Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1356 (19.11.1922)
- Date
- 1922-11-19
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. iiöö Wien, Sonntag Seftempeve Krone Gestempelte Krone --- —.«078 «entimes. Anszahlmg Me» --- —.««73 kentimes. In Zürich notierte öie Ssterreichtsche Äronr. . , 0.0073 (0.0073 am.i7.WDo.) die Sfterr. gelteinpette Krone. C.007& (0.007S am i7 Nov.) die tschechische Krone . 17.25 (17.85 am i7.Woi>.) die Mark . ........ 0.07'/, ( 0.08% am 17 Nov.) Agram.. 2.15 (2.16 am 17 Nov.) Aukorch . . . ... . . . 3.S0 ( 3.50 am 17.Nov.) Sofia..... &85 ( 3.87 am 17.Nov.) Budapest ......... ö.22l/s (0.22 am 17. Nov.) Warschau.... . . 0.G31/, (0.03V* am 17. Nov.) Saniemm Md Schutzzölle. Es . gibt Mel- und ClenhSvaluten und zwischen diesen Extremen zahlreiche Schattieruilgzm Valuten, die keine ausgeprägte Physiognomie haben, weil sie der> Gefahr der Entwertung unterliegen und dir Grenzen, die sie von den Eleiwsvaluten scheiden, langsam zerfließen. Bisher kam nur ein einziger Fall vor, daß sich eine solche Mitteli^llnta behaupten konnte und eine Enttvicklung nahm, die sie eher gegen die Edelvaluta hin zustreben ließ -- die tschechische Krone. Dagegen hat die deutsche Mark ztveiftllos endgiiltige Aufnahme in den Kreis der Elendsvaluten gefunden, und zwar gerade zu einer Zeit, in der sich dir deutsche Regierung die . größten Fmanzkapazitäten der' Well Nach Berlin verschrieben hatte, um mit ihnrn über die Stabilisierung der Reichsmark zu beraten. Zwar ist inzwischen der Dollar in Berlin von 9000 auf 6000 zu-- rückgegangen, aber wir wissen aus der Geschichte der Krone, was von solchen rückläufigen Bewegungen zu. halten ist — die zeitweiligen Besserungen des Kronenülrses haben uns nicht davor bewahrt, daß wir heute trotz iller Künste der Finanz- und Devisenpolitik für einen Dollar mehr als 7Ö.O00 Kronen bezahlen müssen. Und die Geschichte der Krone hat uns auch noch das gelehrt, daß eine Grenze für die Entwertung einer Valuta gar nicht gibt, daß zumindest dgs, was für eine solche gehalten wird, durch das unerbittliche Walten der Wirtschaftsgesetze sich \\\t allzu oft als eine gefällige Täuschung erweist.' Die Rezepte, die für eine Stabilisierung einer Elendshaluta verschrieben werden, müssen ihre Wirkung solange verfehlen, als eine krasse Diskrepanz zwischen Konsum und Produktion besteht, eine Diskrepanz, die durch fortgesetzte NotLnvermehrung scheinbar ausgeglichen, in Wirklichkeit rber immer mehr erweitert wird. Packt man das Uebel. nicht an der Wurzel und legt die Notenpresse füll, so nützen weder Anleihen noch Verzicht auf Reparationen, um eine bauernde - Besserung der Elendsvaluta herbeizuführen. Denn eine solche Valuta ist- JnflationsPrMrkt, wird die Inflation nicht ausgemerzt, so muß ihr mißratenes Kind sich in der Wirtschaf^immer mehr breit machen. Man kann nicht einen Döenscheit, besten einen Fuß man sesthalt, während der andere unaufhaltsam vorwärts drängt, zur Ruhe zwingen, man kam: nicht eine Valuta stabilisieren, wenn man diese Bindung durch. neuen Notendruck illusorisch »rächt. Der Notendruck kam: allerdings aus verschiedenen Rücksichten politischer Natur, die mächtiger sind als alle Rücksichten der Zweckmäßigkeit, in der Regel nicht ohne weitereseingestellt werden, aber jedenfalls, hat der Verzicht aus Reparationen, der von der Entente Oesterreich gegenüber ausgesprochen wurde, bewiesen, daß er noch gar nicht das Allheilmittel gegen die Geldentwertung darstellt. Und. darum könnte mit einer Erleichterung der Re-- parotionsverpflichtungen Deutschlands der deutschen Mark allein noch nicht geholfen werden. Wir haben zwar seit Wochen eine mehr oder minder stabile Krone, obwohl die Notenprefle Lei uns noch immer in Schwung ist. Deren Arbeit^ die sich in einem weiteren Abschlag des Kronenkurses äußern müßte, wird aber vorläufig durch andere Faktoren — sie sind psychologischer Natur —, paralysiert, die das Kursurteil in Erwartungder Realisierung der Genfer Beschlüsse und der Ausländsanleihe zurückhalten. Auf die Kredithilfe und den Sanierungsplan allein sind jedoch diese Faktoren keineswegs eingestellt, als Endziel der Sanierung steht die Stilllegung der Notenpvrste, wovon es derzeit noch nicht getviß ist, ob es erreicht oder nicht erreicht werden kann. Me Auslandsbörsen stehen derzeit noch auf dem Standpunkte, daß die Voraussetzungen fiir ein definitives Urteil nicht gegeben sind und — warten. Dennoch wäre es verfehlt, irr dem Verharren des Krouenkurses auf einem ziemlich stabilen Niveau, bereits den Ausdruck einer mehr dem- Optimismus zuneigenden Auffassung der ausländischen Finanzkreise zu erblicken. Düe Stabilität des Kronrnkurses, von der jetzt so viel die Mede ist, ist eine Art „Als ob"-Betrachtung der Wechselkurse. Denn man darf nicht vergessen, daß bei Beginn der Genfer Aktion die Krone noch ans 0,60875 notierte, währen» sie heute auf 0,0074 steht. Zwischen diesen bAen Kursen ist doch noch ein bedeutender Untevschird, und man darf sie daher nicht identifizieren. f Wiener Mvrgenzeiturrg. Bdrteft'KotnräissiorisgeschSffft und WechlRelS««be NAGID L €0. WlfiUi!•» Hohenstaafengasse 11 «m, ■ Wenn das. Wort von der stabilen Krone einen Sinn haben soll, so kann es' sich nur darauf beziehen, daß es ' gelungen ist, Pie innere Kaufkraft der Krone zu erhalten und im Gefolge der Genfer-Aktion, also noch immer bloß , durch Auswirkung von Kräften psychologischer/Natur, bis zu einem gewissen Grade -zu steigern. Seit September-ist! eine zweimalige Senkung des JHex emgetreten, und so ' wenig auch die paar Prozente'in bezug auf eine Erleichterung der Lebenshaltung bedeuten, so haben die Jndexermäßiguugen doch eine Verlangsamung des Tempos der Notenpresse bewirkt. Es besteht nicht mehr die Notwendigkeit, der unermeßlichen Schar der Staatsangestellten immer , gewaltigere Notemnasten in die Hand zu drücken^ damit sie ihren Konsum befriedigen können und durch gegenseitige Uebcrbietung auf Len Lebensmittel- und Warenmärkten die Preise fortgesetzt hinanftreiben; der Stillstand der Preisbewegung hat die Panik der übrigen Konsumenten und die stürmische Eindeckung der Produzenten und Händler mit Rohstoffen und Waren zurückgedrängt, und zum ersten Male nach dielen Jahren konnte dje Notenbank mit den Mitteln der Zinsfußpölitik einen Einfluß auf den Geldmarkt wieder erlangen. Slber die Beruhigung des Geldmarktes und die Stabilität der inneren Kauftrast der Krone, auf die später ein gewisser Beharrungszustand der Wechselkurse folgt«, hat der Produktion sofort die Exportprämie der nach unten gleitenden Valuta genommen und den Absatz auf dem Jn-> landsmarkt sofort zum Stocken gebracht. Ob die' Kaufkraft der Bevölkerung infolge der Unterbindung des Zustromes neuer Zusätzlicher Kauftrast — das war ja die Wirkung des rückläufigen Index an die Angestellten-, und Arbeiterschaft gefunken ist oder ob sich in Erwartung weiterer Preissenkungen eine Art Käuferstreik geltend' macht, Tatsache ist, daß die Notverkäufe in der letzten Zeit zugenomirlen haben. UeLerall wird angekündigt, daß Waren zu niedrigen Preisen erhältlich seien, überall werden . solche Anpreisungen mit starkem Skeptizismus ausgenommen —' das Geschäft stockt und die Kaufleute klagen. Ein Gegenblld zu dieser Wirtschaftslage bietet seit Wochen die Börse, dis trotz zeitwelliger Anläufe zur Festigkeit immer wieder in einen Zustand der Lustlosigkeit pnd der Schwache verfällt, bet der die Kurse fortgesetzt zurückgehen. - Man führt die Schwäche der Börse auf die Sanierungsaktion zurück und auf die neuen Lasten, die der Produktion nach dem Finanzplan zugedacht sind. Aber die Börse gibt nur in abgekürzter, sozusagen schematisierter, Form ein Bild dessen wieder, was sich in den Tiefen des Wirtschaftlebens. unter der -Einwirkung der lebendig pull» sierenden Kräfte abspiett. Nun, diese! Kaste Pulsieren aber derzeit recht langsam; dafür zeugen die Klagen der Produktion über das Eindringen der ausländischen Konkurrenz auf den Jnlandsrnack und über die Unmöglichkeit, sich ihrer zu erwehren. Und zwar ist es nicht so sehr die deutsche Konkurrenz, die die österreichische Industrie bedrängtsondern, was bei dem Stande der tschechischen Krone sehr auffällig ist, selbst die tschechische Eisen- und Braunkohlenindustrie hat bereits einen Großteil des österreichische» Marktes erobert. Heute stellt sich für die eisenverarbeitende Industrie tschechisches Eisen billiger als das der Alpine Montangesellschaft, obwohl diese bereits mit einer erheblichen Preisermößigung vorgegangen ist; noch krasser tritt dies bei der Kckhle in Erscheinung: der Bezug tschechischer Braunkohle, ja sogar englischer Steinkohle ist für die österreichische Produktion rentabler als der der heimischen Braunkohle. Di« steirische Eisenindustrie wußte sich in dieser Lage keinen anderen Ausweg, als Lei der Regierung wegen der Wiedereinführung der Schutzzölle vorstellig zu werden. Das geschah zu einer Zeit, in /der die österreichische. Industrie in. den Dienst der Sanierung der Staatsfinanzen gestellt werden soll und nach dem Finanzplane den Zöllen eine bctf wichtigsten Rollen bei der Steigerung der staatlichen Emirahmen zugewiesen wird. Es ist aber klar, daß di« Rückkehr zumProtektionislkus die Schaffung eines Monopols für die österreichische Industrie' auf dem Jnlandsnk-arkt bedeutet, wodurch die Einfuhr gedrosselt und somit der Ertrag der Zölle wesentlich geschmälert würde. Die stabile Krone, kaum daß sie emgetreten war und noch bevor auch IW* eine der neuen Lasten des Finanzplanes die Industrie bedrückt, hat die Mängel des österreichischen Wirtschaftsapparates,vdie, solange die Konjunktur der Geldentwertung anhielt, durch die Scheingewinne verhüllt wurden, Lloßgelegt. Soll der Fmanzplan durch die Rückkehr zum Protektionismus nicht gefährdet werden, was per Sanierungsidee einen schweren Schaden zufügen Nutzte, so wird die Industrie Hftfe aus ihren Nöten auf anderem Wege suchen müssen. Die Sanierung des Staates ist dort einer gleichzeitigen vollständigen Reorganisierung der Privatwirtschaft unzertrennlich, die Sanierung des Staates Mt auch die Privatwirtschaft vor . neu« Aufgaben, die sie mrs eigener Kraft, nicht aber durch das Eingreifen der Staatsgewalt lösen muß. ES. M eine [ Modernisierung des technischen Apparates, die wahrend 19. November,1922 . .... .—...— 1—• —11 1 V der Inflation versäumt wurde und die jetzt nachgehoft werden muß, wenn'sich/unsere Produktion in Zukunft gegenüber der Auslandskonkurrenz behaupten soll. Schutzs zolle müßten diese Arbeit nur hemmen und man darf nich^ in dem MoMent, in dem wir daran gehen, die Inflation auszutreiben, der: Schutzzöllen jene Funktion überlassen, die bisher von der Inflation erfüllt wurde, da es sonst keine Sanierung für uns gäbe. . ll. Zrr Aevifenpreift. DiL ostcrr.nch!lchen bltebei; gestern in unverändert, die Reichsmark hat ihren vorgefirigen Stand vo»' 0.08Vs nicht behauplen können und ging auf 0.7'/, zurück.^ Da? gepen hat sich der französische Franken wieder um eine Kstinig? keit gebessert und notierte 88. während L.re uyd.lschechische Kronev Adschwächungen zu verzeichnen hallen. $ Fn Berlin näherte sich der Dollarw'Äerüm dem Stand« von 7600, Zaliiung London oerleueite sich um 1845 Mir., Awi sterdam um 149 Mord, di« österreichische Krone ist von 8.77 (tujj 9.27 gestiegen. ' ‘ V j In Wien erlnäßigte sich der Dollar von 73.250 auf' 72.758,- Pfunde von 328.000 auf SL7.0ü0, - die tschechische Krone voü! B35 auf 8325, schweizer Franken notierten unverändert 18.420 jj dagepen wurden französische Franko rmd^ Reichsmark höher? bewertet. Nachstehend die oWellen Notierungsn: Vervkken1lilekun§ vom 18. Devisen (Schecks und Alis* Zahlungen) Amsterdam i. 1 holl, Gulden Agram 1 jug. Kronen . . . Belgrad 1 Dinar .. Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Krone» . Bukarest 1 Lei , . . . . . . Chrlstianla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kroiwr . London 1 Plund Sterling -. .'. Madrid 1 Pesetas ...... Mailand 1 Lire . . . .... New York 1 Dollar...... Paris 1 Francs . .. Prag 1 tschccho-alow. Kronen . Sofia t Lewa ....... Stockholm 1 scbwedischeKronor Warschau I polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs.. Noten Amtrikan. Noten v. 5 Dollar auto, , , kleinere . . . Belgische Noten 100 f rancs » . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . „ kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . n a m 100 . , . . „ kleinere; . . . Engl. Noten von 5 Ltvrest. sufw, „ B kleinere ■ . .... . Französische Nöten 100 Francs; Holtfindisdte Noten 100 Gülden . Italienische Noten v. 100 Lire auiw. . , kleinere . . . ingosl. Noten nagest, ztr 1000Dinar ». * . A ,^00 a m. w » kleinere . .. Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark s«kv. , kleinere.... Rumänische Noten zu lOOO u.SOOLeJ , a kleinere . , . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel * » mm 100 . . „ , „ kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 10Q Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . . Tsehecho-slow. Not. v.1000 auf», , . kleinere . . Ungar« Noten (neue Em.) zu lOOQ Kr, „ »zu 10.000 Kr. . , . . , kleinere. der Devisenzentra c NÖT.embw^ 1922, Zinstuß , Geld Ware , 28800.— 28900,— iS 286.75 2S7J5 5 1147.- 1149.- 8 10.75 11.05 4‘/. 4714. - 4726.- 6 ‘ 30.45 30.55 6 —.— — 3 13360.- 13390.- 5 14785.— 14815.— 3 327700.-32830C.-' 5»/, 11175.- 11205,- 6 3361.- 33 9.- 4 73175.- 73325.- 5 51 IS.— 513!.- S 2337.- 8343.— 6»/„ 534.50 535.50 4% 19705.- 19745.— 7 4i55 4.65 3 13505,- 13535.- ■■ . Karsv.liLNoveiad; Geld Ware 28950.- 29050.- 289.73 «0Ä 1159.- IHM 9.45 9.77 4494.— 4506.5 . 30,35 30.4? im- 1351Ä 14835.— 14885.^ 328500.-329100.^ 11165.- WBM 3341.— 3349.-- 73675.- 73825, A 4894.— 4906,H 2347.- 2353H 531.50 832.Ä 19785.- 19820.H 4.55 4.Y 135Q5.— 13535.K 72750.— 7Z05S.- 73250;— 73560;4 72650.— 729 0.— 73150.- 73450.4 4655.- 4685.- 4435.*^ 4465.-) 513.- 517.- 510.- 514,-4 490!- 494)4 14620.— 14680.— 14670.- 14730,-f 10.90 . 1,L0 9.35 , 1C^? 327000.- 5060.— 1132. 4.35 4.30 2320.- 30.— 29)^ 328206*— 328000.- 329600,^ 328000.- 327800.- 328800,-j 5C90.- 4835.— 4865.- 28850.- 28800.- 29000.- . 3342.50 3307.50' 3322.5t 3322.50 3287.50 3302.» % 1136.- 1153.- .U5T;3 1122*— 11381— 1142.-4 13255.- 13340.- 13400.-' 4.65 4.35 4.6| 4.60 4.30 4.6T 471.- 469.- 47!.-' 451.—' 449.- 451.-J — 19K5Ü- 195«’,— 1964Ö‘J 13480.- 13420.- 13480. W MM.- UC30.— 11090.W. 2335.- 2335.- 2345.- 2330.- 2330.- 2340.H 30^0 29.90 30.1# j zylis 29.85 39!« Unterbrechung der tschecho-slowakifch-ungarischen Han^ dekSvertragsverhandlmige«. Aus Prag, 18. d., wird gemeldet; Die tschecho-siowakisch-ungarischen Verhandlungen,, die untöv dem. Vorsitz deS bevollmächtigten Ministers P o st a y und des .Chefs der juristischen Sektion im Ministerium des Aeußern Ministerialrates Dr. W c 11 n c t über politische und juristische Fragen geführt werden, wurden' auf Antrag der ungarischen Delegation auf zwei bis drei Wochen unterbrochen, da die migarische Delegation von ihrer Regierung neue I n* struktionen einholen und sich zu diesem Zweck nach Budapest brgeben muß. Allgemeine österreichische Bodenkce-iLarisialt. Die . Ge/i neralversammlung der Allgemeinen österreichischen BodAv' krsditanstalt vmn 12. Juan 1922 hat den Beschluß gefaßt, da? Kapital durch Äufstesnpelung ans Agioreserven auf 1400 lionsn Kroträn und sodann durch Ausgabe neuer Aktien aus ztoei Milliarden Kronen zu erhöhen. Dieser Beschluß ist jedock bisher nicht zur Durchführung Mlangt und soll nunmehr mV Rücksicht aeif das inzwischen verlautbarte Zwangsanleihegestr abgeäudert werden. Der Verwaltnngsvat beruft daher, für de»' 2ö. d. eine außerordentliche Generalversamrw lung aisi, auf deren Tagesordnung Vre Ermächtigung steht das Aktienkapital alteruativ enttved-er durch Aufwertung der gesellschaftlichen Aktiven^im Sinne de^ ZwangsemleihegesetzeS ckrer durch Uebertragung eine^- entsprechenden Betrages aus den offenen Ro s e r ve n -a n f Kap r t a l -- K o n t o unter gleichzeitiger A u f stempelung des Nennbetrages der Aktien zu erhöhen. Weitesoll sich dje Ernrächtigung aus die Ausgabe von höchsten^ einer Million Stück neuer Aktien erstrecken, dock dürfte -von dieser Ermächtigung in der nächsten Zeit mir teil wsise Gebrauch gemacht werde». , W TUMG5I1AM \ 1 f * 3 V;? t I F k 8 I? 8 l I n I 1 ii i JT V 5 ry