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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-12 · Heft 1349 (12.11.1922) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1349 (12.11.1922)
Date
1922-11-12
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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'Seite 10 Wien, Sonntag Polnische Älünge. Sjachdlchtungenpvlniscker L yr i k, von Dr. Leon K o p p e n s. W'en, „<ßemn:a"-Ver!ag. Der kleine auch äußerlich geschmackvolle Band ist dem tlih'enden polnischen Lyriker der' Neuzeit Ksiimir T e t m a j e r gewidmet. Neben dieser überragenden Persönlichkeit von erstaunlicher Span»- weite des Erlebms und der Ausdruckswelle finden w:r hrir noch L. R y d e l, den Dichter elrtfai'er. aber in kolportier Form «e- Frachter Themen; den zage« Träumer Z. Debicki; den schlichten und sonnigen I. N ' k o r o w i c z und den Ueberieker selbst, den K o p p e n s» emen abgeklärten Melancholiker, drssen verhaltene Art überlegen? Kultur verrät: daneben zwei Frauen: 4. I a w i st o w s k a. eine vornehm? Künstlerin, und K. 3 llakowiezvon bestrickendem Liebreiz. Die Uedernarung brr Gedichte durch L. Kvpprns mutz meiiterhatt genannt »erden. Die Lektüre der Buches gewiihrt liefen Einblick rn die moderne polnische Lyrik. - ■_ Bühve und Kunst. Irr ffvste Absnd der „Mlnarr". «AqtzbaschtwS ,M««sucht".) Diesmal ist eiu Hindernis zu überwinden, bevor nran zmu Genuß des Abends gelangt: die Sprache. Bei Misten Dramen, bei Wetten von An-fki mrd Scholem Alechenr, Asch und Pinski undbeiStücken, die im ostjüdischen Milieu spieen, klingt dem Westler, die jüdische Sprache anders als bei Nebersetzungen-von Stucken Sudernurnns, Schnitzlers, Ai^ybaschews. Wo die ostjudischen Massen wohnen, ist dieses Idiom anr TheNtcr 'selbstverständlich. Auch bei „Don Carlos" oder der Liebelei". In Wien nicht. Hier wird Jiddisch sofort als Dialekt euchfunden, N>enn das Stück nicht jüdisch ist. EtM 'so, wie wem: Jaust seinen Monolog wienerisch deklamierte oder Mephisto b-rünuerisch spräche. Wcrm in einer- Gesellschaft echt russischer Militärs und Damen, dazu noch in einem tragischen Stücke, Worte wie „meschugge", „'Mrischkaten" usw. fallen, ist der Schritt vom Erhabenen zum Lächerlichen nicht weit. Das Hindernis ist nach wenigen Szenen überwunden. So künstlerisch wertvoll ist die Aufführung. $ Das Stück hat.Qualjtmen. Ein Weibchen steht im Mittelpunkt, gefallsüchtig, lüstern nach der Atmosphäre bownndernt^r, ergebener, gieriger Männlichkeit, die es sich immer wieder zu schaffen weiß. Dabei kühl bis ans Herz hinan, grausam und vornehm. Eine Edelkatze. Sie spielt mit allen urw alle lverden in ihrer Nähe so, wie sie es haben will. Der alte-Arzt, der seine Leidenschaft im Alkohol' löscht, der Kosakenfüxst„ der brutal wird, der junge Student, dem das Herz bricht, der Leutnant, der Kammerdiener. Alle lockt sie, peinigt-sie mtd hält sie sich vom Leibe. Im Gatten lvächft die Eifersucht zur Raserei. Sie ist! ihm tatsächlich treu, geblieben, er aber bettelt so lange um Geständnisse, bis sie -sich vor Ekel schüttelt und ihm die Lüge ins Gesicht schreit (Wie Mona Banna ihrem Gatten), daß sie ihn betrogen bat. Da erwürgt er sie. . * Wir haben das.'Stück Mit Frau Roland und- Darstellern wie Beregi und dessen an der „Neuen Wiener Bühne" gesehen. Die Gescantansführung durch die „Wilnaer" steht turmhoch über jener, und die Einzeldarsteller halten jeden Vergleich aus, nämlich diejenigen, welche nicht weit besser si:Ä>. Frau Orlewska, die Königin des Ensembles, wiederum berückend schön und anmutig (sie tväre übrigens ein .stinostern erster Größe), rnmnvt ihre Rolle anders als ihre Rivatirst Ida Roland. Frau Roland spielte ihren .paupttplenchf in jener Szene am Klavier ans. t Ta schuf sie geradezu ein Melodram. Ihr leichtsinniges, kokettes, dann wieder lauerndes uud beKommenes Klovierspiel stand in sinnvoller Beziehung zu dem Zwiegespräch mit deui eifersüchtigen Gatten und dem Schicksal des Weibes, das schuldlos.lockt und schuldlos stirbt. Frau Orlewsßa läßt diese Szene fallen, wendet uns den Rücken zu, ist aber den ganzen übrige^ Abend nicht von jener schwülen, gefährlichen Gelasienheit, wie Frau Roland, sondern voll rassiger Attivitäi. Diese Helene Nikolajewna schafft mit an ihrem Geschick, sie spielt bewußt nicht nur mit den Männern: Auch mit ihrem. Leben. Es ist ihre größte Leidenschaft, Leidenschaften zu Wecken. Sie ist weit schuldiger als die Helena der Roland, und darum auch tragischer. Nur scher»! uns die Tcnfärbnng dieser eigenartigen Künstlerin zu bunt. Zu viel Koloratur! Alex Stein, der seine Regisseur des Abends, ist von bewundernswerter Zurück-' Haltung. Ganz nach innen ist das Leiden dieses unglücklichen Mannes verlegt, und'umso wirksamer ist die Schlußszene, für Loelche das Wort „meisterlich" gerade gut genug ist. Und Voch war für uns der Höhepunkt des Abercks nicht diese erschütternde Schlußszene, sondern das rührende Spiel des Herrn Nachbusch, dem die dichterisch wertvollste Figur des Stückes, der, gehörnte, liebevolle Gatte einer Circe, anvertraüt war und der die Bühnengestalt zn einem großen Menschen erhöhte. Herr Bulow, der immer voll Poesie ist, und die Herren T a n i n und K a diso « ragen aus denr ausgezeichneten Ensemble nvch besonders hervor. Nicht zu vergessen die geschmackvollen, wunderschönen Bühnenbilder, nicht zu vergessen der große künstlerische Ernst, oder an der Arbeit war. Aber für Wiest.sind uns doch jüdische Stücke lieber, weil» di? „Wilnaer" auf den Brettern stehen! O. A. ZLutsches Bolkrtheatrr. „Don Tattos". (Tilla Durreux als Gast.) Frsnagsstimmung.'. auf' der Bühne, Festtagsstimmung nn Publikum. Daß dürft SUmmunß nicht die leicht gönnerhafte Färbung an nimmt, Äe Lei Schiller-Feiern sonst gerne durchbricht der gut°^ alte Dorr Carlos , das Verhütet Wiener Morgenzettnng. 12. November 1922 Rr. 1349 der berühmte Gast, Tilla Durieup. Diese bis in die Fingerspitzen moderne Schauspielerin tu einem klassischen Stück auftreten 3« sehen, konnte schon von vormherein als Sen-! satton gelten. Ihre Eboli ist eine Meisterleistung allerersten . Ranges. Wenn man Schillers Fran-engestalten überhaupt nicht besondere Lebensfnlle und innere Wahrhaftigkeit nachsagen kann, so zeichnet sich dieser Weib-Dämoy durch besondere Unnatürlichkeit ans. Aus dieser. „Rolle" einen wirklichen Menschen zn machen, gelingt Tilla Dnrieux' erlesener Kmrst. Der Wutausbruch der Verschmähten im zweiten M ließ den Hörer erbeben und erschauern. Das ivar nicht mehr die Prinzessin Eboli, Schillers mit dem Lineal gezeichnete Gestalt, das tvar ein wildes, unbeherrschtes, durchaus.lebendiges Weib, die nervöse Frau der Jetztzeit. Ganz benrerkenswert auch, wie entzückend Tilla Tkrrieux, ohne schön;u sein, unter der Suggestion ihrer Rolle, in der Liebesszene anssah. Allerdings wurde sie darin von Frau Steinfieck noch übcrtroffeu, die, namentlich in: ersten Akt, schön wie die Tvammprinzessin ist, und bei der immer die Gefahr"besteht, daß mau i-hr vortreffliches schauspielerisches Können neben ihrer Schönheit zu gering bewertet. Herr Klitsch, als Posa ausg-ezeiclMet, kam sogar über die größte Schwierigkeit feiner Rolle, unaufhörlich Zitate sprechen zu müssen, glatt hinweg. Bei -Herrn Waniek ist die Behandlung des Verses und sein lvarnies Temperament zu loben, doch scheint bei feinen: Don Carlos das Knabenhafte zu statt unterstrichen. Bei allem Sturm und Drang ist dieser Knabe doch immerhin ein. Prinz und nicht ein beliebiger junger Bursch. Auch Herrn Bernhus König Philipp litt stark durch Verbürgerlichung, man glaubte mitunter, einen strenge:: Bureauchef auf der Bühne agieren zu sehen, aber keinen allgewaltige:: König. Die bekanntlich sehr zahlreichen Episodenfiguren waren teilweise nicht sonderlich glücklich besetzt — zum Herzog Alba gehört schließlich "doch etlvas mehr als ei:: gelvaltiger Panzer und ein Bart —, die Regie geschickt, die Inszenierung durchwegs eindrucksvoll. Alles in allem wirklich eine, „Festtagsaussührung", für die sich das Publikum durch reichen, jubelnden Beifall dankbar zeigte. Zuletzt noch zwei bescheidene Fragen: Ist es wirklich Unerläßlich, in klassischen Stücken das Wort „Träne" nnt einem gellend, herausforder:ü> Hellen „ä" zu sprechen? Schließlich sind wir Hörer über die Rechtschreibung des Wortes informiert, und bei modernen Stücken geht die Sache glatt von statten. Steht aber en: klassisches Stück auf dem Repertoire, dpnn fühlt sich jeder Darsteller verpflichtet, bei der Träne den Mund auszureißen, als ^wollte er sich vom Arzt in den Hals sehen lassen. Nummer zwei: Warum war die Darstellerin der Eboli auf dem i Theaterzettel mit drei Sternchen vermerkt und unten dann j besonders angeführt? In der Regel begnügt mm: sich damit, den Namen eines Gastes nnt großen Lettern hervorzuheben. Und auf diese Eboli wäre wohl der Stumpfste cnlsmerksam geworden — selbst wenn ihr Name Mit winzigen Lettern bezeichnet worden wäre. K. M. Herbstausstellung in der Sezeffion. Während der Hagenbund, wie es wieder seine, diesmal.der Graphik :md dem Aquarell gewidmete Herbstausstellumg 'öezetlgt, immer e:rtschlossener feinen Weg zur Mcderrve nimmt, geht es in der Sezession vergleichsweise recht 'beschaulich zu. Die Zeiten such länge vorbei, da das Haus mit dem ,/goldenen KvauthäuPtÄ", beziehungsweise dksien künstterifcher Inhalt die Gemüter in Wien in Aus-1 rühr brachte, und man möchte, ganz abgesehenvon allen Standpunkten, die Zeit zuvückwünschen, da an Kunstfragen rine so leidenschaftliche Anteilnahme möglich war. Dies- >nal ist der kleine Herbstgarlen in der Sezeffion recht bunt geraten und auch recht stillos dazu. Das macht, 5aß etliche stark in den Bordergrund treten, die mrf der rastlosen Suche iwch erneu: eigenen Stil, dessen man in der Zeit der -Trismen weniger denn je entvaten kann, in allerlei fremde Gewänder schlüpftn. Was aber bei dieser Methode herausfonratt, macht nicht den Eindmck kmvsÄeröscher Or^inalität, sondern den eines manirberten Mummenschanzes, und so . kann uran hier Stichproben aus allen nwglichen Stilen von der Fvührenaissauoe 'und Grünswald angefangen beschauen, die aber keineswegs den-Eindmck kiiustlevischer Notwendigkeit machern ' ,, Danöhen ftnden sich allerdings zahlreiche Arbeiten, die ein recht vespoktables Niveau erreichen und schöne Qualität Ausweise::. Dies gilt zunächst von «der prächtigen Kollekt-on der Blumenstücke Friedrich Radlers, Gemälde voll ben:etter:swerter Delikatesse, in lerrchtender Farbigkeit und nüt seinem Kunstsinn auf glänzend schwarz poliertem Hintergound genmlt. Gin Porträt (Fraa: ivnd Kind) von 5k l 0 tz - D ü r r e n b a ch in grün und gelb fällt durch der: kouzentrierteu Ausdruck auf. S ch ü t 1 hat etliche frisch mvd ,, unmittelbar wirkende Landschaften beigesteuert. Joses G a ß- 12 r s „Flucht, ein großes Genrälde mit dekorativem Zug» zeigt innere Größe und prächtige Beweguugsmotive. Auch . seine übrigen Arbeiten weisen aus einen Künstler hin, der in ernster Weife und nicht ohne Glück mit künstlerische:: Problemen riirgt. . . Der treffliche Landschafter H a r lflnger nähert sich in seinen Linien und Farben per expreffionistischen Richtung, ohm jedoch feiner bisherigen Roland-Bühne f (frgk J°d. yoltobflhne) Ensemble-Öastspiel der WIL.NAER TRtIPPE Heqie Sonntag den iti. November 1922, 7 Ultr abende ■aw ArzU>awft.ev» anerkannten lünstlerischen Kontur untreu 31t tverden. All sich''rer Zeichner bewährt sich der von altern Schulen be< ei usl ußte K r a \i s e iu sein e in „Halbakt" mtd dem ,^rmc kewden". W a c i l debütiert wieder mit. Glück als phauiasie< voller Märchenerzähler, dem auch das Glement der Farbe durchaus zu Gebote steht.- Zu-nemwn -sind ferner die Aribetz te:r von Offne r, statt chäraktexjsierende. Porträts vost Wieden, auch B0 u v a rd mrd S ilb e rba uer. Gut« Qualität weisen die Roidievimgen von Martin auf. Von besonderer Feinheit sind schließlich etliche Graphiken von B r u s e n b a u ch, in demn der weibliche Mt wuudevbai behandelt erscheint. 'ett— Vorsprache der Theaterdirektoren bet« städtischen Finanz referenten. Eine Abordnung bes-Bevbandes der Dhocvterdipek« tormr hat Freitag bvim stMisch>vn FmrnMefsvenbem, Stadtrat Bwituer Vorgefprochvn, am: chm die, durch die Bermiud erung des Fremdenverklöhrs Mid die allMieim Stagnalion hervorgorustue rndgiinftige Lage der Wieuer Theater darz-ulegen und eine entsprechende Berücksichiigung bei der Lustbarkvitsabgabe zn beanspruihon. Nach ei>ttgehc»vder Ansspmche tvuckre vereinbart, 'das der Magistrat 'UuverzüMch in jedem einzeln«:: Theaterbetrieb gomme Evheibuugsn pflegw wird und daß fodam: aus Gvlvttd der erhobene»: Ta-te»: neue entscheiderede Bmatunge»: äbgelMen werden solle»:/ Ferner wurde die Fwge der Idegelung der Fe»Mi:oachgebU)ven 'erörtert Mid ein provisorisches ldebereiirkommen geschlossen, d»uch ivelch.es di« vmn Magistrat beansMlchden Eutschadi'gnuW:: w>e>Mtt-ich eMnäßigt weaden. Der Wiener Walzer. (Nrauta-Vovtimg.) Der Wivmr Walzer ea:tsta:td aus dem ätpeulälidische'N Lmidlsr. Er entwickelte sich zu emem Volkstawz der änßevsn Bezirke n»id wurde erst populär, als er boiin Mauer Kongreß 1814 zun: Hoftänz adanoierte. Ihn ganz erfassen, Demut nur ein Kind dieser Stadt, er st eü: Sorgeinbreck^r u:id Gr»lle»tba:t»l'er geworden »r-nd hat erotische Züge. Svin-e Arabesken habein WvMmf qe-woiMMdoch ist -er untrennbar vom Wiearer Wese«. Der «oste richtige Wcvlzer enttst-and nach der Schlacht von?l»tfterlitz m:d st in!dvr WaüzerNavattlr als der Ansteiolitzier Walzer beka:mt. Sv chwraktorisie-rte Fritz Lange in denr von. Direktor Ja eg er nüt Schtmrng und Freude gelesenein Bortraig das Wesen des Wiener'Walzers. ZaPreiche Lichtbildsr, Musik- und Danzeintlagsn, die!dem Autor rmd der „Urania^ dm stürmisch geänßsrten Dank der Zuhörer schaft brachten, illilstviavten 'dm Vortrag, der sicherlich;um ständi'gm Reportoire-Skirck der „Uvaniia" wer-, den wird. Freie jüdische Volksbühne! Die MtgVedsrvostelltttta dev Freim jüdischen VMsbühne „Grchver zn sei« em Jtrd"' von Scholem Aleschm: sindm nicht heute, sondern am 19. d. u->r: HM 3 Uhr nachmittags statt. Die bereits attsg-cgcbenm Karten bbhMm chve Gültigkeit. Große Künstlcrakademü. Sanrstag den 13. d. findet unser den: Protektorate des Präsidenten der Südbahp- Gmevaldirektion, .Herrn Gustav Fall, im großen und kleinen Sophiensaal zugunsten der kriegsinvaliden Südbahner eine große Künstlerakademie statt. Mitwirkende: Kammersänger H. D uh an und R. Tauber, Kammersängerin .Schumann, Burgschausvieler Otto Trestler; Burgschauspielerin Auuie Rosar, Priinaballermc Strohs l end 0rf, Komponist -Le har, Ballettmeister Professor Godlewsky, Burgschauspieler Fritz Blutu, ©mit Gnttmann, Polly Kotz, Josef König, Eugen Günther Max Brod, Stigler-Quavtett Claire Costa, Fritz Jmhoff, Mary Kienburg, Otto Glaser, Ludwig Kovsell, Richard Waldemar Franz Glawatsch Robert Nästelberger, Szöke-Szakall Harrtz f ayer, Else Kolk: an, H. Norden, Poldi Rollet arl .Ehmann, Alt-Wiener-Quartett, Tanzgruppe Ohra-Ohra usw. Nach Mitternacht: Tanzkränzchen und Kabarett. Künstlerische Leitung: Haus Glaser. Musikvortröge des Konzertorchesters der Südbahnbediensteten und des Gesangsveteins „Bahn frei". Borverkaufsrarten zu 10.000 bis 40.000 Kronen bei Kehlewdorfer, Gusti Schmidt und au der Sophiensaal-Tageskaffa, Mn Keldorfer-Mend des Gesangvereines der Wiener Sicherheitswachebeamten. Aus Anlaß des 50. Geburtsfestesi des Komponistm Viktor Keldorfer veranstaltet der Gesangverein der Wiener Sicherheitswachebeau:te:: am Dienstag um halb 8 Uhr abends in Weigls Katharinenhalle einen Keldorfer-Abend unter -uneigennütziger Mitwirkung bet Konzertsängerinnen Frau Grete Schwoiser-Dürriegl und Frau Lilli Trmk, -des Würflinger-QuartettS und des Orchesters der Sicherheitswachebeamten. Die Borträge leitet Ehrenchormeister Professor Josef K. Obermayer. Der Abend wird mit einem vom Kanzlisten der Polizeidirektion Franz Schmidt verfaßten und von der Bürgerschullehrerin Fräulein Rosa. Wippel gesprochenen Prolog eingeleitet. Aufgesührd werden durchwegs Werke Keldorfers. Hageubun d. Die HeMtm^stMmg ideS HaMckmtdes wSrd hoMe Defmiitiiv geschlossen. Die „Schöpfung in Mientt-NeustM. Dev Wimev-NoustädtM Singverein führt am 19. d. um halb 6 Uhr ckbonds im 'dovtligsn ^attaffsnsMil Haydns „Schöpfuna" mn>tior de« LevtMog 'des Divvgenten Dr. WAhttm Waldstem am. Soli sind: To»:-i Hueber, Paul Lepuschitz und Rodert Stühkaysc. Das Orchester st der Wiener- Neustädtsr MusÄvevem. 9tr >«k»r des Grubeuhunde» hält am A. 7 Uhr abrnir. im Kleinen Konjerttzausseal den örtUen Dorvoa zugunsten der Wiener Freiwilligen Rettungsgeietlschaft und -et Oesterrechl« sche« 3n§«mevrh:!se Über das Thema: „Der Srudentzund und feine Zucht? Karten bet Lanyi, I., Kärntnerstraße 44. r» A«s dm Theatern. Sm Operntheater lautet in der deutigen Vorstellung »Tristan und Isolde" die Besetzung wie folgt: 'Isolde — Frau Kappel: Bra»:gäne — zum ersten Male Frl. Anday; Tristan — Ke:r Säubert; Kurven«! — Kerr Weit; Marke — Kerr Mayr. — Neueinstudiert durch Ballettmeister Grvller wird am fxonfaf „6 cb e t) c r e 2 « b e* von Dimsay» Korsakow gegeben. In den Hauptrollen sind deschäfttat die Damen Pfundmayer. Kor:nat, Frttzi Fränzt, Mwdizenti. dta Kerren Duboir, Rathner, (öradill. W. und A. FrSnzl, Eaflon, Bauer und Buttula. Dem Ballett geht voraus „D e r V a r b i e r 0 0,: B 0 a d 0 b“, In den Kaupirollen mit den Damen Schn* mann And Anday sowie den Kerren Mayer, Oestwtg. Grone» und Salles beseht. 5m B u r g t h e a k e r wird heute. 7 U8r abend». „Wanna Vanna*. morgen »Anna Ka» enina« aufgeflthrt. — Dienstag wird iu erhöbten Preisen, neüeinst u d i e r t, das Schauspiel „Ä 0 s e Bernd* von Serhatt Kauptmann ausyefühtt. Dir Brsetzung der Rollen ist svtgende : Ll,rist«pk, Flamm — Paulsen, Frau Flamm — Dleibtreu, de» alte Bernd — Arndt. Rose — MedelsKy. August Keil — Treß* ler, A'tur Streckmann - Höbltna, Kahn — Wawra. Ketnzel — Schm'dt, Gotisch — Keller. Kleinert — Strähnt, die alte Go* Nscken — Kermanotti. die Grotzmagd Ostech die Kleinmaad — Wille, Gendarm — Seydelmnnn. Minna — Burg. Die Regte fiihrt Kerr P«utjen/Anf«na 7 Uhr. <6

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