Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1453 (28.2.1923)
- Date
- 1923-02-28
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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«M4 Wirkt, Mtttvoch MffenvV Morgenzettung. 26. Februar 1926 .'•*»? 4| Vr.145S Sit Hetze gegen AszlrnM. f KuS Warschau wird uns zcmeldd!: Dimti°«>I- M», |m[«M M 9ff|Illtttßlttä?ttI pesnokratische Presst erhebt Protest dagegen, daß auf dem m wWivibV ,yr* den. nächsten Tagen stattfindenden. Historikerkongreß in B rü-s s e l ein Referat des' Prof. A s z k e nas y- Wer di« : polnische Politik während des Weltkrieges gehalten werden soll. Das führende ^rgan der Nationa'Ildvm-otraten, die „GlMttcr WarLzawSka" nieint, die Tatsache, daß ein Jude über die politische Politik sprechen wird, beidvu'te eine Schank? für di« polnische Wissenschaft. Der Weltkongreß der HlstorÄer mußte in diesem Falle einen sehr schlechten Degvifs von dem i« Polen hervschenden Geist erhalten. IttjftSttiett. lie Rechte der kiuden in der rmnmiischen «rrfasirmg. Aus Bukarest wird uns berichtet: Die Mion des Berbantbes der rumänischen Inden wegen Sicherstellung der Rechte der Juden in der rumänischen Verfassung hat bereits erfreuliche Erfolge aufzrvweiseN. Die Zusage des Königs, tpvlche er der bei ihm erschienen'?': Abosdrirmg des Vörbandes der rumänischen Juden gemacht >at, übte ihre Wirk'.n'g auf den Bcrsassungs- Lusjchuß der Kammer, welcher das vom Verbände dom König überreichte Memorandum sofort in Beratung zog. Am 23. d. fand die Sitzung des Ausschusses statt, an welcher mich Mmisterprändent Bratiauu und mehrere Mitglieder der Regierung ieilnahmen. Beim fünften Abschnitt stellte der sächsische Abge-' ordnete Dr. Otto Roth die Forderung, daß das Wort rumänisch durch „Staatsbürger" ersetzt werde, wri-l sonst spaior die Minoritäten leicht von den fit diesem Abschn-itt ststgestellten Rech'en ausgeschlossen werden Könnten. Dr. Roth stellte ferner die FordermH, daß der Gebrauch der Muttersprache sowohl in den Schulen als auch vor den Behörden gewährleistet tverde. Die Anträge Roths wurden abge lehnt und der Abschnitt unverändert äugenr-mnren. Hiewa-uf befaßte sich der Ausschuß mir dem Mrawran-dum der „einheimisch?!: rumänischen Juden" und besonders mit seinem cärs den § 133 beArAabenden Teil. In dem Memmandum wird auf die bisher erlassenen Berordnur-gen hingewreseu, in tv-rlchen bei der Anerkemdung der Staarsbürgcrschast der Juden das Jahr 1919 cdls Stichtag festgesetzt wird, während der neue Roformenüvurf nur denjenigen Juden das SeaakKöirrgerrrchi zubilligen will, die schon vor dem Jahre 1914 im Lande gewohnt haben. Der Ausschuß beschloß, bei der parkrmentarfschen BehanÄlung dieses Abschnittes das Memorandum des Verbandes zu berückfichr igeu. U eber.Wunfchdes Kon itzs würde die A bordn u u g, welche das Memorandum dem König irbetr-sicht hatte, zu den Beratungen im Ausschuß züg-rzogen und ihr vre Gslegercheii gegeben, im Ansschüß die Wüsche 8sr. rumänischen Juden persönlich zu vertreten. Namens der- Delegation lts Verbandes.der rnmärrischen Jndeu hat Dr. Filderwann die Würrscha der Inden dargelegt. Ministerpräsident B rskia ü it gab it* AErfenM Ler MWest HMjaOk' M Erklärung ab, daß die durch «die DÄvetgsfttze .erjVMeverk Rechte der Juden garantiert werben rMb büß Re -Bß vfossung eine Lösung der gesamten Jndenfrage bringen werde. Die fortschrilrliche Presse oefchaftW sich jetzt Am 1.. März 1923- .beginntein nenesMbonneinent auf die „Wiener Moraen-rÄtnNg". Wir ersuchen, die DezugSgebÜhren rechtzeitig einßchahlsn, vezielmngsweife das Trqfikabovnement rechtzeitig zu erneuern, damit die Zustellung des Blattes keine, llrster- Srschrms erleide. .7 NeMsgKMrt» ab I. MSrz 1822: Nbvnno^enk für Wien <z«m Abholen im Sxnebtt sSsr in reu DerfchleiWellen) MvnaU'ch . .. .Äk. 28 909.— Sonnvttb WochsnkaLsnnwMrr. ... . . . K. 1.909.— Wonlagsnummer K. 709.— Das Abonnement wolle gefäMast rechkreitig in der nächstliegenderr Vrrschstitzüelle erneuert und die Vezngsgebühr gleichfalls donstlbst erlegt werden. Oelkerrsrch rnoniUkrh.. . K- 23.995. — rfchecha-S?sw«Ksi snonsrttch. . . . Nchech.Sl. 17.— Pslsu mouittiÄ. . . pol». N?arL 8.099.— Ausvlkawisn Monatlich..Dinar' 35«— Deulfchla«- wonattich . ........ Mark 8.999.— Nvmänie« WSsaMch ........... Öd 69.— KoUarrö mosalttch ....... holl. fl. 1.89. JlaUs» monattich .. Sire 10.- Schwelz monakttch ..... fchwelz. Franks» 3 — Frünkrsich MvnMrch .... . . . . FrEs 8.— Delgtr» monaEch . . ... . . Selg. Fean« 8.— Gagllan-monaMch. ... . . . . Schilling 3.— Amerika mvrrallich. ... . Dollar 1.— zEeSetz: DsfrsrrrichMrs PoftiparkaNenKonlo 139.893. rfchecho-ftowakifchss P»flfparkaffe«Lo»1o (Prag) W.SS1. Pslnifches Poflsparkafseukonlo (Warfchan) 190.22? Dsvliches Psllfcheckkonrv (Bsrli» « 7) 108.722. BttKöniL» n«d Dukswlna: Ostbank A. S. n»d -seeer Filialen. Schweiz r Schweizsc AolksbanL in Si. Gallen. Zugostasien r PöMarkastenkvMo (Zagreb) 40.088, Jlalien: Ssziela bi Erröilo Gonunereiale Lrisfle, Dia Sstazzini 39. Die BSvwallmtg -er „Wierrer MorgenzettUKg" Wie», Sk., Taborstraße 1—s Telephon 44.SS8. 4S.31S. b-Lstr-d.'-cs Nein, und das ist der Punkt, an dem wir zurzeit mit KZ SuMostverbiusu-ng technisch hcrlten! Wir dürfen so schwerlich dort, sich«: Äl-erbrn. Mich:, daß ich der VaÄante des HochdruLverrayrens .'Ledslri-urrg -beilegw, die, von dent Nationalen lr-sgousttze getraFrri, heute in Frarrkre-ich «als .seL-bständiges Bersah??n chren i W<rg sucht. Aber die Natur kann mehr als wir und jiigi uns, daß wir bei forig-eschr-itiener Kenntnis weder die Temperatur Vorr fiur-shunderL dis stchsihundsrt Grad, -noch hohen Druä milch haben tverdelr. Wenn wir den StickstsffiuhÄ! uachrechnen-, den die Bollerrrte des Jahres 1913 den Lam-Äigen 35 ffllittismen Hektar deutschen landwirtschaftlichen Bodens eutzoMn hat,, so finden wir, daß Stallmist und die artverwandten Nainrtzüw§er Mutmehl und Knochenmehl zusammen mit Äom Stickstoff, der ckls Saatgut in den Bode» gelaugt ist, und mit dem S-ticksLoff, den ihm die Gewitter Kuge- .führt haben, nur 35 Prozent der entzogenen Menge ausgemacht haben. Neun Prozent haben wir als Ammoniak und als SaLvewr zugefiihrt, den Rost von 66 Prozent des Entzuges aber ' bat 'Di?' Natur durch biochemische Reaktionen gedeckt, die uns so fremd und ünstrem Können so überlegen sind, wie die Wege der Natur, dre zum Zucker und Eiweiß, zu den Äerbstosstn und Farbstassen fühvett. Äber hmter diesem Erfolg der angervandten M)st'kaÄscheir Ch-cmie erhebt sich alsbald eine neue Aufgabe. Die PfkrußS braucht außer dem Stickstoff als wichtigste Nährstoffe Phosphorsäure und Kali. Wir sind in 'unserem Lande .an 'KcLi reich, im Bsrhält-nis zmn Bedürfnis Vorrat unbegrenzt reich, aber die Phosphorfäure fehlt uns. Urch hier versagt für den Augenblick urrfew Leistungsfähigkeit. Dje Wcmzr macht sich den PhosphorgchcÄt des Bodens langsam zunutze mb gedeiht von ihm Wemll in der Welt, wo die Dmrgung mit Minevalsiofsen nicht statisindet; in den Wäldern, auf dem Ackerboden Rußlands und, sonst auf der Erde, aber sie tut es nach ihrem Zeitmaß/ mrd wenn wir durch einen chemischen Eingriff nachhelsen wollten, damit sie ein wenig mehr jährlich Frucht liefern urab uns besser Mit Nahrung versorgen kann, dann wissen wir vorerst nicht, wie wir helfen können! Wieder zeigt sich, daß die Chrrnie noch nicht lÄbensgedecht ist. Weder von den gawaltsamen Reaktiomn, noch von den chermodynamischen und rcaltionLkinetischen Gesetzmäßigkeiten führt sine gevade Straße pt Lösung der Aufgabe, und Vie ÄgvüöiMrchKmie schwankt zwischen zweifelhaften Gesichtspunkten für ihre fruchtbare BchanÄlu-m und noch zweifelbasteren Gründen für ihre UnLöslühkeit- . abermÄs e'rrgchend mit der Judenfrage mnd legt hierbei eine entschiedene Haltung zugunsten der Inden gegermber den An- KWkber antWüisW'Prcheckt best.La-i'. - Witt Jr. Wolf AttW. '. AUS BMtttst witd MS geMMMk.5.Mch''Sch1«ßch^>VVI!^ einigen Lagen abgehaltenen Kongresses des Vorbandes der einheimischen Juden legte dessm verdienstvoller Präsident Doktor Adolf Ster'n seine Präsidentenstelle nieder. Gleichzeitig veröffentlichte Dr. Stern in den Blättern eine Communique, in welchem er erklärte, daß seine Demission durchaus keinen Grund biete, irgendwelche irrige Schlüsse ans die Bechaltr^sse im Der-- Lande zu ziehen. Im Verbände herrsche die dollste Einigkeit, und er fei frei seiner Demission von der Ueberzeügung geleitet gewosen, daß nunmehr der Moment gekommen sei, wo er mit Rücksicht auf sein hohes Alter seinen wichtigen Ehrenposten jüngeren und energischeren Kräften überlasten Mste. Dr. Stern erKärte sich bereit, seine reichen Erfahrungen auch in Zukunft in den Dienst de rumänischen Juden zu stellen. Mitglieder sich verpflichten, nach Möglichkeit n ür Lande Serzeugnisse zu benützen und,den Erzichungsvat zu..er-I suchen, die Lehrer aufzufordern, in diesem Sinne in de»! Schulen eine rege Propaganda zu entfalten. M Wische kmiowUvn a«r NW«. Tunis, 23. Februar. (I. C. V.)'Dreihundtzrt jüdlschÖ- Fämilieit aus Al ar of ko sind in der letzten Zeit nach öia» ft in a ausgewandert. Der letzten Gruppe wurde in Tr ip olis! ein feierlicher Empfang bereitet. ßntlaffmts von WWsn Arvelttm kn Haifa. Jerusalem, 23. Februar. (I. C. B.) Am 16. Februar sind' 30 jüdische Eisenbahnarbeiter m Har,'a entlassen worden. Jni jüdischen Streifen weiß man, daß die Entlassung auf Jnterden-l tion der Haifa er S.tadt-verwaltung zurückzuführen j ist, “e bekanntlich vor kurzem öffentlich verlauten ließ, ficj könne keinen „fremden" Arbeiter anstellen, wobei zu ver-> stehen war, daß unter „fremden" pie jüdischen Arbeiter ge-' meint sind. Die jüdischen Stisiungcn unter der Kontrolle des Rnbblnat?s. Die Rsgiernng hat verfügt, daß alle öffentliche«! Stiftungen in Mobilien, Immobilien und Geld, statt wfebisher beim Kadi (muselmanischer religiöser Richter), von jetzt'' ab beim Rabbinatsamte registriert werden müssen. DaS Rabbinat wird auch im Falle von Streit igkei cn und Anfechtungen mit Bezug aus die Stiftungen das entscheidende Votum haben. Ein Organ der misrachistischen Arbeiter. Unter dem Titel „Hapoel Hamisrachi" begann in Jerusalem , eine von der Organisatlötr d"'' misrachistischen Arbeiter herausgegebe?:^ M'-uats. schrift in h'^räischer Sprache zu erscheinen. Sors SwMMg mid ßdwiu Montag» k» PaMkna. Me ans Jerttsalem gemeldet wird, sind Lord und Lady Swnythlir-g, von Aegypten kommend, in Begleitung ihres Sohnes Edwin Montag« i-n Jerusalem eingetrofsen und als Gäste .des High Commisfioner abgestiegen. Auch die Ankunft SirMNpp'Sassoo ns wird für die mächsten Tage erwartet. (Lord Swaythling, einer der reichsten englischen Juden, stand bisher der zionistischen Bewegung ablehnend gegenüber. Die jüdischen Leistungen werden hoffentlich sein Interesse für den Wiederaufbau Palästinas erwecken.) Sie »«rikauischen Stifte« in MfUtta Wer die Me. Die Vereinigung der mrs. Amerika stammenden Jirden in Palästina behandelte unlängst in einem Diskussionsabend die Frage.der Krise in Palästina, wobei folgende Resolutionen angenommen wurden: Der Geldmangel im Lande entstand in erster Reihe.auf Grund' des großen Kapitalexports (zirka 83 Prozent) für importierte. Waren. Wenn nicht rechtzeitig Mittel dagegen ergriffen werden, dann wird sich die Krise ■ immer mehr verschärfen. Der Import der billigen ausländischen Produktion verunmöglicht die Bildung einer heimischen Industrie und erschwert in dieser Beziehung bereits gemachte Änfänge. Dsie Bereinigung.der aus Amerika stammenden. Huden beschließt, eine energische Agitation unter der palästinensisch?» Judenheit zugunsten der heimischen Indnst rie zu fübren,-eine behindere VerLirLau.»,^ ^u L^den. deren. RunLfchM. ImMenstzrohms Ssmet VaschW. London, 27. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzsitung"./ Me die „Morningpost" aus Angora erfährt, hat I S m e t Pascha mit seiner Demission gedroht, falls seine Politik von der Nationalversammiul'g nicht gutgeheitzen werden, sollt«. M hakeukreuzlerWer Zsuroalist. Berlin, 27. Febmar. -(Wolff.) Gegell den Sihrlftstellet Walter Oehme, den Leiter der hiesigen Korrespondenz- „D e t a", ist von der Berliner politischen Polizei ein straft i rechtliches Ermittlungsverfahren wogen Verdachtes des Landesverrates oirrgeleitet worden. Er hat unter anderem im vergangenen Dezember falsche Nachrichten über, angebliche Dkuierei und Unzuftiedenheit in der Reichswehr, ferner in der letzten Woche . auch einen Bericht über ein angebliches GRvevnehmen zwischen führenden Persönlichkeiten der Reichswehr und der 'Üxf« fch-Berb tnde verbreitet. Diese letzte richt hat Oehme auch an die Redaktion -der Moben Fahnö" weitergeleitet, die dann den aufsehenerregenden Artikel „Seeckt Met zum Bürgerkrieg" veröffentlichte. Die in diesem Artikel ausgestellten Behauptungen wurden durch den Neichswchrnün'ister am gleichen Tage im Reichstag als erfunden bezeichnet. — Oehanes Untevnehnren hieß früher „Dona" und stand im 'Dvenste der Rechtsparteierr. Ser FreWmch Mk«ger« besMgi. Leipzig, 27. Febnmr. (Wolff.) DaS Reichsgericht hat heute die Freisprechung des Kapitäns v. Killinger be» stätigt. Killinger war seinerzeit angeklagt, die Mchtigen Mörder Erzbergers, den Käufmann Schulze und den Ober- -leutnant z. S. Tillessen, durch Beihilfe zur Flucht begünstigt zu haben. ______ " Tagesbericht. zdmiftWer Partekrat. Für den 11. März, halb 8 Uhr nachmRtatzS, wirb de«. PaMrat eiÄbevufen. Die Sitzungfindet dm Sitzmm^'.^le des' Landeskomitees, 2. Bez., Daborstraße 20anstatt. Tagesordnung: 1. Die gegenwärligc. Lag« im Zionismus. 9te{ci:- | € iridet. i 2. Keren Hajesfod. Nsfevent Dr. LeopoldeSofer.! 8..Berichte Üiber die. Tätdgkeit kn der verflollenen A^dts- Dr. Dsfider F r i e,d m a n n. 8. GvenbuelleS. Dt. R. M. Gelber. M Kerm HaWO-MB«ge km Rmer. London, 24. Februar. (I. &. V.) Das Hauptbureau. des Keren Hajessod hat im Momt Jänner 31.928 Pfunds an Einrmhmen zu verzeichnen, drunter. aus den Ver-. einigten Staaten 22J581. Aus Südafrika und Nmnänirrv > kamen, in diesem Monat je 1500, aus der Tschecho-Slo-, wakei über 1100, aus Polen 895, ams Lettland 730, auch Belgien 615, aus England 6Ü0, aus Holland 429, aus Beß-, arabien 409. Der Rest verteilt sich auf die übrigen Län«, der. Die.Gesamtsumme der Bareiugänge.Lei deur Haupt-, . bureau. in London per 31. Jänner 1923 betrug j 722.612 Pfund 1£ Schilling 7 Pence.