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Wiener Morgenzeitung · 1923-01-02 · Heft 1397 (2.1.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1397 (2.1.1923)
Date
1923-01-02
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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X Dien, Dienstag J9!eite* WhUfinKtelfttiig« -'. Jänner 192$ Nr. Pf|7^PFI7 I kbai-IUsi I ■■■ «lute -* -Sattts «,»» mm BILLIGER Ifönp «ran Wiener Pelz Warenmarkt Sr@itfeld&Lander, Wien,II. Kl. SperN?isse 8 (JliitraUj W» M«E»LL 1«Lqsz»L»«U» -4RSbeiten, wie beim Kanäle graben und Schächte bauen, nicht ücH Ns RsntsneMruWe Negirrmr». Rom, 31. Dezember. Die montenegrinische Regierung in Nom erklärt tu den Blättern, das; die eventuelle Neberftcbltmß der Königin Milena Zu den Verwandtem nach Belgrad au den» Fortbestand der monienoar-.nifthen Aegftn-ng in Italien nichts andere. LagesberiG AEisch« ÄoSeMM«. wird daraus anfmercksmn -gemacht, daß l-ü in dirsein Fahre ausgegebenen Echekelquittungen tmvö\ die Vevichiebentxit ver Farben die Eondcrverbände olxr Landesorganisationeil kenttzeichnen. und zAmr bläu für o'Up.nmhvc Amnstihyc Landrsotyanisationen, lila Misrachi, rot Poale?>ion. grün Hituchdnrb, braun Zeire Zion. Außerdem ist ans febct Scheketqilütung die betreffende Föderation bezeichne». Die von der ösierr.ücrnichen Organisation ^au--- oeaebeneu Schekalün tragen überdies aus der Schekefguitt-nn-g die Stampigln: des* Zronütischen Landcskomitees» '.'esiebnugälveift der ansgeöenden Beürksorgarnfttivn oder -Drrsgrnope. Ti-? Kesinnungs«;snolsen. die dem ösierwichrüH-.r Zionistischen Landesverband angehören, werden nnf>nfOrde'v, nur so ^zeichnete blau? Scholaliur zu kaufen. Die Bczirkösektimwn roerderr ansgefordert, die durch ^lirk'.rlar e»npsoblc:»e»r Schrftllieftc sofort einzufsihrcn, um die Kontrolle über die LcheLelansgabe und Verkauf au^ üben -,u kömre'.i. Da der Parteirat cun 7. o. n-m 3 Ulrr uochutttiagS imUsindet, »ordern wir die BezirLsftltionien 20, die Son-- derbrrbiiru'e Jchuda Halewr und Hiwchduth auf, uns jpätstens bis pum 3. d. d. die Wahlprowkolle vorzuliMn, da diese dem am 4. d. sagenden Partcigerichle z»»r HHrft f'Iirrung vorgeiegt werden können. I u g e n d a ui i. .'beute llm 6 Uhr abends si»»det im Zlkgel'.dantte, 2. Be;., Toborstraße 20 a. eine Besprechung du.- viertreber der dem Jugendamt? rnvgeschlossenerr Iugeudgruppen siari. Tagesordnung: 1. Strllüngnahm e dw Ju^irdgruppen gu.r Dchelelaktion. 2. -Ho- '".rcrb. 3. Iu^ndzeitschrift. 4. Eventuelles. f*uS8tn5 KrlMvMstheorir Im so-«. Line Urania-Auffühnrug. ir-' wird wenige geben, die den Namen. E i u ft e i n noch nicht {fnncM, die nicht wisie»», daß der große Physiker eine neue phvsikaiische Theorie von »rngeheurer Tragweite anfgesto'lt not. die unser vermeintlich richtiges Weltbild '.;u rtooinionieicn droht. Nur wenige kennen den Inhalt dieser Tycorie n.no noch tvenigcre ihren Zusammenhang mit den übrigen Theorien der Physik. Ter Begriff der Relativr« rci: spült schon in den Netvtonschen Mechanik eine große Rou-.'. (•.‘•MX mit der Rassischen Wellentheorie des Lichtes dos ÄnyZhcn» und Fresnel war er nicht vereinbar. Ebenso vrar es tan^ Zeit unmöglich, ihn mit der modernen hheoric E Elekirihtät von Maxwell in Einklang z» vrilrgen. Tics LN Theorien liegt der Begriff eines AetherS olch Träger der Lichte und elektronurgueKschen Erfchoimmgen z'.nu'l'vd-?. Tic Versuche, die t'seschwindrgkeit der Erde irr V.rzu.g ans den Acthrr gu bestimmen, ergaben mit immer .orönc-r-w Genauigkeit das paradoxe Resultat, daß die Erde in lx-;,!g auf den Aether ruhe, obwohl andererseits die bekannre, von Bradlcyn entdeckte Erscheimutg der A-ervativn dos «^genteil Zn beweisen schien. r?if den fünfziger Jahren des verflossenen Jahrhunderrs ^".rrden nun die Grundfesten der klassischen Theorien v?n ch?"nn?ndc.7 «öelchrten, insbesondere von E. Neumonn, Lange, Errrst Mach, Henry Poiucare seinem Vetter des ' t'-'oeu sranzöstschLn Ministerpräsidenten), immer einsvb-"dcr angegriffen. Düse Angriffe reiften mdlich die Ei'li'nnv'is der Nelaüvität nicht nur des Raumes, sondern >>uch der Zeit,, d'e von Poincare und Einstein ausgesyr-'chrltonrd.7. Diese Erkenntnis, angewendet auf die Tbeoriev d?r Licht- und elektrischen Erscheinungen, führte vir ocrdcrr -Forscher dahin, daß auch die optischen und elek«!'öscht.'n Erscheinungen den Gesetzen der Relativität geh-u ii n und daß daher die Geschwindigkeit der Erde gegert ölcth"7 nicht bestimmt werden kann. Dadurch war der Begriff der Relativität wieder im weitesten Umfang in die Türoricdc-r Physik emgoführt, aber der Begriff der absoiv:-rv. Zeit, wie wir ihn zu denken gewohnt sind, war da» •r:; r \ r;t. Auch die Zeit war also relativ geworden. Dieser Fortschritt d^r jetzigen Epoche, der am besten durch vir E-nsteinsche Relativitätstheorie charakterisiert wild, er» 'öw i t >üht'geringer als der Fortschritt in der Epoche Arpoltv und Galib'iS. Es ist daher ein Erfordernis allge- ::!,t Bildung, üb-r diese große Sache wenigstens einiger» /. ißn! unterrichtet zu stm. Es wird auch erforderlich f?ht, Lrvvoift allgemach den geänderten Anschauungen und 6'-:grirs'tn anzugleichcu, die sich ztveisellos aus der Relattvi» Oitstheyrie. ergehen werden» Es gehört daher zu den Ansgaben der Vokksvildung, diese große Errungenschaft breiten Kreisen dlwch gemeinverständliche Darstellungen zugänglich zu machen. DaS Wort und die Zeichnung reichen hierzu nicht aus, weil eS sich rm wesentlichen um Bewegungsvorgänge handelt, die, sinnfällig veranschaulicht, zum Bewußtsein gebracht nnd miteinander verglichcn werden sollen. Da zeigt sich die tmbegrenzte Berwendvarkrit und große votksbildnerische Bedeutung des Films. Es ist der Urania gelungen, den aus Deutschland imt grossen Kosten erworbenen Relativität^- film mit Hilft des Mrncr Physikers Dr. Zerner und des Schriftstellers Dr. Theodor Heinrich Mayer so zu gestalten nnd auch durch neire Aufnahmen zu ergänzen, daß an der Hand eines klaren gemeinverständlichen Borirogcx* und Zahlreicher eins.cfthoüner Lichtbilder es jedem allgemein Gebildeten crinäglicht, eine Vorstellung von dem W e s c n u n d d c r V e d c u i n n g der Relativitätstheorie zu bekommen. Ter -Film wird am Donmrötag den 1 d. nm lmlib Nhr abends im großen Saal der Urania;»r ersten Anssüllruag gelangen. Misch« NnMMitiM««. A'.ü- Br l: n wlld =?:ü‘T;-;cI*cit: Der im Vor-ühre den Naumann tv# iutbric „V er band nalcon altzeutfcher nden" wäM sich allmatzlig. -aber Imnrer dcittlnhLr, zrr einer B-eAäugernng 'ber arniftrnitrschcn rkenkre-nzlerfroM ür Deutschlands aus. Die Lovboeren Naumanns, der durch Zennnesartikel unid?'finn!":-ch.e Vorwäge -wieSbrrcho-lr -de.n Verfall brr doutz'chen An-.rftmüen gmO'errn darste, haben einen feiner Gssirnnmgs- Attwsftrr, namens Ha'brems, nicht rrrhen 'osi-'n, und er $!.•&# fpi: eni-ö vcröffrrMckte ^Wlnbfchen Ze-itnng" «ittett Artikel über 5>w der ftdem Hasenkoeuzler?jm Eher ^reichen b-m'w. (Dü Allgern-me Zriürng" rmd die ,.R a i ch z p y H" haben denn auch nicht MzöAsrt, ihn ihren Lesern vollrnhaltsick zur Kenntnis zu bringen. — R-sd.) Nachdem bieftr „natwn^idenrsche Jude" die eftsirden m Deutschland aSS bk llsit-igsten aller AuÄcmÄer befchim-pft vsclsuindst hat, greift er die jüdischen Gemeinden in DsiktschlmH an, weil sie dir kukürrÄben Bsdürsnisse der Osrß«den zu sehr bsrück» sichl itzsn i;rnd ihnen das Wahlrecht griben, und ebenso den preußischen Minist« Srver-ing, welcher Mgermb« besrMjudm allzu orrtgegenkommoyd fei. Cevrrmg hat, wie erimrevlich, vor eimger Zeit, in BemAvortung einer sntifsmÄischen Jnterpelbwion in dieser Angeilsgeacheit «nen obftktwsn und mervschilichen Standpunkt ernyenonnnen — nun dankt chm der jüdische Nestbeschmutzer Hotbvecht in d« ^KRnischen Zevtnng^. Der famose Artikel M'ießt mit der Forderung mi die Regierung, gerade auch im .Meresft de.r drAtschgaboarnen und deutschfühleudrn Jude« dafür Sorge zu tragen, daß der- Zustrom der Ostfudsn noch Deutschland durch BevmMimg inr deutschen Kvnsuloche Än AuÄande stteteLbrmdsu werde. i MÄ Näöfficht auf 4»tef< Infamie des ferafcram „bejüschj Juden Jwfent m Berlin ffisrctmrcgen polnisch- und I rrch'ffch-mdischer Kreise stÄtgchrvdm. E§ wurde hierbei br>-! schlossen, durch ein* Rundfroge die Bodertking des Ostprden-- tttmS für Ärn brutsch<in Handel und für der EntwiKung dvr deutschen Industrie ftstzustelleu-, <nrfb dadrrrch den Nachweis zu rrbvmgm, daß die DchauMmg, die Ostjuden fsien enr für Deutsch,Atzd.MprMMves Gteirrmt, falsch sei. Hinge- »viesen wurde auch damms, daß bi? astjüÄsck^n FarwAien m Berlin zum ollMgvoßten Talle möblierte Wostmrugsn bevor» ^uywn und d>rrch di? exrwsimnr holyzn Misten für viele 'deutsche Famrli«n erst Existrnzm-öglichtaii M beschafften, da der von den llftprdrm zu ycchbende Mietzins -ldenie',Vige»b den die Vermieter am den Haustvirt zu enrrickien bätt-n, rrhsblich ülbeuireffe. ES «all «me üderstchlliche Z-usommAtstelluug derMigsn wsrtschaft- Uchrn Urv^rnehuningen kgetveMiche Betrieb?.. AÄieirgeftllfll»ast-cn, usw.) vvvanstMÄ weüden, die von Tstsirdsri ausge- Wngen, oder durch UMvrstützun-z astjüÄ:scher Gslder in de« letzten Jahvsn Mtfiaindrn. sind, und d« deutsche ProbrrkitionSkraft erhöht Jhtfjcn. Es sind außsrdenr Schritte geplant, rnn die u»aßgeösnÄr.n politischen und geistigen Führer dek srutschen Volles durch Vor'halt drv To!fachenncaieri'Är über das llMVechtsrittigtr brr .Hetz* gegen die Ost- Der MWe Arbett« i« PMftim. Der bekannte zionistische Führer I. Rosofs, der ftit läugeror Zeit m Parästina wohnt, beschäs:igt sich mit einsm mteresiantM Aufsatz, den das Porhbureenl <er Keren Hajessod-- Zemrals kt .London veröfftutlickt', mit der Frage deS jüdischen Arbei!«r8 in PÄästirm. Rasoff untersucht die Behar»pt«mg, bm schon der Charakter eiins „F-ll'tumS" geg-br« werde, daß dir llidifchan Avv'ilor -teurer ftien als die mx'.bischen, -und führt den Nachweis, daß diese lediglich von dilettantischer Seite ausgestellte Bchauptmng d»«chaus unrichtig sei, wir ftiM ckwtrcn Erfahrunnwt i-m Lattde sotrcke di« Mmribungeu vm« rnrd^ren Sellan bestätigjM. Dre Beschäftigun-g jüdischer. Altbener bedoiüe kein Opfer, sorwe-m vielmehr eine Ersparnis. Man dürft sich nicht daraus bevnftn, daß der Mische Arbeiter einen höheren Lohn fordere, man müsft dreluvchr «mch -die Qualität dar Arve ir in Betracht ziehen. In ißt ersten Zeit nach dom Krieg Habs «mt HMöM. M GMM.8Ms« Ms* schäftigt Warden, aS wäre, 'besser, dabei primitivere Kütt) wcull.r! intelligente Arbeiter zu beschäsrigen. Diese Mvimmg ha.bc sich' Law alS völlig falsch erwiafm und die Regievm'gse^penr:? fti-m mit der Arbert der Eholu§i.m höchst zirfvredm gelves-en -rwd! hacken anerkannt, daß Herrn Arbeit infolge ihrer Jutelligei,« e^vv! ihrer V-rgeiben'heiL für die Sache überaus ersolgve-ich gewessri Auch bei der Ewsfn-ung der neuen Ziegclfalbrik „Sllicoi" woötes raain bchaupt««, die jüdischen Arbeiter ftian wegen ihrer allzu; strchon Jn-rllrgrnz für dies» mechanische nwrwto,r>e Artzoit nillt; geeignet, bald jcko--.w) habe es sich her«uSgestM, daß IM Deck/u! «fett dieser Fabrik oln« die jüdischm- Allbeit-er unmöglich wäre.! Die Fabrik, welche über moderne technische Einrichtungen ver»! fügt, deren Handhabung große Llorsilli: erfordert, ha! mi! .süF di-schen Arlwrtern die allerbeste Crfahru-ng gcmacht. Illach ::: -str! avsr sSiansMt sich die Mischen Arb»e'n-u/ ans den: Gel:^ d.'-rj Agr i kirltur aus. So >öe.grmtzeu sich die ar-abrsch«n das schädliche UrckvRvt ans den Feldern 'bloß zu stutzvn, wMond! die Wurzel weiter te'im'i, die jüdische«: Llrborter binan-eu- .fchmten keim Muhe, run jedes ain-'-elue llnkraut gann.-rs Wurzel zu enrseru.eu, und die Emviee dieser ftrasäüiaeu A.rT-itl bleiden nichts. Das gkelche <äH von den Ia-llllt-m. die i'xh ::r vi.- Weinstöcke einfress-m. Wührcud sich die arabischen ArT''"r damit begnügen, si»t obeislächsich zu nüseruen, werden die'7 '-au den jüdischen A^borterm von Srnud vriilgt. Das gleich-.- y.n i>"-;n Beschneiden der Zweige brr PflanzuirgM, eine Arbeit, die as: - von Fr.r.ic-.r und Kn^derm bewrai wird, woboi dll Bön'ue leicht Schoden n-elluwn. -! Unsere Di lei Lunten wollen jedoch nicht emschen. daß der Mische Arbeiter, der höhere LA;ne fovdert. sich durchaus reu» ti-rri, man die iRefiiiu’rtc ftinar Arbeite»: in Betracht zchht- Ferner ist die Aufsichtsperson iib'r jüdische Arbeiter nicht! nötig und sie vmiLen die Aufswllnitg eines Auffehrrö. toeick-uu bei arabischen Ar-boiiern etwas Gewölnrlichr? ist und dö? Arbeit! verwurrt, als «me -gerecktfertigdr B-teiviquug bewa-wcu. Der! jüdisch« Arbeiter, «der kein eigenes Heim hat. Qnan'erglld wv-! len und sich erst an das Klima agtvöhrrcm rnuß, bellne ö> .wi ärztliche Hilft rwtig ist. der ftr-ner höhew kulturell? Bedüri---Mi hat, muß natümnh höhevr Lehn« verlauger. Wenn vos ü''di'-"L! Volk gegomrvLr dem Valästina---?l-usbau.fond* j- '; volle Pflicht erfüllen wollte, dann würden «sich bald di" -!-rb' --- nisse -im .Tande -Md?rs ^stalw-n. Wenn der siioi-sche rui-t. billiger Wc»hn.^'.le-g»mh-ü:, mit Küchen, Wäschereien. :r da e - über Hilfe verso'"gi WK:bea könnte, dann könnte '"an a>,o-. e - --r gehen, ftme Lohnv &n<m der Araber anzupapen, '.".n- - ae. großen lM»en m Intelligenz. Fähigkeit nvb Hiugaw- .u rhu in d« Lage vorfttzvn, jede Kvn-mwe-naufturwU:».-.-.». r r auch gegenwärtig muß mar: arrerkemMl, daß der : üeirer keineswegs teurer kommt'als der arabisch'. >uw arDige Bebanpnrmgen sind lediglich Brtmupurag.".' ' u DÄerwwen, welche die wahre Sack»tage nnm!cu:n?n ZngbrMZksMtNNZ. Bon Klara Mautner. öi--;.. n Äö r ne'hat heiveglich darüber Ktadas; „dtr Tt'd ein armer Hund" ist, für den •■ -g hleiibt alb di? Knochen", »illeö andere, das lebendige ".d-" i-., Frische und 'Faikbe, brächen Erziehrmfl. Vorinüei-!. Br-aach- und Sitte aub den Me »»schon hinaus. Nameittlich der du-, zirhnng ist immer rnchr die Schuld gegeben Word?'.:, wenn! die Zahl der Dntzendrnensch-'n sich erstaunlich 'mehrte und! der Eigerwriigen immer weniger wurden. Vtan hat diese! Erscheinung, die mir der sozialen E»rtw:cklimg und der Ent-> Wicklung der Großstadt in Zusarnnrenhang stebr. ohnej tveiftves «ruf Rechniurg der ,Msien" Erziehung gesetzt, »rnd; der große Feüdzulg 'begann geger: alles, iws als „Sch»ü-- meifterri" gebrandinarkt lvurde. Natürlich hat man sich nichts darauf beschränkt, die wirklichen Pedanterien, Despoten-! Übergriffe und ZwangS»uaj;nahnv.'n abzuschaffen, sondern, ist gleich ans äußerst? Ende der Linie vorgerückt. Seit etwa: drei Jahrfünfte»» beseelt alle Ellern gebildeter Kreise — vor allem aber die j ü d i s ch c u Eltern — die Wahnwitz>ge i Angst, ihrer Kmder „Eigerrart" einzudänrmen. Das Schlag-! wort von der „freien Entwicklung der-Persönlichkeit" wird! gierig anfgegriffe»», zum Tcilrnotiv der Erziehitng gemacht? »rnd in verständnisloser Anwendrmg 'bis zur 5ft»rikatur' verzerrt. Was har rr»an nicht an Torheiten, Uebertteibunge»»,! Narrheiten auf diese»« Gebiet geleistet! In jedem Lehrer,> der vom Kind e.ne geistige Anstre»»gung, wirkliches Ler-j nen, ernste Pflichtcrfüttu»»g verlangte, witterte ma»t derb Feind, »»nd wen»» Mademoiselle in der Aufgabe eiwmj falschen Artikel wegsrrich, verdächtigte »nan sie, die „E»ge»»--s nrt" des kleinen Schülers grausam unterdrücken zu wolle».! Der erste E»srng schien den Eltern recht z»r geben.! Nicht nur die Tatc»»1e, auch die „originellen Einfälle"! schossen aus den» Boden wie Pilze nach dem Rege»». Die! Aussätze, die geschrieben, die Zeichnun-gon, die ent-- lvorfen, die Au-ssprüche, die getan, m»d die Schachteln, dft geklebt wurden, hatte»» etwas Blendendes an sich. Sie? waren originell, sie waren geradezu wüst-eigenartig, und! die Eltern traun»fccu von dem Geschlecht der ungebrochen? neu Bollmenschen, das da Heraltwuchs. Freilich, wenn mm»' js» Mche» *%kr. LmL^.sMeiÜL m^ ^bsk die^ ML-' /

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