Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1431 (6.2.1923)
- Date
- 1923-02-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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SJtflwWj SBI^ec «notgetuctttme. 6. Fsbniär 1928 M IE fmolf »Sfim — 50 StUrtc alt. Vor einigen Lagen feiert« unser Fremü» mrd Mitarbeiter «Adolf Böhm seinen füN-igste:: C‘-'•;-r,-8v*i. . Die ZionistenjtßfenV die.sich der jahoelangcN intimen Zusammenarbeit mit. Böhm zu . erfteuer haben, kennen seine Pödeutungfürdie ziomstische Theorie urüb Praxis so gut, daß -ivix. mit ruhigem Gewissen der dringenden Bitte Adolf Böhms willsabren u-.d von einer Würdigung seiner bisherigen Leistungen im Präsi- -hin« der , zionistischen Organisation Österreichs, sein/r;LLtigk«it im zionistischen MronSkomiiee, seiner vorbildlicher Arbeit für den Jüdischen Nationalsonds sowie seiner Tätigftit alszionistischer Publizist und Historiker abseheu könne». Adolf Böhm leitet gegenwärtig di« Palästina-Beilage der,-JüdM:n Rürchschau* in Berlin unt> ist tnit der Abfästuv^ eirer Broschüre für den Jüdischen- Nationalfonhs sowie anderen' zionistische« Arbeiten beschäftigt. . ' . - - :/ Bei einem Mann« wie Böhm,, der mitten in der Arbeit «Nd in der Vollkraft des Schaffens steht, will sich die Vorstellung nicht recht festsetzer», daß man es mit einem Jub.Aar Sit tun habe. Mirbenützen bloß den Anlaß, um ihn'zu beglück- Wünschen und ihm und unserer Sache lange Jahre' von Ungevnuderter SchaffenZmoglichkeit zu wünschend . - 8ft BeWkimg lÄensMihM? . Berkalkung.MrnderS diedtt- Arterien, die so* ^mannte.Arteriosklerose, wird von den rnnsten Menschen als ei» bösartiges. Nebel, eine Art Demolierung des Körpers, angeschen, die zum Zusammenbruch führen mutz. Daß dies in Wirklichkeit zumeist nicht der Fall ist, erörterte gestern der bekannte Kliniker Pvoftssör W e n ck eba ch in einem fesselnden populären Vortrage vor einem zahlreichen Publikum im Frstsaa-le der Hofburg. Er wies darauf hin, daß Kaik ein -notwendiger Bestandteil^im menschlichen Körper ist, und daß Verkalkung) das heißt Ablagerung den Kalk, keine Krankheit, sondern nur Folgezustand, einer Erkrankung; ja sogar ein Wiederherstellungsbestrehen der. Natur ist. Als Beweis hierfür ist der.Herlungsprozeß bei Lungen- und Drüsentuberkulo^e und ber illlPPensrlleMzündungen. wo. die VerMung M Verkalkung vor sich geht. Verkalkung kann also nie ein Maß für den Ernst einer KrarÄheit sein. Bei Arteriosklerose kann - nach den Ausführungen Profesior Wenckebgchs nur daun eine ungünstige Prognose gestellt werden, wenn ste Lentral,. in der Nabe des Herzens, in den 'großen Gefäßeü. oder , we^ sie in den kleinsten Gefäßen vor sich geht. Die Vrrkalkunsi in Len mittleren Gefäßen,die am leichtesten am Puls und an den Schläfen zu bemerken <st und daher viele Patienten mit Sorge um ihr Leben erfüllt, ist eigenklich wngefährlich. Verkostung ist vorwiegend eine' Alld rse'rs ch e i-»' Rung.und. ebenso wie.wir uns nichf über yrsHvaüwerden der Haare aufregen, , sollen wir uns nicht durch' die Verkalkung der Gesäße altrrkrren kaffen. Die Abnützung dLr Gefäße macht deren Stützung.erforderlich, und die erfolgt durch die Kallablagerung an den-am stärksten abgenützten Stellen. Es gibt freilich Menschen, her denen die Sklerose frühzeitig äuftritV ebenso wie es eben Menschen gibt,' die srüh altern. Schädigen gen d.r Gefäße durch schwere körperliche oder geistige Arbeit, durch Vernachlässigung der Bewegung und durch Gifte, Jnfektioskrankheiten, führen auch zu Verkalkung, die zunächst als repavatprischer natür-. kich-r Prozcß auftritt, freilich auch schlimme Formen annehmen kann. Die Mehrzahl der Menschen vergißt, freilich d<« guten Fälle, weil sie nur an hie schlechten Falle denkt. Das Leben und hie oienschliche.Natur aber muß man nehmen wie sie sind. Dir Verkalkung ist uns so gemeinsam wie das Altern. Alter aber ist gar pft ein glücklicher Lebensabschnitt für die Mew'chen. Es geht nur darum, für. einen gefunden Körper untz Geistzu - sorgen. Und das können und müssen wir frühzeitig durch Vermeidung von. Schädlichkeiten und in der Arbeit von Körper nud^Geist Maß halten. Tann ist das Alter Nnd WM ihm einhergehende Verkrllung kstn Uebel, sondern eine nützliche und erhaltende. Erscheinung der Natur. Jedem Menschen ist also gewißerwaßen ebenso wie rin gütest Alter eine g edeihNche Verkalkung zu wünschen. Reicher Beifall lohnte die interessanten Ausführungen Ves Vortragenden. a» - ' ,- Mische Hauslehrer für die Mdifchen Kinder! Dir jüdischen Studenten an den österreichischen Schulen sind wahrlich nicht auf Rosen gebettet/Ihre wirtschaftliche Lage ist. eine sehr schwierige, und was von den völkischen Hetzern getan wird, um dem jüdischen Studenten das Studium zu verleiden und unmöglich zu Machen^ dafür gibt die . „Nuincrus cl<msus"-Bc4vogung an den östorverchlfchen Hochschulen beredtes Zeugnis. Und doch finden gerade in den Wiener Familien noch immer antisemitische Studenten, iSrtPPlfNien und Lchrer als Hausl^M Verwendung. Die ijü^ischrn Eltern -nehmen eben, ohnesichÄel Gedanken $ machen, die Instruktoren auf, woW ihnen Vvn der Schuld empfohlen werden, wenn sie erfahren, daß ihr Sohn, schwer vorwwckslommt: Die jüdischen Eltern vergessen, baß gerade der Mische Student, der so häufig nMevLlle Nck leidet, aus dir Erteilung von Lektionen sicheranMvieftntsft/und sicher Wird er bei der nächsten Demonstration gegen die Jüdm nicht mittun. Das sollten die jüdischen Ntetri sich chor Ältzsen haktest und da^rl wenn sie für ihre Kinder JnstM toren brauchen, womöglich di« Empfehlung Mischer Att» ftrilltoeen verlangen^ Mh jüdische HquSlchM HaM Lchiye^''^-WHe'- MbstvchestänttzljchkeU Muß drtvW Werden well< iMok^e von GedaWksnloWeft gat A i gelassen Wird. 7 - '' ' ’1 ' L >N JEDEM HAUSHALT IST 6AS BEWÄHRTE i '' ■ ^öo^.BEin es' rnr; aus kokosnüssc: schaffen gegegen, so daß' jetzt endlich, die schon länD.in Gr»> Wägung gezogene AuSwelsurg Hanussons als -tastigerj AuSläud«Nzur Tatsache gÄvorden ist. , - ' ' ' - Hanüssen-stgnd schon zweimal wegen Betruges i«j gerichtlicher AntersuchuNg. Maßgebend für - den AusweisMgS^ beschluß war eS auch, daß «sich Hanüssen bei seinen Vorführun-l g-n eine gröbliche Täuschung .des Pu-blikumsi. zuschulden kommen« ließ. . - Sine ErÄbeSenkataftrotihe auf den Sandwich Mein. ' Londe«, 5. Februar. (Reuter.) Die. Blatter melden ausj PÄv-Vork; Ein hef igeS Erdbeben hat auf den- Sandwich-! Inseln große Derwüstimgen angerich-et. Eine 'Springflut der-> heerl« gleichzeit.ig dl« Küsten. 'Häuser und Drücken wurden! tpeggrrisser^ Zwei Stad« sind teilweise zerstört. Di« Zahl der, Lpfer sicht noch nicht fest. ^Alle Verbindungen mit "Samoa, sin-d. abgeschnitten. " -. N : - ‘ ' Der Vustan Lassen m Kalifomien ist. in Tätigkeit. vnserer lieben 8ebvester,SekvZ8erln derv-Tante ürünleiü BEBTA BIRdCS (Zabie) gratulieren w i r h e r z l i c h s t anlässlich »hrer yerlobnnF tnit He»rn NATHAN PQ PP® R (Zahle) Erna, Bernhard und Heini Jäger Wien, hn FArtar >92 . in sllen sssndön §t>umpkniecker1sge Heinrich Breflmann, I OpeYngasse Nr’. 14 JKa BMnnnif Sf. %nmeft V! Erlaube mir meinen werten Gästen, Freunde« ^utid Bekannten mitzuleilen, dass ich das ffsfa Bernard« >öf. VII. Kaiserstrasse IIJ, au f lasse und mit heutigem Tage das . W’4A* »«ZK «« üsl äs»**«’- 99 Ich;werde hestfebt sein ^sMeS Ä's eTn soi'dei, hör*. 1 gerlidlies Famil'ehcaÜ zu fuhren Und meinen wertinV -Gästen durch Vmbrc chufre vorzöglicher Getränke und Speisen bestens enteegenzut<ommen. Um zahJreic;.en Zuspruch bittet m . «SQU ICK^SliR tCafiüer. LS ch»ck«WllW» ASFa»«NS"ij mU o ataa r ck^ Bis » mjU* Mh geöffr.ellM Eingang I., Jasomirgottstrasse 2, Mezz.im t iib* loKäl der Z|ö- ■ nistischen Bezirksselüion I, tlgllth 8. Uhr abends V Tfefponkt der Wiener Zlonlstein/ 9er Kongreß der Wischrn Lrenünngrorthodoxie. Der geschäf Sführende Ausschuß'der AgndaS Jisroel. hat bsschlossim de« Korbch der Aguda aus den-16. August d. I. nach W i e n einzuberujen. . _ . Hochwnffer. ' Graz,*L. Febritar. Wegen der Schweschmelze ist daS gcmzkf Ta! zwischen N iId er - O e>b l a r n, und pe b l a r n über-- schwemmt. Der Eisenba!?ndaimM würde auf einer kurzen, Strecke untenwaschen, waS - eine mehrstündig« V e r-l kehrsunterbre chung verursachte. - ' - - In der. Nacht ans Samstag ging am Lahnsattel zwischen Frein und Mariazell eine Lawine nieder, die'. die. Wohnhütte eines Holstnechtes samt s^nsasien verschüttete. Die< Frau und ein Kind drs Holzknechtes wurden getötet, ders Mann und drei Kinder noch lebend aus den Schneemaffenjhervorgozogen. ~ : ArmeuWe SyrichwSrter. In der engli'chen Zeitschrift „Eontemporäch" bringt die Armenierin Zabell E. Äoyagiam eiüe Auswahl amüsanter Sprichwörter und Anekdoten, die im armenisch-en Volk im Umlauf sind. Mir gebe» hier die bezeichnendste wieder,' aus denest der" orientalische Charakter dieser Bolkssprüche üm stärksten ersichtlich ist: - „Mas nützt es mir, daß die Welt groß ist, wenn mehr, Schuh mich drückt?" — „Der Freund betrachtet dein Ge-s sicht, der Feind deine Füße." „Ern Narr wirft einen Stein in einen Bnrsinen upd vierzig Weise können' ihn' nicht Herausholen." — „Als man einem Wolf das Evangelium vorlas, schrie dieser: ,Beeil dich, denn inzwischen geht mir die Herde weg!'"„Heute ein Ei Ist mir lieber, als mowen eine Henne// -—„Wenn Gott das Herz eines armen Mannes erfreuen will, läßt er ihn seinen Esel der-! li^ren und dann wiederfindtzn." i— „Der Onkel eines! ^Knaben, teffe» Donnnnd er war/ Pflegte dem Jungen schel-!" tend zuzuruftn: Mus dir wich NiemalsMin Mäyschl^Dre! Jahre vergingen und der Neffe'wurde Ministerpräsident^ Als er eines Tages höhnisch seinen Onkel an ferne Prophe-' zeihung erinnerte, antwortete chm der Alte: „Ich habe dir/ mein Junge, niemals gesagt, daß aus dir kein Mimsterpräsident werden wich. Ich sagte dir, daß aus dir nie ein Mensch werden wird, -und das ist eingetreten.'" — „Ern armenischer Bauer versprach dem lieben Gott, wen» sein krankes Weib gesund wird,'sein Pferd zu verkaufen undl für den ErM Weihkerzen anzuschafftn. Das Weib wurde! gesund und der Bauer vergaß sein Gelübde. Als er eines! Tages sein Pferd verkaufen Ivollte, erwachten in chm Ge-! wissensbisie, Er .fuhr in -die Stadt mit dem'Pferd und! einer Katze. Auf dem Markte sprach, ihn ein Kauflust'gev! an. ,Mas kostet dein Pferd?' — ,Zwei Rubel!' — ,Jch! kaufe es.' -- »Aber-ich verkaufe das Pferd nicht/ ohne btei Katze.' — »Und was kostet die Katze?' — ,Zweihundert^ Rubel.' ~ Das Geschäft wurde geschlossen, der Bauer! kaufte für den Erlös des Pftrdes, das heißt, für zwerj Rnbes die Kerzen, die er dem lieben Gott.versprochen hatte.> und be-hielt sich die zweihundert Rubel für. die Katze." Cm.1 Hanuffen kontra ArMart. Rech'satr.oält^Dr. Kröhn Äs Vertreter des „Eisenkönigs" Diegnund PresitbaxtschrM'unS: »Herr Sichmund Bvertdart. ift nicht mehr gewillt, mbt Herrn Hanufsen LrtzentMe weiter m Kontakt zu-treten. Wenn jedoch töe. Dkektwn des Apollo-Theaters/ die sich in einer Zuschrift an die Wiener DageSölät'er für. die Reell'ität der Leistungen Marba^ FarraS verbürgte, die Herausforderung Hamrsiers au Herrn Dveltbart i m e i g e n e n^N a m e n äufnrmmt und. dje auSgesetzten Beträge depcüi>:rt, wird mein Kliertt fein Material, mit welchem er alltäglich in NoNacher arb.'iiet, Mar.ha Fä rr.a zur Verfügung sbellen und sämtliche übrigen Punkte der ihm gestelllon 'BcdiugUNgcr/ erfüllen, wobei^' selbstverständ-' sich Herr Breitbart jede BerMMsrlmrg'für das Leben und die Msündheü'-Marha FarraS 'Eelhnk. - Eegetbenenfalls. . wird - H^r Brettbart, auch wenn Ben Tiber es ablehot, "bie Herausfordetung Hanüssens an MWÄrt' aüfzuMmen, vor Gericht 'und gex-ichtbich beeideten Sachverständigen der». Ärwei^- für die Reellität seiner Proiduklion erbringen." / '''' '■'!!; ■ ' ■ . ' '■ ' . "'.'S ' ' . ' /- - ÄuSweisnng HamtfseM../ ' ' Gär Älepath Dm ^ffe«' DHMchj Mit/ dein iMüköitig'^Bbeithdtt bstr'LlWliKeS Aufsehen' ervcgftn, wurdetzestevn mittags' M' P-o l't) e i d i r.e k dN vorgelaM, wv '-chm^eröfftietwurde, -daß ^dbe PoÜzeibehödd« seine- Ä u S-» am S O« st er t e/t chMchloW hatzel HanWn, ., der^nntseinem bürgerlichen^ Namen1 HcMann Stejw M-ÜPihLr hßißt ruck'.auS7Proßrnitz.-,swmmt,'.- .Hat.' dev 'pßßi* Polizei und anderm^e^rben schön' pEdirhoft zu Der WeraMlrieg der srlmzSftschrn wted MMirrwalinW. ... Der fraP§3:'.che Ml.t'sier für öffen'lrchen Unterricht Leon B e r a t d richtete vor einiger Zart an die ihm unl.erstehond?n öffentlichen Lehranstalten ein Nundschreiben, in welchem di«' AnstaltSdirektoren eingelodcn werden, gegen den Esperanto- '.»«'erricht Stellung zu nehmen, die Lehrsäle für den Efperanwu.t erricht zu verweigern. Dr.'ics Rundschreiben entfesselte «inen, förmlichen Kriog zwisch'n dem-Urterrichtsminister und den Anyängeru -des' Esperant--», der. fchtteßlich ^dazu führte, - daß die L i g a d e r M e n s ch e n r c ch t e, gestützt auf einen Beschluß der Pariser Handelskammer, wc.cher die Wichtigkeit des Esperanto für den tniern-ationÄen -Verkehr fesisMt, dem 'Unte-rrich.s-' minister, eine scharfe Pro.'es!note un'erbreitete.- Aus der Antwort des Un'errich!smiinistcr -geht hervor, daß der Beweggrund des Ministers, wie inallen Wideren Mtwr-ul, nationaler 'Chauvinismus war. Er fuhrt Ms.-düß die EsperantoÄerelN«- in-feindseliger Meise gegen die französische Spracheankämpftn; dies sei ganz besonders beim letzten in ernattonalen Espevanw«' kongreß zulaM geltetrn. .Deshalbmüsse et gegen ble Verbreitung des Esperanto Stellung nehmen. Hingegen gebe er gerne zu,, daß die Franzosen, d-e. Weltsprachen vernachlässigen und er ziehe es vor, daß die Franzosen einige fremde Sprachen erlernen^.statt sich-durch die esperan'Msche Propaganda der Gefahr der Entnationalisierung , auszusetzen. . Keren Katemeth.l'Fsrqet (Wischer«Mnttii v ©«ftaßdi,;ben 7?d.' Ulp 6 Uhr 16 Min. fi dek e i S.l tz-liF g , 8,e-r jLi'a n.-d--e.s komm 'rss i j kn;' statt» dliügen in (ktstnerung, baß bei Ausstellung von D t p l o m e ü