Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1347 (10.11.1922)
- Date
- 1922-11-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S Men, FiMag Wiener Morgenzeitung._ _ 10. November 1822_Nr. 134? Wiener Pelzwiarenmarkt Breitfeld & Lander, Wien, II. Kl. Sperlgasse 8( JÜM PFI TSLPFI 7 1 InlwJh-tte I ■■ Ihm mm Enaros Zndetail Telepbon 4H3«d«-dlO JEacf»»**! feststellen, haß er auch im Mischen Loben seiner- Wirkungsstätte hervorragend tätig war. » Der Drolprais unverändert. Ln der nächsten Woche wird, wie wir vernehmen, keine Aenderung des Drolpreises erfolgen. * Austritt -er Aguda ans dem Warfcharrer ukeatnifchsn Lilfskomitee. Aus Wal schau wird uns berichtet: Dis Aguda ist aus dem ukrainischen Kilfskomitee, welcher unter Leitung des Voldislenführers Pryludski steht, a «sgetreten. Wie bekannt. gehörte von den Mischen Parteien nur die Volkijienportei und die Aguda diesem Komitee an. . * Iugendoorträze. 3« Rahmen der vom Turnverein MakkadiXV. veranstalteten Iugendoersammlriitgen spricht Eamstap densil.d., ff.8Ilhr abends, im Saale des Vereinshauies, XV., Kerklotzgasfe 2i (1. Stock), Kerr Prof. Dr. Wilhelm Stein über: „9as Wesen der jüdischen Beschichte." Dieser Vorlrag ist frei zagang'ick.- * Lin Flugzeug mit ansdehubaren Flügeln. Der französische Ingenieur Bille hat einen Flugapparat konstruiert, dessen Flügelweibe nach Belieben vergrößert oder verkleinert wevden kann. Ter neue Apparat ist von ä>em’ Segelflieger Manehrol zum erstenmal mit l§rfolg probiert worden. Die Eigeirtümlichkeit des Apparates besteht darin, daß bis jetzt nicht erreichte kleine Geschwindigkeiten möglich sind. Maneyrol flog zunächst mit 170 Kilometer Geschwindigkeit und verlangsamte dann diese bis zu 20 Kilometer. * Affen als Entdecker von Falschgeld. In Siam Warden A-srn dazu verwendet, >das Geld ans Fälschungen hin zu prüfen. Der Sianvsse ist ja ein großer AsfensrerM und diese klugen Tiere werden hier vielfach als .PcimevLdeir sin Hans gchalt-en uns zu allen möglichen Dingen abgerichtet. Unter den enstaunlichen Eigenschasden, die sie besitzet, ist auch di«, daß sie die Münzen prüfen und das ist wohl die erstaunlichste von allen. In fast jeldsm Laden so erzählt m. Reisender aus Siam, sitzt ein Affe hinter >dean Kaufmann. Jedes Geldstück, das dieser erhält, wirft er dem Affen zu, der es rrnt seinen Zähnen pvobivrt. Ist das Geldstück gut, dann wirft es der Asse in die GMbuchfe. Ist es schlecht, so schleudert er es auf die Erde und macht einen großen Spektakel, um seinen Unwillen auszudrücken. Die Affen sollen sich bei dieser Pvi'chlrrg niemals i-vven. Selbst die Geschicktesten Fälschrwgen. werden von ihnen als solche erkannt. Merkwürdig ist es, daß bisher noch kein Weißer hinter das Geheimnis gekommen ist, wie die Affen das Geldprüfen lwNNN Die eingeborenen Kanfleute bewcchren das Geheimnis der Trestur, durch die sie so hervorragende Ergebnisse erzielen.^— O5 die Affen auch zirr Urberprüsnng der Echtheit von Pcvpivrgeld dressiert weiden können, ist leidkr nicht 'bekannt. * ÄsbeiMche Schule -es Bezirks XU,XV. Sn die Kurfs für Anfänger und Vorgeschrittene (Jugendliche und Erwachsene) werden noch Einschreibungen dis 15. November «ttgegengenommen. Täglich mon 6 dis 7 Ilbr abends, Sonntag von 9 bis 12 Uhr vormittags, XV., Kerklotzgasfe 21/1. * Mas gestohlen «ird. Aus einem öffentlichen Amte in Wien sind in den ietzien Tagen alle Spezialkarien öer österreichischen Republik und der Alpen- und Sudetengebiete btt ehemaligen Monarchie von hohem Werte gestohlen worden. * FsFeffe Leskbrrldigrrng gegen einen Kanfmann. Der aus Rumänien stammende Kaufmann Avram Sleidinger wurde un irr der Beschuldigung verhaftet, dem gewesenen englischen FliegeroWer Johann Ball 240 englische Pmnd heraus- «elockt zu haben. Der Beschuldigte wurde vom LandeZgerichke in Frecheit gesetzt und das Verfahren gegen ihn eingestellt, da sich die Anzeige als ungerechtfertigt erwiesen hat. * Wetterbericht« Die westlichen Alperländer haben bereits feit vorgrjiern abends trübes regnerisches Weiter. In dm östlichen Alpenländein brachte eine klare Nacht Morgenfroft und Bodennebel. Der Nebel hielt sich in Wien den ganzen Tag. Die Temperatur erre'chte meist nur 5°. l3n Wien und Graz 7°.) In Mitteleuropa halt die westliche Luftzufuhr an. Boraussage: Zunächst noch trüb und nebelig. Neigung zu leichten Niederschlägen, mild, zeitw-ises Ausklaren nicht ausgeschlossen. Austritte aus dem Fudeatnm. Attmaim Ludwig, ged. am 4. April 1876 tn Vag. Becsen, XlV., Diejenbachgasse 46. Wind Oskar, geb. am 15. Full 1884 ln Radonic, Kandelsangestellter, V., Echönbrunnersiratze 85. Wind Julius, geb. am 24. Mai 1884 ,n Radomc, Kandelsangesiellter. V., SckSnbrunnerstratze 85. Wind Ernst, ged. am 12. April 1897 in Radonic, Beamter, V.. Schöndrunnerstratze 85. Löwi sioief, geb. am 10. August 1895 in Wien, II., Lasallestraße 58. Adler Michael, geb. am 15. Mai 1898 in Saki. III., Rochusgasse 17. Levy Anni, geb. am 21 April 1804 in Wien, III., Baumannstraße 4. Gell Kermann, ged. am 23. Oktober 187i in Lemberg, Buchhändler, 1.. Oprrnring 17. Doktor freund Friedrich, geb. am S. Mai I881 in Wien, Direktor- Stellvsrlretrr des Bankvereines, Hl.. Untere Diaduklgasie 53. Adorjan Elisabeth, geb. am 6. Oktober 1899, II„ Böcklinslraße 90. Karzselder Ernst, geb. am 23. April 1865 in Brünn. V!., Getreidemarkt 1. Dr. Poltured, geb. am 26. Dezember 1890 in Drohobicz, Direktor. XVUl., Böckenbrünnlgasse 9. Termine Srrller ged. Kartmann, geb. am 30. Juni 1880 in Wien.!!., Iungstratze 8. Finger Ketnrich. ged. am 14. Oktober 1877 in Wien,!!., Schrvtzbergerjlraße 7. Ehrlich Rudolf, geb. am 8. Apn! 1896 in Wien. Bunöesdeomtcr, XVIII., Schopenhsuerstratze 48. Weil Stephan, geb. am 12. Februar 1868 in Uftrzykl. Privatbeamter, XVtlI., Scheidlstraffe 3. Rosenberg Fulius, geb. am 14. Mar 1876 in Mistek, Mechaniker. I.. Köllnrrhosgaffe 2. Eppstein Otto, geb. gm 9. Sepiember 1900 in Wien. Schriftsetzer. I., We-Hburggasse?. Blau Ludwig, aeb. am 10. Oktober 1896 m Wien, Beamter, I., Kohlmessergasse 7. Goldman« Margarete, geb. am 15. November 1884 in Wien. BankbeamUn, I.. Schönlaierngasse 13. Fein Anna» geb. am 7. Anglist 1K97 in Slomp, Schülerin, XIII., Loutensackgasse 37. Potzrille Salomea, geb. am 13. Oktober 1897 ln Tarnopol, Vil.. Neujttlkgosse 14. Adler Ellsabeih.geb.am 3 November 1893 in Srymanyi, XlH.. Brobrenngafse 27. Adler Theodor, geb. am 7. 2lpiil 1388 in Mittweida. Direktor» XIII., Brodrermgoste 37. Steckerl Leopold, geb. am 23. Seplrmber 1890 in Bmck a. L.. LMM.2..L1eilLNsr^Arno^.Lrk..irm^S._Auault 1888 in Draa. Lopesierer, VIII., Landesgerichll'ratze 41. Lecht Theodor, geb. am 26. Mar 1846 in N.'ustadt (Schlesien!» Priv.» Vlli., Laudongaste 26. Kecht Termine. g;b. am 25. Dezember 1862 in Nagy Daszouy, VIII., Laudongaste 26. Abraham Sopbie, geb. am 16. Dezember 1889 in Wien, III., Rüdengaste 19. Wollener Luise, 'geb. am 13. Marz 1608 in Berlin. Gymnasiastin, III., Dapontegaste 10. Plalwer fiebroig, geb. am 21. August 1900 in Äusiakyn. Iir., Seiölgafse 24. Kotsölsen Futtur, geb. am 12. April 1888 in Wien, HI., Untere Viaduktgaste 1. Verelnr. BortrSge und Versammlungen. Vereinigung jüdischer Akademiker^. Wien. II., 3m Werd 13. Morgen. %2 Uhr nachmittags, beginnt ein Talmud-Echiiur im Mensalokal, II., Im Werd 13. Vortragender Kerr Wunderma^n. Gäste willkommen. — B u k owinaer Zentralverband in Wien. Sonntag, 8 Uhr vorinitlags, im Cafö Pri'ckl, I., Slubxnr>ng 24 (Ecke Wollzeile), Souterräinlokal, Pienarverfammlung. Punkt 10 Uhr vormittags Heimotsrechtprotest, Verbond'sdisk'uision über Options- und Keimaisrecht. —. Deichs fchuffbund der Lande lsvertreter. Morgen, Punkt V,3 Ähr nachmittags, Trefilag in der Handelskammer. I-, Siubennng 8,10. — SS e b r äifcher S tu d e n t e n v r r d and T a r b u t h. Samstag den 11. November, V26 Uhr. findet im Lokale der Mrnfi des jüdischen Lochschulau schustrs. IX., Zimmermannplstz 8, die Genernlveriammlung statt. Um pünkt iches Erscheinen w«rd gebeten. —FüdischeLoynbeekalle, XX., Denisgasse SS. Samstag den ll. November, 7 Ubr abends. Konzert. Klavier: Frl. Renö Sörtner, Gesang: Lonzertsän»erin Frt. Maja Zigon, ernste und heitere Rer'tat o»eii: Frl. Peters. Sonntag den 12. November. 4 Uhr nachmittags, Borlrag von Kerr Doklor Redlich: Kygiene des Judentums. Technisches Museum. Morgen, 3 Uhr nachmittags. Führungsoortrag N. Boro-vic: ,.A l u m i n i u m 113 e u» (tun gl" Sonntag, 10 Uhr vormittags, im großen Köriaai Lichibilderoorirag mit D'monstrationen, Dr. Ing. R. Lani: „DieChemiederVerbrennun a." — Elektrotechnisches Institut. Morgen, y25 Uhr nachmittags. Elektrotechnisches Institut. Körsant Hl, lV„ Gußhaussiraße LS, Professor Dr. Willibald Winkler: „Dir Untersuchung der Milch und die Erkennung von Dersälschungen (mit Uedungrn)." Urania. SSeute. 5 Uhr (Großer Saals: In den Felswänden Tirols. V-6 Uhr (Kleiner Saal): Untv.-Prof. Kofrat Dr. SSsns T i e tz e : - Die iranzöfilche Kunst von Ludwig XIV. bis Ludwig XVI. II. */,6 Uhr (Kurssaal): Bibliothekar Dr. Rudolf A m e s e d 0 r: Künstlerische Eigenart. III. ff,6 Uhr (Klub» saal): Ferdinand W a t r a r: Eprechkurr. VIII, ff,8 Uhr lGrotzer Saal): Elsa. Berta, Martha Wiesenthal: Kammer-Tanzabend, ff,8 Uhr (Kleiner Saal) r Die Lebensgefahren des Alltags. VI. Fürsorgers«», Ilse fl r 11; Gefahren des Laus- Haltes. ff,8 Uhr (Kurssaol): Dr. Otto Weitste in: Dar Leben der Vögel. II. 1/s8 Uhr (Klubsaal): Prof. Dr. Gertmd Si e r 3 0 g: Die Religion der Griechen. IU. ff,8 Uhr (Lehrsaal Uh Iugendführerkurr: I. Emmerich Teub er: Die saziate Rolle der Iugendführers. 7 Uhr - (Mikrorkopiersaal): Direktor Dr. Ludwig A r n h a r t: Prüparierung der Bienen- Körpers. V. __ Fmährung. Ae LebensmittelmSrkte. Die Gemüsezufuhren auf dem Naschmarkt^ Wichten zur Deckung des Bedarfes vollständig. Das Kartoffelcurgebot ist nach wie vor schr groß; .Kartoffeln werden von 700 K. Pro Kilogramm cmstvävts verbaust. Die Nachfrage nach Obst, 'bssonders nach Aepseln und Birnen, >war sehr rege. Sehr schöne DiMer Aepsel wurden um 4000 Äs 4500 K. Pro Kilogramm angeboten. Die steirische Ware ist «billiger. Gost-ern wurde sehr 'schöner .Karfiol, italienischer Herkunft, je rrach Größe und Gelvicht, um 6000 bis 12.-000 K. Pro Stück leicht abgösetzt. Der Preis ist verhältnismäßig nicht hoch, da das Smckgelwicht bis KveiMhalö Kilogramm und darüber beträgt. Die Eberprvvse wurden gestern auf 2600 bis 2800. K. pro Stück ermäßigt, weil die Nachfrage bei den bisherigen Preisen ganz aufgehört hatte. Kochbutter notierte dagegen 56.000 K., Teebntter 60.000 bis 66.000 K. pw Kilogramm. Die Großmarkthalle verzöichnete gegen 200.000 Kilogramm Fleischzuftchren. Gestern waren neben Rindfleisch auch sehr bedeutende Mengen Kalbfleisch, Schwmlrefleisch und Schaffleisch angelvefert worden. Die Schwein-eslerschpreise wurden um 1000 bis 2000 K. pro Kilogramm herabgesetzt. Die Nachfrage nach Fleisch war nicht groß. Der Verkehr aus den übrigen Märkten war ziemlich belanglos. B ühne und Kunst. BmMeatcr. M a e 11 r I i n dt t „M 0 nna Bann a-, neu inszeniert und einstudiert. Das Drama, oft gespielt, sehr geschätzt, wurde gestern recht kühl ausgenommen. Und doch ist hier der Weg einer hohen Frau vom kleinmütigen, mißtrauischen, beschränkten Mann« zum hochherzigen, mutigen — der Weg vom eigensüchllgrn Gatten zum opferbereiten Liebhaber in edel geschwungener, klarer Linie gezeichnet; und doch sind die Nebrnsiguren, der seingebildete, ebenserfahrene Greis Marco Eolonna, der eifernde, adeiiz« Flvrenliner Trioulzio, Gestatten schärfster Kontur. Er lag wohl auch an der Aufführung, öi« sehr sorgfältig vorbereitet—aber sehr matt war. Nur Else W 0 h-l g e m u th hat die Erinnerung an ihre Dorgängerm nicht zu scheuen, denn sie übettriffi sie an dromaiischer Kraft. Len Schott recht blaß, trotz schärfster Akzentuierungen, Kerr K ö b l t n g leider bloß ein Aufsager feiner Rolle. Voll Verdienst die Krrren Siebert und Schmdle — aber das Enfemb'e schwer* fällig trocken. Sehr, sehr gedämpft klang die Melodie des Ge* . dichls. So..LlellrLN.iiebrll,.der ü.<irlichen Wvnna Donna der Frau Wohlgemuth bloß die schönen Bühnenbilder Remigius G e y l i n g s und der überaus gelungene Ausblick auf den nächtlichen Zug de^ Wagen und Tiere nach Pisa, der prachtvolle Anblick der von flackernden Freudenseuern erhellten, jubelnden Stadt hasten. ■ 0. 21 Premiere der „Wilnarr Tmpe". (Aotandbühne.) Die heuttge Erllaustühnmg von Arhybaschews .Eifersucht" beginnt plözise 7 Uhr. Zuspätkommende finden erst nach dem ersten Akt Einlaß. - Aus de» Theatern. Im R e d 0 u t e n f a a t der K 0 f b u r g gelansi ke"te ^Schöne Fraurn-, ein Lustipiel von Etienne Rey. deutsch von Otto Etsenschitz, zur Aufführuna. Es wirken mit die Damen Ehrist'anr, Gregor. Magnus, Steckelberg. Urban-Koeidinger, die Kerren Ivo. Kurlh, Rainer. Schnetderhan. Kermann Thimig. Regie: Max Reinhardt. Begmn 7 Uhr. Diese Vorstellung ist die dr.tt'etzte vor Beendigung der Spielzeit, die am Montag den 13. d. mit einer Aufführung von ^Schöne Frauen" geschlossen wird. Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen ^Ritter Blaubarts a ch t e F r a u-. Komödie in 4 Bildern von Alfred Savoir in folgender Besetzung zur ersten Aufführung: Marquis de Monferrat — Dumont: Monna — Stemsteck; Luc'enne — Kochwald: Brown — Werner-Kohle: Mitz Georg — Volckmar: Linoncourt — Sima; Tok — Fwald; Koteldirektor — Gibi'er; Sekre.är — Brady; Diener — Wolf; Kellner — Danegger. Inszenierung: Friedrich Rosenlhal. In der Aenaissancebühne tritt Maria Fein nur mehr heute, morgen und Sonntag in Ke'mann Bahrs „Der E t 0 r^ auf. — Montag beginnt das Gastspiel Paul Wezenerr mit Strindbergs „D e r D 0 t e-r“. In den K a m m e rspiele n bSnnen Ferdinand Bonn und Kilde Wagener auswärtiger Verpfll^'tungen halber nur noch bis 15. d. auftret n. ^6 i m f 0 kann daher nur bis zu dirse« Tage gegeben werden. I« Wiener Komüdienhau» findet Sonntag den 12. d., ff,3 Ilhr nachmittags, eine Aufführung von „Mein Leopold". Volksstück von L'Arronge, unter der szenischen Leitung Rudolf Lust'g mit Ernst Wurmser als Gast stakt. — Ab morgen gelangt die Operette ^Ver lachende Ehemannvon Julius Brammer und Alfred Grünwa'd. Musik von Edmund Eysler, unter persönlicher Leitung des Komponisten zur Aufführung.. Die 400. Aufführung dieses Werkes findet am Frettaq den 17. d. statt. R o 1 an d>Bü li n e (Freie ]Qd. Volksbühne) Ensemble-Gastspiel der WII-NAER TRUPPE Heute Freitag den 10. November 1922, 7 Uhr abends zum 1 Malet dfersucht , von A.rzibaschew Der Sagenbu»- schließt Sonntag den 12. d. seine diesjährige Kerbstausstellung. Der Dichter Dörrles v. Münchhausen und das Zudenln». B ö r r i e r v. M ü n ch,h a u s e n. der vor Jahren als Dichter ckraiivvller Balladen jüdischen Inhalts hervorgetreten ist, veröffentlicht, gegenwärtig sein erste» Prosawerk unter dem TÜ.'l „Fröhliche Wochen mit Freunden", worin er ein Bild feiner Laufbahn entwirft, lieber seine Beziehungen zum Judentum schreibt er: „Wahrhaft befreundet war ich mit Ludwig K19 n t m a n n. Dieser, ein angeregter und lebhafter Junge, war voller Begeisterung für Dichtung und Kunst. Er war in den beiden Lesevereinen. die ich gründete, eine der Kaupterscheinungen. Mit ihm bin ich ai» Sekundaner zuerst w die S y n a g v g e gegangen, und habe dort der zahlreichen Festen die Begeisterung für dag A t t e T r st a m e n t in mich ausgenommen, aus der meine jüdischen Balladen erwuchien . ..." Ferner sagt der Dichter: „Auf der Lochschuie in Berlin habe ich dann den mir näckststebenden jüdischen Freund gesunden^ Ephraim M 0 s e 5 L t l i e n. (Der bekannte jüdische Graphiker der u. a. die Illustrationen zu Münchhausens Balladen geliefert hat.) Er war der Sohn eine» blutarmen Drechslers aus einem gatizifchen Vors. Wir ichlvffen uns eng aneinander, so verschieden wir auch m allen äußeren und inneren Belangen waren. Kalte mir Keynemann den Weg zu meinen jüdischen Balladen geöffnet, so gab mir nun Lilien den Anstob. fie aus der Menae meiner anderen Gedichte herau»zu!ö>en." Zum Schluß noch ein Wort über da» Vaterhaus de» Parten: „Rur eine geistige Freiheit, die weit über dem Durchschnitt stand-, führt er au», „eilt* F r etheit nach rechts und link», nach oben und unten, war das Wesentliche all der Luft, die bei uns wehte. Meine Elter» waren völlig unfähig zu jeder Einseitigkeit, und also zu je d e r A r t von allem, war mtt A n t t... anfängt." Gerichtssaal. Fünf Mlllionm bulgarische Aigarettm M verfalleu erklätt. Der Derwaltungrgerichtshof unter Vorfitz de, Präsidenleti Dr. v ch u st e r verhandelte gestern Über eine Beschwerde der Dulgarischen Zentralbank in Sof ia gegen das Bundesmlnlsterium für Finanzen» wegen der enischädigungs« losen Verfallserklärung einer Waggonladun, von fünf Mil- Honen Zigaretten ,m Werte von einer Milliarde Krone». Diese Sendung war zur Durchfuhr nach Polen mit Zwilchrnlanduna fit Wien bestimmt. Das Bun-esmiMerium Üir