Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1456 (3.3.1923)
- Date
- 1923-03-03
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Men, GamSiLS ««TfCnfV 8. MLr, am ' ' EM » '1 1 'v ' '" »' L-' 'ifttt Haupiplatz bot das Gebau.de des Verbandes der In- -ustric, Sektion Graz. Dort begannen um 5 Uhr die Verhandlungen. Die Arbeiterschaft wählte eine Deputatton, um mit den Industriellen zu verhandeln. Da die V.'rhandluiMN länger« Zeft andauerten, wurde die Arbeiterschaft ungeduldig und versuchte in das Gelb and e e i n z u d r i n g e n, wobei auch S ch e i b e n des HauPttoreS zertrümmert wurden. Hierauf schritt ein Polizeiaufgebot ein, dem es nach einiger Zeit ge-! lang, den Hauptplatz und die umliegenden Straßen zu raumen, ohne daß es sich als notwendig erwies, eine als Bcrcitsckaft herangezogene Abteilung des Bundes- Heeres in Aktion zu setzen. Rach 8 Uhr abends herrschte volle Rühe. Die Arbeitev'chaft hatte sich im Lause des Abends bereit erklärt, in Verhandlungen über den Lohnüb bau einzutreten, worauf die Industriellem erklärten, daß sie bereit seien, während der Dauer, dieser Verhandlungen, und zwar höchstens durch acht Tage, von >d»m Inkrafttreten der heute angeschlagenen Kundmachung abzusehen. «renrberichtignnge» imBurgenlande zugunsten Ungarns. Budapest. 2. Män'i. (M. d. „Wr. M-org^^iii'lng".) Samt« Achr BudLpsster Blätter melden. daß <n'.f Gmr.d des a,.n jg. Jänner abgeschloffenen Gwiv.ter'icht'isi'.m-Hxx 'tcv>:S im Bürgen larrd dv' «Gcme'i'n.de Sz-"" ^-'etevsa, anhertem ..^Nn« firalioch der Csterhazyschen Besitzungen in der Gemeinde Rozsahely, ferner die Wälder der Stadt Günz und die Acker« selber der Zisterzienserabtei vyn Vasarfölvö an Ungarn zuruckssallen sollen. Die ungarische Grenz ^('ärte -wird diese Gob'^ete m st. März von den ösiktrerch.-chen Bchörden Äbernchmrn. Mar«. M wlffen nicht» von einander. Budapest, 2.. März. (Tel. ter „Wr. Morgenzeitung".) Gestern hat die Regierung amtlich jode Verbindung mit den Ertvcrchrnden, die das Bukarester Attentat inszenierten, übgeleuonep. Jetzt kommen die Cbredö-Leute dem Grafen Bethlen zu Hilfe und erklären, sie hätten keinen Zusammenhang mit der Regierung. Sie leugnen natürlich auch ab, daß Hejjas, Hir und der Jesuit B o n i s von dem Attentat wußten;- Ihre Verurteilung sei empörend. Lieber das Geständnis Belmon-ts rznd Turoczys redet die Erklärung kein . Wort/ vethlen führt nicht »ach Prag Ms Belgrad. Budapest, 2. Marz. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) Die Nach- ,eicht erncs tschecho-slotrakischen Blattes von einer bevoristehenden Reift des ungarischen Ministerpräsidenten IGvaftn Bethien in die Hauptstädte der kleinen Entente 'wird voll zuständiger Seite als jeder Grundlage " e n t- Lehrend bezeichnet. - Bevorstehender Streik der StaatsangrstMen. Budapest, 2. Märg. (>Tel.-Komp.) Unter ten Staats« i« ngest ll t'e n ist eine L n h n b e w e g n n ansgckbwchm. iDtt Finanzminister hat die Forderungen her Beamten übgereh n i M'.-t Ler.-Bcht'ürd.ü.n..''.. d'ß *Kp &et,»rc»v''ten Lrhneill>chitt« gen das Staatsbudget mit 30 Milliarden belasten und das Defizit des Statshaushaltes verdoppeln würde. Sanierung und Sakemrem. »r. Kienböcks Bericht. yon unserem ParlaiyentSiberlch'erstatter. '. FinayMmii't^r Dr. Kl e n b ö ck leitete gestern im M« tionalrat die erste Lesung des Bundesvoranschlages mit einom Bericht Der die Londoner Anheiheverhandlungen ein, deren Ergebnis in ihm berechtigen Optimismus und die Hoffnung erwecken, daH auch die große Bölkerbund« anleihe kommen wird, wenn Oesterreich den seit Gens ewt» schlagenen Weg der Ersparung«: und Reformen weitevschreitet. Bon item gleichest Optimismus waren auch die recht späi-ichsn Erläuterungen ^tes Fman^ministets MN Budge-t selbst lövseett. In der Dvbat e kau: von jeder Partei ein Redner zum Worte. Dr. Ellenbogen machte nach einer sehr scharfen Kritik der Budgetzifs-ern die Regierung Und di« Mchrheitsparteien für die h akenkre uzler-isch e Durchseuchung des öffentlich e n G e i st e s in Oesterreich verantwortlich. Das. Gesetz «über die n^u« Wahlordnung konnte gestern noch nicht dem Hause vorgelegt werden, da das Ministerium des Innern mit seiner Arbeit noch nicht fertig geworden ist, es wind aber, wie versichert wird, in der nächsten Sitzung des Naironailrates am Dienstag tetf 13. März ein-'ß0. bracht wexden. Im Einlaufe der Sitzung befanden sich eine Vorlage betreffend die Schaffung von Lehrerkammern und ein An rag betreffend die Einberufung einer Enquete wegen der hohen Bankz-insen. Nachstehend der Sitzungsbericht: Das Expose des Finanzministers. Nach Eingängen die Tagesordnung, d. r. die erste Losung drs DundesvoranMages, ergriff Finanzminister Dr. Kienböck das Wort. Er führte n. a. aus, daß sich bei den Befand-, langen in London uber den 3,6 Millionen Pfundkredii ergaben habe, daß eine Placierung des ganzen Betrages in London nicht in den Intentionen der dortigen Kreise gelegen sei. Der Betrag von 3,5 Millionen Pfund ist zur Gänze gebe ck* worden, und zwar 1,8 Millionen Pfund von England, 60 Millionen französische Franken van Frankreich, 8.5 Millionen belgische Franken von Bellen, 5 Millionen Schweizer Franken von der Schweiz, 1,6.Millionen schwedische Kronen von Schweden und 6 Millionen holländische Gulden vou dm Niederlanden. Die Bchin'gungen, zu welchen die Placierung erfolgt, waren in den ein^nen Staaten nicht gleich, mußten vielmehr nach dem Bankzinsfuß auf den einzelnen Plätzen verschieden sein. Ich betone ausdrücklich, daß es sich hier um einen Kredit des Staates und nicht um eine Hrlselei''uug handelt. In den Zentralen Europas beginnt eben das Vertrauen auf die Stabilität des österreichischen Staates und der österreichischen Wirtschaft sich sestzusetzen. Darüber hinaus -ist.das CrigoLnis von großer Bedentung für die Wiederau frichtuna von Europa übechaupt. Nunmehr sind wir -in der Lage, die Aussichten auf den Langfristige« Kredit als durchaus günstig.und positiv bezeichnen zu können. Die'Ziffern, di« ups gestern Der den Erfolg der össenilschen Subsirip ien in England telegraphiert wowen sind, sind ja in dieser Beziehung außerordentlich teuMch. Sv. können wir mit . Z^lversicht annehmen, daß'Wir Mich für die Zu-8unst, insbesondere für die langfristige Anleihe, einen günstigen Boden finten werden und vqß es nns gelingen, wird, den Kredit, tzer Sü'uMserem-WietetauPau benötigt wird, wenn auch nicht in einer Tranche, so doch vielleicht in zwei Tranchen zu erhaltm. Dieser"Erfolg konnte allerdmgS nur dadurch «vz>:M werden, daß wir auf die günstigen Ergchmfft unserer Cvn.ierunfHavbe iie'n in den letzten Monatm Hinweisen konnten. Es hat in' den westlichen Landern nich s stärker gewirkt, als die Talsache, daß es uns gcüungm ist, in den letz'en fünfeinhM.Monaten den KurS d«r.östz» reichischen Krone stabil zu erhalten. Das ist eine T» fache, die die Aufmerksamkeit erregt' hat. ’ Das Budget. Wenn fqtzt an die Beratung tes'Dr'dge^s herangelrer«r wird, so geschieht dgs iw einer gegeniüber ter' Zeit der erbtet . Ausarloeitunfen weiftntlich g-eändevten Siluation. Es wurde st der OofftnÄichkeit^ wiederholt ^darauf hin-^viesen, in welch ein schneid'ondern Maße sich die Ziffern dieses Bu^ge's von jenei des ersten Entwurfes unterscheiten. Ich verweise nochmM darauf, daß, ohne -daß rvse-ndwie gÄünftelt wordm oder will, kürliche Daten heran-s-e'-ogen wovden waren, die Berechn-nnpei so ausgefallen sind, daß «i«e Bilanzverbefferung von 2919 Milliarde» ausscheinen kann. Die Ziffer wird gewiß da und dort Zweisq begegnen und es sei fern von mir, zu vchaupten,, daß j«d» Ziffer sich genau in der Höhe bewahrheite-n wird, w'e sie hief ausgestellt ist.. Aber der Gnmd, auf dem die Budge ierung ep folgt, sit ein fester. Es bleibt daibei, daß wir di« Ordming m Staatshaushalt mit aller Kraft Herstellen müssen, es Kleist aber auch dabei, daß die Rückwirkung einer sülchen. Reformi artest auf - ' das Eipfließen fremden Kapitals in unsere Mir-lschäf' von enlscheidender Bedeutung sein wrÄ. Wenn wir — uäd das giiauibe ich mit voller Zuversicht saget m tonnen — in der Herstellung unserer. Ovonung weitert Fortschritte - machen, so wird das ausländische Kapital um st mehr Anlage in Oesterreich suchen und es werden unseres Wirtschaft, unserer Industrie, neue Mittel Aisiießen, die es uns ermöglichen werden, die kritische Situat ion^ in der wst uns hinsichtlich der Besch"siigung unserer Industrie zweifelwl befinden, zu überwinden. Aba. Dr. Ellenbogen (Sozi-a'-em.): Ei« so.uw durchsichtiges, ein so verschleiertes, ein mit st viel Ber.h-Limlichungen absichtlich versehenes Budget ist noch niemals einem Parlamente vorgelegt toentett, Unter der Regierung^ e n ner ist einem AuSzabenetat voq 17,7 Milliarden ein Einnehmeneiat von 13,6 Milliarden gegen« ■ üteroest.inden. Es waren damals 25-Prozent Der Ausgaden-nn« bcüeckt. Gegenwär'ig steht einem Ausgabemfat von 8^r Bis« - l i o n e n ein Eipnahmenetat von 5,9 B i l.l i o n en gegenüber, es sind also 34 Prozent der Ausgaben anveteckt. Für ein Sanierun^Abudaet ist des nickst gerade zue Begei-ste^ vung herausfordernd.- .Die.-Staatsschuld Heide im ver- - siossenen J-cchre chm .1.3,8 Billionen zu genommen^ Wir erhalten jetzt-auf'W Millionen Goldkronen einen Vor«, . schuß von 3,5 Millionen Pfund. Es fehlen also zu den 2,3 Bibi lionen Abgang noch. My Milliarden. Wenn ich davon obf-che, -dass 30 Millionen GMkrvnen DevisendapleHen der Banken? und 24 Millionen . GMkronen GaldschMcherne zürückgeschltz werden müssen, was schön 200V.Milliarden -auSmawt, und mun . darauf reflektiere, daß in der zweiten Föbruavwoche die De«i vl-stnabgaoen der iNationMonk 3k6.00v Pfund aiasgemachsj ' baten, so ist daraus zu schließen, daß wir mit diesen 3,5 Mil« lionen Pfundkrediten gstnstigewfalls zehn Woche» leben könnew Bon den Ziffern diÄeS Budgets fft^kein« einzigtz glaubwürdig. In Wahrheit fft das Budget ' rj« Gewebe Von Jllusione», von. Täuschqtngen und von.Leichlser igfkeiten, um nicht zu s-agc» von Frivolitäten. Mel mehr aiss alles das ist aber bezeichnend,' für dre gegenwärtige Regierung . die Mematiflte. Bergistuuq des Ssftntlichen Geistes im reaktionärsten .Sinne./Di« Fruchte dieser Reaktion äußern sich -letzten Endes inter Mord.at, die wir vor 14 Tagen zu ^lagen hatten. Mitschuldig daran, daß solche Daten in dom Unser Prinzip: Gut Uild billig IU TaborstraBe 48 > Telephon 47-S-79 : Iw gro« ln detail Konzerte. SDk Philharmoniker haben mit chven Novhtäten dewkg Glück. Aus Mein-gartners lmvge Ro.scinEr-Bariatiou>7>r folgi'e die noch längere „Sinfon'.a dramm-alica" von Ottormo Refpighi. Schür, eine Stünte währt die ArvWhvimg des WevkeS, in dem sich ein lockeres symphonisches Gafüge' und eine schmächt>i>gc Erfindung hinter einer üppigen Instru.men!>arion vevbiogt. BrfonterS vorlaut gclbärdet sich das Blech, es schreit nach tem-.THeader^M dem die Mqliener f.it jeher heimischer. sind als. in drr Konzertmusik. Selbst . die italienische Kirchenmusik wenbiet sich sa «immer wird r nach ter O<per hin, und so ist auch die ,Mufonia dramimatioa" von Refpighi, der drei Opfern geschasftn hat, eine „Sinsonia thealraliva". Das lang gedehnt« Hauptthoma erl-egt sich in seiner Bereidfamkc'it kein« Beschränkung cm}, und in einem Mnst von Motiven unld Umgcistaltnngrn g.cht die swnplMische Uobtrsichtlichk« it allmählich verloren. Im Awdanie, dessen kirchliche Feierlichkeit a» RifpighlS „Eonoerw Grsgori-ano" evi-mvvt, gibt eS weiche kyrsichc Episoden, in «dmen sich satter Dtreichergesawg — so recht die Domäne unsover PHAHavmon-iKer — ausorckitet, der' Schlußsatz bringt ein Me'itevlipinnen aller und neuer Gvdaniken bis zur Erschöpfung. — Mozarts „Jupitersymphonie" birigier-- 1e Weingartner ohne ti^ieres Jniorcsse. Namsn'ttich bas Finale, dieser kontrapuEische Riesenbau, in dem sich fünf Thomeu übereinauider tiuvmen, war recht lose gefügt. In der Ouvertüre „Der Bch.rrschcr der Geister", die im Äcnz« riverein zur AussiHvung gelangte, «betritt Weber - mm ersten Mol« ttc Wunttorwelt ter Geister und Zau>b.'vwesen,. di« spätes-im Fr-c-is^üy und Obevrn sour eigenes romantisches ftckich werten sollw/ In der Ouvepnre hat er dieses Reich noch picht gesunden, mag er sie auch in berechtigtem Vat'.rstolze bas -Kraftvollste nnd Klarste" nennerr, was er bisher geschossen^ Das gleiche, Shmphon->wnz-ert brachte als Willkomm.'ne Gabr fünf OrchLstevli.ter von JÄius Bittner ans dem Jahre!l»08, von Fvru Emilie Bittner mit all Per innigen l§mksindung gchungeu, die sich in ihüen kundgibt. Namentlich der ,-Hymnus" und ,/E8 ternke'lt" zeugen für BittncrS herzlickj« ltat«ürlichkeit, für das zugleich Lyrische und OvevnWlr seiner -oAtünrsichenMewd^ Ein von Hans..Gerber van der Floe gMtetes Symiphoni-slok^art g.hört in die Reihe jener Beranstoldungen, die sich -vallutakrä'ftitze Ansläuiter in Men zu -leisten vermögest. Schon im Bochahre erschien er am DirigenteuyM und auch hcuer vermochte er seine Jnt'enilonen nicht voll zu vcrwiÄ« lichen. DcW gehört eben mehr Zeit als die jetzt üblichrn knappen Bechändig'.in.gspvoben zwischen dem Dirigenten und dem überbürdeten Shmphonieorch» «ster gewähren. Er.divigierte eine ,^?honr>astdsche Ouverlüre E. T. A. Hofsinann" von Otto Besch, dvyr Schüler und Biographen Harmperdincks, der auch als Komponist dessen Kreise-nahe sicht. Er müht sich um Wirkungen und Krn>!raste, wird aber der Phmtastik E. T. 'A. HofsiM-nns, des zerfchvenen Künstbrs, keineswegs , gerecht. Auch die Denüs-e- Arie aus der Oper „Franoois-Billon" von Mbert Nölte, die von der Sopvani'.siin'iEllen Overgaord mit warmer Stimm« und dramatischer Grstaliuivg grsunigen wurde, entbehrt schärferer Eigeimrt..Ter Ge'i'er P-ed.r Möller beüvies in Kal NiÄsens virtuosen Diolinlkonzr.rt virduoses Können. Helene Lam pl gc5)ort zn den testen Wiener Piamst>?n. Jbrc männliche Kraft, ihre ausg-azeichnete D chnvk ustd die wissenht.ftDleit ihres hingcibungsvollen Spieles dcdürft« keines Lotes mchr,' nur -ihr Eintreten für mederne Klavierkvmpcsitionen sei rühmend hc>rvovgchc>ten. Diesmal gelangte «in Capriceio von Hans Ewald Heller zur Uraufführung, ein-formal klar 8, tonal einfaches Werk, dos durch-seinen fröhlicken Optimismus und seinen dankba-ren effektvollen Klaviersatz für sich eiunimmt. Ans trüberen Quellen «schöpft.George Antheil, der sich als „Pianist und Futurist" im KouMsaale Vovftelltet Das Wort „Futurist" schreckt unser Pniblikum nicht mehr ab, im Gegenteil, es 'cröffuet Aussicht auf SkonLölchcn, füllt so den Saal und nü^t einer goschLsis'üchfigsn REM«. A-n'hoill ist auch als ^'».i-niist Fuluvist, er fipielt Chopin noch felüsthevkVich«n Gutdünken, unterstützt von regam Klangsinn und lock rer Passagen'technik. D!ärk«ere scMche- ALzent« fehlen seiner Pian.istik ebenso wie so.uen Komiposit Ionen, die sich als reine „G-.hirnm.rsik" davstellen er ist der typische Bevtrettr dor modernen „Dekodence"- die sich in .allen «Künsten breitmacht:. Exotisches . «ch. Primitives Karrikatureu und Koptzr^ TanzM.hme»l. .«ch, Mißklänge werden von-allen Setten hevbeigsschleppt, mn de« Mangel an Fovmsinn, Thematik und Architoktur zu verborgen.^ Ein Mtz zur rechten Zeit kann wohl «Wer ein momentanes' Ärvermögen hinwegtäuschrn, er vermag ÄSsr' niemals eine rüMevische Gosinmmg zu ersetzen, die weder in der ausgezoichneten Karikatur - Alfrctzo Casellas, in einem ,^wn'ischenj M/eimett", noch vm Knattern des Motors und im Tanzgcheuk der Wilden m sogenannten ,-Sonaten", noch «im Pmnken mit übel klingerrten Baffen in „prosanm" (?) Walzem evkenn-i 'bar ist.- So war der-einzelne Scherz intereffan-t. die a»ntz-c Srrisi - der Komvosi-ttonen aibschaul'ich. Am gleichen Ah.nd lud Mfrcd Grün seid, «der .Meisterdes K-laviergesonges nnd nunmelr der Pariarch «mier te« Pianisten, s«eim Verchrer in den großen MusikverÄnZsaal.1 Dije . Festtafel war "reich 'bestellt, von Bach bis zu E. W. Korn»« gotd wurden allcrlei leckere Gerichte in kiabsvoller A-uifma^rngi serviert, den Unterton des Gemüts, ter bei GrünfM immermirschwingt, lach dmr Fcste die nötige WÄM, er ist das Geheimnis von GrnnfeldZ Evfolg, der Jungbrunnen» auS demi er immer wieder sich und seine Hörer erfoWt. Auch Frau Elise,Et rzza hat sich die Ju-gc'nd ihrer Kunst «bewahrt.- Sie trotz: mrt ihrem Kuustg^ang tem Einfluß der Z'.'it und 'überträgt ihre bcwähv!« italienische Echangsmethode aus ihr« Schülerinnen. Sie vermag natürlich keine gvotzm Stimmten zu züchten, .doch sie versteht es, die ihr anvertraute Ju«gen«d i-n allem Technischen wohl git «beraten. In einem SchnlevkönKerte ^evfretvt« - jede ter Elevinnen durch stmitere Intonation und wohl be-' - bcrrschten ReMer-tpechfel. — Viktor Fu ch s handhabt seine, feine Baritonstimme mit evl>:«sen«em Gaschmack, Karl Rössel' sang Cchuberis „Win-'eiryeise" mit schöner - Dvklamat-iön und kiastvollem Ansdvuck, Maria Barts ch -I o nä s, die von der Bühne kommt, wirkt «rch- 'n« 'Konzerte-durch'- ' ihre' fchSm.'Ee-: scheinung und ihre sammteir Weiche Glimme, die ganz «in Wohl-' klang und Wärme emgebett'.'it ist. -ir < Der Tanz ist die letzte Mrde des Kvn§w!«p<»iir'.tms. Imme» «vue Tänsermee« erltcheu rmd MpiUW Hr Mblikum^ mH;: