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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-21 · Heft 1415 (21.1.1923) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1415 (21.1.1923)
Date
1923-01-21
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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ffr.1415 Me», Sonntags Malen, und nun erhöh sich es» Getöse ntch.'qi» lautes„Asino.!" „Pestia!" sragteob -Zofta MenfH ein schlechter und verhaßter Schauspieler sei. „Nichts weniger," war die Antwprt, „vielmehr ist er Lm Lieblmg des PMikums^ Aber heirtr und gestern brachte er taft ganM. Tag irn Kaffeehaus« zu- und vernachlässigte Wohl seine Rolle-. darüber." - i Man erinnerte ihn alsoauf diese Art an feine Schtrldigkeit. Diese Erinnerung wurde, so oft wiederholt, als er stockte, und am Ende des Stückes mußte er heraustreten und Abbitte tun. Run klatsch e man zum Zeichen der' Versöhnung und er wußte arn folgenden Dag seiwe P^lle ohne Stocken.! Ich wünschte das „Asino!", „Bestiai", BerrenMngen, dmÄche eines Künstlers mrd eines Publikums unwürdig sind, in Jto anständigen Aufmf „Rolle lermn!" umgeändert, dann aber die Udiner Dheaterjustiz auch hier eingeführt und das lieber heute als morgen! Ich hübe mich schon oft über die Gelassenheit, nicht doch!, über die Blödigkeit Mtombdert, mit der sich - unser Publikum alles gefallen saßt. Doch wenn auch, das Publikum nicht Ersteht oder nicht fordert» was es zu fordern berechtigt istso darf doch keim Schauspieler auf den Künstlernamen und die damit verbundene Achtung Anspruch machen, der 4>ifi- Kunst durch öftere!und -grobe Vergehungen entehrt.. Wer seine Pflicht nicht tut, ist jedem Stande' verächtlich, mÄ eine -der «rjten Pflichten erlies Schauspielers ist: seine Rolle wissen! . ' '' ' ' Ick) kann auf Ehre versichern, daß seit zwanzig Jahren) ^!t ich die Bühne vesiuche, '-hiesev.Fehler' nie..so 'allgemein, me so auffallend, nie'so schamlas begangen 'wurde als eben jetztt Kie besseren 'Schattspieler, ^ehen .den' schlechteren mit ihrem Ä-Lispivle vor, und diese zeigen einen recht edlen Wetteifer. Sie wiffen oft gar nicht, wovon, die Rede ist.. Die Frauenzimmer, M Ehre deS schönen Geschlechtes sei es angemerkt, lasten sich dichen Fchler sehr selten zu schulden kommen^ und. dennoch liege« oft die' häüÄiichen.Geschäfte» HA Sorge für die Kinder mehr auf ihren als auf der Männer Schultern, Unter -den Männern verdient , vorzüglich Herr ... auch von dieser Seite den Hank und^ie Liebe des^Publikums. Inso vlAey- 'Jahren wird man. ihn auch nicht, ein einziges Mal aufrinerNachläffigkett.ertappt, ja.kaum bemerkt.haben, daß er stocke over stottere. Dennoch, spielt er sehr oft, spielt schr lange Rollen und immer mit dem lbeften Willen, mit tam doutliMch' Bestreben, tarn Publikum ein Vergnügen.. zu machen. , , Noch ärger als - die Nachlässigkeit im .Auswendiglernen, und. überhaupt das Allerargsw, was ein-Schauspieler begehen kann, ist das vorsätzliche, mutwillige Vererben einer Rolle. Auch sogar!: diese Mißharrdlung des -Publikums hat sich ein sonst guter Schauspisler'erst jüngst bei der AusWvMgeines Stückes eAaubt.-Wir wollen- Höffe«,' .daß/es nichk'wicher, ^oder doch, daß es-nicht ungestraft. geschieht. Wenn^üe - Hrf Mitglieder des Ausschußes.. und--m.sbrs0ndrre der - JnsPizieOMchL-daraüf. sehen», so verLirnen sie di« st-renxste' Ährchung -'vott- .dta'.'Divcktio». ,.DenN-.- ich will nicht, hoffen, daß die leider eingeristeno Anarchie gesetzrstäßig wie in Frankreich und niemand dazu Lchimant sei, über das Spiel der Schauspieler zu Wachen. Mer wären aber die Lächlertvenn es di« Herren vom AnsschW nicht sind." ' ■ '* . /' DA voransichenden Zeilen wurden -im Jahve — 1793 ge- ' schrieben! Geändert habe ich an ihnen, außer einigen orthographrfchsn Kleinigkeiten, Kur das sicherlichganz unwesentliche Detail, tiaß Dr. P., der -das Erlebnis in Hdrne -erzählte, nicht ein Doktor, sondern ein Baron Paeasi war. Der Aufsatz, der heutige klheaterbesucher vielleicht nicht weniger - intrreffieren dürfte M' die Leser im Jahre 1793, stammt aus der Feder vkres berufenen Theaterfachmannes, der überdies sich als Gelehrter »nd Dichter einen Nomen gemacht hatte: ES stt dies Johann v: A lx in ge r: (L7L5—1797), den, seine ^glücklichen Bsvmög»iSverhältniste gestatte'en, als freier Schriftsteller zu loben, de»aber aus gwßer Piebe.züm Thvcüer .im.^^ 1791. dis Stelle eines Sekretärs des k. k. HostheMrs. (so hieß damals, das Burstheater) annahm, die-er bis-zu ftümn früherfolgter Tode.be-eidete. Die Ausführungen Alxingers verdienen auch tun« kulturhistorischen Standpunkt« aus Beachwng, denn sie bchveisen, daß in -dem alten Wien,, in welchem bekanntlich der persönlich» Kultus dev Theaterleute in üppigster Blüte' stand, es doch freie Kopse gab, die sich nicht Heuten, den Schauftml-rn sowohl wiv dem Publikum die Wahrheit zu sage«. ... - . ■ •' G. E-n, . - ßw-M. -2)cf bedeutende moderne Maler C h a g a l l, der als eine der repeisentativen Begabungen der neuen russischen Kunst abgesehen wird, hat. gvgenwärt-ig' in -Berlin, (hei Lutz) eine gwßk Ausstellung, die einen UsbeM'ick über sein Schaffen iu 'den l«j,t«n acht Jahren gewährt. Uebet Chagall, der ein litauischer Jude ist, schreibt P. W. in der „Fvarchfürter.Zeitung": ' -. - »Dietz s erklärt sich aus-dieser nstümal-sernitifchen Her>. kunst, dem: lastenden Erbe her Jahrhurder-tv. Messias, den HellSÜriitk % derr seit JahMnsenden schnsüchtig. Erwarteten, läßt er ük rr die Dächer und kuppeln ruffischev Prvvmzkirchen wandeln. Pertyandl-e. Züge: den tpmlvollen LebensverMt des modernen. Provin^hÄfos, d!ese. heimatlosen und ftivMden Menschen, die von einer brennenden Gier des Gchernm'isvollen Lewegt Müden, weisen der jüdische Dichter Bja-lik, derpolnische. DvckmchÄSr Whspianski. Aber; es. scheint, <ÜS üb - mänchLbjei- Äen-gste gsSvichen wärenals ver draußen in der-Ferre jene', jüdische Kt-sinwelt 'NvitHren BrLuchen unL'Tvaditionen, mitder^ aBl«net9JJötae«ac»ttn0. 2i. FS««« ms em ii \ ÜWMM.««..,. A^*.#üri^kMj|. ß, *»Ai'i..iii nimnin'.ii I~y„I '' ■ sie ..." h-'ißt es in süinen selljstbiographischen Aufzsichtmngen. Aus dvösei Lie'be heraus,; aus'so menMich erregt« Empsin- Älmg,. wächsttAs alles in - sÄ»? Weick-' l^füt: MS' Hermatstädt- .cher?», das^Ghettomklisu, Hw Synagoge,''tzÄ FvveHof, die' brten- Mann, der nftl ^LE W*' M . Batfezlmm^r-Einrlchlungen!. ,. flHdsäöltHche 9870 |a»taUitt» «»Artikel JMT ßxp&rt naclt allen Staafteit{ atfW : geht. Aus dieser Verbundenheit Heraus malt er immer wieder : sichend die daS.Wch,iEr--nM-nicht' Bilder, ,er malt l „sein Leben". Erckalt tticht^M Künst ist sein Abem ' V/ Dieser Chagall ist-beruhigtler, selbstsicherer,^^ klarer geworden' Er hat sich und-seine Form .gesundem Das Wunderbare ist nun ' nicht mehr da»Feme, das- U^ber-WirÄiche. Er geht ganz naher ardie Dinge heran, an die ganz Möglichen, die er als Heim-' gekehrter mit neuen Augen, sieht, mit neuer Liebe umfaßt. . Großvaters Hof, die,Schweifte, twr dem. PfarchauS, die Mutter!in der Küche, der Geburtstag!her Fmu, WrtÄbsk und LioSno,' die Landschaft tut sich -Hm auf, die.,,ÄmMifrstche" hock die Bosinnlichköit des Henri Rousseau, Er. verwurzelt tiefer in der . hsrrmschen T.vadi.non^ der ruffischen Bo-Mkunst,' hie yo» w« - LMiÄwy der Künstlerzunft überfchen worden. Gtzlegent^ «tich -stt'wohl auch noch der Lehrer, Batst, durchzuspüven. Mrs,, wie m dem großen . Geldstporträt mit.dem Weinglas, der Fräu und dem'Kind, nicht immer ohne Gefahr ist. Auch in» .seiner. Foöbgsbung wird .er gestuster. starken, magisch bunten Kontraste find einer differenziertere». Skasir, gewichen,. Manchmal entwickelt er sie aus einem Goldbraun, häusiger aus einem ' silbrigen 'Grän.' Und,i», dem „betenden Alten" (auch in., tl-R Zeichnungen, ZeichMngen eines-großen. Mruers). gelangt er.' zu einem gestuften.'Schwarz-Weiß, das sich neben den großen, gmy-protzen -Mesttwm,HAt,.'Dieser, neue- Chagall steht im.Miesachen Sinne des Wortes über der Zeit^ Mit der jungen ^nst in Rußland hat er. wenig gemein, .«och..weniger mit dem jun-H gen Deutschland, das sich so sehr abmüht — ihn Zu plagiieren^ der Hsleidigte Polizeirät..'Außerdem .erschwfttzk drei "invaki^ j Zftustrn: Eiü Blind e r, ein 'S t e l z f u ß' Üftd rin L m e q Die Jnvalidrn erMlten in'temperamentpollev Weises.Mß Vät Angeklagte Reinthaler eine Geißel des Verbandes seialle»' müsse sich seinem Diktate.fügen, er tue, was et wälle, wer : nicht pariere, fliege aus.'dem Verbände. Dag für Tag erstatteter Anzeigen an die Polizeibehörde, zu dem Zwecke, daß seine» Gegnern, die. Lizenz entzogen'werde, Reinchaler leb« in besten Derhältnissen.und verfüKr über ein evspartes BarvttWöge» von über 12 Millior»:», er sei in der Läge, sich auch eine Ge-,., liebte .zu -halten. Wasden inkvimmiLÜen 'Msdruck .anlangt-!;so erklärte Strnad. daß/Re'inthLler ihm gegensiber diesen.^! braucht habe. Der Richter verurteilte. den Angeklagten nach! s' 312.St,-G. .zu emer dreiwöchige» Arveststrafe;.' Iie neuen «erichtsgebWen. Der Ausschuß der ^Mederoswrrsrchi-schken Rechtanwaltskämm« hat gemeinsam mit den übrigrrch inteveff-ierten Köcherschasten der» JuftWninstterium .Vorschläge.erstattet, wonach die' Ger.ichtsgebührry bei minderen Objekten Hevabgesetzt, die finanziellen Jntereffen des Swates, jedoch dadurch gchvichrt wevdÄisollen, daß die Gebühren.hoi höheren Streitwerten entspvecher.d'' stelgen. ..Es stt im Interesse M' Wtsuchenden'' Publikums dringend zu wünschen, daß diese Schritte zu einem. vaschen^Erfolge führen, da es nicht angeht, daß , dis Gevichtsgebüyrrn förmlich .ein Hindernis für die- Änrusung der Gerichte bilden. Lberster BemMagsgerichtshof. . Die RtchlsaMalirkammrr hat m einer Denkschrift an.die Buodssregierung eine Reform des vttwattungsgerickr.ichen Der--.. fadrens in. dem Sinne vorgefchloaen»: hqß an den^ Eitzen d-r Lande'- und Kreirgertchi« je e>n D f r w a l t u y g % g e r t ch z zu ichaffsn wäre, dos mit einem VrrwaUunorr'chler und zwei Laienrichkern zu de etzen wäre. Von diesen - VerwallunMichrem erster Snslanz gehe der Dechiszug an den Ü d e r st e n V e r- » ä i i u n g r g e r i ch! 5 h v \ (pm jetzigen Verwaliungs* gerilyishof), Die Werwattungrpivzetzor-nung soll olle Grundsätze eines mrdernen - Verfahrens iveffsnk'i keii. Mündlichkeit. Anmittelderbeit osw.) enihatten. Drr Odftstr Derwsllunprgerichts« Hof. dis zweite und letzte Lnstanz gegen. Enlscheidungen der Ver» wsliUNMerrchte. hätte in seine Gerichtsbarkeit auch die Sntjcheidunpen über Austichtsdeschwerden, über Angelegenheiten des freien Pmeffens,. Jifctt E i e u e rsi i a f i« ch e n, Derprastungsstrofsächen usw. ou^unehm'n, In der Lschech'o-Slöwakei besteht bereits ew Oberster Derwältungsgerichlrkvf. Der gegenwärtig« Verwaltungsgerichishof in Wie» hat sich fast ausschitetzlich mit;W v h nZ n g ß an g t l e ^e n h ir t t e n Z» pefaflen.' Erst durch seine Audgestallung in öem borgeschlsgensy 'Dinkel «itrdr sich fein Wirkungskreis erweitern. - . .. DittMr bei dm AettelMAMnte«. . Bor deyr /'Bezirksgerichtes.. l"Wvv!ten. (Bezixksvichter Dr. Donau) hätte, sich.vorgestern der Berbandslefter der Musiklizenzüchabrr, der 4bjährige . Heinrich .Reinthaler, t wegen AmtsehrenbMdhgung des Strcstvichters LandesgerichtsräteS Dr. Glase r und des PolizsirÄeS Ferdinand Springer zu verantworten. Dieser St rasfall hat folgende Vorgeschichte: Am 18, Noveurber 1922 fand vor dem gleichen Gerichte die Ber- : Handlung über die Ehrenbeleidigungsllage eines Mitgliedes der i Musiklizenzinhaber, chines Mannes mit einem S t e l z f u ß, gegen Heinrich Reinthaler Vox dem LandesgevichtSrat Dr. Glaser statt. Der Klager brächte vor, daß ihn Reinthaler m'einer Note an das PoliMommiffariat Favorüen als einen Betrüger m.h Schwi n d l er beAeichnets, der sich für einen Kriegs invaliden ansgebe, ohne, es-zu sein und lediglich ans das Mitleid des P^lbMums spekulier«. Landesgerichtsrat Dr. Glaser hat damalsdie Verhandlung vertagt,, worüber Reinthaler ungehalten war. Er. umchte. zu einem Verbands- -nftgÜ'LLe,.. dem. Dreh'o.tgek'sv-leler Karl Strnad ^die Bemerkung: „Der Bezirksoichter Dr. Glaser ist gerade so oin H'..kerl -Witz dev Polizeivat.Springer." Strnad hatt«»drrse Aeußeruftg -den Heiden Herren ^ekcmntgvgeben - üntz eS-. wurde gegen Reiplhalerdas - StrasversahM^ eir »geleitet- , .. - - - BemevftMußwer'drn,.datz deMBevbmwe. der-Nrüsiklizenz-' Harfe und andere Instrumente, in Höfen, auf der Straße, auf Plätzen, sitzend, liegend' und verdieftm^ihr Lltteres Brot/- Vas ihnen als Mitleid als aus Mlohnu r g für' esnen; müsikalischen GeÄüß dargeboteu wird/ °Züv VevhiMdlung war der Anaeklaate nicht.eMrenen. woüL aber"!«« LelieÄäats Mchter und A«tiösterreichWe Ses!«lMng alr We. WMMMmL, ' Dev -Mmstterialvat Dr. Anton N. ■ «trch -fein« Gattiq^^ brachten beim Zivillandesgerich!« gegenseitige Ehescheidungs-. klagen ein. Dr. R<brachte vor, daß seine Gattin,: eine R e.i ch S»!-,. 'deutsche^ sich in Lestsrreich nicht wohl fühlte, und gegen-- Österreich und di«: Dssterreicher wiederhol. -müMich uM brieflich abfällige Äeüße-rungen nrachde^ Er -habe-sich " dies entschieden verbeten, da mit Rücksicht auf seine Stellung. M österreichischsv Beamter einerseits und das-rnivige. Verhältnis zwischen Deutschland .und Ocherreich amdevevseitsdi« österreichfeiMichen Aeußerungen seiner Gattin, wen» sie fick^ auch noch als Reichsdeutsche fühlte, doppelt .unangeLvachj^ waren. Seine ^Ermahnungen haben aber nichts gefruchtet/,- Schließlich habe ihn ssine Fvau verlasse«, und-zwar:rsvil diesals boshaftes Berläffen anzusehen, da-, -sieftichhaltvgk? Gründe hierfür nichthatte. Die Gattin -machte empsindl-ich«^ Kränkungen von sei en ihres, Gatten geltend, tax sich geäußert' habe: „Du kannst mir doch auf den'Knien danLen, daß ich dich gehsiratet hcche". Md ähnliches. Jm..HiMick. auf diese, unb^ antare Kränkungen sei sie berechtigt gewesen, ihren Mann zu verläffen. Das'AivMfttasgericht.sprach die Scheidung derj Ehe ans b'eide'rsestigem BerschuldeV aus. Däff Verschulden des Mannes -wurde in den^ ^«ElMichG7KEv. Lungen ^gen die Frau, .hoL„ BerschMen" der Gättitt in dW boshafte» Verlaffen erblickt^ „boWft" deshaßß, weil ditz F r a n ohne gerichtliche Bew ill i g u n g den Mä st n n i ch ft/ der l a s s e n dürfe. Gegen tan. AussPruch^Mer' düs D«t>s schuldet brachten beide,'Dei^, die.Berufung an das OberläMeS^ geeicht.'«in. Der KeWfulngSschät. ^PorMtttar'-HiWi ^S,chr-.öH'. tftr),.hob das Urt>il. a,u-f^und taWres'M Sache'Küff . npchmaligen 'Verhandlung an die erstä Instanz h «esteckvelteKrone-i-- - AusrahlrmgMen---— Sst Zürich »otierie bi« SKerreichifche Kronr s . « S.v0?b die bsterr. geslsmprlte Krone . o.w7S di« ifchechstche Ärone . > . . 14.S5 di« MM. ... . . . . . . 002% Belgrad . 3.75 Äubarest . •: « *, < 2.80 Eosta . »«»»• « S.50 Budapest » « * « ./* .# (-*5® 1t Warschau. . ..« . » . o.0i'/* -.0076 Sertüm«. -.0075 Mim«. C 0.0075 { 0.0076 (14.80 (0.02% (3.00 (2.80 ( 3.50 ( O.2OV4 (0.01*/, am I S. 0« 19. am IS. qm iS. am 19 am iS. am iS. am 19. am IS. ZSnn«) Zänner) Lönnel) SünstM Jänner) Äännrr) - M MernM Wird dieKrone fallen? ' IN den zehn Tagen, chie. seit Lem Einmärsche dev Fvanzoftn in das Ruhrgchiet verstrichen sind, ist die deutsM. Mark auf ein Drittel ihres früheren Wertes zusammengta? schrumpft. In diesen zehn Tagdn haben sich-Vedeütsalnv- Ereignisse auf dm Devisenmärkten abgespielt, sind alle - schwachen Währungen ins Wanken geraten und' sie mußten - sich erhebliche Kursabstriche gefallen lasseft. In dieser Zeit waren die Blicke der österreichischen OMentlichkeit gespannt auf Zürich gerichtet, täglich, stündlich erwart^tL . man eins Hiohsopst übet den Kronenkurs. -die unvermerd-7 lich' schien au? außenpolitischen Gründen und auch aus Grüntan der Preisbewegung im Innern, die nuverkennbav dis aufstsigende Richtung eiuschlug. Daß Kohle, eme Der-, teuerung erfuhr, das war ztvar etwas durchaus Natürliches in dem AugeMicke, in dem Deutschland sich: genötigt sah/ auf oberschlesische und tschechische Kohle in verstärktem Maße zurückzugreisen; wenn ein neuer Jntevesient auß einem Markte clustrqft dem er bisher-fernb-^ch sa mußte? der Wert des gesuchten Artikels steigen — Ita gegenseitrgq Konkurrenz der Käufer «rächte sich in denr Preisegeltend. Aber zu gleicher Zeit stiegen in Oesterreich Mehl, : Prot und Fleisch nichts natüvlicher also, als ein Abbröckeln deq 'inneren Kausiraft der Krone festzustellen-und. daraus Besorgnisse hinsichtlich der Möglichkeit der Äufrechterhaltung tax. äußeren Kaufkraft der Krone äbzuleiten. ‘ Ein Abbröckeln der inneren Kaufkraft einer Wahrung ist bisher'stets noch ein Sturnizeichen get^ftndas eine neue Entwertungsphase ankündigte. Daß Dollar und Pfünde nicht nur auf denr Schleichhantalsmarkte^ sondern tan offiziellm Notierungendes Clearings der Oesterreichiseien. Und wenn die schwachen Valuten, die her osterreichi-! scheu Krone gtzMüLer dvch^ ettvas Mehr als Schwäche «i .pMtznPtan^-KgmDwMd, der die Matk eHM, 'rächt widerstandsfähig waren, wie sollte gerade die alleMwächstft Lmr MndLalten .Mm^ . '

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