Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1360 (23.11.1922)
- Date
- 1922-11-23
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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feefte S Men, DynnerZiag SFTcttcc Moi'genzeNrrng. 23 November E »8M» Nr. tm Mi Bon Dr. Jakob Mertel. WaS wird Kit unserem diesjährigen Budget sein? Einige Monat« sind-bereits verflossen, sti!>dem die zionistische Jahreskonferenz die Reduktion des Palästina-BudOts beschlossen hat. Dieser Beschluß hat die größte Beunruhigung in manche« zionistischen- Kreisen erweckt; zahlreiche. ZioMsten..haben diesen Konstrertzbeschluß recht scharf krll^ktL'.Mlch''^lgter-^RaDi^ zivvung des Mandats bedeutet diese'RediMon dtzs Budgets eine Enttäuschung. Durch dir Mandatsratisizierung eröffnen sich ner« Pers-sktrvDU und neue MöglichÄten für die Verstärkung der kulttrrellon und ökonomischen Positionen der Juden in Paläst'ma. Im KtsikmMrchlMg mit 8»tef«fc neuen MWÄchert, brn Wiederaufbau Palästinas zu beschleunigen, das wesentliche und produktive Wemerrt.tm Lande, zu veMößern, hatte.man gehofft, daß das diesjährige Budget das vorjährige übersteigen werde. Groß Mar deshalb die Enttäuschung, als di« Konferenz statt einer Erhöhung des Budgets ems ReduzittungdeWben um die Hälfte beschloß. Man hat darin ein Zeichen deS NredLrganges erblickt und, obwohl Unsere Vorschläge nur «omweller Art smh — aktuell ist nur der Ausgabenaber nicht der E-inmchineuetat —, bedeutet diese Reduktion tatsächlich eine Enttäuschoürg der Erwartungen rund Hoffnungen ans das Voll. " ' Der 1-2. Kongreß hatte ein Budget von ander chaD Millionen Pfund beschlossen, weil er glarckte, daß daS Mische feott die richtige Antwort erteilen, die höchste Anstvenguug machen weche, um Äe «SttM» Mittel zu beschaftön. L^ibrrist dbsse'Erwartung nicht in Erfüllung gegangen, so daß dve J<rhvsskonstrenz in Anbetracht der Tatsachen «neu gwßenTsii des regulären Budgets xmn Opfer bringe« mußte. Dieser. RHckgürrg wird schon ersichtlich, wenn rmm den Unterschied zwischen den Zahlen des Palästina-Birdgets für das Jahr 56W und dem dresljahrigen vergleicht. Zur das vorige Jahr batte der Kongreß dvtMrgt: Fü»: landwirtschaftliche K-olouisativ« 2361)00 Pfund, dieses Jahr nicht mehr als 110,000 Pfund, für Einwanderung und Arbeit voriges Jahr 140.000 Pfund, dieses Jahr bloß 75.000 Pfund, füt Schulwesen voriges Jahr 120.000 Pfund, , dieses Jahr 50.000 Pfund; für Gesundheitswesen wurden dieses Jahr nur ' 48.000 Pfurch bewillig! nfw. Das Endresultat ifo daß, während das vorjährige reguläre Palästina-Budget 656.000 Psturd betragen hat, das diesjährige nur 485.000 Pfund auÄnacht öder richtiger rr^r 370.500 Pfund, weil 114L0V Pfmrd ÄS Defizit des vorigen Jahres vom diesjähvigeu Budget geLeckt werden muffest- Ohne momentan auf das EßeMdenDichr PÄchtMa-BudgÄ, das mir dernstmgen 'Teil, dermit JMMtiönen in vtztschiederren Unternehmungen zu tun hat, Änzlchchen, fehenwir doch klar und dsutlich, daß das peguläre Pälästitta-BttbgStauf Kosten der wichtigsten Arbeite» m Palästina beschnitten worden ist.' Män hat einen großen TeÄ des sLdischen E r j i e H st NgL--' Wesens m Palästina geopfert, ebenso «WstHrotzO,Wl'„VH. Hadässah-Tätigkeit, die für Re Gesundheit der BÄAkerung.absolut nvtweUdig ist. Kriltnrelbe mW andere nützliche Institutionen» die als Hauptgrümdlatzen des WedevausbäueS zu gelten hoben, werden leiden, schwer leiden, infolge dieser Budgetvebuktion. Dies bedeutet einen' NiebekKmg. Es ist mn schwacher Trr^t, daß dieser Rückgang nicht m dem RückHLng der . SamnUungen m Vergleiche zu früheren Jahren begründet ist. D« Sammlungen selbst weist» ksrNeit Rückschritt auf, aber/ wen» man die nationalen Bsdürfnisie in Betracht, Zvcht, die dringlichen Ärbeiteu, die in der nächsten Zukunft in Palästina durchgeführi werden müssen, darf man die Tatsache nicht aus dem Auge verlieren, daß die Reduktion des regulären Palästina- Budgets «me Er-niedrigung, eine Enttäuschung 'bedeutet bezug-, lich der Erwartungen, daß das Mische BvK gchövig auf den dringlichen Ruf Migieren und sine den Bedürfnissen »»gepaßte. Opferwilligkeit bekunden werde. . Die JahveAoüfersnz Mußte mit' derwücklichen Lage rech- «sn. In Anbetracht , der vorjährigen' Erfahriingen' konnte sie Lein höheres Budget beick-iiepen Äiw war' gezwungen, war ein« umrvMal« Subden^—' / ' «onLire Palästma-Avbsi4 ftstzrr-- jfetzen. Es fragt sich aber, wir wird das Mische 'Volk aus bas diesjährige Budget reagiere», und welche»Antwort wird es aus das zweite, das außerordentliche Budget, «rteKen, laut welchem mindestens L00D00 Psstnd -beschafft werde« müssen fuc dir Erweiterung der bereits bestehenden Jmtttutiouen und stür neue Investitionen uich Mrternehmüngen. Die 485.000 Mund des diesjährigen regulären Palästina-Budgets sind eben mrir für die bereits erwählten Zwecke nötig. Erst nachdem dieses minimale Budget seine Deckung erfahren haben wird, wird man auch für die Zukunft zu sorgen beginne» können.. Üand- Säufe durch Abführung von 20 Pwzent der Sammbvnge» an de« Nationalfonds, Kredite für Häuferbau, kommerzielle Kvedite, individuelle Kredite, Kredite für die Kolonien und Jrrigationsarbeiten find Dinge, die nicht Lange Watten Mnen. falls wir'Wollen, daß Palästina das Mische Heim wird. Was werden die Juden tun, was werden die Ziomsten tun, damit der Vorjährige N-iederglMg dies Jahr -in «men nationalen Aufstieg verwandelt werde? Es gibt nur rin Mittel—erhöhte Sammlungen DaS reduzierte Palästina-Budget wird auf dem -nächsten Kongieß wiÄer verdoppelt werden können, wenn die Ker«« Hajessod-Sä-mMlungen des lawfenden -Jahres em BieLsaches «* geben werden. Alle Unternehmungen, die dringend nottvendig find für den Wloderaufbau Palästinas, lönnen vis zmn 19. Kongreß vorbereitet und entwickelt loevbw, 'falls das jüdische BÄk m Laufe dieses Jahres die Mittel dazu auMMen wird. Erhöhte Sammlungen, das ist die Losung des Htzigm Jahres'. Auf die Frage, was wird mtt dom' Msjährtgen Budget fein, Mt es nur eine Antwort: Lchöhte Sammlungsn für' den Keren Hajefsöd. Es wär M Schlag für unsere Sache, daß das Budget gekürzt werde» «Me, es liegt aber in der Macht der Juden, belonHers in der der Zionisten^ dies« Lage im laufenden: Jahre Der- Finanzausschuß -und derWenfer Äusschüß M- Na° ttotmlvateS sind gestern/ uachdem fast Endlose PartÄkon-ferenM Äle Dlreit-punkte aus aAre^hnÄxrre' Fornvel»' whatzisrt hh'tten, schließlich abends mrtlchreN Beratungen über das GMer..E-a-- nirrimgswerk zu Ende gekommen. Die Mehchsits- . Parteien haben..dsm^Verlmtgen..der Opposition in zahlreichen Punkten nachgötzsbenj mW so ließen sich d-re Spziäl!- d e mA! ra 4c« auch dann in vielen mehr prmztpMllen als matMieüen Fragen st i Ä.^MatchM hÄen sie.M rncht ungünstig abgeschi7itten urch vieles erreicht, was vornehmlich, d \ e E i n na h'«r Kqu'e lle n-d«r Stadt, D-^e-st vor äiner Minderung dlrrch die BesM-eruntz -des' Bunbes bewahrl. Aber uuch, in prinzipdeller Beziehung vermochte« sie äs .durch- '§ustM, daß di« ZS'l.lg'efetzgebüng durch däS'Par- .lam^nt- und. nicht durch den erwei-trrten K<rbmettsvat.«.u sge«ht wird, und.daß schließlich von einer W iederein- -^.-üj^QüM'g.-der Ge-tr-eideZölle kaum mehr ernstlich die.R edefein kan«. Der 'Finanz- und' Budgelar-sschutz hatte gestwrt nur noch über eine Reihe zurückgesttllter Punkte desWi-ederaufbaug-esetzes und. des SaniärÄngS« And Rckformfirog r <un m 5 abPlstimMen. Diese betvafsn vor allemdie Warenumsatzsteuer. Wohl ist die PhafsMstouevüng vorgeschen, «ach -der Ermüchkigmdg, die die Regismng Än Gesetze .erhalt, kann jedoch auch «ine Zusammeuziehung von Phase», vorg^ nommen tverden, so daß di« Scheuer praktisch wur bei einer Händ zur Ei «Hebung, gelangen wird. Vom Erivag .echäl-t jede Gemeinde, die an der Einhslurng oder BeraulagwvZ mitwirkt, 15 P r ö ze rr -t, vmt der erhöhte« WarenMNsatzst-Ater 40 PrvMt. Die Länder bekomme« im Jahve 3923 30 Prozent, mr Jtchre 1W4 tt) Pwzvrt der GesaUrtstsuererttages nach Abzug drr GsmeindsanteiLe. Die Gemeinde Wien erM als Ersatz für die LuMstvarenoSgabe deren Ertrag für September 1922 um fünf SiBentel verrnchrt i« .Goldkwwen, mH außerdem Len. Ertvagsanchrrl als seLbständrgeS Brmdesl^ud ans der WarsmunsaWEr. - . . Art Zolltarif von 1st06 AeM brß -Mr Evlasfung vines nowsn, Zvlltarqgesttz^s i« Kraft. Die basteHenOen Gesetze über dk FrnLnzzöll-L löir^ nen jÄvch derart.geÄdevt-/werde«, daß.pe «umr Gesamtzu ätchern. ZÄrch echchhte Äktwstat, durch große« OpseMill-igkvit^duLch vätbftHaM SapWuMu wird die. Lage M»ä BWrnng -erfahren.'Es M Zä^ine' SchcktÄiej dützdw' ndtÄnaw-Be--' wegung gevÄe rvach ^rhrem jetzigen Empörst gezwungen sein sollte, Budgets zu kürzm und Arbeiten aufzugebsn, die Grurwlagen des Palästtna-Medevaufbaues sind. -Ern und «m e!« Mittel Mt eS dagegen:- Erhöhte Mch mtenfivvve Sounnlnugen für den 5de«n Hajesiod! rote Amee. Dtt innere Zusammenbruch des russischen Bolschewismus findet seinen Ausdruck nicht nur im Wirtschaftsleben, welches unter Preisgabe aller kdmmunistische« Wndsätze vo» den Führern, in die alte» kapitalistischen Geleise zurückgeführt wird, sondern auch im msiitarischm GeMßbe^ In SowMußland ist, der, alte Militarismus wieder da. Im „Temps" schildert der Moskauer militärische ÄörresporLent des Blattes, 'Heuri Roll in, feine Evfahtüttgen im heutigen Rützland. Die Sowjetarmee' ist keine'halbövMüsiem Band;, wie vielfach geglaubt wird. Die tot; Armee hat die gleiche Entwicklung genommen' wie alle andttem' Ihr Stand ist nach Schätzungen Sachverständiger auf 850.000 herabgesetzt worden. Der Ober- LomruanhaUt Trötzly bemüht sich unablässig und mit sichtlichem Erfolge, den russischen Truppen mMarischeL Gepräge'zu verleihen. Im allgemeinen weist der Soldat gute HalttMg auf, ist gut genahM' und gekleidet. Die Kasernen sind sauber. Die Disziplin ist^fo weit getrieben, daß sie selbst deM französischen Offizier sörmalistrsch, übertrieben und brutal erscheint. Man kann in Begleitung eines russischen Offiziers nicht einige Meter übers Uebungsfeld gehen, ohne daß ein Korporalein Sergeant oder meder-rr Offizier aufspringt, aus sechs. Schritte Front macht, stramm salutiert und meldet, das nichts zu melden ist. Wenn «in Offizier mit einem Höheren spricht, ftrht er stramm und beglLitet jeden Satz mit einem Gruß .und einem Zusammenschlagen der Absätze. Im Gespräch mutz der Untergeber stramm stehen, die Hand am Mützenschild, das Gesicht regungslos. Der Ton des Vorgesetzten ist barsch. Er mutz fremde Kommunisten, die dem Antimilitarismus noch als PartejgruMatz betrachten, mit Staunen und : Entrüstung erfüllen. Äe Eharge-Äbzeicheu und miUtärl-! schm Dekorationen sind wieder eingeführt, ebenso die \ Fahnenwache. Die Fahye mutz gegrützt werden. Trotzky! selW, der wohl früher die Verehrung eines Tuchsetzens an einer Stange verachtet hat, ließ es sich angelegen sein, den FahneNgÄttz?. 'Wber^ estWühM« Die Regimentsjahre sert rag von 80 Millionen Gokdrrvnen ergeben. Innerhalb ckneS Jahves ist dieser Mödg cms ' i00 Millio»en Go!blrone ir zu fteigemt. Diie - So» zialisierungsk o m m issi o » wird Zwar auf g e l < s s. « n» ihr Bureau bleibt aber M?laifsichtsbchövde"für die me'mwirischaft'lickM und ge-mischtwirtschaftt-ichon Änstal-ten best eh« n und wird dem Bundeskamzlevami oder vm«m audeven Mmistevmm ongegbiödert Moden. Die WerbuügeN.fÜt! das Dundeshe.er bleiben durch die SanieMvgsgefetzr unberührt. Ti-e adtn inislrative Zusammenlegung der Post-, Telegrap h eu- und Tele Phon- Verwaltung sollevst zu eineen geeigneten Zeitpunkte geschehen. Irr Httrkmrft werden die Bundesairtzestestten die Ein! ommeusteat er», .die Pensions- .u i\ ■& Krankenkassenbeitrage' eil s eigenen M iiteln. zu bezahlen haben. Die Generalvollmacht. Nach der B'eondigung der Be-ratEmge« des Fmanza.uckschusses versanMtel.tr sich der Genfer AnLschrtß zur ond,yilkigtzn Beschlußfassung über das BurldcSt'eosasstlingsgesttz, das der Regievung die auHewridentÜchen .BollMachten gemäß dern Geusrr Protokoll Rr. 3 gebeü soll. Die Mändemntgeu an diesem Gesetze waren vorher im Kompromißwrge veveinbavt wordom Sie betresst«: Die Zahl der vom Nationalrat in den außeiEM»^ lichen Kcchinettsrat zu olttfendonden Staaisrate wurde von 25aus 36 erhöht. Stoatsräte können ft»lr Mitglieder deS NationairateS oder Mmchesrates werden. -Dcl-ließlich wurde auch uM die ursprünglich m Aussicht gemmmtette Vertraulich! e it - der BerhLndlAngeu des außerordentlichen Kabinettsrates aufgehoben. DanM waren Än großen und ptp die Fordemmgen der SoMVdolNökvtteu erfüllt und auch biefes Äesetz wurde znrn Beschluß erhoben. , Akorge« h^ümi' bevetts im Rattvnalrat die zweit« Lesung der SanierungSg« setze. Für die Annahme des Generalenlmchtigu-ngsgefetzes ist allerdings sind IM!- drittelmehrheit erforderlich. Da die SozialdMokraten ünm durch die Wlehuung des Gesetzes das ganze Genfer Scm>EN^s-> tverk werden gefährden wollen, so P damÄ zu veckMn, daß fie sich mit einerrr iheoretischsn Protest begnüge«, aber sM-eßM der Abstimmung enthalten werden. fahrt«« sind wohl rot, aber derartig mit Goldstickereien und Inschriften rMHHdeM W von der - Mpolütionssarbe wenig mehr zu sehen ist.. . Der Geist dieser Armee ist durchaus national. Man - hat es aufgegeben, den unifornnerten Bauern für Ä«! Weltrevolutisn zu begeistern. Man drillt ihm ein, daß ble: heilige russische Erde bedroht ist, und das wirkst Für den? Schutz Rußlands und die Wiedergewinnung seiner alten . Machtstellung ist er zu haben. Sv kann man wahrnehmen, daß die Schlappe, tMche Vre rote Armee-im Kampfe gegen Polen erlitten hat, »och unvergessen ist. Sie hat du Eigenliebe der rusiischen Soldaten zu arg verletzt. . Der innere Wert der Arinee entspricht nicht dem relativ günstigen Aeutzeren. Das Kriegsmaterial und die . Ausbildung der Kommandanten lassen viel zu wünsche« übrig. Die Mgüststtge finanzielle Lage her Mgierung erlaubt keine größeren Aüslagen und das militärische Unterrichlswesen ist unentwickelt. Wohl wurden viele Offizieredes alten Regimes, unbeschadet ihrer Gesinnung, wieder eingestellt, ja, die Sowjetorgane entfalten im Aüsümde uni-rv! den geflüchteten zaristischen Generalen eine Agitation Kr. die Rückkehr, wohl werden Vre Intelligenzler unter Anbote günstiger Bedingungen anfgefordert, sich dem Studium der? mllitiarischen. Wissenschaften zu widmen. Aber düs alles reicht augenblicklich "nicht aus, um die großen Lücken zu Men. Der Geist der Armee ist, militärisch gesprochen, ein guter und kampfberiiter.'In ihrer Technik ist sie aber den modernen militärischen Organisationen der Westmächte absolut nicht gewachsen. ' ' Re ÄMeKi Prag, W. November, s, Im Lauft der Budgetdebatte erklärte der Legionar-Äbgeördnete David, daß die offizielle Legionärs-Organisation auf der Wirshlngtoner Deklaration beharre, worin es heißt, daß die nationalen Minderheiten die gleichen Rechte genieße!: sollen. Die Legionär« seien sich der Bedeuiurtg der a k t l v e n M i t a r b ei t der D e u tschen für den Staat bewuhtzund sie werden die.natürlichen Bedingungen für das kulturelle Leben und die Entwicklung dieser Minderheit nicht verMigern. ' Abgeordneter Windirsch (Bmid der deuflchen Kändwirt«) forderte die Einschränkung der umfangreichen unproduktiven Ausgaben, insbesondere derjenigen f ü r d' i e A r m e e. Der tschechische Natiönaldeütokrat Spavek regte di« Schaffung eines französisch-englischen Tagblaftes ln Prag an. Der deutsche Sozialdemokrat Jockel .beschäftigte sich mit dem Voranschlag für die nationale Verteidigung und weift daraus hin, daß das Dienstregleinent ausdrücklich festste^.', daß die politische,. die relittiösc und die nationale Gesinnung des Soldaten nicht o n g e i a st e t werden dürft. In der Präzis verhalte eS .sich jedoch Mders,