Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1356 (19.11.1922)
- Date
- 1922-11-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seck V Wien, Sonnrag MerrerMovgenzeitmrs. 19. November 1922.. Rr. l gantz! nordchilenische Küste entlang von Valparaiso bis Ariea. Mit Ausnahme von Coqnimbo ist ganz Nordchile Wüste- Coqmmbo mit den: iveiter landwärts liegenden gleichfalls von der Katastrophe betroffener: La Serena ist der lebte Ausläufer des fruchtbaren, . paradiesisch schönen Mittelchile. Als letzten Gruß bringen einen: ün Hasel: von E^oquimbo die Schiffe all die köstlichen Früchte Chiles: noch einmal cat Bord. Von da an nach Norden wächst, von dereirHelten Oasen abgesehen, nichts mehr. Und alle Nahrung für Mensch und Tier muß aus" dem fruchtbaren Sude,: dorthin zur Versorgung der Salpeterindustrie irr disr Ziordprovinzen geschafft tverden. vielleicht macht das die chrleuische Kaiastrophhe noch besonders tragisch, daß sie zum großen Teil jene Salpeterstädte erfaßte, die eine für südamerikanische Verhältnisse Ungewöhnliche Zähigkeit mtb Tatkraft einer vollkommen Uxstsetlosen Wüste ab rang. Die Siknatton ist für Chile um so schwieriger, als infolge der Fortschritte in der Fabrikation des Luftstickstoffes und des restlosen Ausfalles des Exports von Chilesalpeter nach Deutschland die chilenische Solpetevindustrie in eine außerordentlich kritische Lage geriet. Chile lebte bisher von feinem Salpeter, und der Etat basierte in diesem fast steuerlosen Lande fast ausschließlich auf den Salpeterausfuhrzollen. Mit deren Dahinschwiuden auf ein Mn im um gerieten die Staatsfinanzen ins Gchivankeu und das gesamte Land in eine schwere wirtschaftliche Krise. Erst in der letzten Zeit hat sich die Lage der chilenischen Salpeterindnstrie ein wenig gebessert, und nun kommt diese Katastrophe, die, wenn die ersten Berichte stmmren, vor allem auch Antofagasta getroffen hat. Antofagasta liegt auf schmalem Küstenstrich zwischen dem Meer und der seickrecht ansteigender: Steiltvand, die das rwrdchrlenische Hochplateau begrenzt. Furchtbar nmß hier Pw Flutwelle gehaust haben, die di? schutzlos auf offener Reede liegenden Dampfer gegen die Molen trieb urck in erster Linie die unmittelbar an den Kais liegenden Lager und Komptoire der Salpeterlverke erfaßte. Als ich seinerzeit «an Fuße des Ollagua aus den: Zug (^stiegen, war ich noch im Dtorgengrauem darangegangen, des ersbedeckren qualmenden Vulkan. ,p: erklettenr. An die Hohe Von 5000 Meter noch nicht gewöhnt, überfiel mich schwere Bergkrankheit, und strrz unterhalb des Kraters rrmßts ich trotz alles Energiearrstvandrs unckehren. Aber überwältigend blieb trotzdem der Eindruck, den dieses Verweilen in nächster Näk^ der ungeheuren unterirdischen Kräfte auf mich machte. Damals faßte rnich mit leisem Grauen eine Ahnung von dem Schrecken, der über dieses Larck konrmen müsse, tvenn die unterirdischen Gewalten einmal sich regten. ______ HM PalMm-MMmtkosd» Wererr HsjessM. Die Arbeit in Graz. Aus Graz wird uns gemeldet: Die Bemühungen von zionistischer Seite, die Idee des Keren Hajessod innerhalb der Grazer Iudenheit zu verbreiten und dem Paläsnlm-Aufbaufouds die entsprechenden Mittel zuzuführen, sowie die eifrige Arbeit der Grazer zionistischen Kultusräte, mich innerhalb der Kultusgemeindcvorstehung für die Beteiligrlrtg am Palästina-Aufbau zr: wirken und verschiedenen - Vorurteilen entgegenzutreten, beginnen die ersten Erfolge zu zeitigen. Die Kultusgemeindevertretimg hat selbst für den Keren Hajessod 200.000 Kronen . gespendet und erlaß: gleichzeitig einen Ausruf an das jüdische Bevölkerung für den Keren .Hajessod. Heute findet eine Mandatsfeier der zionistischen Ortsgruppe in Graz' statt, bei welcher Herr Nahum Goldmann sprechen wird. Die Zionistische Vereinigung in Graz veranstaltet in den Tagen von heute bis 25. d. eine Sammelwoche fiir den Keren .Hajestod, wobei die gesamte' Iudenheit durch Einzelpvopaganda zur Maasier-Zeichnung aufgrfordert werden soll. Die Aktion in der Bukowina. Aus Czernowitz wird uns geschrieben: Den: auf kr am 29. Oktober in Czernowitz ftattgefunderren' Laudeskomiteesitzung erstatteten Keren Haftssod-Bericht ist zu entnehmen, daß in der verflossenen Berichtpeinode die zionistische Arbeit in der Bukowina ganz rm Dienste des KereN -Hajessod stand. Seit Jänner fanden zum Ztvecke der Propaganda in Czernowitz fünf und in der Provinz 36 Versammlungen statt. Der gegenwärtige Stand bis inklusive 30. September beträgt 1912 Zeichnungen in der Hohe von 7,019.250 Lei. Au BavauZahlungen wurden bis nun 624.201 Le: geleistet. Für die nächste Zeit steht eine großzügige Propaganda vor: Mann zu Mann bevor. Die Brandeis-Gruppe. r In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß führende Mitglieder der Brand eis-Gr u ppe sich an der Organisierung der Keren Hajestod-Arbrit aktiv beteiligen, so zum Beispiel m Boston und jetzt in Cleveland, wo dtzx Borsitzende der dortigen Brai:d-eis-Gnchpe und Mitglied des Zentralkomitees des Palestine Development , Council, Salomon Goldman, sich bereit erklärt hat, an der bevorstehenden Kampagne aktiv» teilzunehmen. Aehnliche Erklärungen wurden auch von einer Reihe prominenter Anhänger der Brandeis-Richtung in anderen .-Städten Amerikas abgegeben. Lel-Awiw. ..l-rujalemer „Hoarez" veröffentlicht den roioend.',: Artikel des Schriftstellers D. Kimchi iu»er d.ü Austchwung von Tel-Awiw. eimtt Hymnus zr: singen über daS gewaltige Werk oder di« erste jüdische Stadt tn Palästina ist der Zweck dieser Zelle". Durch einen Hymnus wird bloß ein Sieg gefeiert, und ü» noch mcht Sieaerin, Es eroherr bloß. Es . AasiMer Exportsofa kaufen am v'orteillittfieten erstklassiger Qualität und Ausführung bei ■' Regmann, fiaraniimäitef raärik, Wien III., Beatnxgasse 26 Tel. 585 11]., Heumarkt 7 Kleiner Musikvereinssaal Sonntag, 26. November, 7 Uhr abends; Veranstaltung der Zionistischen Sektion für die westl, Bezirke Wietis «raste un i heitere jttlzcke Kanst Programm: Vorlesung aus der yldel. . Qskar Lereer düdlsehe nieder ... . . . Viktor Heim „Die alte Frau Nusibatum“ Vorlesung . . Theodor Weiss Liedervorträge .... Josephs Bursteen Eigene Dichtungen .... Beda 'Dr. Fritz Löhner) Karten: Keuzertdireldion Melly We'sa. VH,. Burggaese 22, Tetcpkon 38-3-65, Zionistische Sektion für die westliche« Bezirke, YUl. Bennoplatz 1, Telephon 39-2-69. von 4 bi« 6 Mir nachmittag*, sowie an __der Abendkasse ___0622 Das Reintrträgn is wird des Wohlfahrtazwedten des Vereines zugefOhrt •■aiBiiiiiiiaaaiiBiiaiaHfBiiiBB>oiaB bezwingt vorläufig die Sanddüneu rn: Ufer des Meeres bei Jaffa, errichtet aus ihnen Häuser und in den Häusern sammelt sich eine große jüdische Bevölkerung; um die Häuser herum iverden Hunderte von Zelten errichtet, in dulen.AM jüdische Arbeiter leben. Das ist es, was bis nun im Entstehen begriffen ist. Wer jedoch die Sache beobachtet, sieht nicht bloß Häusergvuppen entstehen, nicht bloß Juden um eimAentrum prächtiger Bauten, die auf den Dünen errichtet werden, sich zufcmunen» schließen, sondern auch ein wichtiges Problem, dessen Lösung offeltbar nicht in unserer Hand Hogi. Die Frage der Zukunft dieser . neuen Bevölkerung läßt sich ebenso wenig wie andere große Kebensprobleme durch Zahlen und -mittels der Logik lösen. Und auch dieses Tel-Aviw, das problematische, kennt heute nicht seine Zukunft, den morgigen Tag, der ja kommen wird zu dem Zeitpunkte, als es den jetzt noch nicht sichtbaren Höhepunkt erreicht haben wird. Aber dexwerl stellt es keine Frage, sowie alles organische Loben keine Frage stellt, sondern wächst und sich entwickelt. Und deswegen kommt es vor, daß wir glauben — wenn wir durch die Straßen dieser neuen sirdlschen Stadt wandern —, daß irgendeine Illusion von Renaisscmce und Freiheit über chr schwebt, trotz deS Sandes und der Dünen, auf denen sie gebaut ist, glauben tvir. daß .dieses Gewächs auch Wurzeln schlagen wird. „Gchet nick ernähret euch untereinander." Äedlung zieht . Siedlung nach sich und Leben — Leben. Und wer, weiß, ob T^-Awiw nicht erstmals das Symbol eines neuen Strebens nach Leben sein wird. ' Tel-Awiw ist gewiß kein Ideal. Manchen Schriftstellern erschein* es sogar als Muster, wie eine Sache nicht gemacht werden soll. Tel-Awiw, -öS will sagen: ein künstliches Spielzeug auf Sand gebaut, und wer seine Straßen durchwandert und die Bauten sicht, die Inden aller Arten und aller Länder in schreienden und inhaltsleeren Stilen erbaut haben, ruft aus der Tiefe seiner Seele: „Sine Erinnerung an die verschrienen GoluSlander." Aber dieser Ausruf wird von einem zweiten begleitet: Und doch! Und doch steigt aus diesen svnnenbeleuchteten Mauern irgendein Echo eines neuen Experiments empor, des Anfanges einer Schöpfung. Tel-Awiw mnpflügt nicht die Erdschollen und deswegen entsteigt ihm kein Erdgeruch. Aber trotzdem verweilt hier das Auge wie vor dem Phänomen einer schöpferischen Tat. B-iele von uns verneinen Tel-Awiw und schätzen eö ■ gering. - Unser Herz -gehört den Gefilden Jesreels, Saronas und, der Schefela. Aber mir scheint, wenn der Schöpfer dieses Werkes, Herzl, durch die Allenbystraße von Tel-Awiiw ginge, da toütbe seine hohe GestM sich noch höher recken. Tel-Awiw ist ein Lebensabschnitt. ES ist ebenso unverständlich wie ein Lebensabschnitt. Es trägt seine Rätsel in sich. Aber auch Schattenseiten haften ihm an, so wie jedem großen Loben. Unterhalb der prächtigen Gebäude wohnen Familien in Kellern. Sattheit und Hunger begegneneinander. Auf diesen Dirnen geschieht eS zuweilen,, daß Menschen Selbstmord begehen; selbst moderne europäische Schüsse werden da gehört. Und wenn wir das Problem dieser neuen Stadt beobachten, glauben wir vielleicht gerade darum an dessen Existenz. ÄS gibt hier nichts Vollendetes, nidfa einmal ein klarer Wlle ist vorhanden. Aber etwas ist in dies« Mischen Stadt vorhanden: DaS Geheimnis des Wachst-umS, an dessen Ende der Kampf wm§ Wachstum liegt. Und wenn dieser so große Kampf kommt, wird auch die Basis sich festigen mtb die Vollendung kommen. In den Straßen von Tel-Awttv spielen neue Kinder. Was mit. ihnen geschehen wird, wissen wir nicht, wie wir ja auch das Schicksal ihrer neuen Vaterstadt nicht kennen. Aber in diesen Kindern webt sich ein klärendes Lebensgeheimnis. Sie, die Kinder von Tel-Awiw, werden leben nutz den Kampf nms Dasein führen. Sie werden ihn geiviß ans dem Bodttt ihrer Vaterstadt ausfechten. Und wer weiß überhaupt, wohin wir gehen. Aber dem Zweifel folgt auf dem Fuße änch d« Glau«. Lel-Awiw beginnt Glauben M Wecken. Daß Herz ftent sich,, daß dort-auf den Dünen Mische' Arbeiter immense Lasten zu Wen wagen und davor nicht zurückschrecken. Und wenn von dieser ArbeitSbeweguntz hie und da auch das Echo einer NwM Schöpfung zu untz dringt, zur-eit,. wo Mg jüdische Arbeiter am Werbt sind, da leihen wir diesem Echo unser Obr und drin, klingt 4>a8 Wort der, Hchel: .,U:ch er wMd ein Städtebauer". . / " Die MlMumsische ArLettsgMeinschaft (Kllluzah-. Aus dem Briefe eines Wiener Chaluz. ) Eres Israel, A. OktvÄsn . ... Saft meimr Ankunft ist nun mehr als ein halbes Jahr verflösset^ Ich habe mich in dieser Zeit bemüht, viel zu beobachtet:, imb fühle mich jetzt einigermaßen berechtigt, über die soviel umstrittene kblonisatorifch« urck gesellschaftliche Form der Kwuzah meine Meinung auszusprechür. Welche Ursachen haben dazu geführt, daß schon in den ersten Anfängen der jüdischer: Arbeit in Palästina bei de« Arbeitert: der Drang nach einer neuen, gemeinsamen Lebetrsforn: entstanden ist? Warum sind in Erez Israel von jeher alle Gemüter vor: solch einer Sehnsucht nach einer neuer: gesellschaftlichen Forrn erfüllt? Meines Erachtens tväre es falsch, diese Erscheinung als eine Folge der Loftrngen zu betrachten, die die Führer der Arbeiterparteien auSgsgeben haben; denn, wäre nur dies das FunlArrnenk, . so hätte daS Leben, die Wirklichkeit, diese Frage schon längst»' vcm der Tagesordnung gestrichen. Wenn ein Zufall eine Anzahl vor: Menschen, die ein» ander fremd tvaren, <mf einem gemeinsamen Ledenstveg znsammenfi'chrt, einem Wege schwerer Arbeit, voller Lev den, aber auch froher Hoffnungen, so schmiedet-das Schicksal, der eiserne Ztvang, ein Band um sie, und von dieser psychologischen Tatsache aus. :nuß rnan die K w u. z a trauten. Wer sind denn, alle die jüdischen Arbeiter in. P<v läsnna? Zum großen Teile junge Leute, welche, von einem Ddeal erfüllt, in ein Land gekommen sind, wo ihnen die wirkliche:: Verhältnisse, die tägliche Umgebung,, ganz ftemd waren. Die rauhe Wirklichkeit forderte das Ihrige; es genügte nicht, vom schönen Himmel Paläsünas zu tramnen, es mußte für den Lebensunterhrlt grsorgt werden. Sie wurden also Arbeiter, und jetzt begann für sie dvs Problem. Sie träumte« von freiem Menschentum mtb das Leben zwang sie, einen großen Teil ihrer Freiheit ztt opfern. Auf die brennende Frage: Wie kann ich ein Arbeiter und doch ein freier und selstärckigtr Mensch sein, wie kann ich meinen Lebensunterhalt verdienen und doch dem Volke und dem Lande dienen? finden sie die Antwort: Ge m e ins ch a f i* Ii chc Arbeit. Die Kwuzah ersetzt uns die Familie. Sie schützt uns vor Vereinsamung, sie gibt uns die Möglichkeit, uns dett Landesverhaltnissen anzupassen mtb die Landwirtschaft zu erlernen, sie erweckt den Gemeinschaftssinn und das Vera ntwortlichkeitsgefühl. Ob der Kwuzah die Zukunft gehört, ob sie wirklich' die endgültige Lösung darstellt, läßt , sich heute schwer sagen. Manche Versuche sind fehlgeschlagen, alleidings fast alle aus äußeren^ vom inneren-Leben der Kjpuzah . unabhängigen Grürckch:. Eines :st mvt gher sicher;- ganMorvr von» Galnth zmn neuen Leben; M-WhW. ßi Heranbildung von guten Arbeiter:: und' vercyltw'oetünKvollen und selbständigen Menschen wird die- Kwüzäh ilM Bedeutung niemals verlieren. Und nun noch einiges über unsere Ktvuzah. DaS wichtigste, sie erhält sich selbst, d. h. wir bekommenvon dev Zionistischen EMtive kein Geld zur Erhaltrmg der Mitglieder dyr Kwuzah. Die Wirtschaft muß den Lebensunterhalt für alle geben. Die Zionistische Exekutive gab nur Anleihen zur Basierung der Wirtschaft,.-, h. zum Bait dev: Stallungen und Häilser, zum Ankauf von Vieh ufw. Oberstes Organ drr Ktmtzah ist die Versammlung der Genossen, die,zn Beginn jedes neuen Jahres die Angelegenheiten für das ganze Jahr und jeden Samstag die laufenden Angelegenheiter: und die Arbritsemteilnng für die folgende Woche regelt. Für jeden Wirtschaftszweig, sind' bestimmte Mitglieder der Kwuzah verantwortlich, so für' den, Ovangengarten, für den Gtreckebau, fiir den Gemüsebau, für die Geflügel- und Bieirenzucht,. für die Verwaltung und Buchhaltung. Die Mitzlieder wechseln von Zeit zu Heit in der Arbeit, so daß jeder im Laufe eines Jahres nach Möglichkeit bei allere Arbeiten beschäftigt' wird. Die Arbeitszeit beläuft sich je nach'den Bedürfnissen der Wirtschaft auf acht bis zehn Stunden täglich. Beköstigung, Kleidung, Wohnung, alles wird von der gemeinsamen Kaste gedeckt. Das Äragazin für Kleidung und Wäsche wird von eitckyr jungen Mädchen verwaltet. Sie hat alles zu ordnen und zu reparieren urck teilt jeden Freitag nachmittags die Kleidung und Wäsche jedem Mitglied der Kwuzah für die rmchste Woche zu. LüdWe tzmigraüon am RuHlM. Riga, 1ö. Novencher. (I. C. B.) Die Moskauer Zeitung „E m e s" mMet im Zusanimenharrg mit dem Uebereimkomrnen zwischen den Vereiiiigien Komitees für jüdische Auswanderung (EinigrationsdireltoriuM) in Berlin :vnd der jüdischen Wteilung des Folkcmrnaz (Nationalitätenkommissariat der Moskauer Regi-enrng), daß für die jüdische Auswanderung ein entsprechender Apparat in Rußland bereits geschaffen wurde. Zn diesem Zwecke befinden sich acht, bis nenn Personen in Moskau, fünf bis sechs in Charkow und iveittve 25 Personen in anderen GiMvernementS. .