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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-26 · Heft 1363 (26.11.1922) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1363 (26.11.1922)
Date
1922-11-26
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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‘m beite 10 Wien, Sonntag Wienee Morgenzeitung._26. November 1923_._Nk. 1363 In -er z e h n t e n R u n d e des Meisterkurniers prallten bis beiden Schachlitanen Rubinstein und A! j e ch i n zusammen. Rubinfein blieb Sieger. Boaoliubow eriang einen schönen Sieg über Limoch. Die tranzdirsche Partie <Dr\ T a r t a- Kower — Maroczy endete unents hieben. Dr. T a rr a s ch' Partie ist -war noch in Schwebe, d^ch hat Dr. Tarrasch die überwiegenderen Gewinnaussrchien. G r ü n f e 1 d mach'« gegen Sämijch alle möglichen Gewinnverrucke. Die Pariie wurde in einer annähernd gleichen Stellung abgebrochen. VuKovics errang gegen Spielmann bald das Ilebergewickt. In der Abbiüchst-llung besitzt er zwar noch diesen Mehrbesitz, wird aber einem Königsangriff seines Gegner begegnen müssen. Stand vor der Pauke: Heinrich Wolf 8 »hat noch 4 Partien zu spielen). LartaKvwer 7'/, tö>. Rubin,teu 7 (5>, Maroczy 6'/, <4>, Grünieto 6 (5. Alieci in 6 (4', Bogvl- Zudow 5 (4), Del, 4y, (6), Sämiich 4 (6', Tarraich 3‘/a (6), Spielmann 3% (6), Bukooics 3 (6), Kö.ckg 1, Lakacs und Kmoch V,. -Paarung für h LH t e: Aljechin—Tarta« kvwrr. Keinrich Wolf—Rubinstein, Spielmann—üönw. Reli— Bukovics. Kmoch-Tarrasch. Sämisch—Bogoljubolv, Takacs— Grünseld, Maroczy frei. Keule abends um V,7 Ilhr im protzen Turniersaal wird Dr. K. D. Ä l e r n, Präsident des S^ackklubs Schlechler, über „Schachkunst — ein Kulturproblem" sprechen' Aotizea. Die Lösung des Problems Nr. 2 von A.LampeI erschrint nächste Woche. Nach Beendigung der Kongresses wird Grohmeifter Rubinstein im Klubükal der Kakoah gegen zirka 2b Gegner simultan spielen; vorher wird er über das Thema „Die Juden im Schach" sprechen. Auch Altmeister Dr. Tarraich dürste zu einem Vortrage gewonnen werden. Genaueres werden nur noch verlautdaren. Zuschriften an Grnst Wahle, H., Obere Donaustratze 67. Ernährung. Jie Lebensmittelmärkte. Die Gemüiezusnhren waren gestern w eder reichlich ausgefallen. Der Marktbesuch gestaltete sich ziemlich lebhaft und die Nachfrage war sowohl im Grotzwie im Kleinhandel besser als an den letzten Tagen. Italienischer Karfiol iand viel Anklang und wurde wegen seiner guten Qualität gern gekauft. Die Preise aller Gemü esorten behaupteten sich nach wie vor aus dem be^ trächtl'ch hehrr. Niveau. Die einheimischen Erzeuger wollen nichj edLauen, wenn auch die Nachfrage viel geringer als das Angebot ist. Ihr einziges rgument sind die grotzen Produknonskosten, die Frachtipekn ufw.. die eine Prelsermätzwung angeblich unmöglich machen. SM derselben Begründung wollte man die Äarivßeipreise aus einer vierstelligen Z fser haltcn. bis die tschecho. slowakische Konkurrenz die Preisphantosie zerßörle. Keule ist er den ländlichen Erzeugern in S'ockerau und anoecwäcts berei.'s möglich, die Kartofle n um 200 und 300 K. zu »produzieren", beziehungsweise zu ve>kausen. Vielleicht krmmt den Wiener Konsumenten auch auf anderen Gebieten die ausländische Konku renz zu f> lse. die trotz der hohen Valuta und der unvergleichlich höheren Frachtgebühren billiger verkaufen kann als unsere ländlichen Mitbürger. Die Grotzmark Halle verfügte wie immer über qrotze Fleüchandünfte. Die Preise blieben ziemlich unverändert. Gegenüber de^ Vorwoche ergibt sich für ä.alb- und Schweinefleisch »ine Preis. ermStzigung um 1000 b'S 2000 K. pro Kilogramm: dagegen wi-.rde Rindfleisch in der abgelausinen Woche durchschnittlich, um den gleichen Beirag t.urer. Tie Verteuerung betraf allerdings, nur eie besseren Fleuch orten, während die minderen QMiläten von der Schwankung ziemlich unberührt blieben. . Die Fischmärkle waren sthr belebt und der Absatz von F!,itz- und Seefischen flott. Wildpret, besonders Kaien und Reysieif», erfreut sich an, hallenden Interesses. Von Geflügel wurden gesiern Gänse mehr als sonst begehrt. Mm und Kunst. „Ter Jsrfrjing" bei den „Würmern". (Gastspiel in der Roland-Bühne.) Unsere Wiener Freie jüdische Volksbühne hat dieses Fischcrdrcnna Leon Kobryns im Vorjahre ausgezeichnet gespielt. Die Dilnaer spielen .es ebenfalls ganz äusgezeichnet. Und doch anders. Wir erinnern kurz an den Inhalt des Stüdes. Es führt das Milieu verbauerter Fischerjuden an den Ufern des Dnsepr. Ein kräftiger, naiver jüdischer Fischerbursche wird in .inen ÄonfMt gestellt, an dem der gute Junge zerbricht. Der B.uer trägt bittere Sorge um die „Jüdischkeit" seines Sohnes, ahnt oder weist gar, daß er es mit einer Bauerndirne hält und verlobt ihn. am Sterbebett mit der Tochter seines Bruders, '.r er schon in früher Kindheit durch einen „Tkicis Kaf" zur-.-sprachen worden war. Aber sein gesundes Empfinden zieht o h Burschen zu der blonden Dorfschönen, ohne daß er seines - Liebcsglückes froh wird, weil er — ein ostjüdischer Hamlet —* immer wieder den Geist seines Vaters zu sehen vermeint, beiihn an die übernommene Pflicht mahnt, seine Base zu heira.err. Einem Frommen unter den Fischerjuden gelingt es übrigens, dem einfältigen Jungen solche Angst vor der Strafe „in jener Welt" einzujagen, wenn er das Verhältnis mit dem Ernstlichen Mädchen fortsetzt, daß er sie, die Mutterfreuden eu.->;egenskeht, von sich stößt und sich entschließt, mit der häßlichen Ehajlc Hochzeit zu machen. Unmittelbar vor de-m Trauungsakt erhängt er sich aus Reue und Verzweiflung. Leider ist null die Bauerndirn Natoscha schön, klug, herzhaft, d e jüdische Braut hingegen ein unerhörter Dorftrvttol und rorperlich mißgestal^t, so daß man gar nicht in die Lage -omnn,'den Zwickpalt, in den der arme Juden junge geräi, -ragisch zu finden, sondern ihn nur bedauern kamt. Rolan d-Bfk.li n e (Freie iüd. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WiLNAER TRUPPE Heute Sonntag, 26. November 1922, V*3 Uhr nachmittags and Tragödie in 3 Akten vun Sch. Ait—ski, .7 Uhr abends Der Dorlsjing Drama in 4 Al^tea von L. Kobrin Es scheint mir mm, daß es den „Wilnaern" besser gelang,' durch ihre Gesamtaufführuug die'Mängel der krampfhaft dramatisierten Novelle vergessen zu machen, als der Freie.» Mischen Volksbühne, die hinwieder in diesem'edlen Wettstreit durch manche Rollenbesetzung überragte. Das Gemälde (nwn weiß schon, daß bei diesen handlungsarmen ostjüdifchen Milieustücken die Farbengebung entscheidet) ist breiter, kerniger, bunter angelegt. Schon die erste Szene, der Gesang der arbeitenden Fischerjungen, ist höchst erquicklich, und wenn dann Hirsch Beer einiritt, merkt man, daß die „Wilnaer" diese Figur des riesenhaften, wetterharten, fröhlichen jüdischen Grankopses, der zum Spaßmachen leichter zu haben ist als zum Anlegen der Gebetriemen,' mit Glück in den Vordergrund der Handlung rücken. M. Kowalski spielt diesen feuchtfröhlichen jüdischen Fischerviesen, der es trotz seiner sechzig Jahre mit dem jungen Burschen aufnehmen kann, das Herz am rechten Fleck hat und manchen Charakterzug Falstaffs trägt, ganz außerordentlich. Eine Figur, so aus dem Vollen gestaltet und . so scharf Umrissen, sicht, man nicht alle Tage auf den Brettern.. , Auch der fromme Fischerjude, der den Dorfs; ing zum Bruch mit Natascha zu bewegen weiß, sieht bei den „Wilnaern" anders aus. Bei unseren! heimischen Ensemble war er ein glaubwürdiger Eiferer, ein blutleerer, harter Fanatiker. Hier aber spielt ihn Noe Nachbusch, der'Künder, der alle um sich versarunrelt, in denen noch ein Fünkchen jüdischer Sehnsucht wohnt, der bewirkt,' daß der kahle, kalte Saal der Roland-Bühne (den die Kinoindustrie am' Gewissen hat) eine traute, warme Stube wird, der die Leute aus der letzten Reihe an sich zieht, wenn er die Augen schließt, nicht um zu ruhen, sondern zn erwachen, um in sich hineinzuschauen und Zwiesprache zu halten mit seiner Seele — bis ein jüdisches Lied erklingt. — Da geht einer unter den verbauerten jüdischen Fischersleuten ljitö trägt die drückende Last der Vers., antwortung, daß sie dem Judentum ganz verloren gehen, mahnt sie mit sorgenden Blicken, bleibt bei ihnen auf alle» ihren Wegen mit wundem Herzen und mit wachen Sinnen, .daß noch gerettet sei, was zu retten ist. Uttd dem verstörten Jungen, der sich ihm anvertraut^ beginnt er die Strafe zu sagen, die chn nach dem Tode ob seiner sündigen Liebe droht. Beginnt leise, mit sich selbst redend, bis das Lied anhebt, das nicht einem gilt, sondern allen, allen, his es erschütternd und doch trostreich klingt, das Lied Noe N'achbusch', des Priesters der „Wilnaer": „Verliert euch nicht..." So spielt Nachbnsch den jüdischen Fischerknecht Ehazje. (Wer ihn in dieser Rolle, im „Dybuk", in „Tag und Nacht", wahrscheinlich auch in den Stücken, ans die wir noch hoffen dürfen', zu begegnen verabsäumt, bleibt ärmer.) * Das Liebespaar ist vielleicht um eine Nuance blässer als in der vorjährigen Aufführung. Aber Sch. Tanins Dorfsjlng fügt sich ausgezeichnet in den Ton der Gesamtaufführung, ist einfach, kernig, und Chane Braz wächst in ihrer entscheidenden Szene und ist hier sehr ergreifend. Wer Regiearbeit und inbrünstige schauspielerische Hingabe zu würdigen weiß, wird übrigens an dieser Auseinandersetzung zwischen den! Helden des Stückes und seiner bäuerlichen Geliebten, die wunderbar disponiert und zur. Höhe geführt ist, die Qualitäten der „Wilnaer" erkannt haben. Das häßliche, blöde Jüdenrnädchen sahen wir int Vorjahre von einer Künstlerin ersten Ranges. Trotz der Erinnerung an Frau Nathan besteht Paula Walter in dieser Rolle vortr^flich. Ja, sie weiß, für das arme Geschöpf Mitleid zu wecken und die kölnische Figur ins Tragische zu wenden. Sonst muß aus der übvigen Zahl der durchaus lobenswerten Mitwirkenden noch der köstliche Flscherjunge Josef Bnlows besonders hervorgehoben werden. -i- Die „Wilnaer" spielen den „Doifsjing" nicht besser als unsere Wiener jüdische Bühne, aber doch anders. Sie greifen dem Airtor kräftiger.unter die Arme. Noch reicher an Volkstypen wird das Volksstück rlnter ihren formenden Händen, noch echter wird uns das ferne Stück'Land von den Ufern des Dnjepr mit seinen Menschen und Bräuchen hergezaubert, über dem lebensvollen ersten Bild, dem Wirbel des zweiten Aktes mit seiner rustikalen Balgerei und dem herrlich-en Jahrmarkttanz, Wer' Nächbusch ithb Kowalski, über hundert entzückenden, unvordringlichen Details vergißt man die Mängel der Handlung und sicht den kraß theatralkschen Schlußa-kt in geschmackvollster Abdämpfung. ' * Es war eine. große Freude für alle, die den Saal dicht fiillten. Sie feierten die „Wilnaer", die uns von Mcnd zu Abend teurer, werden. Otto Aböles. Theatrrstandal in den Kammersdiele«. Bei der Aufführung von Dihenschmids Tragikomödie „Die kleine Sklavin". Wie int Vorjahre bei der Aufführung in der Neuen Wiener Bühne gab es auch diesmal anläßlich der Aatfnahnte von Dltzenschm)ds „Die kleine Sklavin" in den Spielplan der Kaurmerspiele einen argen Dhe<rtevfkauda.l. Asm Autor ist zuzubilligen, daß er die Absicht hatte, die-Zuhörer gegen die Scheußlichkeit des Mädchenhandels;u mobilisieren.' Aber auch echte Empörung (die hoffentlich Herrn Ditzenschnrid die Feder in die .Hand gedrückt hat, nicht Aussicht auf einen tüchtigen Tautiernegewnrn) berechtigt keineswegs, ein sogenanntes „ProPaga-nda stück" ckbzusasseu. Dem Unfug, Kunst-- institute mit unkünstlerischeu Mitteln für „Propaganda" zu ntißbrauchen, müßte endlich gestiert werden. Ein sauberer Kanrpf gegen die Prostiültion — wenn dabei die Bühne prostituiert wird! „Die kleine Stlaviu" ist eilt Machwerk, luit dem nrait ganz besonders scharf ins Gericht gehen muß, weil es sich überaus anmaßend gibt und Stil vortäufcht. Mit den Worten „Der Dichter spricht" beginnt der kitschige Prolog. Wir stellen derngegensiber nochrna^s seit: K e i u Dichter spricht während des ganzen Abends. Jeder Berständigere wird sogar an der heikelsten Stelle, der Verführung der Vierzehnjährigen durch den Wüstling, trotzdem doch die Vorgänge recht sehr ablenken, die zusamntengeflickte, schäbige. Literatursprache höchst peinlich empfinden. Hat übrigens der entrüstete Autor, dem wir guten Glaüben zubilligen, nicht bedacht, daß die erotischen Ereignungelr, die reichlich gebotenen Entblößungen beim Zuhörer a lt ch ihre Wirkung ausüben? Es nrag nicht wenige Leute geben, die entgegen den Juteutiönen des Autors das nußbranchte Theater höchst ,/augeregt" verlassen. Bedauerlich sind solche. Theaterskaudale nur, weil die darstellenden Künstler die ,Zeche zahlen. Den Krawällniachern sollte ein Propaga nda stück vovgeführt werden, ans dom sie erfahren, wieviel Mühe, Enttäuschung, Sorge, Aufregung der Beruf des Schauspielers mit sich bringt und wieviel Hingabe er fordert. Die Rolle des rnißbranchtcn Kindes spielt jetzt Hilde Wage ne r, die Kupplerin Konstanze Linden, die „Madame" Eharlotte F r ä e b r i ch und Nikolaus L o v r i c den sauberen ,/Herrn", Aus den Matem. Im B u r g i h e a t e r gelanot morgen, 7 Uhr abends, bei ou'gebvdenem Iabres- und Stammiitzadonnement (kein Kar-- terverkaus) Shakespeares Tragödie ,I u l t u s C ä i a r" zur Slufführnng. Es wirken mit die Danten Bieibtreu und Lewinsky, die Kerren Aslan, Arndt. Baumaortner, Benard, Blum, Dachler, Davegger, © Orient. Eidlik. Käufsermann. Köbling. Kuber, Matten', Mosr, Moecsa,. Müller, Emmerick und Georg Dei- .mers. Rub. Schmidts Schmöle, Scholl, Seydelmann, Slrsbinger. Stratzni, Wa^ra, Wiesner, Phi'ipp und Karl Zesko. — Iledernwrgen. 7 Ilhr abends, r ird dos Schauspiel ,A n n a K a r e« n i n a“ aulgeführt unter Mitwirkung der Damen D vrient, Aeinbvld. Franker, Kermanoiti, Kallina, Kaszvica, Lewinsky. Mell, Osten, Eckulz, Se'dler, Senders» Wilke und Witt, der Kerren Baumgartner. Benard, Blum. Devrient. Eid>itz, Keller. Köbl'ng, Müller, Moser. Moncm. Pranger. Emmerich Reimers. Rub. Scbmidß Schmäle, Seydelmann. Strebmger, Wawra, Wiesner. Karl und Philipp Jeska. Im Akademie theater wird morgen, V*8 Xlbi* abends, „Quality Street“ (Im stillen Götzchen) von I. M. Barrie mit den Damen Aknay, Burg. Glossy. Aiayen. Mayer, Mell. Murhammer und Seidler. den Kerren Keller, Kuder, Kramer. Pranger und Romberg gegeben- Im Carl-Theater findel Dienstag ein Eltfemble- Gasispie! des Raimund-Theaters statt. Es gelangt das Schauspiel ..Der Schatten" von Dari» Nicodemi zur einmaligen Auf ühntna. In der Katip rolle gastiert Tilla Durieux. An den folgenden Tagen wild die Operette „Die Bajaderc“ gegeben. §m De uischen Volkstheater spielt morgen Tilla Durieux - die Anna Elias in Gerhart Kauptmanns Drama »Gabriel Schillings Fluch t". — Das Lustspiel „ r, ch ö n e F r a u e n" von Etienne Rey, in der In zenierung Max Reinhardts wurde für Dienstag, Donnerstag und. Samstag auf den Spielplan gesetzt. Im Raimund-Theater gelangt Dienstag dos Schauspiel von Rolf Lauckner „C h r i st a die Tante" in ivlgendsr Be »hung zur Erstaustührung: Dr. Kugo Georgy — Willy Schm eder: Frau Ann r Agaiye — Alice Kelsey: Walter, beider Sohn — Wolf K. Kerstcn: Christa Kartmann — Lilly Karoly: Charloti.' — Marie Gulmann: Clärchen — Berla Kammer: Gerda — Gusti Liedermann; .Muschi — Emmy Kern : Manechen — Grete Wihmarm: Näherin — Eugenie Werner: Porlierssrau. — Rwa Fässer: Jüngling — Kermonn Wall: Sprecher — Richard Duschinsky. DwIn-zenierung lecket Dr. Rudolf Beer. — Keule, st,3 Uhr nachlmllags, wird im Rahmen der Wiener Kammeroper „R i g o l e t t o" von Verdi gegeben. — Tilla Durieux spielt nur mehr an fünf Abenden die Verla in NicodemiS ,S ch a i t e n", da sie bereits am 10. Dezeuiber ihren vertraglichen Verpflichtungen in Berlin nachkommcn mutz. Im Theater an der W i e n ist das 2tepertoire für den Lehar-Zyklus wie jolol seslgestellt: Keute. 3 Ilhr nachmiltagr, i e l u st i - e W i r w e" mit BrUy Fischer mW Kubert Marischka; heute und morgen abends „Zigeunerl i e b e'- mit Luise Kartoutch und Maria Ferra: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag „Wo di s L er che j i n g i" nur Luise Kailouscd und Kubert Marisrbka: üreitag .Fras qu'i ta" mit Betiy Fische und Kubert Marischka; Samstag „D e r Graf von Luxemburg" mit Betty Fischer, Luise Kar. tonsch und Kubert Morr chka. . 3m Johann S t r a u h - T h e a t e r findet Freitag die fünfzigste Aufsüzrung der Operette „ä)er Vetter aus Dingsda" statt. . . Im Theater in d e r Joses st a d t spielt Ida Roland nur noch an v>er Abenden in „T h e r e s e A a q u i vr von Emile Zola. Dienslag Fert'.etzuug des Slrindberg-Zyklutz e t p e n sl e r s o n a t e- und „Mutterliebe". In der N e ü e n' W i e n e r Bühne seht Frau Werbeckrir am 2. Tezember ihr Gaslfpiel in Armin Friedmanns Lustspiel „Frau L o h e n g r i n" wieder fort. Der Vorverkauf beginnt morgen an den beiden Tageskassen. Vastspiel „Der blaue Vogel" in den Kammerspielen. Das russüch-deulsche Theater ^Der b laue Vogel" wurde von Direktor Siegfried Geyer für ein kurzes Wiener Gastspiel verpflichtet. Die Premiere des „Blauen Vogel" findtt am 1. Dezember m den K a m m e r t p i e l e n statt. Darulsisch-deuische Theater kommt mit seinem gesamten Perlonal un. er Führung des Direktors I. 3 u s h n t t nach Wien u»b br.ngt auch die berühmten Ausflottungen des „Blauen Vogel" mit. Der Vorv-rkauf beginnt morgen an den beiden Tageskassen der Kgmmexjprele. Prager Ausstellung Viktor Tischler. Dieser Tage vmvde im Prager Kunstverein (Nudvlfimmr) eine Ausstellung von Graphiken und Handzeichmmgen des bekannten Wiener Malers Viktor Tisch l c r vom Hageubund eröffnet, die lebhaftem Interesse beaeauet und viel Arterken'nnng sürdel.

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