Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1368 (1.12.1922)
- Date
- 1922-12-01
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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TBJL Mo», Freitags Wry«-p^MrseßizßWW- I. Dezember 1922 Ae Vorgänge an den Wiener Re Lrsesch in der SrSHMsMe. Mvt Ausnahme tex Ekpovtakadem«, welche auch hervt« Noch geMossen ist, wurde Mistern an allen Wiener Hochschulen der UnterrichtSbowisb in vollem Amftmge wieder außgemammvn. Mmt fanden Ln nowwkit Wdise Vorbefungen Lund Uebungsn statt, urd di« Blockade, welche die DeutschrädÄalen in den letzten j$rwt Tagen aufrecht ochi-eüen, wurde ühswll Mlfgchaben, so!daß den jindischen Hörer« der Zutritzt. nirgends der« lwrhvt w»lrde. .Wie wer srftHve«, findet morgen um 8 lHr vormittags WAL BerfaMmlung der DsutfchvadKÄen lim Lo-aLe des Bervins!d«rtscher HandslshochschiÄec Mt. AatzechÄb der Lehvsolr wurde der orvÄsemitSsche Dervovis- Äms sortgasetzt. Die BäMschen haben gsstevn die Mischen GMettkisn gehindert, an der Frühstucksaktion der an dot AniderDät ctö&twctert Wirtschaftshilfe tsüdunehrNen; das heißt, den EckMoftigen -jAnschsn - Studenten wird der Genuß anMvsm Umtemehnren derwchrt, welches gänzlich vom >LuSla«d« «chafton ward und bei -dessen Verwaltung Bvr-- Lreter sämtLichor akadanftchen Organisationen müziiwirken bei-rufen find. Wir fragen mm den treuen Wiener 'des Haken-krenzykdmckmZ an der Wiener UimvorfitÄ/Heom Diener, o!b er auch m diesem Falle beoeit ist, diesen droiston Uebevgriff der DeutlschnBtwnaLen zu decken. Wo AoiLt in diesem Fall die Miß- ÄA.iKmg, mit der Herr Diener gegen die GesMstvmtwetiung der iMischeu Studentenschaft so rasch bei der Hand war? Sollte sichern Tveiben' nicht raschest und mit voller Energie Einhalt getan worden, so wird man sich genötigt sohm, die isländischen Helfer der noÄ«idsnden Akademiker mit größter Dwut- Bchksit aus die Art taub Weise aufmerksam zu machen, in welcher mit den wefilirchevo« Grundsätzen der ausländischen Hilft« gesMfchcvften SchnDürder getrieben wird. BK Protestversammluilg der MMc« HochschAer. / Gestern abends fanden m der „Scholle" ünd im Lokale der Menfir.avodemioa judaiea zwei stark suchte Versammlungen der Mischen Studentenschaft statt. Tausende jüdischer Studenten hatten sich eingefunden, um gegen das krasse Unrecht, welches vom Rektor der Wiener Universität der jüdischen . Studentenschaft durch die Erteilung der MiMilligüng dem Gesamtverbärrde JiMa zugefügt. worden ist, stammenden Protest zu erheben. Die Berichterstatter: wie auch die Redner unterzogen dft Verfügung des Rrktors einer scharfe» K r'i t iS. Insbesondere wurde darauf hingewissen, daß der Rektor der Nniperfitäk, ohne auf den wirklichen Tatbestarw MM» RWcht M nchMn, chste die' Änfilär-ungen der Vertreter der Mischen Studentenschaft in Erwägung zu ziehen, leÄiglich'von herrischer Seite informiert, das Versprechen, ' das er den deutschen Studenten lauge vor den Verhandlungen ' gegeben hat — wie es ans einer Notiz in der ,Meichspost" am Lö. NMentber Hervorgicht — eingelöst hat und mit der Mißbilligung votgegangen ist. Er hat dadurch bewiesen, daß er die von der d e rkt s chnationalen Studentenschaft von langer Hand vorbereitete antisemitische Hetze billigt^ und sich einseitig aus die Seite derer gestellt hat, für die auch kern Schein' des'Rechtes gesprochen hat.. Die Mißbilligüngskuntzwachung . sprichtdorr.einer Beschimpfung - der deutschen Studentenschaft und schweigt, sich darüber aus,, daß das gesamte Judentum von den deutschen Studenten durch den Zmuf „Mische Falle" auss gröbste beleidigt Worden ist. Diese Kundmachung.spricht weiter von der Verweigerung einer vorbehaltlosen Entschuldigung seitens des jüdischen Vertreters, wahrend in Wirklichkeit eine sofortige vorbehaltlose Entschuldigungserklärung abgegeben worden ist. Die Kundmachrmg spricht weiter davon, daß die Leitung der Judäa durch ihr Verhalten die Ruhe und Ordnung an der llnivorsitat gefährdet und übersieht, daß es -nur der Judäa zu danken ist, daß sie durch die Weisung an die jüdischen Studenten, sich an den Vorlesungen nicht zu beteiligen, bewirkt hat, daß es zu kernen Zusammenstößen mit den' deutschmttionalen SÄS-eni-en kam. Di« .Kundmachung vergißt es, festzusbellon, daß es nur die hHwvschnationalen Studenten waren, die mit Stöcken livfa Knütteln bewaffnet, ave Hochschulen besetzt haben, deren Sperre erzwungen und aus dies« Weise eine empfindliche Störung des gesamten Studienbetriebes durch roM Texryr verursacht hohen.. Es wurde ferner sestgestellt, daß der Rektor der Universität seine Kompetenz weit überschritte» ha^, indem er in eine interne Angelegenheit der Hochschule sAr tlöelchanLel emgrifi und so der Mißachtung der deutsche» Stüde ntemchaft, welche diese den Behörden der Hochschule für Welthandel evvkstn hat, indem sie die Erledigung eines Zwischenfalles, ber sich dort ereignet hatte, dem Rektor der Universität zur Entscheidung vorlegte, VorschM leist'ft«. Schließlich wurde hervorgehoben, daß die Mißbilligung, welche der Rektor «msgefprochen hat, wenn sie auch berechtigt wäre, unmöglich die Gesamtheit der jüdischen, Stndenten tvLffen kmm, da im Gostmttveöbonde Judäa nicht rmr UmversitätLhörer organisiert find. . . . Es wurden folgende Resolutionen «mgenmmnrn: „Die am 80. November 1902 irr den Lokalen, k Bez^, Ahnmennannplatz 8. mrd „Scholle", % Bez., LAienbvuungasseir^citbcn, Versammlungen der jüdischest Dftchttlwnschast EMD nchmen den Berichs des jüdischen HochschulausschstsseS m bc^ug auf dtt Vorfälle o» allen HochschM Wiens Och üKpr die Gegenmaßreger« der Esebntive zur KenMnis. Sie erkM« fich mit der Exekutive vollsMiq eittvscha»de» ’A VWUst sie. Äie Bersammlurrgen erheben gegen das krasse Umecht, gegen das unodjektive Verhalten -Ihrer Magnifizenz der Herren Rektoren der Wiener Universität und der Technischen Hochschule flamenden Protest." ,F)ie am 8. NoveMer 1922 in den LokÄen, 9. Bez., Zimm-ermamrplatz 8, und 2. Bez., Lilienbruungasse 1 („Scholle,,) tagende Versammlung der Mischen Studentenschaft Wiens er-' klärt, sich mit den schärfsten'Mitteln gegen den rohen Terror der deutschnationailen Student^p wehren zu wollen, um die Lehr- und Lernfreiheit unbedingt Zu erhalten. Die versammelten. Mischen Studenten wissen, daß die Angriffe der antisemitischen Studenten an der Entschlossenheit der sich ihrer Ehre und Würde bewußten jüdischen. Studenten zerschellen wird". Sie Kuadmachmg de» Rette« der lluivrrfiKt - Wke«. Wir e-chalten von öimsm rMdeinrischvn Dchrer sosgsnde Zuschrift: , Die K>mü)machu.ng des Rektors am . schwarze« Brette dar Universität muß medvmer gchämgt werden. Der Herr Rektor tollte in diofsr mit, daß ein ®Mid) der Vewmigung Jerdäa im der AnsschrrWtzung der Wirtschaftsstelle für Walthamdel am 32. d. «ine Beschimpfung gsbvaucht hat, di« von der dentschon Stuidentonschast aller Hochschulen als Beleidigung empfunden wird. ■ ■ . Womm ignoriert der Herr Rektor, daß diese Beschimpsung nur die A n t >w o r t ans «ine vorangegM-tzene verbehowde Aeußermtg eines deutschen SNidenivn woir? DuHer hatte omen' Antrag eines Mischen Studsnton als «ine „jüdische Falle" bezeichnet. Unter'gchilheten, hopuDtevlÄosen Mervscheir wird 'das „Stellen einer Falle" sicherlich nicht als Kompliment Gidentet werde« und die beleidiae-nde Absicht dürfte , datvch die BoiMung des Wortes „jüdische^ kaum MmÄdent würden sein. Der Mische Student hat . in nur degwifiichor Ervegung scharf ^antwortet und der Meinung Ausdruck vevliehm,, es ftir .-eine Äausbüborvi", so zu vedvm Er hatte es' cmch. «t>wvs anderes heißen können. Melleicht wüt das Wort ,Musbüdsooi" zu Warf, obwohl «s 'bekanntlich seit jeher, zu den chgrafte-vilstischsn Eigenschaften der Antworten cmf unbegründet« BÄeidigunaen geHrt, daß ft« immer etwas, vehernenter als notig ausfallen. Keineswegs hatte der jüdische Student die Bovmvvthect, von emer „christlichen" Lansbiwerei zu sprechen, denn lowohl „Fallen" wie ,Lau8>bübewven" sind, das Ät doch klar, ürterkorrfessronell, mck) haben weder, mit dem.Glla-ubensbÄkemntnis noch mit der Nationalität etwas zu schäften. Die deiwtsM Studentenschaft begnügt« sich nicht dmnit, daß der Mische Student die Erklärung abyab: „Ich bedaure, daß ich diesen Ausdruck (-.-LanÄMerel"). gebraucht^" ' nehme ih^ zurück und eMLoe, daß ich mich mrr durch die BÄ^Mdüng des Herrn R au ho fer („Mische Falle") dazu habe hinve-itzen lassen." " 'Man sollte glchldön/ daß das 'Mimosenhafteste -ZchpbgxfW M durch diese rüühccktÄose ErKönung beMigt siinde« komme. Wer das fft ein Irrtum. Und da kommt der H^ix Rvftor^dsr zartdssaiteten, in ihren Msdr-üÄeu stets so sorgfäftm und dorn-chm erwägenden deutschen. Stmdentemchast in Wien mit seinem Deutsch'zufHilje. Se. MWviftzenz «Märt am schwarzen Brett dsr U-mversitat mit dem ganzen Gewicht der hohen Würde eines Rektors der Wiener U-wiveMät, daß ,M EtttschrMPung' nicht vorbehaltlos <sbgvaeb«n wurde.." Da dem Herrn Rektor die Erklärung des jüdische« Studenten im WMlant vorlaa, ist es zwsiseklos, daß sei« deutsches Rationvlgefühl viel rräftiger ' ist, als sein deutsches Sprachgefühl. Der Herr Rektor ist sich offenbar. über den. Sinn -des Wortes ,McbehalÄos" nicht ganz im ilaoen. Er meint, daß der jüdische Student mit seiner chvlichen! Vttfichevuüg, «r habe sich durch «ine BoleidiMNg M Mer ' Noch ' schärferen Beleidigung hinvoißM lmssen, in tückisch« Weise «inen' Vorbehalt schmken wollte,' während er damit doch nur sein« . Gereiztheit emorlc nnd-entschwldigtie. Das falsche Dsutsch des - -Herrn Rektors Diener paßt zwö« twrtreftlich zu dar'die Ehre 6er dentschm Wissenschaft schändenden BewSMny-im Lager?dar an-tisemitischen Studewenschaft, aber ich erklär«^ vorbeHaltlos, daß der Rektor der Wiener Unipechstät in s«üwn Kundmachungen aus Korrektheit achten müßt«. 1 '* » - Me Rüge ffir die Prager Hetzer.. Wie dor Hrager I. C.. V.Ä«W«ks1Mer an maßgebender Sbetle -erfährt, hat der tschecho-siowakische 1lnt«vrichtSmi>nnst«r den akademischen Senat der Hvrgor dävtschsn UnüversitÄ, dm. bÄ chm zwecks. JntvrvoMvn >km Studenpeustveik evschionon war, nicht empfangen wolle», weil dsrsÄb« ohm.Rektvr Sdeintzevz skschisum war. Der 'Senat -erschien darauf «ochmÄlS Mt Reftor Stvftchsrz an'der Spitz« du vn^rWSmin-istmE B«r pÄsit Gelegenheit gab dar UnterrichtSminfter boka-mü, daß tt M Mittel ««.wenden wird, .nur an der Aniv«rfität Fveihsit.«nd Ord- NUNg HykKUstÄKstU . ' ' . M polnWer Gelehrtzr gegvl dke »Memr rlauM-ststtiMm. i Warscha», R. November. (I. C. B.) Der bMmtto pvkmsch« Gelehrt« Prof. Baudouatn de Lo«rt«-kve trat i«-einer öffentliche» Vorlesung jchr fch«f gepen jerrs Kreise hervor, welch« die jüdischen Rechte in Polen ei-rfchranken wollen. Mt besonderer Leidönfchast bekämpfte er die von der «Msemdiischen Studentenschaft pvopagiextp Ernfichnmg des RumerstS clausus gegen die jüdisch«, AkabemLor. Per Gchchrw style, daß jche Emftchvung von grsttzibichm Byschrän-nnM^soM die jWsche Polens die Autorität deS polnische« GtayteS ««lergrabenwürde. , ^Der angefchwe ^GÄchsbe. cht wirdöchch! M die MchD d« rrachmalon MMerhokwn mrd tzie Brvücksichtiigmrg d« iMifchm PestuLast^WmtLH MyeMW. SvM Letzte ASuhimmg blicht sich , auf die ArmeMS ost«suK.Hche her «MsiMiÄschvn pMffchM ^»Wlstr ,m Mrschou, welche bon .b«ch. bj-pSchtiglw, Affe* -MNt’ : Sie „SeutschösterrÄchifche Lagerrechmg^. Im unserm, im dm DiuMMnOm gwichta« AMÄ Vom 29. November war uniter cvnidevym gesagt: ' „Da wir Inden in der Zurückiveisunig sv'^ ch«r AtLentatä durchaus eines Sinnes srnd Und die Nachahmung magharische-r-Siti-en in! Wien, das auch «in Misches.- Zontwum ist, nLcht' dulden..." Die ,K«utschöstewsichische TagsSzvitmilg" Mist in eüvck gpsftwn orschilnwnan Po-l-emll diesen Satz heraus.' Sie lässt-die von uns gesperrt gedeckten Worte weg, so daß sie ihren Lesern folFmdes vorsetzi: „Wien ist ein Misches Zentrum l" Das ,Mch", das sich in unsmem Arbiköl findet, sollt« im Sinpe^dps t dort eniwickelton Gedankens besägen, daß Wien wähl Än deut-' sches, aber auch ein jüdisches Zentrum ist. Das ist so klar, wie daß Milwaukee eiin <mvovik-an-ische8, aber auch ein de-utsches Zmtrum ist. ■ Die V/iMdig-ievung unsewes Satzes ist eine FÄlschung. S:L dient! dem Zwecke, für die RAualmvrdpropagailrda, dÄitsche ÄbwiAn-g, ein BeweiMück zu «rzemgen. Wir sehen schon den. Zeidler oder den R«vent!k/M oder den Ludendorff mit orhobencn Händen erklären: „Bekanntlich hat die „Wiener Morgen-- zöbtung" gvschriVben, daß Wien ein jüdisches Zentrunr ist." Um die Herren nicht zu bemühen, stellen wir hier die Wahrheit ftst. Die Fälschung der „Dmischostorreichischen Dag-eszeftung" vnt« hebt uns für albe Zukunft dvr Mühe, dieses Blatt als «b seriöses Po-Msches Organ zu werten. < - Sefterreich. Ser Handelsvertrag M Pole«, Jn i^r heutigen Sitzn-ng d^ Mna>nzcmsschuss>eS düd Handelsübereinkommen zwischen der Re^ publik Oesterreich und Polen nach dem Refevgt det Mg. Volker unverändert gsnchmigt. Zum Berichiev statter für-das Haus tvurde Abg. Volker destvmnrt. Sie AvflaKmlg der ZberlarSesgerichte uck Lberßaatrauwaltschafte«. Wir erhalten folgendes Commmrique:. DaS Ober.! landesgericht Wien hat in einer Lm 30. November 1922; unter dom Vorsitze seines Präsidenten Dr. Pal tauf gehaltenen Vollversammlung, welcher auch der OberstaaM-i anwalr Schwarz beigezogen war, nach eingehender Bercrümg einhellig gegen die noch fortbestehende Absicht überstürzter, nicht allem. Kveckloser, soMtn auch schadiichsr! Reformen auf dom G^rete dos JMizwssenS Stellung genommen msid sich insbesondere in. UMveinstchMMM Mit- Kapazitäten der Wissenschaft sowie der Praxis Mgen die! Auflastimg der Obevlmckesgerichte upd OberstaatsaMvaltschchest qusgesPyoHen. ' ' nq-cho-SIsvarel. Ja WW*e Wrtoortln. Prag» 36. November. sJ. C. B.) Die Wiederanfba-ll«' äbteiluing. der europäischen Joiut-Zentrcll« hat die Summe van 200.000 Dollar für jüdische Fachbildung, für Darlehenskassen und andere Einrichtungen zu. Zwecken des Medemusdaues der. tschecho-stomckischm Judercheit zur VeMsung gestellt. (Diost Summe' ist zum größten Teil für Kachacho- TUgiftttD vesfliMUdl.) Ser' dolnisÄe Sesimdte i« AMtlka Mer dw Sntotfrage. New-Dork, 28. Nodemkber. (I. C. B.) Der m«e holnffche Gesandte in den Vereinigten Söcvaten Dr. Wladislaw Wroblowski erKärte in einem Gespräch mit Bertretevn der Pveffe, die Juden in Polen besitzen die gleichen Rechte wie di« Juden in Amerika «nd Englarch. Wenn.die Juden in Polen-im Einklang mit der Regierung dos Landes arbeiten würden, lömrte manihnen eine große Zulkunft vomussagm. Dr. Wroblewski wies auf hie Wahl zahlreicher. scher Gchmideputierter und Senatoren in Polen hin und dmtete diesen Umstand als Zeichen chrlicher Äezichmrgen der polnischen Regiemng zu allen Schichten der BwölkruAg. Der -neue Gesandte spmch sich sehr lobend über einige jüdische Deputierte und Senatoren aus. Er sagte, er kemw die Deputierten Dr Thon, Grün b a u m und Doktor Reich, die alle über Begabung und Energie perfügen und 'wissen, was das heutige Polen braucht. Er gab der Hoffnnng Ausdruck, daß die anderen jüdischen Deputlerten und Senatoren dem Beispiel der erwähnten dvei Herren folgen werden. Sk Mainer. Warschau, 29.-November. (Tel. d. „Wiencr Movgenzettung".) Dieim Minderheitsblock vercittigtc.r! ukrainischen Abgeordneten - aus Wolhynien, Cholm, Pod- \ laste-und Polisve haben in ihrer -letzten 5wllferenz die Bvgrüu--- dung eines separat«« ukrainischen Klubs, dem zwanzig Abgeordnete und sechs Senatoren arrgchSren, voll" zogen. Zum Präsidenten des 5klnbs wurde der Abgrvchrlete s A.>Wassiltschuk, zu Vizepräsidenten Podgor.S.ki iüw P i r o k o w und' Zum Präsident«» des EenatSklEs Herr K a p i n § k i gewählt. Auch wutzde erdnstzi'nrmiy beschlossen, auf keinen Fall in näheve yeziehungen z» de« in Ostgoftxien gewählten rntbenischen Mgeock>neten zu treten «nd chüev wev« moralische noch taktrschs UfltersdützvW im -PochiWeni dm anßechold beSfete «u r