Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-12-06 · Heft 1373 (6.12.1922) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1373 (6.12.1922)
Date
1922-12-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980453--13075-2999686
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mt. 1873 Wien, Dttttwoch Wiener Morgenzeitung. k>' Äezemoer VJ2Z " § 12 a. Der Parteirat wir» auf di« Dauer eines Jahres (das ist von einem ordentlichen Parteitag bis zum nächsten) gemäß den Bestimmungen für die Wahl zum Parteitag gewählt, mit der Modifikation, daß jede Drts-gruppe (Bezirkssckiion) und SondervereimAing Ms je M Mitglieder ein Mitglied des Parteirates wählt. Ortsgruppen mit weniger als M Mitgliedern können zwecks Wahl zum Parteimt zusammengelegt werden. Die zusammengelegten Ortsgruppen der Provinz wählen aus je'160 Mitglieder ein Mitglied des Partei- - mies. Für den Fall des Ausscheidens eines Mitgliedes tritt der nächste ht der Liste an seine Stelle. Eine Vertretung durch die Ersatzdelsgicrtm ist nur bei den von Ortsgruppen (ProvmH gewählten Delegierten des Parteirates zulässig. Die Mitglieder.des Zionistischen Landeslomitees. die dem Verband angehörenden Mitglieder des Aktionskomitees, der Qbmanu des Parteigerichtes und der Parteianwalt haben tut •ticntcurat Sitz und Stimme. Der Partairat kann fünf Mitglieder kooptieren. Ueber die Kooptierung ist frühestens in der der Antragstellung folgenden Sitzung zu beschließen. tz 12 ib. Die Wahlen zum Parteirat wert-sn vom Landes- 'lomitae spät-vstens drei Wochen rmch der Wahl des letzteren cursgeschrieben. Der Parteirat ist 'längstens bimren drei Wochen nach seiner Wahl vom Lcmdesöonritee einzubevusen. Die Verifizierung der Mandate zum Parteimt erfolgt durch das Parteigeeicht. § 12 c. Der Pari eirat wählt bei seiner ersten Sitzrmg eimn Vorsitzenden. 8 12 d. Der Parteirat saßt.seine Beschlüsse mit absoluter Majorität. ....... 8 12«. Der Parteimt wird von seinem Vorsitzenden m i n- ' doste ns einmal in zwei Monaten ei.Nberusen. Aus schristliches Verlangen von Kehn Mitgliedern 'des Parte im des! oder des LandeKbonütees ist der Parteimt zu einer außer- . ordentlichen Sitzung nach W'ien einzuberusen.! 8 12 f. Der Parteimt beschließt feine Geschäftsordnung autonom. Die Wahlen zum Partei'rat sind dererts im Sinne der geänderten Bestimmungen (8 12 a) vorzunehinen. Die Wahlen sind spätestens bis zum 20 d. durchs sichren und das Wahlergebnis sofort unter Vorlage der Wahlprotokolle dem Laudeskomitec bekanntzugeben. Die im Sinne des 8 12 a vor- -lnrehmende Zusammenlegung von Ortsgruppen obliegt dem Provinzkomitee. Die diesbezüglichen. Ortsgruppen wollen sich daher mit dem Referenten. für Provinzangelegenheiten im Landeskomitoe Herrn Dr. Erber ins Einvernehmen setzen. Dr. N. M. Gelber. Dr. Desiber Friedmann. >K I u g e n d a m t. Auf Wunsch einer Anzahl Jugendlicher hat das Jugendamt sine ärztliche Beratungsstelle errichtet. Namen und Adresse jener Aerzte, die mittellose Jugendliche unentgeltlich behandeln sowie deren Spitalsabgcvbe veranlassen, erliegen im Jugendamt, 2. Bez., Taborstraße 2V a. — Herrte um 6 Uhr abends Beratung der im Jugendamt vereinigten Jugendgrnppen im Lokal der akademischen Verbindung „11 nita s", 8. Be;., Auerspergstraße. 21. Tagesordnung: Makkabäerseier der Jugendgruppen. — Werkzeug a k t i o n. Für eine demnächst nach.Palästina abgehrnds Gruppe werden Werkzeuge für Landwirtschaft und Tischlerei erbeten. Die Werkzeuge werden ans telephguische Benachrichtigung unter Nr. 15-3-25 von uns abgcholt. Smm AMmM 'PWt&el* Jüdischer Naiionalfonds. .öu.ue um halb 7 Uhr findet die konstituierende Sitzung der Laudeskommission statt. — Donnerstag den 7. d. um j 7 Uhr abends findet im Lokal des zionistischen Landeskomitees, 2. Bezirk, Taborstraße 20a, eine interne Besprechung statt, bei der Herr Dr. Wolsgang Weisl, der soeben mus Palästina eingetroffen ist, über die gegenwärtige Lage in Erez- Israel referieren wird. Zttritt haben: die Mitglieder des L. St, bet Keren Kajemeth-Landeskommission, der Keren Hafessod-Kommission, die Vorstände der Bezirkssektionen und Sonderverbänbe. Die für morgen Donnerstag, antberaumte Besprechung der K. K. L.-.Kommission entfällt. Der nächste' Termin wird Üelannlgegeben werden. M tknm de« M^mchschas. Fräulein Margit Gottosmann. Wie wir einem Artikel des „Külföldi .Magyarsag" („Das Ungartum im Auslände") entnommen, plant die ungarische Akademie der Wissenschaften die Organisierung einet wissenschaftlichen Expedition nach Süd- und Mittelasien. Dieser Plan ivar bereits anfangs 1914 anfgetmrchl und in neuester Zeit lenkte der ungarische Schriftstel. Erwin Baktay durch seine Vorträge und ClMütersiirvien über die indischen Völker abermals die Aufmerksamkeit der MMvischen Gesellschaft auf diesen Plan.. Erwin Baltay stcht in naher Verwandtest zur Gattin des Maharadschas von Sinrla, Sirdar U m r a s s i n g S h e r G i l, einer aus Ungarn stammend-en Jüdin. Der Maharadscha hatte nämlich während des Krieges noch als einfacher Pririg in Budapest daS Fräulein Margit lh o t t t e s m a n n kennen gelernt und sie geheiratet. Nach km Kriege trat er mit seiner jungen Gattin die Heimfahrt an, und unterwegs traf ihn die Kunde vom Tode ' seines Vorgängers und Onkels. Er kaut in seiner Heimat schon als auch von den Engländern anerkannte Maharadscha an. Margit Gottesmann ist eine bekannte Sängerin und veranstaltet am Simlaer Hose oft ungarische Konzerte, bei denen auch aus russischer Gefangenschaft geflüchtete ungarische Offiziere mitwirkm. Daß das zitierte Blatt voll. Stolz von der konnationalen Gattin des. Maharadschas und i^rer PatriotWep Uugavliebe erMlt, ist zu Mteßlunsm ms dem Publikum. Nicht m liküig, Wern auch gut kaust man sämtlich? Seilen waren süvKledcr. Blusen, Jacken und Man etfu tr tm Seidenv u'e " ‘ 7. Bezirk, MariehilferfirDe Nr. 82, im Hose Nr n eidei schotten . ./( 21.00: Halb i ide> futter .;K 24.00' R m e dcniape . . : K 7U.50Q . Kunstseide findig. . K 19.800 Hakbfelvrwullr. b b. K 2 .600 Keidet om'e . . . .K 39 500 Smokinqanzäqa K 1,700.01)0 HEIftgföSCH SÖHIÖIC & Co. 3&i Werkstätte für medernste Herrenbekleidung nach Mas» Wien, l.f Baifernniarktll Telephon 63398 MMinnNaraOTVMaiHMMMMnaMaraiBnrtsamBoanBiMMMnaffHMiMaBnBiBNMMnMpeai awaMOKsoRai begreiflich, da ja die Jüdin Gottesmann in Sinffa am Hofe des Maharadschas und nicht in Ungarn im Reiche Horthys lebt. * Da8 Neueste ist . . . Das Neueste ist nämlich, daß die Wiener Universität gesperrt werden müßte, weil den Pra>ger Studenten die Nase ihres Rektors nicht gefällt. Wenn der Zusammenhang nicht aus dem ersten Blick klar ist, der bedenke, daß zu der Provokation vom Strande.der Moldau noch ein zweiter, ebenso schwerer Angriff auf das Deutschtum verübt wurde, denn ein in Wien geboren-cr, erzogener und heimatberechtigter Fremder wa>gte es, in dem Ausdruck „jüdische Falle" keine Schmeichelei zu finden und in seiner Antwort Begehungen zwischen einem durch den Krieg allgemein beliebt gewordenen Insekt und einem unreifen Knaben her-üstellen. Dadurch istdas Ehrbnschild der tentschcn Studenten befleckt und. muß mit Blut 'rbgÄvaichen werden oder doch mindestens mit Schulferien. Es wäre wohl alles anders gekommen, wenn es auch Heuer gründliche Kohlenserien gegeben hätte Und schließlich wird sich noch erweisen, dos; das b.-ste Mittel, den Frieden dcr Universität zu wahren, ist, sie gesperrt zu halten. Man erspart sich damit alle Schererei.ur und über das Vorurteil, daß Hochschulen zum Lernen da sind, sollten wir doch endlich schon ' lyinwä sein. Die völkische Studentenschaft geht uns lei der Erlangung dieser Weisheit mit ge- .waltigen Schritten voran und ^bvwM uns jeden Dag schlagend, daß es für den echten Burschen nicht nur vorteiHaft ist, einen leeren Magen, sondern noch viel wichtiger einen leeren Kops zu haben. Für jsdsn gerecht Denkenden ist der idoale Charakter der Bewegung deutlich und daß das. Deutschtum in Gefahr ist, erhellt schon aus der Tatsache, des uaverhorten Raubes, den jüdische Wclthandler au den wehrlosen, treulierzig-'biedLrHN Deutschen bOolM'wollten, .indem sie die Verteilung der Lebensmittel nach dem richtigen Schlüssel forderten. Aber lieb Vater- •Jaivb, uurast ruhig sein! F-cst und treu svehell die Hakenkrcmsler vor den Toren,unserer Uuwersität pnd dcr Knüppel in ihren. Händen beweist, daß sie die 'helliMn KÄburAter deutschen Volkes in würdiger Weise zv verteidigen wissen. ' K a t e r M u r, 'r.' * Dr. Alhert Fuchs gestorben. Me uns aus Graz Mmeldet wird, ist dort Laudesgerichtsrat Dr. Mbert Fuchs gestorben. Der Verblichene gchörte der Zionistischen^ Organisation an und zeichnete sich durch seime Hmgevbe a-n die Idee und durch die Lauterkeit seines Charmters ans. Er nahm an allen zionistischen Aktionen leibhaften Anteil urvd gehkrte zu den besten und Ätivsten Arbeitern unter den Graser Zionisten. Sein Tod reißt eine empslndllche Lücke in die zicmistischen Reihen -mvd hat bei allen, die mit- -ihm tätig wären, aufrichüge Trauer hervorgerm'on. * Eirre Ehrengabe der Gcnwmde für Professor Udel. Der Stadtftnat Ipt beschlossen, den im 79. Lebensjahre stehenden erblindeten Professor ^Karl Udel.eine,einmalige Ehrengabe von 500.000 K. zu widmen. * Todesfall. Herr Bankier Max Rudolf M e i s«13, -Ehren« mitiglied der Hako>ah, wurde von ernenn herben Verluste durch das Able-brn seines Vaters 'betroffen. Der Verblichene war ein biederer, aufrechtcr- und ^warmfiihlcnder Jtrde, dessen Wirken nur dem. Wähle seiner Familie und' seine Volles Mt und de« sich bei allen, die if>it kannten, der größten Wertschätzung erfreute. , * Der norwegische Generalkonsul in Wien. Der Bund»spräsident ihat tom Bestallamgsdiplom des zum novivvgischen Generalkonsul in Wien ernannten Herrn Werner Werenskrold das Exeg-uatur ertMt. Das Amtsgebiet des seiner' Leitung unterstelltem Konsularambes umfaßt die gesamt« Republik Oesterreich.. * Oesterreichische Konsulate. In Alexandrien, 8,. Rue Sldi Metwaui, ist ein Honorarkonsulat errichtet worden, mit dessen Leitung der Kaufmann Dr.- Oskar S trotz hei gleichzeitiger Erneunnug pit uwlresol-dclen Honorarkonstü /betraut wurde. Der Amtsbezirk dieses Hcmoravkonsulates,' das volle Paßbefngnis besitzt, umfaßt ganz Lloghpten..Das Honorarkonsulat in Klausenburg (Cmj), Strada Jülin Allan iu Nr. 3, hat seine Amtstat Weit ausgenommen. Ebenso hat das Honorarkonsulat in.Montorey (Amtsbezirk Mexiko) seine TättgLeit ausgenommen. f Eine jüdische Zeitung in Japan. In Jokohanm beginnt demnächst eine jüdische MonatsschM unter dein Titel „Unive«-' sal Revier" unter der Redaktion Nathansous zu erscheinen. * Der WrihnachtSmarkt der Frauen-Berrinigpng der Wiener Freiwilligen RettungS-Gffellschast. Die Eröffnung des in den Verkaufshallen, Wien, 4. Bez., Karlsplatz, zugunsten der RettuMs-Geffllschast stattsindnden Weihnachtsinarktes durch den Bundespräsiderrleu Dr. Hainisch erfolgt Freitag mn 11 Uhr vormittags. Der Eintritt in die Berkausshallen zair Gröfsnmlg erfolgt bis 12 Uhr mittags. Weitere Auskünfte beün Komitee .der Frailen-Veremigiing in den Verkaufshallen, 4. Bez., Karlsplatz, Koje Nr. 4<. * Die SonntaBrrrhe aüi 24. Dezember. Da der 24. Dr- Hem^ber auf einen Sonntag fällt, hat der Magistrat den Verkäusiern von Fleisch und.Fleischlvaren das Offenhalten der Geschäfte vn der Zeit von 7 bis 11 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmirtags gestattet. ''-Der Straßeirbahnfahrpreis am 8. Dezember. Freitag (Feiertag) gilt auf den städtischen Straßenbahnen der Werkstagtarif. Es haben daher die Frühfahrscheine, Hiirimd sstückfahrscheirre und Wocherckarten Gelümg. ^.Wetterbericht. Fast ganz,-Deutschland bis zu drn .AlpeNbil-dct ein einheitliches Negenaebiet. Tirol und Vorarlberg Häven' nur nläßige Bewölkung. In Polen schneit es. Voraussage: Vorwiegend trüb, zeitweise Miprrisch,. Tauwetter, lebhafte westliche Wände. " ' ' . Die in Len nachfolgenden Rubriken mit a bezieichysie» Aöiizen rmb Arlilwl find entgeltliche Ankünöi- ' gungen (8 20 des Pretzsefetzes).; WareUbräch. Ewininftvrtzs mtt Einsätzenlund Motiven : 68000 K., EtamwkUnllltworrünae 68.000 Ä., Etaminöoppel« . decken mit Einsätzen und Motiven 138.000 §i.. Madrasvo, hange ouichgemebi 148-000 K.,' iSteppdecken nute Füllung 158.000 K./ Steppdecken oeblu.mt 208.^00 K.. Plückvsckdecken alle Farben IvH.Äü K., tteberw'-ff^ Gob!ms 165/500 353.000 K. Detollverkauf zu En nos^Preisen im Vorhangipepglhaus, VI., Gumpendorferslraße 38. _ o Deret«e, BortEge tml BrrsMMl«»W«. ZionistifcheArbeitsp artet Kitacdduth. Keule. 6 Ilhr. Sitzung der Maad, 3. Bez. Tabofftraße 59. —• Verein für jüdifcheGeichickte und Literatur in Wien. Keute. 7Iltir abmds. im Lesesaal der jüdüchen Gem.'wdrbibl othek. 2. Dez.. Ferd'nw dsstratze 23. i. Stock. Vortrag des Mediztnälroies Dr. Hsinnch Kaase. Thema - „A»s der Wiener Lokatoetchichie." — Zentrotverband der hebräischen Studenten T a r b u i h. 9. Bez., Bergoasse 7 tLugmdheim). Keule, halb 7 Uhr abends, Vortrag des Kerrn Solomon Anerbach über: ^Dawid Frischinann und die neue hebroische Literatur." Kedräislen willkommen. — Lugerdverern Aha^ath Zion, 2. Be.p, Kleine Zufabrtss raße 160. 'Keute. 7 Uhr abends, dringende Ausschußsitzung. — Akademischer Landesverband. Sitzung heule,' 8 Wir abends. 9. Bez. Türkenslraß- 0 (Kalle'. — Z'i v u i tt i 1 ch e - S e k t i o n Landstraße. Keute. 8 Uhr abends. Milg'ikdcroersammllmg im Besiaurant L'ktmann, 3. Voz.. Badetzkyl ratze 25. Tagesordnung: Bericht Über den Pmteitag. Reterenten: . Ludnid Bato und Bruno Babmowltz. Küste üillkvwmen. Lüdische Mittelschüler. Keute^ 7 Uhr abends, im Lokale der o. B. Umtos, 8. Bez.. Auerspernstrotze 21. Dortrag Dr. Z. Schallt: ^D'e jüdischen' Mitieiichist r und ,hr Botv.« — DerDereinT'kwath F e h u d a veranstaltet heute, prügse 3 Uhr abends, in semsn eigenen ^tubräumen. 8. Bez, Bennspiotz 1. Parterre, einen populären Vortragsabend Mit nachs!eßend?m Programm: Vortrag: ^r. Kornfeld; Fräulein Konni Munk, Arien; Keim ich M'eser. Äezitahonen: Fräulein Sonja Siew. jüdische Lieder. — Der neue Urania-Fi lm. „Sn einsame Köben". mit Lichlb ld.-rn und eiläuterndem Vorlrag von Joies Soyka. tühn in d e Wi-nSer dor Bergnot. Erstquifü runa heute, halb 8 Uhr, im Größen Saat der Urania unter Mttw rkung des Üranra-QrÄesters. . Urania. Keute. halb 3 Uhr (Großer Saal): Slüleroo»krag, Das M'Uelmer^ Kalb 4 Uhr (Kurssaal): Der wternationale Scka.Kongreß. lV. 5 Uhr (Großer Saat): Beherrscher der ßüf?< Ssgelslngwetlbewerb in der Rhön. Kalb 6 Uhr iKleiner Saat): Direktor ,Katl L , e b l e t t n e r- Dmtsche Volkslieder für daheim und die treiU Welt. fl. Kalb 6 Uhr (Kursiaal : Doz nt Dr. Fe'ix R e a ch : Physiologie und Kygiene der Eroätzruni UN» des Stoffwechsels, iv. Kalb 6 Uhr -Klublaa!): Egon Sw rt W i l lf o rt: Die musikalische Mod'ualion. l. Külb 8 Uhr, (Großer 6a!) - Zum ersten Male: Sn ein ante Köhen tUiöniafi'm). Kolb 8 Uhr (Kletner Swl): Kans G a m p e r l e: Om Zauber des Bergwinlers. Kalb 8 Uhr -Kurstaat): Prof. Dr.'Utsted K o s r d e l: Erpehüng und Unterricht aut psychologiftzer Grundloae, lV. Kalb 8 Uhr (Kludsaal): Lilda Wagner? Wiener Dichterabend. EmSHMW. Die LebensmMÄmSMe. Der Nafchmarkt mt gestern ttvit Grünwaren, Kartoffeln und Kraut etwas schwächer beschickt Äs an den vora-uge-gan-genen Tagen. Da sich auch die Nachfrage in engen Grenzen bewegte, machte sich ferne Knappheit fühlbar «und auch die Preise erfuhren feilte Veränderung. Die Obswers-org-ung ist dagegen anhaltend günstig. Aspfe'l, Bjrwn, Nüsse und Feigen wurden als belieltzte Nllolvangebtnde Äbhaft gelaust. Das Angebot an Giern 'war schr groß, die Ka-uslust gering. Butter wird 'trotz des unberänldert hohen, Preises von 56.000 bis 62.0OQ K. pro Kii-ogramm viel cchgesetzt. Der Verkehr in der Großtnarkchalle war ziemlich gerin-p. Die Rinderpreise Kch vorgestern nervlich zurückge>Fangen, doch wird sich bk RückwirLurrg aus die Msischpreise erst von heute an Mittend machen. Man erwartet, -daß Nmdsleisch tun 1500 bis 2000 K. Pro Kilogramm billiger -verden wird. Die Nachfrage, nach Seefischen um 8000 bis 12.000 K. und nach W!eißsiMn um 6000 bis 10.000 K. Pro Kilogranum war Lebhaft. . Bühne und Kunft. -enifcher BoMheNer. (Gastspiel Tilla Dtrrieux.) In dem Motto, das Hebbel seinem Drama „Gyges und sein Ring" voransetzt, vergleicht er diese Dichtung mit einem Bilde, über dem ein Regenbogen gespannt ist. Dunfel getönt ist dieses Bild, eintönig im strengen klassischen Sinne. Auch die Regie-sollte einen Regenbogen darüber spannen. Die köstlich, klare Linie der Tragödie würde sich schärfer, bezwingender abheben, wenn statt der kühlen, römisch ernsten SzMenbibder, die wir gestern sahen, südliche Farbenpracht und lebendige Fülle das herbe Spiel umrahmt hätte. Warum hat man uns zinn Cxempel den freien Wau vorenthalten, mit Magenlenkern, Ringern, Faustkämpfern, singenden Mädchen, jubelndem Volk und mit dem Königsthron, wamm ist das. Land nicht zu scheu, deffen Luft von Düften überströmt, „als hätten alle Blumen sich geöffnet, als atmete die Erde selbst sich aas?" " . Rhodope, die indische Fürsterrtvchter, suhlt aus jedem. Mannesblick gierige Brunst, die sie beleidigt. Deshalb darf sie nur ihr Gatte, kern Mann sonst scheu. Gegenspiel: Kandaulch leidet, weil nur er allein weiß, wie schön sein Weib Rhodope ist. Cr, der das Schicksal pries, daß nur zwei Vcrterangen Rhodvpes Leib sahen, bevor sie seine Gaitm wurde, stiehlt jetztmittelst "des mffick'tbar machenden Ringes seinen Busen-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.