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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-11 · Heft 1436 (11.2.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1436 (11.2.1923)
Date
1923-02-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Sir. 1436 Dien» Sonntag . Der Bukrrester Historiker Jorga, der aus seine Uni» dersitätsprofessur verzichtet hat, weil ein Teil der Studenten gegen ihn demonstriert hotte, unterzog ir.« der Kammer die antisemitische Bewegung der rumänischen Studentenschaft der schärssten Kritik. Der Unterrichtsminister erklärte, daß Jorga seinen Rücktritt widerrufen müsse, da die rumänische Wissenschaft durch seinen Rücktritt einen großen Schaden erleiden würde. Gegen die kntnotkonMttung der Haurbesihrr. Bukarest, 9. Februar. (Tschecho-slow. Preschureau.) Die Kainmer hat d-en Gesetzeriwurf angenommen, durch den der Verkauf von Hä u s c r n a n A u s l ä n d e r verboten wird. Ausländer können jedoch Grundstücke kaufen mit der Verpflichtung, spätestens binnen zwei Jahren Häuser oder Unternehmungen darauf zu errichten. Palästina. Möglichkeiten und Notwendigkeiten in - Paliistina. Von Dr. I. Biskind. Dr. Israel Biskind, ein aus Cleveland stammender Chirurg, der in Palast um die Stelle eines staatlicher. Chefarztes e.innimmt und in dieser E^enschast in die Lage kommt. t>aS Land und seine Entwicklung mm an zu studieren, hielt sich vor einiger Zeit zu kurzem Besuch in Amerika auf. Dr. Biskind., der seinerzeit auch der behandelnde Arzt des Oberkommissärs Herbert Samuel war, gibt ir* einem amerikanischen Blatte das folgende Urteil über Palast!".'. . Bis heute ist mir. noch kerne Schilderung Palästinas trniergekommcn, welche die Schönheit des Lundes anschaulich darstelli. Ich müßte Poet von hoher Begabung sein, um zum Beispiel Emck Jesreel so schildern zu können, wie es wirklich ist. Als ich im Jahre 1918 dahin kam, trug noch alles den Stempel des Krieges. Häuser ohne Türen und Fenster, die Bäume gefällt, die Straßen außergewöhnlich schlecht. Drei Tage niußte ich opfern, um die Reise von Jerusalem nach Tiberias in einem Ford-Automobil zu bestehen. Aber nienrals werde ich den ersten Eindruck vergessen, den die Schönheit des Landes auf mich gemacht hat. Auf dem Wege sieht man Berge, nackte Felsen, da und dort Sümpfe auf dein flachen Lande. Dann ein arabisches Dorschen, bestehezrd aus etlichen Lehmhütten und einigen Oliverrbäumen in der Ferne., Nähert man sich -ber der k l e i n st e n j ü d i s ch e n K o l o n i e, dvängt sich eurem sofort der merkwürdige Unterschied auf. Alles grünt,' moderne Methoden, die Bevölkerung' Unausgesetzt mit Arbeit beschäftigt. Das ist der Fall sowohl in den Nationalsondskolonien wie K i n e r e t h, D a g a n i a und M e rcha w i a, wie auch in den Kolonien in Judäa, in P e t a ch T.ikwah und Rischon le Zion. Die schwerste Arbeit wird in'den Kolonien von G ä li l geleistet. Dir Siedlungen m Judäa haben während des Krieges nicht so gelitten, toni sich dort deutsche Kolonisten auMelten, die von den Türken geschützt wurden. - Im Jahre 1919 war ich nicht imstande, für meine Familie eine Wohnung zu finden, und wir waren gezwungen, aufs Land zu gehen. Von Jerusalem nach Jaffa brauchte!ch sechs Stünden Fahrt, alle Kolonien, alle Häüser befanden sich in beschädigtem Zustand. Wie anders sind die Verhältnisse schon heute! Ich' übertreibe nicht, wenn ich sage, daß unsere Eisenbahnwagen in Palästina viel schöner sind als die Pullmannwagen. Sie werden in England hevgestelll. Die Sitze sind mit Leder anstatt mit Plüsch überzogen, damit sie nicht den Staub einsaugen. Unsere Bahnen find vielleicht nicht so schnell wie die amerikanischen. Dafür haben wir aber auch nicht so viel Unglücksfälle. Strecken, zu deren Durchquerung unsere Vorfahren vierzig Jahre brauchten, haben wir in 14stündiger Bahnfahrt zurückgelegt. Es ist ein Eifenbahnzug mit modern eingerichteten Schlaf- und Speisewagen. Die ganze Länge von Palästina, das heißt von Jaffa nach Safed, konnten wir in gwöMindiger Automobilfahrt durchfahren, auf einer Straße, die von unseren Chaluzim erbaut worden war. Tie dreißigtausend Chaluzim, die im Verlaufe der lebten paar Jahve ins Land kamen, haben ihre Anwesenheit im Lande durch schwere Arbeit dokumentiert. Ich bin der Meinung, daß a m e r i k a n i s ch e I u d e n in größerer Zahl nach Palästina kommen sollten, denn das Land bedarf ihrer ebenso sehr wie der Chaluzim. Es wundert mich überhaupt außerordentlich, daß die Juden sich die industriellen und Handclsnröglichkeiten Palästinas so wenig zunutze machen. Einige gute Hotels in jüdischer Verwaltung würden dem Lande einen unabsehbaren Touristenzustrom bringen. sicherer fachmännischer, Quelle erfahre ich, daß das Salz me er so viel Pottasche enthält, als dieganzeWelt Jahrhunderte hindurch braucht. Würde eine finanziell gut fundierte jüdische Gesellschaft um eine Konzession ansuch nt, so würde sie Mcfe sicher auch erhalten. Eine solche Unterirehmung würde aber z«mindest 5000' Cha luzim ständig beschäftigen können. Der Ne^ierungsgeologe, der nebenbei auch für die Standard Oil Company gearbeitet hat,'gab mir die Versicherung, dgß rn den jüdischen Bergen Gold und Kupfer zu finden sei. Besonders große Fortschritte wurden in Emek Jesreel erzielt. Die neuen Emigranten bilden durchwegs ein sehr gutes Menschenmater'al. Wir dürfen nicht vergessen, daß viele von ihnen aus Gegenden kommen, in deren sie in den letzten acht Jahren alle Schrecken des Krieges durchgemacht haben. Bon einem Menschen, dessen Haus vor seinen eigenen Augen von Huligans angezündet und verbrannt wurde, der zur Zeit der Pogrome Augenzeuge der s ch r e ck l ichsten B e r b r e ch e n u nd Bestia li tat e n ^war, tonnte Mw $\xm EÄM Grad von nervöser Unruhe _ Wiener MorAenrxttuny._ ertvarien.Die Chaluzim sind ein ausgeze'chnetes Element. Ich fcnne sie bester als irgend jemand. Ich habe mit ihnen vier Jahre lang zusammey gearbeitet. Das sind prächtige Männer und Frauen. Hier nur einige Beispiele: Auf dem Woge nach Tiberias traf ich einen Mann, der sich als Steinklopfer seinen Lebensunterhalt* verdient. Im Laufe der Unterhaltung stellte sich heraus, daß er in der Ukraine ein bekannter Arzt war und -stach Palästina kam, um hier zu praktizieren. Da er jedoch keine Gelegenheit.sapd, sein Fach adszuüben, griff er zur erstbesten Arbeit, die ihm unterkam. Neben der Kolonie Mcgdal begegnete, ich einem Mann, der sich als F l i ck s ch u st e r fortbrachte. und der mir erzählte, oaß er als Mineningenieur im Ura^gebirge sich einen guten Namen erworben hatte und es durchaus nicht bedauere, daß er nach Palästina kam, obgleich er hier noch kein entsprechendes Arbeitsgebiet gefunden hat. Die wichtigste und nützlichste Arbeit, die gegenwärtig in Paläsuna geleistet wird» ist d'e Einwandererhilfe. Bekanntlich wird diese Tätigkeit vom Einwanderungsdepartement der Zionistischen Exekutive» die vom Keren H a j e s s o d erhalten wird» durchgeführt. Ein Vertreter d'eses Departements nbernimntt den Einwanderer bei seiner Landung und weist ihn je nach seinem Gesundheitszustand einem Ein-wan-derungslager zu. In Jaffa zum Beispiel besteht ein solches Lager von 160 Zelten in der Nähe des Meeres. In .Haifa ist ein ähnliches Lager. Jedes dieser Zelte oder Baracken ist unter Aufsicht eines Hygieniesachverständigen entsprechend der modernen Hygiene eingerichtet. Zum Schluß führt Dr. B i s k i n d Klage darüber, daß das Judentum außerhalb Palästinas so' wenig zur Ermöglichung der Einwanderung nach Palästina leistet. Das Land entwickelt sich und zeigt einen Aufschwung fast ohne Mithilfe des Auslandes. In London wie auch anderwärts hört man immer dieselbe von Zweifel diktierte Frage: „Werden die Juden ihr Wort halten?" Finanzielle SchwleriaMen. Aus London wird uns geschrieben: Die aniizionistische „Morning Post"' veröffentlicht eine Korrespondenz ihres Jerusalemer Berichterstatters, der die Schwierigkeiten der jüdischen Immigration in Palästina behandelt. In dem Berichte heißt es: „Als Dr. W e i z m a n n in Palästina war, hat er wiederholt öffentlich von der f i n a n z i e l l e n Krise gesprochen. Er sprach aufrichtig. Die Ergebniste dieser Krise werden auf dem Gebiete der jüdischen Jmmigratton sichtbar. So zum Beispiel har die Bautätigkeit in Tel-Awiw wegen Geldknappheit zum großen Teile aufgehövt und im Baufach sind beteits zirka £00 Arbeitslose zu verzeichnen. Die jüdische Zementfabrik, die eine große. Zahl jüdischer Arbeiter beschäftigt, hat ihre Produktion stark eingeschränkt." Der Berichterstatter setzt fort: „Große Beträgä'° zionistischen Kapitals sind im Lande investiert woMn,?äber Palästina hat sich noch nicht als das fmchtbare Paradies der Propheten erwiesen. Das Kapital zieht sich zurück und es tritt eine Arbeitslosigkeit ein, dir sich in der nächsten Zukunft wahrscheinlich noch steigern wird. Die Regierung ist infolge ihrer eigenen finanziellen Schwierigkeiten nicht imstande, die öffentlichen Arbeiten durch;ufühven, die die Immigranten, wie es früher der Fall war, beschäftigen könnten. Der Kampf -er Orthodoxen für die gesetzliche Sabbatruhe. Vor einiger Zeit hatsich der Vorstand des Vere ns. Sabbatruhe an den Oberkommisiär Sir Herbert Samuel mit der Bitte gewendet, ein G e s etz gegen die öffentliche Entweihung -es Sabbats zu erlassen. Die Delegation stützte sich, auf das, frühere türkische Gesetz, welches den Muselmanen den öffentlichen Geruß von Speise und Trank an den Fasten-- ., tagen unter Strafe verbietet. Die Delegation hatte dem.Oberkourmissär eine Petition überreicht, die von 4060 Fami"enhä-uptern im. Namen von 22.000 Seelen unterzeichnet war. Der Oberkommissär hat nun der Delegation die Antwort erteilt, daß die Forderung nach strenger Einhaltung der Sabbatru'.».', besonders in einer Stadt wie Jerusalem, moralisch -sehr berechtigt ist; nach Rücksprache mit seinen Beamten sei er aber zum Entschluß gekommen, daß für die Erlassung einer gesetzlichen Bestimmung wegen Bestrafung von Sabbarstörern kein Gr und Vorhand:n sei. Ueberhanpt empfiehlt cs sich, in religiösen Dingen eher durch moralische als durch gesetzliche Mittel zu wirken. Er, der Oberkommissär, sowie seine Familie, wie überhaupt die Regierung wollen in der Wahrung der Sab-ba ruhe der O essen tlichkeit ein Muster geben. Die orthodoxe jüdische Presse in Palästina ist vorder Antwort des Oberkommissärs nicht befriedigt und sie drückt die Hoffnung aus, daß sich rwch Mittel und Mege finden werdendem Sabbatruhegesetz -durchzuführen. (I. C. B.) ' Jüdisches archäologisches Museum. Ans Jerusalem meldet. I.C. B.: Am 1. Fchvrvar ist hier das Mische' archäologische Museum eröffnet tvorden. Im Museum . weiten hauptsächlich Antigui-tä-ton ausgestellt werden, die in den aus gegrabenen ohemaL'igen jüdischen Siedlungen in der Nähe Tiberias gesunden wurden. Die Mische Palästina-Wanderung. Ms Czernowi^ wird uns berichtet: In der Zeit vom 18. bis 24. Jänner sind vier Transporte von Mischen Em-lyra-wten Es Polen mit zusammen 3 70 Personen über Czernowitz nach G äl atz .abgetzaugen, um sich von dort weiter noch Palästina zu begeben.- Die Transporte 'wurden in Napolokontz 'durch - die . dortige Ückdesdation bMrte-t und durch Beanü« des CZernowitzer Palästina-Amtes weiter nach Ga-latz beglei ot. Sie fuhren am 2. d, von Gatlatz ab. Ans Riga meldet J.E. B.: Am vorga-ngenen Samstag - W e-in großer Trupp Mischer P-alästina-Mguderer. aus Sa w j e t rn ß la nd die MM. RM paWrtt." . -.. l 11. Febnrar 1923 Seite 5 rm Amerika und die Eowsets. Paris, 10. Februar. sWolff.) „New Por? Oerasd" meldet, das; Senator de Monzle binnen knrzem an der Spihe einer besonderen Handels- und Finanzmlssion nach Moskau gehen werde. An der Börse sei, die Nach(iÄ?t al^ erster Schritt zur eventuellen Anerkennung der Sowjelregierung aüsgelegt worden. Kein Sonderfrieden zwischen der MM nnd knaiand. Paris» 10. Februar. (Havas.) In eineyt. Interview mit dem Vertreter des „Petit Parisien" erklärte Riza N u r y B e y von seiner Abreise nach Angora,' daß er niemals den geringsten Vorschlag für einen Sonderfrieden mit der britischen Tele-gaüon in Lausanne gemacht hübe. Wie dasselbe Blatt erfährt, habe auch J s m e t Pascha dem amerikanischen Admiral Bristol in Konstantrnopel erklärt, daß d'e türkische Delegation England - niemals ein Sonderfriedensangebot gemacht habe. Gegen, über den Befürchtungen Jsmets, daß eine Großmacht Len Krieg wieder zu entfachen, suche unter dem Vorwände, daß der Friedensvertrag nicht unterzeichnet worden sei, habe Admiral Bristol versichert, daß alle in Lausanne dertre-tenen Mächte aufrichtig von dem Wunsche nach dem end gültigen Friedenszustand im Orient erfüllt seien, nnd die ' Notwendigkeit eines raschen Friedensschlusses »im Interesse der Türkei selbst hervorgehoben. Kehraus in Lausanne. Paris, 10. Februar. (Wolfs.) Nach der „Chicago Tribüne" wird der Generalsekretär der Laufanner Konferenz Massig li nach Paris zurückkehren, womit die letzte offizielle Persönlichkeit der alliierten Delegationen Lausanne verläßt. Deutschland «nd der Mlkerbund. Frankreichs Bedingungen für die Aufnahm«. - Paris, 9. Febmar. (Hadas.) In Eowidemmg auf. -eine um ' ihn gerichtete schriftliche AMfrvIe des' Präsidenten der Liga für Menschenrechte, B u i s s o n, des Juhaltes, welche Halt-uug Franikr-e-ich einnichmen würde, falls der. Völkerbund Den schland unter seine Mitglieder ausnehmen sollte, erwiderte Ministerpräsidclnt Po i neu re, FranEr-pikh"fei stets der An-- sicht gewesen, daß der VöMeribemd eine die ganze Welt mnspanneude Institution sein und smn'lt quch Deui f ch land. zu seinen Mitgliedern zahley mü-sse, we-nn"er sein Ziel voll'und ganz, erreichen wolltz, Die Zulassung eines ' Landes fei jedoch an- Bedingungengeknüpft,. bk.': ,iin,^ Friedonspakt bestimlmtfeien, -rvamen lich an die Bedingung, ■■ effektive Bürgschaften für seine Absicht zu geben, daß . es seine internationalen Verpflichtungen erfüllen wolle. Der Ministerpräsiden-t erinnert daran,, daß. Oesterreich, Bulgarien und Ungarn, die jene BcdinMngen erfüllt -, haben, zum Völkerb-nnde zu-^ilassen -worden seien» während ■ Dentschil-and nicht auM)ört haibe, durch Handlungen seinen festen Willen zu dsknnden, sich den'Verpflichtungen, zu entziehen, die es r-n dem Vertrage, dessen Teil der Patt bildet, unterschrieben habe. Jnsoltzedessen konnte bisher von Dvutschlands Zulassung keine Rode sein. Gleichwohl bleibe Frankre-ich der'Zulassung Deutschlands nicht weniger günstig gesinnt und werde sich zuerst über eine Aenderung in der Häl ung Deutschlands freuen, die es diesem Lande ermöglichen würde, seinen Platz im VLÄeröunde an der Seite der Mächte, die ihre- - pflichtungen einhatten, einzunchmen^ - ' . Duigarien wänscht Friede«. Sofia, 10. Februar. Nach einer Note der Bulgarische», Telegraphen-Agentur wird das neue bulgavische Käbinett eine Potttck des Friedens und srNlndschafEicher Beziehungen sowie' der Annäherung an die Großmächte und die BaNanstaaten -• - Verfolgen. rhett gestorben? Aus Berlin kommt die Nachricht, daß I. A z e w,. der dort un er fremdem Namen -lebte, vor einiger Zeit ge st o v» . ben sei. ' An den Namen Azew kn-üpft sich eine sonderbare und bisheute noch' nicht völlig aufgeklärte .Episode in der russischen- Revolut-ion kn Anfänge der 1900er Jahre. Azew -stand lange Zeit au der Spitze -der sozWrevotutlonären':Partei und 'leitete Wähwnd -der Jahre 1902 -bis 1906 alle terroristischen Ä-k e gegen hohe Würdenträger des zaristischen Regimes - und auch gegen Dtttgtli'cder -der Zareusami-lie. Im - Jahre 1909 «nber .wurde bekannt, «daß Azow'seit -langer Z:'it im Dienste der Ochräna, der russischen pol-itischen Geheimpolizei stehe,, ihr die wichtigen Geheimnisse der revolntonären Parteien verraten und eina große Zahl von R-evo-lüiionären denunzierh-ode. Diese Nachricht ries einen Smvln der Entvüstu-ng. b-oi von - )chwlütto-flä.vi:n.. Parteien Rußlands .hervor. Azcw verschwand rasch, von der Bidsläche und in der letzten Zell hat man nichts von, ihm gehört. Nkehr'als' cinnwl gingen Gerüchte von" se-iner Evmor-- düng-dnrch Revolu ionäre-drrrch die Welt. Azew hielt sich jedoch, unter fremdem Namen, in verschiedenen Ländern Enropgs ver«,^ bovg-n und chechsette. häufig seinen Wohnsitz. Nun -ist dtzvs Mann gestochen- und stdas ^choimnis seiner Doppelrolle .Nevot-utlonär r.rd 'Provoka-teur ist bis heute nicht gelüftet,'.^ Vielfach w-ird - behauptet, er .habe der zaristischen Ochröna'.nü^'' MKy-ange-n- -Utüvtsen'sÄhe - Geheimnisse der. Revolution vev,. ra.rn nnd fei im Grunde ein üibeMtgler v

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