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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-05 · Heft 1430 (5.2.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1430 (5.2.1923)
Date
1923-02-05
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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■sy - «MV Wien, Nöntag r aus. Hierbei entlud sich sein Gewehr, wodurch ein Mädchen getötet und ein anderes leicht verlvundet lvurde. Soldaten hinderten den Korporal, Selbstmord zu begehen. Die. Militärbehörden drückten den betroffenen Familien beäv<-gt ihr Beileid ans/ Sie werden ihnen.auch, Hilfe auge- : Leihen lassen und die BvgrSblli-MA/Eleig«ssem tragess. Düsseldorf, Z. Februar. (Äol^' Gestern schoß siss! französischer Korporal in der Vorhalle deS Bahnhofes BW ohne Anlaß in eine Anzahl Kinder Meüi,woM ein Kinh schwer, ein anderes leicht verWt'lvordenist.- DaS' schwer verleg Kind ist kürz darauf gestorben.-Der Kommandant der Besatzmrgstruppen erklärte, der Korpora! würde vor ein Kiegsgericht gestellt werden. Gleichzeitig bot er den Giern des getöteten Kindes 100.000 Papiermark als EutschZdigung an. Der Regierungspräsident hat den Be-' satzMgsbehorden gegenüber darauf hingewiesen, daß dieses Mm* unz-hörtz fei. SAchMinMyn. Gffett, «. FoSruar. <D»!ff.) Heute um 7 Uhr SS Mi- «ntsn abends kam es in Essen zu Schießereien. Nach komnmnsstifchen Versammlungen zogen starke Gruppen nach dxm Bahnhof, vor dem sich eine große Menge ansammelte. OhwoK diefranzösischen Posten durch die Polizei vollkommen fern-gehalten wurden, brachten sie doch ein Maschinen-, gewehr m Stellung und gaben vnrige Maschiuengetvehr« und Gewehrschüsse ab. Soweit bisher festgestellt werden konnte, sind Menschen nicht verletzt worden. Bundeskanzler öeivel Wer seiue Pariser Reise. Me>^ 5. Fehruar. Bunderkanzser Dr. Seipel, her gestern aus Paris zurückgekehrt ist-, empfing einen Vertreter der Amtlichen Nachrichtenstelle, dem er unter anderem fotzende Erklärungen übermitteltet - . Uiy[tt Besuch in Paris galt ausschließlich den Sitzungen des' Völkerbundes. Die Befestigung des Vertrauens auf unsere Zuumst im Zülslande war das erste und wichtigste, was.Uns diese Tagung des Völkerbundes bringen sollte. Natürlich haben wir uns damit nicht begnügt. Die. .Pavifer Tage galten zugleich auch denunmittelbaren Vor-, bereitungeu für d'.e Aufnahme der Ausländsanleihe. Dadurch, daß d'.e auf die Garantie für Oesterreich bezüglichen GesetzeLvarlagerr in der Schweiz, in Belgien uttb Spanien parlamentarisch noch nicht erlcdtzt sind, und daß die Niederlande und die' nordischen Staaten noch nicht endgültig der Uabernahme eines Teiles der; Garantie zugeftimmt haben, fiub nämlich derzeit einige Prozente der künftigen .Anleihe noch.nicht durch Stüatsgarantien geheckt. Dies ' hat für dir große Anleihe an sich nicht viel zu bedeuten, da die lOOprozentige Garantie ja doch in Kürze erreicht sein wird: Ta wir ' aber im Sinne des in Genf auf-gestellten StzstsmL sofort ein« kleinere kurzfristige Anleihe di? nichts anderes als einen ersten Teil der' großen Aulerhe da r st > aufnehmen wollen, mvchte für diesen Ts.lf die BÄldeckMi schon jetzt öereithestellt werden. Es ist dadurch geschehen, daß die' vier HaupchFranten: Frankreich, Eng'änd, Italien und die Dschecho-Dlrpxlkei, den noch ausständigen Rest , der Gar<kntie av-f ihren Teil übernommen haben. Keine gev'n-ge Sars'e bereiteten uns selbstverständlich Dennoch haben wir asten Grund zur Annahme, daß die für unsso dringliche Kreditäktion dessenungeachtet erfotz- -rvich durchgefuhrt werden kann. Bon großer Bedeullmg waren für uns auch die Er- Llärungeu der ^Vertreter der Tschecho-Slvwakei, Italiens, Frankreichs und.Großbritanniens, daß sie bereir sind, dem vou^rvus an sie gevichteten Appell fotzend, sofort in Han- . de^vertragsverchandlmMneinzutreten. 's i Bmtdesminrster Dt. Grünb r sagte unter anderem: Wir kehren f r o he.ll M u t e s. zu unseren zahlreichen, msin der Heimat bevorstehenden Arbeiten zurück, -voll überzengh daß die Pariser BerhandlunÄen, in vieler Hinsicht dazu beitragen iyerden, den leider inVOestervsich noch immer wert verbreiteten-Pessimismus -zu bekämpfen und dem österreichischen Volke rckue Zuversicht und die Hoffnung auf.besser« Tage zu eröffnen .! KMe KrawM i« MgMftrrt. Anläß LH -er ÄnwesenheiL LudenLorffs. K!agests»rt, 4. Februar. General Luden- _ prff traf gestern zu einer Tagung des deutschnationale« Baüernbulldes hier ein. Seine Arrkunftp die von den demschnationalen „Freien Stimmen^ der Bevölkerung ruitgeteilt wurde, veranlaßie g r o ß e D e m o nst r a t i o n c n f ü r und ge genLudendor f f . Als der Geneigl beim Bahnböf ein Auto bestieg, wurde der Wagen von, Hunderten von Arbeitern/ umringt, jbie in Rufe wie: „N i e d e r m it b e m M affenm ü r de r! N i e d e r mit d"e m B l ytgeneral!*. auSbrachrn. Die. Deutschnationalin bereiteten dagegen Zndendmff stürmische Ova tio nen. Am Abend fand m .den Musikiölen eine gpoße Kundgebung, statt, bei ^er auch Lilbendorff wrach. Die Axbeiterschast versuchte mit Gew alt-in den Saal zu dringen. Aus der Straße kam eSzu schweren^ uf a m m en stützen zwischen S o z i a k d e m o k r a t e n und Heim w ehr.e n, wobei mri S t.ö che.n.aufeinander jp s g es ch.l e n wurde. Gendarm rie und städtischer Sicherheitswach^ gelang es Wiener Morgenzeitttns. erst nach zwei Stundet die RiD Mherherzustellen. Bei 8. Februar 1928 den Zusammenstößen/ würde And' ssdösiere- Anzahl v o n P e r s o n e n mehr oder, minder' schwer verletzt. L Meute nachmittags wiederholten sich die fuf«U» m e-tt st 5 ß ^. namentlich in der Umßebnng des ötelS »Sltzsek, 'wo?./LudHdvrff .wohnte DK WrbAttt frürien r „Fort m kt ch« ch 'Ät ö r d er^t e « e a^l! o r 1 W.i t ß e m H <i t e n kJ e n z l e r---die DWchnatiönase.n erwlderten. mit Nusen, wie:- „Gote /-AuMn.hj'bvnl *® ö«ft>aiH und ähnttchkü AnsdrüM^ An^verschiedenen Stellen der Stadt-.kM es zu Schlägereien/ wobei es abermals eine Anzahl von Verl-etzten gab. So -pakttitt. 5ds BttbSltnir : 10.000 abich 1 Goldkrone bei der ZwangkEhe lo --ü nnMesi/ -o^W je 10(00 Jf. am rt. gönner noch rieht gezabllen Rückstandes 1 ßtrlöhron? |u zahlen ist und zwar zur jeweillgen Pmilät für Iollzahlungen. Geaenwörtig vedeut.t d'rs daher einen ^Lrrrzenllgm At'fschlaä. Arnold B. 'Wmn Sie sich, erst 198? IklWn'dig gtmocht. haben " und .lük dieses Iabr iinen ^iwechssikueriah von.7ü'.oe0 Ä. vovae ckrieden erkieste», -o ftrilf S e überhaupt mckl zwang§onlech''psl chllg, cdcU für die im 8 ihr« - IP22 ensstandeney ^nterntz MNoen /in Sah . von Mindek'ens lboo o K. Vorä s ehüng der Änl rhevsiich't ist — Familie ' Für Zeinen dreiköpfigen Hausha't dslrä it die.Ein* ktzmmtnfieutr von. rinem Emkommeii von 16,<,'00.000 $i. im 8ahre , 22 : 576.00' K. S euer und Ve''ennjms sind bis 3l/Mörz fülliq. •**. K. IR» 1 ist Besitzer vvli 15S ,strn. die das Eigentum . schon vor dem 1. Jänner 1917 erworben haben/ bestör't dre Zwanasonleihe das;4?ofndj* ’ der für 1922 vorge* ichriehmen SauszinSsteu^r. Jedoch sind d)e Z chlung-termine noch -nicht feligeseht. Eie haben aüch'vorlaüsig keine. Da'oriiisrung. .m fürchten. — Zion, Vitt.' Solange das-Gesuch ntdit ifi. sind S'e vom Auischlaa bestell. Doch müssen Sie den Aück». siand spaieslens 4 Wochen nach' Zustellung der Erledigung dezih'en. .-Gohatt. Eie daber die Steuer vom ganzen Gm* kommen, einschließlich der D'ens bezüge w b. rechnen, doch können S'e naitütich von dem Stelle: b.'trdg .oa« adlle en. as der. L ierstgeder schon f»7r Sie gezahlt hat. Die-vollständige Aueicheidinung der Dt nt bezüg; aus der Bemessüngsgruhdlage galt! n .r sür da» 3a.,r 19Lt. / Zehn Drnfnvtenfflscher vor demSchwursericht. - Der Fäll sineS großen BarllMenMschrpttntvrnehmeiis beschäftigt heute und movgen das Schwurgericht unter fern Vorsitz des Hofrat-es Dr., Ho-tter. Nicht weniger als zchn Pevsoyen fiitfb der PerfäMMg öffentlicher KrSditpapiere als Haupttäter, MitschuÄige ,und - Teilnehmer/ angeklagt.. Die Seel« des Undernehnens iwren nach, der Anklageschrift der - -33Mrige. -Lilhoyra-Ph . Emil P <t l m e nnd der . Wjahrige S eindrucker Ferdinand Vogel, die schon vorher. Meisterstücke in FaHisiüaten geleistet hatten und in den von der rstestceichischen Staatsarm>a!l-lschasi angeAagten, Fällenmit Hllfe tw« einer ganzen Reihe.galizischer- Flüchtling oben im Betzrifsi wäcen^'- ösierr'eichifche!MltM. KronenMo^. .und'. ischecho-flowNische NokeEinr' Rerm-Werte -von 2v Kronen um einen Ge-som'Übetrag -von rrrnd 40 Millionen österreichischer Kronen Herstellen und E ißerkchr zü bringen, als die Behörde sinschritt und ihre, hochsliegeniden,, - verbrechierifchssn Pläne zum Scheitern brachte. ' - Es war im August vorigen Jahres, als -in Wien und an verschirdenen Orten in Oesterreichfalsche" Fünfzigtausenider. auiftauchten. Sie waren auf - Velinpapier aus phowchenrifchs-n Wege herx<stellt, und zwar unter Anwendung vollendeter technischer Hilfsmittel. Die ficiüerhaften Anstreryungen der PolizeidireÄion führten zur Fest'lellung, daß eine Fälscher» bassde von^zch« Köpfen ihr.. Unwesen -tveilbe,' hie beM s 190 Stück -der Falsifikate in Um'lairf gebracht, hatte, während sie mindestens 800 bis 1100 Stück, erzeugt habenmußte. Die Spuren der Erhebungen führten nach Leoben, wo der Lilhograph Emil Palnra und der S eindrucker Fe^dirunÄ» Vogel eine lithographische Anstalt gepachtet hatten- und in Posell-- schaft der Gelie-bten des Vogeil,- der' 25jährigen Priva en Marie Maxl^ einer geschiedenen, aus Graz starnmentzm Frau, ..sich als Bon knoten fälsch er etabliert hatten. Man fand dort auch die Lordereitungen für die Herstellung. fÄscher. tschechischer Banknoten. Bon Palma wurde alSMo in Erfahrung gebrach', daß er schpn in den Jahren 1919^ und 1920 gemeinsam mit -dmr Steindrucker Fuchs in BerliN-N-euköln falsch Banknoten zu 20 und 50 Mark nachgemacht und etwa 35.000 Stück vLransglÄ»t habe. Ein Teil dr.ser Fälschungen war so gelungen, daß die deutsche ReichSbank sich entschloß, die gutAlÄuibigen Eriwevber zu'entschädigen. Nach Mitteilung, der deulschen Behörde gibt es in der Geschichte der deutschen Bank^ notenfä-lschung kein zweites Unternähmen, daß cm UanfaNg und Gofährlichstit den von Palma.«nib-tzuchS-hevübtell'-FAfchungkN an die Pcll« gestellt werden -könnte. - ' i! .-Zwei Jahr<lang konnten die beiden Fälscher irnenHeckt arbeiten. Palnra gelang es Ml RpvopKer 1920, aus' Deutschland zu'flüchten und er wird wegen des dort werüibten VevbvecheNs von -Oesterreich, ausgeliefert werden./ Im Jahre 1931' käm er nach-Wien,' lernte hier die aus Czernowitz stammende Private Cilli Czaczkes kennen, die ihm nach seiner Angabe schon danvals den Byrschläg machte, österreichische Fünfzigtausendkronennoten zu<Mchen, wpbei sie sich erbötig gemacht hat, bei dem Bertrich der Falsifikate mit Hilfe Ihrer Bekannten mitzuwirkem Am j. März 1922 wurde dann die litogtaphijche Anstalt in Leoben .gepachtet pnd die-CMzk.es Md. ihr Petter, der Haudelsange? stcllte Lev Eisenstein-, aus -Sniaihn, streckten' dem Patzm 500.000 K. zum Ankauf . von Banknotelivapier und Farben nsw, vor.' Palma zog nun döu Vogel ins Vertrauen ltWb man begann mm mkt der 'erstell Herstellüng von ' falschen FüMiigjaufendlwy-rttnote»,. >hßten "erste Mzüge voll der CzaeMd'' nicht genügend gel-ungrn beanständet wurden. Die^nag sage aber scheint den Ansprüchen dos-Konsortiums' haben. - . v';.r^.- , ' ' ' i Durch BermiMUntz.-.Eisensteins kMfte der Tarnopvlet Kaufmann Ttt^.p-«»H^Pkate. um 40 Millionen Nenniwech^j itddepl er sichvon 10 Prozent diefcS Wertch wt. eigene» Gelds HerppHtct. Dabet machte «r dem Eisenstein her . Vorschlag» lieber.-tsMchische Noten Herstellen M lassen, bst. bcsseri atzusetzey ll^M,als österreichische, tvoranf tatsächliÄ i niil der Hcrstchirngllschechischer Roten begonnen wurde. . / . Die' Anklage schildert nun den verbrecherischen Antell deii s übrigen Personen an der Bewertung der Falsisikäie. Nclbei» - Palma, Vogel, Wöaxl, C-zaezkes, Eisenstein/Eitron sind noch arv gesagt: der 44H.ÄV.E MWer.Citron»'. .'der -MAhrige'Mllfe'^ ' mann Krwll, der S7jäh»H"-Ledenwarenerzollger Salsmon Nrühh bäuer und-der 23jährige Kaufmann D.imon Jakob.Selinger. BeS. dem Vertrieb der-Fälschungen hat -insbosondere derange> Nagte Knoll eine Hauptrolle gespielt. Er brachte n. a. Neun Mil< Nonen in Falsifikaten in einemmit Doppelboden vers.heness. Koffer nach Budapest ünd wechselte sie dort,im Bmikhans Map,, - kus Galandauer gegen ungarisches Geld sin und hat- Wiederbolt' solche Schmuggeleien nach Ungarn untratmitmtn.* Die Aussage', bohösde .legt ihm auch.das - Berhvechen der Derle-u-mdnng zur. Last, weil er kurz vorher sein Haus in Wien mn 17,5 Millionen Kronen verkauft tzatte.ürid, um den Verdacht von'sich abzullenken^ daß er falsche Banknoten -verausgabe, die falsche'Beschuldi-Allug^ gegen, die Hauskänifer Äamel Löwensteln und Joachim Rösing.. blum erhob, daß sie den Kaufpreis mit "falschen Noten oezahtt ' . hätten. Auf^Grund seiner Angabe wurde NckstU'bämn und Löwenstein verhaftet, bis sich heraü.sstellte, welches^ 'gMssenwise Ddanöver Knoll hier angeführt «hat. Gegen Knöll liegt siibritzens^ auch die Beschuldigung vor, nn Jahve 1920 in, Ägrmu einen - Betrag von 147.000 jugoslawischen Kronen veruntreut zu haben, weshalb,eiu Auslieferungsverfahrcuseitens des Auslandes mit der österreichischen Negierung >ge>führt wird. ♦ irrt von Dr. San:! Beer. Ueb.rTuberkuloseansteckung. , Noch immer, ist es viel zu lvenig bekannt, daß die strft ausschließliche Art der Tuberkuloseuberträgung die der sogerrannten Tröpfchenansteckung ist. Beim Sprechen, Sin« gen, Husten oder Räuspenr werden feinste unsichtbuw^ Tröpfchen vo-rl Mund und Nase in dre Umgebung ver^ stoeut. En-chaltcrr solche Tröpfchen kraatknulchend-e Keime," wie Tuberkelbazillerr, so werden sie von den in der Nähe ' brflnvlichek ' Peq'vnen' Ängeatmet oder inditekt -erst im Woge der Berstaübng in die Almungswege aufgenpmmen^ - Nur selten gelingt^eS so überzeugende Beobachtungen über diese AnsteckungSart zu stimm rln, wie sie der bekannko Gvazer Kinderarzt Pröfessor Hamburger, der frühirr rrtz ' Wi-en gewirkt ^f, gpmacht/ und worübe'r .er ill der -medhzmischew FachpreM bÄch-el hat. - - Professor Hümburger beobachtete zuerst eine Tubers f ruloftansieckunss seines ältesten. 14jährigen SohneS, 'wah» reich die übrigen Geschwister von der Krankhüt verschont blieben, was er durch' wiederholte Tuberkulinproben nach-' weisen konnte. Diese Probe wird in der Weise Vurchgr-- führt, daß mit einem Jmpfbohrer ein Tropfen flüssigess Dubevkuliüs auf eine^ Hautstelle, gewöhnlich des Unterarmes, Ängrrieben wird, wowach eine Reaktion in Form!' einer Rötung o^r Knötchenbildung an dieser Stelle ent-, steht, wenn das betreffende Individuum mit Tuberkel-, hazillen einmal infiziert wurde. Je älter der Wdensch wird^ - umj'o öfter ist die Reaktion Posiüv, das heißt, ist die Tuber- - kuloseinftktion häufiger. Durch von Kindheit auf in bestimmten Zeiträumen wiederholt« derartige Untersuchun«,. gen kann man den Beginn der Tuberkuloseempfindlichkeits . und damit die Wahrscheinlichkeit der Infektion -feststelleich Fünf Monate nach der Erkrankung . des Aeltestess - waren die anderen Kinder noch auf Tuberkuloseimpfung unempfindlich. Plötzlich erkrankten von den vier übrigen! Kindern drei innerhalb von zwei Tagen an einem leichten - BindÄhautkatarch. Während^sich bei einem Kinde, ein« - langer dauernde "kuötrnartige Entzündung am Hornhaut-, - rande einstettte, t^eman mit Tuberkuloseinfektion gemeinig-, lich in Zusammenhang bringt, heilte der Augmkatarrh beiden oill'd°:ren.rv.sch ab./Das älteste zwölfjährige Mädchen i blieb ohne jche Krankheilserscheinungen, doch zeigten alle ' vier Kinder — auch das gesunde Mädchen -f jetzt eine posil'we Hautveaktion auf TuberLulinirnPfung. 'Somit war'. evident, daß sich alle . Kinder etwa' füpf bis. sechs Wochen! ' vorher gleichzeitig rnfitzievt hatten/ Die Quelle per Infektion blieb, zuerst ungeklärt, bis ' sich hchausstellt:, daß das Dienstmädchen, Vus seit zwei! : Jahren int.Hause weilte, sich seit einigen 'Wochen nicht" mehr wohl fühle und huste. Eine gründliche Untersuchung des Mädchens ergab eine - fortgeschrittene Lungenerkmu- . kung. Die Untersuchung des Auswurfes ließ .die typischen \ Tuberkelbazillen auffinden. - Sonnt war die Person im Hause gefunden^ von der ' die Infektion der Kinder ausging.; ' .Die Kinder, die. in den Großstädten -Wien und Gmz gelebt haben, viel hevumgekyMmen sind» blieben, also trotz - >V:r sonst vielfachen Jnfektionsgelegenheiten gesund, wie die wiederholten Tuberkulinüntersuchungen ergaben. Die Ansteckung erfolgte erst durch die nähere Berührung und durch, - den Umgangs mit dem .Bazillen aushustenden Dienstmädchen.' UnlvahrscheinÜch ist die Infektion der KiMr durch H., TaborstrafJs 48 Tvlephon 47»I,7S En jgp©* Bit detail IJnsfr Prinzip;

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