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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-28 · Heft 1393 (28.12.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1393 (28.12.1922)
Date
1922-12-28
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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!/ " ' > ' i? *» < » $ <•1 \ i r -• . ’’ t * * *',*,** ' •*. v,vr f 1 "* .' M Wien, Donnerstag Wiener; MorgenzerLuttg. We WUsi der «mrchchr» SWmmF. . . AM Budcchch -wird uns berichtzt: Mhreyddvö ungajMe RWelM zü Hause i«de_ <vyAmN^/^wegttng iWrtzerMtzt und.sich Hierbei dtoWrWhejchenMngM als jSchutzttMe bedient; hat sie Ä AWkcW W?ZÄenM!PatriotifcheSGl«meM a-nevkaunt Mid sie tot Wtoerfpruch zu »er jetzt in Ungarn so beliÄteu MstenschachtNorie für ihr sitatrstrscheS Material als vollwerW Magyaren aas g egeben. Gerade jetzt, da einer der Führer der Regierun-gsparttr MliüS GombZS die rntransigsnie Durchführung des Mässenschchprogramtns auch tot Parlament veMndet hat» ^st «Län der Zeto ^arcmf hmzuweisen, daß die ungarische iRegtoruftg d e n Arugarischen Iudeu förmlich Staat machte. So frabet Mutige Verfolgung der Moen Metz HHepMs erreichte, itzer folgende Passus: ' ' l „Die Achl der rcngari-schen JWeü übersdergt» vprn MasserrstLN-dPunkt belvschtok, «ine Million. Vomanthropo- ÄMchen GosichtKPuM gesehen, weisen die Jutzen mu-r einm stonstffionelle» UnMchred auf. Mit Stolz chemfen sie sich Darauf, daß sich den Andrnhmenden Magharen C hasar « n türkischer Abkunft angeschlosien haben, von denen ^mehrere die jüdische Reltzion aunahrnen. Sicher ist, daß die Juden, bis zum dreizehnten Jahrhundert in Ungarn, eure Hesse« Bchandtong erfuhren als in den westlichen Landern.!Fm nächsten Jcchrhundert nahm ihnen Ludwig der!Proße chve bevo^ugte Positron. Das Hans Habs-- vu r g verfolgte sie dauernd. Seit dein Jahre 1790 beschafft sich die ungarische Gesetzgebung mit der Verbesserung 'Hves Loses. Dies war die Ursache, daß ihre Zahl, als im Jahve 1867 ihre Gntanzipation ausgesprochen wurde, eine halbe Million betrug, der größte Teil assimiliertesich völl-- Lommen mit den Ungarn. Ihre.Befähigung weift sie auf das Ochiet des .Handels und der Industrie. Seit ihrer Emartziprerung beteiligen sie sich an den industriellen Ute lternchmmgerr. Auch trotz ihres angchorenLn Jnternatrona-- LiSmrrs wurden sie hervotragende ungarisch^ Schriftstaller. Gelehrte und Künstl e r. Jte folge ihrer Asstoriliernng an die ungarische Seele muß anerkannt werden, daß die ungarischen Juden keine Juden mehr sind, sondern Ungarn." > Dieser Standpunkt bildet gewiffermaßen die grundlegende These für alle nationalen Forderungen Ungarns bei den FriedensverhoMungen. In der siebenten Beilage der Note 2 heißt es wörtlich: „Die Richtigkeit der National lMendaten beweisen auch die" konfessionellen Daten dort, wo Konfefsio» und Nationalität -einen nahezu Äentischerr Begriff darstollen. So gestalten sich die Ziffern m den fünfzehn siebenbikgischen Komitateu wie folgt: Römisch- Iathokische Reformierte, Umtarier und Jsva-eliten zusammen 908.460, Ungarn 918.217, Evangelische A. K. 239.028» Deutsche 234.085, Griechrsch-kacholvsche und Gviechischüsierte 1F42.268, Rumänen 1,526.085. Die Gliederung -nach Konftffwnen deckt sich mithin restlos mit der nach Nationalitäten." Bemerkt fei noch, daß sich im Anhang an eine Rote über d« ethnographischen Daten in Siebenbürgen atoe statrstrsche Tabelle findet, in der die Anhänger der -römisch-katholischen Reformierten, ungarischen und israelitischen Konfessionen zusammengesaßtals »Konfessionen arngar;scheu Charall«ts" den Kvnfesiionen „deutschen und rumänischen Charakters^ gsgenübergeftellL sind. Äefer Siandhurckt der ungarischen Friedensdelegaiion fite det sicherlich nicht rrnfere Zustimmung. Er ist fji.c lija; ute Wahr ur^ auch sonst unbegründet. Wir erwähnen ihn nur, um zu beweisen» wie doppelzüngig die ungarische Politik seit dem Zuftmnnenbmch des Kommunismus fft, und wie wenig Bertümen man M im Verspnchungen des Grafen Stephan Bethle« haben kann, dev neben dem Grafen Paul Te leki» der jetzt wieder als Minister des Aeußern to Kombrrration gezogen wurde, der umgavischen FriedensdeLLgatiou angchorte und an der Abfassung der Nojtzn mitaröeiiete. .Schtzem ho-t Graf Paul Teleki sich zum sMnarmLen wifsetz schaftili chen V ertreter dar R a s s e n s chm tz t h e o r i e emporZpschwungett, deren oberster Ähützpatrou heute Wrf B tz4M« n Ht. öcfterrei^ i Ne erste KrÄltmte. Wie bereits gemeldet, P am Dienstag der frallzüsische BMevburiddelegLerie M. Avenol in-Wien eingetroffen. Er wird in der allernächsten Zeit dem Bundeskanzler über ieme PevhanÄLuWen im Ausland wegen Aufbringung der zunächst flüssig zu machenden achtzig Millfonen G o l d k r.o n e n Bericht erstatten. V§rsch!rStms der Äsdchester Mfe? Die Reise des Bundeskanzlers, Dr. Seipel nach Budapest wird vielleicht nicht am 2. Jänner, sondern einige Tage später angetreten werde». -...>&&* | Zionist Betotoksselition XiCkopoldetadt ■ ~ T ". .;; ' ~ " ■ Netto, 8 Uhr abends, Im Theatenfeal «iss Cafe » NßchdshoL^p/sterstraaßv J MMos A«ßemMWs)'! Buchest, 27. Dezember. (Tel. der „Wr. iNorgenzeitoug".) Wie verlautet, wird Präsident der Donaukömmisiiön Edmund MiNoS das Portefeuille des Auswärtigen übernehmen, das gegenwärtig , dom JuKtzttiMrr D a r u dar h proviforifH geMet wtrtzi LL'.<r s öm luckynsokstt gegen die: i antisemitisehenUebergriffe: » * ePÄtolx^ »4 dlestor^nsÄsebTOg ■ 0i\% au vfrJiütea, dass ,dle vom J •ientoa iy-Re» ß Judeitl Zs tatBnre J tsUHstMStzwä». Ltz tz - --,.—- B MTP^ttL-sratzi öS tz»U <ge» L4Ire,chr0t--Sto^ 2 eingeleitsto Hetza ln Oeaterraiob ein Hörth; p. .^a.Q Zttr Fölga hat. S">v: Referent an: ® ■ Obß?&aorat Rabert STRICKER, GemeiniferSto Dr. Leopold ■ S PUSCHKES und Dr Jakob EHRLICH, Kaitae-VirtprSeWett £ ■ Or. Deelder FBI £ OM AN N. « b. *: . a ■!!BeurtflBa8Bfa>BBaaigeB>BBM»aiaiBn» SieSIenotofionen. ' Budapest, 2s. Dezember. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Baron Koräntz t, bcr Sachverständige der ungarischen Regierung Lei der Reparationskommission, wird in den nächsten Tagen Reisen nach Paris, Rom und London unternehmen, um mit den alliierten Regierungen in der Frag/ der ungarischen Reparationen in Verhandlungen zu treten. ' ' Isr Hartrltag der mMschm SorlaAem« NlMN. . Budapest, 28. Dezember.' Währerck der W-eHn-achiSserer-- täge 'fand in DuLapsst ver^ Wrtertog'der urMvischen SozvalöÄtwkrM:, 'der.erste ÄtMtorpatM-ag '1«it''dtoi llmstrtrz des Pölizeibsamte und Sicherheitsorgane besetzt war, den- Auftrag hcch.en, jedes MitKiLd des Parteitages, das stlnrr UnMoievenheit mit den politrschen Verhältnissen AriÄrnck ^eben sollt«, auf' der Stelle zu verhaften. Trotzen gelang e§ der Poktzor nichi, den gewesenen b«Lgisch-n Justrznwüfter VanderveLde zu vechindwn, an der Horchy-Herrschaft -scharfe ÄvM zu übe». Ws «r im Namen der auÄa-n-- dischen Mordnungen den Poateit-ag HeMßche, Uxmdte M sich, an dm'PoLizeivat Bena-rd, der 4ai Tisch der Partelleitmeg saß, «nd erklärte: „Ich bi» Luhevst empört darüber, daß hier er» Sicherheftsbemnter schen darf, uud erklär«, daß dies in meiner Heimat «Ldevkbar wäre. Uebrigens kann ich mcht An unsere d. L. Momente«! Am 1. Sänuer 1223 beginnt ein neues Abonnement auf die .Memr Morgeozeituya". Wir ersuchen, öke. BezrkgsgevLhren rechlzeiiig einzuMIen. beziedungsweile das Trafitobonnement Rechtzeitig zu erneuern, -am»! die Zustellung des Vlatie» keine Laterbrechnng ertotda . . BezsgsgrWren ab 1. Mm« IM: ASsanes-.ent Tttr 2Me« <-«« ASHvlea im «xpedtt »ter iti Sen Aerfchleiksielken) «wmattich . . . . . ... . . . . .Sl. 2S.SSS.— Smm. nnö Wschenkagsnvmmen 5k. 1.000.— Mv»toss»«m»er '. . S. TW.— Das Abonnewenr well« gefälligst rechtzeitig in der nächst- »Mßen Derschleißstelle erneuert und die BeKtgsgebÜhr gleich- .«Vs iorifilbst «letzt werden. 'Sefleesekch'monaMch W.W0.— *%*'-,■* ■ * Lfchechv-Slowaket «rotzaNich Polen «onsMch . . , . Jsgoslawisk monaMrtz LEulschkand mouaUich . Anmßnie» Wonstlich . . Lolkand monatlich -^ Motten «vootlich «chsch.«. pol«. Work Dinar » ... Aiarlk . . stoi hotttt» *■ q »■ •"• , Qlf| fchmeiä. Franken ,.. . . girane« Vers. Srane» . DottwM Schwets monatlich Frankreich mvsaUich Äslyle« monatlich SNßland montolich. A«mMa«o»stMch. sK«rdchifches PosisparkasienRonbe '• / Lfchrcho-sr-waftifches Pyttfpat»afsa«Skö»üo (m) «M. > ..., ' . Polnifchas PoMoarKäffenKsvlo <Warfcha«> iW.227 Senlfches Posifchechkonio (Verttn V 7) tSI.TSS. ÄumiLnien und Bukowina: vftbnnk A. G» nah Seren Wialen. Schweiz r Schwelser Volksdank ln 61, SaNen» Svgoflawieu r Postfparkaksenkvntie <Zagr,d) W.SS», > Mattea r Soziela St Sredtto Commereiale Lriefle, MU. ^WMer Worge«rest»«g" Wi««^ I>.i Laborftratz« L—- r, - 38. Dezember 1925 m UBT reden, wenn vingsnm Spitzel »Min« Worte hchorch«»." SBorita^ iwlfec überl'vachts den Gvuß der Zwcikr» Jntorna-tumoL« u teilte mit, «daß er mft &&■: WA « ntzr T'r'tz'W % sitzm tA. te, fchaft übyMgeWGm sei, für Pfingsten IgO^chich' Häm»! Lnvg eim einznbevuftn, Vi« ' «^re mem IN- ^Nationale 'W Men Wen solle. Das Gegenbatztzr dieser IntMattonäle-'tztzche M etoen Hotte txm Mus s o Lö,tz^ '. Dir Pavteiiag nahm den Bericht der PavtoNertmtg «ft gegen,denMg. Stephan FarLas als Pautetft.kretSr yrstaüete. Er widmet« den Än ÄuÄanv, bLsonders in Wien LebeUdto MMrischen Flüchtlingen, in -erster Reihe Ernst: Garavr i,. warm« Wo-rtt, und erAärte, daß die PaÄamenitSgvuppe der SoPaldemokvate« queermMich Ge Lösung der Frage' der ungcwischan Flüchtlinge sorderu werbe. Als er den ZiMuen GaramiL aussprach, sprangen dve Mitglieder -des PartertaM von ihvou Plätzen 'auf 'imh brachen 4tr stürmische Hochrufe mis, Dies« Ku,ü>geburrg dauert«. mimüenlWg, trotz -dev-EmwsnLm-ngeu desanwofindch W-WräteSi' . ' .'I ' In Vactvobun-g der Opposition der Partei —'«3 gäfrt-Äj starke nnckMngjge Gruppe in der ungarischen soziaildLinskratischen Partei, di« auch "4m Vorstand vertpett-N ist ^' Wto 'Mdolf Payer fchotfe Kritik an der PMtik der jetziMN/PardrÄ-ottung. Er verlangte enchr Mtiykit, Kampfmu-t -und Gntschiede»cheiit in dar Stellungnahme gegen die Retzrerung- Es kam Kr wiejdeviholten stürmischen Kundgebungen, als Johann B a n e Z a L<di«.l Gefetzesvorl-M über den verschärfte« Schutz der staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung und di« Regieimt»gHerläfse Me rdie MischränkuUT der Preßfreiheit und.der Ver- .f a m m l u n g § r e ch t e «rvrterie. In bet . SchluMtzuW des ParteittMS am DrenSiqg wunde M N«uwahl v«r Parteileitung ^schritten. Bonfep öiÄMgen elf MitgiliÄern der Partolleitupg wurden Zehn Mitglieder NEÄich gejpählt, während Mg. Rottensterry gsgeu den die Opposition eine« heftigen Lampf führte, durchsiel. An feine Stelle wqrdlr em MGiod der Op^WmSgMWks -in die ParjLilevtung gewählt. Auch Gar am i »md Buch!«-! ger wurden nicht wiedeDgswMt. . RwWe«. Kne SrklßMW der rrmSnkschea Aeskemss. Budapest, 27. Dezember. (Tel. d. ,Mr. Morgete zerdt-ng") Mit Rücksicht auf die Bericht« der mtgarischen Blätter über die cmtffemitischen Borgänge in Rmnäuieni versendet die Budapester rum an i sch «Gef a nd t s ch a ft! an die,Budapester Blätter die folgende Erklärung: Die! antisemitifchen Bewsgungen in Rumänien war«» «tos lviÄvn Charakters «nd TieSen auf ^men eng^n Kreis be«! schrankt. Dl« Regierung aber hat sie unverzüglich durch! d'i een e r gif ch e st e n M i t t el im Keime erstickt. Wüsj den NumerüS' elaüstrL anlangt, so ist in der rumänischen, Kammer ein solcher-oder ein ähnlicher Entwurf n i e w alÄ SHandett worden. . Sie RrsMtton Borah. Washington, 27. Dezember. (Tel. der „M. Morgens zeitung".) Die Resolution Bora Hs hat in der ganzen^ Union eine scharfe Diskuffion über die Krage der Einmischung der Vereinigten Staaten in die europaffchen Verhältnisse in Kuß gebracht. Auch in jenen Staaten, die W sonst gegen eine solche Einmengung aus prinzipielle» Gründen gewendet Häven, hat sich ein Umschwung geltend gemacht. Demgegenüber beurteilt die Regierung die Resolution Borah skeptisch, weil sie ihre Durchführbarkeit bezweifelt. Fortgesetzt, findm Verhandlungen zwischen Mr Borah-Gruppe und dem Staatsdepartement statt, vy» deren Ergebnis die Stellungnahme des Weißen Kaufes abhangt. Anaahme des fnl»rMÄ«t B«-g«1< HMforlmm. PaM, 27. Dezomibvr. (Havas.) D've Kammer hat da- BudgetprovistnÄrm mit 443 gegen 68 Sdirmmu Lewillilg^. . Düs KMsche Budget. . doitdo«, 27. Dezember. (Tel. der ,I)r. MorgenzÄ* tung") Wie auS Angora gemeldet wird, erklärte der Frnanzminister^in der Nationalversammlung anläßlich der Beratungen des Budgets für das Jahr 1923, daß die Türkei zum ersten Male seit S00 Jahren einen Krieg geführt habe, ohne im Auslände Anleihen aufzunehmen. Die Türkei sei eines der wenigen Länder der Wett, dessen Staatshaushalt. im G l e ich ge wicht fei. Den 85 Milliarden türkische» Pfund Ausgaben stünden ebensoviele Einnahmen gegenüber. Me nötigen Summen für einen zukünftigen Krieg' ferm bereitgestellt. Die Regierung hoffe aber, daß diese Gelder einer anderen Bestimmung zugeführt werden könnten. v M Frage von Mossu!. Lausanne» 27. Dezember. (Schweiz. Dep.-Äg.) Dto britische Delegatiim hat ihre Erwiderung auf die Antwort der Türkei betreffend das britische MemoNandum in der Ftoge von Mossul 'bekanntzgegeben. I» der Antwort wird erklärt, Großbritannien könne niemals m die Abtrmmntg MoflulS vorn Königverchs des Gyrir Faisal otowiLl ligm, dagegen sei Großbritannien bereit, der Türkei hin- 7

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