Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1457 (4.3.1923)
- Date
- 1923-03-04
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2979076-2980477-2980538--13981-3000675- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
itzette. - Wien, S-«ckrg j -S \ *" *> * -- /v* * J»icitct»notßcnacU«wgu 4. März 1« üb. 1457 I MrrlSt -wie ÄwM M rrnent zwetten hebräischen Dichter ii wuchs, so war. dies wahrlich nicht ohne Grund. Töne wie; das musikalisch-graziöse Gedicht „Nächtliche Zwerge" bis zu dem unter dem Eindruck des MWnewer Pogroms entstandenen ZörneKgeßrng „Mas h Niemirow" hatte man bis -ahm inder hebräischen Literatur nicht gehört. Sie repräsentieren einen Typus'für sich auch dort, wo ebne tzswifft Anlehnung an frühere Vorbilder offenbar besteht. - Eineder hervorftechendsteit Grundmotive der ^iaMschen Muse zeigt uns sein berühmter „Mathmid", > der. vielleicht noch gewisse AnASnge an Jehuda.Leib Gordo« enthalt:.Den unsäglichen Gram über den Mangel, an GrmgheiL im Leben deS alten Judentums mit feinem tieftn Glauben an'seine große Mission mrd seiner unergründ' Achen Liehe zur überlieferten Vergangenheit. Bialik, der Sohn der Uebvygantzszeit, sucht die Harmonie im LeHen. und empfindet darum den Schvecken und die Zwecklüsigkett - der nationalen Leiden. / j . " ' meiict Jugend hört' ich dir Stimmen, Ich soch dis Stummen sich martern und. müh'n, Die scMgrn Stirnen, die großen Augen vnd bleichen, eröavmenfleheilden Gesichier. Erstickte GofWe, erloschene Junten WieS jede Fakte mir,, jeder Blick, Und jeder langte an weine Gedanken — Drob brannte mein Jnn'ves, Zuckte mein Herz. Und denk ich an nächtlich weinende Stimmen, . Die, ach! wie das Stöhn'n Berwundet« tönt. Dann si-cht mein Herz: O Schöpfer Der SPetv-;, Warum dies Schwinden der Kräfte? Warum?" Und der Schmerz des Dichters wachst zur Verzweiflung Lud EnHovung, wenn er sieht, daß der getretene Skllwe fern Leben in Resignation trägt, ohne sich Men die ungerechte Gewalttat aufzubäumen. Unt^r diesen EmDrücken wiiÄ Bia'liks zarte lyrische Muse zur zürnende« Kündsvirr der Mischen Schmach. ' ,)WchM! Auch täeS ist Gottes Geißel w&.&#,. . ': Daß chr euch selbst ernichrigt —. .... In Wasser die heilige Träne verstreut, . Sie ketöet an jedep irrendenSwahl, Aus jeden.MamorKtzeu-eu Geist Vergeuder, I« fxemhen Stein das Herz dsrsenZt. .... TÄest euer LeK noch Blut -im Wahn des.Marder-, . Fügt.ihr die Seele zum Fratze hlnzn, Baut Python und RamftS. euren Verächtern, Unb vwcht. euve Kindrr zip» Zksgelstem." . . Mit solcher-, sich irmner steigernder Scharfe Mßelt ev Ae geistige Knechtschaft, ,M schsmeiüc- Armut" vor deren «Kalte das morsche Gemäuer bebt", die Assimilation, die chm vor allem als menMiche -Tragödie erscheint, als ein Ersetzendes Element , das die Seele - tötet. Noch - heftiger Nrn-gL. fern Protest aus den .Gedichten „Das Letzte Wort", «Die Toten der Uud je tiesir der Zwiespalt, der Mne SÄe nrederdruät, desto meh? sucht er BefriMgrmg M der. Natur und Schönheit. So verstehen wir, weshalb auch. Bialiks Lyrik nicht frei vcn Motiven ist, die mit dem nationalen Erlebnis zu» sammenhaugen. Nie ist ein Glück ungetrübt, immer, mahnen ihn die Lechen seines VoÜe§, daß chck des Lebens ungemischte Freude nicht zuteil wird. Bialiks-He lyrische Slhopfur^en sind auch von dem romantisch-mystischm: Geiste der Kabbala durchtxäM . Ihm gsit die Liebe m\ Sehnsucht nach dem Ideal, als Stäben nach dem Höheren, Schöneren, Ankorperl-ichen, Rewen und Heilige«. Obschon er von der Vergeblichkeit der ungeheuren Opfer, die das Msche Bol? im Dienste der Ideal: dargeoracht hat, über-, zeugt ist, st» kann er sich selbst doch nicht von den Idealen des alten Judentums befreien und träumt von dem großen erlösenden Opfer im Ranren des leuchtenden Ideals. Aber da merkt er bald sein Unvermögen, Materielles und Geistiges, Himmlisches und Irdisch^, di^se beiden ftindlichen Welten, zu verbinden. Äe zentrale Figur seines großen Kosms „Die Flammen rolle", der Jüngling mit den leuchievden Augen, der vor sich selbst, vor dem eigenen Chaos erschrickt, seine -Seele gleichzeitig 'schwach und weiß sieht,- ein Gemisch von Licht - und DmM repräsentiert diesen Konflikt. - .... Bialik ist nicht bloß, wie das nicht hebräisch lesende Publikum häufig «nimmt, der Swöpfer der berühmten Gedichte, sondeim auch als Prosaist e.ne Erscheinung von .eigenem Format. Seme Geist und Witz sprühende Groteske „Avjch b«L guph" ist neben anderen dafür eins der glänzendsten Beispiele. Bialik ist einer der bedeutendsten Meister der hebräischen Sprache, die er in allen ihren Tiefen und Höhen beherrscht.. Die ganze Sprachentwicklung von der Bibel bis zu Achad Haam ist chm eigen und mit ge- Mezu verschwenderischer Füll« macht er von ihr Gebrauch. Wer Bial-8 nur in Uebersetzungen kennt, vrrüiag sich von seiner Meisterschaft m der Sprache keinen Begriff zu machen, den» keine der Uebersetzungen kann ihn erreichen, vielleicht, wenn ein großer Dichter mrt einem großen Philologen sich m jcchvelanger Arbeit abquältey, tpürde eüva Gediegenes hermrskommen, ober auch dann bliebe noch eine schr erhebliche Spanne gegenüber dem Ortzitral. , . Ein Kapitel für sich und nicht das geringste ist Biavt der Verleger ustd Redakteur. Sdine Gründungen „Möriah", „D'vir" u. bedeuten durch ihre El^eitguisst. eiste gewaltige Bereicherung des modernen hebiÄischen Druckwesens. Bialik ist d«bei sticht, allem Organisator, sorch-m auch RedaktWr von einem dem Außenstehenden schwer zu U? schreibenden trWcheren Empfindest und Geschick, Er hat em nie trügendes. Gefühl für. den Wert einer Arbeit. Und eMich der Bialik der „müMichen Ueberauch Vieser ist eine Ziffer für'sich.' Der Genuß-, ^den M'^hevsönliche Unterchaltung mkt Mr bietet, itzMvstc' ' zu beschreiben. Wer dieses sprirhellde Temperament, diesen ewig lebendigen Geist mit seinen unarschöpslichen. Einfällen rmmitttzParMMch' tpßcken lassen konnte^ der Mich die BetvnndeMg der.großen Bialst-Gemeinde verstehest ohne sie immer zuteilen.- DerM wie jedem großen Manne Mestüber besagt hier bei den meisten die Kritik,, und sie übersehen, nicht immer zUm Bovteil der Menschen und ihres Tuns, die schwachen Seiten. Urtd wer Bialik wirklich kennt und versteht,-wird mich dw großen Schattenseiten seines Lebens nicht verkennem Utzbar. dM zu reden, ist hiev nicht der Ort. Seit. Jahren'ist HMN Muse'sticht mehr so fruchtbar -w^.einst. Hat'er fernen HöheprM überschrttten Wer-wird er ftinenr-Boske noch Me neue Gaben ' bescheren? Und wenn er sMt'weiter ÄichtS Me,-als was wir'bisher, von chm empfingen, das allein würde ihm Unsterblichkeit sichern - nicht nur, weil er der Dichter eines annew Volkes ist, sondmr auch WeM seine Wiege anderwärts gestanden hätte. AM M»m> M»M di Mttmaltt SUittt. . ,, Von Dr. Taftalowe^ , ’ Bicllsk ist sin »mtisnÄ«:. Dichter. Wir müsstn jchoä) gleich Mquifügen, daßermit 5xrc lmMKusiigen Bezeichrmng national nichts zu-trm hat. Cr - Ht kÄn Dichter» der Tsrckonzlicher §efchäfftch Um stw VoÄ zu „wecken". Gelten gibt eS Schöpfer wttz-W«kiik, bei denen —, ächne Mhsvtv.'.dbu.-ng — MS Wovt währ mrd empfurüxn'wäre, aus chWM tiefftrn Wesen stammen würde. 'BiaL-rk ist n«tivr.-Äl,' tvsll feine Wurzeln i-ref ins Judentum nicht bloß unserer Zeit, sondern ccher Zeiten, bis iki die biAtsche wichen, llnb wie fMS Mchrhast Nalio^Ms —- nicht Chü-Udinisti-- sche — sprengt das . fciineeigenen BvikS-stssÄn und erreicht dst höchsten nlerfchüchrn Höhrn. '; Gr wuchs h»t Osten auf, in Asm bekmrrürn jüdischen M-Weu, infthr ärmLichen V-HÄinisieN »ufc genoß 4^e landläuM -jüdische Ektziehst^g in den althergebrachten FoMren. Aber er wachs -im Dorfe aus, dott verbrachte ev die ersten Jchre ssiner Kindheit. Uiü>'sMt nlS er in vis Stadt Wersivdeln - muß.«, wohnte er «n äußersten -Nezirk'derStM, wo-sie noch eigvrtlich Land ist. Änd das war ftp, und mittÄbar unser üü Seme jüd^chtz Umgebung Lomrte die Entwicklung seines nmeren, iiberrelchen LrbMs- Acht hÄÄern. Mit allen feinen herrlich ÄMtÄelteU^SMnsn -'-nahm -er -in sich'das-Gwigschöt« der Mtur aus. Alle MnÄeÄvren-NmMüen der göttZicheN Nattrrfchönheit oftsnbarten sich ihnr. -Dcmucks-war -der spätere-BiÄÄ Sn M« schon fertist Man dvartcht jetzt bloß seine Jr'gend» errruevuntzen' ^Guftach" M- Kftn, -um Äa Wahrheit dieser Be-»' hauptuug zu VÄcstchen. Me roecheu.ststG rvfchüttMt- und ver- LTüfft von der'MBäH^M/'dvamMDn Schörcheit^ dwsich uns' rn diesen Ermnevumgen offenÄMt.-' Mo werden' vo»>MM ÄeSexschwall von Licht und Schörcheit trunken und wir rufen uMoWürlich' mit denrfpSteteck Maick -auS'r Schtafaini-haottch- . hat Mich MrflE).' - : •. --- Dieses herÄch^ reiche JrmerÄsben vMvickelts sich Me: äußere- .Kämpfe,' ungestört ttrck -rmbchrndert. . In dieser Umgebung - begaMr die. jüdische Grzichmrg WcüW, in chr wuOs er indie .KenniM der. BröÄ singe-- führt. Was Wunder, daß dieses' Buch, die ewige Qwrüe unfeveS. Grr-stes, ihm nicht Aog im Achte - stEr jüdischen Ghet-tv-umgchWMMm auch MiMMerh« Epftmg- , s^ hekmatSichLv' Scholle evschisn. Es VM uns siheisten, daß hiov - - der- Gchküssel- L«ge' für b« reife, voL«-drte hebräifche WtachL. WstlÄs, für das WuMer der von ihm zu nLurm Leben 'g«ch>Ä* ten SWffchen BUder und Wcäwungen. i,‘. Parallel mit den u-mMÄSschltthen Naturetckdrücken ging die .Anstrahme jüdischen-'Wissens, der.Geistesschatze' . unseres lVoW's auS allen Zeiten. Di^se böDen Mslien beWmpften sich nicht, sie erzeugten keine inneren.- RiSvoüüionen,' sie vevschmotzen Mt. GMV bMAÄevnden Einheit^ zu Bw-lik. . . .. Wn äußerlich und chronologisch genommen, sehen wir Vorerst kr BialÄs Schaffen Zwei Perioden: dl-e -rsste, die Mische, in der er das Golusjudent'.rm apothsosiwt, «nS dessen ewige Werte, .offenbart und die ZweÄs: den Nadrtrdlchter. Aber nur äußerlich^ -er« — abgesehen von den „Gufiach", bemerke» wir schonÄi der ersten WMoe.drn NÄuMchtsr.'SÄbst im ^mmach. mD" fter Ausdauernde, im StMmn der - alten Literatur) vr ' der SlhÄdermrg des' ümeven KaUrpses Mschen der Schnarcht, ins Bech-Ham'ldrasch zu -gehen unddas Studmm wieder aufzMdchmen und dem lockendrn Frühlirrgsmorgm erkennen wir .fto'-stch erst - retrospektiv — den-Meister der NaturschUdrrmrg. M-enfals ist die erste Zeit fein« Schöpfung vem Lichte unfever Goisti^eit, dem Mh-Homidvasch gew3>met. Bialik, der chm so Äel von seinen Gorsteskrästenj von seinen mneren Reichtum verdankt, der Ganze, der Ursprüngliche, der stets cm8 dem ,Born Judas" Schöpfende, war wie feiten einer berufen, die Gtöf^ dreses GeisteZlcchen mt Sange zu vevewizrn. ' Ss ist h«r, wie oft, müßig,, von Pevwdrn zu sprechen, denn., frei <Äne«t Geiste wie Bialik ist alles zu einer unzertrennlichen Gsicheit vertbuckderi. Ist es ja B«üik gewchen, der in einer späteven Pericde der HvVacha, dom Fundament des al-ten ' G-.lffteAÄ«vnL Än Ghvdw, em einzigartiges Mmmtnerrt, «inen gvandiofe« Hymnus gewidmet hat — seinen „Essay Halacho" uÄd „Ägada". Manche — wie Brerner — saden da-rrn eine Art vpn PwuevlMg B-iälitfchen Genies, aber nichts ist falscher, als sich än Me GaMeit Bi-alÄS kritelnd hevan-zuwatzen. Wenn im R-aturvevFeich gestattet ist — erinnert. biche Kritik am das BMÄhm, di« N crt-nr enM L-izut^lem, die. sich einmal i« einem azurblauen Hmvncl mit aller Pracht dsr strahlenden Sonne M göttlichem^ Frieden offenbart, und sich da«» plötzlich bäi ÄmMem Hinrmel mit S-iwm, Blitz und Donner, in. völligem Aufruhr, in per GntifeMuM aller Ebem.nl« Mgt. Änd doch ist e-^dieftche. Mutter/Natnr." BrÄlik folgte immer seinem innereg Ich, doch dieses ist sü. reich, daß wjr.GMietztznden..^ oft mit PvtzftPM Per-. - tzan^ nicht Men körmLu -- aber die Schuld m Ä -An «nö liegt es^auch, daß Hr, .-gellendst vom Sicht« Europas, nicht mchr -die*;iÄ;; 'Gt-ßk - Ünd Schönheit eigenen, Schsffens zu schtz» vermögen; daß wir rmr jene Schöpfungen zu wertest vermögen, für die wir bsi de» Bölstrn Europa-! BoMder-fßÄen.... r •*; 'Aber Bialilk, der den MaMb -unsever MM' in sich t-Mt,. Hing «ustb^'irrt seiinscS Weges, denn er bvsatz sin MtÄigliche^ Krrtwium in seinem dichtevischm Enrpsinden. Sy'entdeckte-w für unser« Generation'die „AgaDa" M:der. Während ite sonst schr oft eine Domäne wissenschafrl'cher Handwerker war, entdeckte der. Dichter mit seinem Knnsilerelnpsinden die ewige, Schönheit uNfever „Tlgapa" und erhob sie wieder zur,HM.-eine«' wahren Volksbuches. Und mchher schHob' er feine.,-Halächä W'agada'." Sein« Natürlicher nehmen. in seiner» Schaffen einen eigerravdiyen Platz ein. Man müßte eigenilich staunen, daß unser, Volk, seit langen Jahchmridevteu naüursrvtwAM, einen BiaAk! hövvoribrmgrrr Lomvte, der em so wMchevbareS „-griechisnteZ'^ Auge hat. Seir« Naturgeidichte. blenden förmlich, sö viel sieht ec und so groß /ist fsin Bevrnögrn, das Gssahene'-. in -Worten wrederzügsben. Sie geben nicht bloß-den allgememeu.lKin.dr.tM''' wieder, sondern schier unendlich scheint die Zahl der sich chm' offenbarenden Nuancen der -Gegenstände, varnchmlich -aber te# LichteS. Hierbei aber verfällt er nie in eine ermüdende--Bs-, schre-itbmrg,' alles-LÄve SchrDewnge» sind dvcmmbi'sch -seMch bööi echter Kunst belebt. Man lese „Sohar", „Cafririm"; „Habvejcha" usto. Unser Natursinn konnde offenbar bloß - zurückMü-caug:,' aber nicht' ganz vernichtet wevdew Vi-^k ist uns lebendiger Ne - tverS hierfür, daß unsere Lebenskraft als Bo'.? '.n^rschüpslicks ist,, daß wir trotz' allen Krisen wervea durchhalren konncri, um' «Ech tWder- «in.gestmÄeL,'«^« Nainreolk' z» werden. - - itiifo BiÄik ist Zionist, ganz bewußt st-cht er in tUlftrem -- Äager, denn sein JnstiM s>csgt ihm» daß unsere- BLweguü!;'' trotz ihoer Mängel die eSnzigs ist, src den' inneren Willeü hat, msic-c Volk einer öesseven Zukunft enttzogenMvführen. ' Er ist mrch in dieser Hinsicht der tvahrste u-nid tMt« Ms« druck unserer VoltNsesle. Wer erimrert sich nicht an -^seinettk ' „Achej-n chazir lMm", i-n drm. er »Mseve Schns-ucht rrach deyri großen Vv-lksführer zum- AusdMck bringt. Und dies vor HeiK?. «nd obgf.'ich er danmks im Banne Achad Haüms ftatch^ - - ünld seine Rede aus dem 12. Kongreß! War sie nicht -&£] Ausdruck dÄ Seele unseres Volkes, die sich in chvon DWns nach einer neue» Gou-nlölage unseres Lebens, nach «msm pvodi^ tilven Leben, fchnt? - . Noch ein Wort über BiaDik als.-UMysetzer.. Er-fft. Nebersietze-r so unübertreWich tvre als Ovlgin-Mühtsr. - große BeschMtznhett, Äe za ssliden hevvorvaMNtdsten ...... Lichen EigrnlschaftM gchövt, hat chn dazu'tzchracht,- daß .^t Äs?' Redakteur des ^HaschLoah" einen jüdischen Autor; - Baruch- Schnpir, m H.LMsche Äbersetzte, >chne auch ntrr ÄNMÄÄrhen^' dast dir wnndevbave hdbväffche Fovm - van chm stcmrM«. In seiner UirÄersetzmeg ÄeZ „Don Quichote" schuf« «ine ineue Fvvrm deS VMischen. Ms... ^v ' 'J- BnM ist a&cr auch als Herausgeber vielleicht der Be.- dsutendste imsever-Ze». Sem „M oriah^Verlatz.brachte un< gemein BeideutendsS hervor; und feine BibslauSgaben für dw' J-ugsrd sind allein ein« Lat. . Er, der so oft die Sonne bchtng, darf ohne UÄ«srtvs?bMH Äe Sonne unseres Schrifttums «Nd unseres.natiowÄen Lüben«' genannt westdrn; nur daß -rmser BE, so Merreich an kritischen - UK'hmiv 'Wft Wvese'WvcM ßstk. kk chr üutzusvW«. »f tmü Die iäHi^e ■ ' . SJ. , 1. Hochivrmpdö Work« übet. BioLst zu sprechen, hAnm> -. eine Scheu, als spräche Mn über sich selbst so sehr nmß ' tmm sich einen Tett dessrn fühlen, dar m chm konkretisiert - rst. Dn'het ayr liebsten über diese Tatsache -er Konkvetrsa-i Lion selbst. Denn das ist heute wohl klar: daß es eine Ber-' emftittsmy und also ein VerLennen des Phänomens ' wäre, wollte man.die PevsönlichLeit Bialiks mehr. nach seiner Leitung als nach seimm Dasein beurteilen, mehr an. der Hand „objektiver", d. h, frrmder'MaßsMe als nack> der Einzigartigkeit, hi« sich hier -davstellt. Größe und ä; tung seines Dichtertmns, alle die letzten Endes tm Ber.» glsiche begründeten Kviterien, treten als. sÄku-Mirzurück. rst man zur richtigen Empfindung gelangt, daß hier ein .InteWlbles sich austvirkt, ein Ueberpersönliches, durcheinen Charakter ausstrahlt und gleichsam nut.zufällig zr:-' nächst und am stärksten poetisch. - And wicht , etwa. „Universalgenrr", wirkernd oder poieu tstll, ist hier gememt, nicht jene quantitative, srrmtyavische.l EüchLitlich^it; sondern grme-int ist eine pvimäre Einheitdie, vor aller Verbindung, als Form, als Idee da ist undsitz an den .Materien und durch sie mitteilt — auf welchem -, Weg auch immer. Gibt es nun eine nationale Idee, sa ev.-. weist sie sich — mshr als durch die Gruisrungen der Ras-stn-... thsoretiLer und Kuttuvnachdenker — durch eine so erstamr-i liche Verwirklichung^ Berprrsönlichung, wie sie der, immer, , verzerrten und cmgozweiMen jüdischen Form zu ihrem, Mücke rn Bial-ik geworden ist. Und Malles Schassen doch,' nur von Belang, 'so es das Cigenwesen offenbart, so fccbeu*\- tet es hier um so mshr ein« petitio prineipii, wenn man fwgt, was er uns gegeben habe, da er eben nichts zu geben. hätte, was nicht unser wäre, tvaS nicht wir wären. Schicksalhaft mag dies auf dem Menschen lasten, mstgv manches Menschliche, RiemMenschliche, das in einer reich-j, beschenkten 'Natur. zum Ausdruck ringt, unterdrücken — doch, -entschädigt die Mission, Leiter zu sein für einen dürch'I-ahr^ tausende sich spannenden SchaffenZistrom, eben Repräsen» taut z» sein einer Idee, eimS wahrhaft Seienden. ÄE - dieser'Mission können die mesienben Merker nichts heuten; die schweve Last aber veviuag..das feievndL' MuM-' UM HändeLlaÄLen an IudiläumStasen nicht zu verringern^ NNWWWWWWWWWWA« UBUaUHllUH ■SS .;