Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1370 (3.12.1922)
- Date
- 1922-12-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite ü Wen, Sonmc?, . V. . \, V- Mein erster Meister. > So trat ich am 1. November meine Lehre bei Meister i * > in einer Gasse der LeoPoVstadt an. ' Dort gab es für mich -ein Bett, ich mußte auf vfsel nem Seegras mein Nachtlager ausschlagen. Ich war der einzigs Lehrjunge neben vier Gesellen. Zum Hatckwerk . wurde ich nie angehalten; ich mußte den Wagen mit den \ schwersten Ladungen schleppen und —: Sprona^dienste tun, ob die Frau meines Meisters, eine schöne Daprziererstochter , aus der Jorstssürdt, die eheliche Treue, bewahre... Sie keß wieder mich ihren Mann beobachten, ob er, ein ehemaliger Berufsoffizier, keine Liebschaften habe. Kostgeld bekam ich dreißig-Kreuzer täglich, wovon ich leben, sollte. Außerdem wurde ich vom Meister ganz jämmerlich i geschlagen, wenn ich nichts Verdächtiges bei seiner Frau! beobachtet hatte. Und ich konnte ihn doch nicht mit gei fälschten Berichten abspeisen, da ich doch Vielleich als Zeuge; in einem Scheidungsprozess« geführt worden Ware. Nach! einigen Wochen sah ich aus wie mch durchlittener schwerer! Krankheit; blaß, vom Ungeziefer zerbissen, schmutzig, und herabgekommen. Durch den vielen Staub der Tapez-iererwrrkstätte hatte meine Stimme sehr gelitten, wie. überhaupt meine Gesundheit, gelernt hatte ich aber, gar nichts. Nachdem ich wieder einmal eine Tracht Prügel vom Meister, wogen ungenügender Auskunft über seine Frau erhalten hatte, verließ ich die Werkstatt« und kam nicht wieder. Ich teilte meinen Jammer sofort Herrn NesselrotH! mit; nachdem er aber kein Trinkgeld von mir zu erwarten hatte, kümmerte er sich nicht weiter um mich. ' Diese Tapeziererwerkstatt« war eine Hölle undSchandj Latte für mich. Es wurde nur Trödelmarktware erzeugt, villig und fürs Augr. Seine Spezialität waren Ruhei retten, für die die Gehilfen 5 Gulden erhielten. .Sie arbeiteten dies mit Stroh und Seegras an einem Tage fertig rud hatten so ein schönes Einkommen für Vie damalige Zeit. Mchdem der Meister seine Frau mit derselben Reitpeitsche bearbeitet hatte wie mich, wenn auch aus berechtigter Eifersucht, verließ sie ihn und zog ins Hotel „Union" in der Nußdorferstvaße. Als ich. ihr Nagte, daß ich nur ihvetvegen so gelitten hatte, schenkte sie mir zwanzig Gulden and riet mir, mich ärztlich untersuchen zu lassen und ihren Mann bei der Polizei wegen Lehrlingsmißharchlung cursitzeigen. Ich ließ mich Äfo auch, da die Striemen , noch deutsch sichtbar waren, vom Präsidenten des Handwettkersereins, Dr. Reiß, untersuchen. Dr. Reiß fragte bestürzt »ach der Ursache dieser tierischen Rohheit meines Meistrrs» riet mir nun selbst.zur polizeilichen Anzeige und wollte mir nnen anderen Platz anweisen lassen.- , Ich bedankte mich aber schön für die. Platze des Israelitischen Handwerkervereins, La mir noch immer d« zehn Kuldm Trinkgeld für Hern..Nesselrath fehlte«, um zu einem erträglichen Platz zu gelattgen. Ms, ich dies Doktor Reiß gestand, dankte er mir, daß er durch mich auf diese llnzukönnnlichkeü aufmerksam geworden sei; er werde den Diener zur Bevrntwortung ziehen; er selbst schrieb mir eine Karte für den Dekorateur Josef Mayer, Komödiengasse Nr. 5, eEeß mich sehr väteAich und freundlich, und hoffte, ich werde dort etwas lernen, - nicht nur .Handlangerdienste tun. VL Mein zweiter Meister. Meinefrühere Lehrfrau benahm sich sehr freundlich; ich durfte auf ihre Kosten in der Schwemme des Hotel Union vierzehn Tage essen, mich bade«, vom Ungeziefer. reinigen; für ihre Mrnzig Äulden kaufte ich mir einen Anzug, fo daß ich wieder «nem Menschen ähnlich sah, als ich nach vierzehn Tagen mich mit der Karte des Doktors Reiß bei Mayer vorstellte. Ich wurde Lei ihm sofort angenommen, obwohl ich chm die Bedingung stellte, weiter die MögliAeiL zu haben, mich der Kunst. widmen zu dürfen; ich müsse Zeit für^n Tempelchor, die Opernschule und das Konservatorium haben, wolle mich nur die übrige Zeit seinem Geschäft widme«. . Herr Mayer, ein einarmiger Kriegsinpalider g«S dem Jahre 1866, war ein tüchtiger Dekorateur (nicht Tapezierer); er machte schöne Entwürfe für Innendekorationen und zählte sämtliche Wiener Botschafter zu seiner sehr vornehmen Kundschaft. Trotzdem hatte er nur eine kleine Wohnung, aus einem Zimmer und Küche bestehend, ohne eine Werkstätte. Er war in zweiter Ehe mit einem Linzer Dienstmädchen verheiratet und hatte ein Kind von zwei Monaten. Er sagte mir, er gehe auf die Bedingungen ein, die lech zweiter Meister erfüllen würde, weil ihm ment Dealer Sinn gefiele und er selbst ein großer Musiklrebtzaber fei; ich muffe ihm nur meine freie Zeit widmen und. ihm von Zeit zu Zett Opern- und Konzertkarten bringen. Freudig nahm ich die Bedingungen an. Professor Sulz er, Herbeck und HellmeSborg er sahen mich nach Monaten mit Freude zurückkehren, da sie an meiner Wiederkehr gezweifelt hatten. Da ich völlig freie Verpflegung bei meinem Lehrherrn genoß, konnte ich mich nun durch meinen musikalischen Verdienst kleiden und sogar etwas ersparen. Die Oper stand damals in höchster Blüte; ihr gehörten außer meiner Protektoren Karolme Gomperz- Bettelheim die Damen Marie Wrlt, Friedrich- Materna, Ehnn-Sand,' die Tagliana, die Herren Beck, Bignio, Müller, Walter, Skaria, Labatt, Hablawdtz, Rokitansky Und viele andere an. Hier hatte ich auch Gelegenheit, große Meister kennen zu lernen, Richard Wagner, Verdi, Rubin-?i. $*&***'J#. HA Äfe.r.d KBament- SKHene* Movgewzeitung. 3. Dezember 1922 lich' Frau Materna war sehr Mb mit Mir, ich'mußte ..sie oft.besuchen;sie nannte Asch stets „kleiner Künstlet; wenn Richard Wagner in Wien lvar, suchte er sie iMMr ans. Weder .Herbeck noch HelltneSberger ditrsten wissen, daß ich ein Handwerk lerne; äm allerwenigsten aber die Äugehörigen des TemPeschyrS, denn da hätte nrän erfahren, daß ich nicht, mehr rituell esse. Wie schwer hatte ich mich von dieser, religiösen Verpflichtung losgesagt! Das Konservatorium Veranstalter damalseine Beethoven-Jahrhundertfeier und ein Festkonzert, zu dem Kronprinz Rudolf angesagt war. Ich. sollte die Sopransolopartie übernehmen und ließ mir einen schwarzen An-, zug anstrtigen, der alle^ meine Ersparnisse verschlang. Ein gewisser Rabener mußte gleichfalls die Partie studieren, um einspringen zu können, Ms ich verhindert sei. Im letzten Augenblick wurde aber Rabener, nicht ich, erwählt, die Partie zu übernehmen. Ich war in hellster Verzweiflung, tvar lauge gcurz unfähig, zu singen. Aber, bald richtete mich der Gedanke auf, daß ich doch ohnedies bald die Stimme verlieren würde. Rabener wurde vom Kronprinzen Rudolf auch nqch ausgezeichnet, wie ich b'örte. St* 187«: Von Dr^ Jacques Mer, Leipzig Der Schekel, die allgemeine jüdische <Polkssteuer und - baS praktische Mittel einer jüdischen PolksMung zugleich,^ wird von allen denen; die sich zum Meler Programm fc* - ’ kennen, die die Errichtung der öffentlich-rechtlich , gesicherten. . Heimstätte für das jüdische Volk in' Palästina sich 'zum! ' Ziel ihres - politischen WollenS und Wirkens setzen, alljährlich für die eigene Person sowohl als auch für Frau. und . Kinder entrichtet. 'So sst also auch das. Jahr 6688, in dessen -ritten Monat wir jetzt stehen, ein neues Schekeljahr. Schon rüsten sich die'Zwtsistvsche Organisation, ihre Lanttesperbände. und OrkSgmppeir für die bevorstehende Schekelaktio», und wieder beginnt die nicht leichte, aber notwendige Arbeitder. Einziehung des.Schekels. Wer nun in allernächster Zeit für den Schekel erfolg" . - mich wirken soll, der muß vor allen Dingen selber wisst u . rmd allen. Schekelzahlern .wie auch, allen Juden, die Schekelzahler werden wollen und sollen -7klar darüber Auskunft aeüe-n können, was Sinn und Ztveck des Schekels VII. , , ' Die Opernsängeri» Wilt. . Welch Peinliche Doppelexisteuz.führte ich! Während! ich von Meister Sulzer und den größten Opernkünstlern verhätschelt wurde, war ich für die Meisterin nur „der Saujud" oder „Pinttljnd". Sie tvar nicht mit Unrecht schlechter Laune, weil alle Meister die gute Konjunktur , der.lommerÄen Weltausstellung ausnützten, Gesellen aufnahmen, mit Arbeiten überhäuft waren; nur mein Meister; begnügte sich mit dem, was er mit seiner rechten Hand erarbeiten konnte. Ich war eigentlich kein Lehrbub, sondern ' nur Dienstbotenerstch. Ich mußte um 5 Uhr früh aufl stehen, Kleider und Schuhe putzen, das Frühstück zubereittu. An Waschtagen rmchte ich schwere KüferbuttLn mit . Donaüwasser von der Donau herbeischleppen, mitwaschen, ' Holz , und Kohlen ans hem Keller holen. Das.Kind hatte ich täglich zu waschen, zu baden und umzupacken. Bei Nacht mußte ich es warten, Der Dreister behandelte mich aber nicht schlecht, teils aus angeborner Gutmütigkeit, i teils, well er auf die Opernfreikarten hoffte. j Es begannen in der. Oper die. Probttr zu Verdis „Aida". Der Maestro erschien persönlich bei der Leitung der Bühnenproben, die ihm. viel zu schaffen machten. Fvau Witt sang die Titelrolle. Sie lud mich zu einer Jause in die Radetzchstraße, .wy sie. wohnte. Ich fragte dort eure Frau, welche soeben, die Treppen wusch, nach der Wohnung der Künftlepin. Da antwortete mir die Frau' int Urtvierrer Dialekt: „Geh' ausfi, Heini, im erschten Stock, ich kimm glei nach. Schau mi not an," Ich war. starr vor Erstaunen. Nach einigen Augenblicken erschien Fvau WA tvieder, sauber gekleidet. „Gel? In so aner Kluft hast mi no not g'sehht? Waht/ der Dofter. hat g'sagt, r soll viel Physische Bewegung.nPchA' daAit i not no fetter wer. Das tvär' grauslich, wentt^ ä fette. Aida M d' Bretter kam',, gel?" ", ",v; Die von mir so bewunderte Künstlerin ließ mich tapfer bei dex Kaffeejause zugreifen. „Schenier di not, kleiner Mnstler, den Guglhupf Hab' i extra für di g'macht." Ich ließ mich nicht lange.bitten und aß mit merkwürdigem Appetit. „So, Heini, am Abend seh'n wir uns wieder rm Theater, b'hüt' dr Gott. Servas " Ich küste der einzigen Künstlerin ihre bekannt roten Hände und ging. Bon Frau Wilt mußte ich direkt zu meinem Meister, M das Wickelkind umzupacken. „Wo wach du so lang, du Judenpinkel?" S.o empfing nftch die Meisterin. „Ich war. bei Frau Wilt'zur Jause geladen," erwidert ich gelassen. „Was geht mich die Blade an? Du hast um 4 Uhr da zu sein, vechehst?" Die . gute Jaust Hab ich mir bitter verdient. Noch vor der Aufführung der „Aida" wurde, Meyerbeers „Nordstern" neu?mstudiert, nett inszeniert und mit ganz neuen Kostümen und Dekomkionen ausgestattet.. Auch; in dieser Döchellung war ich stark beschäfttgt. Nun brach in Wien die Cholera aus. Im Haust, in dem ich wohnte starb eine Pareti nach , der anderett. Meine Meisterleute ergriff wahnsiMige Angst; sie nahmen schnell eine andere Wohnung in, der Hedwiggasse; . ich mußte hastig den Umzug besorgen-, die schweren Möbel auf den Handwagen befördern; um meine eigene Person tvar Fmu Mayer nicht besorgt. Im Konservatorium kam ich nrit meittem Geigenspiel auch nicht recht weiter; ich war doch zu vielfach in Anspruch genommen. / Aus Anlaß der Weihnachtsstiertage.fuhr ich in die Brunner Heimat, wo meine älteste Schwester gerade ihre Verlobung nrit einem Beamten der Firma Gebrüder Gutmann feierte. Mein Bruder trat um die Zeit freiwillig in die Armee ein, in der er bis zum Obersten avancieren sollte. Ich erntete bei einem gemütlichen Abend, den ich arangierte, mit meinem Gestng großen Beifall. Am 7, Jänner 1874 fuhr ich nach Wien zurück. Mein Dieister hatte inzwischen ein Dienstmädchm aufgetumnnen; ich war nun wirklich Lehrbub. Es dauerte aber nicht lange mit dev Unterweisung memeK Misters. Es ging mit diesem Wanne stark abtyarts; da er durchaus keine Gehilfen annehmen wollte und'mit der einen Hand doch nicht den, Bedarf für stiye Familie decken konnte, so Ulußle er im Oktober nach seiner Heimatstadt Salzburg zurück ssbersiedeln. Gr gab mir zwar ein Lehrzeugnis, aber »freigesprochen" hat er mich nicht. Folglich nvußte ich meme Lchrö in Brunn fortsttzen, wo ich am 12. August 1874 meinen Freibrief als Dekorateur erhielt, um den es mir hauptsächlich zu tun war. Ich wollte , ins Ausland, um in der Fremde zu erlernen, was mir zmn tüchtigen Dekoimmtm " " ' ' ' ' ' Wem kommen die Einkünfte ans derrr Schekel zu'? Seicht vsn Ortsgruppen und nicht den Verbänden; sie wirken . tmt als Durchgängsslellrn, als Inkassanten. Den Anspptch auf das Schekelgeld hat vielmehr allein die Zionistische Organisation, die Zentrale der weltweiten Wirksam^ letk istr zionistischen Idee ün-d Belvegmtg. Der Schekel bilLvt den ausschlaggebenden Posten im Einkommen der Zionsstischen Orgalnisation; er schafft den Fonds, aus beut die Exekutive die DeckungSsummey fiir die Ausgaben der Organisatton bewilligt. Ohtt-r den Schekel würde darum ein ständiges Wirken in politischer wie auch in praktischkolonisatorischer Hinsicht gar nicht möglich sein. Wie dvs gemeint ist, soll kurz in großen Zügen geschildert werden. Seitdem Theodor Herzl den staatspolttischen Willen des. jüdsschen Volkes neu erweckt hat, ist die Zionrsüsche ' Organssatton der Ausdruck unserer nationalen Einheit und.. Hk Vertretung rmserer politischen und wirsschafttichett Interessen in Palästina,, uatserem Worischen Siedlungsgebiet. Daraus ergibt sich rine ganze'Reihe.realer Aufgaben, die einen bestimmten finanziellen Aufwand nicht nur an GeWtern, sondern auch an Bureaukosten, Drucksachercher^ ' stessung, Postgebühren bedingen. Solche Aufgaben sind dir einheitliche Oberleitung der ZioNssttschen' Weltorganisation " mit den erforderlichen^ Tagungen des Aktionskomitees, der" JahreSkonstrenz und des Ziönsstenkongresses. Daran schließt sich die polittsche AufklarungS-, JnformatiottS-- und Werbetätigkeit innerhalb der Judenheit wie auch außerhalb ttnsever Ruhen. Die politischen Erfolge der letzten Jahre, - wie Balfour-Deklaration, Palästina-MaMt und „Jewish Agency", sind ünstren Führern keineswegs ' gar so leicht ' uvd mühelos in den Schoß gefallen. Mau lest Theodor Herzls TagMcher, «m zu ermeffem welchen Aufwand an Eteergie' und Soelenstärke bte crftcn gründlegenden WrW-' - genfchaften gekostet ^iben und auch heutzutage' die polittsche' Arbeit, die täglich, im großen wir im kleinen geleistet wer-' den muß, noch kostet. Reisen, Korrespondenzen, Berichte erfovderrt nicht nur Zeit und Arbeitskraft, sondern fördert« auch den sachlichen Aufwand, srlbst wenn dieser, namentlich auch der unentbchrliche Bureaubetrieb. durch zweckmäßige moderne Organisierung auf ein Existenzmimmmn begrntzi ' wird. Aber dieses Mindestmaß muß auf jeden Fall zu decken > sein, sonst ist es mit einer geordneten Arbeit zu Ende mch wir würden es bald bitter genug verspüren, Damm muß der Schekel sein! lind ferner:, soll das zionsstifche Leben allerorten sich stark und mit Srlbstvertrauen regen, dann bedarf es eines ständigen kräftigen Kontaktes zwsschen der Exekutive und allen Zweigen der Organisation. Die Exekutive soll uns die erfolgSgewisstn Parolen geben, soll uns vom Fortgang' der Arbeit berichten, soll unS Redner und Organisator«: schicken, soll schließlich alles tun, um den Gedanken der Einheit in Idee und Tat in ollen Juden auf dem Ganzen , Eickenrund wach zu halten, die JuÄrntum und Palästina als ihren posittven Lebenswert erachten. Um diese Aufgabe allseitig zu erfüllen, verlangt die Organisation den Schekel. Nun weiter: Unbekümmert um die politischen Tagrssvagen, wie sie mit jeder neuen Wendung entstehen und vergehen, unbeküntmrrt um die gelehrten Grübeleien, ob wir nun wiMch nationale oder nicht doch nur religiöse Gemeinschaft seien, geht in PalastiM der Aufbau der jüdischen Heimstätte ruhig und s-rlbstgewiß seinen Gang. Noch ist Evez Israel sthr avm, noch verfügt eS über keine nennenswerten, eigenen. mobilen Kapitalien, außer dem natürlichen Reichtum einer bevorzugten Berkehrslage, eines günstigen Klimas, einer landwirsschastlichen wert-- . vollen Bodenbeschafstnheit, höchst leistungsfähigen. Wasser-', krassen und wichtigen mineralischen Schätzen,'noch muß das Ärld zur Förderung der jüdischen Siedlung ünd. zur' Bett-.' bttng diestr schlummernden ReichttzMvr snS 'Land gebracht . loerden. Dies, besorgen heute nach erprobten Gvun-dsätze'n der Keren Hajessod als gemeinnütziges FtnänzieruügS- ■ ittstitut der entstehenden jüdischen''Wirtschaft und der Keren Kajemeth l'Jsmel als Organ des Bodemrwerbs für das Wische Voll. An dieser Arbeit beteiligen sich ferner die vevschiÄenen gemeinnützigen Batckanstatten der neuen . jüdischen Siedlungen, di« Genossenschaften, die einzelnen Wirtschaftsunternehmungen. Ovdnung und Rhythmus aber in diesem -vielgestalttgen Mrken und Wollen, Gemeinsam" keit deS großen Zieles, die die Kräfte - verdoppelt, gegen-, stkttge Fördemng und Anglvichung der Maßnahmen, die den jüdischen Ausbau in Erez Israel als mnere Einheit erscheinen läßt,'bringt dir Zionistische Organisation her-' Ar, dre im Jnttress« der vvaktischen 'Palästina-Arbeit einen Zentratt als ^ZionWche Palästzirta-ErMtche"