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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-24 · Heft 1418 (24.1.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1418 (24.1.1923)
Date
1923-01-24
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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ee8e | gitti, amtt^ yraf Llsorki — Woiwode vou Lemberg? I Lemberg, 22. Jänner. (Tel. der „WienerMvrgenzettung")!D)e hiesig« „Gazetta Poranna" meldetaus Warschau, daß m den nächste« Tagen der gegenwärtige polnische Gesandt« in , Wien Graf Lasocki -um Woiwoden von Lemberg ernannt werde» soll. MudsN Wer die FMnstage. Pmis, SS. Jänner. (Tel. der Men« Morgsnzeiwng".) DaS hiesige welches eine Reche von Artikeln »wer die Judewfvago in Polen veröffentlicht, ertthält auch et» Interview mit dem gewesenen StaatsprÄ-denten P i l sudski Mer die Judenfrage- Pilsudsii nrrmt das jüdische Problem «ine QuÄmrtnr des Kreises. Er suche seit langem eine Lösung und glaubte schon oft sie gefunden zu haben,- schließlich müßte « Erkennen, daß das Problem nach wie vor ungelöst fei. Bor Hunderaen von Jahren bildeten die Juden eint Elftel der GosÄn-dbehAkernng in Wien. Sie lebten in Eintracht mit den Pole« und die Zahl der assimilierten Inden wuchs von Jahr zu IM. Aber seit der. Zeit, in der der Ukas der. zaristischen Regierung Tausend« von russischen Juden nach -Pole« hmMerbvachw, bD>rn sie den sechsten Teil der GeSamWÄöWeWNg. Er fvagr sich immer, wie man eurer Konzentrierung Sw Juden auf polnischMk G-Änete Vorbeugen kvE, um' svlnehr, -als die Juden ei« BÄ? sind, WÄches mit den PoLn koMrrriert. Möses Interview ist ein charakteristisches- Beispiel, - wie :tve»«^ die polnische Intelligenz m der Beurieiluntz der Judensftage gelernt hat. s .' > > Sie Nozwoi'SM. Warstha«, 2S. Jqr»nor. (Tel. der „Wiener Morgen^itung".) Der Böffevat hat di« Aufncchme der „Nationalen Donk", welche die RoSvoj-Orgaustation' sinanziert, veriweigert. - Ae lMÜsemMfche Hetze an Hw Schule«. i Warschau, 23.. Jänner. (I. E. B.) Der Deren» polnischer ,-^hrer in Lütz überreiche dem SchulSuratormm em MemosrarÄum, Hit welchem ersucht wird, -die in-den..polnischen-Schule« dertMen, di« Schuljugend vechetzendon Plakate -des R ozwo.j Amtlich zu derbre terr.-Das Schulluratorimn gab darauf--!hin «ine Verordn-uirg an die Direktoren der Mittelschulen 'hexaus, rn welcher diese ersucht 'werden,. jeden Versuch der Schüler, antisüd-isch« Exzess« :px str ran gieren, Mevgisch zu unterdrücke»:. ' ' Kürwouilmm der Wischm Abgearduete«. ttlenet Mor-enIettmrch. - - kcmmenerveicht sein.' Det^Besitz von Äk-ffukeines Distrstts, in welchem die Araber die Minderheit Hilden, die Türken rtnd Kurden aber die Mehrheit, ist für Uns unerläßlich. Was die Kapitulationen betrifft, , so hat dis türkifcho Ratio» alldie schrecklichen,Leidru der Letzten Jahre, doch nur deshalb ertragen, um endlich eine in de- Wortes buchstäb'ichem Sinne unabhängige Nation, zu werden? Deshalb' ist ihre Fordenrng, daß die KäpAWi-nen endgültig verschwinden müssen, eine natürliche urch gerechte. Die Kapitulationen sind heute eine veraltete Konvention, ein historischer Anachromsnmsvnd stellen ein ungerechtes Rozttne dar. MinLand der Welt würde ein Ähnliches System, dulde»: oder ^förderni Man war der Weisung, daß Pie Kstpitülat'wnen den Händel der Alliierten sichrrstellen werden. Diese Auffaffnng ist durchaus falsch. Dex internationale Handel und Warenaustausch ist auf gogenseitiH-S Vertrau«-» gegründet. Wie wollen Nun die Müertsn atm-chnierr, daß unter' dem Regime der Kaflitusäticnen ein solches Vertrauen im türkischen Volke . entstehe?, Wr /habennunmehr,.. schloß T^vfik Bei seine s ErklänMd, unter völliger Aufgabe dieser undenLöaren Vertragsklauseln den Äeg zu Abkpmnwn :i auf breitere« GrrMlage zwischen Wr: MM mtp den , übrigen Völkentgebahnt und d:e größte»: PeÄfPektiven gegen das moderne Rußland geöffnet. ' ‘ 4 * M sürlschrr Nrüest. Lausanne, 23. Jänner. (Schweizrrffche Depeschen- Agrntur.)' Die shrisch-Mästinensische xTstlegatton hat gegen, die Erklärung Jsmet Paschas Protest eingelegt. . wonach die türkische Grenze gegen Syrien bereits durch den türkifch-sranzösischen Vertrag von Angora endgültig beft'mmtt sei und demzufolge auf der Friedenskonferenz' .in Lausanne nicht mehr zur Sprache.komm::: brauchte. Die Delegation erklärt, daß ein Vertrag über Syrien zwischen der Türkei und Frankreich von den Syriern nicht { anerkcnmt werden könne, da die syrische Bevölkerung, di? das französische Völkerbun d m a n d «i f n i ch t anerkenne, nicht gefragt worden sei. Her Frkedr«»«ert?as ffir die Türkei. . Lausanne, 23. Jänner. (Schweizerische Depeschen- Agentur.)- Der von den Alliierten ausgearbeiteie Friedens- Vertragsentwurf soll der türkischen Delegation am nächsten Montag überreicht werden. Die Türken hatten drei Tage Zeit, sich darüber auszusprechen. Varschchr, S. Jämrer. <TÄ. der ^r.?Movge»rzsUUntz*.) Me «Wäsche« jÄhffchdn ASgeordneteN SS*?;Rei ch, 'Doswr Jnsler W» Dr. Sommerst«in imerpellietten den MsenbrchiMÄrP« in Avgelegeichett' der Medevauftrahme von ykraimschen EiseMchrBsamten. Die AWoddyetea Frostig W -Sö»MMstei«z hoben aöernrÄS « -der SchrnkerchräM ' tzsrm. Mnifter - für- BokksgeprnSchokt interveniert. DaS GeMLhMsMrnsterim«: Wirte, daß es berettL/a» sämtliche MMMcheN Woiwo^chasten, Jnftruklionm erE HoSe, in denen geßöchert toabm, bei den SchenSekn RÄnrse gegen dir Nü»- scheidmrgen der WoÄvodfchaftsLcmmttBo-rreN erttgegeiHmvchmen und disftKe« sosovt an das Ministerium trätet zn leite». Diese MMff« haben eine cruffchrödende^ Drrknng «Nd die rrkn» Menden Schercksr könrren 'Lrtzdnschen ihre SchcmklÄÄe offen hÄte». -^ Hk MmwtzWmr vm, Polen voch N«M>. Warschau, 23. Järmer. (I. L. B.) Räch Mrtteiknngen der ^MneriLcmrstheu Äonstckate in Poleu fft-Ä« MvwanderAngSquott aus Pole« für die BrreinDen Staaten für dief-eS Jcchr (Juki MS bis I«» rS2g) gänzlich <mSgHM» ßa Saß keine xmtn jWnuffevrsa mrhr erteilt werden. - ». " W... MMMW * 9Ki(pEi{tHulitt§ ilf ♦ Die Agvrmer „Rixee bringt m ihrer Nummer Wm d. oine Wiener Korrefponbenz, in der die ganz erjlSgene Beharchtnng «u^eftellt wird, daß Pie ,-Wiener MongenzertUNg^ den BudaWster Horthy-?5hirS unters stütze und Jugoslawien angreist. Wir brauchen Nicht diese MPPrsche Lüge zu wideÄvgen, bst unser Kampfftändpunkt gegen das Möiäerregime in An-Amr ällWmein hekamrt iß. Es ist aber notwendig, zu konsiatieren, daß der Menet Korrespondent der „Rijee" bewußt gelogen hat, wentt ftt behauptet, daß unser Blatt gegenüber Jugoslawien eine p'mdliche Stellung einnirmnt. Der KorvesWrtdent der „9Ujec" ist angeblich Herr Mrzlj a k, ein Mitarbeiter des alldeutschen Nllsteindrenstes. Die Agvamer Reaktion täte .fchr gut, wenn sie ihren Wiewr. Vertreter pirrch einen t .ständigeren, ersetzen^ würden. ,?? mt WCttU M VUWr. . London, 21. Jauner. (Lek.? der Miemr Morgen- Zeitung".) Mit Rücksicht auf die Gerüchtr, daß die Angora- Regieruug m der Mossulftage einen nachgiebigen Standpunkt eiur:ehy:e, gab/ der hieW^Vertreter Wr ßln-orfl- Regierung Tewfik Bei PreKWttteter» r^Welche'Erklärung <&: Der S^mdpmckt der Türkei hat stch ln feiger Deist, ^tzkänderf. Soitange^ wir nichtbesttzey, werde» «atio«chi-n uud Lchullck^ GrerttrH E v«L. Met Mrd lmr Abkunst. . .Dar ^ttrzem wendete sich einer unserer Mitarbeiter an Dr. Mäx Nords» «1t der Bitte um Bekar«tgabe seiner Fanrösiendatü», dre er str Zwecke .der Genralogie bmötigte. Dr./Rffuda« ,a«twor:e-e mit folgendem Brief: 14. rue Henner Paris 21. Jum 1922. . . Hochgeehrter Herr! Ich sende'Ihnen Kr» die genscttogischen Notizen, die -LSe wünsche«. Mk've Mllttet Wtt« »nr einen recht kurzen Stammbaum auszuweisen. €>** hieß Sara Rosalie Nelki» und war W2 »a Riga geboren. Ihr Vater wurde häufig beim Spitzname» „der Pro-ß", Micher „Rob Jtzig Preuß" ge« Mmrt. Meme Amte« «og früh, mü den Eltern Mch W i! n a. Sr« ging nachher Äs Lehrerin nach Marschau und nach Krakau und'gelange später nach.Pest, wo sie 1845 vor.» meinem V'Uer, der d«tt als Witwer mit vier Kindern lebte, ^heiratet wurde. ' ' ' Ich c m am 29. Juli 1849 in Pest geboren, eine Schwester am 13. Juli 1851. Am 11. April 1873 »vurde mein Nay^-dnrch ern Dekret vom ungarischen Mnffter des Innern «> Rordau geändert. Anseve Mutter ging mit mir und - Meiner Schwester zuerst von Mai, 1876 bis November 1878 'nachParis und nach einer kurzen Rückkehr nach Budapest -Äersiebelten wir endgültig 1680 nach Pavis, wo die Mütter im Jahre 1900 starb. Mein Barer Gabriel. SÄdseld wurde im Jahve 1'«-i? in Krotoschm, Pos-m» geboren und ist* 1872 in Pest gestorben.. Er hatte drei Brüder und ein« Schwester. Wein- Großcai-er Oser SüdfelL wrirde 1769 in Krotofchin gebore».^ hat später in. Breslau geiebt «nd »st 1832 in« folge der cortrgen Choleraepidemie gestorben. Mr Name . Südfeld wurde von einem Vorwerk, bei 5krstoschin von .nvinery Urgroßvater Smrchg. ^üdftÄ.. rrivorben. . Die preußische Regierung fcefafil damals den Juden, Familiennamcn.MtzUNehmerr,, rmd Mar die Familienväter jeder Fan.»lie -vprschiederc Namen. Bis dahin hatte -man nur einrn ^Rat-i Simcha den Mosche'! Wannt. Det älteste Sohn wurde Wiener benannt» w«il man die Familie gewöhnlich „di? Wiener" nannte. Simcha wurde 1719. sein Da'er Mosche .1686 gehören, Mosches Dater» Rabbi Jossef, übersiedelte nach Krvtoschiv. Cr wurde gewöhnlich mit dem Namen „Mm hagerrffchiv de Diena* l„einer der Berjaglm von Wien") - ichrungsvoll genannt. Aabbi Jossef war einer der ausgewi^senrn Juden, -W.^-Kaffer'-.Lköpowtet/Erst' -föw«'jpäni-' schW Mtliebe aus dem Lande verbinnte. .' Rstbbi Joffes iva« .«rS..'L«Üv»ik^vM^-er^ WterÄ 'Jesth'f^^ingeladsN worden. Nach der.Ausweisung im Jahre iü7»l wurde er von einem der -Wer dieser Höchschnle, Rabbi Anc^boch, nach Ppsen mrtgenomwen Und etwa zwet Jahre spä:« sm^bt tt als Sekretär der Gemeinde von Krojösch'» ,angrstM. Rstbbr Joffes« äüesier Sohn, Rabbi Masche, wurde im NwtsnstchfÄg^ M RV'da«^oder.MoLar. der PÄeiNde- In KrotÄchin verblich die Familie Wierer wm IM h\& 24. Jänner 1923 Nr. 141S i«9L. Der jüngere Bruder wurde SüdfeV» genannt und setz« Söhr>c zerstrouten sich in der Welt. . U-eber Rabbi Jossef den Sal?uiki-tt hinaus will sich die, Fauttiengef'hich.e Nicht forljetzen. Wir w-sfeu vielerlei vn\ Saloniki. Venedig, Neapel. Tunis. Tolodun^ Segovia üb-.r> ut.L zu erzählen, auch sogar von Pumba-.rt'w und noch wett»! . z.n 'ck, aber die Chronik ist unbestimmt, mdereS sogar augm-« ,chc rnlich Legen.de. Ich zie!.» vor, nur Aü-:'r:'UischeS anzugebrr.,! Ich bin, hochgech^ er Hers Ihr,'..>-fr.chttg ergebener! . L:. M Nordaa. .^iese genealogischen Wr t timt gen '»vbai'8 über seine, «orkl hren haben sich — söwe», "e üi-.-rprukr »oe'-t'en konrr'en -! alS richtig ettviescr«. D. Kaufri.^nns erwä'inr in fernem Werke „Die letz'e Vertreibung der J».dcn aus"W'.eu und Niodercst.'rveich, ihre Vorges.chich e (1625—1670) und chre Opsev^, daß eSi 'mter den aus dem Ghetto vor» Wien Ve'.,.orengton auch v-'reinzeNr gab, die sich erst »rach kürzerer oder längerer Irrfahrt, in Polen dauernd niedergelassen haben. „So. sch eint der Ruf. R. Mrnach'em Mer.-del Auerbachs, zwei Wiener Fr-, milicn mch Krotoschin gezogen zu haben, wo durch ihre Nachkommen der Name „Die»»er" sich forterb'e. Einige von Max NordauS Vorfahren betätigten sich auch als hebräische SL-r-ststester. Sein Urgroßvater S i m ch a S üdfe ld.ist der Verfaffer des Werkes „Jesfod scfaih iwri". Gabriel Südfeld. Max Nordans Va'cr, schrieb unter dem Titel „Rechoboth haviur" eine»» Kommentar zu 5ko-hele!h (Prag 1850) sow'e „Achusath »ner-sim", eine Abhandlung über moralische Pflichtm» gegen die Nebenmenschen (Prag 1525). Außerdem war er eir.« Mitarbeiter der hebräischen Zeitschrift „Bikure baittin»", in kei'en sieben'en Jahrgang er Nebersetznngen deutscher Gedichte rmd in deren zchnten JcchrMvg er eine Abhaiüdluug über Bibelexegese veröffentlichte. A«e SMLnmq der „Wmtt RorEzswng^ Am 21. d. ist in, der. ,,W: e n e r M o r g e n z e k« tung" ein'Artikel des Herrn Dr. Sanol Peer „Die Existenz der Aerzfe" erschienen, welcher die ' Notlage dev Wisu-et praktischen Aerzte schildert und -die Maßnahme^ bespricht, welche der Verein der frei PvaktizierLlrden Aerzte; beantragte, um der Uebe'rfüllung des Standes vorzubeugen. An einer Stelle des Artikels versucht es Here Dr. Beer, bm Antrag des Vereines zu rechtfertigen, dass Recht der Ausübung.der ärztlichen Praxis in - Wien vo« der Wiener Heimatkzugehorigkc'it, beziehungsweise von dey erlangten österr-e-ichischsn Staatsbürgerschaft abhängig zq machen. Dieser Antrag widerspricht den in der „Wjenev MorgenzeitMg". seit..jeher vertretenen Grundsätzen. Er ist nicht nur engheWg urw danach angetan, die Freiheit dev wlffenschaftlichen 'BeLLtrZüng zu unterbinden, er. bedeutet das schwerste Unrecht. gHZenüber den Aerzten und Studenten, welchen die ^brutale Optionspraxis des Antisemiten Waber und seines sozialdemokratisch«» ' Partners/ des städtischen; Hevmatsrechtsreferentest R ich t e-r, jede Mögi. lichleit^der Erlängrmg der StaätsbÜMrschafi. -und .des Heiwatsrechtes geraubt hat. Er sanktioniert strmlich) .daß veaktkonäre Treiben der herrschenden Parteien. Die Leitung derMorstenzeiiu^ bedauert lebhaft, daß M Berschen^^ dazu geführt hat, doiß diese Ausführungen unä widersprochen im Blatte erschienen sind. rer LohnMau in der MetMMstrie. Die Vermittlung der Regierung im Lohwkampf der Ms, lallarbeiter hat Montag nachmittags ius-ofern Erfolg gehabt, ckls eine EntspanMng erzielt werden konnte. Die Der-lr-eter den Metallarbeiter verlangten, daß das Diktat über den Lohnabbau, zurückgezogm werde. Die Vertreter des Jndustriellenverbandes. . erklärten sich berei', der stat-tf-indenLcn Vollversammlung einen diesbezüglichen Vorschlag zu erstatten, während die Vertreter des Rainer-Versandes (die mittler«» und kleinen Industriebetriebe) und der Geißler-Gruppe (die MetallgewerbesMion) dieses ZugestLndms avlchnten. Der Jndustrißllenverband beschloß dann die'Lohnkürzung, die bereits am 27. d. m Kraft treten hätte sollen, um eine Woche zu vep, schiebe»,'damit in dieser Woche noch BerhaMungen über de» Lohnabbau ein-geleitet werden können. Die beiden anderen Gruppen der M-stallindustrlellen beharren darauf, noch diel« Woche den Lohnabbau durchzuführerr. %\t abgÄauten Bramten gegen die Penyonr« Wegungrverordnung. Eine gestern. obgehaltene, vom Cchuhverbanbe & maliger öffentlicher Angestellter einberrtsene Versammlung von Bundesb^mten aller Brsoldundsgmppen nahm m entschiedener Weffe Stellung gegen die von der Nejgieru»:g dnrch die Pensionsstilleg::ngsverordn«ny yrplante R ^d»:- - zierung der Ruhebezüge. Der Vorsitzende Ministerialrat Dr. Egghard wandte sich in der Eröffnungsansprachr gegen den Versuch des Staates, wohlerworbene Rechte die Beamtenschaft zu Falle zu bringen und. bezeichnet« es ferner als Aufgab; des Schutzverbandrs. die Jntrressen der abgebauten Beamten nach jeder Richtung hm zu ' wahren. Referent Rechnungsdirektor Schidl nannte die Verordnung einen Akt von StaatsbolscheWismut sie bedeute nichts anderes als. eine' Strafe für Arbeit. Mit der Konfiskation, der Ruhegenüffe werde.;in dcv Beamtenschaft gegebenes Versprechen konfisziert. Die Beamten haben sich das Recht' auf die Nuhegmüsse durch Beiträge erworben, die sie in Gold eingezahlt haben. Heute will man ihnen die schlechten.Papiernoten, dir sie eintaüsch:», auch nennen. Die Angestellten ohne UnterschiA) der Parteirichtung werden es nicht zugeben, daß in ihre pragmatischen Rechte Bresche, geschossen wird. (Lebhafte Znstimmung.) Der Referent brsprach anch.haS VersagenderamttichenVermittlungöstellefürabgebaute Beamte. Mebveve Redner traten iür ü» enerLisches,

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