Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1443 (18.2.1923)
- Date
- 1923-02-18
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Wiener MvvgeySeftÄNK j-rt - -j-'r —'-1-'iVirrT'ii’ i"ir Setze 4 ~ " "'*■' Wien, Sonntag Holen. Zusammenstöße M MauMen Banden. Warschau» 17. Februar.(Polu.Te^.-Ag.) Bel der Üebernahme der Verwaltmdg in dem Polen zugesprocheneU Teil« der neutralen Zone zwischen Polen und Litauen kam e§ in mehreren Ortschaften, zu Zusammen-, st ö tz e n zwischen der polnischen Ärenzwache rmid l i tau isch e.n Irr eguläre n. Hiebei wurden ans polnischer Feile ein Mann getötet und mehrere verwundet; auch die litauischen Banden hatten mehrere Verletzte. MaffenAUvelsm» der iüdischrn Wchtlinge in SftgaW«. Lemberg» 16. Februar. (I. C. B.) Bald nachdem die ersten Nachrichten über den Beginn der Ausweisung der ukraini» scheu Flüchtlinge aus Warschau in Lemberg eingetroffen waren, fetzte auch hier die Ausweisung der jüdischen Flüchtlinge mit aller Strenge ein. ES werden auch diejenigen Flüchtlinge, die sich zum gesetzlichen Termin registriert haben, und. sogar solche, die in zwei oder drei Tatzen das' a m e r i k a n i s ch e Visum zu erhalten hoffen, nachsichtslös ausgewiesen. Unter den jüdischen Flüchtlingen in Lemberg und in den anderen Städten OstgalizienS herrscht eine unbeschreibliche Panik, sie flüchten aus den Städten, ohne zu wissen, wohin. Eine jüdische Delegation wandte sich an den Lemberger Woiwoden Grabowski mit der Frage, wieso es kommt, wß auch die vorschriftsmäßig registrierten Flüchtlinge anSgewiesen werden, welche bis Ende März AufenthaltsbewMgung haben. Der Woiwode erwiderte, es sei seine eigene Sache,' nie das Zirkular des Innenministers zü interpretieren sei. Ws die jüdische Delegation beim Woiwoden erschien, weMpei ihm bereits eine Delegation des nationalistischen Verbandes zur Verteidigung Polens, die ihm für seine Haltung den Dank aussprach und den Wunsch äscherte, die Ausweisung ohne> Rücksichten zu vollziehen. 8in neu« Ärkischer FnÄsnsvertrag r London, 17. Februar., Das Rentersche Bureau rreldet aus Konstantinopel, man Zlarcbe, daß die siaüonalversamlung in Angora einen neuen §rredens'vertrag, in dem M-s-süt mrd Kajagat s ch gefordert werden, o.nsorbeiwn und den Mächen unterbreiten werde. 7. Sine Svtschaft Lord tzrrrrsur an 8s«et.; KonstantinopÄ. 17. Februar. (Havos.) Der hrsiisck-e' Geschäftsträger hat JSmet Pc^cha eine Botschaft Lord E Urion s überniittelt, worin dieser erklärt;, daß. Großbritannien ' iederzeit bereit sei, den den'Türken in Lausanne vorg:- egten Friedensvsrtvag p. unterzeichnen, und Ismek Pascha den Kat erteilt, das Angebot' anzunehMN, bevor es Zu ^pät'wLt«/ JSmet Pascha erwiderte, er: Mrde ln ANgokchim In° Presse des Friedens wirken. Jsmet Pascha hat gegenüber dem Genera! Pelle erklärt, es bestehe keine bedeutende Meinungsverschiedenheit mit -er französischen Delegation. Er hoffe, ihn bald von der W i e S e r a u fn a h m e der r h a n d l u N g e n benachrichrisiM gi können. . Mrst Lawrence in MrsMNÄM. London, ly. 'Wwittm '(MWDr- Morgenztg.") "Oberst L a w r i Ue e, der während des -Krieges, ist Arabien «ine grbße 'poetische NölleHMch ist in' PoMstWMisiion nach BaAad abgererst. Di-öser Reife wird große BMrrtung beigemesstn, da Lawrence ein inckner Freund de^Gmir Faisul ist. OberstLawvenee, der die letzten sechs' Mo- MwM einfacher Soldat Vre nnkitärisch-avratischtzn UVÄAgen mittnachw, wMev nunmchr dem miMvrschen Mug-; bicitft zugetsitt. - Die Konsolidierung der englischen SchMden m Amerika. Washington, 17. Februar. (Del. der „Wiener Morge-nszeitung".) Der -Senat hat gestern mit 78 gegen 13 Stimmen die Vorlage üher< die K0ns01idierung. der senglischen Schulden an Amerika . genehmigt. . > AeAdchweMge. . Rom, 17. Februar. (Tel.-Koxr.-Büreaü.) Für Mon- 'tag wird die Kundmachung:der Adrta-Verträge erivartet. Entsprechend den Vertragen wird binnen fünf. Tagen nach der VeröfstnAchung in Abbazig eine gemischte Kommission zusammentretgm Der Führer der iMlienischen Abordnung wird wahrscheinlich Änator Quartveri sein. Die erste Aufgabe der Kommission, die Räumung von Susak, bezeichnet die Agentur Volta als eine Angelegenheit von - wenigen Stunden. Sodamr wären innerhalb eines Monats.die G re n z e n des Gebietes von Fiume zu destumnen- und daselbst die Verwalütng des Hafens sowie das Regime von Fiume zu regeln. Mussolini im Seant. Rom, 16. Fedmar; (Stefans.) In seinen herttigen Er- Körungen im Senat Rchhaftigte sich Mimstewräfident Mussolini zmrächst in Erwiderung der - AnssührunM des' Senators ■ Cvespi Mit dem MchavatümspEesr. Setza-nN Lamer-äü-f die Frage der Vermittlung Italiens zwischen Deut s ch l a n'd mnd Frankreich zir fpmhM, Wobei der Mmisterpröfideut .'folgendes «tzisührte: >r-- : -rw.* < ' Im Parlament Mes ÄnAvartgM SiaaieS hat imm gs^ sagt, daß. Italien eine Bermittürng Mschen Frankve'ich und ^Deütschtand herb-izRlNrem: gesucht'- habe. Ein solcher - Versuch liegt nicht viw. Meine'Pflicht ist es tvohl, zw so.'tdievLN und den ' .Spurchr -nachzugehm, was-ich auch getan halbe. Als ich Mr bei 'didsen Versuchen m den 'curoMschan Ha.uytstWien-"btzmerkte, -daß man in dieser Richtung nicht zoeitrog^rnköMl-e- Ha'be ich-- imich ans meine Bemü-hnngen nicht -einen Arrgerchlick läriger ^rerstefft; ich hätte .damit einen, überaus - schweren - Irrturn dtz- ^ga-rrgen. (Ledhast-e F«stW!Mg.)^.Ar^ierschi^ meine ich,' daß die Krise ihren erreichthat. Ls.Zilt fetzt, zu wissen, ob es noch e.ine E.nt.e nie. gibt oder ''Men., wich. Ich . Mche.-'kei«' M. das säge, Was jedem irr dis AnMHpinjst, GhrMik der Blätter'' liist. stiS.',gidt/nicht ixti entziM/EvsigüeS, nicht Frage, M-' gsstchls ^eren' nicht Äs PÄblem'' der.Einheit der Akt ion der ’ Entente aüfgSvovfeir WM. In disser Lage kann man nicht rmprovisiererr und mach Weniger ovrgnksil'fein wollen. Die gesamte DhÄomätie/ rniMießlich der-Rüsfeü',' ist von einen'. Fotmürismns, der eimm sröswln nwchii Es 'fft drin Grund vor-- Hcknherr, dafs ItÄlieu'-unter solchen -AmftändLn 'etwas --'von' den anderst Verschie^neS izip. sollte. Ben^ es sich ttm die-'Inter-' AM im ßMe! Merl. Von Dr. E. Z., Jerusalem. Eines Morgens rollten unsere Autos nach denr Norden eb. I» dreieinhalb Swnden legten wir die ungefähr 120 Kilometer lange Strecke nach N u r i s, dem östlich Razaret ' gelegenen Komplex der Envekböden zurück. - Die tadellose Autostraße Mrt längs des Gebitgskammes, der sich quer durch das Westjordanland von Süd nach Nord' erstreckt^ sie ist aber beileibe nicht eben, sondern führt in oft schroffen Steigungen und Windungen hinab und hinauf, oft an steilen Abgründen vorbei. Ilnser Mischer Chauffeur Misrachi, ein Meister seiner.Kunst, sauste an diesen Fährlichkeitett.nür so hin. Nach allen Seiten M es immer wreder herrliche Aus- und Rundblicke. Bald tauchten rechts die Berge Traiisjordamens auf, bald links der Spiegel des MkLielläMschen Meeres. Im Südteil der Strecke, in Judäa, ist der Boden vorwiegend steinig und kahl. In Samaria ändert sich das Bild, Die Bergformen sind freundlicher, abgerurchet und der reichliche Baumwuchs zeigt, daß der rötlichbraune Boden, mag er sich noch so hart geben, überaus fruchtbar ist. Wo reichlich Quellen fließen, wie z. B. in Sch'chevl, erblickt man üppiggrüne (^ulüsegarten, umrahmt von .Hecken aus oft ftachellosem Kaktus, umstanden von Oel- und FeigenhäumLn, unter die sich hiev ' und dort ein paar Dattelpalmen mischen.. Alle Berge, so kahl sie heute erscheinen, zeigen deutliche Terrassen, und man nimmt an, daß dies die Reste . alter Anlagen von Menschenhand sind, die Zeichen höchster Wer- Md HsiM zungÄultm. Daß das Land dicht besiodelt war, ist klar. Denn ÜbeMliegen Trümmer, von Städten Md DörserW zerstreut/ von 'denen noch vielfach die alteit historisches ÄüuchN bekannt sind. Auch die arabischen Dörfer,?tte nuf vielen Berggipfeln urtd fast nur auf diesen -- zerstreut sind, geben m ihren Mmen olw Ahltzche ExinnerunM wieder. Die Gestülten poy David,- i^ul/ IM MaWi werden leöerrdig und rufen die Enkel auf, aus dieser Verwüstung wieder ein Ede^ zu bauen. Ilntep /dem %ti l Dötham zlvei Drittel des Weges.von Jerusalem, sprudelt au der Straß.: riye' starke Quelle. Nebenan in einym! Ifri mtihi j.'nVnTW'nri. i^ijj^|nlriny ri<iiTn#tiniirrrt<^in^cri-in,iiri»;i‘jrin'lr-'.|ifiTir'iri»iT w«[iwniiiiiiii^iii Hain ein kleines arabisches Kaffeehaus, be! dem. unsere Autos anhalten. Hier herum war es, daß die eifersüchtigen , Brüder den Träumer Josef an die Jsnmeliten verkauften. Ich weiche nicht von der Quelle, wo die arabischen Akäd- I chen, in einem alten StemsarkoPhag stehend, das Wasser -in ihre höhen Krüge.-ausfangen, um es, stolz aufgerichtet, auf dem. Kopf in ihr nahes Dorf zu tragen. Riwkä am Brunmu.-Sie bvrucht auch nicht schöner , gewesen zu sein als die schwarze Schlanke dort./ ' —: * Die letzte Stadt am geraden Wege uach Norden,- schon in Galiläa, ist D j e n i n,, das alte E n G a n i m, wo noch heute-ein reicher Gartenquell fließt. Gleich nach der Stadt, die in einem Paß liegt, tttt sich die werte Ebene,'der Emek Jesr.ee l, auf, wo. die Juden und andere orientalische Völker zue Bibelzeit, - vorl^er und nachher entscheidends Schlachten schlugen. Die strategische Bedeutung ist auch heute.nicht geschwunden: Beweis die Barackenlager der indischen Soldaten rings um den Äusgang deS Passes.. Dis Autos biegen nach rechts ab, durch das Arabernest I e r i i n, einst Iesreel, die, Winterrcsidenz der Konigedes Nordreiches Israel,, und, steil, hinab ,nach unserem Komplex Nur iS. Die Grenze unseres Besitzes ist durch einen .frischgrünen' Streifen urnsäuntt, junggepflanzte Eukalypten. Wir saufen an dem Zelt- und Barackenlager Ej'n'Lha r 0 th vorbei. Die Qirelre dieses Namens bricht breit aus dem Mftn am-Abhang des Gilboq hervor. Untenam Quell wählte Gideon die 800 Helden aus, mit denen er die Midjiayittr schlug, oben am Berg fiel der große König S a u l int BeWveifliingskampse gegm die Phrlister. Der Quell versumpfte früher die Ebene. Aber jetztziehen sich schon tdeithin - unsere Kanäle und. längs ihnen strecken sich grüne GEüsegärten, aus denen die weißen Kleider unserer fleißigen Ehaluzoth schimmern. /Ohne anzuhalien,. fahren wir weiter,/ überqueren die -Bahnstrecke und larchsn am märdlichen Bergsamn bei einemzweiten Lager: Kwuzat. Giwtza. Mam.führt uns in den „Spersesaal", in.die blitzblanke?Küche>.in daS ebenso vilne-Kinder-- zimnrer. Wir. gucken -mdie Zelte.. Äus jedem Kadalett schneeweiße Leintücher, auf der Kiste, die als Tisch-dient, Hefte und Bücher in allen Sprachen;:-Pevez, Gorki, Goethe. IN der. Back^ube pinselt eine. ,Seira"^die-. BacksoMsn.! und 18. Februar 1923 . Sfa._144S? essen rmserer Nation händoli, - um die .JütiWesfE von M ML-- lionaü' Einhvöhn-ern, die das Recht Ipjt' 'zu lvW, "nmf man ' rnii' Jmprov-iisation-en sachte Vovgchen u-nid -Am Umstande Rech-' Mng tragen, «daß es außer MS auch anderx Mt, sdbe 'einen Willen haben. WeMwrr K0ihlenb-ecken besäßen, wen«,Hr unS In 'iyge-ndein«r7.Äptze Pas Probl'vM '-e'r'^ st 0 s f e gelöst wäre, wenn wir über wiche MlMvpolS ' der--' fügten, daun können wir eine bestimmte PoliM bcvfolgsn, ja'- auch eine" Politik der Hochherzigkeit gegenüber' DeuMMn^.. ^. Aber wir können uns nicht den Luxus einer verschMidLrisch^;-fpondenden Hand erLawöen. Wenn wir uns damit abmüden. das Lebm. zu fristen, wenn 'wir alle uniseve Energie dawul verwenden müssen, den Sturz in den Abgrund §u vevmetde-u. - .Sie werden also zugsben,; daß Italien nicht a Ls eit. ivom RuhrgeLiet ibleiden -konnte, daß es nicht darauf i vernichten konnte, in wirtschaftlicher und technischer Hinfichl 'daran teilzMehmen. Nach meiner Meinung ist.es besser, immer dabei.zu sein, weil manchmal kompli^ gierte Probleme und ungeahnte Lösungen ge^-. funden werden.- ' Mussolini wündte sich sodann den VereindaruniM vor-- ' Santa Mavcherita zu. Man muß den DLut hccken, M 'erklären, daß Italien, nicht ewig an ein einziges Meer, an, das Adriatische Meer gekettet'bleiben finute. Außer feer Adria Mt es,noch ein Mittelmeer und andere Gawässt^. die uns intMessiersn kömven. Der Vertrag von Rcüpallo wcu.- nach meiner Ansicht ein beAageuLwerteS Wtonmien. ' Ich f brvnche nicht zu wiederholen, daß Vertrüge nicht etwas«. Ewige s sind. Was sich vor mrsevm Augen abspiekt, ist Wer- . ans VÄchrend.' Wir werden also dir geschlossenen Verein " öarungen rasch. durMchwn. .Der Ministerpräsident schloß, indem er seiner besondere:!. Genugtuung darüber Ausdruck gab, daß der Senat durch An-.< nähme der Handelsverträge und politifchm Verträge,. die beide die gleiche Politik zum Anchmck bringen, yinen Teil, der auswärtigen Politik des Ka-LinettS zur Ausführung gü- . bringen im Begriffe sei, und bat den Präsidenten, sich zum: Dolmeisch der großen Shmpachien des Ministerpräsidenten für, diese Körperschaft §u machen. (LÄchafter, langanhM-ercker Bei-.. fall, Der Ministerpräsident, wird beglückwünscht.) Ms KkMsMMMllcht i« AurMM. Paris, 16. Fckbruar, (Tel. der „Wr. Morgenztg."). Der AuAschrlß für allgemeines Stimmrecht der Kammer nahm.den Bericht, des Deputierten Barthrlemy,' w welchem Äe Erteilung des Wahlrechtes an die Frauen vor- - geschlagen wird, mtz zwölf gegen zwei Stimmen znsüm - mend zur Kennttns. Mtz Majoritätsbeschluß wurde das. Mnbestalter der Frauen bänglich des aktiven Und paffivenU 'Wahlrechtes mit 25 Jahren festgesetzt. Der Vorsitzen^: des., AusschnM wurde beauftragt, zu fordern, daß der Ausischtrßbericht unmittelbar nach Erledigung der Wahlreform .: in der KM^insr in Mhandürntz gezogen werde, - Der?!»AriM«dermrg k» Bohern. , 2 - München/ 17. Februar.> (WolM Der Berfaflungsaussch«v-' des Landtages beschäftigte sich gestern mit dem Antragder.. Koalitionspartei (bayrische Volkspartei, bavrische Mit : telpartei> Bauernbund), der verlangt, daß 8 92 der bayrischen Verfassung. dahin geändertwerde, daß nicht eine Zweidrittel^ Mehrheit des Landtages zu einer Aenderung der Verfassung: notwendig sein solle, sondern daß zunächst zwei Drittel der gesetzlichen Mitgliederzahl anwesend und wenigstens zwei-.. Drittel der Anwesenden" zustimmen müssen. In der Abstim-',. Sjte'iBlW!!! ** Bin in_«i»ifniMMinrilinir« iiiiirnrirnjmjiriwiii^inpinrir-wmiiiriiBiWTrri (i ■ i ~ n , die dicke Frau T. füllt sie lachend mit Teia. Zwei Söhne, hat man ^ihr in Sowjetrußland ,,gehargent", aber jetzt ist. . sie da, mit dem Mann und ztvei anderen erwachsenen ' Söhnen: frei, geborgen. Ein Paar Töpfe sind schon gar:/; ich koste, schmackhaftes Fisolenbrot. Ein Chaluz aus- Smyrna führt uns in den Kuhstall, das prächtigste „Gebände" der Siedlung. Inmitten des Hauptplatzes stehen dio. Maschinen gereiht, .Pflüge, Eggen, Mäher, alles GescheM ' 1 aus Amerika. In einer großen Baracke seitab stoße ich auf .einen Teil ostgalizischer Jliden, die Kwuzah „Schomev . Hazair", die.sich hier auskurieren, bevor sie den anderen ' 50 nachziehen, die im östlichsten Teil von Nuris vor ei,r .paar Wochen eingezogen sind, um auch ihn -urbar zunlachen, der Malariaden. Beduinen entgegen, die hier-seit - ' altersher umherschwärmetr. Viele von den 40 sind krank-,, lich oder da und dort verletzt, verbünden, doch ungebeugt,' Als ich mit Dr. E. R. und seiner Frau, gob. G. aus Wien.. deutsch spreche, kräht ein dreijähriges Kerlchen „Rafael" dazwischen: „Rak iwrith!" Man dringt-in uns, zu Mittag zu bleiben, doch müssen wir Abschied, nehmen. Dir Autos - tauchen wieder in die Ebene zurück und wenden, sich. wrst--. .warts, vorbei an dem. neuen „Bahnhof" Ejn Eharoth, dorläuftg eine größere Kiste, über die Grenze von Nn'riS. Qben am Berg liegt sine dritte Siedlung von Nuris: G i w e a t h I a ch e s k i e l (Gedächtnis Ezechiels), so benannt nach dem verstorbenen. Bruder Ezra Sasions iu Bagdad, .der bisher,85.000 Pfund Sterling denr jüdischen. Natiormlfonds spercheie. Wir lassen bald den Komplex jüdi-, scher Siedlitttgen, Merchawia, Balfurig, Tell-Adas, rechts liegen und,schrauben uns ans der Bergstraße nach Nazareth i empor, das mit blinkenden Kirchen und Klöstern, u,nrahnst von dnMen Cypressen, werhin die Ebene beherrscht. Nach - kurzem Mttagsmahl im deutschen Hotel -- Inden gibt ei: s hier nur wenige. — weiter im Auto nach Westen. Dli: Straße senkt sich bald tbleder und mach, einer halben Stund« , lenken wir links in-die Ebene ab.. Wir sind im alchereA.- Komplex des Mischen NationalsoNdsim E m e L M a. lut oder hebräisch halal. Die neugebaute Verbim düttgDraße nach dev Siedlung ist mit StciMöcken ges^ sH-rt; man .will, sie his zur RegeWit-schynen. Chäufts ftnr fci&tst durchs Ald und landet am tzMPtMtz.. DÄ -