Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1413 (19.1.1923)
- Date
- 1923-01-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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SSiette* Morgenzettung. Nr. 1413 Dien, Freitag ^aisdepartement in Washington, daß die minderjährig en Kinder (unter 18 Jahren),von Personen, die nach September 1922 die amerikanische Staatsangehörigkeit erwarben, unabhängig von der Quote ihrer Länder in Amerika einwandern können. Hingegen unterliegen die Frauen solcher neuer Bürger den allgemeinen Emigrationsvorschriften. (I. E.B.) NIwilmMi am de« PaNIam. Gold, silber. platin BS fl »» fl ffi « « ■» «J bei »> LOUIS R0E8SLER VII., Neustiflgasse 119 Keceit KaZemeth l'gsrael (Fori etzuvy) LV.Bez.: Max Fechiner 10*0c o, Div. 15.746. Kusiurseklisv d. -Lauber: Smlg. Feuerstein: Balm 14.22', Div. 4632, ©miß!Kröbil-Gruber 6>.220, Feuerstein-Olderer 31,470, Ehrenkranz»!Robinsohv 84.628. Div. 13.440, d. § ermann Lande: Smlg. Beth. Adolbert Slifterg. 68.000, Bazi Fiichler anl. bü j. Ge» jburisiages ihres Mannes Abraham lO vOO, Adolf Spitzer L Co. i 10.0 )0. Div. 28.500. — 21. Bezirk: Rabb. Dr. M. Rolemnann?50.000, Dio. 8250. Akad. Landesverd.; A. O. jlQ. Med. d. lA-tz 17.250, Cäe'lie Kinkel 20.000. Libanoniahain: Dr. Joachim iKriege! a. N. Frl. Schmidt.Dr. Lamm anl. Trauung 100000# iKiiachduth: d. fitrxbtrg: Neder Sam. W-inberg 10.000, Goid. B ch Auerbach: Mcr. Pordes 50.000. Dr. CH. Taitakvwer '40.000, Ah.-Zion d. Schräge: Dvsne, 10000. d. Scharlfteln: Salomea Bottenberg 23.00 , Div. 21654, d. Kerzberg: Smlg anl. Chanukkah 48.100, Ah.-Zionhain d. Scharsflein: Sm'p. b Makkadäer-Soiree: Paul Ganz 21.000, Dr. Vogelbaum, Dr. Epiegler. Ghrenjlein. Max- Ra'h, Emanuel Neugröschl, Lhelez. D. S.. River je 10/ 00, Div. 147.180, Eeph.-Gnn. r Zehuda Kalewi d. Cäsar Dänen: Thor «spenden der seph Gem. 707.800, Zion. Bank^amle: Smlg. Hermann Schrey r und Frl. Frieda Koch (Merkur): Dr. Brück 10 000, Dio. 11.000. — Rachlrag: 9. Bezirk: d. Med. Kotz: Sng 8. Ivket 14.100, Siegm. Katz 12.000. Dr. R. Gelber 21.814, Div. 26.199. Rachtrag vom 28. Dezember bis 31. De» zem b er 1622. 1.892 844 K. bisher 119,913.586.81 K. insgesamt pro 1922 121,306.870.21 K. - 2. Bezirk: d. Zonistischer Landeskvmiiee v. Makkaböerfeier 701.100, Kermann Gelmann 50.000, Emlg. Exe'birt jr. u. M. Eilen ani. Dar Mizwah-Feier, Keliczer 161.000, Drrein Ahawath-Zion: Smlg. b. Lass Reichrhos 22.820. Kwuza Chawer m: ,m Cafe Reichs» Hot 28.470, 5)*». 7000, Büchs, d. Meier Mendel: L"g. F. Ackeim-nn, S. Fied'er je 10.000, Div. 55.349, Matz-Chawerim 13.500. — b. Bezirk: Solomon Oberländer u. Kam. a. R. d. jungen Chepam-es Tilde-Cmanuel Znckerderg S D. — 9. Bezirk: Makkabi 9 d. Frl. Rosi Weiß 11.285, d. Lnny Beinholz als Peinerlrag b. DeaMirn-Abend 100.000. — 20. Bezirk: d. K. Sclönbergr Minjan Volksbühne 15000, Israel Trompeler lch.v00, Der. Schomre-Kadolh 20.320. * Das Neueste Ist ... Das Neueste ist rraml'ich, daß bei >ns streng ldeinokvatilsche Sitten herrschen. Man hat es nur dis jetzt noch n-ichi bemerkt, aber wir schwitzen gevadegu demokratische Reformen. Ms diesem Wege wurde auch die Auflassung der ersten Wsgenklcrffe auf fänMchrn Strecken der Bundesbahnen bestimmt. Das heißt, „auf sämtlichen" ist vielleicht am« leichte Uebsrkn^bung. Denn für den Fernverkehr und die entsprechenden Schnelltzüge bleibt die erste Klasse selbstverständlich aufrecht — ich bitte Sie, wie sähe es denn aus, wem» die Herren und Damen, die unser Land mit «der edlen Absicht besuchen, hier möglichst gute Geschäfte auf unsere Kosten zu machen, schon an der Grenze vom roten PWsch, ms schwarze Leder isberstüdcki müßten! Cs würde diröki albschreckettd wirken, man könnte am Ende gar den Eindruck geiwmmn, daß Lei un§ demokratischer Geist herrscht, und die Folgen waren nicht cchzusehen. Gm «mffichttger Berkchrsmimister bedenkt solche Wirkungen und versteh, der Demokrat gu nchmen. Die Geste 'M schön, auch wenn sie nur bis Neiulengbach reicht, und es tostet nicht viel. Trotzdem wird der Erttrüstungssturin nicht auMeilben, denn man kann fchr wohl dogreifen, daß die Fvoirarteninhaber, die ihre Sonntage in den Gefilden von Pnrkersdorf zu verbringen pflegen, in ihren heiligsten Gefühlen getroiffen sind. Wenn man schon umsonst fahrt, will man doch iweniiAerrs echter Klaffe -fahren. Sonst aber wird alle Welt gusvleden sein. Denn deffeve Menschen, d. h. Ausländer oder ihre JnlandSkoll-sgen („Ausländer" ist schon längst ein Beruf -m Men, schem es sich um die uper wn handelt), nehmen, wenn sie Schnfucht Mch Gottes freier Natur ustd dem Schampus«, fchwips in Mariazell haben, ja doch sin Auto, und die anderen hegen heißes, bronM>ndes Verlangen nach einer fünften Klaffe. Nicht nreihr wird das Samtidyll die Gemüter der He-virrge verib-Ätern, nicht mehr wird das weiße Schutzdcckchen in majestädi« scher Abwehr fein« Spitzen ausstoecken. Wir sind Demokraten unib kennen -bis Andrü-Wördem keine Klafftnunt,erschinde. Dann lassen wir mit uns reden. Kater Murr. * Krise der rnmkntsche« Presse. Aus B: k« est wird ans brrick irl: Das Kartell der Papierfabriken erhöhte dm Preis für Rvtalionspapier um 30 Prozenl. Die rumänilchen Zeitungen köi'nen elnmüiig feststellen,- daß dleler Preis unumgänglich die Cinl.ellung sämtlicher Zeilungcn zur Folge haben mützie und fordern deshalb den Kandelsmwisier auf, die Erhöhung der Popierpreise zu annullieren, da sonst eine Ka'astrophe der Presse unvermeidlich wäre. * SüdisÄnalionale KuttnegemelndcorLreetung in GIding. Au» GL ding w'rd uns gemeldet: Bei der am 23. November 1922 ssätlgejundenen Kultuswahi drang, wie berichte!, di« jüdiso -nationale Partei durch. Die Gegenpartei Halle einen Rekurs eingebracht,. der nunmehr von der polttsschen Behörde o b gewiesen wurde. Bei der am 14. d. stattpefundenen Konstituierung wurde Kerr Adolf 6 1 e t n i h zum Vorsteher. Kerr V ktor K o h n zum Gielloertreter. die Kcrren Bernhard K! i n g e r. Eduard Seelenfried» Keinrich Soffer, Loses Weiß. Lulius K o t t a s ch und Leopold K e r z o g zu Kuliusräten gewählt. > * Der Tod eines jüdischen LordmajorS. Auf seinem Gute ln Hertfort ist vor kurzem Sir George Fand«l-Philipps >im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Be Eiche u-e war derjSohn Sir Benjamin S. Phillips, -der im Jchre 1865—1866 Lordmafor von London war. Er trat nach Beendigung seiner AuSlandSstuldien in die schon vonomm-ievte HandelSfiuma feiMs Vaters ein und widmete seine freie Zeit dein Dienste der englischen Hauptstadt und dem englischen Judentum, $u dessen bekanntesten Philanthropen er gehörte. Im September ,1896 wurde Fandel-PhilippS einstimmig znm Lordmajor von London gvwählt und , in seine Amtszeit fiel auch die Feier des diamanücnen Julbilaums der Königin Viktoria, di« ihm damals den Baronettiitel verlieh. Um das Judentum erwarb er sich als Präsident des jüdischen SpitalS und des Waifcnasyls und des Vereins zur Unterstützung englischer Minder jüdischer Konfession große Verdienste. * Die ersten P«lastiua-Orangen in Snqland. Die direkte Schiffsversendung der di siähr»g«n palälimenlllchen Srangen rach cknqlünd begann am 2a. November 1922. 9 uf dem Dampfer ..Cyprian Prirce', wurden 16 500 «'llen rach Liverpool vnfcachlel. Ende November find we Irre 34.- 00 K'strn abgegangen. * 0ttloHt£i als GlundenhottlS. Die über die Chambre fevaräes in den Restaurants fo «nlrüst-te Sillenpol'.',ei wird nun ein neues-Feldrugsgebtet besteben können. Sine der ersten W'ener Autoiaxtunte nehmungen ist nämlick daraufgekommen, daß llre Wagen von den Chauffeuren infsl-e der schlechten Geichästsganges m der Nacht an Liebespaare und prome'steiende „Damen" und ihre Begleite» gegen ein entsprechende» Konorar Überlasten werden. Di« Stundentzoleldesttzer sollen darüber sehr aufg»bracht fein und eine polUetIH e Razzia auf den nächt itren tutest mdrlaßen ve»langt haben. Dieser neue ,Gelchäftszweig^ soll n^bekonders am Mürmhilfernürl-l fe'r in Blüte i'e'<n, * Ein Schaffner. In einem Motorwagen der Linie 18? der elektrischen Straßenbahn (Nummer 2891) hat sich am Sonntag den 14. d. um ein Vievtel 8 Uhr nachmittags der folgende Vorfall abgespielt: Ein junger, durchaus nicht iüdisch aussehender, gutgekleiderter Mann wollte seinen Fahrschein mit einer 10.000 Kronen-Note bezahlen, worauf ihm der Schaffner erklärte, er könne einen derartigen Betrag nicht wechseln und ihn aufforderte, entweder in den Beiwagen umzusteigen oder den Zug überhaupt zu verlassen. Eine schüchterne Einwendung brachte den Schaffner derart in Harnisch, daß ev den Fahrgast unter Qualifizierung als „Galizianer" einfach vom Wagen drängte. Ein Teil des Publikums, sche»nbar „echte W e a n a", verfolgten den Vorgang mit sichtlichem Vergnügen, besonders da der Wgeschaffte nicht den Mut fand, energisch zu protestieren. Einem Mitarbeit-r unseres Blattes, der den Kondukteur auf das Ungehörige ieineS Benehmens aufmerksam machte, wurde nnt dem Wachmann gedroht. Ms sich unser Mitarbeiter nicht einschüchiern ließ, sondern Zeit und Ort des Vorfalles genau notierte^ wurde der bis dahin recht laute Schaffner etwas gemäßigter und verschwand in das Innere des Wagens. * Große Explosion aus einem italienische» Schlachtfelde. Bei der Entladung von Granaten auf dem ehsmaligen Schlachtselbe von Mochetta Kölschen Udme und Triest hcst sich eine Explosion ereignet, wobei große Mengen bereits zur Entladung liegender Bomben explodierten. Auf einem anderen Entladungsplatz explodierten ebenfalls zw« Gvomaten, fünf Arbeiter wurden getötet und mehrere schwer verletzt. . * Die Hehlerbörse im Kaffeehaus. In der letzten Zeit nahmen die Fälle zu, daß Waren, di« vor Geschäftslokalen ausgestellt oder ausgehängt werden, gestohlen wurden. Dies« Art von Dieben führt den Namen Hetzer- und ist deshalb schwer zu fassen, weil für die Beute leicht Käufer gefunden werden. Die Polizei ermittelte, daß das in der Fvanzensbrückenstvaße 13 gelsgene Cafe „Hammer" einer der SamnrÄpunLte der »Hetzer* ist, daß sie in der Regel ihre Beute dahm bringen und namentlich der Pächterin, der 47jahrigen Berta Stratka, eine Abnchm-er'm finden. Es wurde festgckstellt, daß eine wohlorga-'.visievte Bande von „Fetzern" die Geschäftsstraßen regelmäßig durchstreifte. Sechs Mitglieder dieser Gesellschaft würden verhaftet und gemeinsam »nit Fra» Stratka dem Landesgericht übergeben. * Plötzlicher Tod. In der Werdevtvvgasse ist gestenr der 60jährige Kaufmann Jakob Rabinovre Ms Belgrad infolge Herzschlages plötzlich gestorben. * Verhaftete Schwindlerinnen. Di« Polizei verhaftete die Kunstgelverbeschülerm Wilma Wolfsthal Ms Budapest und di« Erzieherin Marie Werner aus Odrau. Sie hatten sich bei einem gewesenen Advokaten als Beamtinnen -des LandeÄgerichtes ausgegeben und -ihm Mitteilungen über einen entfernten Verwandten gemacht der sch fort einiger Zeit wogen betrügerischer Krida in Untersuchungshaft befindet. Sie lockten dom Rech-tanwalt Kleider im Werte von 6,280.000 K. und Bargeld heraus und stahlen Mßevdem eine Platinkette im Wert« von einige»» Millionen Kronen. Di« beiden Mädchen, die ein Abenteurerleben führen, waren erst jüngst aus dem Landesgerichte entlassen worden. * Privatistenprüftmgen ans israelitischer Religion. Die Priva'-isteuprüfMlgLn Ms israelitischer RÄigion für Schüler und Schülerinnen an Volks- und Bürgerschulen finden mit der Wirksamkeit ab 1. Semester des Schuljahres 1982—23 nicht mehr durch 'besondere Prüfungskou»missäre statt, sondern durch den Religionslchver jener SammÄstatton, welche novmalmäßig die zuständige wäre, wenn der betreffende Schüler(m) vom Besuche des öffentlichen ffvael-itischen Relig-ionsunt-errichtes nicht d'.spensiert wäre. Die Pvlvatistervprüfungen werden alljährlich pcftm Schluß des 1. und 2. Semesters in den Standorten der Säurnrelstatione»» abgehalten. Die Devrnine für die Prüfungen sind von den pvüferlden Lehrern den zuständigen Schulleitungen jeweils 14 Dag« vorher bekantzugeben. Die Prüftrngstaxe betragt derzeit 20.000 K. pro Gemüter. Der Betrag ist im vorhinein an der Kasse der isra-Äitischen Krrltusge-nieinde, 1. Betz., Seitenstetterrgasse 4, 1. Stock, oder bei den Bezirksämtern der Kultusgemernde, IS. Boz., Turnergasse 82, 16. Bez., Huber- ^alle 8. ^8. Bes.. SchoLrenharrerstraße 39. und 21. Be^, Holz- IS. Statt 1923 ■ eOi t . -- --^ meistergasse 12. in der Zeil von S bis 18 Uhr vovnrÄtaas m erlegen. Die Quittung hierüber ist dem prüfenden ReligionÄ lchrer vor der Prüfung zu übergeben. — Die Pvivatrstenpoüs furmen für Schüler an Mittelschulen finden Donnerstag de» 1. Februar 1923 von 3 bis 6 Uhr nachmittags, 1. B^i., Seiten^ stettengasse 2, 2. Stock (Rrbbinatskanzki), durch Herrn Schubs rat Professor Dr. Heinrich Pollak statt. Die PvüfungStaxe btt trägt 20.000 K. pro Semester und ist rm vorhinein an der Kassa der israelitischen Kultusgemeinde, Wien, 1. Dez., Seitenstetten^ gaffe 4, 1. Stocks zwischen 9 und 12 Uhr vormittags zu mW, richten. Die Quittung ist dem Examinator vorzulegen. \ * Die Mindestbezüge im Handelsgewerbe für den Monat- Jänner. Die paritätische Kmmniffion des Gveirrmms derj Wiener Kaufmcmnschast hat die Veränderung der Lebens-! haltungskosten aegentiber dem Monat Dezember mit 1 Prozent! plus festgesetzt. Die Mindestbezüge der Angestellten »m Morat Jänner 'betragen demnach: Während der erstow sechs Monate der. Praxis 404.283 K., nach der Fvei'sprechüna im zweiten HaGichr der Praxis 444.804 K., nach einiähri-gev Praxis 485.324 K., nach zweijähriger Praxis 545.184 K., nach! dreiiähriger Praxis 605.964 K., nach vierjähriger Pr-axisj 666.744 K., nach einer längeren als fünfjährigen Praxis^ 727.526 K., Angestellte (Anfnger), die mindestens einen zwei-, jährigen Tageskurs einer Harrdelslehranstalt mit Erfolg absolviert haben, echalten die oben angeführten Bezüge nach einer! dreimonatigen praktischen Betätigung. Während dieser Zeit er-, halten sie ein Entgelt von 863.763 K. Die Mindest löhne der Handelsarbeiter betragen ab 22. d. (erstmalig aus«! zahlbar Samstag den» 27. d.): Für Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum vollendewn 17. Lebensjahre 69.919 K., für mämrliche Arbeiter unter 22 Jahren 113.619 K.. für männliche Arbeiter über 22 Jahre 166.058 K., für weibliche Arbeiter unter 22 Jahren 87.399 K., für weibliche Arbeiter über 22 Jahren 113.619 K., Zehrgeld 4370 K. Die Mindestbezüg« füv Lehrlinge: Im ersten Halbjahr der Lehrzeit 73.673 K., im zweiten Halbuhr 92.092 K., im dritten Halbjahr 110.510 K.,, im vieren Halbjahr 128.929 K., im ftinften und sechsten Halb-! jahr 147.847 K. > * Ein neuer Gottfried Kellu-Filw. Aus Gottfried Kelle.'si reizender Novelle „Dietegrn" hat die „SSolo Filmgesell-- schüft" einen Film geschaffer^der -urter dem Lite! ..W a bs pur gisnacht" den Vertretern der Presse uno der Branhej vorgeführt wurde: Die Anerkennung, drr er fand, mar v.^i'nufs verdient» der tüchtige Regisseur Ernst Marischka hat do-ürj gesorgt, daß alles, was zu eurem guten Film gehört, da ist: ent«j zückende Bilder, unterstützt durch die kleidsam« Biedermeier.racht^ wundervolle LichtefMe, übevwAttgende Landschaftsbilder, Fest-j trulbel und KriegsgetümmÄ. Die Inhaltsangabe war von Ho-! munkulus (Dr. Rovsrt Werl), dem Bearbeiter des Fün'.s, rnl Verse geformt, die — als besondere Nsuhett — von ulkigen BA-j dern begleitet waren. Der Film handelt von der Liebe und! dem Trotz Meier junger, blühender Menschenkinder, die nach vielen Hindernissen doch glücklich zu einander kommen. DaÄ Publikum zollte dem Film reichen Beifall. Diese Neuheit bcr| heimischen Filmindustrie läßt sich großer Evfolg leicht Vovaus-f sogm. e. k. * Teilweise Verlegung der deutsche« KonsulatsaLteilunr in die Gesandtschaft. Wie die deutsche Gesandt schalt mirtettt,- wird von Montag den 22. d. ab Ne Bsavbettung folgender Ge-! fchäftszweiae der Konsulatsobteilung nach den Räumen der; deutschen Gesandtschaft. Wien, 3. Dez., Metternichgasse 3. ver-! Legt: 1. Alle wirtschaftliche« AngÄegenhevten im weit-estvn! Sinne; 2. alle Angelegenheiten be'reffend die Wsedersinbüvgtt. a und die Beschaffung von Heimatschemen. Im übrigen! t die Dienststelle am Graben 12 bestchen. Die Konisulats-! abt-silung bleM Freitag und Samstag für den Par-teienverkchr geschlossen.! * Der Amerikadienst des Norddeutschen Llohd. Aus Bve-! men wird uns berichtet: Der Norddeutsche Llohd nimm^ ab! März seinien früheren regelmäßigen Schiffahrtsdiienst von Bremen nach Philadelphia und Balttmove mit eigenen Schiffen! wieder auf. Ms erstes Schiff wird am 7. Marz der uvuerbaute! Dampfer „Porta" mit 6500 Tonnen Tragfähigkeit abge-hen.i Die Dampfer „Eisenach" und „Hameln" folgen m dveiwöchent-! Lichen Abständen. Später wird der Dienst regelmäßig nach! -einein achtzohn'äai,M Fahrplan durchgeführt werden. DiL Dampfer „Porta" und „Eisenach" befötdem auch eine bc-i schränkte Anzahl von Kajütenreifenden. * Aerstliche Fortbildungskurse für Haut- und Geschlechts-! krankheiten. Die von der medizinischen FalMLt veranstalte-! ten ärztlichen For!blldungskurs« über Haut- und GeMechkskrankheiten und deren Nachbargobieten, mit besonderer Berück-j sichtigung der Therapie, finden in der Zett vom 12. bis! 24. Föbvnar statt. Die Seminarübungen finden vom 26. Fe-> öruar bis 3. März statt. Unter den Vortvagenden befinden sich! die Professoren Riehl, Finger, Pilz, Kyrl, Mucha,! Krenn, Leiner, Hausmann, Ortner, Schlesin-! ger, Eppinger, Kerl, Wirt, Jelinek, Arzt, Neu-i mann, Freundlich und Oppenheim sowie «ine An-j zahl DoMten. * Der Hinunv Rückfahrschein gUt auch am Freitag, vormittags. Der Gemeinderatsausschuß für die städtischen! Unternehmungen hat in seiner letzten Sitzung einen für! die Kurzarbeiter wichtigen Beschluß gefaßt. In vielen großen- Betrieben findet infolge der Arbeitskrise gewöhnlich bereits! Freitag vormittags die Lohnauszahlung und der Schluß der- Arbeitswoche statt. Die Arbeiter dieser Betriebe konnten! bisher den Hin- und Rückfahrschein nicht benützen, da dieser! nur an Samstagen schon von 11 Uhr vormittags an, an! den übrigen Tagen aber erst von 2 Uhr nachmittags ani gültig war. Diese Bestimmung wird nun abgeändert und! der Hin- und Rückfahrschein wird an Freitagen ebenso wie! an Samstagen von 11 Uhr vormittags an Geltung haben«! * Ein« fertthenfreie Woche. Im Volksgemndheirsamt: im Bund^ministerium «ür soziale Verwalrung wurde in der! Woche vom 31. Dezember 1922 bis 6. d. weder eine Neuerkran-! kung an Blatlein, noch an Cholera oder Flecktyphus angezeigt.! * Amttichsr Wetterbericht. Zn den nördlichen Alpen! hält Frost an. Stellenweise sä nett es noch. Die südlichen LÜndett baden ichön^s Weiler. Die Südweftssrömung iss über Noideuropa! bis zum Weißen Meer vo.aedrungen. Mttle>- und Sübeuropa: haben nbrd'iche und nordöjiliche Winde. Vorauslage: Veränder-! liche Bewölkung, leichter Schneefall nicht ousge-j gossen, Temperatur wenig verändert, lebhafte nordössluye, * Der Bukowinaer Zenttcllverband (Wie,r, 1. Bezirk,! Elifabethstraße 9) appelliert au alle h!er und in Oesterreich! leberrdeu reiche n Bukowinaer, sich ihrer in Wien befind-! lichen Landsleute, die sich durch den allgemeinen Abbau und! Schicksalsschläge in größter Not befinden, in der Weise! anzunehmen, daß sie Spenden an den Verband unverzüglich^ einzusenden. Die Not ist größt