Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1434 (9.2.1923)
- Date
- 1923-02-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Jttf. 1481 Me», yrettag Miene« Mor-enzeituns- 9. Februar 1S2S hee 'jüdisch ppvöamcMarffchen MubK «rfchmwmr Dsvm-tliv« her Ddffchen Bürger von Brody ersuchte dringend um Schutz. Dö wurde »in Pwtokoll ausgenommen und den Petenten di« Weil-esdgchendo Unterstützung tu Aussicht gestellt. «epreMm srsen WWe Flüchtlinge. ÄuS Lemberg wird ny« gvmsldei: Ldzwar die zwongS- Kvsife Repatviiemng der hier wollenden msiischen Müchtlingv Mst für vinen späteren Dermin a-lberaumt lvutide, hüben die hiesigen Behörden anscheinend unter dem Drucke der arvtk fomlOschen Press« mit Roggien gegen di« Flüchtlinge begonnen. Fast täglich werde« Männer und Fvau«n, gegen weiche nicht daS mindeste vorviogt, aufgegriffen, nlunchma! sogar «uZ dem Schlaft gezerrt, in Gewchrsaan. gebracht und Wer die russische Grenze abgsschoben. Mch aus solche Flucht- -Kvge wird kein« Rücksicht golwnvmen, die nachweiS'ick in nächster Zeit die Möglichkeit zur Auslandsreise «vlangen 'können. Me jüdischen ADgeordm-ten halben bereits wiederholt an nvasWibender Stelle interveniert und in .inigen krassen Fällen bereits die Rücknahme der odiosen Verfügungen erwirkt. Rundschau. 9er bayrische Hakenkrem-Avoftel. Der urchostvittene Führe« de« bahr'schen Hakenkrsuzler, in dem auch die Wiener Radauantisemiten ihren Abgott sehen, Herr Adolf Hitler, ist nach wie vor der Diktator von Bayern. Nach kurzer Dauer ist der AusnahntSZustand in Bayern aufgehoben worden und die Hetze geht m der alten Tonart weiter, In dem Kämpft zwischen Regierung und Natiormlsozialisten ist Hitler Sieger geblieben, ein Umstand, der lveiter nicht verwunderlich ist, wenn inan sich vor Augen halt, daß der frühere Regierungschef und fetzige Regierungspräsident von Oberbayern Herr von Kahr diese staatslgefährliche Bewegung förderte, gegen welche er nunmehr als Regierungskomrmssär mit der Durchfühmng der Zlbwehvmaßnahirien betraut wurde, die er in einer Weift durchgeführt hat, daß Hitler einen Triumph über die Rrgieniing daovntvagen konnte. Der Münchener Korrespondent des „Berliner Tageblatts" entwirft von Hitler, der ungehindert die wütendste Hetze gegen das Judentum betreibt, daS folgende Bild: „Wie Hitler Sozialdemokratie mtfc Judentum als international bekämpft und gleichzeitig die International!- i tat seiner Bewegung in Italien, Ungarn, der Tschecho- ■ wakei und England fundiert, so nimmt er anscheinend auch keinen Anstand, vom Ausland Gelder zu nehmen, mit denen er Deutschland in seinem außenpolitischen Der- Ktveiflungskampf in den Rücken fallt. Herr Hitler hat bisher! auf die von verschiedenen Seiten -gestellte Frage nach - Existenz untk Herkunst einer Frankensumme im da» j umligen Gegenwert von 80 bis 40 Millionen Mark ebenso! wenig rsagiert wie auf Auers Mitteilung im Landtag, daß Hitlers Stoßtnlppfübver Liedtke nachgewiesenermaßen ein bezahlter Gntentespitzel sei und vm großen Stile mit Bestechungsgrldern um sich werfe. Eine Zuschrift Ms Bankkveiftn suchte Herrn Hitler damit zu entschuldigen, daß die aus-ländischen Millionen tbtrch verschiedene Hände gegangen seien und daß et ihren wirklichen Ursprung nicht gekannt habe. j , Hitler braucht Millionen urid aber Millionen für die Uniform!cwling und Ansrüsttmg seiner Sturmtrupps, die nichts alö Unruhe und Skandal: provozieren, für die Maffendemonstrationen, die den Putsch Vorbeveften. für den zur Dages^riung werdenden „Völkischen Beobachter", m dem er schadenfroh den Zusammenbruch des deutschen Widerstandes an der Ruhr prophezeit. Soviel Millionen werden weder seine aus- Lcindsdeut'ck>en Verehrer noch seine ungarischen Gesinnungsgenossen Ms dir Dauer spendvn. Kamt es da wundernehmen, wenn von amtlicher französischer Seite Direktiven gegeben sind, hie nationalistische Bewegung in Bayern mit allen Mitteln zu unterstützen, wie . Frankreich vordem die danach fang« und klanglos zugrunde gegangene Könftspartei und den H.'ckvcrrätcr Leoprech'ing unterstützte? . Ans Kabr folgt Dach. (Der französische Gesandte in München.) Es sind mir Aenßernngen das franfranzösifchen Gesandten in München bekannt, die diese letzten Zusammenhänge beleuchten." . . Wwtrti Sermßae« 6ef(filffOff<*Rtnt. »Rn^n, 7. y-vriiar. (*& V-r „»lernt ®6t(i«n5M.») V/c:U''aen des Kapitänleutnayts Erhardt, der km Kapp-Puisch die .Hauptrolle gespielt hat Und vor einigen Wochen aus Veranlassung deS StaaksgorichtsbofeS in München vechaftzt und in das Untersuchrngsgesängnis nach Leipzig überführt worden ist, Wittibe heute beschlagnahmt. .. An Theaterfkimval i» Nadm. Hakenkrenzler. und Frontkämpfer störe» die Vörstellnng der Ailnaer Truppe. - Zahlreiche Verhaftungen. - Siraßen- , demonstratio»«». Aus Baden wird uns telephoniert: Im hiesigen Stadttheater sollte gestern abends die WilnaeL Truppe das Drama „Zwischen zwei Welten" aufführen. Schon am Nachmittag verbreiteten sich in der Stadt Gerüchte, daß die HakenkrMzler und Frvnttämpftr einen Skandal im Tlreawr planen und Vorstellung stören wollen. Das Theater war deshalb am Abend schwach besucht, und gleich bei Beginn der Vorstellung fing der arrangierte Skandal an. Die Hafen kreuzler störten durch allerlei Unfug die Vorstellung und schließlich arteten "die Flegeleien der Hakenkreuzler in einen Tumult aus. Polizei erschien im Saale und nahm zahlreiche Verhaftungen vor. Mva 80 der ärgsten Krastvallmacher wurden abgöführt. Gemeindemt W r b a und Direktor A ü d e n r i e t versuchten, hie RowdieS zum Verlassen des Theaters zu bewegen, und Direktor Audenriet erklärte an die Adresse der Krawallmacher: ,Mer wird keine Politik gemacht, Wern daS Stück nicht paßt, soll das Theater verlassen." Die Hakenkreuzler brüllten aber: „Wir sirck Deutsche und dulden eS nicht, daß hier ein jüdisches Stück gespielt werde." Der Spektakel wurde immer größer, so daß es nicht möglich war,! weiter zu spielen. Die Vorstellung mußte, nachdem man der Horde nicht klar Machen konnte, daß ein Theater keine . Schnapsbut'qne sei, abgebrochen werden. Inzwischen hatten sich vor dem Theatergebäudo etwa 1000 Iveiwre Gesinnungsgenossen. der .Hakenkrerrzler angesammelt, die mit Gewalt in das Theatevgebaude einzndrlngen versuchten. Ein starkes Polizeiaufgebot vereitelt» diese Absicht und drängte die Menge zurück. Die Hakenkreuzler zogen unter Abstngung der „Wacht am Rhein" zur Polizeitvachstube, um die verhafteten Genossen mit Gewalt freizubekommen, doch war endieft bereits, Mchdem man ihre Identität festgestellt hatte, entlassen worden. Spater zerstreuten sich die Skandalwacher. Die Mitglieder der Wilnaer Tnchpe nmßten unter Polizeischutz zum Bahnhof gebracht werden und fuhren nachts rmch Wien zurück. Maffenverfammlnna der Bundesange,'KNen. Der Rs-chSvechond der öffentlichen AngcsteD» Oesterreichs hielt gestern mchmit'ags ln der Volkshalle eine Protest- Versammlung gegen die bisherige Bchandlnng der BundeSangestellten bei Durchführung des SanienrngLprogrammes ab. Gleichzeitig mit der Wiener Bersammlnng fanden auch i« allen Hauptstädten der. Bundesländer Protestkundgebungen mit der gleichen Tagesordnung statt. Di« Versammlung -rahm stellenweise oinen sehr erregten Verlauf. Das Referat erstattete der Präsident'des Zentvalvetibandes der Staatsbeanuenvereimgtmgen R^chnungSdirektor i. R. Schmid, der daS Abbau, Programm der Regierurg einer heftigen Kritik unterzog, insbesondere aber gegen die geplant« Ausschaltung der Organisationen bei danr Abbau Stellung mchm. . Gn vollkommen vevfchltar Abbau hat tausende BündeSangestellte um ihre Existerg gchvacht; ein verschärfter Abbau soll nilmnehr einsotzen und überdies mich noch Äne Kürzung der Pvnflotlen eintreten. Die Rot. der FamÄenechalter steigt von Dag zu Tag, Nachdem noch mehrere. Vertreter von AngesteUtenorgamstaionen in ähnlichem Sinne gesprochen haften, gelangte eine Entschließung zur Annahi e, m d-r gegen die bisherige Art der Durchführung des SapftrungSUt't.grammes Protest', erhoben wird. Es wurden folgende Fotideruvgrn anfg.'stellr; 1. Povellievung des im S'nne einer M''detiung der Auswirkung desselben beini fallenden Index, S. Juzkehnng vyn Vertretern der BmckeSangestellten für die paritätische Jndexkommission, 3. Einbeziehung der FamilieNstandszulage in den Index, 4. Neuregelung edr' Pensionsbezüge unter Ausschaltung der abbaufähigen Bezüge aus der Berechnungsgrurdlage, ß. Sofortige Durchführung der bereits beschlossenen Ort8klässüttrevisiom Fevrrer wird die Cinlviturg sofortiger Der- Handlungen über die Personalvertretungsgefttzesnovelle yerlangt. Das Päsidium des ReichSvovbandes 'wird aufgefordert» alle gÄverkschastlichen Mittel zur Erreichung der Forderungen bereitzustellen. VMangejtMe mt> BMenveeSand. Wegen Er neide ruug des Kollektivversvages der BanÜbeamten für das Jahr 1923, der eine bessere MfertWUng für die Wgebauten verilangt, sind zstvisch-n dem Banke UV erb and und der R'erchsorganisation der BvMe-amten schwere Unstimmigkeiten mrs»e!bvochen. Der D-ankeniv.rband vechäl-t sich den FovdeMngen der Bankbeamten gegenüber albsolut abl ehnend und verlangt in Form eines Gcgu'.vorlschlaMs verschiede ue AendMingen d S MherWn Vertrages, damutet die Einführung einer Dienstpragmatiik. Die Gegenvorschläge des Bankenverbandes werden von den Banbkeamten Äs unannehm-' bar bezeicknei und chre Ougamiftition wendet sich insbesondere gegen di« Fockqwung der Ausdehnung der Verschwiegt,heits- ' Pflicht der Beamten, ferner der Streichung des UMcksgeldes und Vevlängernng der Arbeitszeit um c'in-e Stunde. Es f-ariden ibewitS mehrere VeÄ'amml'una-en statt, in denen Nationalrat Ällina. ü!bw den bisher'Mn V-ttlauf der V«rhaWungen mit dem Bankenverb-and roserier!«. ' Nun hat sich die Lage ft zugespitzt, daß die VerhaMuygen vor dem Abbruch str-hen. An di« Äugestell-ten ist die'Aufforderung ergangen, sich bereit zu halten, da d r Bruch Mn; Augenblick MtMLn könne. PWMOorMss im der WattüFM Aus W a r ich a u wird nvs twi^M: An der lsirstaen 1Hö»r»r! i Hai de» P-ofessor der Ttftplo^iE G z c z e p o n s h t e n-n Borträgszy'iu» ü' er.P ch'sti "a nach dem Veiidri. g« an e» dük'dfti. den v eil iOovleiiip?« >wer die Eeichi i-ke des Zivn'Wus die' TistBel K e r z i r» S o ü o l o w s. M m a n n s und d-r Y e g i o n e n 2 a b d l i n sky beiprochw. Zu b mtzltlen ist, daß -er Vo»ira ende st . bemüht, den Zionismus objebsto da,züi essen. Tie VörWngm wktden von emer Uhiretchen n t ib t j v d t f ch e n D Ü r e r j ch a 11 besucht Sin krbrbrn lu Amerita? «»«. 8 Februar. (Tel, der .Wien«r Moryenzeiiuvy''.> Die Apparate der neav>i«raviichen Erdbebenwarte zeigten gel'^rn ab nds e'n neues, fla.kes Fttndeben an. depen Lerd in A»er.ba vermutet wrrd. Me Ausgrabungen ln PMMs. Die Burg Davids. Uchrr die nmesteia Ausgvalbutbgm 'in Palästina wir imt „Manchester Guardian" di« folgenden höck)st int«vessMftMj Einzelheiten: Gegenwärtig wird zu einer intemratiowavWj wisseuischastlichen Expedition gerüstet, die, zmmnldost in H^renj Zielen und Bestrebungen, alle in der letzten Zeit «vfoltzUnr AuS-j grabungru an WiHbigkeit übertveffen wird. Der Hügel Oph«l'in Jerusalem soll erforscht Werdas Jerusalem war ursprünglich au!f zwei Echohuu-gen evbaut,. und. die ösft'icheve von beiden heißt „Ophrl". An der Jordanfoite lftyt' daS Tal Kivron nrit der Quelle, dir i-nr alten Testarnent Gihon gvnamft wird. Aus der BNÄ MP ist m'it absolnftr^ Gemuivgkeft nicht fcst^ustelleu, was eigentlich topographisch zu bedeuten hat : ob bloß den füldLichen DeA tuÄ Hügells — an dieser Stelle sind die ge-geuwärtigen Ausgrabungen geplant —- oder aber, worauf manche Dexistelle schließen läßt, «in Bollioerk auf der BerMlppe. Gang gewiß war es ein stark beftstigler Platz, vielleicht 'die Zitadelle der Jebusäer^ von der eS in der Bibel heißt: „David erolberte die Fesftmg Ziorr,. dies ist die S aldi DavSds." Biele BDefforscher nchrnm auch an,' daß auf ,Ophel" Atvei Baulichkoiten anfgsführt waren, über die vwl gestritten Wird. Die. eim wach gcheißen „Millo" nrch exiistic-rtis nachweiZbar zu Davids Zeiten, wurde von Salomo n neu erbaut, wir wissen aber niicht ganz genau, 06 dies ein« Festung oder bloß ein FvsfturgSivall gswösc-n ist; die bMsche Benemvung der aHeren Baulichkeit ivar „Akra", ei-re wirkliche Zitadelle, die, wie Joftphus Wavms.berichtet, den wette« rvövd'ttch gelogenen Ternpvl dcrart beherrschte, daß sie schließlich aus strategischen Grürüden nicht.nur vollständig nl-cheMriffM, sondern sogar der oberste Teil des Hügels, auf denr sie erachtet ivar, g.Weift wurde. Dr. Master man,, der über die Aufgaben der geplanten AüKg'vMmgerr in der Zeitschrist des PalMne Exloralion Fund einen langen Aufsatz v-erLfftntiicht, bezeichnet ein halbes Dutzend. dlvnikler Bibefftelleu, auf. dir Via.i» Aussicht genmomemn Ansgraibungen ein Licht zu werft» bepuftir sind. Es stcht M hoffen, daß der Mauevgürtel drr JebusLor Mßgelegt und der ftstgestellt werden kann, auf dem dft HMschen Stätten Millo" und „Akva", der Pcckast Davids und die. GrÄber der Könige Judas erst standem Auf dsm Hügel ,£y$f&4'. stand ft mancher stolze Bau, auf seinen Hohen hat sich ein großes SÄck Weltgeschichte abgespielt; die blobMlleigenide«. Tvünrmer einstiger HertilWeft w.Lden so Viel zu euzählen, haben, daß die ganze geblldeft Welt gewiß M'fhorchen wird auf die Kunde hin/daß die Gche'Mn-isse deS ,/Qphel", bit' Mfthvchbe, dieses bMschen HügÄls von der Zeit der Jebusäer zur NiÄerstampflMg des 'HeÄigcn Landes durch die Römer ww. enthüllt wttden sollen. zionistisches Lanüerkomitee. Wir fordern iS«k!iche Bezirksfektionen und Gond^weri bände auf. mrt den 6 ch ed e I a b re ch nu n $ t n zu de-, ginnen. Der Erlös für die be eits verkauften Sckekait« >st ipSteftens dir so. d. obzuführen. Montag dm 12. d, 7 Lhr abends» ordentliche Vondeskom'leesihung. * Assimllantenkogik. Die Budapester antiftmitischsd. Hochschüler sind nicht cmbers geavtiet als ähre Gesiumurgsgewsft» ün Äuslairche. We,m es Zum Schnorren kommt, da wissen sie vührs<Liig §u sein. Immerzu Wvterscheiben sic sich darin von den anLeren, baß sic chve Schnorraufr-rrft nicht, auch an die Juden richten. Bor einigen Tagen erschien m Buidalpest ein solches SchirorrPla'Aa't, in welchem die Lage der Mrdapester SiiuWerenden in den grellsten Fachen geschildert ftpd u>m Beiträge M MMevung dieses ELerds gebeten wich. Dieses PMvt hat auch ein assimWa'orischer Jude gelesen uind unter dem Eindruck desselben übersendet er einem Budapester Blatt 5M Kronen mit einem Beglettschverben, in dem es unter anderem heißt: In der Msfordetiung wird jeder, der in der Lage fti, sein Schävftein sur MAdewM dieses Elends beitragen zu können, aufgöftr.ver't, rasch die helfende Hand entgegenMnstrecken. Dies war auch mein Gedanke.,Jedoch citfc hält merkwürdigerweise dieses um Hilfe stehende Plakat auch einen ftmdesMichen Mitzton. Es heißt da nämlich auch, Re. Juden und die Freimaurer ftirn schuld an' diesem Eilend und .es sei hoch an der Zeit, etwas gegen dlvse fluchwürdiges Elemente §u tun. Ich will als Jude rvicht meiner Evbittevung Msdvrrck geben, ich möchte, bloß ^bemerken, daß es Wnindest rmverminftig ist, in einer Zeit, in der man sich hilftstrcheud an die Gesellschaft wendet,^ ganze Klassen ^rssnschalten, Älch wenn diese sonst noch so verpönt wären.,. Bon meinen Freunden darüber nrlfgeklärt, daß selilst die mrs der offiziellen MGardsa-ki^ion einstießewden Summen ausschließlich für bedürftige n i ch t j ü d i f ch o Studenten, vetilvendet werden, beschloß ich, die von mir diojeitn Zweck ztMdachte Summe in zwei gleiche Teile zu teilen, und ich bitte Sie 'daher, von den beiliegenden 5000 Kronen 2600 Kronen der auf fopm besagten Plakate Unterzeichneten christlichen Studentenvereimgung, die rest-, lUfye« 2.M Kronen aber uutersdützirngsbedürstigen jüdi-, scheu Hochischülern Uckommen zu lassen/ Das ist echtst Assim'ilan-tenjlogijk, di« da glaliM, auf diese Weise den Haß de« WvachMden.ll'Ugarn M' dämpfen, zu mindern od«r gar aus der Welt zu. schcssrftn. Äe ganze S llisierung des PLMteS zeigh ja, daß es sich hier gar nicht um die Unterstützung von «oti leidenden christlichen Studenten, sondern im die Samurlung eines Aklio-lMonds gogdn die Juden und die Arbeiter hrndüt, Die christlichen S udenten, die es als ihren Benls ansehen, ,igegen di« stuchlvürdigeN Eelemenw e ivas zu tun", sieden ttn