Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1356 (19.11.1922)
- Date
- 1922-11-19
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980436--12892-2999486- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. ISöS Wien, Sonntag Wienev Morgenzeitung. 19. November 1922.- / ^etW"7" --:-'■ ■ i; ' ' . —^ MutmMcher Raubmord an einer Pro- - stituierten. ' Wieder beschäftigt der mysteriöse Tod einer Prostituierten die Kriminalpolizei. Der Tod einer Frau, der anfangs als natürlich erschien, ist durch die Ergebnisse der ärztlichen Beschau, als g e w a l t s a nr erkannt Morden. Cs handelt sich um die-28jährige/ zu Wien geborene Paula Jedlicka, unverheiratet, bic unter der Kontrolle der Sittenpolizei steht. Sie gehörte zu den Aermsteu ihrer Sorte und suchte und fand ihre Klientel Lei nächtlichen Streifzüg'en ans dem Gürtel. Seit acht Wochen wohnte die Jedlicka im Hause, 16. Bez., Friedmanngasse 53, bei der Hausbesorgerin Therese : Mach, einer OOjährigerft Frau. Frau Mach schlief nüt ihrem Sohn im anstoßenden Zimmer. Am 17. d., früh, wurde nun die Jedlicka im Bette tot aufgefundcu. Die Frau Mach schien sehr bekümmert durch den Tod und machte davon bei der Polizei Mitteilung. Es fand sich eine Kommission des Kommissariates Ottakring in der Wohnung ein, wtb der Polizeiarzt ordnete die Oeffnung der Leiche an. Frau Mach gab der Kommission, an, daß am 17. d.. früh, ihr Sohn in die Küche gekommen sei. Auch sie trat ein und sah die Jedlicka bis zum Halse mit der Tuchent zugedeckt; doch blieb sie noch still, und ein Blick in das Gesicht genügte, um sie zu überzeugen, daß der Tod schon eingetreten war. Die sanitätspolizeiliche Beschau, nahm heute vormittags Hofrat Professor Dr. Habevda vor. Sie ergab das Resultat, daß am .Halse Würgespureu wahrgenommen worden sind. Die Oeffnung der Leiche ist heute noch nicht durchgeführt worden. Dirxch Einvernahme und Verhöre wurde festgestellt, daß die Jedlicka in der kritischen Nacht zum 17. d., unr etwa 2 Uhr heimgekommen ist. Da sie den Hanstorschlüssel hatte, könnte nicht festgestellt werben, ob sie in Begleitung oder allein war. Bei den Beinen der Leiche hat. man eine Banknote zu 10.009 K. und das .Portemonnaie gefunden. Der Lokalaugenschein spricht, obwohl im Zimmer sonst keine Unordnung wahrgenommen wurde, für einen Mord oder erneu Raubmord. Wie viel die Jedlicka an Geld besessen hat, ist auch nicht klargestellt. Sicher' ist bloß,- daß sie am Nachmittag rund 40.000 K. chatte. Gefunden wurde bloß die Note zu 10.000 K, Ob sie von früher noch Gelb besessen hat, ist auch nicht ermittelt. Schmuck ist keinesfalls geraubt worden. Die gerichtliche Beschau der Leiche wird Montag vorgenommen werde«. Mitteilungen aus dem Publikum. LEINKRAM & STEINER lenlral®: I., -Weihburggasse14/16 im Roftanturmsip. 31 Zugang Kohlmessergasse 2 Sidonie Holttik Hugo Ehrlich Tarnöw. Wien Verlobte Wien, im November 1922 "N,;-;-:-:- Anna Schapiro Salamon Spira Warschau : Lemberg Verlobte Wien, im November 1922 Danksagung. Für .die überaus zahlreichen, ehrenden Beweise der Freundschaft und Sympathie, die uns anlässlich der Vermählung unserer Kinder Gretl" und Egon zugefcomnjcfff’sind, sagen wir allen unseren Verwandten, Freunden, Organisationen und Verbänden auf. diesem Wege herzinnigsten Dank. Emilie Pollak Jakob Krausz und Frau Feine üi9 \\\ ui mi ngseinrichtungen. Wien. VII., Sielunsterngi»e 1—3 (Ecke Karl Schweighofergasse) Für Ausstattungen übernehme alle Arten von Handstickereien zum Verpausen und zum Sticken. Handgestickte Vorhänge in allen Preislagen-stets lagernd! Koloman Steiner, II. Taborstrasse 69 (im Hofe) and Bsrnfskleidangsindnstrie Gegründet 1848 von Fred Paget sen. 1 819 Wien, I Riemergasse 13 Telephon 5209 Engros Export En detalf DIB W E U E LINIE erfordert den HERMA - Hüftenformer r Büstenhalter HERMI#aN PILSEN VI. Marlahllferstrafla 51. I. KiratneMtraDe 34 (Hotel Astoria), Baden,Beethovenstr. *. 557 Spezialität: Seiden- und Wollschals ÜNT Mäßige Preise 512 DflP {ICD Mode-, Wirk- und Strickn U w II Cft warenfabrik G. tn, b. H. Wien, XV. Mariahllfergßrtel 17 / Tel. 80-1-90 Kultusu Justizialare u. Barette liefert in schönster Ausführung die bekannteste Speclalflrma 131 nimm E ISflV flCVEIN Zivil- und Uniformschneider KUDOLr GULDjJtln Wien, II.Taborstr.54: Tel. 45-6-29 Gegründet 1866 — Grosse Auswahl feinster Stoffe f. Ms asbestellungea Botel Jerusalem - Ä Z. BAHRAV Alexandrien, Rae Hamnmll Nr. 23 Restauration, vorzügliche Küche, streng orthödoy W a r e'n k r ach im Vorhangspezialhaus. VI. Gumpendorferstr. 38 Etaminstores (m>t Einsatz u. Motiven) . K. »8.000 KÜnstlervorhSnge (Elamme). . . . . K. 68.000 Doppeldecken (mit Einsatz ». Motiven) . K. 138000 MaörasvorhLnse durchgtwebt) . . . . K. 148 000 Steppdecken (gute Füllung).K, 158.000 Steppdecke» geblümt) . ..K. »08,000 VIüfchtHchdecke» lalle Farben). . . . . K. 108.000 Uederwürfo (Gobelins 165X300). . . K. 358.000 Detailverkaal z» Engros-Preise»! lawute oarnauieueng Mittler M- und Litzenfalirik 6. Eb.ll. Wien, 11. Untere Augartenstr. 5 — Tel. 45-7-62 turkaufl zu den bllligslen Tagcaprelssu Schafwollgarne roll und in allen Modefarben rss mß Großer WeWmchtsvorverümf! I! Tief reduzierte Preise!! im Leppichhaus Steiner, IV. Wiednev Sapptstratze 51 Sandarbeitsslvres. Ä. 75,060 Stostvorhänge ..K. 92,000 Kandarbeits-Doppeldscken ........ K. 195.000 Prima Lifchdecken» 150X150 ........ K. 05.000 Geblümte Betworlegee.. . K. 45.000 Spitzenstoffe- Breit ..K. 9,200 Seideneloth-Skepp-ecks» ..K. 198.000 Teppiche» Läufer, Garnituren, Aeberwürfe» NaneN-ecke« ete. wie bisher. Großer Dekailverkauf zu Eusros-Preifen! Lebatwolie « kLunolseicke tief reduziert. Stricker und Häkler Vorzug. Gamhandlung Renctalsteln, IX. Nussdorferstr. 70. Hausnummer beachten^ Gummischuhe i Spiel t»ä Ile, Gummiabsätze, Radiergummi, Hartguimntkämme sowie sämtliche Gum mmi\^aren zu Fabriksprelsen EnQros . Export Spirmann SKoromtZt Ulieu.ll.flethergassee Telephon 47-0-86 501 Telephon 47-0-86 Sache .. " . . besitze trockenes, helles Gassen-Souterrainlokal mit elektrischem Licht, Kontor samt Nebenräumen. Zuschriften unter „Branche egal 6858”, II., Stuwerstrasse 46, Tfir, 17. 6858» Der Weihnachtsverkauf in Qualitätsstoffen hat begonnen bei L. STEINER & C Bauernmarkt 13 WIEN I., Land&krongasse I Gegründet lm Jahre 1801 998 Wir haben unsere Preise neuerlich herabgesetzt und bieten an* Orig* Homespun«!, reine Schafwolle, 140 cm breif K 83.000,— Reinwollene Mäntel u. Koatlimstoffe, 1*5 cm breit K 78.000.— Reinwollene HerrenanzugstofTe, 140 cm breit , K 86*000.— Raglan-Double, beste Qualität, 144 cm breit . K 176.000.— his zu den allerfeinsten Qualitäten. Okkulon in Sehlaflrook*. Blusen- und SBlJeitttofftn TEPPICHHAUS DRACH t Co. Vltf MarlahllferstraBe 79 iSd Stete grd fites Lager in Teppichen, Vorhängen, Tischdecken, Bettvorlegern sowie echte Knüpf- und Smyrna-Tcppiche Lohnabbau in der Metallindustrie. Der Wiener Jndustriellenverband teilt mit: Die Kmg4 wierigen Verhandlungen zwischen dem Wiener Jichustriel^. lenverhaird und dom Metallarbeitervevba,nid über den 20prozentrgen Lohnabbaur, sind rmmnehr zu einem vorläufiger» Abschluß gekommen. Das Ergebnis der Bevhandlungw bildet ein sechswöchiges Provisorium, wowch für die Zeit ab Auszahlung vom 25. November 1922 die gleitend». Teuerungszulage von 4800 Prozent aus 4000 Prozent herabgesetzt wird. Die starren Stundenzulageni bleiben im allgemeinen unverändert, nur bei den Frauen unid bor den verheirateten Mänmrn unter 22 Jahren werden sie unr 100 K. pro Stunde erhöht, wodurch der sn dev Herabsetzung der gleitenden Teuerungszulage von 4800t Prozent aus 4000 Prozent bedingte Lohnabbau für diese ArbLitnohmer etwas gemildert wird. In gleicher Weise ist dies durch Erhöhung der starren Wochenzulagen der Lehrlinge geschehen. Der Lohnabbau bedeutet eine Kürzung der Löhne und AkkorÄe um ungefähr 11 bis 13 Pr^ent (durchschnittlich 12 Prozent) bei den Profissionisten (bei Hochverdieuero 14 PrMNt und darüber). Bei' den uirgckvnten Arbeitern: beträgt die Lohnkürzung 10 bis 12 ProMNt, inr Mittel ungefähr 11 Prozent. > Die Lohnkürzung ist bei den Frauev und Lchrlingen, M Anbetracht der niedrigeren Verdienste , dieser Kategorie, etwas geringer. Ein ähnlicher Mbau, wenn auch in anderer Form, wurde auch im Bereiche des Neunkirchner Verbandes vorgenormnen. Die Verhandlungen mit den A n'g < st e l l t e u o r g o nisationen, die sich ans die November- und Dezembo beziige ttnd die Neuredigieruirg des abgelaufenen Kolleiktft veittrages evsrreckerr, sind n o ch nicht abgeschlossen, Plünderung in Berk«. Berlin, 18. November. (Wolfs.) In Berlin-Eharlöttenburg wurde ein Blusengeschäft von einer über die geforderte Höhe der Preise empörten Menge geplündert. Lenernngrdemonstratlenen in Dresden. Dresden, 18. Novencher. (Wolff.) Heirte nachmittags veranstaltete eine Volksmenge, unter-der sich viele Erwerb' lose befarchen, Straßenkundgebungen gegen die Teuerung- In einigen Stadtvierteln wurden Lebensmittel- und Kon: ftktionsgefchäfie geplündert. Die'Polizei nahm mehrere Derhastungen vor. Die geraubten Gegenstände konnte'- zmn großen Teil wieder herbeigeschasftwerden. Die me sten Geschäftsinhaber hielten während der Kundgebung^ ihre Läden geschlossen. Die Straßenbahn he'' kehrte nicht, da das Personal zum Protest gegen dü kürzlich erfolgte Cntlasftmg von 400 Beamten und 251 Arbeitern den Betrieb stillgelegt hatte und ihn erst abends wieder anfuahm. Verletzungen stich nicht gemeldet worden« Es herrscht wieder Ryhe. zionWsches Landerkvmttee. Dtorgen um 6 llhr reguläre Silzu-Ng im Burea-ch' 2. Bez., Tabovsttaße 20 a. Das Neueste ist .... Das Neueste ist nämlich, -ah 8 plus-6 gleich 14 ist. Diese erstaunliche Tatsache bildet dak Gesprächsitheasia von ganz Wien. Man würde ja daran zr zweifeln wagen, aber der kleine Ignaz hat . es im> Mocnib Ausgabe ttir die erste Bürgerschule, entdeckt und wenn Pie Aus läge auch aus der Vorkriegszeit starnmt, s» sind doch Stimnter laut geworden, die für die Glaubwürdigkeit eine Hand in^ Feuer legten. In der Straßenbahn Ring-Rnnd fährt zweim^ täglich ein Mann, der behauptet, imstande zu. sein, von jede» belrebigen Betrag über 200.000 Kronen vierzehn Prozent te' rechnen zu können, als Entgelt fordert er. nur die Beträge, uu? die er sich verrechnet. In der Sttaßenbahn werden Ehrenbeleidigungen and' Mutmaßungen ausgeianscht, woher dä Index unseres Mißvergnügens stammt, der eine nennt andern einen saftigen Trottel, worauf der andere mit einear ungebildeten Pülcher auftvartet. Aber, obwohl die Disknsswr a-uf diese durchaus sachliche Weise geführt wird, kann keine voll. Einigkeit erzielt werden. Der Herr Regierungsrat sieht vi^ “ LL.5 ^9®.. 9 * ft ® » © P *. .OWWWM Nüll*. K 16.280 Vorzügliche Anzugstoffe . . K 45.860 K 22.190 \ Mantelvelours, reine Wolle K 52.350, K 79.860 B 28.250 Qute Doublestoffe . . . . X 4(800 Kann & Fried III., Linke Wieaxaüft 40, in üsfe 9541 45 312