Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1375 (8.12.1922)
- Date
- 1922-12-08
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Men, Freitag Wiener Morgenzeltung. 8. Dezember 1922 Nr. 137^ * Vergebliche Muhr. In der Nacht Zum 6. d. ha-b-m mrbc- 7amlkv Täter die eiseene Kasse des P-erlnmtt-cOändlers Johann '3 ch i -i n $, Oktalvi-ugevstratzc 70, mit «großer, Ätühe und Sachleaintuis erbrechen. Sie fanden aber die Kasse fm und müssen sich, wie ans z-nr-ückgelasseiren Wütigen (vct’cn geschlossen wird, dei 'ihrer vc-vg-cA-iche« Arbeit verletzt haben. Millionendiebstahl. Heute ivnrden int Duchgeschäf-te des A-dÄf Langsner, Börsegasse 3, von einem Wagen vier Ballen ütamingarnstosf, zlvci duittelgr'an, einer blmigrau, einer braun, im Werte von 12 Millionen gestohlen. * Fahrpreisabbau aus den städtischen Kraststellwagenlr'nren. Der Eemeinderarsansschnh -für die städtischen Unternehmnnaen bat in seiner letzten Sitzung -eine Herabsetzung - d e r Ta ri fe >de r - st ä >d t i s ch e n K ra st st ell wage n de-' schlossen, welche am 11. Dezember r-u Kraft treten soll. Darnach tocvden die Fahrpreise betragen: Für eine Terlstrechc? -wie bisher 5000 K., für zwei Teilstrecken 9000 K. (bisher 10.000 K.), für drei Teilstrecken 12.000 K. (bisher 15.000 K.), für vier mrd mehr Teilstrecken 14.000 K. (bisher 20.000 K.) » Der WsthnachrsmaeM Ser Lyeauenversentgung der Wiener sere'noiNrosfl Rs!lnnFS«le?eHfchask wird heute durch den Bundesprösidenten Michael Kainisch um 11 Uht vormittags in den V-rkcnl'shallen Wien, 4. Bez., Karlsplatz, eröffnet. * Beraubung von AusLandsbrteke«. Der Pafiamts-- diener Ioixf Berger hat eine große Anzahl von Briefen aus qem Ausland geöffnet und Geld unterschlagen. Er wmd.- verhaftet. * Enkfal öS" Wirrlersporkziiqe Wien—Bad Anssee am 9. und 13. Dezember 1822. Der Wiillersportma nach Bad Tussee. der laut Fahrplan jeden Samstag von Attm-Westdaknhoi 16 Uhr 30 Mim über Selika' nach Ba> Auster verkehren soll, war an sein'm diesjährigen ersten Berstehrslage <2. Dezember) fei r schleckt be'etzt. Der Zug wird deshalb, aus Erspaningsgrünöen ad W^en am 6am§iaq Len 9. und Samslaq den 16. d. nickt in V? kehr gesetzt werden. Demgemotz ent ällt auch die Rückfahrt von Bad Allster am IO. und 17. L. Mit Rücksickt auf die anläßlich der kommenden Feiertage zu erwar ende stärkere Frequenz wird der Winlerspor zug am EamSlag den 23. und Eamslag den 30. d. wiever verkehren. * Wetterbericht. In Oesterreich harscht meist ttübrs Weiler. Zeitweise rs.met es ein wenig, im Geb'tge schneit es. Die Lempl-rotur hält sich in Tallaaen me st et vgs über Noll Grad. WeülUivpa Hai warme wei l che Winoe. No,d- und das wenircke Mitielsurovo kalte no dn estttche W nde. Voraussage: Meist bedeckter Hmmel. geringe Niederschläge, im Gebirge Sch' ee, Temperatur in Taliawn meist etwas über Null Grad, in Wien ledhaste westliche Winde. Sie in öen nachivlgerrLen Rubriken mit Q bezsichnete« NotiZerr und Artikel sind entgellliche Ankündigungen (ß 26 -ss Pretzgesetzes). Weihnachtsverkauf brr A. Gerngroß A. G 5n aller, Abteilungen Okkasionea zu tief recuMien Preisen. Keme den ganzen Tag geöffnet. Q Vereins. Vorträge und Versammlungen. Palästina-Sektion des akademischen Verrmes Mischer Mediziner in Wien. Keule, präz ie 3 Uhr nachmittags, 9. Bez., Oicchterstewslratze 11/13. dringende Mllglieöer-?u ammen- Kunst. Erscheinen Pflicht. — Der Reicksschutzbund der Kanöclsvertreter in Oesterreich ladet alle Kandelsverlreler und Äommisionäre zur außerordentlichen dr ngenden Koupivenammluna stir Sams ag den 9. d., Punkt 2 Uhr nachm ttags, im CafS Gartenbau 1. Bez., Parkrmg l0 (Änibjouterrainlvkal), zwecks Stellunnsnahme zu den Gremia'- wählen und Nominierung der Kandidatenlisten. Vortrag der Kerrn Dr. M. Reitz über die Zustizresorm. — Jugendverein Ahawath Zion. 2. Bez., Kl.ine Zufahrtsiraste 160. Morgen, 'halb 6 Uhr abends, dringende Mitglied r- Versammlung. Erscheinen unbedingt notwendig. — Z, o n i« st > s ch e Arbeitspartei K i l a ch d u i h. Morgen, 7 Uhr obe> ds im Saale d s Zionist jchen Landrskomitees, 2. Bez., Taborskratze 2üs, Vortrag ^ldolf Böhm: Jüdische Bodenpolitik in Erez Israel. Gaste willkommen. — Verein sür jüdische Geichrchle und Literatur. Morgen, im Saale des Ingemeur» und Ärchilektenveremss, 1. Bei.. Eschenbochgasse 9, Beitrag Prof, Dr. Leon Kellner: Die Juden m der englnchen Literatur des 16. Jahrhunderts. Beginn 7 Ahr abends. Gäste willkommen. — Jugendverein ErezJtrael, 2. Bez.. Zirkusgaffr SS. Äeute. 7 Uhr abends. M tgl'edervorlesung: hebräische Literatur. Samstag von 5 dis 6 Uhr abends, Mitglledervorlesung: jüdische Literatur. Technisches Museum. Samstag den 9. d.. 3 Uhr nachmittags. Zührungevortrag von Dr. O. Bryk. Anergi«- lehre. Sonntag den 10 d., 10 Uhr vormittazs »m großen Körsaal Lichldlld^vorirag von Ing. Karl Trautzl: .Sprengstoffe." Bortrage für di« Wiener Lehrerschaft. Am 9. d., ha b 5 Uhr nachmülags im Lör'aal M des Eleklroiechniict en Jnstiintes, 4. Bez.. Gudstauzstrastr 25. Vortrag von Dr. Emmerich Z^dervauer: ^Die Pflege der Odstbäume.* Urania. Keule, halb 3 Uhr (Grotzrr Saal): Nek'roy. Halb 3 Uhr ( deiner Saa): Aus dsr Wunderwelt der Eletzj'iüät. Kalb ö Uhr (Kleiner Saal : Müller Guktenbrunn und le-n Ledencw^rst. 5 Ützr (Grober Saal): Mild-Afnsta. fialb 6 Uhr (Kurswai): Prof. Dr. Josef Schwerdfeger: Die Eieschlcht-- der sronzosischen Revvtulion. IV. Kalb 8 Lhr tGrotzer Saal): Der Wiener Walzer. Kolb 8 Uhr (Klemer Saal): Schuderl-Abend. Kalb 8 Uhr (Kursfoal : Die Alkoholfrage. II. Fachlehrerin Friida F e i ck t t n g e r: Äind und Alkohol. Kalb 8 Uhr (Klubsaal): Schrillsteller Atur Dwvrzak: Bunter Abend. Kompssrtrcns^bendKumbert Geyer. Ernährung. Ile Lebensmittelmärtte. Die Gärtnerzustchren arrf den Nafchmarkt waren gestern etutzerorbentlich hoch und ewceichten beinahe 800.000 Kilograrnm. Damit war nicht nur der Bedarf vollständig gedeckt, sondern es erübrigte sich auch ein ansehnlickM Lagervorrat für die nächsten Tage. Größere Sendungen an Kartoffeln, Kraut und Kohl aus Holland und der Tschechow-Slowakei ergänzten die Vikrualienversorgung. Die Preise für Gärtnerwaren zeigten bereits fallende Tendenz. B-orerst sind die Preisnachlässe allerdings ziemlich geringfügig und betragen nur einige hundert Tironen. Es besteht aber kein Grund zur Annahme, daß der Preisabbau vor den Erzeugnissen^ der einheimischen ibartner- und Landwirtschaft halt machen wird. Aus dem L)bstmari't herrscht eine Ueberfüllnng mit Aebseln, Nüssen, Mispeln uub verschiedenen Süofrnchten. Die Nachfrage ist aber im allgemeinen schwach, weil die Preise unverändert hoch bleiben. Die E i e r p r e i s e ßefym gleichfalls weiter zurück. Heische Eier wurden von 1000 K. aufwärts angeüoten. Dev höchste Preis für ansgesucht schöne, frische Ware betrug auf dem Naschmarkt 2400 bt -rntfekt uotierlLn 1800 bis i960 K. Roland-Bühne (Freie Jöd. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WILNAER TRUPPE Heute Freitag deit 8. Dezember 1922, 7 Uhr abends ScbKrzu sein ein 3ud Komödie von Schalom Achej’ew. pro Stück. Butter ist noch immer in Hülle und Fülle ans allen Märkten und wird nuch-gern gekauft; der Preis für frische Butter b sw egt sich zwischen 56.000 und 60.000 K. Topfen um 16.000 bis Ä).000 K. pro Kilogramm wird gleichfalls viel 9^U%ic Situation auf dem Fleischmarkt hat sich nicht geändert. Das Angebot ist überall sehr reichhaltig, die Nachfrage nach der letzten Preisrednktion etwas lebhafter. Erfreulicherweise maä>t sich der vorgestrige Preisrückgang in den Hallen auch schon in den meisten Bez-rrksgeschäften bemerkbar, dl« bekanntlich immer erst in einem gewisten Abstand der Bewegung nach unten folgen. . Die Nachfrage nach Seefischen war trotz der letzten Preiserhöhung ziemlich lebhaft. Bühne und Kunst. Franksurter Neuer Theater. Unser Frankfurter Korrespondent schreibt uns: Das neue Spieljahr dieser Frankfurter Westendbühne hat einen vielversprechenden Anfang genommen. Des Portugiesen Lorenzo Azertis Komödie „Casanova, Chevalier von S e i n g a l t" ist allerdings ein sehr blasses Stück, einer der vielen miß glückten Versuche, die Silhouette Casanovas ans der Bühne geistern zu lassen. Sternheim („Manon Lescaut") konnte die unsterbliche Memoirenfigur des Casanova nicht einmal als Episode gut einfügen. Dem Regiffeur (Raoul Lange) gelang es aber, durch flottes Tempo so manche Mangel des Stückes zu mildern. Einen sehr schönen Abend schuf Direktor Hellmer durch die vorbildliche Inszenierung von Fakob Wassermanns drei Einaktern „Die ungleichen Schalen".- Die gedämpfte, stille Stimmung von „G-entz und Fanny Elßner" wurde a-bgelöst vom lebenssprühenden Rhythmus: ,^!ord Hamiltons Bekehrung" und schließlich als munteres Satyrspiel des Abends: „Hockensos". Direktor Hellmer und seine Mitarbeiter, insbesondere Herr Jung und die temperamentvolle Wiener Schauspielerin Maria Trebitsch, errangen einen für das kühlere Frankfurter Klima seltenen Beifall. An leichteren Stücken -brachte das Neue Theater, neben dem „Feldherrnhügel" „Rugby" von Mlhelm Speyer, eine blutleere Mache, die nicht einmal durch Eindeutigkeiten erwärmt werden konnte, Mißlich Slobodas bisweilen recht gut in das Einfach-Echte geratene Komödie „Am Teetisch", noch immer unterhaltsam, zumal wenn das vorzüglich spielende Frankfurter Trio Wollburg--Äerdes-Trebitsch so mancher Szene einen erfreulich-ernsten Unterton mitgab. Die recht gelungene AuMhrung von Hauptmanns „3)ie versunkene Glocke" beweist schließlich, daß auch eine Prrvatbühne, welche durch keinerlei staatliche oder kommunale Zuschüße gestützt ist, sich an die größten Aufgaben heranwagen kann, wenn Jntensitätsarbcit geleistet wird, Dr. R. W, Am de» Aeater». Surgkheater: Mo»qm, 7 Mr abends, z« «rhöhlen Preisen, Molnars Spiel ,F a s ch i n Sonntag, 2 Uhr Nachmittags. außer dem Jahres- und Ckammsttz-Abonnement. dar Zaubermär.'rn „Der Bauer als Millionär-von Ferdinand Raimund. Um 7 Uhr abends, zu erhöhten Preisen, das Schauspiel „A l t-K ei d e I d e r g" von Wilhelm Meyer- Förster, Mttlwock „<R o f e Derd" von verhart Kauptmann. Anfang 7 Ubr. Akodemiekheaker: Samstag, zu erhöhten Preis n, .Kochzeitstaae* von Paul Seraldy, deutsch von Alexander Castell. Anfang halb 8 Uhr. Sonntag. 2 Uhr nachmittags. Molnars .Der Schwan". Kalb 8 Uhr abends, zu erhShlen Preisen, .Das Konzert" von Kermonn Bahr. Mittwoch ^Doktor ü l a u s" von Adolf L'Arronge. Anfang halb 8 Uhr abends. Deutsches D o l k s t h e a l e r. Die Erstaufführung de» Dramas /Die Namenlosen" von K. T. Lenorwand, deutsch von Berta Zuckerkand', in der Snsienierung Prof. Max Reinhard» ist für den 19. d. angesetzt. Am LS d. findet die Uraufführung des neuesten Werker von Karl SchSnherr. .Es", statt. Regie: Friedrich Rvsenthal. Zm Jänner inszeniert Direktor Dernau das historische Schauipiel .Die Kronp r S t e n d e n t e n" von Sbsen. Ratmundtheater: Kevte .Die Weber". Dir morgen staltfindende Premiere von ,T a r t ü f s" und .3 n Ewigkeit Amen" mit Eugen Klvpftr beginnt präzis« 7 Udr. Theater in der Sosefstadt: Leute Zda Roland in der Komödie .Die Zarin". Morgen .Therese R a q u t n" von Emil Zola. Sonnlag abends .D t e Z a r i n". Wiener Kvmödienhaus: Sonniag. halb S Utzr nachmittags, »Dar vierte Gedot" von Ludwig Anzengruber. Fefkoorfiellukg de« Larl-ThLaserr. Für dir im Carl-Theater Margen, hold S Ukr nach« mittaos. stattfindende Festvorstevung anläßlich d-s 7bjährigen Bestandes de» Kauses, gibt sich ein mißergrwöhnlrches Jntereffe stund. Bei dieser Veranstaltung, die zugunsten der Wohlfahrt»« einrichtungen des Journalisten und Schriftflell-wverem'S .C o nc o r d i a" stailfindet, hoben in liebenswürdiger Weis« nach« stehende Künstler ihre Mitwirkung zugesagt: Else Kochdann, Gusti Macha, Kanfi N'ese, Tmi Sender», Franz G'awatlch. Emil Guttmann, Waller Kuber. Ludwig Stärk, Otto Sivrm. Ernst Tautenhayn. Willy Thaller und das gesamte Cart-Theat.'r- Ensemble. Zur Aufführung gelangen: Feflouoeriüre aus der SuppSschen Operette .Die schone Ga'athe". musikalischer Prolog .Altwiener Theaterleul'" von Kurt Breuer, Musik von Ernst Arnold. Der erst« Akt aus dem Sing'p el „Johann Nejtroy", hierauf das dritte Bild au» der Gesongspoffe .Lump^etvagabundus" und zum Schluß die Offenbachiche OrpheuL-Vuveriüre ntif anschließender Aufführung de» OlPML-Aktes -er Vpmtte .Vrvduis in der Unterwelt". Hebräischer Abend. Am 14. d. verunstaltet die Hitachduth einen populären hebräischen Abend im Bayrischen Hof. , Unter anderem gelangt das Theaterstück „Hasmonaim Hattänim" (Die steinen Hosmonäer) durch die Kinder der hebräischen Schulen zur Aufführung. Ferner wirken mit: Ober-" kantor Alter, Frau D u l i c k a j a, Marko G o l d i n, Josef Zimbler und andere Künstler. Die Moskauer Indischen Kammerspiele. Am 30. November begann die Saison der Moskauer Jüdischen Lkammerspiel« mit der Aufführung von Goldmanns Volksstück: „Die Zauberin". Für die nächsten Tage bereiten die Jüdischen Kammerspiele die fobstenden Stacke vor: Schalom Asch: „Der Gott der Rache"; I. Weiter: „Vortags"; I. L. Perez: „Nachts auf dem alten Markt"; Gutzkow: „Uriel Aeosta". Mitte dieses Monats werden die Kammerspiele einen Schalom Alejchen-Abend veranstalten. Der Dichterd Dobrnschin übernahni die Bearbeitung von Derhaerens „Philipp der Zweite" und Sophokles „König Oedipus" für das Jüdische Künstlertheater. Eine AuWhrrmg von Sch. An—sstys „Tag und Rachi" zugunsten des Jüdischen Nationalf o n d r. Sonntag den 10. d.. halb 3 Il r nachmittags, tü'ren d'e W'lnoer Eck. A»—skys „Tag und Nackt" auf. Die Kälsle der Reinerträaniffes ist für den Jüdischen Naiwnalsonds bestimm!. Karten find an der Taaeskaiw, u d Freiiag und Sonntag vor» mittaas im Bureau des Jüdischen Nallonalfonds. 2. Be)./ Taborstraße 69, erhältlich. d 9« Ckanukah empfehlen wir aus unserem reichhalligsn Lager nachstehend ai geführte Geschenkwerke: Pcof. Dr. K. Sraetz: Bolk5lüm>'che Geschickte der Juden. 9. Auflage. 3 Bönde, Kalbleinen 90.M0 K.. Ganzleinen 120.000 K. — Etz. N. D! altk: Ausaemähite Gedichte. Uebertragen von Ernst Müll r, Pappband S0.0 0 K. Gamleinen 27.500 K., Ka! bieder 60.0V «K. — G. L e v i: DosBu^ der jüdischen Weisheit. Fabeln. Parabeln und Legenden aus Talmud und M'dra ck. L Bünde, gebunden 25.V00 K. — Dr. Kugo Zuckermann: Gedi i ie. 3. Auttage. ged. 12000 K.. Lurusausrabe. Ganzleder 6 .000 K. — Otio A b eleSr Genesung. Gedich e. Gebunden 8000 K. —; Für die jüdische Jugend: Irma Singer: Das verschlossene Buch. Jüd'sche Märchen. Uiufttiert. Gebunden 15000 fi. — Sippurim: Prager Sammlung jüdischer Lebenden. Gebunden 21.000 K. — D a s j ü d i s ch e Jugendbuck: Krsg. v. M. Sisiuhardt. K. Loews und C. Z. Klötze>. Illustriert. Gebunden 24 000 K. — M o a u si zur.: Ein Chonukadbuck. Illustriert 12.000 K. — Adele Sandler: Jüdisches Bilderbuch. Unzerreißbar out Karton 18.000 K. — Adele Sandler: Palästina Qnortett 13.000 K.. Palästina Reitsesptrl 20.000 Ä.. Kebräilc! es Lotto L0.000 K.! — Prelle fest bis 15. d. Alle Bücher können ohne Kaufzwang in der füdtfcken Buchhandlung, R. Löwtt, Rotenturmikaße 22, eingesshen werden. _ a Bollswirt. Gestempelte Krone Amzchlung Wie« In Zürich notierte die österreichische Krön:. . . die österr. geslempelte Krone. die tschechische Krone . . . . die Mark. Agram Bukarest » ,» , » » »«, Sofia.. . Budapest......... Warschau. --- —.0076 kenümrs. —.0075 kentiAes. 0.0075 ( 0.0075 am 6. Dez.) 0.0076 ( 0.0076 am 6. Dez.)! 16.80 (16.82 am 6. Dez.)! 0.06»/* ( 0.VS»/« am 6. Dez.) 1.80 ( 1.80 .am 6. Dez^ 3.30 ( 3.35 am 8. Dez.)! 3.83 ( 3.95 am 6. Dez.) 0.23 ( 0.23 am 6. Dez.) 0.03 ( 0.03'/. am 6. De,;.)! Na« «ene Budgetprovifsnum. Höchstgrenze der Ausgaben für vier Monate: 200 Millionen Goldkronen. Die Regierung hat gestern dem Nationalrat ein v i e t* monatigesBudgetProvisorium für die Zeit vom 1. Jänner bis 30. April 1923 übergeben. Die Vorlage unterscheidet sich von dem bisher üblichen Budgetprovisoripm dadurch, daß diesmal die Höchstgrenze der in diesem Zeitabschnitt zulässigen Bundesabgaben genau fest gelegt wird. Die Bundesausgaben dürfen jenen Betrag nicht übersteigen, der der Summe von den m den vier Monaten eingehenden Bundeseinnahmen und dem in der gleichen Zeit der Bundesregierung zur Verfügung stehenden Erlös aus dem großen Auslandskredit gleichkommt. Ueberdies wird die Höchstgrenze auch ziffermäßig mit dem Betrag von 200 Millionen Goldkronen festgelegt, so daß also nach diesem Durchschnitt der gesamte Bundeshaushalt für das Jahr 1923 mit dem Betrage von 600 Millionen Goldkronen, das ist bei einer Parität von 15.000 umgerechnet, mit neun Billionen Papierkroneu präliminiert erscheint. In der Begründung zum Budgetprovisorium wird ausgeführt, daß der Buudesvoranschlag für das Jahr 1923 auf den Verhältnissen in den Monaten September und Oktober 1922 aufgebaut ist und die Auswirkungen des Reform- und Sanierungsprogramms noch nicht berücksichtigt. Die Bundesregierung wird daher die Abänderungen irc Form eines Nachtragskredites im Nationalrat einbringen. Die Gebarungsgrenze wird bestimmt durch die vorhandenen Geldmittel, das sind die einfließenden Bundeseinnahmen und die jeweils der Regierung zur Verfügung stehenden Erlöse aus den auf Grund des Wiederaufbangesetzes angenommenen Anleihen und andrerseits durch das mit dem Sanierungsprogramm angestrebte Ziel, b i s z u m Ende des Jahres 1924 das Defizit iui Burrdeshaushalte zu beseitigen. Um dieses Ziel zu erreichen, muß mit A u s g a b e n b e s ch r ä n k u n g e u vorgegangen werden und als erste Etappe auf dieseru Weg nimmt die Regierung in Aussicht, daß die Bruttoansgaben im ersten Halbjahr 1923 den Betrag von 3 00 Millionen Kronen nicht ü b e r st e i g e n w ü rden, somit stir die Dauer des Budgetprovisoriums 200 Millionen Goldkronen. Me Zvffatlon in Deutschland. Banknotennmlauf: 754,1 Milliarden Mark. Berlin, 7. Dezember. Der Kredit'- uu>d Zc>-hlung.siriÄ>telbedarf >der zmu letzte« MoMtsschluß von fa* Reichsbauk zu bc-