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Wiener Morgenzeitung · 1922-12-06 · Heft 1373 (6.12.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1373 (6.12.1922)
Date
1922-12-06
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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9m 4 «im, Mittwoch t>:'' ’S il> %\ft SS; " mW Wiener MorgeirzritunA Mm ficlise rH:; ■$ 6. Dezeniber,1922 mrrirrtr «DL wiw MM» iS Wien, II. Kl. -U-^a» ( l!S-i-»U 1 llDleHeaTirtJ *Qacf»OK-i: Friedrich: Sie.lügen. , Äögeordneirr Pickler: Wa«un habe» Ms dann einen Ariden zmn MmWrgsniacht? ' Später ergriff Friedrich ist persönlicher Sai^e nvch emrual das Wort und sagte: Mcm hat mir von der Linken zags« rn.fen. ich hafte seinerzeit als Ministerpräsidoirteind 'zionPisHo Garde organisiert. Me Sache verhält sich so^nEmaßest: Als -ich Sto^sftkr-eLr im HolMV-MlinistevüM war, snchie mich eines Tages tm. D-sputatwn von Reserveoffizyrten hes «Kgari» scheu ZionistenderbandeS auf, um mir zu melden, Wh sie an der Aufr«htLrhaltsMs/het OÄg tot i&ereijt nnt den AbriWr O rgan isationen.kchlrrchmen wolle. JchwiesÄeDeputatii>» mit wenigen Worten an die Anft8nMM''^MoD'W'MiWe^^ ' Ter Frchrer dieser Deputation to&; Profesivr.'5tbo4f S t r a u ß. Das ist alles, was sich Forschen mir./ und den Mrtretern dös ZioMenverchastdes ob^espvell Ich fürLietr Bittre a,ck. zu bÄversen, daß ich auch andere Beziehungen D. dön Zionisten unterhalten habe. Gelingt ihr dieser Nachweis, so wer>de ich alle Konsequenzen tragen und tM der. positMen Arena verschwinden. Gleichzeitig biete ich Mr Z^stistischrn Juden, den ich organisiert habe, T9.900 KiHrsir f^wMM^sMßcke an Abgeordneter P ickler erklärte, es siehe Kiedrich schlecht an, jM>n MmeWs clausus als.einen Akt. des natwMen Rassenschutzrs hinzustellen, da er semerM sistbsi, einen Juden zum Mitglied seines Kabiirefts ernannt hohe. 'Friedrich: Es ist nicht wehr, daß ich di»M Archen tzmn Mitgliedsmeines KcchmettS arnannt hätte. DK Ernennung P olnayS zmn Minffter ist seinerzeit aüf Wunsch der Gntente ecsolat. Nicht ich, sondern der daMaK^e/ ReMSVeM^r hat sbe mrf Vorschlag der Negierung vollzogen. Dafür ubrrnchmr ich stWstvmsiaMich die Detanttvortung. - : ' An der, Konferenz b^teNgten sich 471 Delegiert:, di« Itztz O t'g d ft i f«t i o n en ver'ratsm Es wurde beschlossen, zunäM einen a nt e x t J ä nisH.^jü ÜifchenKo n gre ß bin- §it&ferufetv, dessen Änsacrbe die MrbmöiMg ' des alltvölAchen jüdischen Kongresses fein soll. ' :! m V ,7 Die Konferenz nahm eine Resolution an, in der gegen die Verfolgungen der Zionisten in Rußland protestiert wird/ ' '' ■■ ’ ’ : M SMrt« Md M «stMMWitt. | LmifanNe, 5. Dezember. (Tel. der „Wiener Movgenztg^) Der Delegierte der mssischen Sowjetmachfc zu der Lansanrrer Konferenz Krakow Skr hat die in Lausanne eingtziwffme syrisch - pa1äst ivenfif che D elegation empstmgen mrv die Erklammg abgebendaß Sow--^ jtztvußland angesichts der Revision desSrvres-BertraMS auch die Revision sämtlicher' Manda>!ßverträge über die Ostgebiete, Palästina Und Syrien inbegriffen, verlang r» Mird. > ' /. - / s v. Topung des zwÄWMWWMW. D>« Exrktttw« der Ainüsti ch«« vk»«Wi»» h«t. W Einverständnis mit de« Präsidium des «^C. dW AktionS' ksmitee für den LS. und 26. d. zu einer Sitzu-g ttach BerÜn kinberufen. . AmeiAmUsche Msage aq gMdeM New-Aork^ 8. Dezember. (Wol-ff.) Äach einer Meldung -er „Rew-Tork Times"' «Marte.WW KsnMesfts und Borsttzettder der Kovunis^ion des Ingresses für , mLirarffche AugeLbgenheiten Kahn in emer Rede im ReprLsewwnterlWus, das amerÄanische. BoE,.M. gegen ein Bündnis, das, Frautwich gegen. erneu hontjchen Angriff sicher» solle. Me es in der Meiduyg/,der. '«Retv-Vork/ ivei-tsr heißt, ist die Erklärung Kahns^durch -4?^ ÄpMe Clemmevsus an das amerAamsche Voll ver<mloßt -worden. Sas amerttimifche RWv' IKl jjÄWfwJv ** London, 4. Dezember. mnerikanischttt Mjfchck KorgoeM ber^f Ä«.'. allwelMhen jüdische» Kongresses für Palästina zu Nelly PirchHof, ist to KottzrWal "'stM.Uke- 'lbejsere Ehehälfte. Ihr anl'prechender ZugeMich-LramMcher Sopran begeht manche Eigenmachtitzkesi nnd' bedatf Noch liebevoller. Führung. Der schlanke, gewandte Barston' des Herrn Willy Ü l.b l Utch der ergiÄige, in der Höhe nöch bildungsfähige Tenor des Herrn Wilhelm Bruckn^p derbanven sich in einem alte« Äuetch „si Mfieö Mö^Nte* zu guter Wirkrmg und man gerne ihren Worben, daß „Musik eine schöne Sache" sei. Weniger gkäuW vernahm man die zaghaste Nedbotschaft von Frau Herma S chreck-Sutzma'nn und bei Frau Pauer-B«dahegy nmßte infolge der Dürftigkeit vou Material und Technik jed^r Mmben «r ihre musiküische Sendung schwinden. ^' yr-' Mt faszinierenden pianfftischen ILHtzkoiteu steUt sich Ignaz F r i e d m a n « ein, der als Chopin-Spieler «neu großen Ruf mck eine große Gemeinde besitzt« Sr serviert die polnische Schwermut Chopins mit französischer Noblefie, mit der überlegenen Ruhe Ves Könners stveichÄt usid liebkost er die schwersten Sexten- und OÜaveNpasiagen, zerpflückt die Musik in ihre MoleM-e und Atome, und setzt diese W eite! WohlklaNg zusammen, was dem Geiste EhosiinS nicht immer tvohllut. Paul E m e r t ch, ein Spielball feiner Repven, kann sehr viel, wenn er die nötige Ruhe aufbringt, 'und erwies sich in Bachs Italienischem neUSrlich als vornehmer Musiker. Eduard Beninger spielte an seinem Schumann-Abend intÄligent/! aber iundisziplinrert, dev Geiger Hans FrauzoS mchr mit hußever Bravour als aus innerem Erleben. Die. j«»-e?EeMstin Iudich Bokor entwickelte einen weichen, einschmeichelnden Ton. rmd eine behende Geläufigkeit, Aus ihrem Sewichsigen Ansttumente wußte sie die leichtesten Trister uyd Pessiagen -yerausMaubem. . Erwin Felder.! Lle msstschen Smk«anten. Paris, 4. Dezember. (I. C. B.) Der Ha-uptkoimnisiar des ztomitees für russische Flüchtlinge .beim Völkerbund Dr. FMMf- Raus18/HstiWMhanM^gch'EMMjstschen Sowjetregiermrz über die Rückkchr der russischen Flüchtlinge in ihre Heiarrt ein. Alle Versuche, für sie eine dauernde Beschäftigung zu schaffen, sind mißlungen. Die Benmhungen des Vollerhundes, die großen Jmigratiouszentren, wie Amevika, Australien nsto., für di-e Aufnahme der russischen Flüchtlinge zu gewinnen, sind gescheitert. Die Rückwanderung nach Rußland verblieb deshalb als einzige Ausweg^tzuS Äyfer-fDDen^Me.. , ' . Die Frage^' der. siiüÄHchr7E Flüchtlinge -mäh Rußland hat bei einem Teil der. Flüchtlinge selbst groß-. Beunruhigung hervoMufen. Dr. Mnstn Lurrsicherte aber, daß maN Mmand zur Rückkehr zvstngW und daß andererseits di« rusiifche-'Rrgierung die Unantastbarkeit der Roemigvanten garqntierw wird. . «e Rej«»Mch«Me» M«z. - .. Der Wiener Vertreter der. russischen SowjetreAmng Hak an das AuSwaMge Amt eine Stole gerichtet, in welcher er miiteilk, daß die Republik des fernen Ostens MtM. bineu) Vicht Mehr bestehe und von nun an von.Rußland vertretest werde. Jü der Nöte heißt eS unter and^rM: Die Nationalversammlung der Rchublik des fernen Ostens hat ist Wer Sitzung am 14. November 1922 dem W « ns ch e b ie r Arb eit e r, B a u e r n ü n d S o l d aten der natwstalen Armee der tzchubM des ftrnen Ssiests »ach Herstellung eirwk Union mit chowjerußland amd Ginfühmntz des Rätereglevuntzsjhstems Rechnung tragend, einstimmig eine Resolution astgestommen, laut welcher die frei w tt lige Anflö su n g der. Nationälversimtmlustg und die Bereinigung der Retmtzlik mit Sowjeiwußland provamiert wurde.DieWMtwn^ntMgkii^nDd«Be^ fügvyK, . die Mqchtbchtgnisie in die HSnde >'der'Sowjets stWkzulegmchnd eM>mwrntionLvrs^Komit«^-d^ Fxrtten; «S WEM m BSVtAßMl. , Die porittgLesisch« Gesandtschaft ier Vien «Mt von ihrer Regierung nachstehendes Telegramm: Dst Wahle» am 2tz. November tzuntos de Pvroguioh welchr die Monarchisten ÄS eine „VolkSabststnmuing" Mischen der^ Republik und der MonartMlerMäW^ ''8stddtest' msi einem großen Sieg der republikansschen Liste, welche i« L'flabvn 19.00g Stimmen gegen 5609 der monarchislrschen Liste «chielt. wPORil Aiwrw, 5. DegöMbe^. MM.) Das Kstbmett hat 4Hr Jll ||||v rer-rEMW»«. Beett«, 5, Dezember. Der RMKbag Wnlligde heute «Me Reche von RachtvagSetaiS, Die üMage über das Ru hege Haft de s R« ich.j-,rSf.fd<O45». ^stmche he,» Ha«ShaltSausschuß übttwiostn. YoiW Rachtvagsota't deS MchSjirstizmiMstevusnS «Slärte. MchSMiMchviswr Dr, H e i n z e, daß bei dar Perhast^ng Cih'rhtzrÄis lrzei dem nnt der ÄerfolgtM GhvhardtS hetnmten ReichßgeriHiSwt jede verlangte.Im H^jMGvW'MssDß des RoichStages . Ä EsttschideßMg der. Mg. K.' Cr em e r. di« VMq kn^gt, daß boi her'«Ächsten Vorlage die Taxe für Preß- 1 am.me'.M sA nMrt'ttek de.r^gewöhst tichest' Ta^WnsitzenM MgenbMMn/WMchen-/M schMMM'P's 1 iÄs?'M' TM'fisN«Hg,rlnes'Z'dnrn-- ' ta.k^S'für'TelhstrstMmie.'^ - :-rr ') ,■;>j';;; r,;:"Z-' Ül WkMk. VttNst, 8. Deremher. «rtpfing heute den rvenernamtten fvanzöstschen LotDajter Aacqmn de Margetie zrrr GkrtgegeMaihme seines Beglaubigungsschreibens^ Der Botschafter hielt hierbei.ovire Ansprache, in der er ausführte, er werde alles tun, unt die Mbsichton feiner Reglevü.ng zu verwiMchetr, die in frieb- Ucher Arbeit an der Aufrechterhaltwich jener polrlrschen und wirischaiftlichen Stabilität Europas mitzuar- Helten wünsche, die allem nach so großen -Erschütterungen, die Nationen in die Lage versetzen Vnne, im gegenseMWt Vertrauen ihren Entwicklunigsgang wieder cnchunehinen. Er vertraue dav^uf, daß. der Pwsident mch die deutsche Regierung ihn hierbei rm'terstühen tverden. da sonst feine Arbeit Gefahr liefe, nicht alle Früchte zu zeisi^en. Det PWidLNt anÄvortete u. a.,^ die deutsche Reichs- Legierung werde alles tust, um jene Stabilität der Berhältn-'.ffe herzustellen, die das Ziel der Gegenwart'sei. Der Botschafter werde, wenn er die immer schwerere Ävge der derltschen Regierung mehr kennen lerne,. Gelegenheit finden, Mit seiner, reich?» diplomatischen Erfahrung -dem Frieden zu dienen ■ Die batzrischen Romrchffen. München, L. Degsm^er. Die. >,Bosnische Zeitung" Ml», dete vorgestern aus Paris, die bayrischen Monarchisten Hütten 'wor.. einiger Zeit versucht, am Brüsseler . Hose Er- Lindigungest erstzuzichen, wie die Wiederherstellung des , Konigstnan Bayern von den Ententernächtesi cmfgeNonmren werden würde, doch hätten die Tschecho-Slowakei und Italien vor dieser Mion äevMrnt. Dazu M- . strsche „Münchner Post", die Soziakl-demokratische Partei harbe eine diesbezügliche Anfrage an die Regierung gerichtet.' Die Berhastung MhaMs. ' DerNn, 5. Dezember. (Tel. der „Wr. MorgertzerÄng^.) Rach einer Meldnrm des „Berliner Tageblatt" aus Leipzig hat der Staatsgerichtshi-f zum Schutze der Republik die Beschwerde des KovvettöNkaPitSns EhrHardt gegen den Haftbefehl zurLckgcüviesen. Weiters -hat der Gerichtshof beschlossen, das gtfamte Der möge« Ehrhardts zu -beschlagnahmest. Bon unterrichteter Seite wird über die Berhaftung des Korvettenkapi-tLns Ehrhardt noch berichtet: Der nnt der Bovuntersuchung betraut« Gerichtsrat hatte m Münchmi mehrere PeiffonsWMvetstbmineü. Dabei war kW der Ber-- dacht ausgestiegsn, daß.einer der Vernommemn falsche Angaben über seine Person gemacht habe. Bei seiner nochmaligen Bernehmung und nach ferner Konfrontierung Mit zwei Personen, vre Ehrhardt kannten, wurde festgestollt, i«ß man es mit Kovvettensikpitän Ehrhardt , zu tun^ habe. Rach an^nglichsm Leugnen gab er feine Identität mit steckbrieflich Befolgten zu. Da, Schicksal de, Memellandes. Pari-, 4. Dezeücher. Wie der I. C. B.-Bertreter erführt, wird das MonEand voraussichtlich wahrend einer Zeit von IS Jahre» alS selbständiges Gemein»,tsen,br> stehe« bleibe»^und!.weder Litauen noch' eistet, astpeven'Macht Während der Bechandbungen vst -auch die.. Uräge E i sidDch e n Pevöl k e r st n g t«S. MmeÜMeS chchaydM-'wor>d«».! Di« bchtMte Schrift best. früheren. koMrvstive« preußffchM Abgeordneten "und späteren Führers der r»«n«lländischen Litauen Gaigalat lag vor und erregte mit ihre« scharf antisemit^sHM Bemerkungen das Erstaunen der Konferenz. Nam-entlich der italienische und der japanische Bevollmächtigte sprachen ihr Erstaunen über die scharf antijüdifche Haltung dieses alldmtfchen Wanenfühvers mrS. NmWchtt LMeskomktee für SesterreW.! In der Montag siattgefuNdenm konslititkerestden SitzMrg deS Landeskomitees'wurden die Herren Dr. Löwen herz, Dr. Gchalit zu Bizepräsidendött und Dr. Gelber zum Genevalfekretar gewählt. Sämtliche BezirtLsektionon, Sonderverbände, Or:sgruppen und Gesinnungsgenossen worden an den seinerzeit gefaßten Beschluß, bei allen BevcrnMtungeu, DersamvMtM «. -gl, für den Jüdischen Nattonalfonds zu sammeln, - pie anch von dm Reiaerträgniffen 19 Prozent dem. I. N. F. ckbzuführe»^ erim«^. rr Sämtliche aBicw* BeMsfektiosten und Sondervereinsgungen werde.« aufgesordert,. bis zum h,: j«:: eine» Der-reter^ ist das L o k a.l k o W i t e nom- :. siierest<>Did Name»; der Vertreter sind ehrsiens. dem L-mdeskonsitee Konstituierung schon am 89. d. eiffolge» kgnn. Wahlen zum Parteirat. Im nachstehenden der- Sffenkl-ichLN wir die «st letzten Parteitag beschlossenen Sta- - tMenändemngon dezügli^ , des Partoivates:., „Jux Mitachsit Mit .deyt.'LandeSkpMjtee. Mähreytz.b^.M'efchäMa^reL.'wird ein "Parteirat besteH." ::' ., | .. tz iS. ©eie Parteirat hat Mille dem.' Parteitag' zustehenden Pe^ie,, mit. AuSnahnie. der.Erteilung des AbsMtprinmS (t) stnhH^'iist.8 lÜL ststd^d bis'h aWMrtm'MMW^....'^7.

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