Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1396 (31.12.1922)
- Date
- 1922-12-31
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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•'PCTIC O_ JZWZX, VVUNMg . Wenn such die Zahlen an und für sich geeignet wären, eine gewisic Resignation in uns hervorzurnftn, so bedeuten andererseits die Tatsachen und deren Begleitumstände sür uns Trost und Hoffnung. Die jüdische landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina hat erst vor 40 Jahren eingesetzt. Wer sich jedoch mit der Geschichte dieser Kolonisation befassen wird, der wird aufs schwerste aber auch auss schönste Kapitel der Geschichte unserer Renaissance stoßeri. Aber wir wollen hier kcin-eshvegs vom schweren Kampfe erzählen, den der jüdische Mvge Pflug mit der alten, verwitterten Erde, die seit 2000 Jahren wüst darniederlag. geführt hat. Wir wollen diese erste Periode' der neuen jüdischen Anfiedlrmg Liberschlagen und gleich mit der zweiten Periode, der des politischen Zionismus, beginnen.' Die Zionistische Organisation hat als Faktoren des Bodenerwevbs m Palastbm zwei große Institutionen geschaffen, vor ungefähr 20 Jahren den N a- 't i o nalsion d s und 1908 gleichzeitig mit dem Paläftma- A-mL die Pale st ine Land Deveoppment C orn- Panh, diese, um 1. als Agentur von Fachleuten, als geschäftssührender ÄPPawt zu dienen, um für den Nationalfonds ssünstige Bodenkäufe zu tätigen, und 2. um jüdisches Privackapital für Bodenerwerb in Palästina heranzuziehen. Damit hat die Zionistische Organisation die Privatinitla-- Live nicht mt gefördert, sondern ihr auch die organisatorische Btöglichkeit für Bod-enevwerb und Landwir:;ck)aft gegeben. Hauptkunde der P. L. D. C. war natürlich stets der NaÜonalfonds, und nur in jenen Fällen, in denen der I. N. F. infolge Mangels an Mitteln nicht in der Lage war, den mdgetvagenen Boden zu erwerben, hat die P. L. D. C. Wechandlungen mit Baron Rothschild, der Jca oder mit anderen Gesellschaften oder Privatpersonen angeknüpst. Der N. F. und die P. L. D. C. mußten auch die Aufgabe übernehmen, den Boden zu ameliorieren und für neue Kol-amsationÄnechoden zu sorgen. Der N. F. mußte auch für Landwirtschaft -und Kultnxxinfttrutionen Mittel gewähren. Wir dürfen deshalb auf die Rechnung des N. F. nicht nttt die erworbenen 75.000 Tunam setzen, sondern auch seine grundlegenden landwirtschaftlichen Versuche, seine kooperativen Avbeiterwirffchasten und so viele andere Schöpfungen. Nach dein Kriege oblag dem N. F. auch die schwere Angabe, die bereits bestehenden mW durch den Krieg notleidend gewordenen Siedlungen zu erhalten mtb zu konsolidieren, AuMvben, die für die Zukunft nicht mehr in Betracht.kommen. Nicht nur während, sondern auch lauge Zeit nach dem Kriege war es unmöglich, Boden tu Palästina zu kaufen, da die Regierung alle Bodentransaktwnen verboten hatte. Wurden ja die Bodenregister erst rnr Oktober 1920 eröffnet. Bald darauf hat nun tatsächlich die P. 2. D. C. eine Reihe von Landläufen getätigt. Besonders in Betracht kommen zwei große Abschlüssedie chvesgleichen m der Geschichte bet Mischen Kolonisation nicht halben — dir 06.000 Duincmr in Einek Jesreel und der große Bodenkomplex des griechischen Patriarchats in Jerusalem, so daß der N. F. im Laufe des Jahres 1921 feinen Landbesitz vervierfacht hat gegermber dem im Jahve' 1920'. Der Nationalforcks beschränkt sich von nun an ausschließlich auf Landerwerb und Ameliorierun-gen. Wahrend bis Ende 1919 auf Landerwerb bloß 16 Prozent aller Investitionen des J.' N. F. entfallen, waren es bereits 37 Prozent rm Jahve 1920 und 8-4 Prozent im Jahre 1921. Der Gesamtwert -der Boden und Investitionen des I. N. F. -betrug Ende 1921 gegen 454.500 Pfund. Nordcm war am erstoli. Tag m der RedirLgote erschienen ri.ich wollte durcha-as nicht -heimgehen und -dm- J-vack -nahncen. Ich zez ihn -beiMe, bat chri, es nur zuliebe zu tun. Ich sagte chm: heute ist Los Präsilddunr des -ZiomsLenkongr-essts noch gar nichts, .wir müsseu alles erst etablieren. Die Laute follere sich - -daran geivvhnen, in die-serrl Kongreß das. Höchste und Feierlichste - sehen. Er ließ sich,uznstnmnen, wofür ich ihn dankbar umarmre. Nach einer. Viertelstunde kam er. 'im. Frack wieder. Alles rühre a-uf meinen 'Schnittern; und das rede'ich mir ' nicht nur em, es wurde erwiesen, Äs ich -am dritten Tage nachmittags vor Müdigkeit äbging und das Prcisidnvm Nordcvn überwug. Da Mg alles dvunwr und drüber, und man erzählte mrr spätrer, daß es eine wüste Srhrmg war. AZrch bevor ich den Vorsitz übmmcchm, Krschbe fcse Sache nicht. Der «tte Dr. Lippe &&£ Jassy führte als Mt-erSPrÄsDmt den Vorsitz. Es war abgemOcht, daß «r tmr Mn Minuten höchstens sprechen solle. Jm gwßeu R-mmnol hatte er mir feiye Rede nicht vorgelegt, und als er iw oben stand, sprach er unawHÄtsam eine 'halbe Stunde -und vvgMg Fehler über Fehler. Ich saß unten, an.der TÄbüne neben Nordau -und schütte 'viermal zu Lippe himruf und 4<rt und drohte «Mich, daß er auf-. hören solle. Die Sache nahm schon einen Stich ins Komische. Dann bekam ich das Wort. Ich wurde mit Beifallsstürmen empfangen, war -und blieb djer ruhig und verbeugte rnich absichtlich nicht, um von vornheveiu. die Geschichte nicht zu cabotmage oder conferenoe werden Zu lassen. Dann wmde &xe> Präsidmm mit AMcsinatÄM gewählt. Wir gingen hmcruf. Der Kongreß juäwlte. Ich gab Novdcm das Wort. Er sprach herrlich. Seine Rede : ist and bleibt ern Denkmal aus «niserer Zoll. Ms er wieder Zmn Mäsiducltifch hinamfkam, ging ich ihm entgegv» rrnd fagbe ihm: «MlomEntum qm pevermius!" Damr spielten sich die Refevate ob. And ]m erwies es sich, wozu ich hatte vier J<chre lang ins PMtis Bourbon gelhen müsien. Ich war m Unbewarßtesr voll von ElegarMu der Gsfchäftsovdnlung. Ich war. guvovkoMneüd ruch energifch nach dem Muster Flognets und bemühte rmch, M kvitrschen MEentsu iMots pnesiidentiels zu macheic. Am ersten Tag beging ich noch meihrere Fehler, am M»siten -toat ick dem allosWemw ULwil lsiho-u auf der Höhe der Wtewev MoLtzerrzekMüs-' LepMta4Ci,fa,!l. / il j>i»»ra>aittfc4i>g.&, Tot.wsi- T'l. . , j. . Badczimmer-EiJirlctitüogen und säifatUche 9370 XaotaUatio «»Artikel „ Export nach aiien Staaten! PELZ PT zu tief reduzierten Pressen PeizhaiiS Selir. BRAINIi Wien,», tSIookeng« 8, Werkstätten: Jl. Rueppg.37 Telephon 45-4-3*. 537 Mäntel Fließe Jacken Diese Tatsachen bewefferr, daß unter Berücksichtigung der beschränkten Mittel des N. F. und der begrenzten. Geschäftsmöglichkeiten der so gär nicht reichen P. L. D. C. — beträgt doch deren nominelles Grundkapital bloß 50.000 Pfund — das bisher Erworbene Wohl, wahrlich als reichlicher Gewinn bezeichnet «werden kann. Beklagen also können wir uns. mit. über die kargen Mittel, die uns für Bodenerwerb zur. Vttfngung stehen. Wir. könnten mindestens 10 .Millionen Ditnanr geeigneten Bodens erwerben, ausreichend für Ansiedlnng von 100.000 Fcvntilien, ja im Fälle intensiver Boarbeitumg von noch mehr. Dieser Bodenerwerb darf keineswegs für besiere Zeiten verschoben werden. Alle Sachverftürvdigen wissen, daß jetzt hierzu die geeignetste Zeit ist. Man muß ehestens neue Bodenkomplexe erstehen, rnn getrennte, bereits uns gehörende Böden zu vereinigen oder solche Böden, die für unser ländwirffchaftlrches und politisches Wohl vonnöten sind. Mer wer von uns weiß denn, wie viel Diskussionen, wie viel Aerger und Mühe jeder neue Bodetrerwebb denr N. F. verursacht hat, dies alles nur aus dem Grunde, weil wir nur scher so geringe Mitte! verfügen. And gerade im Jahre der erfolgreichen Bodenkäust haben die Einnahmen des 2k. F. einen starken Rü-ckga-ng erfahren, von 160.000 Pfund im Jahre 1920 auf bloß 135.000 Pfund im Jahre 1921, obwohl in der Armee des J. N. F. gegen 20.000 Kräfte ihrer Dienstpflicht Nachkommen. %\m war noch ein Trost dem I. N. F. geblieben, die ihm zugefagten 20' Prozent der Einnahmen des Keren .Hajessod. Aher au ch dieser Trost erwies sich als trügerisch, Wie sollte dem: der Keren Hajessod feine Schuld an den I. N. F. abzählen, wenn er nicht einmal in der Lage' ist, das 'ohnehin 'schon' so sehr beschnittewe regulärL Palästina-Budget zu decken? ' Das Problem des BKenerwerbs in Palästina hat somit, abgesehen'von der Privatinriative, die' ja herangezogcn werden soll und muß, bloß eine Lösung. Der Wog zu ihr führt durch zwei Flügeltüren: Geld für dtn Nationalfonds und für den Keren Hajessod. Diese Türen, durch die der Weg ins Freie führt, können nur äufgesboßen werden durch eine einzige Kraft, durch den WAen des gesamten jüdischen Voltes, . ' / Situation. Kritische AlonuMte Goaren es, als z. B. am gowisser Mandelkew cmffiand .und den Dank -des Kongresses an Baron ' Cdnmnid Rothschild bemumgte. Ich wirs diesen. Antrag a limine ab, tve.il wir über die Prinzipienfrage der JnstltM.ioni ' nicht so abst'vmmen dürsten. Ich zermäl-inte den Atandellkern, iiche-m'ich sagte, daß «er^dcu Kongreß in die BeDlogenheit bring«, zwischen Undankbarkeit für ein wohltätiges Werk und Ausg-ben PrmOpien B wählen. Der Kongreß xnbelte mir' zu. - . Prinzipiell der wichtiM, vielleicht ganz unbemerkt gMre-» den, war der ZwischensaÜ, tvo. ich >das repräsentative Sysbem, also die. OratiottlÄverfa-nnnlimg, emsührtc. Der - näckM Kongreß wird nur noch aus DelagEvten bestehen.. Beim. Abschied sagte ich ycordau: ,/J>m näihstan Jahve werden, wir die Sache Weiber «difsevknzierou Sie werden Präsi- «dent des Kongress« s, ich «der Exekutive. Er wollte aber keinerlei EngagolN'ent mhnrckr. Äleiu« Zwischorifälle zahMos. Alle erkundigten sich frei nvir nach allen wichtigen und gleichgükt-MN Di-rvgeu. Es sprachen immer vier bis -sünf Leute . gldichzaitig mit mir. Eme . ungchoure.GehirnmrstvsniWng,' da. man jedem eine destnitive' ErlediMmg geben mußte. Mir war,' Wie weM 'ich. 32 Schachpartien gNchzeitvg spielen müßt«.' Und der Kongreß wcch großartig. Wähvend Nordau pvc^ü-.. dierbe, ging ich einmal von hintan in den Saul hinein. DÄ ' kan-ge, grüne Tisch auf der Estrade mit. «dem echöhbon Sitz' des Präsidenten, die grün «verhanMve TMÜM,. «der Sbenylgraphvn--'^ und Journailisbenttsch, 'machten -einen so stanken Eindvuck. aus nnch, «daß 'ich-rasch hinMlsgiW, -um wicht bchmgm zuiweMn.' Ich' hatte später in nur die Erklärung, warum ich so gÄasfeu. war,. wähveub alle anderen.«usHevvgt' und 'betmtbt wären.'' Ich äoußbe nicht, tme gvoßarbig dev »Kougveß in «diesem, .er-rffben ^LrmzevtsaaL mit Äou> WnuElosaa grauen «Wändien ans--, sch. Ich hatte keine BovbÄÄM «dMo-Nx stmst «wäre «wohl auch Äi eogviffe-n gewesen. ' " - ' p.7dd die «beste Euinw>rm-g ans IdichNr iKvngoeßtagen. sind. mir.^in paär. PlauLewiertelMndchen MchtL aus idem Balkon: des Hotel TvoiL'.RM'. mät '«dein Een, 'sinnen Baukrer -Gnjstnv'.' &. Cohen, dem ich nach «dean kloinen stanzösischan Wein, den er bsi Mche ttxmk, ,-üeaujolaiis flcurl" zwheiwmt hatte. 31. Dezember 192H Nw 1396 ' GiegeUKterei. ' ' i Aus Budap-est wird uns geschrieben: Wahrend «dek WeGnachtsfeiertagd beveiste der Minister für Bollswolstftchrt Josef Bass seinen ZalaegersMer.WahKevis. In Jalaszent« grch hielt er in 'einet tzwßen Bblksversavrurlung sture' Pro- -- grammrede, in «welcher er die Notwendigkeit der EiniMit aller Staatsbürger betonte und zum Sch-Iusst auch auf die Judenfrage.zu sprechen^kam. Unser Programm, Laste er, ist «dir-- Programm .-des. Vaterlandes, der Nation. Wer dv,t' 'trerws.Mit" glied dieser Nation ist und seinem Lanlde helfen will, ist uuctht Bvudr?r. Wenn ich mich, meine Politik und Ungarn als christlich bekenne, so versbche ich dies so, wie es uns-er Heiland verstanden hat, daß wir unsere Mitmenschen achten und daß' das Gute und auch das Böse berücksichtigt werden soll. Wenn. Gott das Böse duldet, mit welchem Rechte wollten wir Menschen, es -nicht dulden? Wir müssen.auch hrc nichtkatholischen, . nichtchristlichen, jedoch anständigen und arb-oitss-amen Ungarn achtert. Das ist die Einigkeit, mit der ich meine R>edebegonnen hcibe und mit der ich sie schließen will. Es ist «vieles über die Ju-densvage gesprochen worden und -ich will mich hier .offen . darüber äußern. Daß in Ungarn das Judentmn dein Ehristen« tum die poilitische.Macht entwinde, kann nicht ge- . duldet wevden, das Jrrdentum aber, .das jene Elemente aus seiner -Mitte a-usschlieht, die sich gegen chr. Vaterland und , gegen -chr Volk -Mwendvt hatten, das.Jüdewum, das Mit chrlicher Arbeit sich dem christlichen Volke zur Seite stellt mtd. bereit -ist, dem Lande zu nützen, verdient. Machtet zu werden , und Anerkennung und Schutz zu genlveßen. .Dies sage -ich nicht, um die Stimme , der nichtchriMchen Bürger zu gewinnen, : sondern weil es meine Uoberzeugung ist. Ich kann, wen» . es notwendig ist, für mein« Ueberzengung auch stevben, aber niemals von ihr abweichen. Um den Wert solcher Erklärungen richtig einzitschatzen, ' muß man wissen, daß W-ohlfahrisminister Va-ss, der ein höhe- . rer katholischer kirchlicher Funktionär -ift, ’ während seiner ganzen öffentlichen Tätigkeit als Minister für Kultus und Unterricht das gerade Gegenteil von «bem, was er hier erklärt, getan hat. Er ist der Minister des Numerus clausus, er ist derselbe, der den Juiden wiedecholt guinnnidcst eine Milderung dieses Schandgesetzes Kugesagt und «dann eine Verschärfung dnrchgeführi hctt. - - - Seine Versprechungen haben genau denselben Wert wie diejeuigen des Ä^malligen Mmisterpräsidenten, Kultusministers und gegenwäri-igen. Präsidenten der ungarischen National-., verscmrmlung-Karl H u szär, der vor wenigen Tagen eine neue Aktion zur Errichtung von tausend Potösi-Stipeudien an den Mittelschulen 'begonnen hat. Um von den Juden hierzu das Gelb zn erlangen, richtete an die Schulleiter ein Rundschreiben, in welchem er sie ermahnt, bei ihren Vortragen sich nicht von konfessionellen R'ücksichtirn, sondern nur von «d-er Befähigung und Würdigkeit des Schü- . lers leiten zu 'lassen. Hrffzar. w.ckß genau, daß die Juden wohl das Geld.herbeitragen, die Schu-Mder jedoch sich über..seine Warnung hinwegsttzen werden. Genau so, wie Wcchlsahrtsmmrster Dass soine Jrrden. kennt und weiß, daß sie sich mit dieser heuchlerischen Erklärilug -begnügen und. ihm wieder -ihre. Stimmen geben werden. Las FM AsMutisn konMittee. Die Kriegslanver bedürfen noch der Hilfe. Äus New-DmE wird uns berichtet: Bor einigen Tagen famd hier eine Vollversamnll-nng des 2lmerican Joint Distribution Eoimmtees Mt, in der die Berichte über dir bisherige Tätigkeit ^dieses jüdischen Hilfskomitees entgegengenommen und das Erfordernis für das nächste Jahr festgesetzt 'wurde. Ter Vorsitzende Louis Mar sich all warf einen kurzen Rückblick auf das letzte Jahr und schloß mit der Feststellung, daß die europäischen Kriegsländer Noch ük hohem Maße der Hilfsavbeit des American Joint Distriibn-, tion Committees bedürfen und daß es daher' notwendig sein -lvevde, nen-erlich eiine groMgige Geldsammlung unter den Juden AmieriAas durchzuführen, «wenn man nicht will, daß' dve Hilfsarbeit, -welche in den verschiedenen Ktwgslündern und besonders in Rußland rn Angriff genommeu wurd^ vor ihrer Vollendung unterbrochen «werde. Das erste R-oserat hielt Dr. Frankel, der den 'Stand-, puinckl vertrat, daß -die Zeit nicht mehr ferne sei, da der' Joint die' von ihm begonnene Arbeit' in die Hälc-de dev europäischen Juden legen und sich von Europa zurückziehen könne. Immerhin «werde es noch 5bis6Jahr e dauern.. bis die amerikarvischen Jnderi dies mit ruhigem Gewissen werden tum können. Die noch erforderliche Arbeit werde jedoch große Geldmittel erfordern. Nach ernom. kurzen Ue'bvrblick über 'die Tätigkeit des Joint auf dem Gebiete >der-. Medermchbauarlbeit, der medizinischen, Flüchtlingsunterstütz-ung und Kinderversorgungsarbeit legte er das Pw-- gmmm der künftigen Tätigkeit ,des Joint vor. Laut dmt, Borawschlag wird diese Arbeit in den Landern außerhalb, Rußlands noch erfordern: für r-ekmrstruktive Arbeit 2,5 M*j Irouen Dollar, für medizinische Hilfeleistung 500.000 Dol^ Lar, M dst Kinderfiirsorge bis zum Jahve 1923 5 Millionen Dollar. Demnach -wird bis zn jener Zeit, da daSi Joint Distribution Coinrmrttec in -den Kriegsländeruaußerhalb Rußlands . feine Tätigkeit werde lligmdieren Löiwnen, noch ein Betrag von rund 8 Millionen Dollar er--' forderlich sein. Für Rußland -wurde als Mndest'betrag die Swnmne von 5 Millionen Dollar veranschlagt. Vor Eröffnung der Sitzmvg wurde-das. große Merck in den Kriegsländevn durch Filnrbilder veranfchaiulichtt