Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-03-01 · Heft 1454 (1.3.1923) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1454 (1.3.1923)
Date
1923-03-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980535--13949-3000640
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

«MM« 1, tm Me wir evftchven, hat der neue sschecho-ftow-cckische M lmnzminister Becka erklärt, daß die Richtlinien der LisMigen tschecho-slowakischen Finanzpolitik unentwegt beibehal- Len tyerdett. Alle gegenteiligen Gerücht«, die in dev letzten sZUt aus dmchsichtigen Gründe« von Spekulanten in Wien verbreitet werden, entsprechen nicht den Tatsachen. Die Finanzlage der Tschecho-Slowakei ist, wie in einer Sitzung des Prager Bankausschusses betont wurde, so günstig wie noch nie. Die Lage der tschecho-slowakischen Währung hat sich in der letzten Zeit brdeutend gebessert. Der Außenyatwel her Tscheche-Slowakei stellt den großen Ertrag der west- MdMttHepssen dW.Bgtchmit.M WMglchtz.' Her Zuftuß dieser Westhevlftn vergrößert ständig tag Portefeuille des Bankamtes. Der DWsenbesitz des Prager Bynkamtes hat sich in der Wen Woche um 24 MMoüen Kronen vermehrt und betragt Urzeit 453 MlliöUen ÄÄmest. Her Notenuyllauf ist M 134,6 Millionen auf rund 8583 Missionen zuräckgegaWn. Es ist sicher, daß die unentwegte' DeslattonSpolitik des neuen FipänzMinisters nicht ohne Ginftuß auf den Kurs der Dschechenkrone bleiben wird. Etwaige, künstliche Steigerungen det tschecho-slowakischen Bolirta sind nicht in Äussicht genommen. wiener Wrse. Sv'rt das Gelingen der KoMaktion feststcht und sine ßvektere SttMssievung zu erwarten ist, hat der Wiener Markt icm Umorientierung vorzunchmen begoraren. Es spielt jetzt pllmähilirch nicht mchr das reine Geldinteresse des Papreres wie bisher eme Rolle, sondern es wird der Änlagewert des Pajpieres in Betracht gezogen. Bei dieser Erwägung zeigt es sich, daß die österreichischen Jndustr.iepc»pieve in ihren Kursen noch nicht den tatsächlichen Anlagewert zum Ausdrucke bringen Insbesondere kommt auch der Umstand' §urn Ausdrucke, daß die österreichische Jrdustvie infolge sich neuelinstellender Aufträge hie Stagwalion allmählich zu überwinden beginnt. Dazu gesellt sich auch noch das Interesse des Auslardes, welches rmmnebr m den konsoWdierten Berhättmssen Oesterreichs eine Gewähr für die günstige Fvuktifizierung ihres Kapitals sieht Md'Er den Wiener Markt in jüngster Zeit größeres Interesse bÄundet. In erster Reihe waren gesterr.« Alpine und Staatsbahn begehrt. Ersteve mit Rücksicht unsdie gebesserten ExportverlMtnisse in der Eisenindustrie; letztere sin Hinblick auf die PMizierte Entscheidung der Rsparcctionskommisswn in der Frage der Finanzverhältmsse. Eobenso waren auf Pariser Käuke österreichische Kreditaktien stärker begehrt. Für Südbahnwerte wax wieder die Kauflust erweckt, da die Besorgnisse wegen der römischen Verhandlungen durch efogelangte Nachrichten zerstreut wurden. Die gute Stimmung, die durch obgenannte Papiepe erweckt'wurde, übertrug sich auch im Verlaufe des Ber° kchrs auf die anderen Effektengattungen. Auch im S ch r a n k e n Keß sich durchwegs eine entschieden fteuEchers Stimmung feststellen. Nordbayn erhöhten sich vm 860.000 K-, Ausiig-Teplitzer um 85.000 St.. Äarpo hen-Petrofeum um 47.60V K., Schoeller Zucker gewannen 78 K. Bezugsrechte: Reisichäl 10.000 K. Der Ärvlagemarkt wü.S eins geringe vmsatziästgknt auf. - Bo den E x o t e v.notierren; Eos 1700 bis 1800, Epple ». «SuKamn 16.00Y bis 15.300, Joiag 148.000 bis 147.000, Masrsiea 49.000 bis 62.000, Bereinigte Spiritus 275.000 bis 298.00V, Steirische Kohle 19.000 bis 19.600, Zepege 66.000 bis 70.000 und ErdK 18.M bis >19.400. Wiener HMörsr. (EigeMricht der „Wiener Morgsnzeitung^.) Der Verkehren der gestrigen Holzbörse gestaltete sich etwas haftex, wenn auch die erfolgten Mschlüsse noch nicht das erwünschte Maß. erreicht bähen. Bei umfangreichem Ausaebote kamen nur einioe Abschlüsse zustande. Dagegen war baS Wiener Platzgefchäst zufriedenstellend, namentlich herrschte Interesse für Banware und Kistenbretter, in diesen Gattungen führte es zu einigen Abschlüssen, es muß aber betont werden, daß die erlösten Presse gebrückt waren. Immerhin ist Harens zu ersehen, daß mm ernstlich daran geht, sich mit der Bmtätigkeit intensiver z« befassen. Die holzverarbeitende Industrie? erhielt gleichfalls einige Aufträge und sah sich demzufolge veranlaßt, ihre Lagervorräte zu ergänzen. Bezüglich des Exports ist erwähnenswert, baß sowohl Deutschland als auch Italien als Käufer auftraten und einige Gattungen ouS dem Markte nahmen. Die Schweiz und Holland griffe» nur spärlich ein und kamen daher weniger in Betracht. Hier wurden abgeschlossen von Nabelh o lz-Runoh o l s 26 Millimeter-Bretter von 20 Zentimeter, aufwärts l. und II., m. 4U.,700.(X)0 K.. ab obgröstorreichWer Stattpn, Kanthölz geschnitten 10,10 Zentimeter aufwärts zu 600.000 K. ab ttl^bcr«» SsteMichMr Stmrön. Aieser GLbre), Staffel (FeNsterholz) zu 51YWY M MUtzderbsterreichischtt Station. - - ' - Zum öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art. 843 des H.-G.-B. 2 Waggon KürzüngSbretter, 13Millimeter stark, Ibis 3 Meter larrg. von 8 Zenttmeier aufwärts zu 370 K. pro Kilogramm ab Waidhofe» a. d. Thaya. Ausgebote « wnrden von Nabelholz-Rundbolz Lmgholz 36 Zentimeter mfwärtS zu 3^0.000 K. ab nieberösterreichischer Station, SchlÄfholz zu Ä0.000 K. ab niederösterreichischer Station, von N adeIbolz-Schnittmaterial MadrieS zu 640.000 K. ab niederösterreichischer Station, Lärche Kantholz und Staffel 10/13 mfwärtS zu 700.000 K. ab niederösterreichischer Station, Äefer fsi-hre) Pfosten 52 Millimeter 16°/« blau zu 660.000 K. ab niederösterreichischer Station, von Laubholz-Rundholz Birn zu 600.000 K. ab «iederöstetreiKWer Station, von L a nb b o l z S ch n ittm a te ri al inländische Eiche zu 940.000 K. ab nieberösterreichsscher Station, Holzkohle zu 1100 K. pro Kilogramm ab Wien. Brennholz war zu vorwöchitzen'Presse» auSgebote». ' «örfe für landwMchoWihe Produkte. Tootzdean sich der GeschMSVerkchr^m bishtzrigen Wochenkmfe an der gMiWüWWwch-Bvrse kn owgeven Gren-, gen hielt, hat sich dde Gtummm« etwas frau-Micher tzeftaltst Md konnte man sowohl in GrMde wie in MWprodukten unter nnverawderten PMen Säum chMmneN. Besonders rskw Mwltete sich' der Verkehr Är Hafex. kt welchem m den lletzten Tagen ziemltch anfchnliche Umsätze getätigt wurden. Wchren wurde in hsttnifchen und überseeischen ProveniMzen nurm kleinen Quanti-taten aus dem Manktegenommen, dagegen siockt das RdMSschäft angesichts der fchlenden Käufer für hevNchche Roggenmchle- Braugerste wMMchenLeineS KoNfnmMhäft auf, Wobei uMränderte Pvesse willrg zugsstanden wurden. Das Gleiche fft m Mais der ftzall, der vornehmlich -kn jugoslawksche-r Ware gegenwärtig zum' Umsätze gelangt. MMe geigten sehr, öerirtftfit Berbchr, doch ist auch hier eine Besserung infoferne m verzeichnen, als sich verschiedentlich wieder Interesse zeigt. Vorläufig beschvanA sich dieses allerdings lediglich auf WÄzenn . > ES notieren pro Wogramm ab Wien r Weizen inländisch«. 4l00 bi8 4200K.. Roggen iuMdsscher 3650 bis 3750 K., tschechoftokvakischer 1.60 bis 1.75 tfchech. K., Gerste inWdssche 2900 bis! 3100 K., tschecho-slowakssche 3150 k'S 3450 K., beziehungsweiss 1.40 biS 160 tfchech. K. (ab Märchegg), Futtergerste 2300 bis 2500 Si. MM rumänischer 2950 bis 8100 K., ReumckS.2600 bi» 2700 K./Hafer rumänischer 2600 bis 2660 K., NeiS italienischer 7400 biS 7600 K., Burma 6600 bis 8600 K., Mohn inlSubischer 16.600 biS' 17.000 K., ungarsscher 14.500 bis 15.000 K., Cirv^ Sen 1600 bi» 8100 K., WeWobnen «ngütische 3500 bis 3600. nen, rumänische 9200 bis 8400. K., Kocherbsen inländische 6000 ÄS.7000 K., ungarische, jugoslawische oder rmnänssche 4060. ÄS 46VY K., Mnbmerosen groß .7000 bis 3000 K., rumänische' Großlinsen 16.800 bis 17.800 K., Kartoffeln inländische 450 bis? 650 K, tschecho-skowakische 460 bis 520 K., Zwiebeln ungarische' oder Makoer 2400 bis 25V0 K., Msie inländische 6600 bis 7500 Kronen, jugoslawlschs 5.— biS 6.60 Dinar, rumänische 16 bis 20 Lei, Weizenstärke 9500 bis 10.000 K.,. Reps ungarischer 6000^ bis 6200 K., Preßheu österreichisches 2750 biS'2800 K:, bursenländisches 2250 biS 2390'K., ungarisches 2300 bis 2360 K,, Stoggen-- Rittstroh gepreßt 1750 bis 18M K., Schmbstroh lose 1800 bis 1860 K. ab Station, Rotklee inländischer not. 80.000 bis 85.000 Kronen, rumänischer 65 bis 75 Lei, Esparsette 8000 bis 8000 K.,i Weizengrieß inländischer 6900 bis 7000 K., MaiSgrieß 4400 bis 4600 .K., Weizenmehl inländisches V 6450 bis 6650 K., ungarisches 6960 biS 6200 K., jugoslawisches 8.70 bis 8.90 Dinar, Brotmshl inländisches ln 4800 bis 60M K.. tschechoslowakisches Vierer 1.90 ÄS 1.95-tfchech.. K., Futtermehl I» 2400 bis 2600 Krone«, Roggenmehl inländisches la 5050 bis 5150 K., tschechoflowakischeS 70 Prozent 2.- bis 2.10 tfchech K., Kleie 1875 bis . 1725 K. BerNner Börse. Berlin, 28. Februar. Anzeichen für eine Eriseich-tsrM« des Geldmarktes vevanlaßten weitere Rückkäufe» die m mangelndem Angchor der Tendenz einen recht festen Altrich Verliehen. Da die Kaufaufträge me-istens aber wicht hoch lirmtierE waren, überschritten dje Beffer-iurgen nur verhältnismäßig, selten 5000 Prozent. BalUtapapieve stellten sich durchwegs höher. Kanada Pacific gewannen sogctr 66.000 'Prozent. Auch ungarische Anleihen wurden wieder beträchtlich höher bewertet; so Ungar. Goldanleihe um 26.000. ungar. Kronenvewe um mehr als 3000, wroat. StaatSvente von 1910 vm 14.QOO Prozent. Bon deutschen Anleihen wurden die SchutzgsbietanlloHen zu 19.000 Prozent umgeseht. Im Verlaufe wurde das Geschäft rubra. Die An- TcmM-wiinne -blisben zum DeA voll ibchcmvtet. Bon Saissfchrtsaklien stiegen hauptsäiUrch Hamburg-PÄet und Hambrrrg Süd» amsvAa-Dampffchisfartien. . Sch lußkurse: Türkische Lose 142.000.—, Oesterr. Staatsbahn 211.360.—, Nordd. Llbyd 24.600.—, Der. Elbeschiffahrt 32.000—,.Beru Handelsgesellschaft 42.600.—, Konnnerz. Privatbank 8000.-, Darmstadt. Bank 9760.-, Deutsche Bank 52.000.—, DiSkorlto-Kommandit 12.800.—, Dresd. Bank i8500.—. Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Skredit 8050.—. Oesterr. Länberbank.7998.-, Reichsbank 8100.—, Wiener Bankverein 6200.-, Wiener Umonbank 7960.—, Mg. ElektriMts-Gesellschast 18.000.—, Bochnmer Gußstahl' 69.000.—. Daimler Mot. 12.400.—, Deutsch-Luxemb. 64.250.—, Deutschs Waffen u. Munition —, 'Dynamit Nobel 26.000.—, Felten n. GuilleMme 26.260.—, Gelsenkirchener Berg. 61.000.—, Th. Gold- «t 26.250.—, Harpener Berg 116.000.—, Hirsch Kupfer >•—t.' Höchster Farben 27.000.—, Hohenlohe-Werke 29.000.—, Laurchütte 34.900.—, Mannesmannröhre» 51.500.—, Phönix Bergbau 57.500.-, Schnckert u. Co. 38.760.-, Siemens u. Halske 61.000.—, Telephon Berliner 13.50C.-. . .; ' Prag« Wrse. Prag, 28. Februar. Die bisherige Unsicherheit, welche am heutigen Lage «och mehr zum Ausdruck kam, ließ *®tw bestimmte Tendenz durchdrmgen. Bei dem veMrltMmäßig kleinen Geschäft genügte auch dve ge- NMMe Roalssatwn. um eure Abschwächung herbeMführen, die ver Zucker- und Kohlrnwerten einen größeren Umfang amvabm. Auf oinvm niedrigeren Niveau bewegten sich auch EiseniverM Maschmm- und PapierfabvitsMien lagen behauptet. Transportunternchmungm waren bis auf ’ Aussig-Teplitzer besser gehalten.. In Banstverten herrschte eine günstigere Strinnwna vor.Auf dem'AnLagemarkte neigte die Tende-rig zu eirr:r beichten Avschwachuug. Mf dem Exotenmarkt bewegte sich das Geschäft (26, Fortsetzung.) David Motz. Roimu von Disxaeli (Lord BearoMfieW). Ms dem GngWchen übersetzt.von G. Unna. »Mberms Geschwätz!, Ei, ei, was Wollt Ihr dettsi?" „Führt mich zunr Rabbi Simri, wenn düs feist Ranre ist." „Wmn das sein Name ist! Nun, jedermann kennt doch den Llamen Sinrri, den obersten Rabbi von.Jerusalem,, den Nachfolger Arons! Wir haben unseren Tempel noch, svas wollen sie denn da weiter? Ein gar gelehrter Mann ist der.Rabbi Simri" ^erwünschter Plauderer! Ich schäme mich, meine Gedltld an solch einem Narren zu verschwenden!" „Plauderer, Narr; ei, ei, wer seid denn Ihr?" „Einer, den Ihr nicht begreifen könnt. Und nun kein LZort iveiter. Führt mich zu Eurem Oberhaupte!" ' „Oberhaupt! Da habt Ihr nicht weil zu gehen. Ich kenne niemand von unserem Volke, der sein Haupt' höher Mt als ich, wib es nennt mich Simri." „Wie? Der oberste NaM! — Dieser gelehrte Mann!" . „Nichts Geringeres; ich denke doch, Ihr habt von ihm gehört?" ,Laßt uns das Vovge-fallene vergessen, guter Simri. Wenn große Männer Inkognito spielen, müssen, sie manch- Ml harte Worte hören. Das geschieht" -dem Kalifen ebensogut wie Euch. Ich freue mich, die Bekanntschaft Änes so großen Gelehrten zu machen.- Obgleich jung, und schlecht gekleidet, habe ich von der Welt hoch viel gesehen und kann am nächsten Sabbat in der Synagoge mehr DlrhernH darbringen als Ihr vielleicht glauben dürftet. Guter und gelehrter Simri, ich wünschte Euer Gast zu sein." sehr achtungswerter, junger-Mann! und er spricht jetzt ru'hlg und sanft. Aber es war ein Glück, daß ich bei der Hand war. Guter -— wie ist Euer Name?" „D<rvld!" „Ein recht ehrenwerter Name! — Guter David,-eS war -och ein Glück, daß -ich bei der Hand war, als Ihr mit der Schildwache spracht. Ein Jude mit einem Franken frechen und noch dazu mit einer Schildwache! Ei, ei, ei, das ist was Schönes! Ha, ha, ha, wie wird Rabbi Maimo« lachen! Wahrhaftig, es war ein wahres . Glück! Nicht wahr?" „Allerdings, ein großes Glückt" , „Nun, das ist doch aufrichtig! Da, den Weg da! ES ist nicht weit. ^Wir '.find' utzseE-tzWig hier, mein lieber Herr, aber es wivd eine bessere Mt komMett, ja, sie wird kommen." . . . „Das glgube ich auch, — Ist das Euer Haus?" ,Mn -ganz bescheidenes. Jerusalem ist nicht Bagdad, Äber Ihr seid WM>mm>en." ^önig Pirgandieus betrat W" sagte RMl Mastuim; ^dber seitdem niemand mehr." „Und waün lebte her?" ftagt« Alroy. „Seiner Regierung wird im Talmud *) gedacht," entgoMete . Rabbi Simri; ,^ber im Talnnld stehen keine M ist wchl lange her?" sagte Mroy. „Seit dem Exil,!' versetzte Rabbi Malmon. v ,^Ich glaube daS kaum," entgegnen Rabbi Simri, „weshalb wäre er dann König genannt?" ,Mar er aus dem Stamme Davids?" fragte Mroy weiter. .-v' „Ohne Zweifel," antwortete Rabbi Maimon; „er.war einer Unserer größten Könige und besiegte Julius Cäsar." *) Es braucht für Wem der eine Ahnung von dem Wesen des Talmud urch der TalmuMehre Hai, nicht p werben, daß der BerMer bei der Sch-tlde.Mng des „großen RE Gdm-- ri" umd Üii. Gespräche btejie* sonderbaren Geöehrben lediglich seiner Phantasie gefolgt -ist.'Schon die Nomen»-die der BerMer ihnen bellegt. smd eine Umnöalichkeit. eine „RE Simri" ist am» B'e^WÄ undenOar, weil chan -nach wMMchen Gw»dsätzen niemandem den Namen eines Frevlers beilegte» Simri. aber als em solcher in der Bibel (4, 25) gebvanidnmrckt istt Auch ein Rahibi'Mba aus Punbebita (!). ein RE Äbarban-r-l aus Babylon Mv., halben niemals existiert. Und dabei vollends das Mevne GeiMvätz, das den Inhalt -der Gespräche-Wser „Gülchrten" bildet, m scharfftem Kvrttrast zu den überall vo» logischer -Klarheit und von sittlichem Ernst evsällian DiskEio-. nen der Talmudlehver. AnnEma des UeberLov^ . „Sem Königreich lag m dem nördlichen Teile Afrikas," setzte Rabbi Simri hinzu, „und existiert noch herrttgentags, wenn wir es nur finden könnten." ... ,^a» ja," fuhr RE Maimon fort, — „das . Zepter ist nie aus Juda gewichen; und er ritt stets auf einem weißen Elefanten." „Mit goldenen Decken," ergänzte RE Simri. „Und besuchte die Gräber der Könige?" fragte Alrotz. ,F>hne Zweifel," erwiderte Rabbi Maimon; „die ganze j Suche steht im Talmud." „Urck jetzt kann diese nienrand mehr finden?" „Niemand!" antwortete Rabbi Simri; „dem gelehrte» Mos'ös Halevy zufolge liegen sie in einem Tale der Gebirge des Libanon, welches von dem Erzengel Michael versiegelt wavd." „Dev berühmte Gelehrte Abarbanel aus Babylon," sagte Rabbi Maimon, „gibt in seinem Kommentar zu der Gemara hmvdertunidzwanzig Gründe zum Beweise an, daß sie bei der Eimuchme des Tempels unter die Erde versunken sind." ■ . „Kein Mensch schreibt so gelehrt wie Abarbanel von Babylon," rief RMi Simri aus. „Der große Rabbi Akiba von Pundebita," setzte Rabbi Maimon hinzu,, „hat sie jedoch alle widerlegt und glaubt^ daß diese Gräber in den Himmel versetzt.worden seien." „Und was ist nun wahr?" ftagte Rabbi Simri« . fernes von beiden," antwortete Rabbi Maimon. , „Einhundertundzwarizig Gründe sind doch ein tüchtiger Beweis," warf RE Simri ein. v „Der hochgelahrte und berühmte Avon Mendöla von Gmnada," entgegne^ Rabbi Maimon, „hat gezeigt, daß wir die Gräber der Könige im südlichen Spanien zu suchen haben." „Mes, - was Mendola schreibt,. ist der Beachtunwert/- sagte Rabbi Simri. ' „Rabbi Hillel von Samaria ist sehen Augenblick zwei Mendolas wert," erwiderte Rabbi Maimon.- „Das ist ein sehr gelehrter Mann,^ bemerkte M Simri; „uüd.ucks sagt-der?" . i ' Fortsetzung fM.h

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.