Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1454 (1.3.1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1451 - Wien. DrmmrSiag ffßlettet Morsenzettuns. 1. März 1SS3^_Telt« 3 Dieser geeignete Zeiffmnkt muß abgewariet werden. Mutz der BlinVe Wien verlassen, daim schlagt die ewige Nacht, die Nacht der Verzwrislung .über seinem Haupt zusammen:; Also bleibt die Familie in ihrer Elendswohnung zwischen altem Gerümpel, das sie aus, der Heimat mitgs'chleppt haben und schlechtem Hausrat, der hier angeschafft wurde. Das dankbare Vaterland erachtet 30.000 'polnische Mark, also 100.000 Kronen im Monat, sür aus-! reichend, einen Minden mit Frau und . Kind zu ernähren. >Das heißt, wahrscheinlich ist man sich auch in Polen über die gänzliche Unzulänglichkeit dieses Betrages im klaren. Aber es gibt einfach nicht mehr — wer dabei verhungert, dem ist eben nicht zu helfen. Man beruhigt sich allerorten leicht über ven Jammer der anderen. Ein Blindenvrrein leistet eine Unterstützung von 60.000 Kronen (österr.) im Monat und jüdisch- Vereine lassen dem Mann gelegentlich 'eine kleine Hilft zukommen. Der, Junge — ein richtiges, schmalwangiges KrieqEnd mit klugen Augen — wird der städtischen Schulausspeisung trilhast und die Fvau verbeut mitunter ein paar Kronen. Das ist alles. In guten Monaten bezieht die Familie 250.000 Kronen. Wer rechnen kann, weiß, was diese Ziffer bedeutet. Wahrend der Krirgszeit haben die Kriegsblinden das regste Mitleid gefunden. Keiner verschloß sich ihrem Jarnmer, keiner ging ungerührt an dem blinden Solldaten vorbei. In schwungvollen Worten verkündeten die Zeitungen, die Redner, die Patrioten hinterm Ofen Tag um Tag des Vaterlandes unauslöschliche Dankbarkeit sür die Kriegsopfer. Der blinde Jude hat erfahren, wie es um diese Dankbarkeit bestellt ist. Weil er ein „Fremder" ist, ein Fremder geworden ist, ist jede Verpflichtung weggeblasen. Niemand schuldet ihm Dank, er ist ein lästiger Gläubiger geworden, eine unbequeme Erinnerung. Und die Juden? Ach ja, der eine oder andere Fürsorger hat dem Rassegenossen ja seine Hilfe, seine Förderung zugesagt. Aber entweder vergaß er des Versprechens oder andrre Fälle schienen dringlicher. Ein Blinder hat ja so viel Zeit ßu warten. Der Blinde wartet. Er wartet, daß seine Brüder sich seiner erinnern. Nicht den Fremden gilt sein Groll, seine Verbitterung. Aber daß Juden einen Juden im Stiche lassen können, gleichgültig a« seinem Jammer vorübergehen können, daß ist es, was dieser Mann nicht begreift. Ep hadert nicht mit seinem Schicksal, er lästert Gott nicht. Aber es gibt Stundendie endlosen Stunden der ewigen Nacht, da ringt sich ein Fluch los, ein Fluch über di- Brüder, die ihn vergessen haben und vergessen wollen. I., Es gilt eine SeÄe zu retten. Ob die Nacht von seinen Augen genommen werden kann, kann niemand sagen. NM wir tragen die Schuld für dieses unermeßliche Unglück. Mer die Nacht zu lichten, die Verbitterung über eine Seele senkt, steht bei uns. Niemand kann, niemand Will für unsöven blinden Bruder sorgen. Nur unsere Hände können ihn geleiten, nur unsere Kraft ihn stützen. Der Blinde wartet. Klara Mautner. Ernst Renm» über dar Mische Volk. '■ Frankreich und mit ihm die unbefangenen, vcr dem Geiste sich beugenden Männer aller zivilisierten, oder, richtiger gesagt: aller sich zivilisi rt nennenden Länder feiern in diesen Tagen die Wiederkehr des hundertsten Geburtstages Nenans, der zu den vornehmsten Erscheinungen des geistigen Frankreichs zählte. Die Juden aber haben zweifachen Grund, den Namen des genialen Nlannes zu huldigen, denn er hat nicht nur mit Eifer und Liebe sich auch dem Studium der hebräischen Sprache und der Geschichte des jüdischen Volkes gewidmet, sondern auch bei vielen Gelegenheiten seiner Verehrung und Sympathie für das jüdische Volk beredten und enthusiastischen Ausdruck verliehen. Als Beleg hierfür genügt es, wenn wir einige Stellen aus der glänzenden Festrede zitieren, die Renan anläßlich der 200jährigen Todesfeier Spinozas im Haag vor einem Publikum hielt, in welchem hervorragende Gelehrte als Delegierte der meisten Universitäten erschienen waren. Von dieser am 81. Februar 1877 von Renan in französischer Sprache gehaltenen Rede liegen Uebersetzungen in fast allen europäischen Sprachen vor. Von dcn bedeutsamsten Stellen seien hier einige mitgeteilt. Da heißt es unter anderem: „Der berühmte Baruch de Spinoza gehörte zu der großen Nation, welche durch ihren Einfluß und die Dienste, die sie geleistet, eine so ausnahmsweise Stellung in der Geschichte her Zivilisation eiunimmt. In ihrer Art ein Wunder, nimmt die Entwicklung des jüdischen Volkes sogleich ihren Platz ein neben dem anderen Wunder, der Entwicklung des griechischen Geistes; denn wenn Griechenland zuerst das Ideal der Poesie, der Wissenschaft, der Kunst und der bürgerlichen Gesellschaft verwirklicht hat, so hatdas jüdische Volk, wenn ich so sagen darf, die Religion des Menschengeschlechtes geschaffen. Seine Propheten führten in die Welt die Idee der Gerechtigkeit ein, die Forderung der Rechte des Schwachen; sie träumten von der Verwirklichung des Ideals auf dieser Erde und in baldiger Zeit. Ein Jude, Jesaias, wagt es, 750 Jahre vor Christi GHurt auszusprechen. daß die Opfer wenig Erfolg habe»» und nur daS .Wert hat: die Reinheit des Herzens und der Handlungen, Dann, als die Weitere ignisse in unheilbarer Weise diesen glänzenden Utopien entgegentvaten, zeigt Israel eine Wenlditng ohnegleichen. Indem sie in daS Gebiet des reinen! Idealismus das Gottesroich versetzen, welches die Erde! nicht duldet, gründet ein Teil seiner Söhn« das Christentum, während der andere fortfährt, selbst mitten in den Scheiterhaufen des Mittelalters die unerschütterliche feierliche Beteuerung auszurufen: „Göre. Israel, der Ewige. unser Gott ist her einig einzig« Gott!" Dies« mächtige Ueberliefernng des Idealismus und der Hoffnung, im Widerspruch mit jeder Hoffnung, diese Religion, welche von ihren Archängern die heldenmütigsten Opfer erlangt, ohne daß es in ihrem Wesen liegt, ihnen etwas Bestimmtes über das Leben hinaus zu versprechen —> dies war der gesunde und stärkende Kern, aus tvelchem Spinoza sich entwickelte. Seine Eichung war anfangs nur hebräisch: die große jüdische Literatur war seine erste, und um wahrzu sein, seine immerwährende Lehrerin, dl« Betrachtung seines Lebens. Im Grunde war er den wahren Vätern des Judentums ergeben und insbesondere dem großen Maim o n i d e 8. der Mittel gefunden hatte, in die jüdische Religion die kühnsten philosophischen Anschauungen ernzusichren. Sie Lehre von der arlschm «nd iranischen Raffe. Pvofssor v. Lu schau, der hervorragende Vertreter der Anchvopo-logie und Ethnologiecm der Berliner Universitär, nimmt jetzt einen dlslberuftnen Satz von Gobi ne au zum Anllaß, um sich gegen die Lchre von der iramschen und von der arischen Rasse zu wenden. Gobinem» st.llt m jenen» Satze die „Immer" als die ^Verwandten der Dkandmaivier und Germanen hin. Dagegen empört sich, ft schreibt der DoMner Gelehrte oben in der „Zeitschrift für Ethnologie", sein anchwpolnisches Gewissen. Er fragt, was Gobinemr unter-Iranern vorsdcmjden hat. Luschcm erklärt, iranisch« Sprachen zu kennen, aber von einer rran'iischen Raffe sich . kein BM> machen zu «können. DaS heutige Persisch soll erst mit den Achamnenidu» nach Persien gekonvmen ftm, .und manche stellen sich diese Eroberer als richtige Nordauro-päer vor', also blond, blauäugig- und l-angNpfig — aber das ist einstweilen nur eine Aübeitshhlpolhes-?, denn noch öst kein e'iiziger Schädel eines Achaemeniden znr NntwMimrg gelongt. und «ich di« Porträts der achaemenidischen Herrscher mid die ihrer Großen gestatten kein sicheres Urteil; rmr für die späteren Achaerncniden ist schon völlig Kar, daß sie stark mit dem Blute d:r bvchenstäMgen Bsvölkerwng durchsetzt sind, die wir uns alle mit ben Hethitern eng verwandt vorshellen. So erinnert Gotbmeaus These bedeEich an die Lchre von der „arffchm Refft"; auch da wird ein eng-x Z»isammenhang zwischen arischen Sprachen und den -alten NordvttwpLern angenommen, dabei aber völlig übersehen, daß gerade die aiss am meisten arisch zu bez'ichnende Sprache, daS hTwige Armenisch, von Sttcken gesprochen wird, die sich durch ihren extrem kurzen Schädel, khre dunklen Augrn und ihre großen, oft stark krummen Nasen ganz und gar von den Nordeuropaevn imterschaiden und als unmittelbare Mchkommen der alten Hachiler anzuspvechen sind. Hkmmelrdeobachtmmm im März. (Mitgeteilt vs» der Urankr-Tkerrrwarte.) Am 8. s. findet eine paxtftlle MondeSf'rnstew-is statt, die ihr Maximum um 4 Uhr 32 Min. morgens bei einer Verfinsterung von fast vier Z.hnieln des MMd»»rchmess«rs erreicht. Beginn 3 1!hr 28 Min..,Gnke5 Uhr 36 Min. Der Planet Warist im Sternbild des Midders bis 10 Uhr abends sichtbar, jedoch inr Fernrohr wegen wachsender Eniftrunng nicht mehr günstig zu beobachten. Der Jupiter ist anfangs «m Mitternacht, Ende des Monats schon um 10 Uhr abends sichtbar. Saturn anftrwZ von 8 Uhr an, später noch ^it!ick«r zu fthen, wird auf der Uvanva-Sterwvarte für das Puhliku'M ein besonders interessamtes Objekt bilden. In dem achtzölligen Refraktor dieser Sternwarte, der -ein« für den Bevbach^r be'onders bequeme Art der Ausstellung hat, wird'man das RingsYstM des Planet«» wahrnehmen kömren. MMonevbetrllgerrtrn eines zwetundManzig- Mrlgen. Am 24. Febrnar stellt« sich her Kaufmann F»»lins Haezek, am 18. Mai 1600 zu W-üen gÄoven, SchÄckonunerstvaße M wohnhaft, im^Sicherhöitshnremr mit der G.!bstcmzei-g-r, daß er auf Gyund einer Voygeschützten Geschäft svcvbindmvg mit einem angMichrn Iülisrs Reigenstveif, eines sehr reichen G schäsiÄnannes aus der Tschecho-Slowake'i, der in Wirklichkeit gar nicht le-bt, seit Mai vorigen JahreS mchrereN Perftnen, m. istsns aus Vekarmtenkreisen mid feiner noch n^cht' 2yfthrigen Gattin Anitta Geldbeträge in der Höhe von' mchr als 200 Millionen Kronen entlockt und das Geld, mit Ans- »rahme von etwa 90 Milliowen Krone»», das er -ftinem Vater Max, 18. Be.z., Gentzgasse 9, überlassen, ganz zur Bestreitung seiner WWÄiFen L^nsfÜhvung -für sich -undsiine -Frau verbraucht 'halbe. Geschäd^t erscheinen vor -allean - der Oheinr - seiner Fra>>», Masor a. D. »»nd Steiuerobervsrwalier i. R. Franz F r e u d e n t h a >l e r, Mariahilserstwße 49, der söine»» Schaden mit Rücksicht daraus, daß er dorn jungen Hac^ek unter onderym auch zwei sehr wertvolle Bilder übe-rftssen^ hotte, mit 260.000 Goldkronen tzdaS ist 228 Milliarden Kronen) begifftrt,, dann eine Tont« ferner Frau mit 20 Millionen» u»»d ein zweiter Ohenn mit 12 Millionen Kronen. Weiters , nmßte Julius HocWk drn Ma-jor'Fmchrntaler zu überreden.^ ih»n größere Stimme« zur Bevfügunig zu stellen, die er von vier Bnreaükollegen erhalten hat, linden» er ih'n versprach, das Geld' »N'nechalü iveniger Monate mit hunide.» Prozent Verzirrftn-g zurnckzmrstattsn. Dias« G.lder stamme,» zumeist aus den Millionen von - Mbmisuinonen. Es erscheinen ^schädigt: ein Kanzleiosfizial mit 33 MiNonen, . ein Major a. D. mit der Abbausumm« ft irrer Fra»; mit 10 Millio»»en Kronen, ein Steuerver- Wolter, gleichfalls mit der Mhans-uirnn»« ftinfr Fra«, mir ßk. Millionen Kronen und «in Stenerohetzverwalter mit etwa acht Millionen Kronen. Auch der Vater des jnnyen Hochstsq»lk»S erklärt, von je'mvni'Sohne getäuscht und u»n ftin ganzes Vermögen gsbracht worden zu fein. Er hat allerdings von seinem Sohne nachträglich 40 Millionen guviickerhalteri. von denen er 30 Millionen als ÄDWftwgss'Umrne für ein« Dwhnnng verwendet hat. Bon demhgrauAgslockten Ge'lds könnt« nur ein geringer Rest noch fichergcstellt werden, ft ei» Bi»nkguthaben in der Höhe von einer Million Kronen, imhrere nicht^fchr wcrtvclle Schmuckstücke und einige andere Wert-. , fachen, die man mit wenigen Millionen einstellen kann. Julius Haezek wurde gestern wegen BetvnHes dcan Landesgerichte einaelieftrt. v/. * Die Wege der russischen Emigration. Aus antorüativel: russischer Quelle wiA> dem Sorcherderichterstatter des I. C. B. in Rußland »nitgeteilt, daß die führend:,» jüdischen fommunU stischen Kreise sich dafür vinfttzen, daß die Rersiernng die White Stare, Baltio Anrerican und alle anderen ausländischen Schisssahrtsgesellschaften, die nach ihrer Ansicht die Emigranten ansbeuten und andere Mißbräuche begehen, nicht weiter dulde: es ftr denn, daß sie sich einer strengen Kontrolle fügen. Ossiziell waren auch bisher den Gesellschaften keine Korgessionen gewährt wetder», »Hw Tätigkeit wird aber von den Behörden tolMert. Die russische»» NcgierunOkveise verfolgen das Zic^ in Ruß- >latrd ein SchiffahrtömoNopol einzusühren und die gesamte Srhisfcrhrt in den Händen de§ Dohrovol Flot (freiwillige Flotte) gn konzentrieren. DaS gesäurte Gmigrationsfysten» befindet sich noch in einem chaotische!» Zustand. Die Durchwandcrung durch Lettland hat sich als unbesviedigerL) ertviesen.. In zuständigen Kreisen »veist inan darauf hin, daß die Curigranten von Moskau direkt zun» Schssfsabgang nach Wau fahren können, ohne sich mchreve Monate in Lettland äuszuhalten. Für die Ukraine und SüdrußlaarL ist das eigentliche Transitland Polen. Tie irkramische Regierung hat Unterharid'lungen rnit der polnischen Negierung eingelertet, die darauf hinzielen, das Einverständnis Polens dafür zu'gewinne»», daß die Emigrartten anstatt' den Weg über Moskau und Lettland zu nehmen direkt über die nkrainssch-ipolnische Grenze zum Haft»wrt' gelangen k'ö-nnen. So lange aber die Uriterhandlunger» nicht erfolgreich beendet sind, müßten dir Emigranten wie bisher den Weg über Moskau »rvhmer» und sich nicht über die polnische Greur-e wagen, da dieser Weg noch ,nit großen Gefahren verbunden ist. * Wiener Zionistisches Lokalkomitee. Die hentige Lorch- Fomilessitzung findet glÄchzeitig rnit der für 5 i’IucitTiNtit Obmonnersitzung statt. Sitzungsoegin-u also nicht 7, sondern 5 Uhr. * Festakademie für das Blindeninstitut Hohr Warte. Sonntag von 4,. d. uait halb 11 Uhr vormittags veranstaltet Frau Paula Sieber zugunsten des Blinden in ft i tut es', auf der Hohen „Warte .eine Festa ka dern ie im Palasttino. 8. Bez., Iosesstädterstraße 43-45. Professor Wfred Önin« feld, Mhro Äla ß, Ferdinand Bon n, Klara Wi u s i f, Theodor We»ß und Lote Witt werden rnitwirken. Ebenso das H akoa h- Orch ester vnd das Hansorchestcr. Die künstlerische Leitung besorgt tMellpiWeiß. Karten sind bei der Kinokasft von 6 Ubr na<ymit!ags a»r und Sonntag vormittags zu haben. ' * Die Bücherlotteme der Wiener Presse. Mer wolle Bücher in bester Ausstattung« dft gebunden,, wurden dem Unternehmer» von VerlaosbuchhaMungen zugewendet. Bücher im Werte von vielen Atillionen werden angekäuft und als Treffer eingestellt. Die Lotterie bke'-et sonach die besten Gewinnaussichten. Der erste Treffer in» Werte von 10 Millionen Kronen kann auch in baren» GoDe a^usbezahlt werden. Tann folgen Treffer in» Werte Von 500.000, 100.000, 60.000 K. usw. Lose zu 1060 K. das Stück sind in der Kanzlei der Lotterie, Wien, 1. Bez., Elisabechstraße 9» zu haben. Berufsmäßige Wiederderkäufer erhal en einen Nachlaß., von 20 Prozent. * Eröffnung des Postmuftüms. Bon» 3. d. an^ senaen ist das hn Gebäude des Technischen M-uftuurs in Wien nntcrgcbrachte Postmufeun» an den für das Technische Museum festgesetzten Besuchstagen -der Oeffentlichkeit zugänglich. * Ein Gegner Breitbarts. Wie berichtet, erlitt -er Wiener Athlet Johann.Scherz während der Nachahmung eines von. Breitbart ausgefschrien Kraslstückes in» Favoritner Arbeiter- Hein» vor vierzehn Tagen eine schwere Handverletznng und .mußte SpitalSbehaicklung auffuchen. Er hat'e versucht', einen Eisenna-gel mit der Hand durch ein Brett zu schlagen und der Nagel hatte ihm die Hand durchbohrt. Scherz mußte in der vorigen Woche operiert werden. Nun hat sich, soll S-ch-erz nicht m-m den Arm kommen, eine neuerliche Operation als notwendig heransggstellt, dse in den nächsten Tagen vorg-enourmen werden soll. * Spende für die Bukowinaer. Der Bu-kowinaer Zentral« 'vßvbaich erhielt vom Bundespräsidenten Hämisch eine Spende der New.Aork Staats Herold Corporation in» Bötraga von' 2 Millionen. Kronen zur Verteilung an Bukowinaer Greise,-' an Tnberkwlose erkrankte, -beziehnngKweift -bedürftige Mi tolfiäni^er. In Betracht konunende V,i.kowinaer wollen sich sofort bei der Geschäftsstelle, 1. Vez., Elisabethstraße 9, von 10 bis 12 Uhr vorrnittaas melden.' * Eine jüdische statistische Zeitschrift in Berti:». Soeben erschien in Berlin die erste Nnnnper der von Professor B. Brutzkus, I. Leschzins'ki und Dr. Jakob -Legal - herallsgegobenen Zcitschri-ft „Blätter für De'nographie, Statt- . M -und' Wirtschaf!skunde der Inden". Die' Zeitschrift wurde Von der jüdischen-WÄ Msskonfere-nz gegründet und erscheint achtnust nn Jahre. - . * Amtlicher Wetterbericht. Unter Schneefällen am Ost- ,mnd der Alpen ist die warrne Süldw''cstströmun-g iud er vorge-. stoßen und Hai auch' QeK-erreich in den WäviNöbcreich einbe« En. Die Bewölkuug ist mäßig. Die allae-meiue Wetterlagesich wenig geändert. Voraussage: VerärDerlich, »wild, west- ^! Winde. Vereine. DortrSge und Versannniungen. Verband der hebräischen Studenten T a r b u t h, '1. Bez., Drahtgasse 4/4. Heute, 7 Uhr abends, Sichath Chawerim. Tagesordnung: „Die hebräische Iluwersität in Jerusalem". Referent: Koll. Stich. — I ü d i s ch o T » y n b e eh a l l e, 20. Bez., Denisgasse 39. Heute, 7 Uhr abends, Purim-- fostvorstellung, Konzert, unter Mitwirkung des Trios Händler (Klavier, Violine, Cello). Die Vorträge sowie die gesamten Nlmnnem werden ausschließlich heiteren Charakters lein. — I u g e n d v e r e i n Ä h a w a t h Z t o n in» neuen Helrn^ Caf« Simics, 2. Bez., Wolsgang Schmelzlgasse 12. Heute, 7 Uhr qhends, dringende Vsitgliederversammlung. Erscheine»: aller Mitglieder nubehingte Pflicht. — N e t ch s s ch »t tz b u n d der Handelsvertreter' in O e st e r r e i ch. Smnstag, halb 3 Uhr, in» Eäft Gartenbau, 1. Bez., Parkring 10 (Sonterrairh außerordentliche Hwidelsvertreterbeffmmnlung. O e st er r e i ch i sH e s Muse u m, 1. Bez., Woll-- zeile 45. Heute, 6 Uhr, Eröffnung der Lobrneyr-Ausftelluug, hqlh 7 Uhr Bortrag Hoftat Tr. Eduard Lrisching r „100 Jahrs Lobmsyr" (nur für geladene Gäste). L e o p o l d. st ä d t e r B o l k § h e i »n, 2. Bez., Zirkus-« -16 Sonnnett'oitja'irbcgln'tt mit folgenden Kursen: 7 Ubr«