Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1373 (6.12.1922)
- Date
- 1922-12-06
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzett«ns. S. Dezember WZ Nr.' 1373 3J?orityI(ni Ml-sGeDhrt taerfocn -sollte. Der «ftühei-e RÄchskanzlcr Fehren«bo ch, E Beisitzer in diesem Prozeß, machte noch ibe- Onte L Men, Mitttvoch /nrnd Gyges in das Ehegemach, idam-lt endlich auch ein cmterer sich an der Pracht ihres Körpers entzünde. „Ich bin erst Mcklich, wenn dein Mund mir sagt, ich sci's." Dieses scharfe, tlanke HeLbel-Wort betrifft den dunkelsten, lächerlichsten, hätzßchsten und doch zugleich kindlichsten Trieb des Mannes. Alle sie glücklich Liebenden wünschen, daß auch anderer Männer Margen beim Anblick ihrer Geliebten glänzen. Das Vall-- iekollete der Frau wird deshalb vom eigenen Mann gewünscht, md so goht's tiefer, tiefer, bis zu den Abgründen, von denen nan in Wedekinds „Schloß Wetlevstein" Unerquickliches er° iihrt (wo einem Manne sein Weib nur begehrenswert to-ird, mm sie andere besäßen). Tilla Dnrienx ist eine große Künstlerin. Aber eine wählende Schönheit von so ungeheurer Kraft der Wirkung, die sie von Hebbels Rhodope ausgehen muß, darf sie nicht pickten. Das Tragische ihrer Rolle hat sie wiederum hoheitsoll und ergreffend zum Ausdruck gebracht. Besonders fein jelcvng ihr die keimende, Rhodopen selbst nicht bewußte Nsiprng zu Gyges. Günther H a d a n k ist ein Mr erfreulicher, ein echter Griechensüngling Gyges. Manches, wie die ttsposition der Erzählung vom Wunderring, muß noch aalseifen. Wilhelm Klitsch als Kandaules fft wenig erfreu-l-ich. kalte, spröde Deklamation. Frau Durieux und ihre Partner -rurdou mü großem Beifall ausgezeichnet. O. A. Theater in der Fosefstadt. (Gastspiel Iba Roland.) ° Die Leistung J-da Rolands in der „Zarin" ist chon des öfteren gewürdigt worden und fand auch dieses Mal verdienten Beifall. T>as Publikum zeigte sich von der Borichrung aller Virtuosenkunststückchen, zu denen die ungarische komödie reichlich Gelegenheit bietet, sehr' befriedigt und kargte dicht mit Beifall. Nachdenkliche Gemüter mögen es allerdings kielleicht beklagen, daß eine Künstlerin im Range Jda Roawds sich damit begnügt, reine Effekt stücke nach Wien zu brmken. Bedeutet das überbescheidene Selbsteinschätzung oder zu nedrige Einschätzung des Wiener Theaterbesuchers? Die Anführung war gut, wenn auch stark auf den alles beherrschenden Star eingestellt. Frau W a l d n e r und Herr Strobl wten respektable Leistungen, wogegen Herr Fuchs als Alexei ne llnbcholfenheit und Steifheit des hoffvemdcn Soldaten ^tschiedrn allzu wörtlich nahm. Die Festvorstellmrg im Carüheater. Die rm Cartthocrter em Samstag den 9. d. um halb 3 Uhr «nachmittags zuAunsteu «er MvhlsahrtsÄnrichtMvgvn des Journalisten- und Schrifttcll-ervereins „Concovdia" stattftndMide Festvorstellnng anläßlich es 75jährigen Bestandes des CaÄtheaters, wird unter Mitwir- >ung nachstehenL» gemmnter hervorragender Gäste sta-ttfinden: Ase Koch Hann, Gusti Liedermann-Stär?, Hansi Niese, Tim kenders, Franz GlÄoach'ch, Ctnil Guttmcmn, Walter Huiber, Ludwig Stärk, Otto Storm, Ernst Tantenhahn, Willi Thaller md -dem gesamten Eawlthoater-Ensemble. Zur Aufführung geäugt als Einleitung die Ouvertüre 'der Duppeschen Operette Di« schöne Ga lat he", hierEf ein vou Ernst Arnold 'omponierter und vorgetragener Prolog „Mwiener Thea-ter- «ut'", Text von Kurt Breu-er, dem folgt die Aufführung des 'rsten Aktes des Singspiels Johann Ne st roh" mit Milli thaller in de-r Dücklrolle und den.-Damen Lya Beyer, Mimr llsely, Po-Di Wilczek und der Herren Ernst Arnold, Ernst Rollt, Leopold Hämisch, Julius BmÄ, h-evnach wird der Wirts- Misakr aus Nch'trohs -Posse „Lumpazivagabundus" ’i;- Hansi Niese als Schuster, Emil Guttmann als Schneider, Calter Hüber als Tischler amd Llvdwig Stärk als Hausierer ge- '<brn. Den Schluß bildet die Aufführung des Olympaktes der ftsfen'bach.scheu Opereir-e „Orpheus in der Unterwelt" ui't Einst Tautonhayn als Orpheus, Franz Glawatsch als iJu* glter, Otto Storm als Pluto, Tim 'Servers als Juno, Else Kochhanu als Diana, Frau Gusti Li-edermann-Stärk als öffewtiiche Meinung und in den übrigen Rollen die Damen Lya ^ayer, Mim-i Desely, Mimi Tschauner und die Herren Leopold polnisch, Julius Bartl, Karl Hartl, Leo 'Rezniczek, Otto Hilde und Karl Wruer. Die Regie hat Ernst Rolle, die musÄolische tzettnug Kapellmeister Josef Holzer. Die noch restlichen -Kar- :cn sind an den Tageskassen des Cavlcheaters «rhäMch. Nur den Theatern. Bnrgtheattr: Morgen, 7 Ilbr. Grillparzers e- 6 e ö." — Montag Len Ir. d. bei aufgehobenem Jahres- und Stammsitz-onnsmrnt (kein Kartenverkauf). 7 Uhr» „Boje Bernd" von Gerhart Kauptmann. Akademletheater- Monlag, halb 3 Uhr „D o d t o r K l a u s* von Adolf L'Arronge. Dvldsoprr: Keule Wagners .Der fliegende fl o 11 S n b «t." ml Kenn Ernst Fischer als Gast in der Titelrolle. Morgen .Madame Butterfly" mit Frau Wagscha! als Cho-chv°san und flenn Ailtershei« als Lmkerton. — Frerlag .P a r s i f a I.“ DeutscherDolkstheater: Leute .Schöne Fraurn". in der Sn'zentnung Prof. Mer Drinhardts. Es r-.önn'n nur mehr ven'ge Wiederholungen dreses Lustspieles jicütsindrn, da fleunann Thimig und tzouis Rainer Verpflichtungen in Berlin zu «rullen haben. — Morgen verabschiedet sich Trau Tilla Durieux m Lauptmanns „Gabriel Schillings Fluch!" als lianna El-.as. 5m Raimunb-Tbeater verabschiedet fich heute T'lla Dnlieux als Berla in Nikodemis „D e r Sch a t t e n." Morgen .L y r i st a die Tonte." — Samslag beginnt Eugen I b p \ € r lein Gastspiel als Tartüff und als Gschmeid- \'-x in „Sn Ewigkeit 'Urnen.“ — Wiener tfammeropcr: Freitag rnib Sonntag, halb 3 Ilhr nachmittags. >,KoffmannsErzäylunge n." Kammerspiele: »Der blaue Vogel- bis y'kluiive lO. ö. Die bisherizen Vorstellungen der ^Blauen Vogel" waren ausve, kauft. Ioiefstädter Theater: iwuft bis einschließlich Freilag ..Die Zarin' mit Zda Roland als Gast. Samstag mit Zda Dolans als Gast .T h e r e f e R a q u i n.' Billigstes Kaufhaus der Stadt Wien Tegspichhaus „Köllnerhof“ g Wien, I«, Köllnerho?gasse , Roland<Bühne (Freie jüd. VoiksbQhne) Ensemble-Gastspiel der WII-NAEK TRUPPE Heute Mittwoch den 6. Dezember 1922, 9 Uhr abends DER DYBUK .IT Dramatische Legende in 3 Akten von Sch. An-ski 2298 rhenire Intime. Unter der Lettung von Kurt L a b o t t und Karl M i k f ch wird am 15. d. in d»r Todvrstraße 12 das T b e a t r e Intime eröffnet, eine neu« Emaktet bühne mit namhaften Wiener Darstellern bei ganz niederen Preisen» von achtbrr zwanztgtausend Kronen. Schubert-Abend der Arauts. Prof. Roderich Baß kKlavier) und Konzertiängerin Risetta Deutsch veranslallen Freitag, halb 8 Uhr. ,m Kleinen Saale der Urania einen Schubert-Übend. Llavierdegteilung: Dr. Lanr P l e ß. Die Kunst- und Bttdungsstelle -es Jeutralrnles der geistigen Arbeiter teilt mit, daß im Sekrstwiat. 1. Bez. Lerrengafse 22. 2. Stock. Karlen für folgende Beranstaliungen erhältlich sind: „C v r i st o. die Tante" l7. d. Rmmund- Theatei). Philharmonisches Konzert, Dirigent Weingartner (S. d. nachmittags. Großer Mustkvereins aalt, »Des Meeres und der Liebe Weilen* (11. d. Ra'tnund-Theaier), Populäres Or ch e st e r k o n z e r t (10. d. nachm>>tags. Großer Äonzeriha'issaa!). R o m a v t i ß e r a d e n d (18. d., nachmltags. Großer Musikvereinssaal). Gail spiel Klöpfer in „T o r t u s f c“ und tn „I n E w i g k e 11 Amen" (14. und 16. o. im Vaimund-TH-oier) und Generalprobe zum IN. Abonnementskonzeri des Wiener Konter t v e r e i n s (19. ö. Großer Konze ihausfaal». Der Berliner Theaterstreib. Laut „D. Z. am Mittag" haben vorgestern abends im preußischen Landtag zwischen Vertretern des Bütmenverernes und der Schauspieler d'e ersten unoerbindlrcben Vrrhardiungm staltaefunden. Die Schauspieler forderten 60000 Mark für November. Die Dezrmbergage solle später geregelt werden. GerWssaal. All verprügelte Athlet. Eine wohl einzig dastehende Liebesaffäre beschäftigte vor kurzem den Strafrichter Landesgevichtsrat Dr. Glaser beim Bezirksgericht Favoriten. Im Mittelpunkt des Prozesses stand tzae Gattin des Betiebsleiters der Wasemneisterei Frau Eva S. Sie ist 49 Jahre, ihr Gatte 52 Jchre alt. Iran S. hat nicht weniger als 25 Kinder geboren, 13 davon sind am Leben, mehrere verheiratet. Bor einiger 'Zeit erfuhren die erwachsen-LN Kinder, daß sich ihre Mutter in em Dehälttris mit einem Athleten eingelassen habe. Die Mnder beschlossen, vorerst auf den Athleten einzuwrrken, daß er den Verkehr abbreche. Sie luden ihn zu sich cm und machtert chm Vorwürfe; er leugnete, und als der „FamÄienrai* heftig wurde, rief er in aufgeregtem Tone: „Das geht euch einen D.... anl" Dies brachte die Leute furchtbar rn Harnisch und sie Men über ihn her u-nd versetzten chm in chrer Wut und ihrem Zorn derartige Schläge, daß er blutend zusammenüvach. Er mußte in die Wachstube Mchten, wo man chm das blnlü^berströmte Gesicht wusch und Verbände anlegte. Die Polizei erstattete die Anzeige und die Staatsanwaltschaft «hob die Anklage gegen vier Söhne und zwei Schwiegersöhne. Die Angeklagten, von denen bloß zwei zur Verhandlung erschienen waren, erklären chve Handlung mit maßloser Aufregung. Alle Geschwister trnd mtch die, anderen Angehörigen empfanden eine tiefe Scham über dieses Verhältnis, das ein offenes Gchcnmnis war. Der (Hatte erklärte, daß er das ganze für einen Tratsch halte, er könne es nicht glauben, wenn auch die Leute noch so viel darüber reden. Er hat ja ein fesches Mädel, er hat es ja nicht notwendig, mit meiner Frau ein Verhältnis zu unterhalten. Meine Kinder haben jedenfalls fest daran geglaubt und den vermeintlichen Liebhaber der Mutter veckhaut. Frau S. ent« schlug sich der Aussage. Der Richter fällte einen Freispruch. In der Begründung wurde ausgefi'chrt, daß die sechs Angeklagten rm guten Glauben gehandelt hatten. Ner Tchek-emmm>ProMß. Leipzig, 6. Dezember. Die Bevnehmuing der beiden BlausLuve-AttMtÄer Hustert und Oehlschläger du.rch den SsnatZpräsidenten Schmidt, der schon seit felttset Verhandlungssühru-ng in den KviHgsMchuDlgtMpwzessen bekarmt ist, zeigt einen wesentlich anderen Charakter als die Prozeßleiinng im Rathen au -Pr ozeß durch den Präsidenten H v g e .n. Während dieser im Rathenan-^Prozeß die. Angeklagten mit einer nicht immer verständlich tu Milde behandelt hatte, fühlt sich sein Nachfolger nicht beivogen, feirvvm menschlich begrePichen Anwillen ldbe-r die lbeidm jugendli-chert Angeklagten einen Hemmschuh anzule-FLn, er bvandinarkt ihre Roheit und (Sc« fühls^Iosigkeit oft nrit starken und gorn-vM Worten. Wichtiger ist die Frage, die sich hier wie «beim RathsnMl- Prozeß zunächst achdrangt, im närnlich hinter den Angskiagten steht, auf welche Weisungen hin sie gehandelt habeir, ob sie von bisher nicht sestgestiellten V-ovschwörern mit Geldmitteln ausgerüstet wurden oder ob sie auf eigene Faust vorgega^Mn sind und die Gehemtorganisat!ionvu nur nritteilbaren Anteil genmllmen hoben. Senatsipräsidettt Schmidt bemüht sich ansä)e inend, gerade in dieses Dunkel e-Mzuduingm. Die Angeklagten versichern jedoch immer ^wieder il)<irtnäckig, daß der Mordviau rm-r in ihren eigene Hirtreu entstanden sei unÜ daß sie von ttiemond d-ieÄbezüglche AttweisunaM orhotten ^hätten. Diese Ächauptu-ng k-onnie «bisher direkt nicht widerlegt werdm, doch bleibt rioch immer der lbegründete Verdacht bestehen, daß es sich dennoch aums verhält, da ein geheimnisvoller Ungar, von dem die Attentäter das Blan-säuregift, das or au Juden mehrfach erprobt habe, für den Mord erhieltet^ gvraoe um «die Zeit nach Karlsruhe kam, als der sonders «ns diesen Pitnkt aufmerksam. Das Geheimnis ist ober weder durch den Rathenaet-Prozeß «twch durch diesen bisher ganz gelüftet wordc-n, möglich, daß durch den kommende« Ehrhardt-Pra.zvß vollstätrdige Klarheit der Si>buat>iou erreicht wird. ' Der OberreichsaMvM beantragte gegen Hnstert und Oehlfchläger ll Jahre Zuchthaus und Aberkennung der bürgevl-ichen Ehrenrechte auf 10 Jahre, ferner gegen Ochlschläger noch drei Monate Gefängnis wogen unbefugten Waffenbesitzes. Die UrtleiiSbvrkünduuig erfolgt movcM mittags. Bolkswiü. Gestempelte Krone --- —.0878 stenümes. Anrrchlnns Wien ----- —.üst7v kenttmes. Sn Mich notierte die österreichische flron». . . 0.0076 ( 0.0076 am 4. Dez.) die rsterr. gestempelte Krone. 0.0076 ( 0.0075 am 4. Dez.) die tschechische Krone .... 16.85 (16 cQ am 4. Dez.) die Mark. . .. 006»/, { 0.06*/, am 4 Dez.) Agram. 1.80 ( 1.85 am 4 Dez.) Bukarest.. . . 3.35 ( 3.S5 am 4. Dez.) Sofia. 4.- ( 3.90 am 4. Dez.) Budapest ......... 0.23 ( 0.23 am 4 Dez.) Warschau 0.03V, ( 0.03*/, am 4. Dez.) Ae Lage des Ledrmarves ln der Mrcha- Slowalei. (Von unserem Brunner L—. S—.-Mitorbeikrr.) Auf dem hetmi'chen S> 2 u t e m a r h f ha! sich die Stimmung in allerlehler Zeit ein «en'a gebessert. Der Verlauf« der letzten Auktionen (Prag, Kolin, Iungbunz'au, Kladno) warf ziemlich siolt und vvu''äe das ongebotene Gefälle überall willigaus tem Markt xenommen. Ln leichten und ichweren Dinds-« häuten konnten gef wöbet den Vorwochen etwas höhere Presse i erzielt werden. 5n den übr>gen Sorten scheinen sich die Prerfe« za siab lisieten. Da hiemit der Tieistand erreicht tft und ein! weiteres Nachreben kaum mehr zu erwarlen sieht, wird die An-i ficht ausgesprochen, daß fich d'e inländisch» Lederindustrie von der« langen Depression (»eil Dünner 1921) endlich erholen und zu einem« halbwegs regulären Geschäft gelangen dürfte. Um eike Ab-! Wanderung des 2n>andsaesälles ins Au-land zu verhindern und! d r t'chechtschen Lebenndustrie genügend Rohmaterial zu sichern: ist die Ausfuhr von Grvßviehhäulen bis auf weileres gesperrt. Es notieren: K a l d i n n « n bis 24 Kg. 6 Ischech. K.,« 85/29.5 Kg. 550 bis S.70 tichrch. 80/39.5 Kg. 7.40 tschsch. 4t.,: über 40 Kg. 7.40 Ischech. K. Ochsen dir 24 Kg. 5.SV bsr 5.50 ischech. 25/29.5^ 5 bis 5.80 tschech. K., 30 39 5 Ko. 5.60 bis 6.L0 Isctech. 40/49.5 Kg. 6.40 tschech. K.. 50/59.5 Kg. 6 tschech. K., über 60 Kg. 5.30 tschech. K. Kühe bis 24 Kg. 4.S0 bis 5 30 ischech. K., 25/29.5 Kg. 5 bis 5.80 tschech. fl., 80/39.5 5.80 tschech. K.. 40/4fc* Kg. 5.40 ischech. K^ über 50 Kg. 5.40 ischech. fl. Stiere bis 24 Kg. 5.50 bis 5.80 ischech. K.. 30/39 Kg. 4.70 ischech. K., 40/49.5 Kg. 4.50 tschech. K., 50/59.5 Kg. 3.20 ischech. K.. über 60 Kg. 3 dis 3.80 ischech. K. Kalbfelle sind viel degehrt. insbesondere mach! sich für Gewichie von 5 bis 6 Kg. lebhasie Stimmung gellend. Doßhäute finden wenig Veachlung; für bessere Ware werden Presse von 3.70 bis 3.80 tschech. fl. angelegt. Der Kleinviehmarkt zeigt bei größter Zurück-, Haltung im Cinkanf kein« sonderliche Pre'rverichiebung. 3wl 3icg ettfe llen sind die Lager auf Grund der bi', Ende Oktober erteilten Ausfuhrbewilligung zu sehr niedrigen Preisen ger' umt worden, so daß die Kändler große Verluste erlitten.! Frische Ware kommt zu billigen Preisen auf den Markt. Auch- Z t ck 11 f * l! e werden zu sehr gedrückten Preisen angelegt,: so daß sich die Eigner nur schwer zur Abgabe entschließen kön em Für"6 ch a f f e l l 2 wollen die Gerber etwa 5 dis 7 ischech. fl. pro Kilogramm I» Ware anlegen: für Fertigware ist kein de-« svnderes Interesse vorhanden, so daß die Betriebe eingestellt oder wenigstens stark vermindert werden mußten. In R o h f«t l e n ist der Adsay slau, da der Bedarf in Rohware hauptsächlich ich Deutschland gedeckt wird. Die Folge davon ist, daß dte meisten Weißgerdkreien ihr« Betriebe geschlossen haben. Das inländische Ledergeschäft ist nach wie vor slau und bringt wenig umsangreick e Uussähe. Immerhin erstreckl sich die Nachfrage des Kleinhandels infolge der nassen Witterung auf schwere Terzen und Vacherücken. Kingege" sind jene Leder« formen, die in der Schuhfablikalion Hauptsächlich in Frage kommen, vernachlösfiß», da die Echuherzeuger nur zögernd in den Markt ringreisen. Wenn es auch einzelnen Schuhsabrtkanten ge«, lungen ist, größere Warenmengen im Ausland (Ungarn) zu iehr gedrücki.'n Preisin adzusetzen, so genügt di« i nicht, die bedeutende, inländische Schuhindustrie auch nur teilweise zu beschäftigen. Was Oberleder anlangt, sind vorwiegend braune und schwärze Kuhledor (für Miltiarlieserungen) gesucht, so daß bei geringen Borräim die Nachfrage nicht tmmer besr'edigr werden kann. In Boxeolf ist das Gefcläft noch immer nicht seyr umtangreich, da die Schuhfabriken nur sä wach beschäftigt sind- Die Preise bewegm sich gegenwärtig wie folgt: Sohlenleder rücken 45 bis 60 tschech. K., Lohterzrn Lü bic- 35 tschech. Va'ecroupons 27 l», 25 ischech. K.. Brandsohleniiälse 15 bi< 20 t chech. K.. Brandlohlenaveru 12 dir 18 i!check,. K.. Ri.m w c'roupons 37 bis 43 tschech fl., Blankleder SO dis 38 tschech. Ä4 Ä nd-bvL 5.50 bis S tschech. fl., Boxcalr (schwarz) 6 bst 12 tschech. fln, farbig 10 bis 15 tschech. fl., Ehevreau (schwarzj 7 bis 15 tschech. K., Lackleder 12 bis 15 ischech. K. D.e D e r b st o i s p r e i s e sind weiter reduziert worden So «erden aus veischtedenen Ländern Kattanienbo Ueißrokst