Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1368 (1.12.1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Veite S Men, Freitag . -- ffcler, Bernard Seid?«. Cmcnuel 6t5fel, Josef Fischer, Moritz Qtttesftann, David Schorr. Ferd. Diamond, Dr. Jul. Si'N-orz je l0.000, Viv. 16.000. — Richtigstellung zu An§w. Nr. 12/4: IStatt Rtz-errdvrs 72.000 richiig Blau-wertz 72.000. Ernährung. Me LebensmfttelmSMe. Die Marktversorgung mit Grünwaren ist bedeuterck 'bester geworden, da die inländischen Erzeuger gestern mchr ^als 8V.OOO Kilogramm Gärtnerwaren auf den Naschmarkt dmchten. Dazu ikimen noch große Mengen Kra>rt, Kohl und i Karotten aus der Tschecho-Slowakei und aus Holland. Die!Absatzverhältmsfe blichen aber geradezu trostlos, da es sowohl -im Großhandel als auch im Kleinhandel a« Nachfrage sehr!rn<mgelte. Das Obstangevot wird fortwährend durch' umfang- Wiche Sendungen aus Steiermark, Oberösterroich und dem >Bur§enland ergänzt. Die Kauflust ist hier etwas größer, entspricht aber auch nicht den Zufuhren. Trotzdem ist noch keine Pveisbewegung nach unten' bemerkbar. Zitronen und Orangen italienischer Herkunft bleiben we^on der hohen Preise beinahe ganz unbeachtet. Butter ist nach wie vor im Ueberfluß auf allen Märkten vorhanden. Dre Händler bemühen sich jetzt sehr, ihre in den Kühlhäusern lagernden Eiervorräte anzubvingeu, doch verlogen'die vielen Aufschriften bei den Verkaussstanden, wie „Preisabbau — Eier bedeutend' billiger'.", wenig Käufer anzulocken. weil die Hausfrauen zur Beschaffenheit dieser Eier wen-iz Vertrauen haben und den Preis von 1900 bis 2000 K. zu hoch finden. In der Großnrarkthalle herrschte lebhafterer Verkehr als tust. Die Fleischpreise bewegen sich anhaltend in absteigender ichtung und dieser Umstand wirkt vielfach anregend auf die ^Kauflust. Die Händler konkurrenzieren sich ziemlich stark, ckmer sucht den anderen im Preis — wenn mich'nicht um ^bedeutende Beträge — zu unterbieten, um das Geschäft halb- ,wegs in Gang zu bringen. Geflügel und Wildpret begegnen keinem Interesse, während Seefische, die jetzt zwischen 7000 und 12.000 K. kosten, und Weißfische um 8000 K. Pro Kilogramm viel gekauft werden. . Bühne und Kunst. „Ser blaue Vogel". Ein „russisch-deutsches Theater" nennt sich „Der blaue Bogel", der gestern von seinem Impresario geladenen' Gästen borgführt wurde. Man machte die Bekanntschaft mit einem sehr amüsanten, künstlerisch bedeutenden stockruflkschen Kabarett. Die Künstler singen russische Romanzen und schwermütige ostkiche Lieder, jühren Bauerntänze vor und entwickeln allerlei Tumore. Die Kostüme und Dekorationen sind wrrMch entzückend, von apartem Geschmack und exotischer Farbenpracht. Das SchlußbW» der Progrcmrmrmmmer Russische BLuerinnen", das Russische Spielzeug", . das Tan^>uett holländische Fayence" sind von außerordentlicher MrHmg. Schr witzig sit der „Amerikanische Roman", ganz köstlich die „Parade der Holzsowäten und ein Launiger Emftäl find die freskoartigen Wandgemälde mü Menden Köpfen in der Gegenüberstellung einer deutschen und .russischen Kneipe. Unter den Mitwirkenden ragte diesmal Fron?Kottschewska ja hervor, die «irre Dissouse von Rang ist. Ein amüsanter Conferencier sorgte für Stimmung und ein französisches Orchester für vo^igliche, charakteristische Musik. „Der Aaue Vogel" durste, nach dem Beifall dieses De- Ms zu schließe^, nicht st» üaW» wieder von Wien ßortflrege«. Seutsches BMstheater. Was immer gegen „Gabriel Schillings Fftrchk" rSngm ,^»bet wechm Lmite. «acht Tilla Dnrieux' Hvmch Elias hjnfillig. Diese KmesPäMge, widerspruchsvolle Gefielst KcheirÄ erschloss«, einfach, verständlich, fast ftibstverstürüLich. War man sich nicht klar darüber, ob man diese Russin nur als M-enteurevin deuten hatte, oder Äs hysterische Unbefviedigw, als Betrügerin oder ÄS hemmungslos Verliebte, st» sweitz man nach dem Erlebnis des vorgestrige« AbeudS, daß diese sHamrah Ebias der Weib-Dämon ist, das rätselvoll-lockende, unepgründete Geheimnis der Frau, Eva, die süße, die geheimnisvolle Sünde. Avewiges und rlvgewaltiges wird wach, wen« diese Hannah den Manu von neuem verführt, von neuem «t .ihren Bann schlagt, der chr kaum entronnen und die Glut 'der Leidenschaft, der zuckenden, rasenden LöNenschast i» der .Szene, da die Ansgeftoßene rmt der „rechtmäßig angetranten" sGrttin abrechnet, ergreift selbst die Kühlen. Wundervoll selbstverständlich auch der natürliche Hochmut bet Mbonterwevin allen „soliden" Menschen gegenüber. Da «st jckder Tonfall, Me Geste, jeder Blick Än Geiste der, Rolle. Herr O n n o nnt seinem nervösen Ueberschwang und ferner allzu zerflossenen .^Weichheit konnte der Künstlerin nur wenig Stütze bieteu. DortreMh Herr Klitsch, m starker, gesunder Männlichkeit ' ein wo ^tuender Gegensatz gegen den Schwächling. Fräulein Thiele als Äueie entfaltete viel Anmut, faßte ihre Rolle aber doch etwas zu jungmadcherchaft auf und 8«ß das freie, wissende, junge Weib zu schr in den HintergvmÄ treten. Die rcwebrechende junge Russin fand in Fräulein Hochwald eine geschickte und mtelligonte Darstellerin. Mit dem „Platt" konitten die verschiedenen Hallig-Leute durchaus nicht fertig werden und es gab immer wieder Rückfälle i« näherKegende Mundarten. Das Publikum kargte nicht trat Benfall und rief Iran Drrvbeux ürwrer wieder hervor, K. M. Ans dm Theater«. Sa B»r,Ihea««r gtfongi ««ge», fiSftitoiht, m erhöhten Preisen Shakespeares „C orivlsnu »* pst AnWhrung. Im ÄkoL emietheater wird morgen, halb 8 Ahr. zu erhöhten Preisen „tzuälily Street“ (,3m stübm GSßche»") von 3. M. Barrie gegeben. Zm Deutsche« DolkSlheater tritt Tilla D «t i t u t vor Deen-tLtmg ihrer Wiener VerpDchtunM noch _Wiener SÄorsenzeiLnNs«_ Rolan d-Bü h n e - > .. (Freie Jüd. Vpllcsböline) ■, Ensemble-Gastspiel der W1LNAER TRUPPE Heute Freitag den 1.'Dezember 1922, 7 Ulir abends DER DYBUKSJ Dramatisdie Legende in 3 Akten von Scb. An-»hi 2298 zweimal auf, und zwar am Montag als Nhodope in Lebbels y g e s u n d j e i n Ring- und Dönnetstaq als Kanna E ias n Kouptmanus n<5 a b r i 11 S ch i l l i n g s F.1 u ch t\ — Morgen gelaugt Stienne . Ren's Lusisp'el «S ck> ö n e Frauen" ln der Snszenierung Prof. Max Reinhardts zur Wiederholung. 8n den Kammerspielen gelangt ab Ssmslag als Nachtvorstellung „K > e i n e S d l a v i n" zur Aufführung. Beginn 10 Ilhr. — Um 7 Uhr allabendlich Gastspiel des Russisch- Deutschen De.ch.rrr „<D g r bla ne Vogel. > In der R e n a ' s s a n c e b u h n e findet Montag die Premiere von Louis Vernenils drelaktioem Lullspi»! „D e r Frechdachs" t^Four Lvoi,' ^ärisnsis") statt. Die Rolle des Jungen Mannes spie t Reinhol- E ch ü n z e l» die Adrienne Berta Gast. In der Neuen Wiener Bühne beginnt morgen Gisela W e r b e z i r » ,hr Gastspiel in t'a u Lvhengrln". Im Neuen Wien erb t a d t t h e a t e r eröffnet morgen Frau Margit S u ch v ein Gastspiel als Katharina' in den mUsikaliscken Kdmödie „2 t t Siege r i n“ von Peter I. Tschoikowsky. — So.iniaq, ha'd 3 Uhr nachmittags getanqt die Oper '^R i g o l e t t o" zur Aufführung. Musikalrjche Leitung: Kapellmeister Frtedrich Gruder. I' Wiener Komödienhaus gelangt als nächste Nooiiät dos letzte nachgetajsene Werk von .Heinrich Remhardt ,D.e r G! ü ck s l r ü m p e t e r", Buch von Gustav Beer und Armm Friedmann, zur Aufführung: Franr Gläwatsch spielt in dieser Operette' den berühmte« Alt-Wiener Mtchaniker Mälzel. . Premiere im Badener Theater. Aus Baden wird uns gemeldet: Im Stadttheater IN Baden erzielte der dreiaktige Schwank „D e r f it ß e B a l d u i nvon Ernst Lederer bei seiner Erstaufführung am-29 N v. einen vollen Erfolg und das rtinlich gearbeitete Stück w-enerijcher Note versetzte mit seiner Situationskomik das Publikum in animierleste Siimmung. Grete D o t ck m a r vom Deutschen Volkrtheirter schuf eine prächtige Figur als reiche Wienerin vom Grund, Mrzzi Fischer war von entzückend gespielter Naivität,: der Spielleiter Ernst Wur m ier stattete den Heiden fces. lustigen Stückes, eine Doppelrolle, mit wirksamsten Kontrasten aus und Sügo Riedel batte Dank seinem trockenen Kumor die Lacher auf semrr Seite. Das Publikum spendete ksm vorzüglichen Ensemble reichen Beifall und rief den Autor wiederhoit vor die Rampe. Er» boykottiertes Padrrewski-Konzert. Auf onver amerikan-ttchen Konzerttournee hat der polnische Exministerpräsident Pa-derewski auch in Toronto «in Konzwt angekündigt. Die Juden begannen sofort nrit einer Boykottbewegung, wogegen .wuti die enKisch 'sprechenden Jude« opponierten. Padevewski gab infolgedessen das Konzert in Toronto auf und in einem Briefe an den Geistlichen R akowski schreibt er miter anderMy daß er vielleicht die ganze ameriikamsche.. Tomcnve ..auftzeWa..werde.. .Böswillige Me n sch e n hättest das Gerücht verbwitet, dcch «r die Jude» m Pöleu'schlecht bchandtzlt habe. SerichtssaÄ. Ne lleberWmg der Wiener WohMnsen. DaS ZÄnKmtdesgericht^hcM gestern «« bezirksgericht- Kches Urteil zu überprüfen, m welchem entgegen den bisherige« Entscheidungen, wonach die Usberfüllung der Wohnungen ails Notwendiges Uckbel hinzunehmen ist, dem Hausherrn das Recht ümgeräumt wird, eine Dshmiug i» fpjmtm für stch M Sündigen, wen« sei« ttSh nye Bchümig «mrMlt H. Der HaüSbchtzer Franz Sch ramm hatte et«« fein« Mieter die Wohnung gekündigt, weil er feM sie dringend benötige, denn in feiner derzeitigen, ans Zimmer und Kabinett bestehenden Wohnung form nenn Personen, darnnter om verheirateter'Sohn und eine veche-ratete Tochter, ftlfo zwei Wfyepaaxt, zusammengepfercht, so daß niemand sich rühren kann. Der GeM-ndigte Samuel Nenman« erhob de» Einspruch nach dem Mietevschartzgesetz und wies darauf hm, daß derzeit dre Mehrzähl der Wiener Wohnungen überfüllt sei und dröser Zustarck sich erst dann andern werde, wenn wieder genügend Wrchnwngen vorhanden sein werden. Es sei Ämnechin besser, in einer überfüllten Wohnung zu wohnen als obdachlos zn sein. Das Bezirksgericht Floridsdorf erklärte die Kündigung für wirksam, w«l das Znfarmnenüeben von «mr Person« r» zwei Keinen Räumen aus hygienische» Gründe« unzulässig fei. Das Zivillandesgericht (Vorsitzender Hofrat Dr. H-rllwer) hat gestern der dagegen ergriffen« Berufung des Gekündigten Folge gegeben mrd die Sache zur nochmalig« DechandkuV an die erste Instanz mrückgewiesen, 8in BerNner GeseKschsstMszch. Alls Berlin wird uns gemekdet: Ein Sittkichkottsprozeß, dar auf gewisse Krsffe des Berliner W^tonS «in eigentümlicher Licht wirft, ist gestern beendet worden. ES handelt sich um d« Ingenieur Fr inz und dessen junge Frau, die Ms dem Kurfürstendamm eine luxuriöse Ma^chnMm«M«hmmg innehabeu. Die Anklage wirft den beiden vor, Fraue« und junge Mädchen aus gutem Hause in ihre Wohnung gelockt und sich dort müer Anwendung, von Hypnose und navkotischs» G^ben an ihnen sexuell vergangen z» hob«. Dße Zeugeyaussage «bringe ein Mckrwal, durch das eine Anzahl ftmger Mädchen der beste« Gesellschaft außerordentfich kompromittiert wurde. ES wurde bchauptet, daß Franz chnen «inen bitter phvwckend« Tee oder Kaffee vorgesetzt habe, »ach des!« Genuß, sie in einen halb bewußtlosen Zustand verfielen, während dessen sich her AngeKagte an chm« verging. Eine der Zvuginneri sagte aus, daß sie, oilS sie aus dieser Bewußttosigkstt erwachte, sich intUtibvi m Schlad l.'Dezember 1922 Rr. - 1SM -' -:---H!zimmer des Angeklagten auf der Erde liegend fand. Sie.bei haupbete, dann so schwach gowosm zu sein, daß sie wicht 'iau-! stände war, sich gegen weitere Schamlosigkeiten zn wehren» die an ihr verübt wuvden. Später sei sie völlig unter dorr Eindru^ des Angeklagten gestanden. j: Die Verteidigung des Ingenieurs Franz war außev-j ordentlich intereffant. Er legte den^ Hauptnachdruck darauf, daß^ von Hypnose und Betäubitng körne Rede gewesen sei, daß viel-! -mehr alle jungen Damen sich ihm freiwillig hingogebM hätten. Ein anderes Mal war es ihm gelungen^ aus der Un-! tersuchungshaft zu flieh«, und er schrieb dem Staatsanwalt er habe das nur getan, um mit Ruhe seine VerteüdigungS^ schrist verfassen zu können. In der Tat stellte er sich einige Tage danach wieder dem Untersuchungsrichter. Seltsam ist mrch das Verhältnis dieses Mannes zu seiner Frau, die mit allen Dingen, die in diesem Hanse vorgingen, nicht nur einverstanden, sondern bei der Verführung -der jungen Mädchen w eigener Weise mitwirkte. Die Geschwornen haben sämtliche 42 Schuldfragen Verne int, woraus Franz fr ei ge*, sprachen wurde. Bolkswiü. Gestempette Krone — —.0076 Centime«. Amzahlung Wien —.0073 Centimes. $n Züttch notiert* die österreichische Aronr . . . V.007S ( y.0075 am SS. Nov.> die öfierr. gestempelte Krone. V.007S ( 0.0076 am SS. Nov.) die ljchechische Krone .... 17.— (17.— am 29 Nov.j die Mark .. . 0.06*/* ( 0.06'/* am 2S Nov.j Agram .......... 1.75 ( 1.80 am 29 Nov.H Bukartst.. . . . v . . . 3.35 ( 8.85 am S9. Nov.)j Sofia . . . . ... . 3.90 ( 3.90 am 29.Nov.j Budapest . .... 0.22*/* ( 0.22'/, am 29. Nov.d Warjcha». . . . ..... O.OS1/, ( 0.03*/, am 29. Noo.) Wiener Mrfe. Der gestrige Verkehr gestaltete sich bei geringen Umsätze«, etwas fteundlicher als in «den letzten Tagen. Der Markt fand > eine Stütze in der festen Haltung der Süd bah »werte, die. von Gerüchten^ über günstige Chancen der bevorstehenden Süd-i bcchnverhandkungen in Pom, -denen eine Verwoltungsraits--! sitzung in Wien vorangcht, profitierten. Zu dieser Sitzung sind! zwei französische Delegierte des französischen Prioritäten-! kovntees eingetrvffen, mtb es verlautet, daß die französische^ Prioritäve das Abkommen von Venedig als Grundlagen für' die römischen Verhandlungen angenommen hatten. Südbahn-, prwritaten evöfsneten um 20.000 K höher und verließen de« Markt mit einer Steigerung von 36.000 K., Lombarden wurden! gleichfalls lebhafter umgesetzt und gewannen 7400 K. Ausgchend von den Südbahnprioritäten, befestigten sich einzelne. Kulissepapiere; doch im großen und ganzen verharrte der Marktin der altgewohnten Stagnation. Ihr Gegengewicht fand die -Bewegung der Südbahnwerte in der andauernd schwachen Haltung der Mpine-Montanaktien, die in großen Posten ckbgegebmr wurden und vorübvogehnd 13.000 K. verloren, schließlich jedoch diese Einbuße zmn größten Teil wieder hereinibrachtea. Bankwerte waren, mit Ausnahme der Anglo- und Länderbankaktien, gleichfalls schwächer. Im Schranken gestaltete sich der Verkchr schleppend, die Umsätze waren gering, doch gewann die fveuMichere Nichtu^rg di« Oberhand. Zahlreichen Kursbesiernngen standen Kursab-- schwächungen gegenüber. Einzelne tschechische Papiere, wie Aufsig-Tepsitzer, Brvschttehrader. lit. B, Nordbahn und Ma-, fchirreestibrivaktien, ferner Krainische Eisen hatten namhafte KiNSfiffigernuge« pr deqeichnen. Auch Galizische Karpathen so-i Wie Galieia-Mtien gingen mit bedeutenden Steigerungen aus dem Berkchr. Dagegen verloren «unter anderem Buschtichraderj Kt. A 160.000 K., Fanto 60.600 K., Neusiedler 80.000 K. Veit-I scher MagHsit büßten ein« Million ein.! B e g u g s r e ch t e: Dank MalopolSki 340 K., mtgarische! Kredtt 84.000 Lombard- und Eskomptckban! 600 K., Korkftsin 800 K., Gösser Brauerei 128.000, Kabeil und Draht 20.200 z Kronen, Dynamowerte 80 K., Ungarische allg. Kohle« 700.000« Kronen, Humanic 560 K., Lkarpathen 190.000 K., Landers 2400! Kronen. Auf dem An?«gemarkt wären österreichische und! ungarische Renten schwächer, auch tschechische Eisenbcchnwerte! gaben im Mvse nach, dagegen waren Kriegsanleihen fest. Von den Exoten notierten: Caro u. Jellinek 20.000 $t.,\ Eos 1450 bis 1600 K., Mag 125.000 bis 132.000 K., Mrasniea 26.000 biS 27.000 K., Rumpel 11.000 bis 12.000 K., Tepege 77XJOO Vis 80.000 K., Erdöl 14.000 bis 16.000 K. Mtmststm der Coburg-Werke. ' Der Derwaltungsvat der Coburg - Werke vsv« öffentliche am 15. November eine Zwischenbilanz für das J«hr 1822, di« einen Berliustsaldo für dar erste Semester 1922 von rund Millionen tschechischer Kronen auswies. Dve^ BAanz für da- J-cchr 1921 hatte nnt einem Verlust von 18,l! Millionen tschechischer Kronen geschloffen. Noch che diese Ziffern! bekannt wurden, waren Gerüchte über die ungünstige fmanzlellej Lage der EMmg-Werke. in das PMilum gedrungen, fo daß die! Aktie« dieses Unternehmens, die im Sommer bis auf 660.000 Kwnen gestiegen waren, rapid unter 100.000 K. sanken. Die! seinerzeitige Hauff« in Coburg-Aktien tvar darauf Zurückzrrführeu, daß im Sommer schr günstige Nachrichten über das! Unternehmen verbreitet wurden. Nachrichten, die auch in den Zeitungen Eingang fanden und von der bevorstehenden Ausschüttung einer Dividende von 30 tschechischen Kronen für daZ Jahr ISA wisse« wollten. Man führte diese unrichtigen Mal-i düngen auf Jnteresfenahwe der an den Coburg-Wevken inter* eflierte« PatronanKinstitute sowie einiger Großaktionäre zurück und erblickte darin, beivußt« unlautere Manipulat-iomn wnd DöMreibereien, SeWverstäMich hatten hie günstigen Ge-.