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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-25 · Heft 1450 (25.2.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1450 (25.2.1923)
Date
1923-02-25
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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’ |$^145öf: Wen, TMkchl Wer auch in FrühjahrSartiVeln, welche wchl besser-gefragt ^Mren»war daS Geschäft kein heworrageudeS^ Äe meisten^ Preist der-Vorwoche blieben unverändet, nur wenige iAchuhforten wurden km Preise ermäßigt. Braune Schuhe,; Lilknenschuhe und Sandalen waren fest, weiße Lemenschuihe 'fLtzar anziehend. > , ■ i ■ Die Textilienpreise halben sich kn der BevichiSt. Woche befestigt. Baumwolle liegt m New-Aork sehr fest, die Nachfrage hat dort etwas zugenommen. An der Migen Warenbörse wurden Baumwollzwirne und Baum- Wollgarne in allen Positionen um 2 P. pw Kilogramm und Rohbaumwollgewebe um 2 Centimes Pro Meter höher in Noriz gWMNmen. . : FertigLeder, Sohlenwie Oberlicder wurde in der abgelaufenen Woche im Preise etwas ermäßigt. Beim Sohlenleder betrug die VevÄlligUng vyn 1000 K. bis 4000 K. pro Kilogramm, beim Oberleder (Boxeailf) sowohl, yrste wie zweite Qualität je 1000 K. pro Quadratfuß. : Die Preise für RoMute blichen gegen die Vorweg ziemlich unverändert. __ PH. —^>ez. Meine Steigerung der österreichische« Krone. Aus die Londoner Kunde von der Auslegung der ersten Tranche, der österreichischen Jnterrmsanlerhe m der Höhe von 1,8 Millionen Pfmtd hat die Züricher Devisenbörse mit einer kleinen Besierung der Devise Wien von 0,0074.75 auf 0,0074.87 reagiert. Wenn die Steigevung auch verhältnismäßig gering ist, fo {ft sie doch als Symptom zu werten. Berlin senkte sich von V,62M aus 0,0285. Ebenso fiel die Devise Paris von 82-47. auf 82,15, die Devise' Mailand von 25,67 auf 25,62, die Devise Prag von 16,77.5 auf 15,76. Die Devise Budapest hat die vorgestrige Erholung wieder eingebüßt mrd senkte sich von 0,18.5 auf 0,18. Hingegen ist die Butarester Devise geringfügig von T66 cmf 2,66 gostiegen. Die Devise Warschau AM unverändert. Der Wirtschaftsverkehr Oesterreichs mit der Tschechoslowakei. Ans Prag wird uns telegraphiert: Wie die Blätter melden, sprach gestern der ehemalige Minister Dr. Schuster lm Tschechischen KMurverband urser anderem auch über die Wirtschaftliche und politische Annäherung an die Donaustaaten. Er sagte: Vorderhand kämen als einzig denGare Woge möglichst liberale allgemeine Handelsverträge in Betracht, ergänzt durch zolltavifliche Verkehrs-- und RÄhtshilfeverträge sowie durch Beseitigung der beengenden Devrservorschvrften. Das Schlagwort von der Einschränkung des. Reexports aus Oostorveich müsie kritisch beurlM werden. Wenn wir die'Arvgliedernng Oesterreichs an einen anderen Staat nicht wünschen könren, dürfen wir auch nicht eifersüchtig mvf seine eigenen wirtschaMchen MögUchkeiien blicken; hat es doch mr Jahre Ml 30 Prozent des gesäurten ffchecho-siowMschen Exports Mfgenommen. ' '?■ Die Zahlungsschwierigkeiten der Firma Reinhardt «. Ko. sirrd vorläufig insofern bereinigt worden, als der Bankenverband gestern den Beschluß gefaßt hatte, Mn BänHaus ein v>ierzehr.«tägiges Moratorium zu getvcjhren und dem Geschäft die finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen, . . Gläubiger <■ befvrediyt werden köM'en. Die "großen Gläubiger werden erst nachher ein Ucher- '' IÄMeiWr^Hmartt Mw Byvsmgung. Das Md w der -gestrigen Versovgurch wa.b SU einem halben Pwzent ängeboteu. Mr^Wtzenö sNhritnde 'Wertes warm für die Prolongation gesucht, däxunter JHiSüd. Wie" der Vevlauif der Besorgung; die sich auf Gnchd der reichlichen Geldosierten leicht "gestaltete, ersehen ließ, ist die Kontevmine in verschiedenw Papieren noch ' stark „verfixt". Man zahlte Lechgeld. Nach der' Versorgung befestigt« sich die Stimnmng, und( die Schätzungen für 'einzelne leitende Gattungen'lauteten.wesentlich höher. Das Deviscngesetz in Rumänien. DaS rumänische Parlament hat den von der Regierung vorgelegten Entwurf über die' Einführung estrer neuen strengen DevisonotdUnng trotz deS Einspruches der Handelskammern und einÄ Teiles der Banken, dennoch in unveränderter Fassung angenommen. Der Entwurf sicht das Verbot deS allgemeinen Devisenhandels vor. Er' gestattet nur einzelnen, von der Kpntrollkomm-ission zugelnssenen Banken Devisen zu harideln. Die Devisenspekulation wird mit. schwerem Strafen bedroht. Jede- Leiausfuhr ist verboten. Die . Getreidehändler - befürchten durch diese Maßnahmen «ine Drosselung des GetveSdogeschäfteS nach dem Ausland. ./ Die Firma Jos. I. Leinkauf. Aktien.qesellschast, Wien; 1. Dez., Helserstorfcrstmße 9. ‘Mt uns mit. daß am 1. März - d. I. ans der» tschecho-f-lowMschen Staatsbahmn für folgende Artikel wesentliche Fvachtermäß igungen eintrel'en: Baumwolle, Kunstbanmlwolle. Baumwollgewebe, Jutegowebe, Hanfgewebe, Kotzen und Lsderstosie. Lsinonzeuge, Garne, Zwirne. Seiler- Waren, Leder, Kunstleder, Tafolglas. Schafwolle und Ziegenwolle. Tonwaren,, 'landwirtschaftliche Maschinen, Eifenwaren. Auskünfte urd Mermäßige - FrachtangaÄn für bestimmte Routen werden von der genannten Firma über Wunsch kostenfrei erteilt. > o Vökse für lmidwirtschastliche Produkte. (Eizentbmcht der „%katt M»rge«ze>I>»>«".1 Die fvmlnldl'ichön Stintmungsberfcht« von den auswärtiger» Börsen vermochten hier insofern Einfluß auszuüben, als die Preise der einzelnen Artikel sich stabilisiert haben. Die abwärt sstreüende Preisbewegung scheint sowohl ir» Getreide als auch in Mchlrn an ihrerjr Ende angelangt zu sein, wenigstens konnte man heute unter unverärckerten Preisen kaum ankommen.. Meißen blieb im großen und ganzen geschästslos, die heimischen Mühlen klagen über schlechten Mchkabsatz und es sind manche Etablissements bereits zur. Stillegung ihrer Betriebe gerötigt. Auch der Berühr.in Roggen hÄt sich in allerengsten Grenzen, der Absatz heimischen Rogge-nmehls läßt alles zu wünschen übrig,., da das tschechische EMugms zu wesentlich billigeren Preisen im Markte, ist- Beide Artikel blieben heute in den Preisen unverändert. 'Der leicht gebesserte Lellurs bewirkte eine Mehrforderung der Wavenbesitzer für Hafer, die aber nicht zugestanden wurde. Die . PveisbasiZ fiir Rumäuhafer ist ziemlich unverändert, in österreichischen.Provenienzen f-chlt es an Offerten. Altwois ist M knappem. Offert gesucht. \tm preishÄtend. Jugosl^ischer Mremais- Würde in größeren Partien nach SWdeutschlaüd zü 9.76 bis 10 holl. Gu-l-den ex ^Schlepp Passau gehandslt. Altmais erzielte etwa 3000 K. ,, und.etwas darüber. Gerste hat iy.per Slowakei neuerlich an-' gezogen,' wacher'"Amständ angesichts des sMifen Kurses der tschechischen Krone hier MehrfordbrNngen vevanlaßte. die in den seltensten Fällen zugestauden Wurden. Das ziemlich normale Konsumgeschäft in slowMcher Braugerste wickelte sich zu einer 88 . MAM GevrlL Hreisbasis von 8300 K. ab. Rumänische Mtevgevsw erzW« 63 fwmzösische Franken ex Schlepp Wim. Bohnen haben sich nach den lebhasten Anschaffungen der, letzten Tage etwas ruhiger geselltet, für Änlbmwrbsen' wurden die verlangte«! Mchvfopderuvgcn - gern Wgestauden. Mohn verzeichnet«-etwas Geschäft in p'olmfchet Ware zu 12.000 bis 13.000 K.» M ungarischer zu 14-M bis,15.000 K.. Hirse wird mit 1L5 W M tschech. Ki ab'Grenze bewertet. Die Raühfutterpreisä sind unverändert,, die Zuzüge normal. Sehr fest Mm Kleesaat«,!, Rotklee naturell wird zu 82.000 bis 36.000 K., schöufarbvger!seidefveier. bis 46.000 K. gehandelt; flau liegen Luzerne infolge veichm Ausgebotes in.mindevm Sorten. Die Forderur- * igen stellen sich auf 18.000 bis: 22.000 K. Der Msatz in Mehl ist nichts weniger als günstig. Doch fchsint andeversckts die seit Wochen hier herrschende, bodenlose Flauheit überwunden zu soin. und Man konnte heute sowohl in Meizerals auch in Noggenmehlen verschiedentlich Anfragen bemerken, die t-erl-' weise auch zu Abschlüssm za einer unveränderten PreisbÄiS . . ES notieren pro Kilogramm ab Wien: Weizen inländischer 4000 bis 4100 K., Roggen inländischer 3550 biS 3650 K., tschecho-ftotvakischer 1.60 bis 1.75 tschech. K., Braugerste inländische 2900 biS 8100 K., slowakische 3150 bis 3400 Futtetgerste 2300 bis 2500 K., MaiS 'rumänischer 2950 biS 3100 K., ReumaiS 2600 bis 2700 K., DörrmaiS 2800 bis 2W0 K., Hafer rumänischer 2500 bis 2650 K., Reis italienischer 7400 biS 7600 K., Burma 6500 biS 5600 K., Hirse 3000 m 3400 SL Stein 5400 biS 5800 K., Mohn ungarischer 14.500 LiS' 15.000 K., Eiroksamen 1700 bis 1600 K., Meiß-oynen Ungarische 3500 LiS 3600 K., rumäUsichL 8200 bis 8400 K., Schälerbse» 6800 bis 11.000 K., Anbauerbsen groß 7000 bis 7800 klein 5500, bis 6000 K., Großlinsen rumänische 16.800 BiSi 16.500 K., Kartoffeln inländische 460 biS 650 K., slowakische 460 5.20 K.. Zwiebeln inländische 1200 bis 1400 K., Makkoet oder italienischer 2400 bis 2500 K., NM. inländische 6600 M 7500 K., rumänische 7000 bis 8000 K., Preßheu österreichisches. 2750 LiS 2850 K., ungarisches 2300 bis 2350 K., RoagenMstroh 1760 bis 1800 K., SchauLfttoh 1600 bis 1850 K., Weizengrieß 6900 bis 7000 K., DiaiSgrieß 4400 LiS 4600 K., Weizenmehl inländisches Nuller 6450 bis «500 K., ungarische» 6000 hi» 6250 K., jugoslawisches 8.70 LlS 8.90 Dinar, Weizenbrotmehl prima, 4800 bis 5000 K., tschecho-flowakisches IV 1.90 biS 1.95 tfchech. K./ Roggenmehl prima 5060 bis 5150 K.. Futtermehl prima 2400 bis 2500 SS., Noggemnehl. slowakisches 70prozentig 2 bis' 2.10 tschech^ K., Kleie 1675 bis 1725 K. » Ae Sevksr«k«rse. ZLktch» 24. Frbttiar. (Devilendurse vor 12 Uhr 0& Mi». — Mitoeteill von der Lwmei,irischen Aredjwnstalt.t — Berlin! 0.« 835 (0.0239), Kolland 210.75 t 210.75). 9iew-Aord 5»l.6K (5312g), l'ondon 25.06 (25.06). Paris SS 15 (32.47),i Mailand 25.62 (25.67), BrUsts) 28 30 (2860). Kopenbaaeni 103.75 (105.25), Eiockhokm 141.30 (141.50). Lbristiana 98.25 (89.75). Madr d 83.—(8330). Buenos Aires 199.— (197.50), ürag 15.7V (15:77'/,). Budapest V.18 (0.18'/,), - Bukarest 8.63 (2.60), Belgrad 5.10 (5.10), Sofia 3.10 (3.07), Warschau! 0.0115 (0.Q) 15)., B'ieu ^!d 0.0074!/, (0.0074°/.). Oesterr. geL' Kronen Geld 0.0075 (0 cvlü). AmfteeLmn, 24. F'-bruar'. (Devtsenkurse.), London 1183'/, (11.88'/.), Berlin t.Oiil (,O.Cl25), W« 15.25 (15.31»/,). Schweiz 47.45' (47.47»/,), W,en 6.0035-»,. (0.0035°/;). AvpendSgen!. 43.25 (49 25); Eiociriiolm 67.:5 (67.80), Ehristiania- 46.75 (46.70). Mw-Nor^ 852.-.(252 85). Brüste! 13 40. 03.47'/,). Madrid 39.45 (39.50). Ltauen 1220 (12.20,. Budapest Paris, 24. Februar. (Schliißßürse.) — Wechkl aufDeulfchland 0.07»/«, Rumän en —, Prag 48 80. Wien 24.—. Amerika, 16.55, Belgien^ 87.co. Mg,arh 77.68'/,. Lolland ' 656.75 Italien 79.60. Schwei; 311.—. Spanien 2r,8.—.' Fsrim-Eeäoule der „Freie jüdische Vo!ksbühne‘V Samstag 3. März 1923, im •Prachtsaale des Hotel Continental, U.,TaborstraBe 4 - Beginn 8 Uhr Karten ru haben: Lowit, I. Rotenturmatr. 22, ,ATda*. II. Taborstr, 5, Cafe Rembrjwdt, Unt. Angarten9tr. il, Wr. Theaterkaffee, Praterst. 35, Cafe .Franz Josefskai*, Kai 87, und b. d. Koroiteemitglieder ■omnoBBpv&mmmmm David ALrotz. (24. Fovtschung.) Roman von Disraelr (Loch Boaconssield). ' AuS dom Emgliischen übersetzt von G. Unna. . ' „Sehr verschieden von Hamadan," versetzte der Arzt heK Kalifen. gellte ha'be ich Wunder gesehen," rief Alroh. „Die Welt öffnet sich dop dir," entgegnete ihm Hona'm, Alroy anttvortete nicht, aber nach einigen Minuten er mit zögernder Stimme: „Wer war die Dame?" '„Die Prinzessin Schivene," erwiderte Honain; „die ' KreblingStochter des Kalifen. Ihre Mutier war aus Georgien u-ird ein« Nngläu-bige." j.'.f. - t 6. Taö Moudlicht siel auf Lllroy, der auf einrur- Ruhe- ' Hett lag mit dem Gesicht in die Kissen gedrückt. Gr lag regungslos, schlief aber nicht; er sprang auf und ging mit unruhigen Schritten im Zimmer hin und l^r. Manchmal blieb er stehen nnd starrte in Gedanken der,unken auf den Boden. Tann schritt er zum Fenster und. ließ seine glül^rrde Stirn von der kühlen, Nachtlnft streifen. So. blieb der junge ExilSfürst wohl eine Stunde laug m der gleichen Stellung. Plötzlich wandte er sich und schritt zu einem Dreifnß ans Porphyr, nahm dort einen Rofenkmnz von Juwelen und preßte ihn an seine Lippen. - „Dre ErsHeinnng nwiner Traume, eMich naht.sie Mir; jene Gestalt, nach der ich geseufzt rnch gnveint.habe, wr. Gestalt, die als glän^'i^eS Traumbilds vor mir ausftieß, rvenn ich meine Augen vor den geräuschvollen Schalen dieser trAvu ^'lt schloß. Sä) i re ne, Schirem! Hier in dieser Einsamkeit darf fä) meine laug zmü^rdrängte Leidenschaft au^strömen Lasten, die Deid<'nsdMlt nroinaS Lebens. Keines gewöhn- Lttben Leben«, MÜ>ern eines Lebens voll Hefen Gefühls hoch schö->ferisliM God.inke,t. O, wie schön! nein, inehr als sckchu! In bir ist »»ein Tranm zn^ WWlchkrit MvordM.> Warum Mft H iwt)t mein? Warum müsse» wir Bitten Mryenbtick uuftves Lede.usglückes verlieren und unserem Schicksal die HÄsie seiner Segnungen rauben? . Tor, Tor! hast du vergessen? Die. Berzückuing. eine- ^Hwgerren in feuue.m Kerker, der m seimr anLschuxiseltden Phantasie einen Augenblick lang seine Fesseln vergißt! Die Tochter des Kalifen und ein 7—Jude! Ge-bt mir das Zepter meines Vaters! Fort mit dem Talisman! Ich bedarf nichts weiter, um mich zu begeistern, als das Andenken an sie, keinen Zauber als den ihres Namens. Beim Himmel! Ich will in diese herrliche Stadt als Sicher einziehen oder/unter-- gehen! Was ist Leben? Nachdenken mischt sich immer wieder mit meiner Leidenschaft -— was ist Leben? Hier bin ich ein Held mit einem Geiste, der all« Dinge erforschen kann, und einem Herzen voll übermenschlichen Mutes, mit Jugend, mit Kraft, von glorreicher Abkunft, mit einer GostD,. um die manch biblisches Mädchen unseres Stamnres an der kühlm Quelle HamadaNs das schone Köpfchen sinken ließ; und bin doch — nichts. Der Henker hole die Gesellschaft. Für mich ward sie nicht geschaffen^ Ich will mir meine eigene bilden und die Gottheit sein, wie ich sie manchmal in mir ftrhle. Wir selbst schaffen unser Glück und neusten es dann Schicksal. Dn sprachst wlrise, Houam. Dü femster aller SadduzE'Das. geheiligte'Blut floß in den Adern meiner'Väter und sie taten nichts. Aber mein Arm kann ein Zepter führen unö ich will es gewinnen! Ich zweifle nicht an meinem Triuniph! Triumph ist ein Teil meines Daseins. Ich bin zum Ruhm geboren, wie ein Baum dazu bestimmt ist; seine Frucht zu tragen oder seine Blüten anszndreiten. Die Tat ist geschehen. Sie ist! bedacht und geschehen: Ich will mich dein größten nieiner gekrönten Vorfahren in se'menr Grabe gegenüberstellen. Großer Salomo! Er fveite auch um Pharyas Tochter. Ha, welche Zukunft hämmert ntewe« Hoffnungen! Eine gu te Vorbedeutung! Himmel und Erde Verbinden sich, niein Glück zu begründen. Dft habe ick) dich Verflucht/ traurige Ju^ndzeit, jetzt tatfs ich dir Heil zu. Du warst eine köstliche Borbeveitüng, lUstd-wenn'-ich^mich, Mne Freude/ an dent Leben uw mich her/ selbst füt einen Tortzn hiett, so fühle' ich jetzt, daß ich ein ganz besonderes Weßm lvar. Bei allen Himmeln, ich bm voll Freude; zum erstenmal in meinem Leben fühle, ich sitz. Ich könnta 'lachen und fochten und trirften. Ich bin neugeborene ich "bin ein anderes Wefeü, ich' bm wahusinnigL 7 O, Zeit, erhabene Zeit, die Welt verleumdet dich. Sie nennt dich schnell. Mich bedänkt, du chist wundervoll . langsam. Flieg«, fliege, große Zeit und trage mir nrenr Zepter auf deinen heranrauschenden Fittichen entgegen. Ach, alles soll erst werden! Niederdrückender Gedanke! Meine Phantasie, gleich einem schönen, aber müden Vogel, wird manchmal matt und sinkt, und dann bin ich verloren. Der junge König von Karasme, ein jugendlicher Held! Wäre er doch Alschiroch gewesen. Mein Herz schmerzt . schon bei dem bloßen Namen. Ach, meine Prüfungen haben noch nicht einmal begonnen. Habästor' warnte mich, der gute, ansrichtige Jabastor! Sein Talisman drückt auf mein stürmisches Herz und scheint mich zu warnen. Ich bin in Gefahr. Ein Prahler steh« ich hier und fülle die gleichgültige Luft mit eitlen Worten, während noch, nichts Mitan ist. Ich werde irre! Der junge König von Karasme!, Wäs bin ich mit diesem Fürsten verglichen? Ein Nichts außer in meinen Gedanken. Auf dem ganzen Basar würden sie mich nicht würdig schätzen, auch nur seinen Steigbügel zu halten. O, dieser Zwiespalt, dieser harte, nie endende Zwiespalt zwischen meinem Geschick und meiner Phantasie. , Warum lebe ich nur? oder, da ich Einmal lebe, tvarum erkennt man mich nicht für das an, ivas ich bin? Süße Stimme, die du von deiner heiligen Heimat ru Jabastors entlegene Höhle hcrabstiegst und mir Trost zuflüstertest, flüstere wieder; hauche mir wieder deine leise» Worte zu und scheuche die Gedanken himveg, die mich um-, lagern. Gedanken, schwarz und zweifelvoll wie grimmige Raubvögel, die den Helden umkreisen,. seinen Fall erwarten und schon ihres Sieges über den Tapferen gewiß sind. Es liegt etwas Unseliges in diesen nren schon reichen "Städten. Nur'i« der Einsanckcit blüht der Glaube." Hier warf er sich mif sein Lager, ließ das Haupt sinken und schien in Nachdenken Verloren. Plötzlich aber svrang er auf. ergriff seine Schreibtaftl und zeichnete folgendes auf: . . ' 'j ^Honain,- ich bin M ganze Nacht über wie David in der» Wüste Siph geivesen, aber durch des Herrn Beistand habe iH gvfistzt:.'Ich ■ flstchö. anS'- dieser^ gcstchrvölleti StM in feinem Auftrag, den ich nur zu lange versäumt habe. Versuche .<rs uW stüch arWif'nrden, rrnd chrnur, nwW« ' Dank."^ ■ •’V.‘ :

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