^vorschwunden-er junger, Mcnscher,!' Lvächst genau Än VechälltvrZ zu der sich vmWeichendevlj' Qstjuden! Es sind seit'zwei Jahren mehrere hundert: Kinder und junge Menschen beiderlei Geschlechts spurlos verschwunden. Wir sprechen den Verdacht Ms. daß beide Erschsimmaen ursächlich zusa-mmenhängen — tvc-kl «Si' Leine andrre Erklärung gibt und well diesem vertierten Ge-i sindÄ alles ZMÄrauen ist." '. Die ZeitMvg macht die deutschen Juden für die" „Taten chver SchützUngr" veraiüwortlich. Der jüdische Gott Jehowah". Der Herausgeber der antisemitischen ^„Mitteldeutschen Presse" in Staßfurt wurde, weil er den jüdischen Gott Iehovah euren SchandgötzeN göwannt hat. weger» GotteSlastokuM zu 30.0M.Mark Geldstrafe verurteilt. (I. C. B.) - Eine Konferenz der „Kenner der Judenfrage" in Polen. Lemberg 5. Man (I. C. B.) Der AnisssmitMb^md Rozwoj Lsreitot einen Kongreß der „Iudenkenneta; in Polen vor, aus wÄchem polnffche G eleh r te. die alS beson-, dere Kenner dkr Iuldeufrage im Anslcnd bekannt sind, referieren weriden. Der Kongreß wird demnächst in Krakau statt«!: ftttlfccJt. <Man verabsäume nicht, den Wiener UnivevsiÄK.. Professor NivaiL Schlögl, den Vvvlemuder des Judentum»-- srnzuladm!) Wieder eine Nathenan-Debatte im Berliner Rathaus. BerN«, 4. März. (I. C. B.) In -der Sitzung der BerNner- Stadtvewrdr-s'enveVsMmlung VE 1. d. erneuert« der demokratische Stadtverordnete Dr. Dov« den Antrag, die Ber-.- Lmerstraße in Eharlottonburg m Er Merger st roß« und die in Tempelhvf in Rathenauftraß« umzrchen-ennen. Die, Rsdner der Volkspariei und der Doivkschnationalen polsnrisiert,en gegen diesen Antrag. Die Kommunisten stellten vhctt Gegenanwag. den Straßen die Namen Karl Liebknecht und.- Rosa Luxemburg M Eben. Der demokratische Antragsteller führte aus. die Namen ErOerger und Raithenan achövten rn , die Liste dor Stvaßennamc-n: weil man gegen ihr« Mörder und. die sie ur-ierstützeudrn Kreise ehrenhalber zum Ausdruck bringen müßte, daß die Geanordeten hochverdiente Männer seien. Im Verlauf der Debatte kam es infolge deL . Eingreifens der Tribnnen zu unerhörten Tumults z« n e n. Die Beschlußfassung mußte daraushm vertagt werden. ■/.. Ans den Hund gekommen. Im Münchener Stadtmt -gab es dieser Tage eine ^e-bhaste . Debatte in der Frage der Erhöhur-i der Hundesteuer. DaS , Münchener HakeukreuKMatt versieht de« Bericht darüber mit!, der folgenden Glosse : . Die alte Hundsfeindschast der Sozialdemokraten zeN« sich bei dieser Debatte-wieder im grellsten Licht; begreiflich bei nerner so vollständig rerjudeten. Parier; dann im ganze« Men ' Testament steht über das VeplKltniS Krischen Mensch und Tier -, nur der ein.' höchst magere Satz: Der Gerechte erbarmt sich seines Bivhes, was schon Schopcnhauer - heworhcht. Nm eia» Volk. daS/ft hochntMg. auf die. Tierwelt hevabsichi wie daK.j'