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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-19 · Heft 1413 (19.1.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1413 (19.1.1923)
Date
1923-01-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 . Sic'«, Freiiag Wiener Morgenzeitung. f Bereine, Äorttäge und Bersammlunge«. s Verein Erez Israel. 2. Bez.. Zirkusgasst 3». 'Keule, halb 8 Uhr abends, Vorlesung .Jüdische Literatur-. Kam. I Lonczener. — Jüdische sozialdemokratische Arbeiterorganisation Poale Zion. Keule, 'halb 8 Uhr abends, im rlrbetierhe'm Dorochow, 2. Bez., J Slunwuergoffe 1. M. Singer: „25 Iakrr Bund und die Wege ' des jüdischen Snzwliswus.- — Kedrüischer K tu b. j 2. Dez.» 1Cabx>r«ra%e» 1. Heute, halb 8 Uhr abends, Pr. Kösteniboum: Dide'lektüre. Morgen, 'alb 8 Uhr. Vortrag Prof.!Dr. Baron: „Nationale Autonome und Gleichberechtigung der! Juden im römischen Reckte.* — Reichs schutzbund der Kandelsvertreter in Oesterreich. 1. Ms.. 'Loivaiorgasse 12. »rhielt Drennmaierial, Liebesgaben und Lebens, imittel. Verdandrirefftog zwecks Vormerkung, wirlkchaftliche Bor» :irLge und solche lüber Slandesirogen, morgen, halb 3 Uhr nach, .miiiofls. im CasS Gartenbau, i. Bez.» Parkring 10 (Klub- -souterrain). — Erkennungskarten für die 'geistigen A r b e i t e r. Dtt für die Inanspruchnahme der lPezünstuungrn der Zenirairate» der geistigen 'Arbeiter Oesterreichs er oreerliche Erkennung-Karle lür da» Jahr 1933 ist!-«reitr im Sekretariate. 1. Dez,, Ua'versiiätrplah 1. gegen Erlag ivon 4000 K. pro Gttlck in den Amtrflünden (9 dir 1 Uhr und!2 bis 4 Ubr) erhältlich. — Vereinigung jüdischer .Akademiker. 2. Dez., Im Werd IS. Leute, bald 7 Uhr ladend», Dsrtrag über den Wochenahschnitt mit Diskussionen. Morgen, 2 Uhr nachmittags: Talmud-v ijur mtt Diskussionen. 'Vortragender Rabbiner Wundermann. — S ü d \ f <b t IZ u g e n d g ru p p e Mödii n g. Sonntag den 2t. d., ivrazise halb S Uhr nachmittags, findet im- Lotet Stadt Mödling.!E!isabrthfirahe i. im Grokrn Ftsisaal.ein lustiger Nackmitlag der Hüdtichrn Iugendgruppe Mödling statt. Eintrit frei. Gäste will» lkvvtmen. Oeflerreichischrs Museum. Morgen, halb 5 >M L Ubr abends, Arbeitsgemeinschaft über „Spitzen-, sämt» liche Karlen vergriffen. Sonntag den 31. halb II Uhr, i ^Führung durch die Sammlungen lOdjekie des Enwirest'ls). ,1. Bez., Siubenrinn S. Die Sammlungen sind von 9 dis 1 Uhr geöffnet. Eintritt 200 K. Bibliothek und LeselSIe von 9 di» Uhr bei freiem Eintritt. Die Ausstellung des deutschen und österreichischen Aipenoereinr wird. Sonntag den 21. d. endgültig geschlossen. Technisches Museum. Morgen. 3 Uhr noch» mittags,'Führungsvrrlrog von N. Dcroevic: „Die elektrische -Beleuchtung.* — Sonntag den 21. d, 10 Uhr vormittags, im Großen Körfaal Lichtdilderöorirag von Ferdinand Schemrnzky: '„Dre Beeinflussung der Lebelrcsen durch die Elektrizität.« Dortrüge für dieLedrerschattWiens. Morgen, halb 5 Uhr nachmittags, im Körsaa! Itt des Slektro» iechnsschrn Institutes. 4. Bez.. Gußhausfiratze 25, spricht Dr. Leopold Kuder über „S'romerzeugung-. Urania. Leute, 5 Uhr l Großer Saal): Einstein sch? Relativitätsideorie. . 5 Uhr (Kurssaal): Prof. Dr. Walter N e u» \ r t d: Die Piraü in ren Motiven Ibsens Und Sirindbrrgs. II. Kalb 6 Uhr (Kleiner Seal): Dr. Fr edrich Kronseder: Der Derch-Gottes-Gedanke. III. Kalb 6 Uhr (Lehriaal H)- Dir. Dr. Ludwig 21 mbart: Bienenkunbe. V. 6 Uhr lKlubfaatt: M a t r a s: Cprechkürs. V. Kalb 7 Uhr (Kurssaal) - Dozent Dr. B ö h m: Ti-riichr Parassten de» Menschen.!I. Kalb 8 Uhr (Gro» jßer Saal): Der Wiener Walzer. Kalb 8 Uhr (Kleiner Saal): Ing. Smotik: Die Baudenkmäler der T'muriden Samarkand' im ihrer graemrärtigen Versofiung. Kalb 8 Uhr (Kludsaal): Prof. Dr. Völker: Entstehen des Chriilenlumz. H. 8 Uhr (Kurs» ifaol): Dr. K. U l l m a n n: Verbrennungsgesahren tm Kaus und bei der Berufsarbeit: 7 Uhr (Mikroskvpiersaal): Dr. L i m» L e r g e r: Die Foripflan ungsorgane der Pflanzen. SamKlsugsn der „Wiener Morgrnrritmlg". F8e da» jSdt-che Blindenheim im 18. Dez. - (bisher 209.356 K.) D. S. Karlsbad 70.000: E. K. 20.000. FS» jüdische «indertrennde i bisher 1,177.000 Ä., 1 holl. Gulden, 72 tichech. K., 2520 d. Mk.) N. G. Karlsbad 30.000, F. u. I. R. 20 000. I. Stern vvlw. die kleine Gerda 10.COO. Für Palästina-Emigranten (bisher 513700 K j 36.0V0 Reichsmark) Dr. S. Müller 30 OCO, ein Jude aus dem S. Bezirk 50.000, R. G. Kar.sbad 50.060.!§ü» jüdische Studenten in Kot und Mensa academica! (bisher 2,302252, 1 tschech. K.. 10 Schilling, 100.050 Reichsmark Dr. E. Müller 30.000 R. G. Karlsbad 40.000 Mv-ster-Sammlung Bankdeomtsr 200.000, Kerr Fleischer, Reise» fleiter des Sportklub Kakoah Wien, anläßlich Tournee durch iDeutschlanü. Sammlung durch Kenn Sttas Sichermann. Frankifurt tu M. 100.000 Reichsmark. Johann Emger!00.600. Für jüdische Blinde (bisher 418.760 K. und 25 Dinar) R. G. Karlsbad 50.000, 2. K. 5c 00. { Für Pogromwaisen Wstzer blk.077'70 K., 5 Schwerer Franken, 424 tschech. K., . R. G. Karlsbad 50.0(0. Dr. Jakob Braun Piesting 500. Für Zsraetttrfches Tandsrnrnmen-Ikrstitnr (bisher 76 600 K.) Los. W. und Iudheil 50.000.. Für Jüdisches Reslsymnnsivm (bisher 139.4 00 und 100 tschech. K.) -H D. 3000, Rerzö Kraurz 100 tschech K. Für ^Die Fremde'' (bisher 436.000 K.) UngenKmt A. S. 50.000. Für güdische» KriegsstinSerhvrt XII). (bisher-K.) Iss. W. und Iudheil 40.000. Für Elisabethhei« N. lbirhrr 46.600 K.) Jos. W. und Iudheil 40.000. Für jüdisch» Psleglivge in Lainz (bisher 150.000 K.) < Friedrich Fischer. I. 50.000. R. G., Karlsbad 30.00», Anna Wtbmann 10.000. Fofsf W. und Iudheil 50.000 K. FS» verkrüppelte Kinder in A»«len-b«ch (bisher »0.000 K.) R. 05., Karlsbad 10.000, Jos. W. und Iudheil m ö;o Für Jüdische» Schulverein (bisher 1,080.000 K.) . Ern Jude aus dem 3. Bezirk 50.000. A. G., Karlsbad [30.(00. lSüd d<« Drrej« r«r Erhalt»»« jüdischer Volksküche« ' (bisher 200.000 K- Ro 1 a n d»Bü hne Ensemble-Gastspiel der WII-NABR TRUPPE Rente Freitag den 19. Jänner 1923, 7 Uhr abend« Tag und Nacht Tragödie in 3 Akten von Sch. An—ski. I. E. (von einem Schiedsspruch) 100.000, Ungenannt 200.000. Für »»Eine Xriegsgettfistneri«“ (bisber 115.000 K.) Gütler 45.000, eine Blau-Weiße 20.000, Johann Lederer. Korneudurg 50.000. Für Jüdisch« Stendshan» «bisher 140.000 K.) Frau Lewanon 40.000, Ungenannt 50?000, A. S. 10.000» O. W. 50.000, Sudbel! 10.000. Für die E?8jührr«e 8«** (bisher 591.400 K. 210 tschech. M.) Frl. Rosa Schreier. Sammlung, im Wiener Bankverein 120.000. A. «. O. 6. 25.000, Geiger. VI. 50000. Roman Par» ner 5000. Sammlung Kerr David Kirsch aus Wie» im Cafd ,Uu'0n* in Mäbrisch»O!lrau di00, Karl und Rosa Eichenbaum, Möhr.« Ol rau 54 tschech. K. weitere Sammlung des Kenn Kirsch im Casö „Union' 146 tschech. K., Sammlung A. Pvllak. V. Kenochofi. G. Pvlial, A. Großmonn, O. Feder, W. Lederer 50.060, S. T. 500', zur Nachahmung empfohlen 20.000. Sidvnia Süß 10.000, Armm Kajdu. Vl. 10.000. R. G., Karlsbad 100000, Gott helfe »etter 10.060» Arnold Zweigenthal. Znaim 10 lfchech. K. Die LebensmMelmSrtte. Der (Änbvuch der kalten Witiemilg hat die Marktlage nur -insofern beeinflußt, als die Märkte noch schtvächer als in der letzten ZÄr besucht si>nd. Die Beschickung hält sich ckber mr allg-cmeinetl auf der gleichen Höhe wie, bt der letzten Zeit, auf einzelnen Gebieten ist die Beschickung sogar ctlvas besser ausgefallen. Schwächer waren nur die Zufuhren an N-indfleifch in der Großmartthalle, doch wird sich dieser Ausfall nicht fühlbar machen, da dc-r gestrige Nachmarlt für Rinder in St. Marx gut beschickt war. Die Floischpreise blieben im allgemeinen unveranLert. Anfchl-utz an die Preisermäßigung auf dem Borftenviehmarkl hat sich Schweinics-eck um 100V K. und Schweinesilz um 2000 K. pro Kilogramm verbilligt. Besonders gut waren gestern die Zufuhren an Kartoffeln ausgefallen, die trotz des. ftrostes' nicht gelitten haben urÄ> in Mt>cm Zustande angekommen sind. Sie kosteten im Detail mrf dem Naschmarkt 600 bis 800 K. pro Kilogramm. Auch Karfiol aus Italien ist in großen Mengen eingÄangt. Obwohl er sich «billiger stellt als hiesiger für «in Stück bester Q-uaK» täl wunden 2700 bis. 4000 Ä. verlangt —. ist er noch viel xu teuer, um flotten Absatz zu finden. Verhältnismäßig sehr reich war auch das Angebot an Giern mch Butter. Frische iburgeuländische Gier waren um 1600 K.»' andere frische Eier nur 1800 Kuonrn pro Stück zu haben, Kalkeier 1500 K. pro Stück. Mir Tee'butter wurden 56.000 K., für Landbutter 52.000 K., für 'Kvchbutter 38.000 bis 40.000 St. pro Kilogramm verlangt. Bühne und Kunst. Bernsteins „Arael". (Ren aiffance-Bühr-e. — Gastspiel Claire Wallentin.und Eugen Jensen. Handlung, Szenenführung, Gesellschaftsbilder, Psychologie, Gefühle, Charakterzeichnung, ausdrucksvolle Darstellung, — alles echtes, traditionelles, ftauzösisches Theater. Im ersten Alt die Exposition mit ch> bißchen Causerie, im zweiten die „große Szene", die Leibenscebrechnung und Enthüllung bringt und unter Veifchtvenlderischeln Äluswand von schönen Gefühlen, Tränen, Pathos von statten geht, im dritten Akt Ebenfalls viel Salz und sonstiges Wasser und Lösung, ausmchmstveisc nicht mit einem Bonmot, sondern mit -der Dlausäurespritze. Trotz alledem stellt das Stück nwglicherweife doch einen Rekord dar, ber.<n es ist wohl kaum möglich, die Judenfrage öberflächlicher zu behandeln. Der erste Akt, der im hochadeligen Klub spielt, bringt einige Betrachtungen über Wisches Wesen, von denen: „Inden 'wmSl" eigentlich doch die geistvollste und ttefsmnigste ist. Nach dieser Einleituva „stellt" der junge Herzog von Croucy, Führer der Antisemitenpavtei, den Bankier Gutlieb, um -den jüdischen Eindvinglir-g zum Weichen aus dem Klrrib zu bringen. Die Provokation endet mit tätlicher Beleidigung und es ist klar — natürlich nur nach der Logik von anno dazumal — daß es zum Duell kommen muß, wenn der Jude nicht „kneift". Im zweiten Akt erfährt erst der Zuhörer, der es ohr-ehirc schon weiß, dann auch der junge Herzog, der es nrerkwüvdigevweif-c nicht weiß, in einer von traditioneller Leidenschaftlichkeit durchmsten Szene, daß Thibault des Juden Sohn fft. Darob gwße Verzweiflung, . der Mische Antifemitenführer findet seine semitische Abstammung mit seinen politischen Arrschauunigen rvicht ganz so leicht vereinbar wie mancher Wiener Ehristlühsoziale, denkt ar., Selbstnwrd, läßt sich pom Pater Srlvain für die Klosterzelle begeistern rurd kvhrt znm ersten Gedanken zurück nachdem ihm sein Vater nachgvtviesen hat, daß er oigenttich ein echter Jude sei. - Er wirft Gutl-iab vor, er könne, wie seüre garrze Rasse, nur zerstören, nicht aber ausbauen und verschwindet, um die Giftspritze in Wirksamkeit treten zu lassen. Ue-ber der Verzweiflung des Vaters fällt der Vorhang. Frau Claire WaNer/tin spielte die gwße Sgene mit I virtuoser Technik und so viel Innerlichkeit, wie sich in dieser Unwahrhaftigkeit unterbringen ließ. Die Zuhörerschaft zeichnete die Künstlevin durch stürmischen Beifall Ms, an dem auch Herr Jenson (GMieb) seinen ArXeil erhielt, öbwöhl er, ebenso wie Herr Jordan, der, sagen tvir es ehrlich, Vevaftrten Machart des Stückes wie der Charakterzeichnung Mt dem .Lineal anscheir^nd nickt pirl Geschmack. abKugswrrmrn wußtr. 19. Jänner 1923 Nr. 1418 Die Episodenrollen waren gut besetzt, die Juszenievung bei stiodigend. Der Gesamtsindrnck Web aber doch: über diese Art Theater sind wir h'maus. K. Mi Sastspiel der Mlnaer. lRolmd-Bühne.! Die WÄnaergvltppe b e e n d e t ihr so erfolgreiches Wkwev Gastspiel mit Ende dieses Monats. Sie wird all« Stücke, die sie in Wien aufführte, zur Wiedecholung 'bringen; überdies kommen noch zwei Sßremicteit heraus. Montag den 22. d. findet' die Erstausführung von Pevez Hirsch bei ns einaktigem Drama „DaS Newejle" statt. Aus dm Ämtern. Elaalsoprr: S« der heuttae« Dorst^"nq von .Divletta' fingt die Partie des Gumoni Kerr Ernst La»Ger von d;r Wiener Vvtksoper als Gast. Die Pmue der Flora fingt Frl. Lenke. Burgtkeater: Samstag. 7 Uhr. det aufgehobene»! Abonnement und besonderen Preisen *£ 9 r 0 n e v 0 n Bergerae". — Mittwoch.7Uhr, SLönherrs ,iatt«tt }* und .Karrnerleu 1*. — Donnerstag, halb 7 Uhr. *ß a m l c t". 3u dieser Dorfiellung gelangen nur Logen und Parkeitsihe zum Verkauf. Akademtetheoter: Samstag, halb 8 Uhr. „Di e Frau von vierzigSahren". — Mittwoch „Der^ LerrDerteidiger". D 0 I k s 0 p e r: Keule „Sarnttn* mit Frau Getter in derTttelrolle. — Morien ^DieMeijtersinger von N ü r n der g - m>t den beiden Göslen Kerrn Ernst Ftschrr (KanS Sachs) und Kerrn Kubert Leuer (Walter Stolzing).! Deutsches Volkstheater: Morgen» 7 Uhr. neu einjtudierr Dlumenthal-Kadelburgs .Großstadtluft" mit Dr. Rudolf Tyrolt aU Dr. Crustus. — Sonntag, halb 3 Uhr. Nesiroys .D e r Z, r r i s s e n e" mit Willi Lhaller in der Titelrolle. Kammerspiele: Sonntag, 3 Uhr. »Frau L 0 h e n g r i nmit Gisela Werbezirk. Theaterin der Josef st ad t: Keute, 7 Uhr. Erstaufiührung der Komödie .Die Rachel von Ar«tn> Friedmenn mit Ida Roland als Gast. Ein« nationalistische Demonstration im Burgtheater? Anläßlich Wiederaufnahme von Edmund R 0 stands „Cyrano von Bergerac" soll von dentschradikaler Serie eine Demonstration im Burgtheater beabsichtigt sein. Die neuoinstudierte Konwdie des fvanzösischen Dich!ers (deutsche lieber» tragung von Ludwig Fulda) wird morgen Samstag im Burg» thealer aufgeführt. Die Direktion des Burgtheaters hat. sich trotz des Gerüchtes, daß ein Theatevskandal dr« Vorstellung stören werde, nicht veranlaßt gesehen, das Stück dom Repertoire abplsetzen und läßt sich auch duvch WarimnMN nicht, beirren. Ei« künstlerischer Beirat im deutschen Bottstheater. Direktor Bernau hat den Archiven Täuber als künst^ lerischrn Beivat mi bas Deutsche Volkstheater verpflichtet^ Architekt Tauber wurde nnt der Herstellung der Entwürfe für die szenische Ausstattung der demnächst zur Aufführung gelan»! genden „Krvnprätrndenäen" von Ibsen betraut. i Eine Gedenktafel für Heinrich Heine in Berlin. Am Hause' Taubenstraße 32 in Berlin^ ist eine Bwnzetafel angebracht worden, die daran erinnert, daß Heinrich Heine twn diesem Hause aus vor hundert Jahren seinen ersten GMchtband m die Welt schickte. Die Gedächtnislafel zeigt das JünglmgsbW, des Dichters. > Max Brod — Soktwnsrat im ischoch-ifchen Presseamt.' Unser Freund, der Prager, Schriftsteller und Bühnendichter Max Brod, ist, wie der Prager „Pondeilnik" m-ilteilt, zum Sektionsrai im Pressedepartement des MmisterratsPräsidiumS ernannt worden. Eine Hermann Bahr-Feier wird von den ThsÄmÄrvektoteu Deutschlands und Oesterreichs vorbereitet. Bahr bogcht End« Jckrner sein lOjähriges Jubiläum als Bührrer.autor und wird im Sommer dieses Jahves 60 Jahre alt. Die sühvenden Autoren Deutschlands und Oesterreichs haben sich vereinigt iutf> ein Komitee gebildet, das für die Aufsühmng der wichtigsten Bühnenwevle Bdhrs in diesem JubAäumsßchr Sorge tragen^ will. Das Repertoire für die Wiener Ausführung.» wird, demnächst festgestellt. Berwaltungsreform in de» Staatstheater«. An die Stelle des Sektionschefs Dr. Vetter, der brsr.-un Präsident der Staatsthvaterverwaltung war und der am 1 Jänner abgebaut wurde, ist vorläufig MMisterialrat Dr. Renk in getreten, der bis zur Neugestaltung der Staatstheaterverwaltung im Amte bleiben soll. Man beabsichtigt nämlich, die Verwaltung, der Staatscheater auf eine neue Basis zu stellen und vor allem euren großen Teil des 51 Angestellten und Beamten umfassenden Verwastungskörpers abzubauen. Es soll feener ein Beirat des Unterrichtsnmüstermms für die Staatstheatcr geschaffen werden, den voraussichtlich Sektionschef Dr. Vetter leiten wird. Diese Neuordnung dürfte mit sich bringen, daß die Leitung der Staatscheater mit der Kunstabteilung des Untci> richtsministeviums in engere Bozrchlmg tritt. Dir Mutter in der Kunst. Aus Paris wird berichtet: Die. Leitung des Louvre hatte rwch vor dem Kriege beschlosien» aus allen Sammlungen des Louvre jett« Bicher und Skulp» turcn, deren Gegenstand die Mutterschaft bildet, in cwLr' eigenen Wteilung zu gruppieren und auszustellen. Der Ausbruch des Krieges verhinderte die DurchWrung dieses Planes, so daß diese interessante Ausstellung evst fetzt eröffnet werden^ konnte. Den größten Teil der Sammlung bilden frie SOluttet»! bilder, die dem christlichen Jdeei.Lreis entnommen sind. Es^ sind hier Bilder von Botticelli, Perugmo, Lwnavdo da Vinci, Tizian, Raffael, Rembrandt, Murrllo, Rubens, van Dyk und den übrigen alten italienischen und holländischen Meistern. Die Bilder nichtveligiösen Inhaltes, die in der Gruppe vertreten sii.d, fitVb Darstellungen der Erhabenheit, Schönheit und Glück-! seligkeit der Mutter und deS Mutterstolzes. In diesem Teil der Ausstellung überwiegen bereits di« spanischen, svcmzösischen und. deutschen Meister. .

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