Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1443 (18.2.1923)
- Date
- 1923-02-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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rv,,'''•*’'!. ,• V* -'f*-1 WfVP f , * i /h ' , Wien, Sonntag M.1443 ■' ’ ’ s. . 1 ' 1 ' " ' f * Wiener! Moegeirzeitims- 18. Februar 198S «che S ,'Äung wurde der Antrag mit 14 Stimmen der bayrischen iBolkspartei und der bayrischen Mittelpartei gegen 11 Siimituen der Demokraten und Sozialdemokraten bei Stimmen-! enthaltung deS Bauernbundes angenommen. WIeh«««g der Sudget« der Mnderheitrschulm i« Lettlaad. Riga, 16. Februar. (I. C. B.) Das lettländische Kadi- ,^ett hat die Dudgetforderung der Abteilung für Minderhertsj schulen abgelehnt. und die Verordnung des Unterrichtsmini-. jsterS wetzen Unterstellung der MiuderheitSschulen urrter daS i allgemeine lettische Jnspektorat bestätigt. In jüdischen Kulturpreisen herrscht darüber eine starke Verstimmung,. da durch 'diese Verfügung die jüdische Schulautonomie wertlos gemacht »wurde» Gefecht mit AalmMker». Leuth«», 17. Friniar. (3M[f.) Am 15. b'. ist tfcS -Zugpersonal des Persortenzuges Oppel n—B e u i h e n wahrend der Fahrt bei Ausübung der Fahrkartenkontrolle von bewaffneten, einmütig vorgehenden Leuten schwer bedroht worden. Im Bahnhof Schaka>nau kam es zu einem regelrechten Gefecht, bei dem nach den bisherigen. Feststellungen 14 ElsenLahnbedicnft: te verletzt wurden. Die genaue Anzahl der Verletzten ist noch urrbekainut. Mehrere von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Zum Schutze der Eisenbahnbediensteten läßt die Reichseisewbahnverwaltung jetzt die Züge von Angehörigen tk& Bahnschutzes begleiten. Die Familie der AWeriri. Paris» 17. Februar. Graf AppoNyt ist, wie aus San Sebastian gemeldet wird', gestern dort eingetroffen. Er hatte eine mehrstündige Konferenz mit der Exkönigin Zita, die sich seit einiger Zeit mit ihren Kindern dort aufhalt. Gras ApponyiS Mission besteht darin, über die Weitererziehung des ältesten Sohnes der Exkönigin, Otto, Beratungen zu pflegen und die Wünsche Zitas in materieller Hinsicht entgegenzunehmen. Es ist kein Geheimnis, daß sich die Familie des verstorbenen Exkönigs Karl in finanziellen Schwierigkeiten befindet und daß auch die Frage deS ständigen Aufenthaltes in Spanien noch nicht ge» regelt ist. i Die Frage der Sustentation der exkaiserlichen Familie ist -iS jetzt unerledigt geblieben. Die ungarische Regierung scheint jlnfolg der dringlichen Beschwerden, die aus Spanien kamen, jentschlossen zu sein, die Frage zu lösen und sandte augenscheinlich Apponyi nach San Sebastian, um die Vorbesprechungen hierüber durchzuführen. Lir UeberrestederLeiche Renans km Pavtheon. i Parv» 16., FchruaL (Teil, der „Dr. Morgenzeituny".) Die Rcgievung erhielt einen von achizig Senatoven nnterzeich- «oten Antrag, die erforderlichen Maßnahmen Zur Uoberßühoung der Ueöerrche der Leiche RenanS ms Pantheon in Angriff zu nehmet Dieser Antrag ist gewissermaßen ein Protest gegen daS armselige Programm, welches die Ragiemng für die bevorstcheckx Hundertjahrfeier zum Andenken RenanS festgesetzt hat. Sämfliche Plätter, soweit sie nicht AerAÄer Michttmg find, kritisieren die Regierung in schävffter Weife, weil sie sich ^ermalS in- SchlepMu Roms haben nchmsn lasse«. Die bezeichne« es als unwürdig, bahn, Frankreich die vor dngem olbgchaltene Petöff-Feier, an welcher auch di« offizielle« ßkreise teilnahmen. viel glanzvoller und würdiger verlausen fei, cklS «r für die Renan-Feier von der Regieamg in Aussicht genommen wurde. 6353<Mene Sämstag bis ö Uhr geöffnet Isidor Gewitsch' 60. Geburtstag» Unser Freund Isjdor Gewitsch feiert heute in Palästina, wo er seit mehreren Wochen weilt, seinen sechzigsten Geburtstag. Isidor Gewitsch gehört zu der kleinen Schar oster-' reichischer Zionisten, die sich Theodor Herzl glejch nach dem Erscheinen des »Judenstaates" zur Verfügung stellten, zu einer Zeit, als lediglich die akademische Jugend die revolutionäre Kraft der Herrschen Ideen zu erfassen vermochte, während sich, das westjüdische Bürgertum gegenüber der zionistischen Idee ablehnend und vielfach geradezu feindlich verhielt. So gehört Gewitsch zu den ältesten Zionisten Oesterreichs, und er hat der Idee, der er seit, einem Vierteljayrhundert mit immer gleicher Treue und Wärme dient, manchen wertvollen Dienst erwiesen, obgleich es nicht seine Art ist, in den Vordergrund zu treten und um Ehren und Anerkennung zu werben. Gewitsch gehörte durch mehrere Jahre, noch zu Herzls Lebzeiten, der Parteileitung des österreichischen Zionismus an und zog als erster Vertretendes Zionismus in dieWiener Kultus st ube ein. Dort jedoch stieß er in seiner Tätigkeit auf die geschlossene Front des damaligen Assimilantentums, das ihm jede gedeihliche Arbeit unmöglich machte, so daß Gewitsch ans Wunsch Theodor Herzls zum Zeichen des Protestet sein Mandat niederlegte. Seither hat Gewitsch, der sich in weiten zionistischen Kreisen allgemeiner Hochachtung und Wertschätzung erfreut, unermüdlich für den. zionistischen Gedanken gewirkt und ist stets auf seinem Posten zu finden,, wo es jüdische Rechte zu vertreten gilt. Die große Zahl seiner Freunde vereinigt sich heute mit uns in den herzlichsten Wünschen für den gegenwärtig im Lande unserer-Zukunft weilenden wackeren. Freund. >, .; Siedlung ist wie ein Schmuckkästchen angelegt: ringförmig NM den höchsten Punkt, wo die öffentlichen Gebäude stehen, werden im Kreise herum schon einzelne Baracken, weiter- M die Hintermanern der Hofstellen — man wird hier ftlmilienweise wohnen und Wirtschaften — zu einem verteLlgungSsahigen Kreiswall geschlossen, und im äußersten Zirkel, in Sektoren an die Hofstetten anschließend, tiefschtvarz, frisch gepflügtes Ackerland. Zwei große amerikanische Traktoren ziehen darüber hin. Am Hauptplatz arbeiten fünf Chaluzim an einer riesigen Steinzermalmungs- Maschine, aus dem Staub preßt man Baublöcke und macht Zement. Nebenan üppige Gemüsegärten mit nwdernen Wasserzerstaubem a la Holland. Das Wasser, gut trinkbar, wurde vom Berg Simonija aus einer Quelle in Röhren hierhergeleitet. Erst die topographische Aufnahme zeigte» daß die Quelle höher liegt als die Siedlung. Draußen, jenseits der Ackergrenze, stehcy zwei einsame Palmen. Hier laufen alle Entwässerungsgräben zusammen, die aus den .vor kurzem noch sieberschwangeren Sümpfen rings um Nahalal daS überflüssige Wafferzum Kischonbach'ableiten. Es wird dunkel. Der Chauffeur hat nur lvenig Licht und drängt zur Rückkehr. Er biegt trotz Warnungsruf vom Feld auf die- BerbmdungSstraße. Das hätte uns schlecht bcklnnmen können. Schon kracht und rasselt es um uns, das Auto hält. Es in mehrfach über die Straße gespannten Stacheldraht gefahren, der uns nun ganz umwickelt. Auf der Rückfahrt hals.ich mit meiner Taschenlampe leuchten. Nachtmahl im deutschen Hotel. Auf den Tellern und Schüsseln steht noch „Hotel Germania" mit dem Konterfei des Niederwalddenkmals. Der Hotelier hätte als deutscher Offizier im Lande gegen die Engländer gedient, aber Sir Herbert Samuel Hat alle Deutschen wieder eingelassen. Än the. Jewjsh National Fund." Dje. UnterlMung ist äuge« regt. Man spricht 'über unsere Siedlungsmethoden, ihre Fehler, ihre Aussichten und begießt die Mdanken fleißig mit Ziansweirr und dem. wo immer Russen mittun, ürrverprejdttchen Tee^ V- *'»* -; fl« «ttOeufettet Wenn man drn Tischlermeister M., der fo^ etwiaS wie eine freiwillige Schutz- und Hilfsaktion für soziales Elend aller Art geschaffen hat, nach seinen Lebensschicksaleu fwgt, dann hebt er immer sein- Erzählung mit demselben Satze an: „Ich bin schon ans dem Rotz gewesen urch bin schon unter dem Roß gewesen..." Angesabgen hat er sein Leben jedensall „oben", denn er war der Sohn eines rei-. chen Kaufmannes aus Odessa, der einer bekannten jüdischen Patrizierfamilie entstmnmie. Da der Vater auch Reeder war, hatte er eiide Schiffswerkstätte eingerichtet,' und hier erhielt der Junge, halb im Spiels halb im Ernst, die. erste Anleitung zur Tischlerei. Er sah/bei der Arbeit zu, lernte hier einen Handgriff, wurde dort in das Geheimnis des Hobels eingeführt und. ließ sich damals wahrhaftig nicht träumen, welche Bedeutung diese Kenntnisie für sein Leben gewinnen sollten. Als er hevangrwachen war, wurde er zum Militärdienst tauglich befunden. Also kam der Achtzehnjährige zum. Militär, diente getreulich Zaren aller Reußen und machte die Schule des rusiischen Waffendienstes durch, die fiir einen Juden wahrhaftig hart genug war. Aber das Schicksal hatte noch ganz andere Ueberrafchtlngen. für ihn in Vorbereitung. Einer gchäsiigen, verleumderischen Anklage, die bei der 'Behörde gegen ihn erhoben Nnrrdr. wurde ohneweiters Gehör geschenkt und der blutjung?. Mensch ohne Gerichtsyersahren, ja, ohne auch nur von der Anklage in Kenntnis gefetzt zu werden, kurzer-, Hand zu fünf Jahren Kerker verurteilt. Aber Vti man, wie schon erwähnt, im Zareu-Rußland leb!«. ' fand sich ein Polizerbmmter,'der dein reichen Kaufmann rasch die Nach-- richt tarn, tarn Unheil zusammen ließ, das d?.n Sohne drohte, und so entwich '-er flmgc M. bei Nacht und Nebel aus der Heimatstadt und eilte, so schnell es nur möglich M»ar, über die Grenze nach Galizienr . Bon dort ging es nach Men, und als der letzte von Vaters S'ckbervubeln, den ihm die gewisienhcffte russische Grenzwache noch gelaffen hatte, umgewechselt und artsgegeben war, hieß?s Arbeit suchen. Ein Wiener .Jude lsättr sich dabei auf seinen Kopf verluffen, hätte seine StudienKsUgmffe hervorgesucht» sich in. elegant« Kleider geworfen .-mtf» ^-„reprasentkrt'".' -Der russische Jude zog sich eine hlaue. Bl-rffe und Röhreuftiefel an und verließ sich auf seine Hände. Er wnrdr erst Kohlenschaufl-er bei der Nörd'bahN 'r/:ch ä^.eierte dann zum Geschäftsdiener. In seinen freien Etrmden beschäftigte er sich mit Tischlerarbeiten, und eines ^-.aus dem jungen Burschen war inzwischen'?in Mann lzewordsn —•• beschloß er, eine Tischlerwerkstätte zu errichten. Das ist nicht so g»nz leicht, wie es aus» fisyt. Das GM streckten Verwandte vor. Mer mitdem Mld allein ist eS in diesem Falle nicht getan. Um in Meü „Meister" §u Ivsrden, ist 7wenn man nicht Gedichte schvriüt, Wagner-Rollen singt, boxt öder auf anderen &* gnemeni Wegen den Titel Älarigt Anz? Reihe tzsn Bedingungen zu erfüllen, ehe man in die ehrenwerte Zunf eintreten kann. Zuständigkeit, Gehi'Ljeirpvaxis, BesähiguygÄ nachw?is, Unbescholtenheit und allerhand ander: gcheirrv niövolle Vokabeln stellen sich der Schaffensfreude henmwnt entgegen. Nun, wo ein Will« ist, ist inimer auch ein W'g und wenn es in dresem Falle auch ein Umweg war. s» ' führte er jedenfalls zum Ziel. Nach ein paar. Jahren waa der ruffijch: Jude wohlbestallter Wiener TffÄle.rmeisier der mit einer ganzen Anzahl von Gesellen arbeitete, desstr Geschäft blühte und der in der ganzen Nachbarschaft bL Jud und Christ geachtet war. Unser Tischler saß wichs einmal oben auf dem Roß. Er wurde mit einem Ruck« hinuntergeschleudert ix - die Tiefe inenfchlichen JaMmers und menschlicher Lodeö< angst. Eine schwere Krankheit ergriff ihn und wochenlauz rang er mit dem Tode. Als er in Fieber und Schmerzet auf seinem Bette lag und die entscheidende Operation ep wartete, da sah er wie in einer Vision sein Heim und ffck darin, stets nur um das Wohl seiner Familie bemüht» sei» Haus verschließend gegen alles Leid und Elend, das ituüii, vorüberflutete. Nicht schlecht war er gewesen, aber teil« nähmslos, gleichgültig gegen alle, dir er „Fvemde" nannr» und die doch seine Brüder waren/ Und er gelobte sich wenn er, noch einmal gesund werden sollte, ein Hrlfer alle* Bedrückten zu werden. , - . Die Opepaiion war von Erfolg b^leitet.- Und gr -hä' sein Gelübde redlich gehalten. Kein Bödurstiger Uopst Petz gcblich an ferne Türe. Er hat sich r.icht, wie mancher-ander» ' Fürsorger, „spezialisiert". Blirrde, - Kranke, Arbeitslust Gr.üse und Kinder. — wer ihn braucht, für den ist er 3* finden. Als mit km Krieg die Welle des Flüchtlmgselendk nach Wien schlug, da war der jüdische Tischler unter'de« ersten» die ein: Notherberge schufen. .Nicht weniger 'alk hundertundzwanzig Menschen hat er in seiner Wobnurrj Unterstand gegeben, hat sie vor d^r - Nacht unter sWien Himmrl bewahrt. Daß das in ein Paar kleinen Räumrer möglich gewesen ist, ist eines jener-Wunder der Liebe,' du sich nicht ergründen kaffen ünb die vielleicht tiefer sind' ix ihrer scheinbaren Banalität als alle Wunder der Künste Allmählig würben Notunterkünfte geschaffen rc-ud dy -Unterschlupf leerte sich. Aber die Mion für „erste sozioh Hilfe" fand immer neu« Gäste. 'Kriegskrüppel und Warsen Pogromsiüchfiinge und Kranke, Witwen uüd Gveise, all, Arten von Hilfsbedürftigen sind durch die niedrige Tür» getreten. Der jüdffche- Tischlermeffter hat Pas kleine ost jüdische Mädchen bei sich aufgenommen, als versiäMchL lose Harte di« Sieche aus dem Spital wies, er hat die ein. beinige junge Ruffin beherbergt, wochenlang, monatelang er hat es mit jener Selbstverständlichkeit getan, mit der er sich afler Hilflosen annimmt. Wer zur Mistagszeii am ftiw Türe klopft, kann mftessen, für alle HK-ngrrgen D der Ti'rk gedeckt. Wenn er wochenlang einen Kranen -bcherbergtz wenn er hundert vergebliche Wege macht, einem Wen helfen, wenn er durch Jahve kn Unterhalt eines K-iyde; bestreitet, so empfindet. der Außenseiter das.als ' glarft Selbstverständlichkeit. Dabei fehlt dieser Hilfsbereitschaft jeder konfessionelle Mr nationale Einschlag. Christ- und Jude, Wiener oder Galizianer es'M ganz gleich: Nu» eine Eigenschaft kommt in Betracht: die Hilfsbedürsiigkerd Ob diese Arbeit mit Dank.gelohnt wird? Der Sonden ling lächelt, wenn man ihn danach fragt. Und mit :rneu schelmischen Blinzeln versichert. er, daß er . inimer Dank heißen Dank gefunden. Den Dank, seinen Mettschenbrüders geholfen zu habrn. Das ist gemrg für — einen Außenseiten ';.:v . . .. K. M. MWsr BolkrhMU. PMfoMl. Ein junger Mann fuhr zur Brautfchau. Da er aber ew tvemg tölpelhaft war und nicht wußte, wie er sich zu benehmen habe, gab chm der Vater allerhand gute Ratschläge und sagte; „Wenn du hi,kommst, wirst du-natürlich nicht wissen, wovon dn mit dem Mädchen sprechen sollst; also hör' an: Zuerst sprich von Liebe, dann von Familienangelegenhekten und zuletzt — du mutzt wissen, daß daS Mädchen sehr gebildet ist — sprrch-M wenig über Philosophie!" Ter junge Mann prägte sich dies-u Ratschlag gut ein, mvd als er nach dem Mittagessen im Kreise der künfti-FLN Dchtviegerelterr« mit dem Mädchen allein gelaffeu wurde^ begann e.r, getreu der Vorschrift, das Gespräch: „Lieben Sie, Mstkrrchcn?" — „Ja," antwortete das Mädchen, „warum denn nicht?" — „Haben Die einen Bruder?" fragt» er'weiter. — ->,Rein, ich habe keinen Bruder." —* Damit hielt der junge Mann das Gcsprächspensum über Liebe und Familünwngel-chLtcheiten für erledigt und es lag ihm mrr noch ob, von etwas aus dem .Gebiete der Philosophie zu sprechen; rstch. eri'fisgte: „Wenn Sie zum Beispiel einen Brirder hnttzrp, würde -der -Käsekuchen lieben?" Gott sei's gellagt. ' Ein Trupp Sträflinge wurde ins GefarynkS gefühlt^ unter ihnen auch einige Jnwn. Die Judenweiber auf der .Gaffe sähen den Trupp und schüttelten bedauernd, die Kopse über ha'S Los. der Juden, die da-bei waren. Und.sie fragen einen von den Juden: „Warum wirst dn/erngesetzt?"^ -^-/„Weges^eÄer Paß-, geschrchte," ist die 'Antwort.' Die Weiber erheben tzleich ein großes Geschrei: „O, Gott sei's geklagt,, wegen einer Paßge, schichte'.'" und sie fragm einur zweiten Jud:n: „Warum führt: man dich?" -7^-„Odgrn. des Militärs-" antwortet er. Wied» wom-m die Möiber: '^C, Gott sei's geklagt, wegrn beS Msti« tärs!" Da kommt ein. 'üri-tter Jud? im Trupp vorüber,, .eiy^ kräftiger Kevl; W fragen die Wckber: „Warum führt may' pichhier?" ^.Jch bin. Gott fei'S geklagt, oin Dieb!". ist <wvv^ .- i'v.