Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1342 (5.11.1922)
- Date
- 1922-11-05
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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'Seite 12 Wien, Sonntag Wiener Morgenzettung. o. ycDocmocr xasa VU. 10-24 Die Devisenpreise. Reichsmark in Zürich erholt — in Wien rüclrgängig. Der Marksturz ist gestern in Zürich aufgrhalien worden und ldie Drvise Berlin kennte fich sogar um eine Kleinigkeit, von ■ O.O8V1 auf 0.09, erholen. Dagegen haben sich ftanzöstsche Franken! sowie Lire weiter' abgeschwächt. Devise Paris ermäßigte sich, von 37.8o aus 37.50, Mailand von 23.05 aus 22.85. 2m Zusammen- - hange mit der Markerholung trat eine Ä b sch w ö ch.u n , iderDevisen Kurse in Berlin ein. wobei fich Kabel New-Pork von 617056 auf 6009.93 ermäßigte. Die gestempelte Krone hat sich in Zürich, und zwar von : 0.0074 auf 0.0075, gleichfalls erholt, Auszahlung Wien notierte unverändert 0.0071. Auf die Kurssteigerung der gefiemvellen 'Krone in Zürich ist das weitere Anziehen der österreichischen ' Zahlungsmittel in Berlin zurückzuführen, wo sie den Stand von 8 Mark für 100 Kronen um eine Kleinigkeit überlchrilten. Zn Wien trat eine weitgehende Ermäßigung der deutsche« Zahlungsmittel ein,! Zahlung Berlin fiel von 15.60 auf 12.85, Marknoten von 15.50 out 13. Französische Franken und Lire wurden erheblich herab» gefetzt, Dollar verbilligten sich um 100 Kronen, wogegen die englischen Zahlungsmittel sich 200 Kronen verteuerten. Die "tschechische Krone «otterle tnmr' i’fccrt 2325, Nachstehend die Offiziellen Notierungen:' Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 4. November 1922» Devisen (Schecks und Aus- 2|Bg. " v fuß 4 29m- 29045— . 6 291.75 2A.2S . 6 1167.— 1169— ,^8 . 12.85 13.15 . 4«/, 4704.- 4716.- . 6 . 29.95 30.05 6 . 5 .5 . 3 329300.-329900.- 329100— 329700— . 5VS 11225.- 11255.- 11235.- 11285— . 6 3066.- 3074— . 4 7375C— 73900— . 5 5034.— 5046— . 5 2337.- 2343— . .6'/, 504.50 505.5» . 4<J, 19880.- 19920.- . 7 4.95 5.05 . 3 13485.- Einzahlungen) Amsterdam i. 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen , . , Belgrad 1 Dinar ... . , Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs , Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Christian!« 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling » . Madrid 1 Pesetas , « . Mailand 1 Lire New York 1 Dollar. » . » . Paris 1 Francs.. Prag 1 tschecho-slow, Kronen Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schwedischeKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs Noten Amerikas. Noten v. 5 Dollar anfw, » „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , » » » 100 , , » , kleinere, . , Dänische Noten 100 Kroner » , Deutsche Noten zu 100Q Mark, a n mm 190 , , , „ „ kleinere, ... Engl, Noten von 5 Livrpst. aufw. , » kleinere. Französische Noten 100 Francs » Holländische Noten 100 Qulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, „ kleinere . . . fugosl. Noten nngeat. zu 1000 Dinar » a . a s * 100 , » m m kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, „ „ . kleinere .... Rumänische Noten zu.1000 u.500LeI m m ■ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel ■ » » - M 10O m n ■ m . » kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten ICO Francs Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow, Not. v. 1000 aufw, * „ kleinere . . Ungar, Noten (neueEm.) zu 1000 Kr. : m m *« 10.000 Kr, . » . - a . kleinere » . » . , Geld Ware 13335.- 13365— 14835.— 14865— Kursv.2,Novemb. Geld Ware 29009.- 29100— 289.75 290.25 1159.— 1161— 15.60 15.90 4734.- 4746— 29.45 29.55 13385— 13415— .14985.- 15015— 3115— 3124— 73850— 74000— 5134— 5146— 2337— 2343— 499.50 500,50 1988»— 19920— LS5 5.05 13485.- 13515.- 73325— 73025— 73425— 73725— 73225— 73525— 73325— 73625— 4645.— 4675— 4675.- 4705— 483— 487— 478— 482— 453— 467— 4M— 462— 14670— 14730.- 14820— 14680— 13.- 14— 15aSO 16,50 —— 328800— -329800— ismxhZ %9600— 328600— 329600— 328400— 329400— 4975— 5005— 5675— 5105— 28795— 28995— 28850— 29050.- 3032.50 3047.50 3082.50 3097.50 3012.50 3027^0 3662^0 3077^0 1143— 1147— 1445— 1449— 11»— 1134— 1131— 1135— 13188— 13240— 13220— 13280— 4.75 5.C5 4.7S 5.05 4.70 r.— 4.70 5— 459— 461— 479— 481— 439— 441— 459— 4SI— TT— 19660— 1974ö!~ 19660— 19740— 13400— 13460— 13460— 13460.- 11095— 11155— 11095— 11155— 2325— 2335.- 2325— 2335— 2320— 2330r— 2320— 2330— 29.60 29.80 29— 29.20 »'sä 7S.19 29*10 Lesterreichs Handelsbllanz. Passivum 303 Millionen Goldkronen im ersten Halbjahr 1922. Der Handelsstaiistrsche Dienst des Bwidesministerttuns für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten gibt nunmchr auch die vorläufigen Wertziffern der kürzlich veröffentlichten Mengeziffern unseves Außenhandels im ersten Halbjahr bekannt. Die Einfuhr in der Menge von 36,3 Millionen Meterzentnern erreichte einen Wert von 792 Millionen Goldkronen, hie Ausfuhr in der Höhe von 9,5 Millionen Meterzentnern hatte einen Wert von 489 Millionen Goldkronen. Im ersten .Halbjahre betrug sonach das P a s s i v u m unserer Handelsbilanz 363 Millionen Goldkronen. . .. Die 'an der Emfuhrmenge: mit 69 Prozent (25 Millionen Meterzentner) beteiligten Brennstoffe hatten einen Einfuhrwett von rund 78 Millionen Goldkronen (kaum 10 Prozent), auf die der' Menge nach an. zweiter Stelle stehenden. Nahrungs- und Genußmittel (5,7 Millionen Meterzentner gleich 16 Prozent) entfallest 300 Millionen Goldkronen oder 38 Prozerrt des Einfuhrwertes. Der Wert der Einfuhr industrieller Rohstoffe erreichte rund 94 Millionen Goldkronen (12 Prozent), der Wert der angeführten industriellen Erzeugnisse (Halbfabrikate und Fertigprodukte) betmg 21 Mllionen Goldkronen (41 Prozent). Im Vergleich §it den seinerzeit veröffentlichten Vstri- Mern des Jahres 1920 (Einfuhr: 1701, Ausfuhr: 932, Bitanzpassivum 769 Millionen Goldkronen) hat sich — wenn nur die Halbjahrsziffern berücksichtigt werden — die Einfuhr um 6,7 Prozent ermäßigt, die Ausfuhr um 5,3 -MroAent erhöht. Buda-ester Wirtschaftsbericht. Budapest, 31. Oktober 1922. Hier ist eine ganz eigenartige Erscheinung wahrzu- Kchnien: Die Krone kann sozusagen als stabil angenommen werden, was das Fallen der Preise naturgemäß zur Folge haben müßte. Statt dessen aber ist gerade das Gegenteil der! Fall, indem alles schwindelnd teurer wird. In Weizen MiM Easy. Aaaen M U&m Preisrückgang eingetreW, denrzufolg^ auch die Atühlenkonzerne sich herbeiließen, die Mehlpvvise um drei Kronen zu veduzi^ven, die Bäcker aber verlangen nach wie vor unbezahlbare Preise für Brot und seit einigen Tagen ist kein Kleingebäck zn haben, weil die Bäcker" die Arbeiterschaft wegen „diktatorischer" Forderungen anssperrten. Um Fette muß inast sich ^or den'Berküussbuden des kommunalen Lebensnrittelbetriebes oft tagelang anstellen, che man das Gluck hat/ aus fcne Fettkarte 40 Dekagramm per Kopf zu bekommen, der NKue Löbensmittelminister Dr. Ianos Bud aber läßt EvKärungen in den Blättern erscheinen, er tverde dem Uebel des Anstellens unbedingt Whilfe schaffen. Wie er dies zu Werk bringen wird, ist natürlich sein Geheimnis' In der letzten Zeit sind bedeutete Preisechöhungen für Kohle, Milch (seit etwa zehn Togen kostet der Liter 58 K.) und Zucker eingetreten. An letzterer Preissteigerung ist auch der Staat beteiligt, indem die Differenz zwischen dem Preise des inländischen und des Importfalbrrkais zwischen dein Zuckerkattell und denr Aerar getM^ wird. Die ungarischen Staatsbahnen arbeiten ttötz der Mitte August ins Leben getretenen höheren Tarife wieder mit großem Deftzit, weshalb wieder eine Tariferhöhung bevorstcht. Ein weiteres verlustbringendes Unternehmen des Staates ist das Diosgyörer Eisenwerk, weshaM der Staat vor hat,' diese Fabrik zu verpachten; mch dieser Richtung hin sollen jetzt mit der Liptakschen Fabrik, deren Men sich seit einiger Zeit, wie bereits berichtet, Zu großem Teile in Händen des Stinnes-Konzerns befinden, Unterhandlungen fm Zuge fern. Die arrhaltende Tenemng in Kartoffeln hat die maßgebenden Kreise bewogen, sich mit dorst Gedanken des Kartoffelmrports "zu befveunden und dem Vernehmen nach -wird mit der Einfuhr aus der Tschechö-Slowakei (es heißt, in erster Reihe aus Preßburg und Neutra) begonnen, wovon sich die Regierung Anken dev Preist verspricht.^ Auch die Spiritussteuerzuschläge sind beträchtlich erhöht worden, was natürlich das Steigest der Getränkepveise, wie Liköre Rum, Kognak usw., zur F^lge hatte. Seit 25. Oktober ist der Zoll höher. Bei ^manchen Masstnattikeln wurden die Sätze ein lvenig ermäßigt, im ganzen und großen aber ist die Erhöhung eim ganz bedeutende. Zudem konnte inan einige Tage bor dem 25. Oktober überhaupt nichts verzollen, damit die Ädresiaten gezwungen seien, schon die höheren Sätze zu bezahlen. Nach ^dieser Richtung hm wurde eine Äwegung eingeleitet, bie den Zweck hat, zu erwirken, daß vor dem 25. Oktober eingetroffene Sendungen zu den früheren Sätzen verzollt werden, welchem Wunsche gegenüber sich, wie es heißt, das Handelsministerium befürwortend verhält. Die Kommune hat die Erhöhung der anläßlich der Bezahlung von Wichnungsmieten feit ungefähr zweieinhalb Jahren zu entrichtenden Zuschläge für sogenannte Betriebsgebühren, wie Wasier-, Mfftstchr mrd dergleichen, beschlossen. Diest Echöhung wird das Steigern der gegenwärtigen Wohungszinse um ungefähr 60 Prozent nach sich ziehen. Die ungarisch-tschechischen Verhandlungen sind noch im Zuge, von einem greifbaren Resultat ist aber noch Lichts bekannt. Mehrere Lederfabriken sollen dm Plan hegen, oatö ihren gegenwärtigen Domizrlorten in der Tsck^lho-Slowakei nach Budapest §it übeicstedeln oder ihre MaschmeneinrichLungen ungarischen Fabriken zu verkaufen. Ängeblich sind schon diesbezügliche Anträge gestellt worden. ' Eine englische Ventilatorenfabrik, das Haus James Keith u. Blackman CÄ., soll hier elbenfcvlls ein FilialunternehmM gründen. Der Ban des Csepeler Hafens geht sthr lanMnr von statten, man vevnmtst hier, daß die kleine Entente die Hand rm Spieile, hat und es verstand, in Par^s durchzusetzen, daß die französische Regierung stch in dieser Sache passiv vechält mid ruhig zusveht, wie die Tschecho-Slowaker den Bau des Pveßbuvger Hafens auf Kosten des Csepeler Hafens geradezu fieberhaft betterbt. Seit einiger Zeit ist die RepavaltrcMsfvage im Vordergründe und es befinden sich leitende Persönlichketten, wie Baron Kovanhi, Handelsmmister Walkst rrsw., bchuss Austragmvg dieser Angelegenheit in Paris. Das Resultat der BerhaMungen ist noch unklar, doch spricht man davon und auch „Movning Post" läßt verlauten, Ungarn werbe etwa 9,5 Milliarden Goldkronen für die in dsn abgettermten Gebieten gebliebenen ärarischen Güter, wie Bahn- und sonstige Materialien, im Wege einer Gutschrift des erwahntm Betrages rückvergütet bekommen. ' In Kürze wird mit dem Bau erster großen PapierfabvÄ hx Neu-K'omorn begonnm. Di§ Fabrik wird eine Ausdehnung von 120 Katastvaljoch haben und Mer ein. Aktienkapttal von einer MAiarde Kronen verfügen, das belgische, französische und zum überwiegenden Teile einheimische Kapitaitsmäuner beistellen. Die Leipziger Spiritusfabrik gedenkt ihren Betrieb.mtt einer Z-nckerfcibrik auszudehnen und hat 'bereits vor einiger Zett mit der Beschaffung der nötigen Mrschinen begonnen, nachdem sie von fetten der Regierung sowie des Vereines der Ungarischen'Eisenwerke und Maschrr^ststbriken bemhigt wurde, daß man wegen deö Einfuhr aüsläMscher Maschinen keine Schwierigkeiten machen werde. Nun wurde aber von anderer Sette eine Aktion erMlertet, indem man bei der Regiemng Schritte machte, die Einfuhr der Maschinen wegen vockutarischer Bedenken nicht zu gestatten. Man ist begierig, wer hier siegen w'rrd und ob die Leipziger Firma nöch im Laust dieser 5karnstagw den Betrieb aufnchmen kcmn. Nicht unerwähnt möge hier bleiben, daß die Notenbank den Zinsfuß um 2 ProMt echöhte, weshalb auch die Banken einen höheren Zinsfuß als bisher'berechnen. In kurzer Zett soll die Entente eydsich das Flugperhot .für Ungarn stMelbWf Auf der Effektenbörse herrscht kerne besondere Kauflust, was um so interessanter erscheint, als während des vciftosstncn .Halbmonats sowohl auf der Wiener wie auch auf der Berliner Börse gwße Hausse war. Di« Zollsätze für Zucker und Petroleum. Auf Gmud der. in der Fiwairzzolltarifnovelle vom 24. IM d. I. ettchaltenen Ermächtigung hat der FinanMinister aan 3.. d. eme Vevord» nuttg erlassen, wonach die Zollsätze auch für. Zucker und Pvttoleum nach dem vollen Wert des tarifmäßig entfallenden Goldkronenbetrages zu entrichten sind. Diese Verordnung tritt am 8. d. in Kraft. Oesterreichisch-lschechisHe Vertrage. In Prag wuriden gestern folgende Verträge ratifiziert: Das Handolsübevsmkormnen Mischen.Oesterreich und der Tschecho-Slowokei vom 4. Mai 1921, der Vertrag zwischen Oesterreich und der Tschecho- Slowakei zur Vermeidung der Doppel de st euernng von Nachlässen vom 11. Fedruar 1922 und der Vertrag zwischen Oesterreich und der Tschecho-Slowaker zur Ausgleichung der m- und ausländischen Bestvuemng, imAbesondeve zur Berrneidung der Doppelbesteuerung aiuif dem Gebiete - der direkten Steuern dom 18. Februar 1422. Allgenteine österreichische Boden-Kreditanstalt. Die YSere. raldevsaminrlung der Allgemeinen österreichischen Boden-Kvsdttanstalt vom 12. Juli d. I. hat den Beschluß gefaßt, das Kapital durch Ausstempüung Ms Agioveserven aus 1400 MMonen Kronen und sodann durch Ausgabe neuer Aktien auf 2 3JMÜ-. liarden Kronen zu echöhen. Dieser Beschluß ist jedoch bisher nicht zur Durchsühmng gelangt und soll rmmidchr mit Rücksicht auf das inzwischen vevloutbarte Zwangsanliechegefetz abgeändsrt werden. Der Berwaltungsmt beruft daher für den 26. d. eine außerordentliche Generalversammlung ein, ans bereif Tagesordnung die Ermächtigung steht, das Mienkapttal alternativ entweder durch Aufwertung der gesellfchaft-, llchen Aktiven im Sinne des Zwangsauleiheigesetzes oder durch UebertraAung eines entsprechenden Betrages aus den ofseneu Reserven auf Kapida<lkonto unter gleichzeitiger Aufstempeluwg des Nennbetrages der Mien zu erhöhen. Wetter soll sich die Ermächtigung aus die Msgabe von höchstens 1,000.000 Stück neuen Aktien erstrecken, doch dürfte von dieser Ermächtiigu-ng in der nächsten Zeit nur teilweise Gebrauch gemacht werden, o Erste Donau-Dampfschifsahrts-Gesellschast. Auf Grund der Beschlüsse der Generalversammlung vom 30. Juni 1922 erhöht die Erste Donau-Dampffchiffahrts-Gesellschaft ihr Aktienkapitals von 162,775.000 K. auf 229Mä00 K. Zu diesem Behufe werden 72.760 Stück nvne, voll u«d bar singe- Zahlte, auf den Inhaber lautende, ab 1. Jänner 1923 divrden« >denbsrechtigtL. Aktien zum Nonrinale von 1050 K. ausgegeben. Das den alten Aktionären zustchende ^ezugsrecht ist denselben im Derhältnis von zwei alten ganzen Mtien (zwei haLbe für eine ganze gevechmt) zu einer neue« Mie eingeräumt. Der Bezugspreis ist mit 1,000.000 St. teil quel für jode Aktie festgesetzt. Die AusWung des Bezugsvechtes Hot m der Zeit vom 5. bis einschließlich 14. November 1922 bei der WgomeMen österreichischen Boden-KveditanstM in Wie», 1. Bez., Deinfalisttaße 8, oder deren Stadtbüveaa^ ls Bez^ Kärntnerstratze 49, zu erfolgen.' ti Verkehrssperre auf der Arlvergstrecke. Wegen dringende Reparatursarbeiten an der Prisanna-Brücke wird der ELgnt-, Frachtgut- und Expreßgutverkchr in der Strecke Pians— Strengen mit sofortiger Gültigkeit eingestellt. Sendungen, die über diese Strecke rollen sollen, also Sendungen in der Richtung West-Ost über die Station PianS hinaus, in der Mchtung Ost-West über die Station Strengen^ hinaus^ können zur Beförderung nicht angenommen werdew Derlei im Rollen befindliche Sendungen werden an ge halten und den Absendern zur Verfügung gesteL, mft Ausmhme von liebenden und leicht-verderblichen Gütern, die über die llebergänge Salzburg, Kufftein, Scharnitz'oder Lindau über 'bayrische Bahnstrecken unter Frachtbevechnung auf diesem Wege abgelonkt werden. Die BerkchrseinschräiMng dürste ungefähr eine Woche andauern. Die Erhöhung der Bahnhoflagerplatzmiete«. Die ganz außerordenMchen Erhöhungen der Bahn'hoflagevMtzmieten, di« unter besonders harten Bedingungen plötzlich durch die Eqenöahnvettvaldungen vovMnommen wurden, Vevcmlaßten das Gvemliym der Wiener Kausnraninschaft, eine Bevsammlnng der an den Lagerplätzen inderess>ierten Firmen einAubenufen, di« gestern stattsand und in der ein aus den verschiedenen Branchen zustmmMetztes Exekutivkomitee gewählt wurde, das gestern beim Bündesnrinister Od eh na l vorsprach und ihm die verschiedenen Wünsche und Bedenken der Lagerplatzmieter vortrug. BundeAmvnister Odehnal erklärte sich bevM, den Wünschen des Gremiums der Meuer Kaufmannschaft enhgogenziukommen, erstreckte den Dermin für die Bezahlung des Rovemberzinffes sowie die Abgabe der von >den Effenbahtwerwaltu-ngen verlangten Erklärung. DoimerStag den 9. November wird enie Besprechung der verschiedenen Bundesbahnverwaltungen mtt dem Exekutivkomitee zwecks endgültiger Rvgelunug.dor verfchtedenen ldas Lagerplatzwesen betwffenden Angelegenheiten sdatt- Iinden, woraus das Gremium der Meuer KdmfmMMsch'aft soort dre einzelnen Lagerplatzbesitzer von dem Resultat der Konerenz m Kenntnis setzen wird. . Beschwerden der Handelsvertreter. Beim HandcLsminister Kraft sprach gestern eine Abordnung <beS Re>ichSschutzbunde8 der Hanoolsvevtveter vor^ tun ihm dre von der letzten Versammlung der Handelsvertretettchaft erhobenen Beschwerden vorzutragen. Die von Herrn M. Eh rlrch geführte Abordnung legte dem Minister eine Denkschrift vor, -welche die Reformen m dem Gewerbe und die Errichtung von Handslsvertvederkammevn behandelt. Der Mnifter ' sägte seine Unterstützung zur Abstellung der mitgeteilten Beschwerden zu. Aufstempelung und Äuswertuug. In ,, einer soeben (im Bovlage „Der Kapitalist", Men, 1. Bez., ' Meischürartt 20; 20 Serben, Preis 2000 K.) erscheinenden Studie böspricht Doktor Heinrich Schreiber das Thema: „AuWmpelmrg und Auftvvrtung". Ursprünglich als Teil des Finachplanes gedacht, ist das Problem vorerst denn Gesetze über die innere Anleihe nur nebenher ange-gliedevt, um jedoch auch ohne gösttzliche Bindung in den Bilanzen der Miewgesellschaften mannigfach. sufzuschühnen. Um so angeMter folgt m<m den VchgMMm» W