Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1402 (8.1.1923)
- Date
- 1923-01-08
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Seüe 2 Wien, Moniag Wiener Morgenzettmrg. §. Jämrer 1923 Nr. 1492 iemigttn Staaten energisch Protestierer! und dieser Protest könnte auch die Gestalt einer Zurückziehung der amerikanischen Truppen vom Rhein annehmen, wofür übrigens starke Stimmung im Kongreß bestehe. + ■ PWmre MbWert Me Mm Sntrräe. \ m•Ai'iv H ‘ hA*,v ,\ ■ Paris, 6. Jänner. (Wölff.) Der ^Matiü" beq spricht: Ministerpräsident Poincarä W. gestern nach' Warschau» Bukarest, Prag. und Belgrav telegraphiert, um die befreundeten Regierungen über die durch die Konferenz geschaffene Lage zu unterrichten. Sie könnten aber beruhigt sein. Man werde von ihnen nicht perlangen, zwischen den beiden Mächten zu wälzen, die die Hauptgründer ihrer staatlichen Eircheiten gewefen seien. Sie wüßten, daß Frankreich mit ihnen sei. Es sei unwahrscheinlich, daß England in dem Bestreben, Deutsch land zu schonen, soweit gehen werde, ihre wesentlichen Interessen hintanszustellen. ZAsMAmentrttt des RMstagss. Berlin, 7. Jänner. (Telegramm unseres Korrespondenten.) Die nächste Sitzung des Reichstages ist für den 10. Jänner anberaumt. An diesem Tage wird sich der Reichstag mit den neuen Krediten beschäftigen. Die Besprechung der außem politischen Lage wird am zweiten Sitzungstage stattsinden. M NHkrMMSkoKmWorr will IeMchiMÄ Wre«. Pssls, 6. Jänner. (Havas.) Die Reparations- (Ommision^hat in ihrer heutigen Sitzung dem Verlangen nach Anhörung der Vertretung Deutschlands in Angelegenheit der Verfehlungen in den Kohlenlieferungen st a t t a e g e b e n. »B r a dbury schlug den Dienstag,vor. stimmte aber dem Vorschlag B a r t h ou s zu, den Montag hiefür sestznsetzen, der dann einstimmig angenommen wurde. Die veuttche Regierung hatte llir die Anhörung der deutschen Vertreter den Mittwoch Vorschlag?«. 28.« PMemaN für 88 Mar? ln Gold. Berlin, 7. Jänner. Ankauf von Gold für das Reich durch die Neichsbank und die Postanstalten erfolgt in der Woche vom 8. bis 11. Jänner zum Kurse von 26.000 Mark für ein Zwanzigmarkst ück itnö von 13.000 Mark für ein ZHnmarkftück. Mitteilungen MMGMWm. üki'WHERE ENTHAARUNG - 'iiy., >. , Wxn-WWW« . ZchMMD M mvnfA^JkroIDM <ft&lobtj&«pd aldtäldps LMvnUääk ■jr.-v, unaohÄdUoh \ H » n p tdiWp o tiniti ä'M er®» »4 r „ ros Waldticimapoihäke,Wien, I«, Himmeijsfortg. 14 Ijr" ' ‘'r V r> vi ä neLr* 1® k o n i ln Oestorrelob K 14.000 - England —'S ah. Ataeillc» 50 cts. .. ii Bel Vi'?e;asoQdiaztff des Betrages ir&nkoJSftus 'mfmmmm der Haarwurzeln dculen, wodurch!^ls stärkere Ausfallen und der ungenügende Ersatz bedingt ist. Eine besondere Rolle-'spielen zweifellos nervöse Ein-, flüffe, die, D Mgemetzwr Blutarmut wpaart. an- -dem! getvöhnlichen stärkeren Haarausfall schuld sind. Auchj KraiÄhellen, die -die.Kopfhaut befallen,. können Veranlassung zum HaarsKvund geben. Viel bekannter noch ist ernr Älopekie (Haarschwund) nach syphilitischer oder tu^ojer Iss AsMW RaW«s «MMrderi. Prag, 7. Jänner. (Telegramm unseresKorrefpon« venten.) In Prag herrscht volle Rn he. Ws Befinden Raschins ist unverändert ernst.' Am Abend hatte er 37,6 Temperatur, 1V5 Puls. Appetit und Stiwmrmg sind gut. . P r a g, 6. Jänner. (Tschech. Pretzburearr.) Neber das Befinden des Finanzmiinsters Dr. Raschln Wird um 6 Uhr abends gemeldet: Nach Neberwindüng des gestrigen schweren Chocks konnte heute zu einer eingehenden Röntgen- Untersuchung geschritten werden, wobei festgestellt wurde, daß das Geschoß den elften Brustwirbel schräg durchschlagen hat und am unteren Rande der Vorderseite desselben stecken geblieben ist. Auf seinem Wege hat das Geschoß das Kückenrnark verletzt. Seine Entfernung -wäre zwecklos und würde das ständig ernste Befinden unnötig schädige«. Temperatur: Früh 37,9, nachmittags 38,1, 6 Uhr «achm. 37,5, Puls 115. Der Kranke ist ständig bei vollem Bewußt s e i n und trügt sein Leide« mit bewundernswerter SeelenstLrke. - Das des Täters. r" P«ag, 7. Jänner. (Telegramm unseres Korrespondenten) Der Attentäter hat im Laufe der Untersuchung er- Kart, daß er sich nach der Tat «i ch t v e r st e ö t habe, um der Sirrfe zu entgehen, sondern daß er v o r s e i n e r B e rhaftuSg den T irektor der Z i vn osten Sk a Banka Dr. Preiß ermorden wollte. Dieses Geständnis wird dadurch bestätigt, daß beim Attentäter A n fzeichn ungen gesunden wnrden, in denen er diese« Plan schlegl. I« fernem Ngtizbuch ist auch ei« dritter Name, der aber nnleserlkch ist, verzeichnet, dessen Träger, wie es dort heißt, „nt i t j allen m u ß". M«deskM!er Dr. Seipü bei Horthy, '! Budapest, 7. Jänner. Das Ungarische, Telegraphen-Korrespondenzbureau meldet: Bundeskanzler Dr. Ss..rPel unb Minister des Aeußern Dr. Grünberger erschienen in Begleitung des Budapesier -österrei'hischen Gesandten C a l i c e sowie des ungariischen Gesandten in Wien v. Mafirevich heute,kurz nach di eiviertel 1 Uhr in der königlichem Burg. Der!Bundeskanzler und Minister Dr. Grünberger -wurden vom Reichsverweser in Audienz empfangen, die 25 Minuten währte. , Nach der Audienz begaben sich der Bundeskanzler und Minister Dr. Grünberger irr das Hotel „Donaupalast", wo der ungarische Minister>deS Aeußern Doktor ,v. D-a TU v a r y ein Dejeuner gab. v Schwerer Avtomfa« in brr Berggaffe. Ein schwerer Aukounfall. der ein Todesopfer erforderte, hat sich gestern Sonntag abends in der Berggaffe, im 9. Bezirk, ereignst und riesiges Aufsehen hzervorgeruwn. In einem Äutötaxi, das der Besitzer Johann Brunner, Heittgenstüdterstratze 187 wohnhaft, lenkte, wollten gegen 7 'Uhr drei Herren, der Stahl-- warenhäMer Jacques Fried,' am 15. Juni 1877 zu Frauenkirchen geboren, der Kaufmann Wolfgang Tauber, 3. Bezirk, Rudolf von Altplatz 4 wohnhaft» und ein dritter Bekannter, zur „Neuen Wiener Bühne" in der Wassagasse fahren. Im Theater war schon die Gattin des Kaufmannes Fned anwesend und errvartete ihven Gatten, der sich mit seinen Begleitem ein wenig verspätet hatte. Als das Auto an die . Ecke der Wafagasie kam und in diese Gasse eben einb:eg«r wellte, sah der Lenker Brunner ein Auto, das ihm von der Liechtenstemstra^e durch' die Äerggasse entgegenkam und auch in, die Wasagasse einbiegett wollte. Brunner sah einen Zusammenstoß voraus und wollte ihn dadurch verhüten» daß er sein eigenes Auto, zur Seite lenkte. Er Verriß eS aber derart durch heftiges Anziehen dcr Kurbel, daß das Auto sich vollkommen über^chlug und daß die Karosserie vollkommen in Trümmer ging. Unter den Trümmern des Autos lagen der Lenker und die Insassen. Ein breiter Blutstrom quoll unter den Trümmern hervor. Passanten und SicherheitSwache bemühten sich, das Auto so weit zu heben, daß man die Verunglückten hervorziehen konnte. Das erwiqs sich als unmöglich. Die Feuerivehr mußte berufen werden. Rettungszüge rückten an, und nach einiger Mühe xe'ang cS. die Trümmer zu heben. Dis Insassen wurden hervorgezogen. Der Kaufmann Fried w'ar schon tot, seine Lerche wurde in düs Haus der Gastwirtschaft Gilly getragen und ^»ort gebe'trt. Die RettüngSgeselllchaft wurde berufen- und kam mit einem HilfSzug. Kaufmann Wolfgang T a uber, der einen Armbruch und eins schwere Kopfverletzung erlitten hat, wurde verbunden und ins Sanatorium gebracht. Autl>besitzsr B ru nner, der innere Verletzungen erlitten hat, wurde auf die Unfallstation geschafft. Auf dem Unfüllsorte fand sich der Bezirksleiter vom.Alsergrund Hofrat Dr. Klose mit dem Oberbezirksrat Regierungsrat Dr. Hlavätsch und Kommissär Dr. Dornauer ein und nahm den Tatbestand auf. Die Gatttn des Kaufmannes Fried wurde im Theater .schonend von dem Unfälle vecst 'udigt und kam von Entsetzen erfüllt zum Schauplatz des-Unglückes, den eine pesi'it Menfchenm-nge umsta w. Kaufmann Fried hat seine Niederlage am Franz Josefs-Kai Nr. 7—9 und hat in der Seidlgasse 14 gewohnt. Seine Leiche wird gLrichtlich geöffnet werden. Die Trümmer des Autos schiaffte die Feuerwehr weg und wusch auch mit Wasserstrahlen die Straße vom Blute auf. , MvL an ne Diese angedeuteten KränkheitszustLnide sind aber meist nicht die Ursache, daß insbesoirdere die Erwachsenen langsam sich ihres Haarschmuckes beraubt schon. Hier sind meist Störungon der Tallgdrüsensekretion im Spiele. Sowohl beim weiblichen als auch beim männlichoy GesHlechte entwickelt sich zusehends das KranklMsbild der Seborrhoe, bet übermäßige Talgsefekvetio.n, am Kopse. Die Kopfhartt erscheint mtt fettigen oder trockenen kleieartigen Schuppenmassen bedeckt. Bei' starkem Fettgehalt sind die Haare geradezu Verftszi. Bei der mehr trockenen Form schon die Haare wie gepudsA aus. Rock und Kragen des Befallenen sind mit weißen.Hautplättchen, bedeckt. Langsam stellen sich Haarlosiakeit am Scheitel und an den .Schilafen ein. Und so entsteht dtts bekannte Bild der Glatze.! Gewiß gibt es auch Formen des Haarschwundes chne Seborrhoe der Haut. Von Bedeutung für das Auftreten des Haarvetlustrs werden noch viele Momente, wie angeborene Disposition, Mutarnmt, VerdaMlNgsstörungen, herangezogen. Für diese Störungen des Haarwuchses beschüldigerr einige Autoren auch einen Fadenpilz, ähnlich wie bei der hauptsächlich bei Kindern auftretenden P i l z e r k r a n- Zuna der Kopfhaut, der sogenannten Mikrosporie. 1 Diese Haarkrankheit tritt epidemisch in Schulen und Waisenhäusern aus, wird von Mensch zu Mensch übertragen. Bisweilen vermitteln Bürsten, Kämme in Badeanstalten und Nasierstuben das Äetden. Die Mikrosporie wurde zuerst in Frankreich beobachtet, kam auf ihrenr Zuge nach dem Osten über Deutschland zu uns, wo man bereits wiederholt verseuchte Schulen aufgedeckt hat. ' Die Krankheit tritt, wie bereits angodcutet, nur bel Kurdern aus und ist überaus ansteckend.^ Man findet'auf dem Kopse der Kinder rundliche, kahle Hautstellen, mit grauen Schuppen wie mit Asche bedeckt aussehend. Darüber sind die Haare bei seitlicher Ansicht wie abgebrochen. Die kurzen Haarstrimpfe lassen sich leicht entfernen. Die einzelnen kranken, tonsurartigen Stellen fließe« joft zusammen imd stellen so größere Herde dar. . \ Diese Haarkrankheit Hellt, sich selbst üöerlaffen, tooE nach langer Zeit von selbst aus, aber erst dann, wenn vollständiger Haarschwund eingetveten ist. /. j Man sieht bisweilen auch stärker entzündliche Forme«,' wobei es zu Borken und Blasen kommt, welcher ZustM dem eines harnllosn Kopsekzems ähnlich sieht. . .! Die Feststellung der Erkrankung ist nicht leicht, aber infolge der großen AusteckwngsmöglickMt schr wlchtig. da ein krankes Kind >den Herd für eine , ganze Schulspidemie abgeben kann. Die Schulärzte, denen die regelmäßige Untersuchung der Kinder anvertraut ist, haben die verdächten Fälle sofort einem Krankenhause zu überweisen, wo mittels einer einfachen Methode, der mikroskopischen Untersuchung der kleinen Schiippchen, die die Krankheit verursachende« Fadenpllze gefunden werden. . - Die beste Behandlungsmethode ist heute die Röntgen^ bsstrahlrmg, die eine rasche Enthaarung herbeisuhrt und damit die Jnsektionskeime. entfernt. Nach mchrfachen Schälurcgen der Kopchaut durch Jodtmkturpinselnngen erfolgt neuerliches Wachsen der Haare. Neben dieser Pllzerkranknnq des Kopfes gibt es noch die Barrflechte. von dev Lnnembie.Osstspre! tter WiUNAföU TRUPPE Heist Monia« den ' S. Jänner 1923, 11 Uler abend« UR1EL ACOSTA üet Hsusarzt. Redigiert von Sanel Beer. " Die Haarkrankheiten. Wenn man im allgemeinen von Haarkrankheiten spricht, so dmkt der Laie s-cwöhnlich an das Ausfallen der Hckare und an die Glatzenbildung. Ein' vorübergehender stärkerer Schwund der Haare '—' es handelt sich'meist üm'd-ie Kopfhaare — beobachtet män Dch dsn verfchrHbensteU Krankheiten, wie Typhus, Scharlach, LunsMentzündung. Überhaupt tritt eine länger baüernde Haa-rlosigkrit, nach schweren konsumierenden Leihen ans., Man rmch dgböi an eine chyngelnhe Ernährung stattgefunden haben. Bleibende Haarlosigkeit bedingen stets Krankheits- Prozess:, die eine Zerstörung L.r Haars?ll«M hcrbeisnbron. Hiezu gehört der bei uns selten vorkommende Favus odep Erbgrind. Wieviel sich auch die mediMsche Wiffenschaft mit denj verschiedenen Ursachen des Haarausfalles beschäftigt hat, ein Allheilmittel ist bisher nicht gefunden worden. Die infektiöse Form der Mikrosporie vermag man zu heilen, bei den anderen Arten ist. durch Besserung des Allgemeinzustandes, des Blutbildes, durch Reizmittel auf die Kopfhaut nur solange ein Erfolg zu erwarten, als noch Haar- Papillen da sind. Die bestangepriesenen Rellamehaarwässer sind dann wertlos. , i AerzMÄer FrmMste«. Höhensonne. Manche Aerzte behaupten, gute Erfolge bei Haarausfall Mt der kiinstlichen Höhenscunenbe- Handlung gesehen zu haben. Karbunkel. Der Arzt wird wohl bei diesem Leiden an Zuckerkrankhell gedacht und den Harn untersucht haben. Unglück! ich. Sollte der Arzt Wirklich die Diagnose chier bösartigen Knochengeschwulst gemacht haben, zicher? Sie mit seinem Einverständnis einen Chirurgen bei. Bei Bestätigung, wird wohl nichts übrig bleiben.^ als das Bein zu amputieren, um das Leben zu retten. Sie muffen vor, allen: Vertrauen zu den Aerztcn haben. . .Fuß s ch m e r z. Plattsußeinlagen soll, der ovthopädii sche Arzt nach dem Fuße McheN. Die. fertigen .Einlagen der Schuhmacher sind schlecht. < II^ Taborstraße 48 Telephon 47*1-78 En ^ros En dalaif