Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1349 (12.11.1922)
- Date
- 1922-11-12
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 Wien, Sonntag LVreslsr MorDenzerturiG. dem Hcmptckrbcnrdc angeschlossenen sachlick>en und ter- :üorialen Verbände beruhte, dargologt, -ah die Einführung »er Waremnnsatzsteiier als PHasenstiener eine der illerschwersien Gefährdungen der österreichrchen industriellen und gewerblichen Pro- »uktion sowie der österreichischen Volkswirtschaft bedeuten ndrde. Die österreichische industrielle und. gewerbliche Proinktion ist mit 70 bis'90 Prozent ihrer Erzeugung auf die Ans-- i'br angewiesen. Eine - Phasensteuer würde fine derartige Bor- >c!astun(; der Produktion bedeuten, daß die Exportfähig- "eit a b s olut unterbunden werden würde. Hierbei nnß darart erinnert werden, dah bei einer Stabilisierung der :7ichr-nng der Export unserer Industrie, deren Konkurvmzäyigkeit schon heute in Frage gestellt ist, auf große Schwierig- -eiten stoßen wird. Daneben würde aber die Phasensteiter für ausländisch e Konkurrenten mrf dem In-' andöinartie eine Importprämie bedeuten, tveil die Ertissllng der GesamMastung des österreichischen Produktes bei >er Vielfältigkeit und Nnabsehbarkeit des Produktionsprozesses sei der Phasensteuer undurchführbar und auch ein verläßlicher tlusgi'eich gegenüber dem eingeführten ausländischen Fertigprodukt durch irgend welche Pauschalievungsvers-uche unmöglich st. Die Handhabung und Kontrolle ist, wie das italienische «cispiel zeigt, bei der bloße« Bestenevnng des Uebergcmges des Endproduktes in die letzte Hand viel leichter, als'bei der lZhasensteuer und daher auch der finangielle Erfolg ein geicherierer und die Gefahr des Uobechandnohmens des illerst'ttnen Handels eine weit geringere. Einzig und allein die ^inalsteuer bedeutet eine Gleichmäßigkeit der Aelastung, während, die Belastung einzelner Industrien r'nd Abnehmer dieser Industrien durch die Phasensteuer von Zufälligkeiten des Produktionsprozesses Abhängig wäre. Die Stellung des Ättailhandels tväre gleichzeitig noch wert geahcketer, tveil er bei der Phasensteuer schon mit der Ware die ünzelnen Stadien der Phasensteuer Mitbezahlen, daher vorausecwu müßte, ehe er selbst den Erlös für die Ware erhält, schließlich läßt nur die Besteuerung des Endproduktes ine Berücksichtigung lebenswichtiger Artikel durch eine Be- -egung mit einem niedrigeren Satze zu, während bei der l.rhasenfteuer eine solche Differenzierung mvnoglich wäre und >te Belastung 'des Produktes nicht von seiner WirtschaMchen ^otwei'.digkeit nnd- Bedenbu-ng im WirtschaMchen Prozeß über-;anps, sondern nur von den Zufälligkeiten des Produktionsrrozesses abhängig gemacht Wecken kann, Mimagrofl» B#rs«B«KommlMloiiftgeschiHll und Wechseüstub« M Bk-Qi«b A Ca WIm, V. HoN«diiullengi8M 11 4027- Werden wir die Kredite bekomme«? «mer «n Donrersrag nbaehaltenen VerstMrmLung im JrMvstriell-eMklub war l-wnideskangler Dr. Seipel ovschiensn mck hielt eine Rede, tat -,er er seine Politik verteidigte und'sich mit feinen KrMer-n luseinandevsetzie. Dr. SsipeL verwies daraus, daß ohne die von bnr besolate Methode, Oesterreich die auswärtige Hilfe zu v-erchaffen,. die gewiffe SbabiMieamg der Wähoung, jene Veriudeömvg auf dem Geldmärkte, die wieder zu einem fallendem vndex^sührtsn, und' jen-es StandhaLten geMNÜiber einem K.arksturz, wie er früher nicht da war, Wicht zu erreichen Wvesen wäre. Es sei nicht.abzuseihen, was in diesem Lande oinsetreten wäre, wenn wir jene andere politische Methode hätten Inhalten wollen. Zu der Frage übergehend» ab wir Aussicht naben, die. Kredite wirklich zu bekommen, oder ob wjp.. einer wwem großen Eurtärq'chrmg entgegongehen, erklärte der Bnnitzskan-zler) er könne eine MM RMe von G-rüircken.anführen, >ie aerade jetzt den Optimismus rechtfertige«. ,Me Regierungen »ergroßen Wachte und unserer wichtigstem Äcachmwstaiaten mben sich geonnden, uns für die notwondiGn Kredite die rtaatsga-rantie zu geben. Der Völkerbund, dessen Dasein und ünstchen davon abhänpt, ob er -in der Merrvichifchan Frage Smroriräi zeigt, hat sich für die Hilf« verbürgt. Daß es chm 'ntji i)t, Wort zu halten, ersehen wir daraus, daß die proviforiche Delegarion des Völkerbundes pünktlich hichvr gekommen ist, n-n uns an der Ausstellung eines Sy-stems für die llebeirganHs- Mt und an der Herstellung £el Finals und R-esorimpvopnnmes gearbeitet und den Mur -bewiesen hat, uns schon für >ie UöbergangszeA einen Teil der Auslandsbrodiie in Aussicht jU stellen? Es spricht auch für den Ernst, mit dem nran dre?ache aufsaßt, daß sehr bald der vom Völkerbund j.u beste l'lende General kommisfär nominiert »erden und bei uns ein treffen wird. Man wird -ihn aber nicht hieher setzen können, um ihn nach vinigsr Zeit nach .Haufe zu schicken und zu sagen,, es folge nichts weiteres, »s körnen keine .Kredite, er -hätte -daher hier nichts weiter zu un. Das alles sind Zeichen, daß wir nicht vergeblich hoffen, ,-nd ich glaube vierdasselbe j*veu zu fäituön, was -ich neulich vsm hohen Hause am Ring dLs 11 November gesagt habe: Wenn, dieses Werk jitm Scheitern Gebracht wird, wick es durch uns zm Scheitern ackrackn und nicht mehr. durch jemand von draußen." Der Notenurnlaus in Ungarn. Nach dem Austveise des ungarischen staatlichen Notenmstiiut.es vorn 7. d. ist der Staatslwienuntlaus-rn der ersten Novemberwoche um 2 auf 67,9 Milliarden Kronen zuriickgsgangen. Der Staat hat das Institut in -der Berichtswoche nicht in Anspruch genourmen, die Vorschüsse an die Staatskasse sind mit 12 Milliarden, unveränden geblieben. Der WechseteÄompte ist um 185 Millionen zmüäge gangen. Das französisch- Defizit und die. Steverertragnifse in Frankreich. Paris, 11. November. (Havas.) Der Ertrag der indirekten Steuern ' und Staatsmvnöpole für den Dio-uat Oktober dieses Jahres beläuft sich auf 1^606,662.000 FvanLen. Diese bisher noch nie erreichte Ziffer bedeutet ein Mehrerträgnis von 69,668.800 Franken gegenüber dem Budget- Voranschlag und eine Zuavaihme von-107,651.000 Franken um Verglich mit Oktober 1921. Die in den vocheogchendon Monaten sestgestellte Besserung hat sich noch.verstärkt. Zum erstenuml seit Beginn -des Jahres.ist ein Melnerträgnis gegenüber dem Budget voran schlag M ve-MÜhnen;. es beträgt 4 Prozent. FinanAminister de Lastet,rie erklärte in der Finanzkommifsicm des Staates, bis Ende dieses Iahers wecke gegenüber dem Stecierertrag des Jahres 1921 ein Mehrertragnrs von zwei Milliarden zu verzeichnen sein. Schon jetzt betrage es für die ersten -zehn Monate des Iahers 1.614,450.000 Franken. Der Minister fügte huiM. daß durch eine straffeve Handhabung der bestehenden Steuevgesetze der Ertrag in den nächsten zwei oder drei Budgetjahren das Defizit decke« werde. ' Die.Morkenstvertlms. Die ReiDnwpk.hat. sich. gestenr.. in Zürich auf dem Staride.von 0,07 nicht behaupten Asmven. und' ist auf 0,0676 gesunken.. Jn-solgedess-än find die' fremde« "Zah-. iknvgsmittel m Borlül wieder emporyeschmllt und. der Dollar überschritt > -dort von^ 7655,80. n»i»oMh .den. St-aird von. 8000, . der französische Franken Vovtvuarie sich um vund 32 Mark auf 518, obwohl Zahlung Pavis -m Zürich Wvückgegcmgen ist. Di-e D-wwrchvschen Zahlungsmi-M no-tieirtisn gestern in Zürich im° verändert, in Berlin -ist Zahümg Wien von 9P7 auf 10,47 gesbregsn. Oesterreichiische Kreditanstalt für Handel und Gewerbe. Nachdem die Ka-pitalsverumhvuug mit vollenr Erfolge dnrchgcfühvt ist, wurde das Garantie-Syndikat für die Begebung 'der Aktien aufgelöst. «. E. G. Uni««-«le»r*iriW»-«es4llsch«kl. V»n de« auf Gnnck der «cherorde«tlichen Gmrralversammtunr v»« 8. d. »eu zur Aus««l>e. tel«m«enden, ad .1. Jänner 19*2 dividend«,» berechtigten «dtien der 4l. «. Ä. 1lni»n-Elekirit,trb-°»eseM«si mecken 281.2SO chtttck den.bickerckm Mtionären zum Pretle »o« '16.000 Ä. tel quel per Sinck derart zum Bezüge anieboten, daß ans je4 alte Aktien je 'ei ne neue Aktie dazogen «erden Kon«. Das Bezugsrecht ist bei sonstigem Verfall in der Zeit vom 13. ). dir ».«ischli.'stkch 21. d. kel der Astgemeinen Mrreichischen . Vlcke«-Lr»dii-Anstalt oder der Oesterreichtfchen Lredit-Anstalt Dr Kackdei und Geverbe, Me», «uszuüb«'. o Zur Frage des HauStrunkes. Laudesweinbaudirektor Reckendorser sendet uns eine aufklävende Darstellung über den Haust-vum der Weinbauer, der u./l. zu enrn-hnl-:n ist: Für den Begriff „Harvstrunk" läßt sich eine schavsc Tesinirion nicht geben. -Nach Sprachgebrauch und Gchvohnheitsrechi kann darunter vevstaniden werdm: Tresterwein, Hefewoin, Obstwein, Hefey-veßwein -nnd der im Haushalte verwendete Bollwein. Tresterwein wird bersitet,'indem man die Presierückstämtze der Trauben -mit Wasser anstellt, nochmals preßt, das ablaufende Tvöstevwvsser mit Zucker und Säure versetzt und m Gärung bringt. Der so entstandene Tresterwein hat etwa vier Bolumpvozent Mohos,. also -beiläufig soviel wie Mzugbi-cr, schmeckt schwach wein-ig. und säuerlich und ist in -den Hauerwwtschaften als Haustrunk beliebt. Em Liter Trostevwein stellt sich 'be-mr heutigen Zucker- und Weinsäurepreis aus etwa.900 -bis 1000 K. Trefderwein darf nach dem Weingesetze weder verkauft noch Vevwüscht wecken. Bei der Bereitung d-s Traubenha-ustrunkes aus den- Presserückständen schwebt das Ziel vor, die Hauertvirtschoft bawpjfächlich mit ErfatzMtränben zu versorgen und den Vollwein restlos auf den Markt zu wringen, um den Import fremder Weine zu vermrndern und den Export ' heimischer Produkte zu heben. Der Haust runkbedorf der Ha-uLvwivjfchaist«m dürste im kommenden Jahre bis zu 90 Prozent durch Tvelievtvein gedeckt werden. Hesewein ist em schwach, alkoholisches Getränk, das entsteht, wenn man dickflüssige Weirchefe mit Zuckerwasier - versetzt und neuerlich in Gärung bringt. Hefewein ist steuerpflichtig; nur. soweit er zum Ersatz für Tresterwein oder Äollwein in der Produzentenwivtschaft herangezogen wecken muß, ist er steuerfrei. Obstwein rst, sofern er vom Wvmhcmer |$uir HcvuÄrunk angekauft wird, steuerpflichtig. Dem Weinhauer steht aber b-eim'Zutveffen gewisser gesetzlicher Voraussetzungen -das Recht zu, mi Ruckersatz des ausgÄ-ogten Steuerbot vages anKusPrechen. Von dichem Rechte -dürfte noch nie Gebrauch gemacht worden sein. Die Hauptorganifrrtion der Wernbautreibeniden Oestereichs. hat auch anläßlich -der Beratung des Sanievungsprogramms der Regierung eMärt, ans die Rückvergütung dev Steuern für angekauften Hausirunk zu verzichten, und die Vollv'schamrnlung der Landeslandwirtschastskammer - hat in diesem Sinne 'beschlossen. Hefepreßwein wird gewonnen, wenn man die -dickflüsiige Hefe, die nach aer (i)ärung aus -dem Itmgwem ausscheidet, abpreßt. Hefepreßwein ist wegen seines unangenehmen Hefe- oder Logerg-eschmackes anwerkä-wflich, tvtck daher als Hausirunk oder nach amtlicher Denaturierrl-ng zur Essrgerzeugurkg verwendet. Er ist stearerpfttchtig. Vvllwein (Eigenban) darf in den Hauer- .wrrtschoften dann lm gesetzlich sestgelegden Ausmaß als Hauswunt verwendet werden, wenn es an Ersatzgeträr^en vollko-mmen fehlt. Von dieser gesetzlichen'Begünstigung Wwd ünm-vr weniger Gebrauch genracht. Der Tresterwem entspricht s-einoni Zwecke voillho-mwon und -ist wesentlich bAiger; die Tresterwembsreitung -bürgert sich immer mehr ein und iw Qualität wird iirnncr kesser. Auch Obstwe.rn wird in steigenden Mengen in beat Wirtschaften der Wcncha-uer -uni Haustr-unk heran gezogen, wogegen nnt Volltvem sehr gespart nnd er fast me Pur, sondern in' Mrschung mit Ersatzgetränkrn oder'Wasser als .^-auswunk verwendet wird. Verwertung des staatlichen J«d»chriewerkes in Klosterneuburg. Die O-eir-craldivektivn der staatlichen Industriewerke, Wien, 1. Beq., Postgass-e 8, wick demnächst ihre Liquidation beenden, -da die ihrer Verwaltung unterstellt gewesenen staatlichen Industrie-werke. Arsenal, die Wöllersdorfer Werke, die JMlstriewerke Fischamen-d und die Wörther Werke in andere Betriebsformen üverführt lvorden sind. Gegenwärtig steht nur noch das staatliche Indristriewevk in KlosternArbnrg (das ehemalige Trainzeugsdepot) in ihrer Verwaltung, das sie mm, wie aus -der in der „Wiener .Zeitung" von: 11. d. enthaltenen öffentlichen Atlssch-rerbung ersichtlich, ebenfalls zu vevloerten strebt. Schwierigkeiten bei der Begebung tom 500.000 Kronen- Schejnen in Deutschland. Airs Salzburg wick geureldei: W« dem „Sa-lzburger VMsdto-tt" »nitgeteÄt wvck,.stoßen die neuem 500.000 5vwnAi-Scheine im Deutsch-laud aus' große AbmÜMNrg. Tie meisten Banken wollen die Scheine überhaupt nicht' annehmen, an-deve lvieder nur zum halben Werte, toeiT sie angeblich bürfenmäßig nicht gehandelt wecken. Die Verwendung der amerikanischen Anleihe für Ingoslawie». Aus- BelmÄd,. 11. d., wvck gemÄdet: Aus - der amerikanischen Anleihe sirvd nrenmvhr die Kredite für -die einzetnon Reswrtforderungein anfaestellt.worden. Dcmdnter 'befinden sich zwei Posten zur Begfeichnng von R-echnun-gen nach Oesterwich im Äes-cEbetvage von 8V Mölttonen Kvanen für WagMmreparatuven. Deutsches Kapital für die ukrainischen Zuckerrasfinerien. Ms Moskau, 11.. d., wick der. ,Miener Morgenzeitung" gemeßdet: Bertveter der Dentschen. Bank führen gvge-nwärÄg «i Kiew Verhandlnngen, um eine Konzession zur ExipluMe»' rung ckn 41 sMiogenden Zucker ras ft neri-en zu ochäl» t-m. Die Svwietregienmg ist bereit,, die Konzession Mtber dar BeidstMUda zu gelvähren, daß vm.Tei-t. der.Produktion M.den. Staat saue. Die Vertreter der-'gewünnten Bank «mövresiieven sich auch für Znckerrassinevien in der Provinz CharkM.» Pferdeexport aus Ungarn Me imgavilsche Regieumg wick m den nächsteit' Tagen om-e Be vockwpng erlassen, durch die die Mhattuwg eines Export-Weckemarwes in jeder zweiten Woche gestattet wecken soll. Es sollen an jedsin' Markttage 600 Pfvcke zum Export angekanst >md -egen Entrichtung', einer Exportabgalbe von 30.M bis 40.000 ung. Kvonen ausgeführ-t wecken ^di'wssu. Börse für lmdwirtschMNche Produkte. (Gigenbevicht der ,Meu-er DLorgenzestiüng".) Ben den übersee'schen V itzer liegen unveränderte PrelSuotiernngerl rrr. In Wksi».«».'?-' ist dl« Tendenz Aauer, die allgemein.' Kr.,n't7.t Europas, der außerowentliche Geldmangel, nim.lt anch wrt immer schärfere Formen an und trägt zur V.'rrins iruttg der Geschäftsumsätze bei. In. Ungarn nnd der. Tswewo-Slowotei war die Tendenz gleichfalls matt und in Iugoslatoien halten sich die Preise bei einzelnen Zerealien auf so hohem Stande, daß an einen Export in keinem Artikel geeaw: ^»wdere kann. Der Wiener Markt verkelirte m den letzten Tagen in etwas ruhigerer Haltung. Weizen wick von der Mieren Tntau und von Ungarn 'etwas, besser ausgeboten mck auch Eigner heimisck>er Ware betun-den setzt größeres Entgegenkemmen und halten nicht mehr so .starkIvie in der. Vorwoche an iyren Forderungen fest. Manitoba 1 biet>et teilweffe Rendenrent und stellt sich auf telva 14 holl. sl. waggonfrei Hamburg. Roggen n-ndieri weiter fest, da dieser Artikel im Inlande tatsächlich bere-ü's zu mangeln scheint. Der Bezug amerikanischen Roggens ist schwierig, denn die Ersahmmgen der heimischen Mahl" etablissements hmfichtbich der Bermahlrmg des Roggens , sind ziemlich ungünstig, da das amerikanische.Korn eine andere Type darstellt. Gerste ist gesucht, wenn auch das Geschäft eine besondere Lebhaftigkeit nicht zeigt. Im Wochenlaufe -besorgten heimische Brauereien größere Käufe, man schätzt den Preis <mf 3800 K. Feinste flowaksiche^ Gerste wick. für England gesucht-. In der Slowakei selbst liegt der Artikel fest . behauptet nnd macht sich guter Bedarf geltend, teilweise fiir Malzzwecke, teilweise zur Deckung -des Exportbegehres. Hier wertet slowaUHe Merkaniilgerste etwa 1.42,60 tschech. K. ab Marchegg. Für Mais tritt die Frage baffer hervor wie für Hafer, letzterer ist reichlichst offeriert und ftndet trotz sichr billiger Forderungen nur ganz vereinzelt Unterftmst. Gestern -wurde exekutiv ungarischer Hafer mit 2730 K. verkauft. In Hülse nfrüchten hält dre Stagnation an; eine Exportbetätigung ist infolge der Disparität zwischen dem Stande des französischen Franken und des Lei ausgeschlossen und der heimische Konsum beschränkt sich «mf Deckung notwendigsten Bedarfes. Reis gielt bei ungünstigem Ausgebor im Einklänge mit Hamburg ruhiger, dir Preise stellen sich für -nahe und etwas spätere Lieferungstermin« auf 14 Schilling 7,5 Penoe wa^onsvoi Hamburg. In Kartoffeln und Rauhsutter. ist der-.Geschastsumsatz freundlicher, die P«He zeigen unveränderten Stand. Der Mel)labsatz ist noch immer schwerfällig, lder Konsum verfügt augenscheinlich noch immer über genügende Vorräte und die gegenwärtig in Geltung stehenden Preise scheinen dem Handel keinen -Anreiz zu fpckrlativen Anschaffungen zu -bieten. Während - Weizenmehle von ihren vorwöchigen Preisstand einige hundert Kronen äbgebröckelt haben, tendieren Roggenmchle sehr fest «ck erfuhren diese eine neuerliche Höherbewerümg. Roggenmehl wurde bereits bis M 5800 K. gehandelt. Futtermehle' liege» gjfckchwj-tz Kleie ruhig; die Preise zeigen Echtere Einbußen. Es «otiereu pro Kilogramm ab Wien : Weizen «Utatffditt 44V» bis 4600 K., UMarischer 5000 bis 5660 K^Roage« 4100 bis 4*00 K, Gerste inländische 3800 bis 3500 K, flowaklsche 1.9» bis 145 tschech. K. ab Marcheg», Futteraerste iK00 d« 2000 K., Mais rumänischer 3500 bis 8000 K.- f7.S0 bis 793'/, L«), Hasir 2060 b»s 3050 K. (6 bis 625 Lest, Retzs f«00«g 6000 K., Rübim 5600 bis 5*00 K, Ciroksame« 2400 bis 3500 K./ H.nstaat 7k>00 bis 7800 K., Mohn 17.000 bE 18.< 00 A. MX) bis 510 ung. K.), B«hlvn nna*nsche 140 bis 150 tut«. K>, rumänilche 8 75 Lei, Erb en 6000 bV 7000 K., rumänische 8.75. bis J).iO Lei, Linsen 10.000 bis 11 ObO K.. ungarisch« 130 bis 140 imp. K.. Reis 5700 bis 5800 $?., Kiimmel holländisch«: 44.' 00 b s 45 000 K., Str«h lose. 1600 bis 1550 K., aevr<ßt 15L0 bts 16CÄ K. (ab StaMonen , Hm gepeeßt «00 bis L4M K. (»b Statzom» >, llStzchmmehl 79mO bis f500 K-, unaarischeS guffia 7200 bch 7300 K., dovvelgrlffig »oo bis 7400 K., Weizenbrotmehl tu. 5500 bis »600 K., Notzgenmehl Eiuser 5800 bis 5000 K., 75*/»i» 4900 b«4 5000 K., SchwarK'Mett 3900 bis 4 00 K., Futt.rmebi 2400 b*8 2500 K., Weizenkl« ISA) bis 1»0o K., Roggenklei 1750 bck 185u K. Die De>»ise«rmfe. Mrbch, l1.Ao»ember. (De»tsen!wrse VON ir Uhr 08 Wm — Äitgetettt von der »chvm-ertschen Kredtlanfialt.) Berlin 0.f6-/. (0.07). So»«ck L14.- (S14.-), »m^Vorh 546.71 (547 10), London 24.90 (84.45), Porls 36.15 (S5L0), «allond 24. fit (S8.66), BrStzel 98 - (9t.60L Kopenhagen 110.- (110.W), Stockholm 146.60 (146.75), «ristton» 101.18 (101.70) . Modyd 83.15 (88.—), B»e»v» Wre» 1V7.— (197.—), Vtan. I7i0 (17.46), Budapest 0.a*/< (0.28*/A Bnkorest 3.43 (3.40), «gram 2.25 (2.15), Sofia 3v86 (3.7S), Warschau 0.0374(0.03«/,), Wien «eft-,0& (-rg0074), ölfter. Ä Kronen Geld -.0076 (-.0076). . Stellte» 11. Ro»e«ltber. (Devff«nK«rte) Amterd«« 3(92.— (SSS2.60), Belgien 478.80 (443.88). Lhristiant« 1526.17 (1416.45), Kopenhagen 1645.87 (1528.17). Stockholm rlS4.50 (2044.87), Italienisch« 356 60 (389.17). London 38.406.76 (34.164.S5), New°Yorll 8170.50 (7656.90 Paris 518.70 (496.25). Sch wett 1486.L7 (1408.98). Spantes 1219.S5 (1139 64), Wien 10.47 (9.67), Prag 268.35 (232.4t)l Budapest 3.34 (3.09), Sofia 57.85 (51.87), Belgrad 133.6g (118.70) . 2tettei^eff» 11. November. (Kurse r>er Devisenzenlrale.) Amsterdam 970.— bis 982.—, Bukarest 15.75 bis 16.7L Kopentzaßen 500.— bis 510.?-, Christian ia 468.— bis 465.—. London ll.lw.— bis 11.400.—, Berlin 0130 bis 0.36, Italien 104.— dis 109.—, PEis 160.— bis 165.— Prag 77.54 bis 8190, Stoclchotni 665.— bis 680.—, Zürich 462L4 bis /167.öo, Wien 0.0*3 bis 0.034, Sofia 18.— bis 19.^ Agram 9.40 bis 8.80, New-Aork 2490»— bis 2566,-1 Warschau 0.14-/4 bis 0.i5Y(. « V Warschau, 11. November. Dollar 15.865.—. Wien 0.20»/.. IlSgemeihe Depositenbank gtgMt 1871 Wien, I., Schottengasse Nr. 1 GqiiiMtin . - Aktienkapital uns Reserven: K 3.525,000.000 ' ■2 v in KolowratrIng14 Wechselstaben: V.Kelnprcchtsdorfer9tr^B L Schottengassc 2 VII. Mariahitferstr. 74b I. Franz-Josefs-Kal N VII. Neubaugasse 44 I. Rotenturmstraße 29 VIII. JosefstadterstraBt 64 II. Heinestraße 34 X. Favoritenstraße 103 II. Taborstraße 7 XI. Hauptstraße 50 III. Hauptstraße 10 XII. Koppreltergasse 2 IV. Suttnerplolz 2 .XIII, Hauptstraße 3 IV. Wlednerxürtcl 10 XIII, Breiteneeerstraße 6 XIV. Sparkaßseplalz 1 Filialen: XIV. Marlahilferstr. 196 Bad Ausee, Bad Ischl, Utoden bal Wien, viel XVII. Ottakrlngerstr. 84 bürg, Bregenz, Czeraovntz, Graz, Iimabrudc XVIII. Wührlngerstraße 84 Knittelfeld, Lambach, Leoben, Liczen, Lint XXI. Hauptstraße 45 Mßdling, Neunkirchen, Ried, Salzburg, St. P9F ..Exnosltunen: tcn, St, Veita. d.Olan, Steyr, Villach, Vöcklt, Badgastcin bruck, Wels, wicifcr-Ncustadt, 200( Rottenmann . * . SL Johann im Pongat» «ted. 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