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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-26 · Heft 1363 (26.11.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1363 (26.11.1922)
Date
1922-11-26
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Är. 1363 Wien, Sonntag Wiener Modenzeitung. 23. November. 1922 jette 1 1 , Lotte Kobler und Friß Zodex veranstalten Dienstag den 2b. d.. Hali) 8 Uhr, ün qroßen Saale der Urania einen Vortragsabend, bei dem ernste und heitere Lieder und Duette aus alter Md unter Zeit zur Aufführung gelangen. Ein jüdisches Erlebnis von unvergeßlicher Wirkung ist jedem die Besichtigung des Films „Die Gepeitschten", der Dienstag den 28. und Donnerstag den 30. v. im Lichtspieltheater Hernals zu sehen sein wird. In so herzergreifender, binstlevischer und naturalistischer Form sind noch nie die tragischen Schicksals der russischen Juden unter dem Zarentum gezeigt worden. Alle Aufnahmen sind in Rußland selbst mit rassischen, beziehungsweise jüdischen Darstellern gemacht. Wir halten es für unsere Pflicht, unsere Leser auf dieses jüdische Mauumeutaliverk besonders aufmerksam zu machen. (Siche Inserat.) ü BMereinlMf. TVinoza-Forschung. Unter dem Namen Societas Spino» Wta hat sich vor zwei Jahren im Haag eine Gesellschaftgegründete derenKuratorimn angesehene Spmozg-Fovscher aller Länder angehören, . zum Beispiel Harald Höffding (Kopenhagen), Sir Frederick Pollock (London), Karl Gebhardt (Frankfurt o. 331.), Willem Meijer (Haag), Leon Brunschvieg (Paris). „Spinoza hat," so heißt es in dem Aufruf, den die Gesellschaft erläßt, „m großer Synthese den Widerspruch überwunden, der das Weltbild.-d?r Ueberlieferung von der Wissenschaft der neuen Zeit trennte, indem er tiefer die Zusammengehörigkeit von Gott und Welt erkannte. Er hat den Widerspruch verhütet, der Sittengesetz von Menschennatur scheidet, indenr er turnt Menschen in der Ucherwindung der Leidenschaften, durch die Vernunft den Weg zur Gckteslicbe wies, damit sie das Gesetz der eigenen Natur in Freiheit erfüllen. Tie Uebereinstimimkng M'chen der sittlichen Forderung seiner Lehre und der Reinheit und Unergennützigkelt 'uneZ Lebens macht seine Person'vorbildlich uitd perchrnnpswüchig. Der Weg, den Spinoza dem einzelnen gewiesen, ruuß auch der Weg der Völker w rden: Beherrschung der Leidensckafieu und GoUeskiebe." Der Mitgliedsbeitrag beträgt leidet fünf, bulländische Gulden, ist also für L esrerreichrr nicht reicht zu leisten. Es wäre wohl im Interesse der großen Sarve gelegeit. fiitr valutaschwache Länder einen angemesicn modrigeren Beitrag t?tn. „Rückblick ins Gestrige", Erlebtes und Empfundenes von Richard Kola, Rikola-Verlag, Wieir, Leipzig, München, 1922. . __ GerichtssM. „Mischer Lausbub". Das Abfahrtssignal des Fahrgastes. Der Kaufmann S. P. hatte sich vor dem Bezirksgericht Favoriten (Bezirksrichter Dr. Donau) zu verantworten, weil er ans der Fahrt zum Zentralfriodhof in einem Wagen der Straßenbahn bei der Haltestelle Nmgebäudestraße dem Awtorsührer düs Abfahrtssignal gab. Die Anklage lautete auf llebertretnng der Gefährdung gegen die körperliche Sicherheit. Wie der Angeklagte angab, hatte der Schaffner mit einem Fahrgast eine lange Auseinandersetzung wegen der Gültigkeit e>iner. Fcchrkarte. Dadurch blieb der Straßenbahnzug schon fünf Minuten auf offesler Strecke stehen. Der Angeklagte habe cs sehr eilig gehabt, er habe sich ohnehin verspätet, denn er wollte zum Leichenbegängnis seines Vaters. Der Gedanke, daß man vielleicht auf ihn werde tourten müssen, bereitete ihm Qualen unft versetzte ihn in furchtbare Aufregung. Jede Maiutc Wartens verursachte ihm ein schmerzhaftes Gefühl, und, seiner Sinne tricht mehr mächtig, zog er an der Glocke. Tor Schaffner mußte zugeben, daß der Tatbestand richtig wiedergegeben fei, doch habe der Aufenthalt nicht ganz fünf Minuten betragen. Ein Zeuge gab an, daß alle Fahrgäste sich über das ungebührlich lange Halten des Straßenbahnzuges aufgelMen hatten, er habe aitch gehört, wie her Sckiaffuer einein seiner Kollegetl, der vom nächsten Wagen zu ihm stieg, leise, aber immerhin so laut, daß der Zeuge es hören konnte, sagte: „Dt n j üdis chen Lausbuben hätte ich am liebsten vom Wagen geschmissen." Der Richter sprach den Angeklagten frei, weil eine Gefährdung der körperlichen Sicherheit nicht vorlag. | Börsen-Kommissionsgeschäft und Wechselstube MAG ID & Co. Wien, I., Hohenstaufengasse 11 40*7 Bolkwirt. Gestempelte Krone Auszahlung Me« Zn Zürich notierte die österreichische Krone. . . 0.0074 die österr. gestempelte Krone. 0.0076 die tschechische Krone .... 17.— die Mark.0.07% Agram.......... 1.85 Bukarest ........ 3.45 eoosta ». ........ 3.90 Budapest......... 0.22»/* Warschau. ........ 0.037: —.0976 Centimes. —.9974 ßentimer. ( 0.0075 am 2». Nov.) ( 0.0076 am 24 Nov.) (16.f)0 am 24 Nov.l ( 0.07VS am 24 Nov.) ( 1.90 am 84 Nov.) ( 3.45 am 24. Nov.) ( 3.85 am 24. Nov.' ( 0.927, am 24 Nov.) ( 0.03% am 24, Nov.) Slmkrrma md WMmWsrchM. Kritische Bemerkungen zur Notenvankfrag-, Bott Rechtsanwalt Dp. Moritz Zalman Herausgeber der Zeitschrift „Der Steuerträger". Noch im Jahre 1917 habe ich mich mit dev Frage der Vorwilung der Kriegslasten in im Verlage Karl Harbaner erschienenen Broschüre ^Der Rechtsanspmch der Kriogsbeschäd'tgten auf volle Genugtuung" besaßt. Ich vertrat dort die Anschauung, daß die wirtschaftlichen Nachteile, die einzelne Bewohner des Landes infolge der Kriegswirkungen erlitten haben, nicht von den Betroffenen, allein, fonbcru von der Gesmütheit zu tragen sittd. Von demselbeu Gedanken war auch meine Zlbhandkmg „Vermögensqbgäbe, dlotettbank, Notetteinlösmtg", die im selben Verlage im Juni 1920 erschienen ist und in welcher ich zur L ösung der. Währungsfrage einige Vorschläge machte, die zwar durch volle zwei Jahre unbeachtet blieben, jetzt aber in den. Mittelpunkt.der öffentlichen. Erörterung gerückt sind. Ich habe schon im Jahre 1919 in meiner Zeitschrift „Der Steuerträger" und" dann prägnanter in meiner letzterwähnten Broschüre.den Nachweis zu erbringen versucht, daß uns nur durch' die Errichtung einer Noten-, bank und durch die Schaffung einer jederzeit in Gold einlösbaren Währung geholfen werden kann. Ich verlangte schon damals, LAß gleichzeitig mit der neuen Währung die alten Banknoten nach ihrem Goldwerte unter Berücksichtigung der inneren Kaufkraft eingelöst werden. Ich war davon überzeugt, daß man dem Volke nicht zumuten kann, bis zum Weißbluten zu arbeiten, um die gewaltigen Papierinassen unseres Banknotenumlaufes in Gold zu verwandeln, und verlangte die Devalvier.u ng im Verhältnisse von 1 Goldkrone ist gleich 10 Papierkronen. Das war 1920'. als der Banknotenumlauf die Höhe von 16 Milliarden Kronen erreicht batte. Zur Einlösung der Noten hätten wir bei einer V 0 r z u g s behandln n g der kleineren,. Rentner und Sparer einen Betrag von zwei Milliarden Goldkronen benötigt. Zur Aufbringung dieses Betrages schlug ich vor, daß die Vermögensabgabe, welche vom Nationälrqt gerade beraten wurde, in Gold berechnet und in Gold- oder Valutawerten eingezahlt wird. Ich verlangte auch die Bewertung des Vermögens Gold. Nur auf diese Weise wäre es möglich gewesen, eine gerechte Verteilung der Kriegslasten dadurch zu bewirken, daß die Besitzer von Sachwerten (Häusern, Grundstücken. Valuten, Juwelen, Waren) zur Sanierung unserer Wirtschaft in gerechter Weise hevangezogen werden. Die Besitzer von K r 0 n e n tp e r t e n (Bargeld. Kriegsanleihe, Renten, Obligationen, Hypotheken, Versicherungs-ansprüchen) hatten bereits den größten Teil ihres Vermögens eingebüßt, da durch die V e r m e h r u n g der Ban knoten der innere Wert der Krone auf eilten Bruchteil gesunken war. Schon im Juni 1920 sagte ich über die Kredithilfe, welche bei «ns als Dogma galt, Seite 6 wörtlich folgendes: „Der internationale Kredit hat zwei sehr unangenehme Eigenschaften: er fttmt nicht t'ic Höhe erreichen, die zu unserer Sanierung nötig wäre und er läßt sehr lange auf sich warten . . . Fortwährend hört man von Konferenzen, Interviews, Vorträgen, Parlamentsdebatien, zwei Jahre find inzwischen verstrichen, aber m an sieht nichts . . . Wäre es nicht besser, wenn wir die Valutaanleihe links liegen lassen und versuchen würden, ohne Betteln und Winseln ans eigener Kraft unsere Wirtschaft aufzurichten? Wir würden der Welt viel mehr imponieren, wenn wir ernstlich zur Selbsthilfe schritten . . ." Diese Worte schrieb ich im Juni 1920, als man in Zürich für hundert Kronen drei Schweizer Franken erhielt. Jnr Juli 1920 ist dqs Gesetz über die einmalige „große" Vermögensabgabe in Kraft getreten. Die BewertungsvorHriften waren ein Kompromißprodukt und ermöglichten den Sachbesitzern, nur einen tvinzigen Bruchteil ihres Vermögens zu versteuern. Trotz dieser jämmerlichen Bewertungsvorschristeik hat die Vermögensabgabe ungefähr 21 Milliarden P a p i e r k r 0 n e n gebracht. Bei Bemessung in Gold hätte sie daher unter Zugrundelegung des Kronenknrfts am Stichtage (30. Juni 1920) 7 0 0 M i I l i 0 n e n Goldkronen betragen. Daß der Goldwert ihres Erträgnisses kaum 50 Millionen Goldkronen ausmachte, ist darauf zurückzuführen, daß das Gesetz die Zahlung in Papierkronen gestattete, sodaß Lei fortschreitender GeWenttvertung ein Teil der Vermögensabgabe zu einem Kurs von 0,1 und ein Teil von 0,01 bezahlt wurde, während am Stichtage der Kurs 3 betrug. Den Besitzern von Sachwerten ist es daher gelungen, sich der Vermögensabgabe wirksam zu entziehen, während die Kr 0 nenbesitzer im Wege der Notenpresse eine geradezu katastrophale Einbuße erlitten. Als zu Beginn des Jahves 1922 das Fiasko i4et\ Vermögensabgabe sich als sonnenklar erwies und jede Hoffnung, mit ihrer Hilfe die Notenbank zu gründen, geschwunden war, verlangt« ich in meiner, im Verlage E. W. Stern rm Mai 1922 erschienenen Schrift „Hände weg von den Kredittm!", Vas; wenigstens die uns bewilligten Jnternnskredite nicht anders als zur Schaffung einer Deckung für die neue Notenbank verwendet werden. Ich sagte ausdrücklich voraus, daß das famose Kredit fonds ge setz ein Schlag ins Wasser ist, daß die Kredite bald verpulvert sein werden und daß wir nach wenigen Monaten genau dort stehen werden, wo wir vor Erteilung der Kredite gestanden sind. Dies alles hat sich noch viel früher bewahrheitet, als ich geglaubt habe. Nun hat sich die Regierung ernstlich entschlossen, eine neue Notenbank zu gründen,, und es ist in. feierlicher Weise der Verzicht ans die Inanspruchnahme der Notenpresie für staatliche Zwecke verkündet worden. Leider ist man aber wie-der im Begriffe, bei einer Halbheit stehe« zu bleiben und Fehler zu begehen, die sich später einmal bitter rachen müßten. Wohl sind die bezüglichen Gesetze bereits beschlossen, aber es wäre bei eitrigem guten Willen noch immer möglich, den richtig ei ttgsschlagenen Weg konsequent bis ans Ende zu gehen unddeshalb soll hier darauf hingewiesen werden, wie das Instrument der Notenbank benützt werden nmß, damit es' sich wirklich als Instrument der Sanierung erweise. Wohl haben sich in Psychologischer Auswirkung der Genfer Aktion di« Valutenkurse gesenkt, aber es gibt keine andere Möglichkeit, die Valutenkurse zu „demolieren", als die Schaffung einer in Gold einlösbaren Währung. Es ill schade um jeden Goldheller, dar in anderer V. verwendet werden würde. Mit'- mathematischer Sicherheit kann es nach/de« bisherigen Erfahrungen gesagt werden, daß das . Aktienkapital der neuen Notenbank ganz bestimmt „verpulvert" werden wurde, wenn man esins Land brächte und auf den Markt würfe, um die Valutakurse zu senken. Nach einem vorübergehenden Erfolge würden wir wieder ein« katastrophale Hausse erleben. Mer die neue Notenbank darf unter keinen Umständen eine Fortsetzung der Oesterreichrsch-ungarischen Bank unter neuer Firma sein. Die 35 bis 10 Millionen Goldkronen, die uns ans der LiquidationLtnasse^ znsließen, wiegen nicht die Nachteille auf, die der netten Notenbank aus der Uebernahnte der altett Banknotemnqssen erstehen würden. Es kleben int übrigen an manchen alten Banknoten viel zu viele Tränen, viel zu viel Kummer Md Leich als..daß man jte alle mrierschreds-. los durch Aniwendüng eines mechanischen Iltnrechnungskurses von etwa 100 Papierlwnen ist gleich. 0.008 Goldkronen erlösen könnte. Der Umtausch der alten BmGtote'.t tnnß also aus der künftigen Tätigkeit der neuen Notenbank völlkeMmen ausgeschaltet werden. Dieses Geschäft muß dem Staat überlassen bleiben, der unter Festsetzuttg' eines provisorischen Utnrechnnngsknrsts die Banknoten einlösen und durch Bestettevung des. der Geldetttiverttmg entronnenem Sachbesitzers den Zinsendieust für die Goldre n te n, die bevorzugten Bankrr0tcuttthabern auszufolgen sein werderr,. wird bestreitett können. Mit Hilfe der^ 40 Mülionett. Goldkronen, die der Staat aus der Liquidationsinasfe der öfter-' reichisch-un^arischen Bank erhält, «mb eines Teiles der bereits bewilligtett Kredite kann, er sich 60 Millionen Gold fronen von der neuen Notcisbank in «eueu Banknoten, verschaffen und diese zum Umtausche der altett Banknoreti zum vorläufigett Utnrechmtn-gskurse von etwa 13.000 Papierkronen ist gleich 1' Goldkrone verwenden. Der restliche Teil des Bartknotenmulaufes. der durch Wechsel gedeckt ist, kömtte ganz einfach allmählich Von den Schuldnern errrgezogett werden. Wie immer diese Frage gelöst wird, tet wirkliche Schuldner ist der österreichische Staat , und nur ihm mnß es obliegen, die gewiß schwierige Aufackbe her Einlösung der alten Banknoten zu lösen. Die n e n c 0tenbank soll sofort nach ihrer Entst-ehung Banknoten ausgeben, die jeder zeit in Gold einzulösen sein werden.^ Die' neue Noteribank lvürde nur in dem Maße Banlwoten ausgeben, als ihr-'die vorgeschriebene Deckung, es gestatterr würde. Das Akttenkapital von 50 Millionen. Goldkrone;^ würde es evntöglichen, daß bei Festsetzung der „Drittel .deckttng" Banktotett m der Höhe' von 130 Mrllionett GoUr krönen auHgegeben werden. Diese 150 Millionett Goldkrouett würden zur Gänze dem Handel und der JMtstrii und als Anbaukredtle der Landwirtschaft znsließen, und ztvar in der Form der iiblichen Reeskomptierrmg bankmäßiger Wechsel. Sie werdet: also zu 109 Prozent dttrch banktttäßige Wechsel ttnd überdies zu einem Drittel durch Gold oder Golddevisen gedeckt sein. Dazu 'kämen noch die zirka 60 Millionen Goldkronen, die der Staat anläßlich der Umtauscha'ktion in Verkehr setzen würde «nd die voll dtirch Gold-, bezw. Golddevisen gedeckt tvären, so daß der Ge samtibankitottmtmlattf rtngefähr 200 Millionett Goldkr-ottett, sotttit tnehr soviel als der Goldwert des gegenlnärtigett' Banknotenumlauses ansntachen würde. Die ganze Wirt schaft müßte zunächst für die alleverste Zeit auf das Vor-' hälttns von 100 Papterkronen gleich 0.008 Goldkronen ttmg'estellt werdett. An dent Wesen der Sache ändert es nichts, wenn der Staat die Papterkronen unter Festsetzmtg' des Etnlösuwgsverhälintsses vorläufig nebett der Goldkronr aus technischen Gründen durch einige Zeit im llntlan.st beließe, ebonsowerrrg der Untstand, daß die Aufnahnw -der BarzaihlunZett nicht sofort, sondern erst später erfolgen würde. Der vom'Völkerbünde vorgeschhägene -Kredit, von 600 Millionen Goldkvonelr würde es der Regierung er möglichen, die Ang'l-eichtmg der Einnahmen an die Welt markiparität ltntb den Abbau der Ausgaben ohne soziale Erschütterungen durchzttsühren und den BanknotemuulMis ohrw Jnansprtrchltahme des Kredites der Notcu-ban-k aus die normale Höhe zu bringen. Soll die Notenbank vom Staate vollkomtrien ttitabhängig und eine ^Jnanfprnchitahtne der Notenpresie durch EÄontptiertmg votr Schatzivechseln vollkommen attsgcschlossen sein, so wird dies bet der gegen wäviigen Konstruktiott doch nttr so lange nchglich sein, als der Staat über die mtwendigen Mittel zur.Bestreilung feines Bedarfes verfügt. Will man eine solche „Force nrajeure" vertneidctt, so tnüßie tnan die vorgeschlageuett Modi fttattonen vornehnten uttd außer der IlnabhäugiKeit der Bank vom Staate auch noch dett Banknotenitthabem durcit eigene Kuratorett in der Verwalt trug der Bans eine Ver iteiung eittrännten. welche mit Argusangen dariiber zn tvachett hätten, oaß eilte Berarntttng ganzer Vvlksschichien durch Entwertung des Geldes nie m-chr ciittretcn könne. Die wohltätigert Folgen der Einführung der effektiven Goldwährung würden sich sofort zeigen. Tie Staatsbetriebe könnten allmählich aitf die Friedensparität eingestellt Iver den, wodurch das größte Loch rm Budget Verschüvändc. Die Diskontpolitik der Notenbank tviirde 08 der Jnidttstrie er nwglichen, allntählich G 0 l d l ö h n e nach dettt Friodetts' maßstabe Zn zahlen. Der Staat wird durch die Beseitigung oder Vermindertmg Des Defizit-es in den Staatsbetrieben uttd durch die Emnahtnen in Gold die Möglichkeit habett. den Beamten allntählich die Friodettsbezüge int k'an.sträfl: gen Gelbe zttkonnnett zu lasiert, Rentner, Hattsbesitzer ttnd Pensionisten würden wiedcvttm ihre Einnuahme m Gold beziehen. Dadurch tviirde sich die Kauftest der Bc-völkerrttrg, die Jahre hindurch kein« Attschasfmtg machte, heben ttnd nnstver Pwditktion schon im Jnlande.den uötigen Absatz sichern. Di« stabile Valuta rvürde alle Atlswüchs« der-

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