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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-19 · Heft 1356 (19.11.1922) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1356 (19.11.1922)
Date
1922-11-19
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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~ —-—~ - - - - , l'V v" '#«> rf-"IT Wien,. Sonntag Wiener Morgetizeitung. (Seite 12 >-.—- Exportprämien füc tschecho-flowakische Kohle. Die von <5er tschecho-flowakischvn lliegievunkl erngchoberre Ausfuhrabgabe für die nach Oesterreich a-us.qefirhrte Kohle wurde auf Grund der im Jänner, d. I. zwischen den Vertretern des tschechoslowakischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten und den Vertretern des österreichischen Dundesministeriums für Handel nnd Gewerbe. Industrie und Bauten in Prag gepflogenen Verhandlung für den Monat Dezember 1922 mit'20 Prozent der in Kraft sichenden Abgabesätze festgesetzt. Einfuhrverbot für Papier ln Jugoslawien. Wie die Wiener Handelskammer von verläßlicher Seite erfährt, verweigert das Devisenkomitee in Agram bis entf weiteres jede Einfuhrbewilligung fiir fast sämtliche Papiersorlen zum Schutze der dortigen* Industrie und wegen der überhaupt angeordneten Einschränkung der Einfuhr. Die Versorgung Oesterreichs mit Erdölerzeugnisien hängt entgegen den sonstigen Verhältnissen, wo die Monarchie über mehr als 800,000 Tonnen Rohöl im Inland produzierte, nunm-chr so gut wie vollkommen von ausländischer Belieferung ab. Die imevef:ernten?ragen der hiesür in Betracht kommenden ProdukrionSgeL-iric, der Zufahrtswege sowie der Maßnahmen für e:ne zv-ectiräs-^gl- Vorratswirtschaft bespricht in der letzten Nummer des „Handelsmuseums" Josef Barnert. Die gleiche Kummer enthält u. a. einen Oviginalbericht über die bulgarische G-reideernte und -Ausfuhr, ferner Nachrichten über Handelsbeziehungen mit den russischen Randstaaten und über.die Organisation des russischen Außenhandels. Der Freihafen Saloniki. Wie aus Athen gemeldet wird, hat die griechische Kammer die mit Jugoslawien abgeschlossene Konvention betreffend die freie Zone im Hafen von Saloniki ratifiziert. Mitteilungen des Kreditoreuvereius von 1870. Jnsolvenz liste. Äas gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingelei-tet: Tschecho-Slowa-ei: Ewael Alexande-r, Kaufmann, Leva. Philipp Coburgsche Bergum Hüttenwerke A.-G., Tyrnau. Ctvrtnicek Ferdmand u^Co., Kcmflbute, Brürvu. Frankel Bernhard, Schuhhändler, Brunn. Hochwald Brüder, Großhandlung, Brünn. „Standards Bekleidmr-gsMdnstvie- und. Export G. m. b. H., BÄinn und Boskowitz. Lang Emilie, Kunstiblnmenhaüdlung, Neaüi-tschem. Kafka Robert, Galanterie- und Schnitt- Wcwerchandluing, Prag. Karger A., Inh. Seo Karger, Papter- und Pappenfabrik, Aloisthal und Rabenau. Rechnch Geza, Kansmcmn, Banska Bystrioa. Riemer Z., Kcmfrnann, Bartfeld. Schwarz 'Hani, Handelsfrau, Beregszasz. Müller Rudolf, Schnrttwavenhandlung, Boskowitz. Henys Anton, Zenrentfabrrk, Bränders a. d. E. Schwans Albert vorm. Aua. Hartmann, Kaufmann, Braunau i. B. Dvorskh; Julius, Schnittwarenhändler, Brünn. Rischawh Otto, Inh. Rudolf Bvuan, Kurzwavenhandler. Brünn. Spiegl Joses, gew. Tnchhändler, Brünn. Strnad Anna, vorm. Franz Aggernvann, Blaufävberei, Budrvois. Sramhcmser Johann, Schneider, Bwkovsko. Hostalek Eugen, Kaufmann, Bystritz a. H. Mnlac Josef, Handelsmann, Caslau. Knbicek Wenzeil, Hospächte-r, Chlum. Müller Adam, Kaufmann, Eger. Neubauer Max, Kaufmann. Eibonschütz. Axtmann G., Inh. Herm. Seinckovic, Papierhandlung, Freistadt. Springer F. u. I., Fulnek.' Wachnba Johann, Kaufmann, Fnlnek. Schilbach Life, Mv-distiu, GvaArtz. Bohemia, Elektriziiätsgssellschwft, Grottan. Zapletal Anna, Hostin b. Kvalup. Ernst Joses, Kaufmann. Hiohoweh. Peroutka Gmard, Handelsmann, Hiknrvoletz. Pfeifer Brüder, Leiwenweberei, Jibka. Schwamberger KcnÄ, Obsthändler, Kaade-n. Fei-Äers Emanuel Nachf. Hladck v. Wagner, Inh. Rudolf Hlodtt, Kaplit. ,Mena" G. m. b. H., Erzeugung urck> . Vertrieb von Massenartikeln, Karlsbad. Lichtvg Lipot, Kauftnaim, Kcvschan. Maiorovits Pvnkas, Kaufmann, Kaschau. PiÄ Zdöneck I., Drogist, Kachavorn bei Trvppan. Schwarz Wolf, Kaufmann, Krs Tapolczany. Hruska Emanuel, Kohlerchändter und Antowenkstätte, Klladno. Hiskur Matthias, Kolonialwarv^^ Komotau. Lokaj Josef,, SchnÄtwarenhändler, Kromau. Wünsch Karl, Kaufmann, Nebenan (Böhmen). Kohn Felix, Schuhhändler» Luvenec. Küvti- EmÄ, Tuchhandler, Lucenec. Sbennlicht S. n. Co., Lnenee. Stemrner Regina,. Fsinkosthandlung, Mähr.-Ostvau. Samala Ottokar, KauMmnn, Mähr.-Weitzkir^n. Dajdusek BMovia, Handelsftau, Mistek. Schwarz Isidor, Modewarenhänld-ler, Mu-nkacs. Suchanek Rudolf, Kaufmann, Neustadt a. M. Mcha A. K^ Genrischtivarenhändler,, NewMau. Krtzek Rnd., Duchhandler, . Olmütz. HUmann Ernst, chem. uud chem.-techn. Artikel, Offe-g. Raus Joses, Kaufmann, Otratitz b. Namieist a. O. Mer Martin, Riemer, Pffthan. Plova Müs, Kaufmann/ Pistvan. Kebhürt Marie, HMtdÄsfrau, Pisek. Älasko -Eduard, Kaufmann, Prag. Fischer EmÄ u. Co., Pvog,^7. KuEs Gottfried, Krüonialwcwmgroßhändler, Prag. Libi-s 'Wenzel, elaktrotechn. Artikel, Prag. „Regra". G. m. b. H. für MWampenrepara.ur. Prrg. Janr:ra Karl, Handelsmann, Pvag-KarolinVwthal. Hirsch Drktor, Holzhandlnna, Prag-Smichov. Spalek WenM Karl, Eisenwarenhandlüng, Prag-Weinbevge. Kohoatt 38ois, Handelsmann, Prag-Wrschowitz. FUpovska Anna Paulina, Schnittivarenhändlerm, Prelouc. Polasek Ludwig, Schicherzenger, Prerau. Lichtig I., Kaufmann, Presov, Kerament- Werke A. G., Pveßburg. ,/Kosmos , Dmckerei ^amneil NeufÄd u. Söhne, Preßbuvg. Dittvich Barlav, Handelsmann. Proßnitz. Dostalik I., Kaufmann, Raclawitz b. Olmütz. Pracner Jol-amn, Maschinenfabrik, Naudnitz, u. d. Verm. d. Gef. Marie Pvaener, Marie Samohrd, Anna Zvorina und Ing. Karl Jezek. Letvbner Anton,. Schreibmafchinenerzsugor, ReicheNbevg. Marefch Menzel, Tischler, Reichenberg. Mulley u. Co., Rimaszrmrbat. Salzer Samuel, Kaufmann, Rimaszombat. Breicha Leo, Architekt und Baunieister, Rokitzau. Hexner Josef, Kaufmann, Raizomberok. Göttler Emanuel, Schuhmacher, Saag. 'Keller Franz Josef, Realitätenvermittler, Tetschen a. d. E. Navraitil W. u. Franz, Kansleute, Tlumatschou. Meletzky Anton, Kaufmann, Troppan. Spell Gustav, Kaufmann, Tschech.-Teschen. Slovenska Bolkoimpuknak Spol., Tyrnau". Kratky Friedrich, > Damenschneider, Ungarisch-Hvadisch. Grünberger Samu, Kaufmann,^ Velky Sevlfus. Jckovic Hermannova, Handelsfrau, Vhlok. Weiß Max, Maektfierant, Wamberg. Bendel Elisabeth, Akodistm, Warnsdorf. Wagner Karl, Kaufmann, Wiesen'Ml a. N. Zollnmnn Samuel, Kaufingnu, Witkowitz. Kaunas Rudolf, Kaufmann, Witkowitz. Petters Franz, Agent, Wölmsdorf. Strolec Wladimir, Schlosser, Zabreh a. O. — Ungarn: Haimos n. Waktor. Kauflente, Elposvar. — Italien: Minco Antonio u. Frwtolli, Textilwaren, Palermo. De ^Konkurs wurde verhängt; Tschecho-Slowakei: Glashüttenwerke Knizek u. Co., G. m. b. H., Durn bei' Tcplitz. Lämpel Wolf, Schnhwaren- Händler, Oderlärg. Brana Franz. GÄttr^^^mgibunzlau. Slavik Karl u. Julie, RelalitätelNbesibeir, Kömggvätz'. Fitzgerald William, G. m. b. H.. Aussig. Steiner Joses,> Kaufmann, Neutra. Libochowitz Richard, Schnittnnd Kurztvarenhändler, Falkerran. Erzgsbirgische Spielwarenindustrie Alfred Novak, Graupen/ Müller Emil, Installateur. Haindorf. Se'ßdol Walter, .Kaufmann. Obertaunwald. Lindau Ludmilla, Weinhaus „zum Frosch", Olmütz. — Helios, Asiekuranzkompagnie, Köln. — Socvete Noudelle d'Jndustrie, Paris. — Mtiebolageit Ullindustrie, Wolltväscherei und Kämmerei, Norrköping. — Die gerichtliche Geschäftsaufsicht wurde aufgehoben: Ociterrvich: Back Madax, Großhandel, Wien, 1. Bez./ Nvutorgasse 11. Back.Alo'dar u. Co., Strick- und Wirfivawnerzougung, Wien, 6. Bez., Mollavdgasse 60. Teleph»nän-eru«g. Lniolge Automatisierung werden die bistzerigen Telepden-Nummern der Anglo-^'uftrian Bank Limited. Nied->rla?fung Wien, geändert < und laulen ab 20. d. für alte Abteilungen: 63-b-70 ürd 63-5-82 ^erie. Für den interurdanen Derkebr sind die Nummern 12003, 63-5-75, 63-5-74, 63-5-86 und 36-5-85 be^^immt. o Die Weltmarktpreise unterlagen im Wocherüaufe nur geringett Preisschwankungen. Die amerikanischen Verschiffungen sind rüfolge der.Streiks geringfügiger, prompte Verladungen werden gegenwättig kaum durchgeführt und nur Wschlüffe pro Dezember und Jänner getätigt. Die Tendenz sprach sich Wohl fest aus, doch waren infolge verschiedener Sicherstellungen kleinere Rückschläge nicht zu vermeiden. Erwähnt sei, daß die Nordländer alles Verfügbare glatt aufnehmen. Die deutschen Märkte stehen fortgesetzt unter dem Einflüße der Valutenschwankungen, die Preise setzten ihre steigende Bewegung fort. Die Emkaufstätigkeit der Budapester Mühlen bleibt sehr bescheiden, da der, Mehlabsatz und insbesondere der Mehlexport wenig befriedigenden Umfang zeigt. Für Kolbenmais war das Interesse, in den letzten Tagen freundlicher, dagegen lagen alle anderen Artikel ruhig. Der Wiener Markt verkehrte in ausgesprochener lustloser, matter Hallung. Hier fft nicht so sehr das überragende Angebot schuldtragend an den mißlichen Absatzverhaltniffen, als vielmehr die sich stetig verringernde .Kauflust, für welche nebst der andauernden Geldknappheit auch^ die poLtitische Unsicherheit als Grund angeführt werden muffen. Weizen war in heimischen und . teilweise auch in fremden Provenienzen besser offeriert, die gewährten Preisermäßigungen vermochten aber nicht die Kauflust zu heben. Relativ freundlicher liegt Roggen, der indes gleichfalls einen kleinen Preisabschlag erfuhr. Zufolge der festen Berichte aus den rumänischen Er^eugungsgebieten. liegt hier Mais behauptet und erzielt allerdings nur in promptester Ware unveränderte Preise. Das Gros der Versorgung wird mit rumänischen Mais gedeckt, vereinzelt werden auch Plata- oder Mixeb-Provenienzen herangezogvn, die ungefähr gleichpreisig erhältlich sind. Sehr flau bei starkem Angebot nnd gedrückten Preisen liegt Hafer, Abschlüsse erfolgen nur sporadisch, da man allseits speziell in diesem Artikel auf einen weiteren Preisabbau hofft. Hülsenfrüchte verzeichnen wenig Geschäft, sine Ausnahme bllden vielleicht Bobnen, die via Innsbruck für Auslanosrechnung gesucht werden. Die Preise zeigen eine leise Neigung nach abwärts. 19. November 1922 Nr. 13&6 Das Ger sieget chäft ließt sehr still und gelangten Konsmnkäuft nicht zu unserer Kenntnis. Feinste slowakische Gersten sind für England gesuchl, doch scheint es. daß -hinsichtlich,der Dveislage noch nicht eine Einigung erzielt würde, um Exporte dMchzusührm. Reis tendurt in Hantburg fester wie ist Men. Der Grund liegt :n reichen Offerten m italienischer Ware, die hier etwa zu 200 bis 2k 5 Lire äb Larvis erhältlich ist. Das Kavtoffelgeschäft ist ziemlich lebhaft, die Transporte wurden durch die günstige trockene Witterung gefördert, Äe Zuzüge sind,st groß, daß sich die Preise weiter verbilligt halben. Die- Zufuhren fir Rauhfutter genügen nicht der Deckung des vorhandenen Bedarfes, di«-Prelle sineerheblich gestiegeir und werden zur Versorgung nebst den hochqualitativen oberösterreichischen Movenienzra auch solche aus dem Burgenlande hevangezogen. Durch das Nachlassen dcr Frage Tschechiens für doppelgviffige und griffige Walzenmehle ist hier eine Derflauung zum Durchbruche gelangt, die nrchl zum Weichen zu bringen ist. zumal auch aus Amerika, aus Frankreich starke Offerte in Weizenmehlen vorliegen. Die amilichen Mehlnotierungen wurden zwar herabgasetzr, dies: Errnäß'pung genügt irtdeffen nicht, um die Marktlage richtig zu kennzeichnen, denn der Absatz .m. Weizenmehlen stockt beinahe gänzlich. Auch die Roggenmehlpreise Hatzen von ihrer Festigkeit etwas eingebüßt und die angeblich schon dorgenommene Erhöhung der Brotpreis« in Wien ist in dem gegenwärtigen Zesjpunkte recht unverständlich, Futtermehl und Kleie tendierm gleichfalls matt, bei nachgebende» Preisen. Es notieren vro Kitoa>amm ab Wim: Weizen mlä,-bischer 4ly^K., un ar>scher 5000 bis 5060 K., Roggen s0M bis 4100 Ä , Gerste inländische 3300 bis 3500 K, slowakische 1.85 bis 160 tschech. K. ob Marchcga, Futlergersie 2800 bis 2850 K., MmS rumänischer 3650 bis 355 > K. (7.20 bis 7.25 Lel), Hafer 295g, l»s 3050 K., Mohn 17.000 bis 18.« 00 K., upgari'ckrr 500 bis 520 ung. K-. tschecho-slowakiicher 8 bis 8.50 t chech. K., Erb en 8000 b s 9000 K.. Bahn n ungarische neu 140 bis 150 ung. K>, »umäni'.che 45' 0 bis 4600 K. (8 75 bis 9.25 Lei), Eibim neu 8.75 bis 9.50 Lei, Lin'en ungari'che 130 bis 140 ung. K., Reis Burma 5700 dis 5800 K., italienischer 200 bis 215 Lire ab Ta,v s. Heu pev rßt :600 bis 26 0 K., burgenländüches 2200 bis 2300 K, Stroh loie 1550 bis 1650 ,K., Bundstroh geprißl 1600 b s 1700.K (ab Etat vnen , WeizenglreS 7600 bis 7-00 K« We>z ' mehl Roller 72 0 bis :800 St., ungarisches ouffia 7150 b>s 7250 K. (220 ung. K.h doppelgriffig 7200 bis 7400 K. (225 n"a. K.j, Weizenbrotmehl la 5300 bls 6400 K., Roggenmebl Einser 5600 bis 5800 St., Roggenmebl lb*l9H 4500 bis 4900 K., Futt> rrnehl 2200 bis 2300 K., Weizen- oder Roggen» kiele 1700 b.s 1800 K. Sie Leviseuturfe. Zürich, 18. November. (Devisenkurse vor. 12 Ahr 10 Min. — Dritgeteilt von Ser Schweizerischen. Krediianftall.) Berlin 0.V7V« (0.< 81/,). Kvllond 212.50(218.75). Nrw-Vvrk 540 50 (543.75), Ponbon 24.22 (24.81), Paris 38.- (37.90), Mo'Iand 24.95 (25.30), Brüssel 33.50 (35.10), Kopenhagen 109.35 (110.-), Stockholm 145.25 (145.75), Christian« 89.50 (99.30), Madrid 82.75 (82.80), Bi'envs Aires 196.— (196.50), roo 17.25 (17.35). Budapest 0.22V, (0.22), Bukarest 3.50 (3.50), 9 gram 2.15 (2.16), Sofia 3.85 (3.87), Warschau 0.03'/, (0.03'/.), Wien Geld -.0073 (-.0073). Lesterr. gest. Kronen Geld -.0075 (—.0075). Der««» 18. November. (Devisenkurse.) Ami erdam 2743.12 (2593.50), Belgien 458.85 (486.9-), Christiania 1271.80 (1216.95), Kopenhagen 1411.45 (1326.70), Stockholm 1875.£0 (1766.60), Italienische 326.18 (3117i), London 31.171.87 (29.326.50), New-Vork 6982.50 (6608.43), Paris 498.75 (461.34), Schweiz 1294.25 (1226.92), Spanien 1067.32 (1012.46), Wien 9,27 (8.77), Prgg 223.44 (209.47), Budapest 2.84 (2.74), Sofia 51.12 (47.13), Belgrad 107.73 (99.75). Berlin. 18. November. (Notenkurfe.) Noten: Dollar 6998.45 (6658-0). Pfund 81.161.90 (29.426.25), Ltallenische 321.15 l308.20), Polnische (43.60), Tschechoslowakische 221.40 (197.50), Oeslerr. gestempelte 8L5 (8.05). Budapest» 18. November. (Kurse der Devisenzentrale.) Amsterdam 965.— bis 975.—. Bukarest 15.50 bis 16.80, Kopenhagen 600.— bis 510.—, Christiania 455.— bis 465.—, London H.1C0.— bis 11.300.—, Berlin 0.40 dis 0.50, Italien 113.— bis 118.—, Paris 166.— bis 172.—, Prag 77.— bis 81—, Stockholm 665.— bis 680.—, Zürich 450.— bis 465.—, Wien 0.033 bis 0.034, Sofia 18.— bis 19.—, Agram 9.— bis 9.40, Nerv-Zork 2475.— tts 2550.— Warschau 0.16 bis 0.17. Warschau» 18. November. Dollar 15.575.—, Wien 0.21.! (3. Fovtfetzung.) i Zosehh, der Träumer. Von I. Zangwill. „Was willst du, Joseph?" sagte Miriam. „Mt Wolfen kann man nicht streiten. Wir sind so wenige — wir muffen ihnen durch'List bekommen." „Doch wir Men uns fa für Zeugen Gottes aus, Miriam. Unser Glauibe besteht nur daraus, Gebete zu murmeln und frommen Mummenschanz zu treiben. Die chrfft-* lichen Apostel zogen verkündigend durch die Welt. Beffer ein kurzes Heldentum als diese lange Schmach." Er brach plötzlich in Tranen aus und sank erschöpft in einen Stuhl. Sofort war die Mutier an seiner Seite und beugte ihr tränerrftuchtes Antlitz zu ihm hinab. „Dem Himmel Dank! Dank!" sch'luchtzte sie. „Der Wahnsinn ist gewichen." Er gab kerne Antwort. Er hatte nicht die Kraft, noch mehr zu 'streiten. Ein langes, gespanntes Schweigen Herrschte. Jetzt fragte die Mutter: „Wo fandest -du denn N.wterkunst für die Nacht?" ,^Jm Palast Annibales de Fvcmchi." . Miriam stutzte. ,/Des Batevs der schonen Helena de Frcmchi?" fragte sie. „Demselben", sagte Joseph errötend. „Wie kamst du dazu, dort Schutz zu siriden, in eiirem so vonvehmen Hause, unter dem Dache eines Vertrauten des Papstes?" „Erzählte ich dir nicht, Mttter, wie ich beim letzten .fi'' ncval seiner Tochter mven kleinen Dienst erwies? Sie : ß maskiert unter die Menge airs den Korso gewagt i jc beinahe von den Büffeln niedergetrampelt, als MM dM. N-mnbchn Kotzm," „Nein, ich erinnere mich an nichts dergleichen", sagte Rahel den Kops schüttelnd. „Aber du erinnerst mich daran, wie diese Christen uns Wettrennen laffen wie Tiere." Er überhörte den Vorwurf, der darin lag. „Signor de Franchi hätte viel für mich getan", fuhr er fort. „Aber ich bät ihn nur, seine große Bibliothek benützen zu dürfen. Du weißt, wie schwer es für mich ist, daß die Christen uns Bücher verweigern. So saß ich manchen Tag dort und las, bis die Vespevglocke mich mahnte, ins Ghetto Iurückzukehren." ,/Ach! Nur um dich abwendig zu machm, tat er das." „Nein, Mutter, wir sprachen nicht über Religion." „Und am letzten Abend hetttest du dich zu sehr in dein Lösen vertieft?" warf Miriam dazwischen. ,^Fa, so war es, Mriam." „Doch, weshalb warnte dich Helena denn nicht?" Jetzt stutzte Joseph; dann aber erwiderte er einfach: ,Mrr lasen im Taffo. Sie hat große Begabung zum Lesen. Zuweilen las sie mir Stellen aus Plato und' Sophokles vor." ' „Und du, unser zukünftiger Rabbimr, du hörtest zu?" rief Rahel. Wort von Christentum kommt darin vor, Mutter, auch befriedigen die Griechen die Seele nicht. Weise sang Jehuda Halevi: Halte dich fern von der Weisheit der Griechen." ,-Saßest du bei der Messe neben ihr?" fragte Miriam. / Offenherzig blickte er sie an. . ging nicht hin", sagte er. Mriam machte eim plötzliche Bewegung nach der Tür. „Nun, da du m Sicherheit bist, Joseph, habe ich hier " nichts mehr zu tun. Gotte schütze dich." /, Heftig hob sich ihr Busen. Sie eilte hinaus. „Arme Miriam!" ferchte Rahel. „Sie ist ein liebes, zuverlässiges Mdchen; sie wird kernen Laut von deinen Lästemngm verraten." Joseph sprang auf, wie elektrisiert. ,Minen Laut veraten! Aber, Mutter, ich will es jqi von den Giebeln der Häuser in alle Welt rufen." „SM! Still!" hauchte seim Mutter, rasend vor Schreck, „Die Nachbarn könnten dich hören." „Das wünschte ich." ,^Jeden Augenblick kaim dem Vater kommen, uur zu sehen, ob du sicher zu Hause bist." „Ich will zu ihm gehen, seine Angst zu beruhigen." „Nein!" Sie hielt ihn am Mantel fest. „Ich lasse dich nicht fort. Schwöre mir, daß du ihn mit deinen Lästerungen verschonst, sonst könnte er dich auf der Stelle totschlagen." „Willst du, daß ich vor ihm lügen soll? Er muß erfahren, was ich dir erzählt habe." „Nein, nein, sage, du sefft ausgeschlossen gewesen und habest dich versteckt gehalten." „Wahrheit allein ist gwß, Mutter. Ich gehe, ihm Wahrhett zu bringen." Er entzog ihr sein Gewand und stürzte hinaus. Sie saß am Boden mch wiegte sich hin und her, gemartert von Seelenpem. Träge schleppten sich die Stunden dahin. Niemand kam,» weder Sohn noch Gatte. Schreckliche Bilder dessen, was sich wohl zwischen ihnen zugetragen haben könnte, quälten sie. Gegen Mittag stand sie ans und begann mechanisch das Mahl für ihren Gatten zu bereiten. Zur selben Minute, wie es smrr jahrelaÄge Gswohnhett war, kam er. Ihrem angstvollen Auge erschien sein strenges Antlitz bleicher als gewöhnlich, doch es verriet nichts. I» gewohntem Schwede« wusch er seine Hände, sprach den Segen und setzte sich an den Tisch. Hundertmal schwebt« die bange Frage auf Rahels Lippen, aber erst gegen Ende der Mahlzeit wagte sie die Worte: „Unser Sohn fft mrÄck. Hast du ihn nicht gesehen?". „Sohn? Welcher Sohn? Wir haben keinen Sohn." p* beendete sein Mahl.

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