Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1359 (22.11.1922)
- Date
- 1922-11-22
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 - Seite 6 Wien, Miiiwvck ' fiber in «rner sehr spannenden noch ungeklärten Stellung abgebrochen. Derzeitiger 6i«nö: Tatakvwer öys (K.). ©rßnfclb, Rubinjiem 5, Wolf 4V* (L.). Aliechin 4 (L.), Syie'mE Sämisch 3, Re>i 3*/« (K.). Vnkvvics 2'/s, Larrasch, Bogoljnbow :2 lH.) König l (L.). tahaco o '55.), Kindch 0. Die aus An'aß der Zlbhaltung des Wiener Schuch kosoresteS! fm Meslspalqs! veranstaltete Schachausstellung ist dereitr eröffnet worden. Die in gefälligster Weste in den Turniersäien ausgestellten Objekte b'eten Proben erlesensten Wiener Kunstfieißes und Seichmacks. Besonders eine bistvrstche Per'önlichkeiten aus dem de-.ilsch-fran'.öfstchen üri-ge darstellend-Schach- -arnitur in vollendet künstlerischer Ausarbeiking zieht die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich. * Klub der jüdischnationale» Vlaudatare der Leopoldstadt. Tie Kluhmitgliedcr treffen sich allwöchentlich Samstag abends im Cafe Neichshof, 2. Bez., Praterstraße 64, das neu adaptiert lvurde. Alle Freunde und Gesinmmgsgeuossen sind willkommen. * Rumänischer Staatsbeitrag fiir ein jüdisches Sol* datendenkmat. Aus Bukarest wiruns berichtet: Der Arbeits- und Wohlfahrtminister Ma r s e s c u überwies der Judengemeinde von Jassy fiir das auf dem dortigen alten Friedhof zu errichtende Denkmal fiir gefallene jüdische Soldaten einen Staatsbeitrag von 60.000 Lei. In Jasiy bat diese Entschließung der Regierung einen sehr günstigen Eindruck gemacht, weil gerade in Jasiy antisemitische 'Hetzer,' die öffenbar vom Auslande her unterstützt werden, eine fthr beunruhigendeWühlarbeit betreiben. * LLdidches Jugerr-aml. Keule, Vs? Uör abends, findet i» Zionistischn Bureau, II., Taberstratze 2Öa, eine Sitzung der Jugendkommtssivn statt. Tagesordnung: Makkadärifeier, Parteitag. Pünktliches Erscheinen wird erdeten. * Eintragung ins Goldene Nnch. Die Zionistische Cekiion für die Beznke Vl/VIl! hat einstellig beschlossen, die Mitglieder Robert Kien, Arch. Fritz .si ruh. Moses L i s s i o n s k n und Ing. Leo Schön in das Goldene Buch des jüdischen Nationalfonds einzutragen. * ,*Ser Lämmer" verboten. Die in Leipzig von dem bekannlen Rosse-Antisemuen T'. Fritsch berausgegebme deutschvölkische Zeitschrift .Kammer* -st bis zum 15. Jänner, gemäß dem Gesetze zum Schutze der Republik, verboten worden. Preisabbau in Srrr Wiener Kaffeehaus«eu. Die Korrespondenz Lerzva Melder: Ln einer Reihe Wiener Kafseryauser ist mil Rücksicht aus den reilDSisen Abbau der Warenpreise und Herabsetzung der LuxusstEr eine Ermäßigung der Preise ringetreten, die per Konsumtion durchschnitiitH 200 K. belräül. Große Arbeiterdemonstration in Wiener-Neustadt. Aus Wiener-Neustadt, Ist d., wird uns gemeldet: Heute fand hier an: Harchiplrtze eine große Arbeiterdemonstration statt, zu welcher drei Extrazüge aus Temritz, demm Triestingtale und ber Badener Gegend große Masten von Arbeitern herbeisührten. Tausende von Arbeitern defilierten in militärischen Formationen, jedoch unbewaffnet, bei dichtem Schneegestöber vor der am Hauptplatze sichenden sozialdemokratischen Gemeindesraktion und den aus Wien erschienenen Dr. Bauer, Dr. Deutsch und' Landeshauptmann Christoph und zogen daitn vor dem Rathause auf. Vom Balkon des Rathauses eröffnete Ländtagsabgeordneier Bürgermeister Ofenb i? rk die Versammlung, welche eine Heerschau' über die Arbeiter-Bataillone und ein Protest gegen die Umtriebe der Reaktion, die Herausforderung der steirischen Heimwehren, das Diktat der. Agrarier und gegen die Bersllavnng Oesterreichs sein sollte. Die Masten, welche über eine halbe Stunde aufmarschiert waren, zogen nach Schchlutz der Versammlung. in Ruhe und Ordnung teils zum Bahnhof, teils ins Arbeüterheim. * Paßgebührenfieiheit für Pogromgeschädigte in Rußland. Das russische Volkskommissariat für auswärtige Angelegen-' Leiten teilte der jüdischen Abteilung des Nationalitätenkommissariars mit, daß die Bestrebungen, die Pogromgeschädigten von den Gebi'chren für ausländische Pässe zu befielen, in positivem Sinne entschieden worden ist. (I. C.B.) * Rückkehr von Holland-Kindern. Der nächste Rücktransport von .Mindern aus Holland trifft diesen Freitag um 7 Uhr 40 Min. vormittags im Westbahnhof ein. Die Ausgabe des Gepäckes und der mitgebrachten Lebensmittel erfolgt gegen Vorrveisung der Kinder-Erkennnngskarte, des MeldezettÄs, eines Dokumentes oder amtlich beglaubigter Legitimation am Samstag und Montag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und von 2 bis 4 Uhr im Glashause des Augartenpalais. *• Störung der öffentlichen Ruhe. In rnehvcreu Bersammllungen von Arbeitslosen der letzten Woche war auch 'der Lojähvige Franz Josef Badstuber, ein mehrfach, darunter auch wegen Einbruchsdiebstahles und anderer aus gewinnsüchtiger Absicht begangenen Delikte bis zu zehn Monaten schweren Kerkers abgestraster, derzeit beschäftigungsloser Hilfsarbeiter, als Redner aufgetreten. Er Ijatte,. wie dre Korr. Wilhelm berichtet, wiederholt zur Ermordung von Mitgliedern der Regierung, zu Gewalttätigkeiten gegen andere Personen aufgereizt und die Zuhörer aufgesordert, an einer demnächst stattfindenden Massendemonstration der Arbeitslosen mit Hack e n und Messern bewaffnet und mit znm Hängen geeigneten Stricken ausgerüstet, teilzunchmen. Badstüber wurde am Montag verhaftet und dem Landesgericht emgeliefert. * Tödlich veeungkSekl. Der Aerwaliungsrat der österreichischen Daimler-Merke in Wien. R u z i e s k a» erlitt gestern mittags aus der Rückfahrt von Graz nach Wien in der Nähe von Grolroe'n einen tödlichen Autounseil. Der Wagen kam infolge Glatteises ins Schleudern und überfchlug sich . zweimal, wodurch Ruzicska eme Kopfverletzung erlitt, die den Jofoitigen Tod zur Folge hatte. Der Chauffeur erlitt stichle Verletzungen. * Amtlicher Wetterbericht. Mitteleuropa halle gestern mittags bei mäßigen norduestlichsn Winden ziemlich heitcres Wetter. Nur :n Innsbruck und Klagmfurt Hot sich die Wolkendecke noch geholten. tteber dem Rvrdmer rückt kalt« Luft von Grönland gegen Südvsten vor. Voraussage: Zunächst noch ziem l'ch heirer, Morgensrost, mäßige Winde, allgemeiner WeUercharaktec stark veränderlich. . Vereine, BorttSge »nd Bersammlangeu. Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Leute, 7 Ahr abends, im Saale der jüdifch-n Gemeindebibliotbek, ll., Ferdinandsstraße 23. 1. Siock, Bvrtraa des Lerrn Dr. Z. F. Finkclslein über An—skis -Dybuk". (Lintritt fre'. Gaste willkommen. — i o n i st t f ch e Sektion L andslraße. Leule ischgrsellschast rm Csfc Jlwn. wm Lktoepgasje. — ZiLuijt 1. Wiener MripgenzeitunF. Roland-Bühne (Freie Jfid, Volksbühne) Enseinb!e-GastspieTder WILNAER TRUPPE Heute Mittwoch den 22. November 1922, 7 Ul»r abends Tag und Nacht Tiagödie in 3 Akten von Scb-Ansla. i ck e Bezirkrfektion Levpoldstadt. Morgen. '/»8 Ilhr abends. II.. Zirkusgosse 33, dringende Ausfii-ußsihung. anschließend Ergönzun-twahl zum Parteitag. — P a l S st i n a- Sektion zionistisch erLandelrhvchschüler. Ordentliche P'evarversammlunyt heute, 7 Uhr abends, jm Keim der Dereinioung. — Zionistische Frauenoraanisation für diewestlichen Bezirke. Donnerstag den 23. d.. im V?reinshe-m. V!.. Amerlingsiraße lS. Vortragsadend mit anschließender Elternberatung. Referent Prof. Dr. Wilhelm Stein: Thema: »Die Srziehuna unserer Äugend.' Säfte willkommen. — Akademische Sektion K t t a ck d u t h. Leute, 7 Ahr abends, H.. Taborstraße 20». Aussvrache über die Ziele der Seklwn und das Programm der Litachduih. Referent: Dr. CH. Tottakower. Urania. Leute. Uhr (Großer Saal)': Schülervortrag: 'D'e Nibrlungeniage. Ein Ausflug m das Waldvieriel. 5 Uhr Großer Saal) Der Kampf mit dem Berge. I. In Sturm ^und Eis. Vs6 Uhr Kleiner Saal): Direktor Karl L iedle i t n e r: Deutsche Volkslieder für daheim und die weite Welt, VI. '/,6 UK: (KursswU): Doz-nt Dr. Felix Re sch: Physiologir und Lygiene der KrnÜkrung und des Stoff. Wechsels. U. Uhr (Klubfoal): Lermine N e u d a: Sonatenform und' ihre Bedeutung in den Werken großer Meister, v. */;,8 Uhr (Großer Saa!): Der Wiener Walzer. Uhr (Kleiner ' Saal): Obstlt. a. D. Ludiig Lotzheimer: Tokentanj. Dichtung in Aadierunaen. Vz8 Uhr (Kursfaal): Prof. Dr. Alfred K o e r b e l: Erziehung und Unterricht auf psychologischer Grundlage, II. Vs8 Uhr (Klubsaal): Liederabend Franz Steinül. _ Ernährung. Die LebensWittelmSrkte. Di>e Markt-beschickung war gestern auf allen Gebieten völlig äusreichend, >der Marktbesuch etwas lebhafter. Sehr schöner üalienffcher K«rfil>l, der auf dem Nafchmarkt seAgeboten wurde, fand viele Abnchmer. Eier sind genügend cmgeüotcn, werten aber toeni-g gekauft. Butter wird twtz des unverändert hohen Preises sehr gesucht. Die Großmarkthaüe verfugte über das übliche große Anqebvt aller Fleischsorten. Die Nachfrage war zwmkrch «ge. Prejsändernngen sind nicht zu verzeichnen. Ans dem Fifchmarkt werden nur Seefische begehrt, während die teueren Flußfische' größtenteils unbeachtet -leibe«, Bühne und Kunst. An—sti°Feier der Wiluaer rmptze. Anläßlich deS dritten TodeAageS Än—sKS vevoostattvbe die Wilnaer Truppe m der Rolandbühne eine würdige und eindrucksvolle Feier zur Erinnerung an ihre« Dichter, dem dieses Eiffenrble so viel zu danken hat. Es gelangte zunächst der erste «ttd zweite M von An— Ms „Tag und Nacht^, fern« der Mittelakt seines. „Dybuk" zur Äuffühvrmg, bekanntlich Meisterleiftungen der Wilnaer, von allen mitwirkenden Künstlern in Erinnerung an den teuren Toten mit herrlicher Hingabe gespielt, noch wirksamer als an srüheren Abenden. Dann enthüllte der Vorhang ein wunderschönes, ergvei-- femdeS BM>, das für den Äw^tgeschmack und dm Geist der ,Mlna«r^ charMemstrsch tvar. In der Mitte, von reichem,^ frischem Grün umgeben, das überlebensgroße Porträt AnskiS, von WÄhslm Wachtel gezeichnet und den „Mllnaern" gewidmet. Zu beiden Seite« von An—skis Bildnis standen die Geschöpfe seiner Phantasie, die Augen an fein adeliges Haupt mit dem weißen, reichen Haar geheftet, Lea und ihre Großmntter, der Meschulach, der zervütttte Zaddik (aus „Dag und Nacht"), sein ,/M^f^aS Bstteüveib (Leas Vision aus dem „Dybuk"), das wir so erschütternd tanzen sahen, nmd alle die anderen Gestalten aus Au—skis Mchtungen, die wir biebe«, fett dem wir mit ihnen durch die „Wilnaer" vertrauck geworden sind. Direktor M. Mazo trat vor und würdigt« in einer form- Vollendeteil' Rede An-ski, >den Dichter und Forscher, und erzählte sem' Leben, daS ihn nach .Jahrzehnten der Entfremdung ins JudeMm zurückführte. DaS Puvlttnm horte di« Ansprache stehend an. SaWel der Büllser. Freitag de« 24. d. findet um 7 Uhr abends die Ersbauffühmng des Dramas in fünf Bildern von L. Kob r i« „Der DorfSjing",statt. Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Zuspätkommende finden ausnahmslos erst muh dem evsivn M Einlaß. . Ae Sentscharier gegen Schnitzler. In Tepliitz und Tun». Wie uns aus Teplitz berichtet wird, haben die „deutscharischen" Vereine von Teplitz und Turn ihre sittliche Entrüstung über die Schnitzler-Vorlesungen in Form einer Entschließung niedergelegt, als deren Zweck in deutschböhmsicher Sprache bezeichnet wird, ,^egen die durch geschäftsmäßige Unternehmer in ununterbrochener Folge zur Aufführung, beziehungsweise Vorlesung gebrachten Erzeugnisie der Schundliteratur Stellung zu nehmen " Natürlich billigt die Entschließung, den Radvan der zur Vorlesung entsandten Jugend und erklärt es als eine „Verhöhnung deutschen Empfindens, wenn Schnitzler in der Oeffentlichkert als g r ö ß t e r d e u tfcher Dichter Süddeutschlands hingestellt und gefeiert wird und seine Werte als deutsche Kunst verherrlicht tverden. Es ist unser Wunsch und Witte, daß sich unser deutsches Kultur- und Äsi^eLLeLen in Zuümft vou iebem Volks fvemdeu Ein- L2. ^iovember 1022 Nr. 1339 fluß freimacht und sich lediglich nach deutschem Empfinden gee staltet. Die unerhört freche Beschimpfung „arisch^ Schweine", die ans der Mitte der jüdischen Teilnehmer gefallen ist, wird unsere deutsch-arische Bevölkerung noch entsprechend zu beantworten wißen." Unterzeichnet ist dies^Entschließnng von deutschnationalen, christlichsozialen und katholisch-konfessionellen Erotikern beiderlei Geschlechtes und von den Teplitzer Pfadfindern, Marke „Edelweiß". Aus den Theatern. Burgtßeater: Mvrgm die Komödie „Der A r o m S ch e i d e w e a e" von Bernard Shaw, deiittch von Sieo-, fiied Trebillch. Es wirken mit die Damen Glosiy. Mede'sky und W'lke. die Lenen Daneaaer. Eidlitz. Luder. Maser, Pa il^n.l P^nger, Schmidt, Schmöle, Lugo Thimig und Treßür. Anfang! A k a d e m i e t k e a t e r: Morgen »Der B i b l i th ena r" von <A. v. Moser mit den Damen Aknoy. Lewinsky,! Mell und Serdler, den Leeren Arndt, Ba»maarl>ier, Blum, Lra«! wer. Müller. G«org Reimers. Emmerich Reimers. Rub, Lans^ Thimig. Philipp und Karl Zeska. Anfang l/,8 Ilhr- Bolksover: Leute «Mignon" mit Frau Besalla in der Titelrolle. Diripenl: Leo Krau«. Moraen J8 o t i 5 © o« d u,n v xou mit Giorgio de Lanskoy (Coftanzi-Tbsater in Rom) m der Titelrolle. DeutichesVolksth eater: Samstag „S ch S n e Frauen" von Rey. inszeniert von Reiichardl. Die weibliche!' Louptrollen liegen in den Länden der Damen Slrinsieck. Busch, Dolckmar und Lochwalü; die männlichen spielen wie im Redou» lensaal-Thealer Lermann Tkim g und Louis"Rainer. Roimund-Tdeater: Leute Gerhart Lanptmanns> „D i e W e b e r". Beginn '/»8 Ahr. Jüdische dramatische Kurse in Warschau. Dieser Tage wurden^ in Warschau die von der Gesellschaft Jüdische künstlerische Buhne gegründeten Kurse zur Ausbildung jüdischer dvamcvtischer Künstler eröffnet. Das Programm der Kurse ist sehr reichhaltig und umfaßt sowohl die praktische künstlerische Ausbildung, als auch die Geschichte und die Wissenschaft des Theaters. _ Serichtssaal. Raubmord an einer Lehreria. Die zweitägige Verhandlung gegen den Wehrmann Franz Werdas ch wegen menchlerischvn Raubmordes wurde gestern nachmittags um HM 3 Uhr zu Ende geführt. Der Angeklagte hat die Tat gestanden, machte jedoch Sinesverwirrung im Augenblick der Tat geltend. Jm Verlaufe der VerhaMung konstatierte der Vorsitzende, daß Franz Wevbasch am 13. März 1922 aus der Wehrmacht entlasten worden sei. Die Geschwortuen erkannten den Angeklagten einstinnnig des Raubmorde? schuldig und der Gerichtshof tzemViMie ihn zu sechs zeh r» Jahre« schweren Kerkers. Loliswitt Stempelte Krone — AllszahlMg Me« -- Ln Zürich notierte die öfterreichstchs Kronr . . . 0.0)73 die vfterr. gestempelte Krone. 0.0076 die tschechische Krone .... 16.75 die Mark. 0.08VS Agram .. 2.10 Bukarest ......... 3.48 Sofia .. 3.90 Budapest . .v.. . . 0.221/, Warscha«. . . . ^. . . . 9.0S'/z -.0075 kenümes. -.0673 Centimes. (0.0073 (0.0075 (17.20 ( 9.07»/« <2.15 ( 3.45 i 3.85 (0.22«/. (0.03»/s am 20. am 20 am 20 am 20 am 20 am 20. am 20. am 20. mn 20. Rov.) Rov.) Nov.) Nov.)' Nov.l Nov.) Nov.) Nov.) Nov.l ReSlisedertschecho-flo«McheK8?senMdirWe. Bon «nserem Brünner L—. S—.-Mitarbeiter. Die Geschäftslage der tschechischen Eisenindttstris ist, was den Inlandsabsatz anbelangt, noch immer ungünstig. Da die Investitionen, die fcei allen Produktionszweige« in den Jahren 1919 und 1920 zu bedeutenden Betriebsvergrößerungen geführt haben, nach und nach aufhhörten. ist 'der Inlandsbedarf auf ein Mindestrnaß znsanunengegeschmolzen und die Absatzstockung bestehen geblieben. Dazu komM» daß der Ausbau einer Berwirtschastlichung der Betriebe, der «us die Erhöhung der Produktion hingezielt hätte, bei den meisten Industrien nicht vorgenommen wurde. Außerdem wird von seiten der Industrie der Regierung mit größtem Mißtrauen begegnei, da eine toeiiere .^onensloftp:- rung nicht ausgeschlosten erscheint, zumal sich gewiste Kreise im Sta<dte an der aufstrebenden Tendenz derselben noch immer nicht befriedigt haben. Ms Zeichen dafirr kann die Verordnuno gegen die sonst ganz natürliche fttmUethune gelten. Im Zusammenhang mit der Hochtoertigkeit der Krvm wurden die Eisenpreise ab 1. d. neuerdings bedeutend herabgesetzt. Auf dom Schrot markt notieren Drehspäne mit 20 bis 26 tschech. K. (frühher 40 bis 50 tschech. K.), Blechpakete mit 80 bis 95 tschech. K. (früher 80 bis 90 tschech. K.),i Parketierschrot mit 40 bis 46 tschech. K. (früher 87 bis 105 tschech. K.) und Kernschrot mit 38 bis 43 tschech. K. (fiührr 100 bis 11o tschech. K.) pro 100 Kilogramm. Wie verlautet, \oli\ noch im Laufe dieses Monats eine weitere Ermäßigung dieser! Sorten Platz greifen. Auch die R o h eise. r. preise sind anst der ganzen Linie gefallen. So kostet Gießereiroheisen ab Witko-^ Witz nunmehr 88 tschech. K. pro. 100 Kilogramm gegen früher^ 158 tschech. K. Für Walzeisensorten (Stab-, Beton-, Träger^ und U-Eisen) werden ab Hütte 155 tschech. K., im Großhandels bis 196 tschech. K. (früher 255 tschech. K.) verlangt. Blechen sind die Preise gleichfalls reduziert worden. So! kosten Grobbleche (8 bis 6 Millimeter) 190 tschech. K. (früher! 240 tschech. &1, Mittel blecke (1 bis 3 Millimeter) 210 tschech-!