Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1454 (1.3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite V Dien. Donnerstag Wiener Morgenzeilung. Marz 1923 Nr. 1484 /llustdicktirna, Idealistische Philosophie, Geschichte Europas seit [860, Philosophie im Spiegel der Dichtimg, Byzantinische Kunst, höhere Mathematik, Englisch I und Ilf, Abstammungslehre, ulgebra, Stimmbildung; 8 Uhr r FichteS Reden, Kunstwissenschaft- Zche ULbungen, Geschichte der Vereinigten Staaten, Disferenziallechming II, DentschösterreichS Minerallagerstätten, Englisch I und L Auskünfte und Einschreibungen täglich von 6 bis 9 Uhr a-endS N den Kanzleien. Urania. Heute; Großer Saal: 5 Uhr: Mutter und Lind. — Aus dem Familienleben der Tiere. Halb 8 Uhr: hr. Colin Roß: Eine Filmreise durch Zentralasien. Kleiner ffaal: Halb 6 Uhr: Dr. Alice Lehndorf s-S tauber: Hygiene und Pfleqe der Haut und Haare. Halb 6 Uhr: Univ.-- kros. Gebeimrat Dr. Hermann O n ck e n (Heidelberg): Bismarcks Außenpolitik von 1871 bis 1890. Kurssaal: 5 Uhr: Prof. Dr. 8ertrud H e r z o g-H ci u s e rr Hebbels Leben und Werke, Ul. halb 7 Uhr: Prof. Tr. Ing. Franz K r y n e s: Die Elektrizität m Haushalt, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft, VI. 8 Uhr : Architekt Prof. Othmar L e i x n e r: Wohnraume und Möbel >om Mittelalter bis zur Biedermeierzeit, Ul. Klubsaal: Salb 6 ihr: Wilma W e b e n a u: Musik einst und jetzt, III. Halb 8 ihr: Robert Friedmann: Goethe als Denker und der Belriff des Lebens, I. P r o f.e s s o r D r. Umlauft. Die Urania verantaltet am 6. d., halb 8 Uhr abends, im Großen Vortragssaale ugunstsn ihres seit dem April vorigen Jahres erkrankten verdienstiollen Direktors, Profesior Dr. Friedrich Umlauft, eine Anführung 'eines Filmvortrages „Indien". Tie zahlreichen Freunde *3 volkstümlichen Gelehrten werden hiezu herzlichst eingeladen. Z i o n i s.t i s ch e S e k t i o n XVIXVII. Heute 8 Uhr abends im Heim, VIII., Bennopiatz. l VORTRAG Dr. Josef Löwenherz Nachher Buntes Programm. D»e DudcipeNsr wieder in Wien. Nach längerer Abwesenheit sind die „B u d a p e st e r", dieses beliebte Vossenensemble mit ihrem Hauptrevräsentanten Alexander Trebitsch und Josef Fleischniaun von ihrer Auslandstournee nach Wien zurückgekehrt und absolvieren in: März . ein Gastspiel im Chat noir, Mariahilferstraße 10b. _ o Aus den Theatern. Burgtheate r: Morgen, 7 Ilhr abends, „Was ihr l l t". A k a d e m i e t h e a t e r: Morgen, halb 8 Uhr abends, zu erhöhten Preisen, „D a s b l a u e W u n d e r" von Paul Heute „Der Barbier von w o Ernährung. Die Ledensmittelmärtte. Rückgang des Konsums. Die auf den meisten Marktgebieten wieder zu . ver- ^.Hnenden Preiserhöhungen machen sich bereits in einer anfallenden Einschränkung des Konsums bemerkbar. Jede Preisrhöhung hat, wie allgemein festgestellt wird» einen Rückgang es Gebrauches zur Folge, was oesonders in der Großmarrt-! satte beim Einkauf des Aeisches, aber auch in den Bezirksjeschäflen von den Verkäufern konstatiert wird. In der Groß- «ark Halle hat sich gestern Rindfleisch um 1OOO K., Bratenleisch um 2OOO K. pro Kilogramm verteuert. Diese Verteue- ÄNg überträgt sich arnomatrsch aus die anderen Marktgebiete md hat auch dort einen Rückgang des Absatzes zur Folge, kisct-e, die viel zu teuer sind, werden gleichfalls weniger geallst. Lebende Karpfen kosteten 19.OOV bis 3O.O0O K., Seefische' iN'd mir 11.O0O bis 12.000 K. pro Kilogramm angeschrieben, ßn der, Kühlhäusern seit langem aufbewabrte Fettgänse und knten kosten 26.OOO K. pro Kilogramm, während für frisch zukcsührte. Ware ein Preis von 33.000 K. pro Kilogramm geordert wird. Erfreulich ist das weitere Zurückgehen der Eierpreise. Frische Eier, in großen Mengen angebo'en, kosteten gestern aus ülen Märkten 1400 bis 1600 K. pro Stück. Gemüse und Obst sind gleichfalls in genügenden Mengen ms den Märkten, die Preise haben keine wesentliche' Verändemng erfahren, ___ Bühne und Kunst. Nakmmid-Theater. (Gastspiel Max Pallenberg.) Pallenberg hat sein diesjähriges Gastspiel wieder mit >em „Wauwa n" eröffnet und das Haus loar natürlich gesteckt voll. Wir haben schon im Vorjahre diese außerordentliche Leistung gewürdigt. Der Typus „ein Siebzigjähriger als Meisterde ektrv", den Pallenberg formt, ist eine Charakterzostalt von großem Format. Sein Mr. Bullivant ist ein'knurriger, gebrechlicher Greis, die Füße schleppend, mit zittriger Ziegenstimme lallend, mit verglasten Augen im Lehnstuhl zu einem Häufchen zusammensinkend, aber nur äußerlich senil. Der Verstand ist frisch, die Vitalität dieses „Wauwau" ungeheuer. Die Mischung „gesunder Geist im verfallenen Körper" wird unvergleichlich gezeigt. Das Publikum, geneigt, Lachsalven loszulassen, wenn Pallenberg zwei Worte gesprochen hat, wird hoffentlich gewahr, daß hier mehr gezeigt wird als ein stets explodierender, Domestiken ansahrender Erbonkel, als ein Hausthrann mit goldenem Herzen, ' der allerlei Humor« entwickelt. Um das sonst belonglose Stuck machen sich insbesondere och Herr Wieland, sowie die Damen G e ß n e r und Stärl-Liedermann verdient. Werth eimer. Volksoperr Sevilla". Im D e u t s ch e n V o l k s t h e a t e r ist fiir Anfang April eine Aufführung von Shakespeares „Heinrich IV." in einer neuen Bühnenbearbeitung von Alfred Bernau, die beide Teile des Werkes in einen Abend zusammenfaßt, in Aussicht genommen. Rolandbühne: Heute „Heiraten Sie meine Fra u". Morgen und ent den übrigen Tagen „T a n t e R o f a". In der R e n ä i f f a n c e b ü h n e eröffnet Albert S 1 e i n r ü ck morgen. Freitag, fein Gastspiel in Strindbergs „T o t e n t a n f, l. Teil. — Als zweite Gastrolle spielt der Künstler an: Samstag den *B a u m e i st e r S o l n e ß. Gerichtssaal. Um sich einen Hausstand;« gründen. Der noch nicht 20jährige Johann Hermann war dem Radfahrbataillon Nr. 4 der Wehrmacht in der Kaserne in der Trostgasse zugeteilt. Am 3. Februar hatte Hermann Wachdienst auf dem Korridor der Kaserne. nahm von den Haken sechs Stück Karabiner und trug . sie. immer zwei Stück unter seinem Mantel verborgen, auf die Straße, wo seine Geliebte, die 26jährige Anna Zanka, auf ihn wartete. Sie trug die Gewehre in ihre Wohnung. Als der Abgang der Gewehre entdeckt und Hermann zur Rede gestellt wurde, sprach er den Verdacht aus, daß ein Wehrmann, der Inspektion hatte, oder ein Schwarmführer den Diebstahl verübt haben könne. Da die Gewehre aber nicht mehr gesunden wurden, nahm die? Pylizer acht Tage später in der Wohnung bei der Zanka eine Durchsuchung vor und fand die sechs Gewehre in einem .Kasten versteckt. He >.,ann wurde verhaftet, drei Tage später stellte sich die Zanka, die geflüchtet war, selbst der Polizei. Sie ist bereits Mutter eines vierjährigen Kindes und sieht , wieder ihrer Niederkunft entgegen. . Heute hatten sich vor dem Einzelrichter Hoftat Doktor Kubesch Hermann wegen Diebstahls, die Zanka wegen Diebstahlsteilnehmung zu verantworten. Beide Angeklagten lvaren geständig und gaben an, sie hätten heiraten wollen und dachten, mit dem Erlös beim Verkauf der Gewehre sich die nötige Einrichtung für einen Haus st and gründen zu können.. Der Kommandant des Marschbataillons Major Stein bezifferte den Wert eines Gewehres mit zwei Millionen Kronen. Der Richter verurteilte Johann Hermann zusieben Monaten schworen Keckrs, Anna Zanka bedingt zu zwei Monaten strengen Arrests. Am Kbner-Menhach-Kcke Im Museum der AM Wien.' Das historische Museum der Stadt Wien im Rathause ist mit eine neue sehenswürdige Einrichtung reicher. Die aus dem Nachlaß der Dichterin Marie von Ebner-Eschenöach von ihrem Neffen gespendeten Erinnerungsstücke sind so gruppiert worden, daß anschließend an die Grillparzer-Zimmer eine Ecke des Schreibzimmers der Dichterin mit ihrem Schreibtisch und anderen Einrichtungsgegenständen in derselben Anordnung, wie sie zu ihren Lebzeiten standen, ausgestellt werden konnte. Die neue Sehenswürdigkeit wird wohl das Verständnis vieler Kunstftennde finden. Breih»ven-Sch»Lerr-Abenirr -er Urania. Das Gottesmann- Quartett veranstaltet morgen, Freitag, tun halb 8 Uhr abends, im großen Saale der Urania seinen Vlll. Kammermusikabend. Zur Aufführung gelangen Schuberts Forellenguintett und Beethovens Q-Tur-Quartett. Konzertsängerin Risetta Deutsch wird die selten gestörten drei schottischen Lieder von Beethoven zur Aufführung bringen. Mitwirken-: Pro«, seffor Eduard Madensky (Kontrabaß) und Prof. Karr La fite (Klavier). 1 Die in ften ttacfyiolfitnden Rubriken mit o --zeichneten Notizen an- Arttket sinentgeltliche Ankün-t» gungen <8 28 -es Pretzgefetzes). Volkswirt. Gestempelte Krone --- 0.0075 Centimes. Auszahlung Wien ----- 0.G074% Centimes. In Zürich notierte die österreichische Krone . . die österr. gestempelte Krone die tschechische Krone . . . die Mark . . . Belgrad. . . . Bukarest ... Sofia. Budapest . . . Warschau . . . 0.0074V« (0.0074'/« am 27. Februar) 0.0075 (0.0075 am 27. Februar) 15.80 0.0237 5.12',, 2.45 3.10 0.18 0.0105 ( 15.75 (0.0237 ( 5.15 ( 2.45 ( 3.10 ( 0.18 (0.0105am 27. Februar) am 27. Februar) am 27. Festruar) am 27. Februar) am 27. Februar) am 27. Februar) am 27. Februar) 29.90. Ebenso stieg die t sch e ch i s ch e K r o n e von 663.80 auf 667.80. ' '! ' •’ - . In W i e n blieben fast .sämtliche fremde Zahlungsmittel unverändert, wie nachstehende offizielle Notierungen zeigen: Clearlagkarse der Österreichischen Nattonalbank vom 28. Februar 1923. Devisen (Schecks und Aus* Zin,. Ae Devisenpreise. Auf dem Züricher Markte erfuhren gestern die Devisen Berlin, Wien und B u d a p e st keine Veränderungen. Tie Devise P a r i s hingegen erfuhr eine kleine Ab schwächung und notierte 32.40 (gegen 32.90 am.Vortage). Auch die Devise M a ila n d senkte sich von 25.75 auf 25.62. Sonst waren auf dem Züricher Markte keine wesentlichen Aendernngen zu verzeichnen. Auch in .Berlin wiesen die , einzelnen Devisen keine größeren Unterschiede auf. Ter Dollar notierte 22.543.50 (gegen 22.643.25); das Pfund 106.433.- (gegen 106.483.10); der fran z.o f i sch e Franken fiel von 1401.45 auf 1386.50. Hingegen besserte sich, die österreichische Krone, um 2 Mark auf Zahlungen) Amsterdam f. 1 voll. Gulden Agram I jug. Kronen ... Belgrad 1 Dinar ..... Berlin I deutsche Reichsmark Brüssel I heldische Francs . Budapest 1 ungarische Krönet» Bukarest I l.ei .. Christianin I norweg. Kronen Kopenhagen I diinische Kronor London 1 Pfund Sterling . « Madrid I Pesetas ..... Mailand I Lire . . » . » . hiev York l Dollar. Paris I Francs.. Prag I tschecho-siow. Kronen Sofia 1 Lewa .. Stockholm I schwedlscheKronor Warschau I polnische Mark - . Zürich I schweizerische Francs Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw. kleinere Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , » o . 100 . . „ ■ ■ . kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . 9 B n WO B . „ „ kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Hol indische Noten 100 Dulden . Italienische Noten v. 100 Lire aulw. „ „ kleinere . . . Jngosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar »bi.» 100 b . » . kleinere . , Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten v. 500 Mark aufw. " „ „ kleinere .... Rumänische Noten zul000u.500Lei „ , kleinere . . . Russ. Note» (Roman.) zu 500 Rubel » . . » im » . „ kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor , Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-siow. Not; v.1000 aulw. n „ kleinere. . Ungar. Noten (neue Em.) zu lOOOKr. b b zu 10.000 Kr. » . . kleinere . » . . » fuß Geld Kurs vom 26. Feb.' War« Geld Wart 4 28150.- 28250.- 28150.— 28250^— 6 684.— 688.*- 68L- 686.- 6 684.- 188.- 684.- 686.- 8 3.15 3.25 3.15 3.25 4M, 3764.- 3778. 3761. 3776.- . 6 23.70 23.80 23.70 23.80 5 130851— 13115t-— 13115*.^ . 5 13735,— 13755.- 13785.- 13815.- 3 331801.- 335400.-334500.- 335,0".- 5V, 11035.- 11065.- 11 <'35. — II« 65.— 6 3416.- 342'.- 3411.- 3419.- 4 71075.- 71225. - 71175.- 71225.— 5 4339.- 4351.- 43t .- 4831.- 5 21t7.- 2111.- 2W2.- . 2U8.— VI, 414.50 415.50 417.50 418.59 4'j. 18730. 18770.- 18780. 18820.- 6 ' 1.40 1.50 1.40 1.5(1 3 13345.- 13375.-13345.- 13375.- 71000.- 713V.- 71000.- 71300.- 70910.- 71200.— 70900.- 712V.- 3715.- 3715.- 37"5, — 3735.- 301.- 397.- 396.- 4W.- 373. - 377. 376.- 13580. - 1364". - 13630. 3.15 3.45 3.15 380.- 13690.- 3.45 333100.— 384100.- 332800.- 333800.- 3329 0. - 333700. - 3326"v.- 33 800.— 428'.— 431').- 4260.— 4290.— 28000. - 2P20O.- 28 0 ’.- 2820'. - 3312.50 3 97.56 3277.50 3392.5t 3362.50 3377.50 3357.50 3372.50 679.- 688.- 679.- 683.- 671.- . 675.- 67,.- 675;-. 12940. - 13000.- 1294".- 13000.- 1.30 1.60 1.30 f. f ,.25 1.55 1.25 1.5h 321. — 323.- 344.— 346.- 3U.- 303.- 324.— 32 .- -.— —.— 18'30i- 1861t)! — 18569t- I868ut- 13250.- 43319.- 13259.- 13310.- 10910.- 10970.— 10910.— 10970.- 2090.- 2100*.— 29P5.- 2095.- 2085.- 2005.— 2080.- 2090.- 17.90 18.10 17.90 18.10 17.85 18.05 17^85 18)05 Der Wiener Geldmarkt. Auf dem Geldmärkte ist kern wesentlich-e Veränderung zu verzeichnen. Geld ist sehr reichlich - angsüoien, der Satz für Wochentpebd beträgt etwa ein halbe? Prozent, für MormtsMld bewogt er sich um etwa zstve>ieinhalü Prozeß. Eine Ssterreichisch« Jndustriegründung In Jugoslawien.. Wie der in Aqvam erscheinende „Movgen" meldet, hat ein Kon- ' sorüknn von Wiener Industriellen sich mit der Bitte an das Handel S ri m istevium in Belgrad gewendet, daß ihm erlaub^ iverde., eine Zuckenfabrik in Subotioa auszubauen. Wenn auch dieses Konsortium die Versprechung gab. diese Zuckerfabrik aus das modernste einpirichten und zur größten nn S. H. S.. Staate auszubauen. erteilte das Minilstermm bisher keine BewilliMng. da zuerst die Pläne hiesür detailliert durchstudieck werden müssen. Sperre des Güterverkehrs über den Arlberg. Wegen starken Gütev'aüauses und lieber füll ung der AtzUbergstrecke wurde di« Annahme von Wagenladungsgütem aller Art nach Stationen westlich von Landeck und darüber hinaus in. der Richtung von Listen nach Westen gesperrt. .Von dieser Sperre sind Msgenommen: Le»>ensmittel aller Art einschließlich Wein uud lebender Tieren, lan^wrrtschaftlickje Maschinen nnd-Gerät-e, Saa'gut, Sämereien und Stückgüter in Sammelladungen. Bereits übernommene und im Rollen befindliche Sendungen laufen cruv Für nicht zugÄassene Sendungen erwÄt die BundesbahndireL-. tion Inr«°bruck Sperrausnahmen. Teilsperre des deutschen Transitverkehrs. Aus Ersuchen der deutschen Reichsbahn wurde der .Gesamtgüterverkehr nach Frankreich. Belgien. Äuxembürg und nach dem SaargMet im! Durchzug durch den 'Bezirk der Reichsbahndirektion Ludwigs- Hafen ohne Ausnahme gesperrt. Rollende Sendungen müssen j ungehalten rmd den Absendern zur Verfügung gestelltwerden, l Die erste russische Getreidesendung nach Deutschland. Im- Meier Nordhafen ist gestern von Petersburg ein russischer' Dampfer mit etwa 50.000 Zentner Roggen eingetroffen. Dies ist die erste Getrvidesendung, die nach dem Krieg aus Rußland nach Deutschland gelangt ist. Die Beteiliqnng der deutschen Industrie an der Leipziger Frühjahrsmeffe ist. wie aus Leipzig aemeldet wird, diesmal noch stärker als gelegentlich der letzten Melle. Die Zahl der Aus« ' steller hat bereits 13.000 weit überschritten. . Die Währungsvsrhättnisse Polens. Eropreß meldet aus W a r s ch a u r Nachstehende Aufftellung, welche Eropreß aus .Warschau meldet, gibt ein übersichtliches Bild von der zunehmen-, den Inflation der polnischen Mark im Jahre 1922: Notenumlauf Prozent der Wert der Noten i». Jänner... 239 Millionen April ... 260 Juli . ... 335 Oktober. . . 579 „ Dezember . . 793 , Zu Ende des Jahres hatten also 793.000 Millionen pol-- uische Mark zirka den halben Wert von 240.000 Millionen polnische Mark zu Beginn des Jahres. Einstellung des Betriebes in den Daimkerwerken. Aus Wr.-Nei>stadt wird uns berich'.et: Die hiesigen Daimlerwerke haben nn Verlause der letzten 14 Tage zirka 500 Arbeiter entlassen und zufolge.Manaels an RolMaterial am Samstag den 24. b. den Vetr>ie>b vorläufig aus sechs Wochen vollständig ein- , gestellt. .MehlveNeuerung in Ungarn. Eropreß meldet aus Budapest: Die Herabsetzung der Exportgebühr für Molsi und Getreilde um 33 Prozent-bewirk!« eine sprunghafte Erhöhung des Mehlvroises in Budapest. Der Preis für einen Meterzentner beläuft sich wlcder .auf 13.000 ungarisch Kron.'n, anstatt des.bisherige» Preises von 11.000 ungarische Kronen pro Meterzentner. Jiislanoi« 000 12'90 40'00 142-00 231-50 Dollar 78,562.000 66.799.574 59.807:612 50.722.171 45.217.714 Purim-Eedonte der „Freie jüdische Volksbühne“, Samstag 3. März 1923, im Prachtsaale des Hotei Continental, II.,Taborstraße 4 - Beginn 8 Uhr K>urWa z» habca; i Rotenturmstr. 22,, Aida*, U, Taborj«tr. 5. Cafe Rembrandt, Unt. Augartcftatr. 11. Wr. Theaterkaffee» Pr»*eraL 35. Cafe .Franz Joaefakai*. Kai 87, undd, Komiteemitaliedem