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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-14 · Heft 1351 (14.11.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1351 (14.11.1922)
Date
1922-11-14
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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r*TT - 1-? V - 'VT'TSfW! «E> WWMWKWWM' «n,MM«z S35VCWW WkVIW-RsskIIWIV« >v. r»t^^<w«i/-4iaw' OrMs auch M ekESny dafür, «aru« dieses in -er Anerkennung der Relattoitölstheftie vorsichsiger \\\t «t «difftn fllauM.x als die gewiß ihrer' Vtran r-tkmch IBll bemutzken fchoebtschen. Gelehrten, den«» t>ie PreÜoesKfiunr oblag. Wir Wen dort nämlich — in einem SchnorrartLe! für Adolf Bartels — die beherzttzen§«irtcn Sätze: ,V«n Wert und die Bedeutung eines Volke» i yi i iitnt e % seine M Sn n «r Ne. bet «chtM Mitgefühl fürdieLeiden ihre» Vo lkes, die schöpferische Kraft ieuer Anfchauun - en besitzen u n d den Mu t und die Opferwilligdeit. sie gegen die Widerstünde von oben »i e. v o n unten durchzusetz eWar für -eitdeutschnattonalen Bartels gilt, zil! logifcherweise auch für den jiidtschnaiioneltn Einstein. Dank den Bemühungen der Hakenkreuzler degegneie -ie schLpsrnsche ffrait seiner rvuen Anschauungen den gehSssigfien Widerständen von »den und unten und er ließ e§ bei seinem Bestreben, jene trotzdem -urchzusetzen, weder an Mut und Opjerwilliakeit noch an echtem MtgrsÜhl für die Leiden seines Volkes fehlen, dessen Wert und Bedeutung demnach durch din jüngsten Nobelpreisträger m einer Veste deklariert wird, die für di« Verkünder der jüdischen FnferioriiÜt höchst blamabel ist. * Israel Perlstei» gestorben.. Am 10. d. verschied nach eamn langen Leiden,' drerunddreißig Jahre M, Israel Perl« stein. Cr repräsentierte den ThpuS emes ganzen Juden itrtb MenschM. Seiner tief religiösen Natur war da» BekomMis KE natirmalsm Judentu-m und zur zionistischen Bewegmyg etwas Sekbltverstimdliches. Er gehörte Zur Schar dorjeniM Zionisten, dre in aller Stille seomlSreich wirken. Cr besaß eM großes jüdisches Wffsen, und m- Kenntnis und die Liebe des niDtetnwt Hebräisch warm für ihn nÄürlich. - Sein. SveMaebtzet m der zionistischen Aübsit war der Keren Kajemech l'Jsrael. Ge war ein großer Bibliophile und sammelte stets seltene HÄvaioa .und Judaioa. Sei» FamtzlionWen war echt jüdisch. Er hmteckäßt eine Frcm und zwei minderjährige .Ander. Sönr innigster Wunsch, irr Evez Israel zu wirken, vliÄ «qjl leider versagt. Ch. T. * Der Stratzenbahnsahchreis am 15. November. Morgen gilt auf den städtischen Straßenbahnen der Werktagstarif. Es' haben dccher Frühfahrscheine, Hin-- und Mcksahrscheine -md Wochenkarten Gültigkeit. - * Der Jugeudgottes-ieusl für Volk«.. Bürgerimd Msttelschüterünnen) im Echuliahr 1922/23 Met in den Synagogen : L, Seitenstettengasse 4. N.. Tempelgasse 3. V., Sieben» 'brmnenMe 1». VI., Schmalzhofaasft r.VIH.. NeudeggerM« 12, DL; Mllnergaste 21, X. Kumbvmgafse 27, XV., Turnergasse 22, XVI., Hubergaffe 8, XVIII., Schvxenhauerfiratze 39, XIX., Dollibergasst 8. XX., Kluekygaste l l. XXL, «otzmetstergass« 13 am :8. November, 16. Dezember 1827, 20. Fanner, 25. Februar, 17. Mürz, 14. April, 35. Mai und 23. Juni 1823 um 3 Ahr nechvitttag» statt. * Achtung 99t WshltiMskeir»sch»ra-lar». Ein etwa 30 5is 40jähriger Wann sammelt aus schwindelhaiteweisr mit einer gefälschten Legitimation sngrblich für Witwen, und Waise» der LicherhetlSwache. bann auch für ein angeblicher Fefiakadeinie in der «osburg für ffriegerwilwen und für den Verband zur Dolsen'ktnderbekleidung. Vor bem Betrüget sei elndringlichst gewarnt. I» den Pranken eines Acren."Gestern vormittags hat sich im Schönbrunner Tiergarten ein aufschenerregepdev Vorfall abgespielt. Der Asähvige Wrtnergchrlfe Erich Lampet in Meidling wohnhaft, der bei der Garterwerwaltrrna in Schönbrnnn angestellt ist, wollte, wie alltäglich, ans Liebhaberei einen Bären füttern, vjc reichte dem Tier,' das sonst schr friedlich und KUtraulich ist, eineu. Bifie-n mit der' techten Hand durch das Gitter in dm Käfig. Anstatt wie sonst, den Brocken zu erhaschen, richtete der Bar sich plötzlich Es und versetzte dem Gärtnergchilfen mit beiden Borderprarckn mchrere^ Schläge und umklammerte schließlich seinen rechten Arm und riß derartigem an diesem, daß der Mann vor Schmerzen bewußtlos zusammenstürzte. Inzwischen waren andere in fcec Nähe weilende Arbeitskollegen herbeigestürmt und cs. gelang chnen noch rechtzeitig, dm Kollegen aus seiner gestchrdollvn Lage zu befreien. Die Hietzmger srevtvilligr Rettungsgesellschaft wurde berufen und der Infpektimrsarzt stellte bei dem Bewußtlosen eine Zerfleischung des rechten Unterarmes, Handgelenks und tzrei mißwunden am Oberarme fest, von denen oimK gienrlich tief sind. Er wurde verbunden rnrd im Sanitätsauw in das Rochusspital gebracht. - :i:, Lhasa weiter die „verbotene StM". 'Nachdem die englische Expedition von Nounahusbarsd.1904.in der R^'idenz deS Dalai Lama, in -dem bis d)in von undurchdringlichem Gel-emmis umgebenLn Lhasa emgezoKen war,.glaubte man, daß die Hauptstadt Tibets auch anderen Europäern zugän^lich sein werde. Einige Engländer kamen <mch herein, so noch nn Jahre 1920 der Telegravhenürgenieur I. Fairley, der vom Dcrlai Lama vnrpsangLN wurde. Nun aber hat der Beherrscher TibetS der Britischen bilddhistifchen Mssiosi den Zutritt zu der Stadt verboten. Diese Expedstron, die aus einer Anzahl englischer Gelehrter kestzcht und wissenschaftliche, hauptsächlich anthropoloaische Zwecke verfolgt, darf Lhasa nickt betreten. Nach der Erklärung des Dccläi Lama soll die Stabt allen außer „offiziellen Besuchern" Weiler verboten bleiben. * Erzeuguna falscher tscheckischer 590 Kroueu-Noten. Am 4. d. wurden, Wfe gemeldet, -auf Anzeige eines Bankiers in Kopenhagen zwei ÄuSlandor, Kieselstein und, Sommerstein, vechcrstet, well sie chm »me Aaucchl faivscher tsch^HlMcMcher Banknoten zu 590 Kronen vemmst halten. SicgmTmd KieMtein, offenbar, der gefährlichere der beiden, ist ein aeMvtmx Wiener, 27 Jahre alt und für getvöhMch hier ansässig. GeschDtswism führen ihn ober durch den ganzen . KonitM-ent. Sein Gewerbe schemt bloß in der' Bertwöbmvg falscher Baacknotm zu bästehsn, woW er.hnmer die bester«, . Valuten wählt. Et «mtz emer weitver^ve-Mn Bande angewren, deren MWieder in Wien, Pta«,, Berlin, Low- >o-n ustv., sitzrn< Das FLlfcherWvowe scheint sr setzt drei Mähren mEMbem. K o 1 a nd»Ö li ti n © # (Freie ]9d. Volksbühne) ' Ensemble-Gastspieh der WiLNAEft TRIÜPPlß Heute Dienstag den 14. November 1922, t MJUr abfod« (Zwischen ~awei WoUen)' DramtUßche ia 3 Akten_von Schv Au-»kl ,' 9842 » ArdNfcha AnfchntzKredÜ». Nachdem in jüngsier Jett die infolge der Geldentwertung notivendigen ZuschuMedile me die Derwaltungrgrupp-.. V „Technische An-tlegrnheilen" .und für die Derwanungsaruppe Vll ..Städtische Ilnttrmhmungen'^ dewilligt worden und. hatte sich gestern der FinanzauMuß di» Gememderakes ^mii den ZuschußKrediten für drei wiltett Abteilungen der stSülischen Verwaltung zu beschäftigen, ffür die Gruppe „W o h l s a b r t s w e s e n" werden mrgesamt 27 Milliarden an Zuschußkredit — bei einem Sesamtmrhrersordernis von S5'5 Mtlltarnen — angesprochen. Für Sozi alp.olt»tt k u n d W o b n u n g » w e f e n sind 83'S Millionen erforderlich. Die Derwaltun-sgruppr „Allgemeine Derw»ttung«qngrlegenheilen" beanlpruchk W Milliarden, die flädtifcheFeuerwehr 21» Millionen. Außerdem.dewiMgte der Finanzausschuß M Millionen für die Derllgung -er städkichen Kinbertterberge Sibesdrunnergasse in die Baracken des ehemaligen amerikanischen Kinderspilals am Tivoli. . Wetlerhsrtchl. Sestern morgen»- war © in Lndl und Salzburg klar, im übrigen Oesterreich trüb und neblig. Auch tagsüber blieb rs im Westrn trüb, in Wien brach nachmittaKS die Sonne durch. Abends war der Limmel «olmmlor. Mr»en» hatte es stellenweise unter Bull Grad. Voraussage : L e r e* schendes Wetter anhaltend, nachts klär, tagsüber trüb und neblig. Morgenfrost. Vereine. Bortrikge «ad Versammdmge«. Lander verband Z i o n t sti f ch er . G tu» deuten. Donnerstag den 16. b,,- ^/,8 Ahr abends, in der Lese- und Redehalle. IX., Türkenstraße 9, dringende Sitzung. — Lebräischer Klub, II., Taborsiraße 1, Mezzanin. Leute. 7 Ilhr atendr, Eröffnung der Lesehalle. Neueste hebräische Zrtkschrtsten liegen auf. —r Zionistische Lugendgruppe X X, K u l t u r s«k t i o n, XX., Karl Meißlstraße 5. Dienstag den 14. d.» 7 Uhr, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: .Literarischer Abend" am 31. s. im Svtel Bayrischer «vf. — Fio»i»rsch e Sebtton für den VI„ VII. und VIH. Bezirk. Leute. 8Uhr abends, im neuen Keim rVliI.. Bennoplah l), Prof. Artur Freund: „Dir politische Lage und dar Judentum." Ferner: Krau Berta Eonried-Richser. Äezitätton: Serr «ermann Gottlied, Violine: Frau Gisela Faidab, Gesang. Am. Klaviere Frau Goldschmied. X Technisches Museum. Mittwoch den 16. d. (Leopoidstag) finden um 7,lo Ilhr, 10 Ilhr und 7,11 Ilhr vormittags, Führungen für die Muieumrbeiucher zugunsten-© Notstanbsfonds der Museumsangestellten statt. Urania. Leute, 5 Uhr fGroßer Saal): Beherrscher der Lüste. 7*6 Uhr (Kleiner Saal) : Sosrat Ingenieur Rudolf D o z d e n a: Goldmacherbunst, M. 7,6 Uhr (Surrsaal>: Oberrechnungtrat Rodert Baller: Einführung in die photographische Praxis, I. 7,6 Ubr (Kludsaal): vr. Josef Z u th: V.Wrupg mL.das Sitarrensplel XI. 7,8 Uhr (Großer Saal): Slestrvy. ^8 Uhr (Kleiner Saal); Schifftbauinspeulor Fug. Sang K o lb o w: Einführung in die Beobachtung des gestimten Simmels, V. 7,8 Uhr (Äurifaal): Überbaürat Zng. Josef L S v y : Grundlagen der Starkstrom». Elektrotechnik. 7,8 Uhr (Kludfest): Dr. Josef Z u t h: Deutscher Volkrgelang zur Gitarre, XI. 7 Uhr (Mikroskopier-Saal): Dr. Alfred L i m b e r g e r: Anatomie der Pflanze, Vll. * Der Gas- und Strompreis in dieser Woche. Auch in dieser Woche ist wieder der GaSpreis unverändert Mlicksn, dcr elektrische Strom billiger geworden. Dg jchoch oke Gestchungsko-sten des Gü-seS durch den Marksturz M gesteigert hcckm. wurve der Wochenpreis mit IM K. aegsnÜbeLlW K. in -de.: Vorwoche errechnet. »Der zu zahlende 'DutchschnittSpreis l'cirägt unverändert L000 K. Beim elektrischen Strom ergaben sich als Wochenpreise 435 /KMovWoche 438 K.) Mr. Licht nick >'V7 K. (Vorwoche. 299 K.) für, KM, als DuMchMSpMe,, die fiir den in dieser Woche Melofenckr Vevbraitch gezahlt tver- Sie LebenMittelmörtte. Billigeres Fleisch z» erwarten. In der Großmarkthalle sowohl als auchauf allen übrigen-MärÜen warm gestern derartig große Mischmengen, die noch vom Samstag erübrigt worden waren, an geboten, daß sich diL Fleischhauer bemWen, sie Mr zu sedein Mnchmbaren- PMs anzuovingen. Der Absatz war jedoch wie gewöhnlich am Montag gering. Da noch immer große Bestände unverkauft snrd und der Anstrich auf dem äestriM Markte in St. Mrx Wunders gincktig ausgefallen ist — eS waren ungefähr 4000 Stück Schlachtrinder angemMet— wird ein namhaftes Sinken der Preise für RiMmsch und auch für die ande-ren Wchschsorten im Lcm.se der nächsten Tage erwartet. Die Gruuwarenmarkte waren "West Über Bedavf! beschickt,, da die Mchfrage außerordentlich schwach ist. Besonders gutsind' Vre Arckünste von Kartoffeln, die zu einem Preise von 080 K. pw Kilogramm angefangen, angeboten wurden, jedoch Mr geriMM Interesse begegneten. Aus Italien waren ärößiere S-endungen von Kartoffel mch- Fisolen eingetroffen. Achtere notierten mit 9000 bis 10.000 K. bas Kilogramm. Obst ist gleichfalls in großen Mengen auf dem Markte, wirb jedoch nur toerno. gekauft. - Das Angebot in Eiern hat sich tvesentlich oebefsert, doch ist der , Matz selbst -bei den sogenannten ermäßraten Preisen von 2400-vis 2800 K. pro Stück äußerst gering. AuGillenderweise.ist :für Butter trotz deS unverändert hohen Preises und trotz der über Bedarf einlangenden Merrgen lebhaftere Nachfrage zn ibedbachten. Ritter Maubmts achte Fra«". (Deutsches Volkstheater.) Savoirs „Ritter Blaubarts achte Frau" ist bis ist Ben dritten Akt htznein ein auSMdichnetes, witziges Lust» spiel, pon ba ab ein fwuMscher Schwank mit respektalblM OWMtem Uebervaschende Wendungen, priökelnder Dialog» gelütiAe lSzenensührustg. Wenn das -Opus gegen Schluß hin tnatter^Dr-, ifiInfestwm' Stöm Mwt W mnüfante Nück wie eine Parodie <m-f>„D4t-'Wider» MDEn-tzälMnog"-an. S<i e, -die MderspenstW, zähmt - nämlich-ihn. Frau Steinsieck ist in der Hauptrolle sö hevb-att-< irultig- .so scharnMiit^ und.MW>gen-hnmokvoll,..d(lß^ djesr,.Mne. Widersp^iistlge allein den trüge. Wvr7'Ä-e!r'ii'sr- Kable< 'ehr.anaen-^n (wenn cutdb tüi<k tmmr ^»rstäMick). I w ft l d als unfähiger Detektiv ganz herckorragchh, die Herren D u-m o-wtuild GHn a sehr echmpeyd (letzttttr--beginnt sich allerdings im Possenreißen zu gefallen), alle -MevM Mitwirken-dur, vor allem Frau V o I ck M a v und Herr D r ab p» voll Bedienst, Friedrich ft o s e n 1 hü ts SMkeitung vorzüglich — kurz, ein fröhlicher Abend, dessen Erfolg die Sorgen rheS Direktors und Kassiers-mTdern dürfte^ ( O. A. Tschechisches Kkodtttrönzeri. Ein knteveffantes KmGrt wird, am 16. b, inr Kleinen MufiSversinSfaal stattffrvdoN. Die begabten tschechischen Komponisten Wenzel ff a p t a i mch Professor Ludwig Kundera werden auf zwei Klavieren ein glanzendes Programm von hervorragenden tWchsscherr und fremden ffonpositionen züm Bvrtrag bringen. Eine Liebermann-Aussttlluna in New-Bork. Im nächsterr Jahre wird einer der hervorragendsten Nckv-NorSer Kunsthand-- ler ein^ große Liebermann-AuSsteNung veoanstalten. Die Werve des Meisters sind auch vor dem Kriege nur vereinzelt «ach Amerika gelängt, einige davon sind übrigens inzwischen-nach Deutschland zurückgegangen. Nun: sollen! in chwV repräsentativen Ausstellung ältere und «euere Werse Max LiebevmannS in New-Nork «zeigt , werden.. Dafür' find bestimmt: Voran däS Bildnis Professor Albert Ein st ei ns, das Liebemann jüngst vollendet hat. Dann von seinen letzten Gemälden ein paar farbig köstliche Bilder aus dem Garten in Wannses und ein Konzertbild mit den Köpfe» der ZuhSror im Vordergründe, daS auf Stuvi-eu in dm Konzertsälen Beilins aufgebaut ist . A«, dw Uratm». Sm Oper n lch e a t t t wird morgen Me „ff 6 n 1 p t», o n Sab o* gtgevkn. j ÄM B urg th rate r «rlängt msraen, am 60.$ burlssägtz Gerhort ffauptmannr, L Uhr nachmmags, äußer dr;?. Fahres-!i«S Stammfthadonnement «Dte oerfunkl s» <- Gtocks* zur StuWrung. Es wirken mit die Damm Burg. Furla. Land!. Mayen, «sf«r. Senders und Wilde, dle fferren ffbbling, Moser, Seydelmann, Stebert, Strähnt und Lreßier. Morgen, 1 Uhr abends, geht Sei Feftveleuchmns bas Schauspiel -Rose Bernd' von «Äan Kouptmann mit den Damen »leidtreu, Bürg» ffetmanottt, Medelskv, Osten und Wllbe, den fferren writtf, Keller, ffbdlina» Panlsen^ Schmidt, Seydrlmann. Strähnt, Treßler und Wawra tn Szene. Erhöhte Preise. S« Slkademiethaa.ter wird morgen, S Uhr nachmittags, »Der Bibliothekarvon G. v. Möser aufgeführt.' — 7,8 Uhr abesk» wird zu erhöhten Preisen .Doktv» ff laus" von Adolph L'Arronge gegeben/ 2m Deutschen Volkstheater wirb heute die Feter von Serbart Sauptmmns 60. Geburtstage mit der Auffübrung von ^Einsame Men s ch e n* fottgescht. Frl. Lora Busch fptett zum ersten Male die Anna Mhr und Serr Ludwig GViser den Pastor. — Für Donnerstag den 18. wurde Strindberg» .Rauf ch* «mefetzs. G a y sp 1 a l der W t l n a e r (Aolandbühnes. Beute ^Der Dyb uk". — Morgen,7M, flibetdieEtfiaujfStzrun» der mystischen Traßbdtß von Sch. «n-ftl Lag Und Nachtstatt. Ser erschossene Wachmmm. Der Angeklagte Stephan Holik bestreitet iw der end" schiedensten Weise, daß e-r den Wachmann Demel erschossen habe. ' - , . - Als ihm der Vorsitzende die Beschuldigung des Marzial vorhält, sagt Holik: „Das ist nicht wahr, der Marzial hat „an Rachen" aus mich, weil ich bei der Vechandlung das Richtige g-sagt Hab'." Verteidiger Dr. Hoch singe r stellt darauf den Antrag, einen Brief des MarM zu verlesen, - den dieser auS der Ilntersuchu.ugsWt an feine Gattin gerichtet hat.' In dem darauf zur Berlesung gesangeuden Brief erzählt Marztzal, daß ihm geträumt habe, ein auf der Erde liegender toter Soldat halle ihn immer sö irauvig angesehen, als wollte er sägen: Warum hast du das getan? — Weiter heißt es in dem Brief: ,^Jch bin mir ja meiner Schuld bewußt. Warstm häbe ich, mich nicht schön lange früher der Poltzei gestellt." Dr. Hoch fing er: Ich will mr feststellen, in dem Boies heißt es msdrücklich: „Ich bin mir meiner Schuld betvnßt." Trvtzdenr will Mar-sial jetzt den Mord auf HM abwälzen. Es wird hierauf die Angeklagte Marie Marzicrl einverrronrlnen, die angibt, daß ihr Gotte, der Angeklagte Fwi:z Morzial, eines Abends -von dem Schweinedrebftahl erzählt habe rmd wie er mit ssinsn Genossen nach voÜbrqchter Dat von einem Wachmann angehalten wurde. Ihr Mann sei mit dem „Wächter in ein G'wiirgst kommen," dann sei der Holik „sugig'spvupgen" und habe den Wachmann von der. Seile niedergeschossen. Die Morzial gibt weiter an, daß der Holik ihrem Gatten bei der Vorbereitung des Schwe'Nted'icbstahls eingeschärft habe, bei dem geringsten Ztvischenfall, wenn was immer sei, nur gleich zu schießen, „nur schießen, schießen, schießen!" , Der Angeklagte.Rickolf Burbela bekennt sich des Diebstahls schlrldig. — Bors.: Wovon haben Sie ncich dem Umsturz gelebt? — An ge kl.: Vom Hamstern. — Bors.: Sie nennen >,hamstern", was andere „stehlen" ,,neunen. (Heiterkeit.) — Heber das Zusammentreffen mit dein Stad!- schutzmann Demel gibt'der Angeklagte sehr ausweichende Aut-- Worten. Er sucht die Hauptschuldigen zu entlasten. Beatrix Holik stellt jede Beteiligimg an den Diebstäh.cil in Abrede. - In später Nachtstunde wurde die Verhandlung hierauf abgebrochen.' Sie Wird heute abends zu Ende geführt. M belgW-öftetterchische semWte KchietzssMchtshmin Paris. - Heute beginnt in- Paris ditz^rste Tagung des durch dcst AWshortzD vpu Saintt Gernmiir VorgeMenen Geiuischk'ii Schiedsgerrchtshofeß, der die Streitigkeiten zwischen beWscheri Staachangehörigeil emerseits und der österreichischen RchirblH sin8?österre!chlsche.ii 'StäätsaugHijritzen ^chchcrerssits en-ls'cheiöcn soll. Den Pnrsitz führt Mul.Mo >:i au d.Professor an de? v*-'yx^ r-/-.

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