Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1363 (26.11.1922)
- Date
- 1922-11-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1363 Wie», Sonntag_ , KunsterMgn'isse uwd Inschriften aller Art sind von der Wissen schüft mit tzrößteun Erfolg verwertet Wochen, totou-tsamer sind «ft noch die versch-ivdencn Hnnidschrifleirfunde, lve-lchc, int Gegensatz zn anderen' Lartitoru, der trockene Boden Aegyptens durch, i die Jahrtausottto intakt erhält, nwd mit deren Hilfe die Forschung ein lebendiges Bild der verschiedenen Kulturen entwers-en konnte, die sichauf diesem Boden abgel-öst halben, von der altägyptischen, griechisch-römischen bis zur persischen und arabischen. 2lnch die Ersorschung des Judentums ist bei dieser Lage der Dinge nicht leer ausgegrugen und die Beziehungen der Inden zn Aegypten, welche seit der Patriarchenzeit mmuterbrochen bis m die Gegenivart wichen, hat rnwncher kostbare Fund aufgehellt, wie die Korrespondenz der Pharaonen mit den palästinensischen Fürsten aus der vorisraelitischen Zeit, die verschictouen Inschriften, welche den Aufenchalt der Juden in Kanaan vor der Ervbertntg Palästinas bezogen, die Papyri aus der Genizah von .Kairo, die der verstorbene Professor Schechter aufgedeckt hat, und die Funde von Elephantme, welche ein frisches Bild aus tont Leben in der jüdischest MMtärkolonie darbieton, die sich zu Esras Zeit«n"im Lande befand. Einer der verdienstvollsten Erforscher des alten Aegypten, der englische Gelehrte Flinders Petrie, hat im 'heurigen Jahre neue Schätze zur Erforschung der Geschichte tor Juden in Aegypten zutage gefördert, über welche er in enter jüngst erschieltvneu Schrift,>,The Status of the Jews in Egypt", berichtet. Aus. dein Von Flinders Petrie dargebotenen Material erficht utatt wieder, wie oft der kleinste Fund tont Forscher ge- ' nügeu kaim, »tut eine ganze geschichtliche Epoche zrt erhellen. So hat er ein Täfelchen gefttnton, tos eine ägyptische Fantilie dein: Göriesdieuste zeigt und ans der Zeit stammt, to die Inden in Aegypten als Sklaven dienten. Das Täfelchen bringt am Rande die Nauten tor Diener der FamAie und an -erster Stelle jetves, welcher das Täflein geschnitten hat, mit Namen Jechonaam. Aus diefeinr rein hebräischen Namen geht hevvor, das; der Künstler ein Jude war, und seine Anwesenheit in Fajjum als Schreiber .'bÄveist, daß es manchem unter ton Jttden infolge semer tofontoreu Kotmtttlisse oder Fertigkeiten gel-mtg, sich vott denn hari-e.it Joch tos Frotrdieitstes zn befreiett und in einer <mtoren Position und'Gegend zu 'bsbvn — die Tafel stammt aus Fajjum — als seine zur Zwangsarbeit bei großen Bauten verhaltenen Brüder. Wie tor gelehrte Misch':: Professor Umberto Cässittto in einer interessantst Studie über diesen Gegenstand in dem italienischen „Israel" >bemertt, scheint dieser Jehonaaut, wenttglotch er sich keine Skrupel pachte, die B-ilder tor ägyptischen Werke zu reprodu-MM, mr Herzen ton Glauben cm ton Gott seiner VÄ« towcchrt zn haben, dessen Name ton ersten DeL femeS -eigene ddaimAts bildet, an dem er auch in tor ägyptischen Welt, in deren Mitte er lebte, sofchM. Dies gibt dem Ausspruch tos Midrasch, welcher unter ton Verdiensten tor anf-ifott Israeliten, .die sie tor Besrenmg würdig, machten, auch ie-n-es auszählt, daß sie nicht ihren Nanven geändert halben, das Heißt, daß sie nicht ägyptische Mmoen mtgenvmnren 'haben, -vüvm durchaus newon Sinn, obgleich sich dieser Ausspruch aus die in tor Bibel angeführten Namen der Auswanderer ans Aegypten stützt. Atts dem Namen dieses antiken Jehonaam läßt sich, wie E a s s n t o ausfuhrt, noch eine andere Beobachtung - ableiten. Wenn die Lösung dieser Namensform richtig ist, so gibt sie einen direkten und einleuchtenden Beweis, daß das hebräische Tetragrant des Gottesnantens (welches wir im ersteit Teil , tos Namens Jehotmanr vorsmton) schon den Israeliten m Aegypwn bekannt war, lvas eine Widerlegung der ' vielfach ausgestellten Behcntptnng moderner Forscher tväre, welche die An« sichl vertreten, daß dieser Gottes name erst nach dem AusMg aus Aegypten toi den Kettiten von Midjän angenonmren worden sei. Eine ztveite Entdeckung von Flinders Petrie ist eine lange aramäische Inschrift aus dem fünften Jahrhulttort vor tor heutigen Zeitrechnung, deren Text noch nicht seststcht. Ein anderer Fund sind vier Papyr-ussvagmanto - in heibrä-isch, welche in die Zeit des römischett Kaisers Septimius Severus totieri werden und die als der ä l t e st e, bisher be k'a nute!r c b r ä i s ch e M a n u s k r i p t e n f n n d bezeichnet werden. Unter anderem enthält dieser Fund eine religiöse Poesie, welche ein Forscher als eine Elegie auf die Zerstörung des Tempels von Jerusalem erklärt, während sic nach Cassuto eine Hynure für das Schewuoth-Fest sein soll. Jedenfalls kommt diesem Funde eine große Bedeutung für die Geschichte der hebräischen Liturgie zu. ... Dar Museum jüdischer Altertümer in Frankfurt a. M. In der „Frankfurter Zeitung" leseit wir: Noch vor fünfundzwanzig Jahren konnte die Existenz ftidischer Altertümer eigenen Charakters ernsthaft bestritten werden. Man kannte sie nicht. Es ist das Verdienst Heinrich Franberg.ers, des 1919 verstorbenen Direktors des Düsseldorfer Kunstgewerbenlnseums, darin Wandel geschafferr ä» haben. . Er gründete mit Charles Hall garten die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdenkmüler und sammelte in Reproduktionen und, soweit es die beschränkten Mittel der Gesellschaft gestatteten, auch iit Originalen Denkmäler des jüdischen Kultus der vergangenen Jahrhunderke. Wichtige Partien dieses Mnscnmsmatc-rials wurden in reich iltnstrierten „Mitteilungen" und „Notizblättern" der Ge-- wilschaft veröffentlicht. Das Museum, auf das man von Anfang aic hmarbcitete, konnte Jahrzehnte lang nicht erslchen, weil sich keine Räume dafür fanden. Jetzt ist es dedi rmermüdlichen.. Eifer tos gegenwärtigen Präsidentett der '-Gesellschaft, Julius G o l d s ch m r d t, unter Mitarbeit Julius H e y m a n s und mit Unterstützt tilg der Frankfurter. jüdischett Gemeinde und des Hlcuses Rothschild gelungen, ihm eilte würdige. Stätte zu bereiten. Es ist das ehemalige? Geschäftshaus der Firma M. N. v. Rothschild, und Söhne, Wiener Morgenzeftung. 26. November 1922 DE-/- « w f «. . . | als Handwerker arbeiten lnußien. ohne ihre Familie er- XlfiSOIlderB liKkaSIOHl zu können. Ich besuchte die konfessionelle Volksm Orient-Teppiche, Teppiche aller Art Möbel Decken. Vorhänge. Baumrooll- und Leinenroaren,. Beleuchtungsgegenstände daß ich EPPICHHAUS schule und itxir gleichzeitig unter Leitung des Oberkantors Epstein beinr Tempelchor beschäftigt. Meine Sttmme fand so großen Beifall, daß man allgemein tneinen Eltern riet, mich nach Brünn zur gesanglichen Ausbildtrng zu sendeu. So ftlhr ich mit meinen Eltern im Jahre 1868, als noch keine Bahn von Protznitz nach Brünn führte, hu Postwagen die lange Strecke von 8 Uhr rnorgens bis 6 Uhr abends. Der Chordirigent der Brunner Synagoge, Lyon, fand meine Stimme so kräftig und geschmeidig, zunr Sopransolisten des Chores sofort erwählt die bellg5gsgen5lsnae QlELtiAUS tvurde. Anläßlich der hohen Feiertage besuchte rühmte Kanmrer- und Hofopernsäugerin Karoline Bettelh e i m - G o m p e r z, die Gattin des reichen - Fabrikanten und Handelskammerpräsidenten Julius Ritter v. Gontperz, den Tempel. Mein Gesang entzückte sie derart, daß I --- , i* J> TelefonN9 sie mich \üx den nächsten Tag zu sich in ihr Palais auf Großen Platz -inlud. Wer beschreibt das Glück meiner - —:-— -—-:- Eltern, die inzwischen, nachdem Proßnitz mit Brünn durch die Bahn verbunden war, in die mährische Hauptstadt übersiedelt waren. Frau v. Gonrperz empfing mich sehr gütig, erkundigte sich nach meinen näheren Lebensumständen, beschenkte mki, erbaut nach dem letzten großen Brande der ehemaligetc Judertgasse (im Jahre 1796). Das stattliche Gebäude, in dem das Bankhaus bis zu seinem Erlöschen im Jahre 1901 seinen Sitz hatte, ist als Geschenk an die israelitische Gemeinde übergegangen, die ton ganzen ersten Stock dem. Museum überlassetc hat. Dessen einen Teil, bilden die Privatkotüore der ehemaligen Inhaber des. Bankhauses, die in ihrer alten Einrichtung erhalten bleiben und mit zahlreichen lverwolletr Bildnissen aus dem Besitz der Familie Rothschild geschmückt sind. Der andere Teil ist als Schausammlnng des eigenttichetc Museums eütgcrichtet. Was hier an Altertümern des Kultus in Synagoge und Haus vereinigt ist, zeigt, jetzt schon eine große Mannigfaltigkeit -und^ enthält zahlrkiche Einzelstiicke von hervorragendent historischen und künstlcrischett Werte. Attßer dett Gegenständen, die der Gesellschaft gehören, dem Besitz der israelitischen Gemeinde und einer Reihe von Leihgaben aus Privatbesitz sind als ständige Leihgaben auch die zahlreichen - jüdischen Altertümer des Städtischen Historischen Muserims überlassen worden. Der Direktor dieses Musemns, Pr. B. Mülle r, hatdie Einrichtung der -neuen Santmlung besorgt und auch weiterhin deren fachmännische Leitung übernommen. Boir Synagvgeit- 'Eiurichtungsstückcn sind außer dem schlichten und doch charakteristischen Almemor vom Ende des 18. Jahrhunderts aus Leimen uich emeiy urächtizen bronzenetr Ehanukaletrchter wes 17. Jahrhunderts vor allem eine Reihe schön gestickter Thoravorhänge zrt ertväbnen. Unter den häuslichen Kult-Altertümenr fallen besonders ins Auge der 'mächtige Bibelfoliant mit silbergetriebenen Teckeln und die köstliche Serie jüdischer Brautriug-e aus der Santmlung Louis Koch. Die jüdischett Miniatnrhandschristen sind'u. a. glänzend vertreten durch die Jad .Hachasaka des Maintonidcs (15. Jahrhrmdert) arts denr Besitz, der Frau Herntann Cramer. Manche Gruppen häuslichen Kultgeräts sind bereits' in ansehnlichen Typenreihen vorhanden. Auch an historischen Urkunden, wie Kaiserprivilegien, fehlt es nicht. Zn tor besonders reichhaltigen Sammlung von Zeichnungen und Reproduktionen alter Kultbauten usw.'. aus der nur-Einzelnes wechselnd ausgestellt werden soll, tritt eine FachMlliothek für Studim- 5wecke ergänzend hinzu. ßnnnerrrngen eines Wischen Handwerkers. Bott Heinz Hermann.' G Nachdruck, verboten. Vorbemerkung der Redaktion: Ein schlichter jüdischer Mann überbrachte uns dieses Manuskript, das er in jüngster Zeit, am Abend eines nicht rtttbewegten Lebens, niederschrieb. Von Blatt zu Blatt wuchs unser Interesse. Lebensvoll, wahr, iit ihrer einfachen Diktion packend, sind 'die.. Erinnerungen abgesaßt. Lehrreich sind diese Meuroireu aus den Wandersahren eims jungen mahrischm Juden, die Per- ' 'sonen, tonen der künstlerisch veranlagte. Hand-/ "lverker begegnet, sind mit frischen Augett gesehen, und er weiß die Zeit, in. der die bunten Begebenheiten vor sich gehen, vortrefflich zu schildern. Wir hoffen^ daß diese Lebensgcschichte, deren» ersten. Abschnitt wir itt freien Fortsetzungen veröftentkichen, unsere Leser fesseln und belehren- . wird. - ' ft .. . . Erste Station:. Ärün»r. Handwerk hat eineu' goldenen Boden. Bei der ettto lichett Emanzipation der Juden in den fünfziger Jahren des vorigen J-ahrhunderts wurde dies alte Sprichwort aus den Wiener Kreisen, die den jüdischen Handwerkervereiu schufen, in die ganze Monarchie-getragen"und auch zunt Leitstern meiner-Elter»-bei Erziehung ihrer Knrder. Sie hätten-zivar aus ihrer- -eigenen- LebenSerfahrmtgsehen können, lvie lvenig stichhaltig dautals dieses Wort Ivar. Mein Vater ivar ein fttrchtbar armer Teufel, ein Barchentiveber in Proßnitz, wo ich am 21. Marz 1858 geboren wurde. Sein- Vater hingegen war Bamnwolltvarensttbrtkaui, ließ aber alle Söhne ganz' ha-ndwerksmyßigdie Weberei erlernen, damit sic dereinst " die, Fabrik übernehmen könnten. Als sie aus der Lehre zurückkehrten, fanden llw das -väterliche Vermögen durch Schicld des ältesten Schwiegersohnes verschlungen, so daß sie Tag -und Nacht Voifl | lüppitniiaiis u\\mM Bis 21. HOV. | Wien, 1. Köllnerhafgasse 3 3 Dez. ÜBillige ÜfrtschaftKwocheü sofort nrit drei Dukateri rmd eröffnete mir ihre -Absicht-- ntich in Wien ausbiltott ztl lassen. Als ich ihr bei aller; Sitft zum Sängerberuf die schlirnme Lage meiner Eliertt ausemandersetzte, die mich und meinen Bruder zwang, Kosttage bei freinderr Leuten ztr nehmen, reihte sie ntich sofort in die Reihe der zwölf Studenteit ein, die täglich in ihrem Palais die Kost erhielten. So waren nreine Eltern mit ihren sechs Kindern wenigstens dieser einen Sorge entledigt. Ich besuchte in Brünn" vorläufig die Realschule. Professor Manuschek ioar mein Klassenvorstmrd. Freihandzeichnen und Geographie waren Uteine Lieblingsgegenstände. Als Zeichner hatte ich . einen schönen Erfolg. Beinr Rossitzer Mahnhof sah ich einmal unseren Wohnungsnachbarn, Frarrz Kretschmer, den Sohn cittcs pensionierten Offiziers, einen Berufsillustraror, für ritte illustrierte Zeiümg den dortigen Platz abkorrterseietr. Ich bedeutete ihnr, daß ich das ebenfalls könne, was er von einem zwölfjährigen Knaben nicht glauben wollte, ituto versprach mir einen Gulden, wenn ich Wort hielte. Aach eMer Woche hatte ich die Zeichnung vollendet, die. mir nicht nur den versprochenen Gulden eintmg, sondern bei Kretschmer und in der Realschule, in der sie öffentlich ansgestellt wurde, allgemeinen Beifall erregte. . Nebstbei widmete ich rmch aber immer reger-dem. Gesang. Unter Direktion des Kapellnwisters und Chor- Meisters Otto Kitzler trat* ich auch öffentlich in den Konzertetr des Brimner Musik-, und Gesangvereins ans. Mein Ideal war und blieb aber, Kantor zu werden. Ins besondere, weil mir ObertanLor Schwarz, der mir alle Aufmerksamkeit widmete und mich oft unt Taschettgeld de schetlkLe, ein in Brünn außerordentlich beliebter Mann, als Vorbild vorschwe.bte. Ebenso sein Dirigent Daui-l Lyon. Ich wollte, so wie sie, mein. Talent ausschließlich tonn Gottesdienst widrnen. So kam das JÄhr 1872 heran, in-denr ich meine edle Gönnerin, Fran Gonrperz-Bettelheinr, in ihrcut Wiener Palais, Ecke Maxrmilianstraße und Kärntnerring, ans suchen sollte. Meine Mutter begleitete mich zu meiner Wohltäterin. Wie bestürzt war sie aber, als der Kammerdiener, der uns öffnete, öe zurückwies und auf ein ander mal vertröstete, nur der Brürmer Knabe sei bestellt. II. Im Salon der Frau Gomperz. Meine Mittler gab mir trotz ihrer Betrübnis ptm Segen" einen Krtß und bestellte mich zrr ihren Verwandten, Brüll, ins Kaffeehaus, den Eltern des heutigert Advokaten Dr, Brirll-Neuda., Im Salon der Frau Gonrpei'z saßen der damalige Hofoperndirektor Johann Herb eck und der damalige Korrfer-vator-iunlsdirMor Josef H e l l m e s b e r g e r. die die edle Frau offenbar wegen des armen Knaben zu mit bemüht hatte. Die Herren musterten urich kritisch, mit der Frage,' ob ich Opernsänger werden wolle. Ich zwelselte kleinlaut,' ob ich dazu die Eignung hätte, ich habe bisher nur hebräisch und einige Pagenrollen mrs Opertt studiert. „Nurt, singen Sie hebräisch," ließ sich Hellmesberger v:r nehmen. „Einmal in der Zei-t darf man -auch Mnm'cü singen hören.". Fran Gomperz begleitete ntich selbst am Klavier;u>:r hebräischen Gesang. Beide Herren waren entzückt über nt eine Siinrme und forderten urich auf, nmt etwas aus.einer Oper zu fingen. Ich wählte die Partie der Ine; aus der Afrikanerin; Herbcck begleitete mich selbst. Herbeik ries de - trübt: Was sagen Sie 31t dieser großartigen ©tinniie: Uuit'o er ein Mädchen, ich würde ihn sofort für die Oper engagieren; was fang ich aber mit einem vierzehnjährigen Buden an, der ja bald mutiert. Fratr Gomperz redete denr Direktor zu, mich bis dahin zu beschäftigen. Während des Stimrnwechsels könne ich ja Musik lernen und mich für die Opevu sängerlausbahn vorbereiten. Beide Herren schrieben mir sofort auf ihren Bisitkarten Ansnahmsbefehle — Herbeck an Professor Feistenberger, Hellntesberger an Professor Weiß — sowohl für die Elevenschule der Hofoper als auch für das Konservatorium. Inzwischen erwartete mich nreine Mutter voll Utigc duld bei BrüllS, Cafetier im 1. Bezirk, Wachtlgaffe 3. Ich wies-ihr begeistert meine Empfehlungskarten vor. Atts bildung!" rief meine Mutter. „Und wer wird für deine Verpfclgttng sorget:? So lieb es mir wäre, wenn du statt Handwerker Künstlex würdest, du mußt Mt für dich selbst