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Wiener Morgenzeitung · 1923-02-01 · Heft 1426 (1.2.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1426 (1.2.1923)
Date
1923-02-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr,14S6 Men, DoffnerStag Wiener MorgenzeitunL 1. Februar 1923 Seite & Ble kmliIrllW der.Bandnnd lilzgnfalirlk 6. m. b. H. Wien, II. Untere Augartenstr. 5 — Tel. 4 ' »2 MM ZU dtu.. WWlm Eingang I., Jaso. mirgottstrasse 2, Mezz , im I' Inblolal der Zionistischen Bezirkssektton i» täglich 8 Uhr abends togBM Treffpnnkt dar Wiener Zionisten« * Tierärzlttche PhysikarszirLfunasordnung. Das V.-ck.-B» vom 1. d vertantbart eins De ordnuna des Blindes-» Ministeriums für Land- :u d Forsiwirti-i aft betreffen'» die Prüf>-ng der Tierärzte zur Erlangung einer blendenden Anstellung im öffenlli.'en Veterinär d.ensl bei den staatlichen Behörden. * Verhaftung eines angebttche« rufsifchsn 0&fr-rea in Brrüapefl. Sn Bueap ft wurde, wie der diesigen <Vo-izsi° dirclrlion mitgeletit wirs, der angebliche ruff-iche Oberst Oltckn Milan .iionftanjin Gras K v t i u s z k v verhastet Jam wird eine Bell e von gewirinsüchllger Be'bre «n noch ew esen. Urber s ine Pe:,en ist getzeimwsvokes D> nke! neb'eilet und man nimmt an, bas; sem Gra en i-el ebenso falsch ist wie seine Behauxt.ing, daft er rvsllschir Obers! reweftn und wegen d-r Bv - schewilien geflüchtet sell Cor Busse de auplet, in Podiebrad in d.-r Ti-, echo.Slrwak-'i geboren und auch berechtigt zu sein, den Namen eines .Grasen Ä a u n i tz". zu führen* 1 * Die BücherlolZeris der Misrrer Presse. Für die Biiü erloUsr'e der Wiener. Presse zeiai sich «in reges Snlrreffe m der Oesientlichkeit. Das e-nnaatti-e Ilnlem-Hmen bietet beste - Gelegenheit, m den Besitz guter Bücher gegen geringen Einsatz?u getan eu Von Verlagsbuchhandlun en sind dem Unternehmen wer'volle Bi'ul er zugewe-.det werden. iMe zu je 1000 Ä. das Stück sind durch die .< anzle' dr>r Organisalinn der W'ener Vrene lWcn, l. Bez.. Elisabethsliatze 9) zu beziehen. Wieöervekänsrrn wird ein Nachlaß von 2-» Proz nt gewähr!. * T-rrkirhr des Ort<?n!expreftzAges über den Arlberg und Sir Schwerz. Für de Dauer der Verkehr sunlerbttchung .ms den Linien der d-uk'chen Rc-ici sbatwen nird der Orient- ^vrehzug b>s auf weileres über d<e Schweiz und den Arlberg »Poris—Müh'hausen—Ba-el- Zürich—Bucks rrnd Bruck) ver- K.'bren, Er w-rd bei gleicher Afal lt von Paris am Montag, Don-e-st-'g und Samstag um 6 Uhr 50 Min. in Wren-Wsslbahnhvf ankon-men und von Wirn-Vsibaynhof um 9 Uh'' nach Budapest und Bukarest adaeh.n. Sn der 6'e ennckluog ble'bl de Fahrorönung und tw DutzehrStage drs Orientexpreszzuges m üc-r Strrcke Bukarest—Budapest—Wien - SaiZdurg unverändert. Von Salzburg tr tro dieser Zug über den Artberg und die Schweiz nach Paris wellergelerie«, woselbst er am darauffolgendem Tage tun etwa 21 lihr emlrifft. * NurUichek WetterSerschk. Die östlichen Te le. Oesterreichs hatte» gellem iriit) müferpen Frost» j.e'ienweise schne ie es. W er, halle noch einen sonn'gen Morgen. Im Laule des Vormittags süneite es ziemlich reichlich. Mittags brachte das Einsehen lebhaften Wesiw'iideS Tmrwe-'ter. Voraussage: DeränSerlicho Bev.lüerung, wiid, lebhafter Westwind. »V-T-WSES Sie in de» nuchivigenöen Aubrinoa mit o l-ezsichnele« Rvlizsrr uni» Arltüsl find entgeltliche AuKünSi»' gimgeu (§ 26 des Preftgefehes). Me LÄeosmkÜekmSMe. Auf dem Nafchmarkt war der Garttterwaren-markt Hestern; ettvaS schwacher -eschickt als in den Vortagen, doch lhervschte! nirgends Mangel. Aus Nie-derösterreich waren S&artoffefai Huge- - führt worden, deren Engrospreis sich Heute arrf 600 bis 700 St. per Kilogramm stellt«. Niederösterreichische Kipfler Wlve-rten mit 2600 St AuS Italien waren größere Sendungen von Karfiol ängekommen, deren Preis sich!e nach Anzahl der Stücke und nach Größe richtet. Eine Steige Karfiol mit 27 Stück kostale im Großhandel 70-0M K., > eine solche mit 15 Stück 55.000 bis 60.000 K. Sluf . dem C^norft sind steirische und oiberöst-erreich':.sche. Aepfel zu Haiden, deren Preis je nach Qualität schr verschieden ist. Steirische Wir'schafts-- äpfel st ellten sich im GMßhvridÄ «mf 800 bis 1000 K., 'bessere Qna'li'äten <ms 1600 bis 1400 K.» Krummstieläpfel aus 1600 bis 1800 K., oiborösterrielchische auf 700 bis 1000 K. Per Kilo- Hvarrmt. Amch Orangen aus Italien -waren' in größerer: Mengen eml'retwsifen. Bcho^nders awß ist das Angelbot von Butter "as erfrau-- licher-weise eiw leicht« Entspannung der eise xur Follpe hat. Besonders mindere Qualitäten sind iau Preise schr zurÄckaegan-gen. da.das PrrÄMrm hauptsächlich nach Teebutter fragt. NicLerösterreichissh.' Butter und andere mindere QirMtäten mühten heute um 40.000 K. und auch darunter losge« schlagen werden, währevb für bessere Qualitäten 50.000 bis 50.000 K. gefordert wurd-nr. Brivgenländische Butter kostete 48.000 St, für Primate»bittter wurden sogar Preise von 62.000 bis 66.000 St per Kilogramm gefordert. Daß M dieser: Preisen der Absatz nur sehr gering ist, ist leicht begreiflich. Kalkeier waren mit 1600 bis 1550 K. per Stück angefchvkibrn, frische -ungarische Eier koste-en p<r Stück 1750 bis 1900 Ä., bürgenländische 1800 bis 1900 K. Im allgsmeine-n waren kein« wLservtlichen Preiisveranderungen zu verzeichnen, der Verkchr hielt sich überall in -bvschai» denen Grenzen. In der Grohmarkühalle toar der Verkehr etwas leibhafter. Mit Rücksicht <mf die Erhöbirn^en auf den: Schweme-markt orwartet nran e-in. Anziehen der Schwemcfleifchpreise, vorläufig blieben die Preise für alle Sorten unverändert. 'Aus dem Fischlnar-kt haben sich ang eblich wegen der Preisechöhungen in Deuischland Seelachs und Kabelsau um 1000 K. per Kilo-gttnrrm verteuert. * c-evftfkjjv, gut UN» mistnerf» bei der ^Avr-see". Neu erösfete F'lialen: 5. Bez., Wiedurr Kaup.strafte 140. 6. Bez.. Kollergerngaffe 6. a * (Bin ganzes Stück Bettzeug» wetf; ober sLrblg, zür 2 5Sc5.tcn üULreichsnÄ IW.AiO K.» ein fertiges Lsin- Weih» 2 Metes lang, 23.620 K.» im EwrLhmten Warsrrhnns Karl Nothols» 2. Bez.» Larfnttefr.a'ns2S. _ o SJei'elite, Tertrüge UAd Sersammlimgerr Iugendverein Älhawaih Zion. Keule. t Hör cbe'f’b«, in» Cafä Roser be>g. S. Bez., Glockengaffe 83, Ätus chu-'. Samstag den 3. d., uu Lokal. 2. Bez.. Kiews Zufahrksiratze 16»*, Limntesa -Assar Fe'er mit Lichtdi drrvvltrag Sr. Tar!ak> wer. -7- Bund a t l e r Sch a s s e n d e n. mt eigenen £iim. 6. BcZ-, Wrbgasse 6 Stroftr, bohalmre 57. S'eden Moi'wg, halb 8 1il)r abends, volkswtrl'ä'asllicher Vvkkrag mit Wechreirede. Frei zugänglich. Nächstes Thema: „Die Wrrtschasl, wie ste ist und wie sie fein soll*. Schrislstell'r Färber. — Zionistische Sektion XVl/X H. Keule, 8 Uhr abend-, in: Keim. 8. Bez., Bennoplatz 1. Chamefch-Assare er. — I e i r e M : s r a ch i, 2. Äez., Praters!: atze 43/1 l. Äeule. 7 Uhr abends, Keb-ustchnsängerkurs ' Es wird demntrl.st ein Meiler Keb'äisch-An'l.ngcrkuiS, ebenso ein Kebrätsa)- Fortgeschrilter'cr.iurs beginnen. 2lnmeiüungen Montag. Mit woch rmd Donnerstag von 7 bis 9 U. r abends. — Ä e b r ä i s ch e Schule der B«.z:rke XU/XV, Keule, präzise 7 Uhr abends, Elnwethunasieiir des neuen Schuf oktales tLinfprache Kerr Obkrradbmer Dr. Chase s). , anschliel-'.end Mich ba chanah t'ilano'.h. 15. Bez., Kerulohgasse 21. —Volkst h e a i e r >° R e d v u 1 e. Die zugunsten der Persionsanstall der Äii glieder des Deutsche« Vockslheale-s am 10. 0.. flaNsmöend' N Redorrte. sür die die 'charierre» n'd Bastronwgen nahezu vergriffen sind, begwut um 9 Uhr. Damen ausschlicft ich in Domino odc-e Abendkleid mit Larve und Doyünokvpsputz und .Herren im tjraür und weijzer Birrde, Maskenkostüme avsolur un° lästig. Urania, .^eule. 8 Ubr (Grofter Saal): Einstsinsche De'aiiviiätslhk0lie. b Uhr lKu>ssaa ): Dir. So es N e n n: a : r: Eues Deutsch. V. Halb 6 Uhr iKleiner Saal): Dr. Anton Becker: Die Umgebung von Wien. II. 1 alv 6 Uhr (Klub- |ucil : Prof. Richard Wtckenhauser: Die Symphonien Beeshovw?, VI. Kalb 7 Uhr (>. ur-laal): Dr. S»;>. Franz Krynes: Die SlektrizNol im Koushalt, Ge erde, Ludustrie und Landwirlschast, U. Salb 8 Uhr (tLrotzer Saal : Wsthe'm K 1:! > ch : /-..ilerer Abend Kalb 3 Uhr (Kleiner Saal). Dr. Rodert Keine-Gelüern: Ei"e Aetle durch B rma und die Schanstäolen Kalb 8 Uhr (Klubsaa ): Dichter der Neuzeit. IX. Annie MütterCasar Flqtschlen. 8 Uhr (Kurssaol): Sno. C. S ch e r b a u m : Tie tpewi> nung und Der'lbeikung des 'Ersens, ll. — U r a n i a . B Ü ch e r st u b e: van 8 Uhr früh bis 1 Uhr millags und von 2 Uhr nachinttlags bis « Uhr abmds n-tzffn'-t. lkvauts, in seiner Not, daß er dem teuren Kinde geschadet halbe« könnte.' Da halte er etwas von der Evschübdernng des Frmw, men an sich, der vor seinem Gott Buße int... Ja, «r hak nvitge-dichtet an Fri-c-manns Amüsierstnck. tw Q'''>N'ch-H Schildkraut. ■I* Generalprobe zu Oskar Bockdieners ^Renegaten" im Deutschen Volks heat^r. Cmige l^en-er: des Stückes spiellen a-n der galizischen Ostgrenze im Hans« eines Rabbiners. Lachhaft, wie Schauspieler, Statisten, Regisseur« den Salzgrres in dir; Gegend von Koilomea vevlegen. Mitten in dieser Gruppe Rn-, dolf SchildErant, unter La-rven die einzig fühlende Brust. Die Kmr:pars«ri« paß-t Kt: ihm wie etwa er in eine Schnhpla' ilerszen« paffen würde. Im Zwischenakt kommt er verFweiseli zu mir. Jeder Mirne, meint er, inüsse doch auch Komödiant fein können. Aber in dieser unmöglichen Umgebung einen inbrünstig frommen Rebvn §u spielen — das gehe über die Hutschmrr. Er nahm sich vor, bis zur ersten V-orstellung seine Mitspioler einzeln vorzunehan-on, um wenigstens ausznurerzen, was zum Himmel schreit. Es gelang ihm nicht bis zun: nächsten Abend, aber dafür gelang es ihm, seine Umgebung zu vergessen. Unver-gleichbich war er bei dieser letzten Begegnung aus der: Brettern. * Auf der Kmolemwand. Wem vowrr-thalten blieb, den Re» zitawr der Bibel Hörer: und der: Büihuen'knnsrler RirdoLf Schildkraut, kann ihn doch noch sehen. Etwa in dem Film „Der Shplcck von Krakau". Da bleibt der überragende Gestalter ostjüdischen W-esons und Schicksals wunderbar erhalten. Sein Erb; heißt Paul Baratvw. O. A. Stun muß nmu wohl daran glauben, daß Rudolf Schild-- IxaM uns Verlassen hat. Ich will einige Erinnerungen ar:einanderreihen. Er hat uns ja AugeMicke geschenkt, die beim leisen Anruf sich alle wieder einMlen und uns lebendig umstehen. * Größter, mwergeMichster Eindruck: Rudolf SchiMrau-t, di« Bibel lesend. Das war im Musiövereinssaal und er sprach^ zunächst S ellen anS dem Propheten. Keine mystische Verzückung, keine askÄische Fiöbevglut. Bveit, knorrig stand'der- Prophet vor der Menge des Volkes, sprach auf sie ein mit wuchtiger Kraft, wi« ein BauernPrMger, mit herzerquickender Einfachheit. Grmckgütig, da er der M«lM das Sündenregister Vorhalt und es mit dem- Ä rafgericht bwroht. Di« Bibel der Hebräer hat m:s SchildLraut gegeben» der östliche Bolljude, dem die großen Gefühle zu eigen lvcwen, und dem daher wcsenssreind war, worüber m:r Menschen mit kleinem Gefühl verfügen: «Sentnnentalität. Und wie erlebt« man die BDvl, als er die prachtvoll knappe, dramatisch beweg'« Erzählung ,ans den Apokryphen von Schvschcmah und Daniel in seiner vollsaftigen, urwüchsigen Art wiederrrzahlt«. 4- Seine Gestaltungen auf der Bül>lre: Wir sahen chn unter anderem in der Konrödie „Der Schatz" von David PinM, zu beif«« ersten enthusiastischen Berehrerr: übrigens Sä)iMraur in feiner Berliner Zeit gehörte Er gab den Totengräber Chone, dein die Juden des S:ädtchor:s arg zusetze::, den in ihrer Sucht nach dem Golde toll gewordene BurgerÄeut«, ' HeiratZtzeruMler, Gemeiirdovorsteher, Wohltätigveitsveroin« und Bruderschaften überlaufen. Und man muß diese vstjüdische Dolkstype des ungeschlach en, wortkargen, gruudblederen Totengräbers gesehen haben, um zu begreifen, daß sic einen: Rudolf SchiMraut zeitlebens unvergeßlich bleibt. Dann begegneten wir ihm ernmail, da er zum Mitarbeiter eines Stückes wurde. Er gab den al-te-n Vater in Friodmanns ,^Dr. Stieglitz". Herr Sowk, sein Vorgänger in dieser Rolle, war -trefflich, aber er war ein ganz anderer. Starks Papa Stieglitz kam aus Pohlitz oder Boslowitz, hat sich aus dem Leben in der mährischen oder böhmischen Kehillr die Einfachheit, den gowisse-n Kahäk-Despotismus urrd mit Kratzlbüvstigi-eit verhüllt« Güte mitgebr-ach. sich aber sonst dem .Kai-Jargon ci-ge'beu. (Nicht nur sprachlich.) Schildkrauts Papa Stieg-- ilitz aber war aus dem Csten nach Wien gekommen. Etwa aus der Stanislauer Gegend: Dort gibt es Meierlei Typen jüdischer Bürger. Zevbrochiu« Moschkos, Vorzinnnerj^cheu, und nöben ihnen Breitschul «dige, Mefenhafl«, die auch ln der Großstadt echt farbig bleiben, und weit bessere Figur machen, -als der durch das deutsch« Kasino dnrchgegangrne „Mährische". Bon solcher Art war Schildkrauis Papa Stieglitz und deshalb scho-n äußerlich keine Karikatur. Trug keine roten. PulÄvänner zum speckigen Frack, sonder-', seinen braven traditionellen SabÜa brateuvock, reizte nicht di« LachinuLkeln mi-t mrmöglicher Krawatte und heraushängende« Schrchlaschen und sorgt«, bei würdiger Luß»wer Erscheinung durch Hünmr fiir weniger heftige, aber warme Heiterkeit. Und plötzlich wendet« er die Figur des komischer- Men ins Tragische. Da er mit Leredten:/Schweigest die Wohnung des Sbhrres verließ, sah man den Gegensatz „zwei Gevevalionen" so ergreifend verkörpert» daß die Szme wer er wirkte, nicht nur bei der Vorstellung, als im Verlauf der HaM-un'g die Angelegenheit längst wieder heiler geworden war, sondern auch jetzt noch, in der Erinne- . rung. Noch hellte steht er vor mir, der M« Stie-alitz SchiL- Burglbealer: Morgen. 2 Uhr nachmüiags. auü^ Jahres- und Stammsik-^donnement. «Anna K a r s n i n anach Toll-or von Edmond iVroift. D-est Dorstelll'nq ist zualeich die 75. seil Aufnahme des Stückes m den Spieiplan des Burg. (3'». Zä ner 1^08.) Kalb 8 Ahr abends, zu erhöhten f reisen, die Tragödie 1 e b 1 r a" von Sugo von 'fmannsthat. — Dienstag 7 L'r, zu erhöhten Preff-n. ..Cyrano von Bergers t*, — Mittwoch, hold 8 Ubr. Plektra". A k a d e m i e t b e a 1 e r: Morgen, 3 Ahr nackm'tkaqs. «DieFrauvon vrerzig Lahre n". Kalb 8 Uhr öden s, zu er^ö!>ien Preisen, der SckwanK „DerBidli'ot h e K a r* von G. v. Moser.' - Miltmoch, halb 8 Uhr, „D : i Frau von vierzig Jahren". V 0! k s 0 p e:: Leute ,D e r Z i g e n n e r b s r 0 n^, Deutickes Vvlksthealer: Morgen. 2 Uhr nachmittags. Neprvys Poffe »D er Ze r r i s ie n r-. — Sams» tag. 7 Uhr, Urauff chrung des fünjaktiLen Schauspiels ,D e r D a m p 11“ von Laus Müller. D a i m u n d-»T h e a t e r: Leute zum letzten Mal« .Die Weber". — Die am 6 Februar stattfindende Erstaufführung des Schausp'e'es „Das Bergwerk" ffl dis Festoorst.mmg der iozialdemokrotischm Kw ststelle zur Feier der tausendsten Arbeiter-Voiftellung in sämil chen Staats- und P ivaiq Ihealern W:ens feil November 1919. Karten hiezu an Len Kaffen 'des Raimnud-Theaters. — Die für Samstag nachmittags von dem Dilettanlenveretn KerobÜhne geplant, Vvlsrellung wurde auf den 17. Februar verschoben. Die gelösten Karten behalten GüttigÄnt. Benaissanrebüßne: Wegen Erkrankung des Lerrn Lorff heule, 7 ll"r. .Der Werwolfmü Claur Walls»sin u:d Lugen Sensen. Lustspielkheater: Mornen findet d'e 5-V Auf. führmg der Operette .M : k D 1 a u b a r 1" m-i M^i Frell hard, Dckwr Flenüna, Ernst Lübner, OUo Rueff. statt. Jeder Be ucher dieser Vorst-llung erhält emen Ksavterauszug und eirs Textbuch zur Erimterung. Die resltichen Latten an den Tages« kaffen. __ j AefioorsteNuain der Neuen Wiener Bühne. Zuounflen des Btindeninitttuts Lohe Warte veransioitet der KumatulSre Klub Llavigo am 3. d., 3 Uhr, in der Neuen Wiener Bühne im Fesloorstellung. Nach einem von Professor Altmann (Direktor des Blindeninstiluisj oettahten von Maria E i s gesprochenen Prolog gelangt das Dolksiiück »Das > i e & c i\ zur Aufführung. Karten bei den Digerkaff'N d"r A-n-n W'ener Bühne. l Komponist Raphael Moor hat einig« seiner TondichtrmA'ir dem Hohen Kommissär von Palästina, Sir Herbert Samuels gewid-lnct. Dem in Wien-. lebenden Komponisten ist nun folgendes Schreiben zug<ckmnmen: „Geehrter Herr'. Ich erlsielt durch die Zionistische Exeknt-ive in Palästma eine Anzahl von Ihnen komponierter und mir gugeeiigitelet Gesänge über Palästina u;Ä verwandte Themen. Ich danke Ihnen für die FreundUchteit, mit der Sie mir diese Gesänge übersandten, und bitte Sie, den Ausdruck meiner Wertschätzung des Geistes entZegenzunehmen, von welchen: Sie bei ihrer Widmung gesellet rorrvden. HochachrungÄ)o3 Herbert Samuel." Eine hebräisch dichtend» Ruffin. Der gewesene Redakteur ' der hebräischer: Tageszeitung „H asm an", Benzien K atz, I veröffentlicht im New-Aorker „Morgcnjounnal" interessame \ Mitteilungen über eine Russin, die in den letzten Jahren lue» i‘ rarifdj wertvolle hebräische Gedichte veröffentlicht hat. 'j Vor einiger Zeit erschien m der Sammelschrist des Stybel-! Verlages „Hatkufah", eme Sannnlmrg von Gedichten, die von ei:ver gelwiffen E l t j ch c w a gezeichnet Ware«. Die meisten der Leser nahnrer: an, daß hinter diesen: Pseudonym ein neuer hebräischer Dichter stecke. Nun teil: Katz mit, das; Fwu Cti-- i schewa eine gebürtige Russin sei und ihr eigentlicher \ Name Zirk 0 wa laute. Ihre Ellen: sind echte Russen und waren Buchhändler in Rasan. Bis zum Kriegsausbruch habe Frau Zirkowa nie einen Juden zu schon bekommen. Erst mit Kriegsausbruch lcr-rtte sic znnr erstenmal Juden kennen und äußerte den Wunsch, die hebräisch« Spracl-e zu erlernen. Ir« kurzer Zeit hatte sie sich bereits die hebräische Sprache in dem Maße angeoigM, daß sie inder Lage war, die Erzählungen der bekannten Schriftsteller' Schofnrann und Brenner ürs Russische zu übersetzen. Allmählich begann sie aus ftemden Sprache:: ir-s Hebräische zu übersetzen. Noch während des Krieges schickte sie der ftthographierten hobräischen Sammel-» lü.rift „DinrdmnttN" chre ersten Gedichte in hebräischer Sprache, t tc sie mit dem Pseudonym Etischewa zeichnete. Kurz darauf, erschienen ihre ersten Dicktunam in der „.Hatrufth". Gegen-> 587257 0682

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