Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1441 (16.2.1923)
- Date
- 1923-02-16
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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'i Men, Freitag Witntt &fotgett&tfctt& As nicht opportun anseben,, daß'inan heute, ivo FryckveiH Tuf deutscher Erde siehe,, euren gkadmni scheu Portrag über ' Aukturgrundlagen. der deutschen Nationalität halte,' aber s lcin äußeres Ereignis dürfe die Deutschen ihren wahren Aufgaben, der Arbeit von innen heraus, abwendig machen. Der Vortragende besprach die Entwicklung des - deutschen. Nationalgefühles, welches in seinem ivahren Binne auch Bis-marck nicht geschaffen habe. Deutschlands Ausgabe sei die eines, Kulturmittlers irr der Welt. Eine politisch-kvsmopolite Ordnung der Welt.sei notwendig, in welcher sich die kulturelle.Individualität der einzelnen Völker frei entfalten werde. Daun erst könne man einem wirklichen naiwnalkultuvellen Ideal entgegengehen. Wirklicher Kulturwille kann durch nichts gebrochen werden, am wenigstens durch eine Aktion an der Ruhr. Der Redner analysierte in fesselnder und feinpointierter Weise die verschiedenen Formen des Nationalgefühles. Auch die U n io ers itä ten, wo deutsche Kultur gelehrt, werden solle, e n t t ä u s ch e n, da an ihnen Ideen mit Mitteln vertreten werden, die wir nicht mehr als g e i st i g ünerkenüen können. Aber die Universitäten haben in ähnlichen Zeiten immer so gehandelt, wie ihr Kampf gegen Kant, Lama r ck, g e g e n F i ch t e u n d A r n d t beweise. Heute sind wir wenigstens soweit, daß deutsche Professoren Fichte zitieren, ob sie ihn gelesen haben, bleibe fraglich. Nach Fichte kann sich die Nation nur auf Kultur und Sprache gründen. Alles andere, wie Grenzen, Wirtschaft usw., seien sekundäre Begriffe. Aeußerlicher Freiheit kann nur. eine Folge der i n n e r e n F r e i h e i t sein und eine Welt- Machtstellung kann man nur erringen durch Arbeit, an sich selbst. Die völkische Auffassung lebt von lauter Negationen und hat rrur eine positive Behauptung. Ein guter Deutscher sann kein Jude sein. Nach einer kritischen Zerpflückung des unhaltbaren Rassenbegriffes und des Schlagwortes vom Arier tum besprach Nicolai die historische Aufgabe Deutschlands, die aus seiner geographischen Lage folge. Deutsches Wesen sei, die Güter der Welt aufzunchmen und sie veredelt den Völkern zurückzügeben. Verhängnisvoll für Deutschland wurde, daß es die nationale Auffassung des 19. Jahrhunderts nachahmen wollte. Deutschlands Rolle wäre, ein Parsifal der Menschheit zu sein rmd dem Machtwitten den Kulturwillen entgegenzusetzen. Mit einer Anrufung Schillers, des Deutschesten aller Deutschen, schloß Professor Nicolai unter lautem Beifall seinen interessanten Vortrag. Sekterreich. Sie KreditverhaMrmge«. Bern, 15. Februar. (Schweizerische DepeschenaWntur) Ter. Präsident der Oesterreichischen N-atwnalbank Dr. Reisch «nd der ieHerfbe Vertvattungsrat der Anglo-Austrian Bank in London, Bark, statteten gestern nachmittags in. Begleitung des österreichischen Gesandien rm Bundes-Hanse einen Längeren Besuch ob, um. die Modalitäten der Mitwirkung her Schweiz cm der jetzt zur Durchführung gelangenden österreichischen Kreditoperation zu besprechen. Im der Folge sprach die Delegation auch bei der Gmerckldireltion der Schweizerischen Nation alb auf vor. Dr. Reisch nnd Barl haben sich heute vormittags. nach Genf begeben, rpd in der gleichen Angelegenheit mit dem österreichischen Ko- ■ des Völkerbund e Z Fühlung Zu nehmen. Iar neue Aahlgelrtz. Die Grundzüge des neuen Wahlgesetzes, dessen Einbrintzuvg knapp bevorstcht, werden, in den. nächsten Tagen den Ländervertrelern und Organisationen zur .Kenntnis gebracht werden, worauf sich die Parteiklubs mit der Materie zu beschäftigen haben werden. Wie derlauiet, ist der Plan fallengetassen wonden, das österreichische .Wahlsystem jenem des'Deutschen Reiches anzupassen, »weil die bezüglichen Bestimmungen unseren Verhältnissen nicht entsprechen und mit unserer Verfassung nicht in Einklang zu bringen sind. Der neue Entwurf dürfte die.Herabsetzung der Mandatszahl um fünfzehn bis zwanzig Mandate und die Einführung der Wahlpflicht in Vor- -Ichlag drl-V-n. . ' Hie Welf, hie Waiblingen! Der große Kriegsv-erlienr Ludendorff Hai während feiner stillen Anwesenheit in Wien die ,Herstellung einer Einheitsfront", den Zusammenschluß" aller ordnungsliebenden Elemente geprxdigt (dieses „gepredigt" verwendet das Funde r- Blatt; es ist ein Mlieuausdruck). Aber leider — Schwarz-Gelb und Schwarz-Weiß-Rot ist bei uns (so scheint es) schwer zu mischen; denn das Organ der Schwarz-GeGen ficht mit dem der Schwar-z-Meiß-Roten einen frischfrommfröhlichfreien Federkrieg auS und kämpft um „den Platz an der Sonne" für den tz^bsburgischen Monarchismus. Es beklagt bitter, daß Ludendorff, den das Funder-Blati jetzt, Wie schon die Phrase vom „predigen" erweist, unter seine frommen Fittiche genommen zu haben schernt, von den dreifarbigen Hohenzollern-Monarchisten und ihrem völkischen Organ ,/abgekanzelt wird" (wieder ein Mklien-- ausdruck!). Und wckvum wird er abgebanM, warum darf es m Oesterreich keinen Zusammenschluß geben? „Weil den Qesterreichcrn nicht erlaubt werden darf, was den VöMschen im Reiche ohne weiters gestattet ist! Monarchismus, Dynasttervsue und L/gitimismus, bei Reichsdeutschen eine völkische Tugend-Übung, sind bei den Oesterreichern ein sträfliches Laster." Rein, fürwcchr, die „Tugendübung" (wieder ein Milienausdruck'.) spezifisch österreichischer Art wird sich der gute Qestersicher mit dem schwarz-gelben Herzen nicht nehmen lassen, hoch Habsburg hie und allerwege! Wir müssen also das beschämende Schauspiel Eben, daß gerade bei uns keine wönotchistische hakenkreilgkerische' Einheitsfront hergestellt werden foffl!» jwj immer wieder tzgL «tzie WM hie WaihM>gen" -Bevwrrrung in- -düsiR-ckchtzch ber.^Froni-, Mmt-stl!- und Bokwags» ckänchfor bringen 'umK!-*.'DP' beiden .streitbaren Phalangen,' die sich dpstgebildet haben,'s .vergössen, doch nicht etwa, daß-es «n festes, einigendes Band zwischen ihnen gibt? Man rnse „Darr -Jud'" oder — wenn es sich um einen mehr nördlich orientierten Kämpen handslt -r.„Dosa -Ju.udo" -mrd die Einheitsfront ist wieder hergeftiM l Hhs ja vorläufig 'das Wichtigste i st, denn wir leben — noch iimner — in einer sogenannten Republik und es ist auch' inerkwuMg, daß das halboffizielle Organ einer Negierung, welche sich zur Republik bekennt, für „Tlkgendübnngen" eintrüt, die nicht gerade in den Rahmen eines sozusagen rePuU-ikaavischen Staates passen. Me aber alle ernsten schwierigen Dinge Äste versöhnlich heitere Seite haben, so fehlt es auch in diesem BürHrrsoderkrieg an der erlösenden Heiterkeit nicht. Die stellt sich nämlich sofort ein, wenn das Fuiwer-BIatt der Wiener Filiale der „Hamburger Nachrichtten" (wie,sie das Wiener Stinnes-Organ.nennt) das Deutsch, welches das Blatt spricht, vorwirst! Du lachen die Hühner! Warn. Andget und Kronenkrrrs. Budapest, 15. Februar. (Tel. der „Wr. MovgenMitung".) DaS staatliche Budget ist. fertiggestellt worden und kommt Samstag vor einen außerordentlichen Kabmettsrat. Ms Grundlage für -die Berechnungen dient oi-n Krouenikurs Von 22 bis LZ.Sänweizer Centimes, was allerdings'den tatsächlichen Verhältnissen nicht entspricht, da die ungarische Krone bekanntlich auf 20,5 Centimes gesunken ist. Die Regierung -hofft, die Budgeiporlage in -drei Monat-'- ’u'Vv Dach und Fach bringen zü können. GrenrMkMen Budapest, 15. Februar. (Tel. -der „Wr. Morgenzc-nung".) Seitens >oer polnischen Textilindustrie, die mehrere hundert MMonen Kronen von -ungarischen Kau-s-wutm zu fordern hat, ist eine vi-epglipdrige Kommission rach Budapest ent-;andt worden. Drei Mitglieder, der Kommission durften die ungarische Grenze bei Szob ungehindert' passieren, der vierte, Herr Tugendhat aus Bistitz, wurde seitens der -ungarischen Gvenzwoche abgewiesen, mit -der Bemerkung, daß man polnische Staatsimgehörrge d o über Rasse des Herrn Tugend-hai gerade genug in Ungarn hade.stVm Protest hatte keinen Erfolg, die unMische Grenzwache berief sich auf höheren Befehl.' Die übrigen drei Herren fuhren nach Budapest, -waren mit dem polnischen Gesanidten in Berbindung und erst auf Intervention des Mimfierpräfi'dvnten Betlhlcn konnte Herr Tugendhat den christlichen Boden Ungarns betreten. st Die Ansglstch^iHaMungLn verlisfen übrigens . ergs'bnistos und die pöWM'' veäieß' ^udapH mit der Erklärung, daß dis Po-Wfche DextiliNbustrie Leine Waren mehr nach Ungarnstlibfern werde. ' Frentteichs 8i«spr«ch gegen Den KarolW ' I. Bttdapest, 15. Februar. (Tel. der „Wisner Morgenzertung".) Wie bereits berichtet, hat die französische Negierung -Lei der Botschasterkonserenz gegen die Verfolgung des Grafen Michael K a r o l Y i durch die ungarische Regierung. EinfPrichh. exhoben. SJk Initiative zu. dresem Schritt ging von der Liga für Menschenr-echte aus. Nuntnehr liegt der Wortlaut des Briefes vor, in welchem der französische Ministerpräsident P o i ncare an den PräsiMüen'der Liga'für'MenscheUrechte,' KamMerdeputierten Ferdinand B u i s s o n, von der offiziellotr Intervention der französischen Regierung in Kenntnis fetzt. Poincare schreibt: „In Ihrem Schreiben vom 20. d. M. hatten Sie die Freundlichkeit, meine Aufmerkfamkeit auf die Verfolgung zu lenken, -welche in Ungarn gegen den Grafen Michael K a r o l p i deswegen in Szene gefetzt wurde, weil der ehemalige Präsident der ungarischen Republik im Laufe des letzten Krieges durch seine Handlungen sich angeblich der Spionage und der Verbindung mit dem Feinde schuldig gemacht ha^be. Ich beehre mich Sie zu verständigen, daß die Natur der gegen den Grafen Karolhi vorgebrachren Anklagepunlte im Gegensatz zu Artikel 74 des Trianoner Vertrages steht und daß ich es deshalb als meine Pflicht angesehen habe, , bei der Botschaftevkonferenz den formellen Protest -der französischen Regierung . anzu-melden. Genehmigen Sie usw. Komcor-." ^;v Äemal empfangt Etetzhan Friedrich nicht. Budapest, 15. Februar. (Tel. der „Wiener Morgenze'ltiln-g".) Im Lager der ungarischen Faszisten herrscht große Niedergeschlagenheit. Just an denr Tage, an welchem die Blätter von der Ende dieser Wochen erfolgenden Abreise des Faszistenfu-Hrers Stephan Friedrich nach Konstantinopel und Angora berichteten, erhielt dieser von der kemalistifchen Regierung die Mitteilung, daß sein Ansuchen um die Einreisebewilligung nach Konstantmo-Pel abgelehnt wurde. Seit dem Scheitern der Konferenz von Lausanne zeigt sich eine Hinneigung der -Konstantinopler Regierung zur kleinen Entente, was auch die überaus fveundschaslichen Besprechungen beweisen, welche laut Belgrader -Meldungen der Spezralgesandte Kemals B a s r i B e i mit dem Minister des Aeußevn N i n e i e in Belgrad hatw. Nach der Ab-wimmlrmg Friedrichs durch Mussolini bedeutet die schroffe Ablehnung einer Verbindung mit den. ungarischen Faszisten dirrch die türkische Regierung ein völlig-es Zerstieben -des turamschen Traunres, auf welchen Stephan' Friedrich seine jüngste Atzenteurerpolitik auhubausn versiHte. 16. Föbritar 1923 Är. 144i BerschümmerM!m BeAnden RaschM. Prag, 1b. Februar. (Tschecho-slolvakifches-. Pveh» burean.) Ue-ber den Gesundheitszustand des Finanzministevs Dr. R a f ch i n wurde heute abends folgendes Bulletin ausgegeben: Heute nachts machten sich Anzeichen Liner H e rz schwache bemerkbar, die mit Herzstärkungsmitteln überwunden lverden mußte. Temperatur.36,7, Puls 120. unregelmässig. Der Zustand wird als ernst bezeichnet. Polm. FrauMcher Kreditvorfchub für Pole«. Paris, 15. Februar. (Wolfs.) Die Finemskommission dsö Kammer hat sich gestern für einen Gesetzen Wurf ausgesprochen, der die' Gewährung eines Vorschusses von -100 Millionen an die p o k n i s ch e R -c g r e r n n g. vorsieht: Der Beriichterstatt>er wird vor der Einbringung tog endgülti-Asn Berichtes eine. Anzahl noch ausstehcn'der JnformaLlnn>en ‘du* holen. Im Gesetzentwurf s-el-bst heißt es nur, der Kredit diene zur Deckung von -Organisalrorlsvusgabett, die Polen im Ar- Lruar 1021 in Frankreich zu inachcn gchckt habe. Das stMliche DeW. Warschau, 15. Februar. (Tel. der „Wr. Morgenzeit-ung".) Die traurige Lage der Sia-atsfinauzen - Zlviugt die RegreMNF,^ weitgehende Stauern im Ausnraße der BorkriegIbeträge einM«-. führen, welche in Schweizer Frauken berechnet werden sollen.- In -der letzten Sitzung des Finanzausschusses hat der Finanz-: miuister bereits die emsprechenheu Projekte Vovgel-egt. Nack' diesen wird die. Grundsteuer -hn-ndertjach^ ebenso auch-Vst Ein . kommen- und Gewerbesteuer rmr ein Vielfaches 'erhöht. Trotz dieser ibrhöbung und bet Berechnung in Schweizer -Franke-n werden die Eingän-ge schwerlich das Defizit '-des vrdeMiche^ und außervrventlicheq Budgets zu decken vermögen. Selbst sin Falle eines regelmäßchen Emganges sämtlicher Steirern wirb das Defizit des ondentlichen Budgets 300 Millionen.; das -oes außerordentlichen Budgets 7 M i-llickn-en Schweb; zer Franken-betragen. Das Finanzministerium besäsiisilch\ sich gegenwärtig^mit. dex. Ausfindupg-w» neuen Einuahrns-l q-uelle-n für die StaatssinanZ-en. Die. Vermögenssteuer wir^ erst im Jahre 193-k emgeführt werden. - . w Dir Frage der MMerhelksschÄe. Warschau, 15. Februar. (Tel. der „Wr.-Morgenzei-rungsi) In einem Interview erklärte der Unlerrichtsminister M i hu« l o w S k i - P o m o r s k i, daß die Fragedes - Schulwesens . der nationol-en Minderheiten ziemlich schwierig sei,. Ha.man bedenken Müsste,Pole« an., «den Volksf^ulen nenn Sprachen-'.^^ützt^w^'S^^D^ZM^lRÄg'ikMÜe sich keines-! falls 'beim Schullpesen der nationalen. Miuderh-stt-en. mit derj Rolle eines Beobachters LufrjeÄengsben.- .S« stnüsse.-. 'hw -«r! Schutz der StaatllW-e.it rm Schulwesen sorgen, im die'-sd^ lich-sn Grundlagen im nicht-polnischen Schultvostn sehr schwach! seien. Er hofft-, in den nächsten , sechs Wochen bereits ein kon-j kretes Projekt zur Regelung der Frage der MiuonlAs-- schülen vorlegen M können. .. Dir MchM«gs«usUe;smigen. Warschau, 15, Februar. (I. C. Die AusweisunSder nach Polen''gefluchteten ukrainischen Pot;mmilnd! Hunger s lü ch t l in g e hat bereits begonnen. Täglich! werden zahlreiche Flüchtlinge festgenommen und in Grup-i Prn nach B.arÄnowitschi gebracht, von wo; sitz sibev. die Grenze nach Ruß la n d abgeschoben werden. -In! Warschau selbst ioerden einige Zehntausend jüdischer! Flüchtlinge von dem Schicksal der Ausweisung fccbtöljt,. Die Behörden haben alle Mittel ergriffen, um-ein. Zurück-- kehren der Flüchtlinge nach Polen unter allen Umständen^ zu vermeiden. - - . Die Verordnung des Innenministers -wegen der eud«. gültigen Ausweisung der -Flüchtlinge ist dem.awilichen- «M o n i t o i“ bereits übergeben worden. - Me Mischen Leichen. ü.ciiutö, 15. Februar. (Tel. der „Wiener ttziorgLNB zeim-ng".) In der hier äbgehalten-en außerordentlichen Generalversammlnug des Vevoi-ns' zur Unterstützung polnischen Studenten der niLdi-zmischen Fakultät gelanZte der Antrag des^ Ausschusses zur Annahme, daß Mitglioder de§ Vereins Studenten sein können, die einem der christliche^ Glaubensbeßenntnisse angchören. Damit erscheinen a-sio auch, die bisher! -tolerierten Polen mosaischer Konfession von den Beiiefizien des Wcrems ausgeschlossen. Im weit-cren Verlaufe dar Versäumst , lang gelangte di« vor einigen Wochen laut gewordene Frage dst Bü'istettitng von jüdischen Leichen zu den Sektionen zur,Sprache: Äie R-eidn-er stellten die ausdrückliche F-ördeviing ans, daß di-.v Zi» läfftlng der jüdischen Hörer ins Prosektoriuni an ,;>v, lvng dieser Rchin-gmrg gek-nüp-st werde.! Mmen. kine Aeschwerde der Mionalrn MnorltAe« Kowno, 14. Februar. (Tel. der Wr. Morgenz-eitung"F Ministerpräsident G a-lw a n o w s k i hat eine Deputation-'der! Vertreter der nationalen Minderheiten empfangen, die unter Führung 2>r,. R o s e n b a u m s in Angelegenheit der chauvinistischen Exzesse, gegen alle Geschäfte mit nichtlitauischen Schil-- dern int-ervenierte. Rosenbauin tÄlte dem Minsiterpräsidenten mit, daß die nationalen Minderheiten.diese Exzesse, die gegen die Verfassung, wonach den Judeü und sämtlichen nationalen U Mnder-htttW vollständige .We-iKerechsigung tzerbxW «äftj