Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1434 (9.2.1923)
- Date
- 1923-02-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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vffV MV «ett- 8 Wien, Freitag Wiener Morgenzeitung^ 9. Februar 1S8L Nr. 148« gpfc' ■ - »■■'■■■*.— "!reichen SÄd der großen arrtifemMschen Orgcmisatronen und!stnd auf oim Nnterstützmlg übechcmpt nicht angewiesen. Dieser tstrPeEuge Jude hat also, wie vor ihn schon viele ungarische lJuden, mjlt seinen 2500 Kronen Aoß den SturmforroZ der!Erwachcsrden Ungarn gefördert. * Vereinigte Äebrärsche Schulen in Wien. Am 1. d. ist in der Schule. 2«. Bez., Otbmargasse 46. em ineuer debräischer llnterrichiskurs für Erwachsene eröffnet >rvorden. Neuanmeldungen doriseldft täglich zwiscien 4 bis 8 Uhr abends. Sonntag von S bi» l2 Uhr mitlaas. t^ttr die übrigen :Erwachienen» und Kinderkurse der Schulen 2". Bei., Oihrna>» 'gaste 46. und 2. Dez., Große Mohrengasse 16, können nur jjoldje Schüler ausgenommen werden, die sierells gewisse Kenntnisse oufwetsen. 4 nfängerkurse können erst bei Anmeldung erner!größeren Anzahl non Tcklnebm-rn eröffnet werd-n. * Eine Bialik-Feier in Lemberg. Aus Lenioerg schreibt inan uns: Der hebräisch-dramatische Klub und der Verein für Mische Literatur veranstaltete jüngst im Saale des Vereines ^Jad Charuzim eine Jubiläumsfeier anläßlich des 66jährigen Geburtstages des Dichters CH. N. Bialik, die einen sehr iwürdigen Verlauf nahm. Nachdem der Vorsitzende des Vereines!Jwria Herr Siegeldie Verdienste des Jubilars um die Renaissance der hebräischen Sprache in einer hebräischen Ein- ^eitungsrcde gewürdigt hatte, rezitierte Fräulein Dr. Miriam DehlenDlfrg in ergreifender, von Talent und tiefer Auffassung zeugender Weise des Dichters „Megilat Haesch", wobei sie von der Pianistin' Graf stimmungsvoll begleitet wurde. In. geistvoller und fesselnder Weise . verstand es Dr. Geyer. Maliks ganze Persönlichkeit und Schaffenskraft dem Publikum por Arrgen zu' fuhren. Stürmischen'Beifall fanden mehrere in Palästinavertonte poetische Schöpfungen des Dichters, die jOberkantor Lwowicz vollendet zum Vorträge brachte, wobei .ihm der .Pianist Gimpel in bewährter Weise zur Seite-stand. Das - zahlreich versammelte Publikum hörte die zum Schlüsse »or: Oberkantor Lwowicz gesimger.e Hymne „Techasakna" stehend an. E - * Agudath-Äachareöim. Sämtliche ortkwdrxen Bet» häustr werdn. höslictst ersucht,, zu einer sehr dringenden Besprechung,-, welck-e am Eonn'ag den ll. d, halb 7 Ähr abends, in den Lvkaliiäten des I'sckuw Crez I:rack, §. Bez.. Prasirstratze 43, Tür!l, stattstnden wird, Delegierte zu entjer.den. * DeckoNerke Lvkomsttven. In den letzten Tagen wurden drei zur Reparatur ausrünaierke Lokomotiven, die in der Reparaturwerkstäite des Keizhaules Franz Josefs- B<rbn standen. von offenbar fachkundigen Dieben buchstäblich demoliert. Die E rolche haben mit kw'diger -Lmd werlvolle sehr maisive Mstallbistandieile, von denen en - zelne bis zu 25 Kilogramm wiegen abmonte.t und gestohlen. Me gestohlenen Bestandteile habiN einen Wert von vier Millionen Kronen. * Erdbeben ju Jugoslawien. Nach einem Bericht des Belgrader seirmographi chen §nst»!uls hält die Serie der Erdbeben nahrzü im qa-zen Staatsgebiet an. Dem Institut sind Meldungen über Erderschütterünaen am Rudnik, in Bosnien, der Lerzego uwa. Dalmatien und in der Baranya zugekommen. * Verlust «inrs LhealerMalerials. Sin Diener des Deutschen Volkslhealers hat ein vom Verlag Leopold S-ubenvoll-Fuchs entlehntes Gesamtmäleriol des Bolkssti-ckes Mein Leopold" von L'Arronge Dünstag zwischen b und 6 Ähr abends in einem Wagen der Elektrischen der 2er- oder 57er»Lime tchgen lassen,- Der ehrliche Finder wird, gebeten^ den für den Berlustiräger geradezu unersetzlichen, für jemand anderen werttosen Fund m der .Tireklionskanzlei des Deut,chen Volkstheaters jabgeben zu wollen. * Breiibart für die Philanlhropia. Serr Breitkart bat dem Rekonvaleszenten- und «indelheim Phtlanthropia eine Spende von 1,200.000 übermittelt. * Die Erhöhung der Ärankenkaffen- und Arbeils- Josenverficherungsbeilräge. Im Äinblicpe auf die für Unternehmer mehr als Ivo Prszent bellagende Erhöhung der Krankenkassenu,-d Arbeitslofenversicherurgsbrilräge, zu der sich noch eine Ethöhung der städtischen Fürsorgeabgabe gesellen soll, hat der Kauolverdsud der österrechffaM Kausmannsci aft für Freitag den l6. o. eine Versammlung aller kaufmännischen Korporationen des Bundesstaates emderuftn. der LhphÄis, spickl neben -der eigentlichen HeÄbchanbbing vor allem ihre ^eiigerechte Einileitung, dre rechtzeitige Diagnose mrd die vopbvugonlde und ergänzende Bern« rung'der Patienten ome entscheidende Rolle. Bekannruch Hai der - Stack - Abonldam'bulaivrien zur BähaMnng Ge- Wechtskranker,errich ei, von denen allerdings letzt die Hälfte wieder ayWolassen wurden; diese Ambulatorien waren re.'ne B eh andl -u n g s stellen. Um dissen Entfall in anderer Wrffe auszngleichen, geht nun die Gemeinde daran, in Wien Beratungsstellen für Geschlechtskranke ein- Aurichten. Die Beratung soll vor allem in der Feststellung der Diagnose bestehen, die mit den. beu'e bereits vollkommenen Methoden der Wissenschaft jedem die Gewißheit schasst, ob er sträng ist oder, nicht. Ist er krank, so soll der Ratsuchende auf die'Folgen 'seiner Erkrankung aufmerksam gemacht und aus die NotivendüKeit der Heilbehandlung verwi-ssen werden, diese selbst wich in den Beratungsstellen nicht durchgsfüihrt. Der XZÄneinderatsMsschuß für Wohlsahvtswesen beschloß gestern, daß zunächst unter Leftu-ng eines Facharztes eine solche'?e» ravkttFsstel'le im städtischen G esu ndh ei t samt eingerichler lverlderr soll; später sollen weitere in verschiedenen Wirken eröffnet werden. q- Der Verein für Serüalhygiene, welcher im Jrhce 1907 als akademischer Verein begründet wurde, dann aber bald seine Tätigkeit auch aus^die uibrigen Schichten der BooWecung ausdehnte,^ nimmt demnächst seine durch den Krieg unterbrochene Tätigkeit durch Veranstaltung vopulärer Vorträge^mit Lichtbildern mvd FWrnivorfnhvungen über die Verhütung der Geschlechtskrankheiten wieder auf. Diese Vorträge, werden in Wiener Ki7wrhea:ern, Vereine usw. stattfintzen. In einem vor Mbadenvn Gästen statt- Msundenen Pröbevartrag gab der Chefarzt des Vereines, Dr. Lest sch, ein Skelett dieser Vorträge; aus dem Probebortrag ist die, ernsthafte. Au-Morungsarbeit zu ersehen, welche der Be Mn 'wieder zu leisten sich anschickt. Die Bestoebungen des Vereines, der auch demnächst eine Broschüre herausaM, die unter dem Titel ,Hütet euch^ 16 kurzgefaßte Leitsätze' über die Vep^itung der Geschlechtskrankheitein enthält, verdienen völlfte Föüdemng in der gesamten Wiener- Oeffentlichkcit. *;&9titr9Ue der rumünifche« Referveostiziere. Wir wir erfahren, findet feite-s des. königlich rumänncyen MilNälätiaches eine - m i I t t S r i l ch e Kontrolle aller m Oestelrefch. sich aufhalterbe'' rumänischen Aeserveoffizlere statt. Die'e Vfffziere haben sich b!S inklusive 15. d. bei dem rumänischen Msiilärvirachö in Wien, 1. B z. Kofbürg tLeopoidinertrakt) zu melden. * Welkerberichk. Die Bewölkung hat in O fierreich ni» benommen. Bayern und Oberöllerre ch sind noch wolkenfrei. In ZOO0 Meter Löhe rst warmer Westwind eingefallen. In Frankreich regnet es. Voraussage: Meist bewdlkt, Neigung zu leichten jN-ederschlögen, Lrn,v-"itur »^he dem Nullpunkt» frische südölliiche Wmüs. Die in de« nachfolgenden Aubriken mit a bezeichn«^.« Nötige» «nd Arttbel find entgeltliche Ankündigungen <8 26 des Pretzgefehes). i Mitteilung der A. Gerngroß A.<G. In der gesiriaen S Hang des Verwallungsrales wurde als Eiichtag für die Rücherltaltung der 24. Jänner 192S ermiltelt. Die Ausfo'avng der zu Einkäufen verwendbaren Gut» scheine für die Kassenblocks vom 24. Ja. ner 1923 erfolgt, ab heute von 9 bis 12 Dr vormt aas und von 3 bis bald.6 Ithr abmds im Teppickfaal der A.'Serngrok A -G. Zur Vermeidung allzu grotzm Andranges werden d e Gutscheine für Lu, den mit Namensonfangsbuchstaden A bis L am 9. 5 M. und Uir M b's Z am 10 d. M. ausgefolgt. Auswältige Kunden können. die Gn.scheine brs 28. d. M. beheben. o Mitteilungen uns dm PubMnm. ElnlSsanq bei »*< LOUIS ROESSLER VII., Weustifig sse 119 Vereine. Vorträge und Versammlungen. Lebräischer Kl w'b, 2. Bez.. Tabo-sirafie 1. Leuie, bald 8 Ähr abend?. Bibe'leklüre. Morgen, halb 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Tortako-er über .Aklu!l- Fra en im Zionismus." -^-Verein f ü d i f ch e r A k a d e m » k e r, 2. Be^., Am Weid iS. Leuie. 7 Uhr abends. Bepiechung merkwürdiger Stellen von 5bn Lira und Romban des Wochewchflnikles. Morgen, dreiviertel 2 Ilhr nachm'ttaos, Talmud Sä iiur. Akademiker und ernhesührte Eäüs willkommen. Vortragender Rabd'uer Wundeimann. — L i t a ck d u t h, 2. Bez, Block ngujse Sv Sonntag den 1l. d., ha b 8 ll r abends. Leimabe'-d . unter MilvMkung bedeulmder Kursier sie. F-eunde der Litach» du>ff herzlWt willkommen! Alle Miletteder werden dringendst ersucht, an einem d-r nächsten Tage im Sekretariate (täglich mit Ausi'ahme von Freirag von 7 bis 9 Uw abends, Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags), zwecks Entgeaenna' me wichtiger MiUeilunoen vorzuiprechen. — B u n b a l l e r S ck a f f e n» d e n, im "eigenen Leim, 6. Bez.. Webgasie 6, Sttatzenbahnlin e 57. Jeden Montag, halb 8 Uly ab.mds, volk-wirtichostircher Vortrag mit Wech elrede Frei zugänglich. Nck si-s Thema: „Dos idea'e Wrrlscha tsprogramm-, Schrtz'tsieller Färber. — Z i v n i si i i ch e Ortsgruppen A tz g e r c d o r f, Mauer. Liesing. Morgen, halb 8 Uhr abends, m Mauer im Parkcafe Kirchengaste, erste vrden liche Generalveriammlung mit avschltetzendem Vortrag des Kerrn Gemeiadeiates D»°. Leopold Vlafchkes über ie letzten politischen Ereignisse.'' — Z. M. V. G t s k a l a. 1 Teil des Vortragszy^llis. Leute. 8 Uhr abends, im Souterrain des Cafe Prückl, 1. Bez., Eiubenring. Vortrag ■ des Lerrn Erwin Schwarz über ^Der jüdische Mittelschüler." ' T e ch n i f ch e s M ule u m. Morgen, 3 Uhr nachmittags, Fiihrrngsvortrag von Dr. INg. F. L edlacek: pEkekffochemie." Sonntag den 11. 10 Uhr vormittags, im Grotzen Lörraal Lichtvildewortrag von Lvfrat Ing. Josef Löwy: «Die elektrische ArdeilSübertrag.' V o r t r 8 a e f .ü r d i e.L e h r e r f ch a f t Wiens. Morgen, halb 5 Uhr nachmittags, im Lör aal Ul des Elektrotechni.chen Instiiules, '4. Bez., «Mausjtrabe 25. Dr. Karl Ssubner: «Licht.* Urania. Heute, i Uhr (Grotzer Saal - Shackletvns Siidpol-Expediiion. Lalv 3 Uhr (Großer Saal): Lriud Basmuffens Dolarstihrl. Laib 6 Uhr (Kleiner Saal): Dr. Friedrich K r o n s'e d e r: Der Reich-Gottes-Gedanke. V. Laib 8 Uhr (Kleiner Saa>): 3ng. E. Sch o l l mayer: Dauern- und Iägeroberglauben. 5 Uhr (Kurssäal): Prof/Dr. Walter Neuwerth: Die Frau m den Motiven Ibsens und Srnndbergs. IV. Lalb 7 Uhr (Kurssaal)': Tr. Leopold Karl Böhm: Tierische Parasiten des Menschen. IV. 8 Uhr (Äuissäo«): Dr. Gottfried Dimmer: Die. Entwicklung der modernen iheoretifchen Physik. I. Kalb 6 Uhr (Klubsaall: Ferdinand Petras: Sprechkurs. Vir. Lalb 8 Uhr (Klubfagl): Univ.» Vioj. Dr. Karl Völker: Entstehung des Christentums. IV. Zweigstelle Wiede n, 4. Vez., Mitterste g. 15. Wenn die Flocken lallen. — Salzkammergut. La«d 6 Uhr: In d^n Felswänden Tirols. 8 Uhr: Der Wiener Walzer. Unveränderter Brotpreis. Wie w'r .aus den Kreisen der Broterzeuger erfahren, bleiben die Brot- und Gebackspreifr in der kommenden Woche unverändert. . Sie Lebensmittelmarke. Die Nachfrage war auf allen Marktgebieten schwach, nur in bezug auf Fleisch hat sie sich etwas gebessert. Die Kleinharrdelspreise für alle Fleischgattuttgeu blieben unverändert, ebenso auch die Preise, für Fische, GLfUgel, Wildbret, Butter und Eier. Sie kör-nen nur in ganz geringfügigen Mengen abgesetzt werden, so daß stets große Älengen unverkauft liegen Aeikben. Auf den: Grünwaremnärkten waren die Kartvffelzu» sichren aus Niederösterreich vollkoimueu ausreichend, andere Bezugsguellen kommen augenblicklich wegen der Witterung nicht in Betracht. Bei Beginn wärmeren Wetters' kann jedoch Zufuhren aus der Tschecho-Slowakei gerechnet tverden. Besonders reichlich ist die Zufuhr von Aepfeln. Mar?-erwartet hier -unbedingt ein Sinken der Preise, .da es sonst unmöglich sein wird, die großen zur Verfügung stehenden Mengen.anäuibrin-gen. . Frau, die schon Kur Hochzeit gerüstet ist, einen kleinen DenKi gettel zu geben und sie in dir Armedes liebenden Gemahlju^' ruckzuführen. Was an innerer WahvscheinlichkeA feW, wich durch Laune und geschickt zugöspitzten Diailog wettgemacht, und auch an den usuellen pavadoxelnden Aphorismen über Frauen, Liede und Ehe fehlt es nicht. So kommt alles auf feint Rechnung und zum Schluß feiern Mann und Frmr ein neues Lieibesfest, wahrend der — gehörnte Liebhaber mit seinem Dons ex machina, denr zur -EMarvung heribeigeholten Verhältnis", albzicht. -DaS lustige Stiick findet in der Jofefftadt eine ausgezeichnet« Aufführung. Herr Jarno gibt mit mit sicherem Humor den überlegenen bemann, Nore Gregor, die zwischen den beiden Mämvern hin- und hergelschlenderte Frau, sieht reizend auS und fesselt durch ihr flotrs, natürliches Spiel, Herr Rhoden ent-, faltet als Ehekandidat wilder Willen seine treffsichere Komik. Auch Maria Wäldners Backsischstgur sei genannt. D'-e führnng erntete stürmischen Beifall. „Heiraten Sie «eine Frac"r (Lustspiel von Franz Netzler. — Theater in der Josesstadt.) Dieses dreiaiktige Lustspiel Mäueiert'. nicht Witz mit' dem obligaten Ehedreieck. Gemäß der traditionellen. Komödietv-' unwahrschemlichkeit'zwingt der Ehemann, der ,,all!cs'tveiß" und seine Frau eines im Harmlosen 'skeckentzevliebenen Seil'mstnü.Og-.' chens ohne Sffiiifjc überführt, den Haussr-Lund mit vorgehMen-em. Revolver, sich zur Heirat mit seiner bis'herigen Gattin zu ver-'. stehet Die «^»»nendich Uevergänstsfrist' Vieitt''idem' Mäu-.' 'der' »Lenchen. das liebe 5kind". (Renaissanee-Bühne. — Gisela Werbezirk.s Diese Komödie von Desider. Szomory, deutsch von Heinrich Wückmann, entstaunnt der Budapester Stückeserie „Ei»w saubere Jgmilie", an der sich übermäßig viÄe Thoaterproduzenten beteiligt haben. Frau Werbezirk gilbt die ^'.ama (vrrflossme Jsvaelitiu), deren -Tochter einen Wiener Großindustriellen heiratet (Ort der -Trauung: Karlskirche). Ihre Rolle beginnt mit einem gtverchfellerischütternden Weribezirk-Furioso: Mcmra Werbegirlk bezieht — aus Budapest anlangend — mit. drei Töchteni ein Appartement im RingstDaßenhotel. Ein Lachsturnr durchbraust das Haus^Er ist den fvll>geiÄ>en Erergnisien, aus verschiederwn Stücken der crüvähnien Serie zus-cumirnenge- Aaubst, nicht günstig. Frau Wellbez'nL muß sich nämlich später dem Chavaktevfach zuwenden, was sie bekanntlich auch außerordentlich verficht, tvenu sie nur Gelegenheit zur Entfaltung hat. Sie ist aber bloß spvvadisch zu sehen und zu hören und läßt bodauerlichcrtvei.se das Publikum mit der schlechten Komödie bange Viertelstunden allein. Weniger Autor, inshr Werbeziel! Lenchen, das liibe Kind, denn Mama beibri-ngt, tvas man alles denr „Gluck der Faniilie" zu opfern hat, spielt Anny Han, die uns fängst in Strindbergs „Vater" ungewöhnlich gefiel- DiesnnÄ war sie nicht gerade am Platz. Sonst noch recht verdient Hans Moser als sauberer Papa, Ms« F.röbel als arme Anverwandte aus der LeopoldstM, Kcmrilla Weber als hofftmngsvoller Backfisch und ' ganz besonders Aurckie Jank-Skoda als verzichtende ältest« Schwester. A. Intime Bühne. Der Pvemiorenabend im Saal des Hoteli Stephanie versammelte eine erklekliche Anzahl von Freunden der jungen Bühne, die für die gebodeue Kost lauten Danik sagten. Von den aufgeführten Einaktern hat nur „Die Lampe der Hera" annähernd literarischen Wert.Wer Autor Karl Mil sch spickte, van Frau Grete Alsbach gut unterstützt, mit großer Routine. „Der Fall Landmnger" Mort in das Repertoire der BÜdapester und ist ein widerlicher Rückfall in die sogenannte jüdische Posse. Es ist nicht nötig, »Über dieses Zeug ein kritisches Wort zu feigen. Eine Joses.Kiß-Plaquette. Der Birdapcsber jüdische Bildhauer Josef Gabor, der im vorigen Jahre über Auftrag des. jüdischen Gerne!nde eine künstlerisch ausgeführte Plaquette des amerikanischen Vertreters der Kinderfürsorge Kapitän Pedl o w hevgestellt HÄ, fertigte jetzt eine Gedenkplaqueste des vor einigen Monaten verstorbenen großen jüdisch-rmgarischerl .Dichters Josef Kitz an. Die Pester Kultusgememde beschloß,, die vorzüglich gelungene Plaquckte des Dichters für alle ihre Schulen vervielfältigen zu lassen. Einen Teil der Einnahnre hat der Künstler für die inMge des Numerus clausus im Auslände skwierenden mittellosen jüdischen Studenten bestimmt. Aus den Theatern. B u r g t h e a t e r: Morgen, halb 8 Ahr. zu »rhöhke», Preisen. „E! e k t r o“. Ti h a d c m i c t h e a 1? r: Morgen, halb 8 Uhr, zu erhöhten Preisen, „D e r K e r r V e r t e i b i a «r“. Vaimundttieat e r: Sonntag, ll Ahr vormittopr^ findet als zweite!ite»arische Matinee in dicker Spielzeit die Eist» auffüffrung des Spieles „Das bist Du* von riedrich Wolf statt. Die Inszenierung leiiet Franz Tbeodor Lsokor. K a m m e r l p i e l e: Leute und die folgenden Tage^ 7 Ubr abends, Gastipirl Leopoldme Konstantin, Arnold Korst und Laus Lackne» in «Bane o-. Atzends, 10 Ahr (Nachtvorstellung), Gasifpiel Leopoldine Konstantin und Oskar Beregi in »Dtp GorienderQualen*. NeueWienerBühne: Karl K>aus „Die letzt» Nacht" geht beute zum ersten Male als A b e n d o o t» st e l > u n g in Szene. Beginn halb 8 Uhr abends. B ü. r g e r t h e a t e r: Am 18. d., nachmittags. F e stv o r st e l 1 u n g der Operette „Fräulein S o v b e r l"i von Edmund Eysler. In den Lauprrollen Grcke Belrovus a. G., Mihi Moder-Ai-zengruber, Paul Aronegg a. G., Richard Walde» mar uud Erich Zeisl..Regie O. K. Norden. L u st f p i e l t h e a t e r: Leute, 7 Uhr abends, gelangt! die Operette „Warum geht's den» jetzt* neueiin studiert zur Aufführung. Menge Amft> und MllionengeWmfen fftü Preistreiber. ' Beim Bezirksgericht Fünfhaus stellte der Dtrafrichtrtz Oberlandesgertchtsxat Dr. N e h o d a fest, daß die P r r i S* treiberei in jüngster Zeit wieder stark übcrhcmdnehmen. Vorgestern hatte sich der Täschner Johann St. wegen Preistveibereimit einem 8 e g i t i m a t i o n s e t u p vor dem genannten Richter zu verantworten. Am 22. August halte Vit Eisenbahner Karl Stiller die Anzeige erstattet, daß chm der Angklagte ein solches Etuie, das er? dringend ^durste, unr den Preis von 3700 K. angebotey? habe.' D-r Richter fand d-ioje Kalkulation für ungevechts