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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-09 · Heft 1434 (9.2.1923) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1434 (9.2.1923)
Date
1923-02-09
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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I Kr.im Wim, Krerkvg Weyer 9. Februar 192L Sette L strittener Unterlagen. So zum Beispiel gibt der Bericht bezüglich beK Schulbesuches folgerche Ziffern^ ' I . Jüdische Schüler 17.244 (zirka' 40 Prozent), muselmanische Schüler -18.128 (zirka 42'Prozent), christliche 7431 (zirka 18 Prozent). Daß.neben der kulturellen Uebevleoenheit' die Juden aych wirtschaftlich, weit über, ihre. Ziffern ins Gewicht Men, ist selbstverständlich., Hinsichtlich der- Landwirtschaft erwähnt der Bericht zwar nur, daß die deutschen Kolonisten in Sarona und Wilhelm« durch ihre besseren Methoden und so weiter Ungefähr dreimal so viel erzielen wie die primitiv arbeitende arabische Bevölkerung,- aber -es ist kein Zweifel, daß hie Juden, auch.wenn sie an die Resultate der landwirtschafts^ewohnten deutschen Kolonisten im. grossen und ganzen.nicht heranreichen, d-ch in ihren. Methoden und Flächenertwgen ebenfalls hoch über dem Landesdurchschnitt Was andererseits die Industrie betrifft, so sind fast nur i ü dis che Untern e hm u n g e n u n d j ü d i s ch e I n i t.i a t i v e' 1 in Be r i ch t v e r z e ichne t, und dies entspricht ja auch, in einem Lande Mit so stark überwiegend der landwirtschaftlicher Betätigung der eingesessenen Bevölkerung dein von den Verhältnissen bedingten Arbeitsfelde eines MdustriogÄvp-hnlen einwandemden Elenrents. Bei den meisten statistischen Angaben, und Betrachtungen wird ein Hauptfaktor mit Stillschweigen übergangen,, nämlich die natürliche Vermehrung, die bei den Juden — hßrr wie in den, meisten, Ländern — in überraschender Meise, stärker ist als die der umgebenden Bevölkerung. Der Bericht gibt, ist..dieser' Hinsicht nur allgemeine Ziffern für die Gesamtbevölkerung, und zwar für das Jahr 1921: Sterbeziffern 16.1 per 1000 Geburten, städtisch 27,4 per 1000, ländlich 28,4 per 1000. Die Säuglingssterblichkeit wird in den Städten mit 2O9.6 und in den Dörfern mit 123,3 per 1000 Geburten angegeben. Besonders erwähnt wird, daß Jerusalem mit ferner verhältnismäßig guten Wafferversovqung bester abfchne'.det als diejenigen Städte, die in dieser Hinstöbt weniger begünstigt .sind. Sehr möglich, daß der wichtigere Faktor in Jerusalem in dem Umstand zu suchen ist, daß hier 60 Pr-zent der Bevölkerung Juden, sind. . . Rechnet man die gesamte Geburtenziffer des Landes auf 28 per 1OOO, so hätten wir einen Bevölkerungsüberschuß van zirka 12 per 1OOO, was einem guten europäischen Durchschnitt entspricht. Es ist aber anzunehmen, daß dieser Ueberschuß (wie alle obigen Ziffern derGstamtberölkeruu^) sich sehr verschieden auf die einzelnen Bevö'kerungselemente verteilt. Es ist anzunehmen, daß der jüdische Zuwachs etlva das Doppelte beträgt, wonach die übrige Bevölkerung unter, 1 Prozent aufweisen würde. , Merkwürdigerweise waren mit . dieser offiziellen Schätzung,, wöngch^M Juden .ystv zirka . 10. Prozent aüstmachen sollen, .gerade die Juden Palästinas, wie es scheint, anfänglich ganz einverstanden, und es hat gewiß sein Mißliches, gegen Ziffern üu^utreten, mit denen'beide 4n Betracht kommenden Parteien einverstanden scheinen. Aber dieses.sonderbare System hat feine Lücken. So gibt zum Beispiel.eineandere Negierungspublikation —* an einer Stelle, die gar nichts mit Politik zu tun hat, sondern nur mit einer gewissen wirtschaftlichen Frage — die Gesamtbedölkerung auf nstr 6OO.OOO. am . Und als. ^anz kürzlich HäüPw^tveEA? Der' Jüpepschaft im Lgnde daran lag,'die?^bt^ütwnrerupg derjüdischen Schuhen bei der Regierung nach dem Prozentsatz der. Bevölkerung durchzusetzen, wird auf einmal' Wie Mische Proportion auf 20 Prozent angegeben.'? . . Wenn wir nun schon vorher, nämlich auf Grund der Äörkridziffern, und derseitherigen EnttvicklunGnzu Proportionalzählen gelangt waren, hie den zuletzt genannten- „unpolitischen" Ziffern so viel mehr entsprechen als die politischen und offiziösen Statistiken,. so können wir darin nur die beste Bestätigung unserer Berechnungen erblicken. Es ist sehr leicht und liegt sehr nahe, zu politischen Zwecken hohe. Bevölkerungsquoten anzugeben, . besonders wenn die Mm-ritä-ten unbegreiflicher-weise sich das gefallen lassen. Aber wip werden längstens auf die erste - richtig durchgesührte Steuerveranlagung, in Palästina zu warten haben, mp aus der Zahl per Zensiten und aus ihren verschiedenen Steuerleistungen zu ganz anderen als den bisherigen Ergebnissen zu gelangen, und „zwar sowohl was die Volkkziffern wie auch, die ' wirtschaftliche Bedeutung .der verschiedenen Bevölkerungselemente betrifft. , Schließlich widersprechen sich auch die Regierungsziffern um volle 20 Prozent gerade 5er der Zahl des am leichtesten feststellbaren Bevölkerungselements, nämlich der Christen! ' Für diese wird in einer amtlichen Zusammenstellung von Ansang 1922, die ausdrücklich als „Zensus" pro Jänner' 1922 angesehen werden will, die Ziffer 88.049 angegeben, während sie Mach den soeben veröffentlichten Ziffern des britischen Kolönialämtes'73.028 beträgt. Die neue Ziffer ist also um mehr als 20 Prozent kleiner als die des Vorjahres, während doch eine Zunahme von annähernd 10OO. Seelen wahrscheinlicher wäre! Andererseits betragt die „offfz'e^e" Zunahme des jüdischen Elements zwischen Jäner 1922, und Jänner 1923 nur 2631 Seelen, wasmir etwa einem Viertel allein der Einwanderung dieses Jahres entspricht. - ' Das Departement für Einwanderung und Reiseverkehr gibt eine Uebersicht der Einwänderungsbcdingungen und.der verschiedenen AerderunAM, die seit Mai 1921 in dieser Hinsicht Platz gegriffen haben. Es geht daraus unter anderem hervor, daß. auch vor den neueren Beschvankun-mn die Zahl der Einwanderer weit hinter der Quote zurüchblieb, welche die Regierung der Zionistischen Organisation änheimgestellt batte. Andererseits Mt'idie.unnesa-Hve- Jdentliat der-^ Mischen imits der Einwand-rnug'' überhaupt. darauf. hervor, daß beispielsweise in den le-sten sieden Monaten des Jahves 1921 mit 1,6 Prozent Nichtjuden sich unter den Einwanderern befcvnden.' ' : . .. . .Was den Reiseverkehr betrifft,-4sö ' nennt der Bericht für 1921 eine Zahl"von - zirka 22.000 Einreisenden. Die Abreisenden zählen um 600 mehr. Unter dieser Ziffer von 22.600 sind nur 4 Prözeirt Einwanderer, die nach kurzem i .Aufenthalt im Lande wieder nach ihrer Heimat znrückgehen. j 6 Prozent' tvaren ältere Einw'-Hner, die -nach Uebersee auswandern, 3 Prozent waren Studenten, 12 Prozent Toui risten, 5 Prozent Pilger, 29 reisten in Geschäften und 41 , Prozent nannten. ,Mdere^. Gründe,. (Allein,., ngch Aegypten gingen 50 Prözentund-nach Sytien25^Prozent.) ä''i Diese Beri'ch'tszisferN i über denReiseverkehr' -zeigen deutlich, daß die Touristik und das Prlgerwesen noch lange nicht wieder den Umfang'angenommen haben, der vor dem Kriege eine so wichtige Erscheinung-im gesamten Verkehrs« und Wirtschastswesen des Landes gebildet hüt. Handelsverttagsverhand unsm mit Juso» flmie«. Belgrad, 8. Februar. (Tel. der -/,Wr. Morgenzeitung". >; Der Minister für Ae-ußeres. hat für die erste Hälfte des Harz, eine Konferenz der Fachleute der Belgrader,. Regierung und der österreichischen Regierung wegen des Abschluffes eines neuen Handelsverträge s einberusen. Besonders wichtig ist die Frage des Zolles, der auf die Grundlage eines Golddinars oder , des Goldfvanken gestellt werdest soll. . < '' Ist., Die Mlichkeiten im A. S. K. ,, Der Verband, der sozialdemokratischen Abgeordneten und Bündesräte nchhm gestern den Bericht über. die Vorkommniffe im Außerordentlichen Kablnettsvat' zur' Ktnnt^' nis. Er stellte fest, daß die^Geschästsöchnun-g, .die.' allein, die Rechte der Drinderheit verbürgt, durch den Vovsitzenden Vizekanzler Frank gebro ch e n worden ün-d -damit der Rechtsgrund der Beratüngen zerstört worden fft. Der Verband erklärt als seine Rechtsanschauung, daß einer Minderheit, die durch einen Bruch der Geschästsordmmg vergewaltigt toird, kein anderes ÄUttel zur Verfügung stcht, als der? Gewalt die G e w.a lt entgegen zu st eil ein. Der Ver-' band billigte die Haltung seiner' Vertretet im' Aüßerordesttlichen Kabinettsrat - und sprach ihnen s e i n V e rtrauen aus. Die Steuerfreiheit derNruiahisremMnstigNen ' Im Bundesrat würdegestern gegen' die Stimmen..der - Mehrbeitsparteien — die Sozialdemokraten zählten gestern , um einen Bundesrat., mebr als die Christlichsoziale'n und i Größdeutschen — beschloffen, gegen den Nationälratsbe-.! Muß betreffend die Steuerfreiheit der Reujahrsröniusterätionen keinen Einspruch . z üi e ■: h e b c n. Danach müssen also die Steuerabzüge von den Remunerationen der Angestellten diesen rückvergütet werden. Für den Bund ergibt sich ein Einnahmenentfäll vön etwa 6 M i lliarden Kronen. ' - Ein 7» MMardenÄrMt.?? L Budapest, 8. Februar. (Tel. „Wr. Mörgenzertung".^ Das Budget für das Wachste Budgetjahr wird , im -Laufe 'der nächsten Woche fertiggestellt werden. Das Destzit des Staats soll im Budget verläßlichen Meldungen zufolge 70 Milliarden Kronen betragen.' . . - - Unser Prinzip: Gut und billig 'S Siii Schiff mann nos II., Taborstraße 48 TelenliQn 47r1-73 Eli gros ln detsi! wimm Musik, Konzerte. — Ein neues Korngold-Buch. Wahrend in. der Philhannonischen Republik eine Regentenkrise ausgebr?cken> ist und die .verschiedensten Dirigenten vorzeitig ails Nachfolger Weingartners ausgerufen werden, schreitet der junge, Klemens K r a u ß ruhig feine Bahn voNvärts und der kaum dreißi-ajahnge Opernkapellmeister stcht heute .schon in der ersten Reihe der Wiener Dirigenten. In einem Symphoniekonzert leitete er Negers Mozart-Var'.atic-nen, die wie so manches Reger-Werk erst nach dem Tode ihres Schöpfers - die richtige Wertung gesttnden haben; lEe Zeit übersah man ob der stacheligen Diffonanzen die einfach klar: Erfindung, ob der überreichen Dornen die Blüten der Melodie. Mit. suggestiver Kraft wußte hier Krauß seine Musiker änzufeuern, auch nach -den virtuosen Polowetzer Tänzen Borodins und nach Ca-' sellas glanzvoll gesteigerter lebensspMender Rhapsodie „Jtalia" war der stürmische Beifall nicht nur ein Erfolg des Werkes, sondern auch feiner Dirigentenpersönlichkett. 7— Im Konzertvereiü aelangte ein Vi-oloncellokonzert von Deliuszur UvauMhrung.Der sechzigjährigeMeister,der mit den verschiedensten stilistischen und nationalen Ele-. menten vertraut ist, läßt hier schärfere Eigenart vermissen.. Das formal klare und technisch gediegene Werk entwickelt im Solopart eine dankbare, freilich. gleicharmige Virtuosität, für die Alexander B a r j a n s k y mit seinem großen runden Celloton ein vorzüglicher Interpret war. Im Vereine mit der trefflichen Pianistin Berta Jahn-Beer spielte , Barjansky Ms de-m Munustript eine Cello-Sonate von Jidebrando Pizzetti, die, destr Andenken der Gattin des Künstiers ge^veiht, in. drei .Sätzen eine eindringliche Tötenklage anstimmt..Die Empfindung ist.echt, der Aushvuck edel und. einfach, knappe.. durchsichtige Harmonie und reiche Melodik zeichnen dasWxrk; aus. Werkwüvdig, daß Pizzetji auch hier gleichwie in seinem Violinkonzert den. Einflüssen, des? gregorianischen Chorals,, unterliegt. — So strebt unsere komplizierte, .in allem .Technischen übersättigte, Musik auf verschwdenen Wegen Mm , natürlichen Ansdruck nieder Liftück. . Die Prager Liedersängerin Ändula P er i r k 0 v a, die sich beim, Salzburger Kammermusiksest vorteilhaft eingeführt hatte, zeitigte auch diesmal durch ihrenvornehmen Vortrag, der aus einer musikalischen Seele fließt und im Piano reichen Ausdrucks fähig ist, schönste Wirkung. Auf Gesänge von Debuffy und Muffargski, in deffen „jüdischem Lied" ständig wiederkchvrnde Vokalsten an den Synagogal- ' gesang erinnern, folgten neuere Gesänge von Novak ' und Foerster, ferner von . Kricka, Novotny, Vomacka: und Vycpalek, die in Wien noch nicht begannt sind. Es sind gemäßigt moderne Gesänge, die durchwegsm der Sinnlichkeit eingedqimnt sind und in der melodischen. Ausbreitung Hemmungen erfahren. Auch in der. Stilbildung, .die etwa aus Hugo Wolf/ durchaus.nicht aus Brahms, hinwestt, bi.drn sie eine Einheit. Felieie Hüni-Mihaesek schien an ihrem Liederabend nicht sonderlich disponiert. Gleichwohl fanden CorMliuS'Brautlioder eine moisterhafte Auslegung, wie sich ja überhaupt die junge Opernsän^erin mit der technischen Durchbildung nicht befnügt, sondern stets auch aus geistige Dürcharbeitung -bedacht ist. Paul Sch m edes saug, während im anstoßenden Saale Knüppel und Stmkbonlben zum Vortrage Magnus Hirschselds bic Begleitmusik machten, mit. seiner kleinen beseelten Stimme Hugo Wolf-Gesänge aus dem spanischen Liederbuch. Annie St ei n bat sich auf das Spezialgebiet der Koloratur verlegt. Mit sicherer Akrobatik.klettert ihre Stimme in die höchsten Regionen und kehrt, nur ungern in die, Milürsiche,Lage zurück, in der sich rhvem kalten Sopran EinsövmiAeft' deK Vortrages zugstellt. Auch Aland Gray ist keine berufem Konzertsüu^erin: Ihr hübsches dunkles Organ klingt in der Mittellage nicht übel,- doch.versteht sie sich aus.deutschen' Liedgesang noch ischlechter als aus di^ deu-ffche, Sprache. . | ' Vortrefflich haben die Pianisten der letzten Woche.abgstchnitten. Jan Smeterling gestaltete, frei von.jeder Könverrtion, seine inneren Gesichte, sein Chopin, vom zartcn j Düst des.französisch-polnischen Sentiments sübergoffen, war gleichwohl männlich angefaßt und. sprühte , von Leben und FpvbWit,.-ft-^Mythmft. packte, -Lick^tl mch- Schatten. waren glücklich verieiltl Lü'bka Ä o l ests a, trotz Ihrer Jugend. Line kalischen Instinkt, mit dem sie sich in den deustchen Geist von Brahms' C-Dur-Sonate einfühlte. Bei dem jungen Fräulein 'Alice R ohr wasser war Schumanns G-Moll-" Sonate in outen Händen. Pianiststch'gut Mstzebildet und musikalisch sicher, spielte sie mit jugendlicher Lebhaftigkeit. Käthe H o-r n e r - T r a v n i c e k hat sich sÄt-'dem-Vorjahre technisch entwickelt. In-ihr wirkt ein gesunder Musistinn ünd ein urwüchsiges Temperament, dem physische'Kraftproben willkormnener' sind als zarter' Klaviergesang.- Rolf Ringneß aus Christiania, ein hochwertiger, Techniker, scheint mehr-der Lyrik zugewandt. Er spielte .Impromptus ünh Etüden von Agathe Backer-Gröndahff in denen Chopins Technik und' Schumannschcr Geist'der nordischen Landschaft assimiliert sind. Die verstorbene nordische -Tondichterin hat schon vor Jahrzehnten, - als es noch keine musikalische Frauenbewegung gab, Lieder und Chorwerke geschaffen und auch ihren Sohn in der Komposition erblich belastet. — Der Violinvirtuose S. B o n d i, eiüst Konzertmeister des Wiener Konzertvereins, fand für sein sympathisches Können Anerrennung,'Eduard v. 'Zath-ureczky, der große Gelänfigkeit. besitzt, sollte auf reineren Geigen!on bedacht fern. unserer besten Piartiftipnen,. hqt sich als Chopin-Hpielerin wiedeLLalt bxMhdt. Diesmal überraschte sie durch den musi- Ein im Wiener Vermag Carl Stephen so, n erschienenes Buch über Erich Wolfgang K 0 r n g 0 l d von Dr. R. St. H o ff mann .wird allen ,Schätzern des -Tondichters willkommen sein. Debattierfreudigen Geistern wird es ebenso reichen Stoff zu Betrachtungen geben, wieder junge Korngold selbst, der als Wunderkind, als Jude und als Sohn des Kritikers schon frühzeitig von der Parteien Haß und Gunst umtobt war. Die gesährlichöu Wun-derkindjahre hat er glücklich durchmeffen, er hat ' sich 'seihen strotz aller svernöen chustkälischen Einflüsse eigenen Stil geschaffen und zuletzt in seiner Oper „Die tote Stadtt^ inplastischer Schärse' sestgelegt. So schwankt das Bild des jungen Tondichters kaum mehr in, her' .Geschichte,' der mit 23 Jahren dieses Niesenlverk vollendete, 'rein technisch eine ganz stnz'.gartige Leistulch, -. .wie, nian sie nur, in . Vergangenen Epochen Atwai bei Mendelssohil, Mozart öder Händel wi-ichersindeff und darum.chat es auch seine Berechtigung, wenn sich schmr jetzt ein ernstes Buch mit dem kaum Sechs-

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