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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-25 · Heft 1450 (25.2.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1450 (25.2.1923)
Date
1923-02-25
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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«eite« Men, Sonntag Wkeuer MorKeuzettung. 26. Februar 1923 Er. 14S0 ^eollierbar» sondern vielleicht Gerüchte, wie man sie eben in jedem andern, so auch im Rrchrkriege, häufig zu hören -Äommt. . Eine unyehar« Spannung liegt in der Essener Lust in normalen Zeiten war diese Spannung techni^ch-iMlsirieller Natur, jetzt Politisch^' miid,. was viel schliüünrr ist, wirtschaftlich. Die Franzosen haben alles im Lande ausgtzlauft, maßlos verteuert, für sich mit Beschlag belSAt. Utch fboS war — rein obMiv selbst vom französischen StarA Punkt beurteilt — eine politische Dummheit von Riesen, dimensionen. Es ging den Arbeitern Var dem Kriege nicht tzut, die Löhne waren viel niedriger, aber die. Dividenden Per großen Werke, Syndikate, Konzerne im Verhältnis vN . höher -als zum Beispiel bei der Steel Corhoratipn in den Vereinigten Staaten. Der Unternehmer' war der Naturgegebene Feind der Arbeiter, die ihn im allges meinen -7 als Ausbeuter betrachteten .und haßten. Diese Situation, die sich in der Nachkriegszeit kaum geändtzrt haben dürste, hatten die Franzosen sich bei einiger Klugheit zu nutze machen können, durch Verbilligung und Berbesierung der Lebenshaltung der Arbeiter einen Keilzwischen diese und die Unternehmer treiben können. Statt dessen kamen di« französischen Militärs, spielten. Krieg 'gegenüber einer friedlichen, ruhigen Bevölkerung^ die wahr* kich BernjlNstigeres zu tun hatte, erschwerte durch Verteuerung und Requisition die^LebenSverhällnisse bis zur Unerträglichkeit, behandelte jeden einzelnen als ,^Soche".- Die Folge dieses Vorgehens war, daß Arbeiter und Unternehmer heute tatsächlich eine einige und geschlossene Ab-» Wehrfront bilden. Ich habe viele fmuzofenfeindliche Aeuße* kungen gehört und auch — meist „süllschweigende" — slbwehrhandlungen gesehen, aber keine einzige abfällige Aeußrrmrg der Arbeiter über ihre Unternehmer und um»' tzekchrt. Vor dem Kriege, und noch mehr seit 1918, war bas anders. Aber heute haben die Arbeiter nur Bewunderung für vre Haltmrg. ihrer Unternehmer oder Regrerungsbeamten, die sie früher als eine Art Sklavenhalter, , beztm gls deren HelserZhelfer, ansahen, und die Unternehmer singen das Lob ihrer Arbeiter in den höchsten Tönen und bewilligen ohne Zögern Me ihrer Forderungen. . Bei der Gereiztheit der Stimmung in beiden Lagern ffi das Schlimmste zü befürchten. Die Franzosen haben «urS m Ruhrbsfetzung eine Prestigefrage der „Grande Nation" «macht, nach ihrer Mentalität können sie nicht zurück. Ebtfc die große Masse der Ruhrbevölkerung, so zah, ausdauernd und widerstandsfähig sie fein mag, kann — schon urs rein wirtschaftlichen Gründen— unter diesen Verhältnissen nicht'lange weiterleherü Wenn nicht' baiL irgendeine llendrrung in der' gegenwäNtzm Sachlage elntcitt, wird trötz aller Ruhemahrmngen der deutschen Regierung ein Zuftmunenftoß unvermeidlich,- und eS kann kein Zweifel bestehen, baß Kämpfe dort sofort h ein erftsetzlicheS Ahschlachten ausarten müssen, Das Jkstrumeitt^ das von den Franzosen gerade bei ihren schlimmsten Niederträchtig* keiten mit Vorliche^ angewW^Md, ist ^her GMtyp knMel -^ dasselbe Werkzeug, mit dem auch Hakenkreuz* ler, RationaffoziÄisten, Frontkämpfer und anders Helden dieses Schlages Borträge und Theatervorstellungen zu' strengen belieben, mit dem sie auf Wehrlose und Unbe< tecffnete losgehen. Schade mit, daß diese Hakensreuzritter mrd die französischen chauvinistischen Hetzer nicht einander gegenüberstehen! Dr. F.'R. fix Aufruf Mar Matts zur MandatsbeWigung. Auf! An Äe Arvelt k (Lus dem Archiv der Zionistische« Orsanisation.) «i#V‘ i- Hinze und Kunzein Danzig. AWDa ns i q. ÄtcTbetE.B.:^Für-den19><.d.wa« in D äÜ z^g M Bprtrag deS Führers der -Berliner \i DeutWozialen, RiWed K ü n z e, genannt - K n Ü P tz el- . Kunzle, angesagt. M Anbetracht der Skandale, die ge-' , letzentlich einer.früheren Mtstz^Betfammluns inDDanzig vorgekommen' sind,.. hah der Änat gegen. den Werliner antisemitischen AgitÄqreinen u 's w eis u n gsM f e h l erlassen. Da sich j^inze versteckt hielt und ihm der Ausweisungsbefehl '«ichtWHellt werden konnte», war vorgefthen, chm unmittelbar vor BKinn der Versammlung den Ausweisungsbefehl Kr überreichen, Bon dieser Absicht 'hatte Kunze KenniniS'erhalten und.ließ deshalb.ankündigen, d^rß, an seiner Stelle ein Herr Hinze das Refträt hasten würde. Die-Holizei war sich aber darüber Lar, daß . Hinze und Kunze miteinander identisch sei«t. Sie erschien im Versammlungssaal und' forderte Kunze auf, den Freistaat, sofort zu verlassen. Daraufhin erhob sich in der! BersammÜing ^ein Mtg-eheurer Tumult. Die Versammelten . formierten, sich zu einem Demonstrationszug durch die 'Straßen Danzigs. Die jüdisch e n Passanten wurden terrorisiert. Bis spät ist die Rächt hinein Wien die Straßen, von' den Rufen „Nieder mit den Juden!",' Tod den Juden!" wider. Die „Deutschvölkischen" in Berlin. Die Berliner Deütschvölkische Freiheitspartei hatte süp den 20. d. eine Kundgebung für die Eircheitssrönt . veranstaltet.. Der. bekannte Anttsemitenftihrer v. Graef.e hielt das Referat und Predigte die. Einheitsfront gegen die Juden. Er sagte, die Freiheitsei so yufzufassen, daß man sich vom Versailler Vertrag, vom Parlamentarismus und von der Herrschaft des Judentums befreien müsse. Die' im Saale zahlreich anweferchen, Arbeiter Mterbrachen den Redner, , es kam zu schweren Tumultszenen. Wahrend der kommunistische Teil der Arhetterschaft die Internationale anstimmte, sangen die Mitglieder des qÄfgelösten. Verbandes national gesinnter Soldaten das Ehrhardt-Lied: akenkreuz. u n d.Stq h l h e l «". Schließlich kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Hakenkreuzlern und. Arbeitern, so daß die Polizei ernschreiten und den Saäl raumen mußte. " Ein Verleumder. Bor derSkräftammer zu HaNe fand in diesen Tagen die Berufungsverhandlung rat Prozeß gegen einen deulfchnationalen Wanderrchner namens. Sch m a l z statt, der hoch ^MoffmgDcht yegen Beleidigung deS Oberpräsidestten, der. Provinz Sachsen.H o r s i u g zu v i e.r. Mt . je. «W: ttt a CÜ'- a'^'1d- . Li- «jt li Juden 30.000 Paar Schrche^bersOM, brtz Hr obeM' schMche BeMMfe bMmmt waren und habe cm jedem Päav.12 M a rk verdient, Bor dem Berufungsgericht führte der VertLidiger des Schmalz als strafmildernd an, daß Schmalz bei den nächsten Wählen auf der deutschnationalen < Liste in den ' R e ich s t a g k a n d i di« r e n solle, vorher., aber müsse er sich in den Versammlungen „b e w a h r e n". Nachdem noch der Angeklagte den Oberpwsidenlen Hörsing um Berzeihun g gebeten ^itte, 'zog dieses die Berufung Men das geringe. Strafausmaß zurück und es Aieb bei vier Wochen Gefängnis. Der Prozeß der . Familie Rathenau gegen Müller-Hausen. Der Haupttnann a. D. Müller von Hausen, der vor einigen Tagen wegen Beleidigung des Reichsi Ministers a. D. Gothein zu einer geringstigigen strafe.perurMt' vjf««de,Mrd. sich am 8. Marz, wegen Beleidrgstistss des H'rstovbenen' Emil R a the n a ü,'-' des BäterS^deS ^rwo^ten.. Ministers, zu verantworten haben,' Aiwsen/. der Herausgeber des BucheL ' „Die/- MW^vM^iost"'^hätz w dieser Schrift die Behaupt'' ttrng aufgestellt, daß die am Fries des Nathenau-tzausts m der Viktoriastraße angsbrachien Kopfe „aögeschniiiene gekrönte Häupter" darstellen, und hat an -diese FeststelliM '' die Bemerkung .geknüpft: „Wie oft mag urüer argloser - Miser die Schweye'dveseS. Hauses überschritten haben, ohne zu.ahnen, welche frommen Wünsche der Manu, ' den er '' „Freund" nannte, für die Zukunft des Hohettzöll-rnhauses.^ hegte." Dom Strafantrag'gegen den Besagten -hat sich nach ' dem Tode deS. MWfters Rachenau seine M u t t e r ange.' schlosien. Die litauischen Fasziften. Die'litauischen saszistischen Kreise haben die Feier SeWstandigkeit 'Litauens zum Awlaß genommen,.um gegen die nationalen Mindevh-'rten und besonderes gegen die. / Jupen eine intensive Hetze anFufangen. In ganz Kowno ivaven Plakate mit der Ueberfchrist' „Veröaa-).litauischer-. >i FäSzisten", in welchem-Mim Kanxpf gegen Pie Minderbest^. . ds den Feind Litmiens aüjgerufen. wurd^. - Am Tage vor der Feier war in der litauischen Uttv vcrsität ein Aufruf asfichiert worden, in welchem die jüdischen Studenten ersucht wurden, den <16. Februar nicht als Festtag zu begehen, da-er-nur für die Litauer ein Festtag sei. Die jüdische Studentenschaft hat sich deshalb an dev / Mmüfestation der Studenten nicht beteiligt. . In jüdischen Kreisen Kownos befürchete man Mr den 16. Februar als AeÄaß der 'Selbständigkei-t antiMische Exzefle. Der Tag verlief aber im allgemeinen ruhig. kamen nur einzelne UeberMe auf Juden vor. Die Geldquellen der rumänischen Antisemiten. Bukarest, 24. Februar. (I, C. B.) Adeverul bet*j öffentlicht eine umfangreiche EnchMung, wonach die von Professor Ouza^ .geleitete antisemitische Bewegung in Rumänien von l^r Banca Franea-Romana mit großen Summen, f inan ziert wich. ÄevKlher nnd Schweselsänre. ' Berlin, 24. Fabruar. (Tel. der ,IZr. Morgenztg.H Im Verlaufe ver Verhandlung über eine Anfrage wogen der Umtriebe^der Nationalsozialrswn^ M /wieS-He».-« chürintzifche Minister' des JnNern, HermaM--iE WiriMschen Landtag auf einen Mordcmschlag in Gera hm, WMM■/; Mitglioder des deutschvöMschen Schutz- und Tvutz'bundeK und des nat'vonalsvtziälistsschrn Vereines geplant hätten. Als Opfer waren der Oborwachtmeister Schack und das. RogieruüigsmWied Dreßler ausersehen. Die Bes»iügumg dieser beiden Repräslentcmten der Regierung soM - durch den - Gärtner H a u f ch i l d durchgeführt wech-LUr - Hauschild hatte-sich zu diesem'Zwecke mit eine-m Armeorevolver und einer Flasche Schwefelsäure ausgerüstet. Er war bereits bis in dis Wohnung des Oberwachtmeisters Schak vorgedrungen Und hat dann seine übrigen MordgrsAlen benachrichtigt, daß sich die Beseitigung dort bchuem aus führen lasse. Daß es nicht zur Durchfühnmg des Air-' fchlageS kam, verdanken die beiden nÄr einem Zufall, durch Weilchen das Attentat rechtzeitig entdeckt und vereitett wurde. szs» Im Anfang des Jahres 19A hatte es — wieder einmal — den Anschein Äs ob die Uäöertragung des Mandats über Palästina an Großbritanmen und damit die endMttge Fe.frsetzur>g der bis dahin nöch immer umstvittenen Man-' datsbestimmungen unmittelbar dewrstünden. Die englische Regierung hatte Herbert Samuel beauftragt, in derjchast eines finanziellen Beraters Feldmarschall Menbys iN' Patästtna einen Swdienbesuch abzustatten, und die Zw- «istrsche Organisation erhielt die Mittetturg, daß die Ueberttagung der Mandats an Großbritannien voraussichtlich in kurzem evsoL^n werde. - Am 6. Jänner 1920 fand im Kvnsevenzsacst d« Zionistischen' Ovgcmksakion in London unter dem Vorsitz - des- Herw S 0k 0 l 0 w eine' der damÄs üblichen Sitzungen deS Mwnskomttees statt, anvder eine größere Anzahl vyn Mir-- gliedern des Aktionskomitees und Dr. Max Nord au wilrAchmen, der während seines Anfentha>!trS in London zu allen wichtigeren Sitzungen emgelade« wurde. Herr Sokolow be-' richtete über die Latze und stellte die Frage, welche Borberviturgen für don Tag der MandatSü-bertvagung getroffen werden sollten. Dr. Nordau «Erle, der MaydatSt-ag solle' Äs lvationÄer Festtag gefeiert werden. Die Bestimmungen des Mandats seien nicht das .Entscheidende. Für chn sei es hinreÄhestd, daß England Palästina vchotte, und die Juden - würden England das Bertrauer« $a schenken haben, daßeS. feine Versprechungen erfüllen werde. Nach Nordaus Erklärung ließ der Vorsitzende zwei Komitees ernsetzen, von? deyen das eine die Finanzplän« seststellen, das . andere,. unter Dr. Max NordauS Vorsitz, fürdie Vorbereitung -der^ Mcmdatsfeier «n ganzen jüräschen Polk^ sorM solle. . -. z Das ^Komitee der Mcmdalsfeier^ hi^lt seir« erste Sitzung am 13. Jänner unter. RardauS Vorsitz ab und be-.. schwß, daß ein Aufruf an das Mische Voll gerichtet werde«: solle, sobald daL M-aNdat erteilt fei. Ngrdau erbot sich. $}k Asr^uf m verSasi-", und echiett de» AÄras^ . In der Mite» Sitzuntz des 'Komitees'am 19. Jänner legte Dr. Nordau seinen En'.wurf zu dem Aufruf, der im nachfolgenden zrlm erstenmal zur Veröfsentlichung gelangt, vor. Nach omer kurzen Aussprache Mer^^einzÄne PunM des Sntwurfts 'wUrLe die Sltzüng'^äUf den 22. Jänr-er vertagt. Am $2. Männer schien es schoä wiÄdetum sehr ststwahrscheinsich, daß die Mandats^ unmitteÄar bedorsiände. Dr. Max 'Novdau übergcrh nach ber Sitzung, die aus' unbestimmte Zeit vertagt wurde, seinen Entwurf dom Sekretär Herrn Leo Herrmann mit den Wörter.': „Ich habe einen Austrag erhallen und erfüllt; der Aufruf gchött Ihnen." sVe-nige Wochen ,später brächten die llnruhen in Jeru- .sälem .die',Krisis 'aüf^Hrest^HHepupst nnd in..Sem Remo beschloß der Höhe Rat MUeMtv-gung des Mandats an' Größbrttanmen und die.Einverleibung der Balfäur-Dektara» ^tion in den F^chens^Arag. ''Äber die ÄufeinaNderfolge der Ereignisse war derart, daß Nordaus'Aufruf, nicht pettvendet werden "konnte/ wenngleich..er' selbst auch 'noch' am Tage der Enifchäidnng von San. Recho tt^edewm erllärte: ,Hür. wich ist das Enffcheidkrde ausschließlich die Uebernahme des Mandats durch England: EngÄttd kann die BalfoNr-Dekl-Lvation -nicht 'zurücknÄMen<Die - B-dstimmyngen des Mandats selbst, sind nebensächlicher Art," Bon dieser GvUndernstellung Mo; Notbaüs zeugt rtün. auch tatsächlich der von 'chm verfaßte Entwurf zu dem Äuftuf^^ 'an dasjüÄsche Bolst Er 'löst.'die' Bedeutung der. Neberivagüng des' Palastina-Manbäts cm GroßbrrtEien von Men Einschränkungen los und veikün» tbt, daß * die Berw-krMchuNg der Deklaration vom 2. No-' vember 1917' jetzt■ ebinfy „«öm jüdischen Volk wie von -derentzlischen'Regierurg äbhZngt. ' j. '■ y ... RordauL Aufruf zur- Arbeüt -wird, nach heS Meisters Ä'ob um so mahnender dem Wischen.,Volr entgegerrtönen, fe - .;WÄtw wir uns von.Äep Tagen enistrnLU,.dy wir den' Tag heS . hoffen. .konnten,. er. werde einen Enthusiasmus und einen Opfergeist entzünden, die ksi-ner Befeuerung bedürfen. ' Wir wissen heute, daß das jüdische Volk in allen seinen^ Tsilen immer wieder, zur Arbeit aufgerustn werden muß, '' wenn das große Werk der nationalen Mischen HeimstaitL. in Palästina gelingen soll. Darum bleibt Nordaus AüsÄls iw Gültigkeit. ' 2. 5>? - 1 ' '■ ■ Nordaus Entwurf: * Seit 2000 Jahren haben wir an jedem Osterfest au'S iiMtem Hetzer,Zgrund aufgeseust: ,Äm nächsten Jahre in, Jerusalem". Vescha.nah häba-h bijemschalaim. Beim kpnw'' menden Osterfest werden wir jubeln dürft«: „In diesem ' Jahre in JerusalemLeschanäh hazeh bijeruschalänn. . Als am 2. November 1917 Mr. Balfour die geschichtlich xewovdme Erklävung akgab, daß En-gländ die Ev« richtuwg einer. HoimMte für das jüdische Volk in Pa» lästina boKnsthgen wolle, -war-dies eme Zw'llge der brlli-> schen R'v^ier,rng, drren Vewoirklichüng von der Borbediw« gu-ng abhmg, daß sie das Recht habe, über Palästina zu verfüge^ - D t c f eS Recht hat die britische Regierung numnchv. Der Bund der Völker has.chr in aller Form die BoMmcht,' ertsilt, Palästina' Mö'.', ihre Verwaltung zu nehmen und dort so lange die Oberhoheit auszuüben, bis das Land genügend entwickelt und erstarkt s-eiw würde, um aus ei-goner-' Kraft vin u-nabhängigss staatliches Dasein zu führen. Was 1917 ein bedingtes Versprechen war; ist zur Aw> küÄdiWng eines bestimmten Vorsatzes dpr englischen Rv, - gievung geworden, -essen Verwirklichung von ihr abhängt. ' '; , ■ ■ .. ■ -'Ä, V o n ihr, doch auch von UNS, , Unser Mstes Gefühl an diesem großen Tage, der kq greifbare Nähe rückt, was so lange der unabsphbare - fevnv GLLerckt^nid mvsever Sehnsucht war, ist heiße DankbarkM- -

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