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Wiener Morgenzeitung · 1923-03-03 · Heft 1456 (3.3.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1456 (3.3.1923)
Date
1923-03-03
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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i ■'+ '■ £y-J, feilt S Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung. —---' -.- 3. März 1923 Nr. 145* Heute um Z M Mt'ZmZy. in bet »olfs&nOe des neüen Wiener Rathauses. Gegen die antisemitische Oerhetznng r cko «mm» mm Personen g:,gönLber, die nicht durch eigene frei« Wahl, soNder»' iZrkS&c uttfe ImpuSft nicht <msreich«n. Di« VezichtMmg -des lÄnfuges sit Mo. die einer fit t-l ich.«n M 'N.d'e-r.vre,r1-i^.. l?«i l, eines sit'.r!chen S-anidpunktes, der unter-dem Novm-almaß, welches für gesittete Mrnschen als Ri Hel. M, Mvückge- Melden ist. Zwischen DaktlssiKM «nL Unfug P eim so. scharfe -Grenzlinie wie-Mischen Imwrlichokn und Aoußerkichcm." Hi«ev - .ift s'me Grenzverletzung für f de n, der sich den psychoLogifchen -Sachvevhatt klar gemacht hat/Kutz ausgeschilossen. Der gvcibft« :DÄftoß geHen.äutz.Mche Formen -Mt sich nicht ttn Ent-' ferntesten einer BerletzrmgfiMcher Forderungen g? ichstellen und se-Lbst di« höchst« AuZbi-Dung. äußerlicher Formen hat karM' 'einen Scheimvwt gcgenülder dem Emals voll «in-rvschätzenden WM sittlicher Leistungen. Der Unterschied Machen Amßevttchfieit und Innerlichkeit wird am doutAWen, wenn wir uns. ^egenwärt''^ hÄten, daß der Gips l der BoMommenhoit. in äußerlicher Beziehung a<ls Feinheit bezeichnst Wird, welcher als . Höhe innerlicher BollerLiyrg di« VvrnchnchertgegonÄb'.rstcht, während als die Gegenpole, dieferboden einerseits die.DeÄheit, Lgidererfeits dieGemoi-nheK dastehen. Mit Devoheit des äußerlichen Bschattens ist fchr Wohl 1nner(ich: Vovn-chucheit vereinbar -und unter der Hülle Luß-erlicher FsÄchoi-t kann sich fchr' Vo^I im iimsrften Kern, ein Zug von Gemr.iichert.. bergen. In der Gerichtsverhandlung, . di« den ^ius-gangsprmA u-nferer Betrachtn-n-gen bildet, hat der Richter in seinem -Urteil den Weg der psychrüog'.ischen Deutung betreten. Zwar vor- - sich/rg ynd mi-t BoröchÄt, atöer imm-M/n, mit der Äeußevwng ^»ielle^cht eine Taktlosigkeit" ist denn doch der Vevfuch gemacht^ dgs Tragen des Hakenkvws s tznrch einen GMchtssnniktionär im Tionste wühremd .einer Amtshandkmg psychologisch zu werten. Daran kann, die Tatsache nichts ändern, daß derfolbe Richter in seinem Urt'.tte sich an die rein äußerliche Tatsache klammert, daß keine wirklich verübten M'e der ParMlichleit seitens des mit dom Hakenkreuze g-schmückten Funktionärs dessen- Mchnang gerechtfert-igt haben.-. Solche grob fiynLNfällige- Hchndlamzen, der Parteilichkeit wurden allerdings ni-^t Vorröbvacht, aderßch in dem vorliag nden St-reitfaü Ldiglich ans solche zu stutzen, wäre ein rein mechanische, Heradchu hölzern« AMafsung '.des richievl-ichm BeMfes—. Es wären dann wchrlich. keine gbiLe'.en Richter notwendig; . es genMten. d>-rnn Leute, di« drs,Asens knndjg sind »M Äe.ledig- Ach' die AußgaLe hätten/grob 'sirchem-Mige Tatsache mit km Wortkmt Los Gesetzessrj£*i .Sinn, braucht sie gar nicht einxvghen — aus die.rem.^necha-rrische UVbevöiinsrimmung' zu.vertzleichsn. '-Aber schon .der . gebildete Mensch als solcher fc'-eiSi niemals an der Lbersiäch« hasten, sonLern fühlt das Bc^lr-fnis, den Din-gen möglichst aus -den Gvunü zu gehen, gcfchwriG denn, daß das R o ch-t s ge fühl, welches doch bei jedem, der sich berufsmäßig mit R-echtsprechnng befaßt, wofern, er nicht «in bloßer Reutim«r-7fei will, wenigstens als einigermaßenvovMsMsetzt werden darf, mit einem derartobevflächlichen, hölzernen StanLprnkt ganz und gar nicht' verträa-lich ist.- Denn es frhÄej zum/ Wesendes Rechtsgchuhles, daß es. zur - vollen ln-'ellÄtn«llenErfrffu'ng jedes der Rechtsprechung -als Auf^ds .-KUHwiesenen Falles antreibt. Di« psycholeH/sche Evgvün-dung des RechtsgvfiMs lehrt mit vollster Sicherheit, daß die Funktion, des „logischen Gewissens" zu seinen uner-lö glichen, konstitutiven Merkmalen gehört, «und dieses Äo'.sche O wissen ist nicht' eher besriodiigt-, ehe nicht das vor- Lispenidr ProMom . in seine Element« zevlagt, dich« Elemente - nach allen Richtungen hin songsält'ig untersucht . und sodann teilet Au.-sam--meryeiiaßL und §u ein m einheitlichen GMrutde dLreifl-igt .worden sind. Dem Rechtsgefühl ist also erst dann Genüge «chchchen, .wenn der Eintzrdfaü mit allen Mitteln des Echachsinneß sind, des D> fsmnes erforscht und gsAärt ist. Die , Psychologie des Rechtsgchühles lchrt über -anch, daß das Rechts- -ge-fühl ein -eminent, sittliches GeHuhl ist und daß es mx <ms der Grunidlage schon gewonnener sittlich.r Gemü-tseigenschasten, sittlicher - L<Lens«rf-chnmgen, Ä>erHaM eines sittlichen Niaderschl-sges in. der Seele ansgebildet werden kann. .Ja, das R<chts---efühl,. welches der einzeln«, msbesondeve aber ein richMicher. FunklioWr, bcEundet, ist «in sicherer Maßstaib für - die-sittliche ..Stiufe, aus der er stcht. . Es gibt aber kaum ein v rläßki'cheres Arsterimn firr die Beurteilung eines Menschen ans seinen.sittlichen W'ri als dl« Feststellung, ob er sich bei seinen Handblrngen.der Möglichkeit Lines -FchLrS öder Irrtums bewußt bleiib-t. ,Stets umschwebt uns drr Irrtum," sagt Schiller; er sagt ab.rauch: „Bescheidenes Mißtriäuen in sich ssLst ist allemaL -daS Kennzeichen Men Talentes", «uid man darf hi-MvsÄgsn, eS ist auch, das - KermMchen bcst-chender sittlicher Gchühle. Damit hängt es ausdas mni-gste zusammen, daß d.r Miche Mensch, Mo auch der sittliche Richter, hoi der Bsuvtersimg einer Handding eider auch eines Menschen in seiner Gesamtheit vor allorn nach möiIrchster Werte des.Gesicht-kreifes, nach Weiteder Eindrücke .-nnd fDoite der Gedankcrverknüps-Mgen und der Gddankengänge strebt, -während - u-nge>5 hrt -' der unsittlich« Mersch und der, schlechte Richter die möglichste Emengung aller Gvu-ndlagen d.r Beurteilung herbeizusühwn sucht. Die ^W-erte - der Anfscsfungist aber nichts anderes als daS, was daS Wasen des Wohlwollens -bildet. Mehlwollen ist nicht etwa -— wofür es. nur der U-Merstand hält — Gemütsweichheit, die zu den .ru''.ri.devw!:rt'ige« ,-pathologischen" Gefühlen im Sinne Kants gchört,- svnd.'rn es ist ei« „ideales" Gefühl .im ominettt-esten Sinn«., des Wortes, das sich W der bö^tnMichen Erweiterung ' des GemsitS fAr-EiMÄSe und ErwäMingen, - in der llcherwMdlWg .jeder EinenMvg des..Svelenüaäens - i-m Bevb.hr - mit -dem NobenmenschLN offenbart,, ganz besonders aber in der FäHiMit^' den. attderen von. döfsen oigmem Stanldipunkt beurteilen zu-können. D«'s. Weßt. die FöhiiMt ' in sich voll und ganz den Stantlpimkt d.-s anderen ein-nehmen, in döss-rn Seele sich -in wcchrst.m Sinne einvabrn zu können, so daß man alles, was sein Gemüt erregt, alle seine Qualen und Aew'sch seinen Schmerz und auch seirte Lnst Miterl-ebt. Der sittliche Charakter - des Wrihttvollens zeigt sich darin, kraß man-das So:elenM«n des ärrövven in seia^r ELArrtzerechtigung zu erfassen vermag und sich vor jeder GswaltanlegiMg durch Ansdrän^iung eines -rMberechtigten fremden Maßstabes. hütet. Hi-sr M ganz iv. sonders HoböÄs „Dem Schmerz sein Recht". In.diesem Sinne ist das Wcch-wollen die Voraussetzung der Gerechtigkeit, ja, ihre con-- .drÄo. fi«: qu-a non. Kchven wir mm zu hsm Aonkveben Fall Miück, von dem wir ausgegcMgen. Der Richter hat sich,- indem "er in. dsm Tragen des' Hak-rr.Lvou-zes ,chielle>icht" «ine TaLttloisigkert zugalb,' auf den.Boden der psychologischen Deutung und Würdkgung des B-rhal-tens des ciigelchnten Funkt-ionärs. bogclb-rn. N-un ist die Psychologie denn doch nicht mehr der Tuurmelpl-atz von Dilettanten, die nach ihrem. srettn Belieben, nach winster WilMr die psychologischen Begr'He mod.-ln zu können meinen und in ihrer Anwendung sich den freieste Spiolmmn gestatten. Zum Glück gilt dies seit sehr langer Zeit nicht urchr. Die Psychologie ist eine Wisienschasi, an'.deren Ausbau die hervorragendsten Den- V.r sich beteill'gt haben, die ihre ftststch^-lden allgemein cmerkanutLN Ev^e-önisie besitzt und ihre sich.ren, von allen Forschern ü^re'.ustimmend geiub'en Methoden verwendet. . Tie psychÄogische. Wertung einer Tat ist also durchaus nicht dsm Belieben des Richters überl-aissen, uüd wenn er dieser Meinung sein sollte, dann muß er es sich gsfallen Lassen, eines B.fseven -belehrt zu werden. ,Ltä?t" bcZi-cht sich, wie oben davgeilvgt, aus r e -i n A e u ß r r l i ch e s, auf. die äußerste Qbsrfläche. Ein Taktisch!er ist es Kum Beispiel, zu einer Trauerfeier, bei der dunkle Kleidung Wich, im wsißen Gewände» mtt weißen Schuh:«, -und devgLichm -Zu erscheiMn; obeüso wäre esein. Takt-fthler seitens eines „GersNsfUMionärs, bei einer Berhaüdlu-ng M, kauchchif' -.UH^kWÄtert chamrn,. ^däß M«. zur- An-. Wesenheit verpsiichteten, M^ien durch den. Rauch bMstbgt wevden. D.rarttge TcckHoHet brauchen noch nicht im Mtfeontesten unsittlichen Mo-ttven entspringe. Wo äber auch nur rm Leisesten uvisiMiche -Motivemit ankbingen, ist schon der Geltu-ngKhereich des Takt-es ü'barschritten. Wenn Mo ein Gerichtsfuuk.ionär . durch fein Verhalten bei svn>:r der Parteien Beunruhignug,. Besorgnis, BsönKigunig oder auch nur. «in Gefühl d's Bedrücktsei-ns heuvorrust, dann ist immer die Frage berechtigt — und die vermag Mn Gewattspruch aus der West zlr schassen —, ob dieser Funiktionär sich der sittlichen Anforderungen, die fein Amt an ihn stellt, wirklich bewußt, ist und ob es sich nicht etwa um einen sittlichen Mangel bei ihm handle. Es.fft gewiß ganz harmlos, wenn <tn' Gs^chtÄsunktionä-r' wichreuL der Amtshandlung das Abzeichen eines Turnvereines, eines CportiNuIbs > und dergleichen trägt und es wird niemaA hierin einen triftigen Grund der Mblohnung ancrikermen. Ganz anders aber ist der Fall §u werten, wenn das Molchen kein so harmloses ist, wenn es vielmchr das Symbol einer ganz scharf ausgeprägten Gesinnung, ja, eines genaA präzisierten Prcgvammes darstellt, Zumal, eines Pvogrammes, das in so Lauter, ausdrinl-ich^ WMe durch alle der PropAgäuda der gangen Welt verkürzet wird. . Mag der Richter noch so schr bemüht fern, jede Erörterung Rr Bodeütung dieses Symbols aU8tzuscha?eN, mag er se'me ganze Kraft einlfetzrn,'- um die Grundlaym für desism Beurteilung enMenyen, mag er sich hirvin. a>ls begeisterter, ja, fanatischer Anhänger der ,Jdee d.s Vttbelwollens" seWst darstellen, seine Macht, wie übechaupt alle Macht der.Welt reicht, nicht hin, um die Tatsache zu' tilgen,- daß daS Schnboil eines Pwgrammes, welches sich gegen ganz bestimmt« B.völkermrgSkreiise richtet, in diesen Kreisen Bcu-nrichigung erzeugen' und notMndi'gerweise Mrßttxmrn gegen den TwFer erwecken wird. Ueber diese Gesühle der Beunruhigung' ,urch des Mißtmurns eine. Aussage zu machen^ dazu sind «mzi-g und allein die Betroffenen selbst berufen. Ebensowenig' aber wird alle Macht der W'.lt irnstande sein, dem Psychologen die MogKchkSit zu vauben, den Träger eines solchen Symbols,, her es M. Amtsperson während einer Amtshandlung zur Schau t-vägt, nach -sträng wissenschaftlichen Methoden aus sicheren.AnhaWpuntten gu.bauvteilen und danach feinen siti-lWn Dept 'zu-' bchimme».. WVM.Vreser Trägernicht ein B-Nbe sein will, der sich feige.hinter , die Bchauptung veÄv'.echt, daß ihm die BedMiung des Phinbols nicht bekannt wa-r, dcknn hat er durch sein Verhalten untrüglich bavgetan, daß . er sich nicht b wußt ist/ was er der Würde und der H-eiW-eit «fttirves Amtes schuldet, und daß ihm die uwbcdmgte, aus dom tiefsten innersten Kern der Pcrsönlicl^eit hervörlgchende und - darin vevcmlerte Ach'nmg vor dem'Sitteng« setz und damit auch vor dem Mamsgcsetz -fch^-JnSäesoydere fehlt chm-das qwfil* fiTiert'e' Wich'gchühl daMr, daß er' in seiuet Amtstätigkeit lediglich v.r Rchräsentant einer staatlichen Institution ist, daß er in seiner Amtstätis/eft somit, a-ls Privativer so« in den Hdttergrunid zutretml'-hat wrid -er' seine P.rrvatmeiMmgrn und Privatgesi-nnungLn nicht ostentati'o zur Schau nagen darf, und eS^ fehlt. Äm-das 'GefW-.der- PevaMoirrtlichW da.iür. daß er durch eine stEi-che Einrichtung an ihn gewiesen sinld,-sich s-o zü' -Ve'rhvtten hdt,-'daß sie sich'styrch'ihn auch wicht -im Leiscsten ge< kränkt, verletzt - vdÄr.-bk<drückt fühlen.. DaS sind, -wie jedet Echsier. unlo jeder Psycholog: zug:>!>:n wird, .sittliche Mängel itth der Pedfon bes cchArkchwten Funktionärs, die alle. Beschön^ gungsvevsuchii -nicht;tvegzurvasthen vermögen. ES ist.-nicht -«ot-.- wnchig» - daß idMarttgr' - Mangel oder Defekte der 'sitt-lichrn Perf«- sonAchkeit erst mit der Hvlzhacke dokumentiert werdm, der' Kundige weiß sie schon aus scheinbar gcriuMglgen Zügen, ja," aus „Imponderabilien" mit Sicherheit a!bzule'.'ten. Solche zweifellos Vorha-Mne sittliche Mängel, durch welche/, «me rechtsuchende Partei worüber rmr . sie üllein AuSsngen - gu machen Vüfugt und beru>f«n vst — sick) .bedxückt oder fouvt» ruhigt fühlt» schlmßen aber auch.notwendigerweise die Btz-- fangmheit in Ausübung des Amtes in sich. Bofangeiheit.ijH Unfrsiheit in der sittlichen BeiLttgung,. somit auch in der Er^ füllnng beftlimmter Amtspflicht«n, wobei der Grad' düferlln--.-' freiheit ganz gleichgültig ist. ... ,- -.Was ctber vermag die sittliche Fvechnt jeder Art des Haardelns mehr zu' hindern als. d?.r si-ttlüchk Dese.-kt? Einemi mit offenikunb'gem sittlichen Def-ökt bchasteterk richterlichen Fun-klwnär. wehrlos -preisgeHeben zu seiy, wäre die. stärfft« Erschütterung deF B.rtMuens zum Sitaate als -siltticher 'J-rch'rtrtz.-.. tim. Ein Staat, der dagegen kein« AMfe.fchafft,' hört Mch.. Rechtsstaat gu sein. Hierbei ist es ganz MchZültig, - vib solche-t sittliche Dsse-küe auch nur von einem odervon -wenigen Kundi--'' gen sostgestellt uitfb ob sie von „beruMeu" Richtern geteuMr, oder „iider-sehen" werden. H),r entscheidet allein die.Macht de^j - Tatsache, die allem von der WUeuschaft nach Hvrn Mothod-nz, - feiftgestellt wevden kann. Keineswegs erttlschrLet darüber Vas Majoritätspr-'mzip, noch auch sin rich'r. vlichrr Machtfpruch. De-nu der Richter ist auch'nur ein-Mansch und als solcher den menschlichen' Schranken uUt-evwovstr.." 'Er ist wie jedcir amtdere Menisch Jrrtiümern und sittlichen Mängeln ausg-esetztr Gegen di« aus den JrrÄmern u-Nd den sittlichen Mäugelu'richterlich:« Personen dmc Nechisl-übrn drohenden Gefahren^ hilft, nur die. möglichste BewoMmmnung -der Anstit-ntionen der Rechts-' oriduung. -Auf die W'lch'.iigkeit dieser, ap>f.die Nolwen>digöerr, dl« in ' jedem Eirgelralle zutage tvetend-rn Lücken und Mängel zur,", tveit' ixeil AllsgcsMtung Zu verwerten und aus die Gefahren hin- -' gewie-seu Z'.>. halben, di>.' b:m Rech'slüben durch Mechanisierung, Deräußwlüchung u>n!d damit Arrch Entsittlichung drohen , und-deUen nu« durch Vev^istigung, Derinn-erlichnng und daur'ch - durch Bersittlichung >bcgcgu«t werden kann, darin liegt die prip-j zrpielle Büb.-utung dieser Gevichtsvecha-Mung. - - ' " Werreich. M BolkszWM. Wir fordern die ZLdrsche Wnwnhner» schaft Oesterreichs auf, die Frage« des ZaHL- - blattes für die am 7. März ftatlfmdende VolkszähluM in folgender Weise zu beantworten: In Frage 6- Glaubensbekenntnis, ist das Wort i s r a e l i t i s ch zu unterstreichen. ’ Frage 7, Sprache: a) Sprachliche Zuge^ Hörigkeit: de u t s ch; Volkszugehörigkeit: jüdisch; Rasse: weist. Falls eine andere sprachliche Zugehörigkeil, z. B. polnisch, russisch, «ngarisch, zntrifst, ist in der auf dem Zählblatt folgenden Frage 7 b, Kenntnis der deutschen Sprache, Las Wort „ja" zu unterstreichen. Selbstverständlich hat dies zu unterbleiben, wenn die' betreffende Person dem deutschen Sprachkreis angehört und dies in Frage 7 a angibt. Dke Folgen der FmnMe« SrlMW. In der Bolkshalle des Rathauses sttnd vovgessertt j abends eine Aclneinsame Versammlung der in Wien, lebens den Tschechen und' Slotvaken statt. Es sprachen der $ei> tp-'.wr der tschechischen Sozialdemokraten Landta-gsabgeördmter Mach« r, namens der tschechischen Nationalsozial-i sten Gemeinderat K l i m e s ch, namens der Tschechisch^ ' katholischen Polkspartei Dr. K a r l i tz k y, namens der slowakischen Sozialdemokraten H o l i c, namens der Katholisch-slowakischen Bölkspartei Lok- , n^c und namens der tschechischen GetvevLe-.i treibenden Buchar. Die -Devsamm-lung forderte di« BolksaM-horigcn auf, bei der bevorstehenden Volkszäh«',; lung ihre nationale Pflicht zu erfüllen und die Rubrik j ,.S p r a ch l i ck e Z n g «hörig k e i t" mit „tsch:ch'sch" .' oder „slowakische auszusüllen und aus die Frage der Volks-.. zugehörigleit mit „t s ch e ch o - s! o w a k i f ch s r R a t i o n"' zu antworten. Me Srazer ArbeiteMaft gegen wiMMchek G»z. S. März. <T. K. B.) Die stÄisch: Me!a»-'.' Industrie hatte vor drei Monaten >den Lohn- und Ärbeits- " vertrag vom 5. Oktober 1922 für Ende Februar 1923 ge- .. kündigt. Ern Ve r s n ch, Verhandlungenmit de< Arbeiterschaft über eine L ö h n r e d u k t i o u «mzuleiten, , schlug fehl und der Verband der Metalliirdustrielleu ^leierwaUs beschloß' schließ-ich, in den Betrieben -ein«' Kundmachung änzuschlagen, in der die Lohn-und Ärbeits- ' bcdlngttngen, die fortan zu gelten hätten, m'ttgeilt wur- .' den. Herüber entstand unter der Avbeiterschaftj die dies«, ltundmachung als ein Lohndiktat be'zeichuete, Erregung' und et kam schon im Laufe des Vormittags in einzelnen' Betrieben zu Zwischetifäll«n, insbesondere in der Weizer schen. Waggonfabrik. Nachmittags marschiert«' .. f tu T>>i'l der Arbeiterschaft dieses Betriebes, der sich Ar-, b'.itera n d e r-e r U-nternebmen angescl,lösten batten, aük

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