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Wiener Morgenzeitung · 1922-11-05 · Heft 1342 (5.11.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1342 (5.11.1922)
Date
1922-11-05
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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I «r. 1342 Wien, Soüntag Miene« MsNgenzeitüng. (S. 216), daß von omer Lasel Zn Viren des Hohenpriesters ge° sipvochen wird, in welcher das Jahr 3659 der Weltschöpfung -vorkoinmt. Bekanntlich ist diese Jchlung erst rm Mittelalter' aufgekommen. . Die Ausstattung des Buches ist, eine prachtvolle.,. Es. ist schade, daß einZelne Fehler gM-eben sind, ine bei einer neuen Auflage M be>seiti«gen sein werden. Der Druck hat offenbar durch den jüngsten Typographenstteik in Wien gelitten. ES verdient aber jedenfalls, verbreitet zu werden. Der ^ederseher, ein in Arnevbka wohnender, viel baschästiigt'er Kaufmann, der mit seltenem Idealismus die hebräische Literatur fördert» : hat mit diesem Werke , der volkstümlichen Mischen Literatur, in deutscher Sprache ein. Geschenk geinacht. , Dr. A. Kaminka. «Freie Zück. Volksbühne) (.Jorotheergmef? Spiegelgasse Br, 16; Versteigerungs Beginn der Versteigerungen, wo nichts Anderes Vermerkt, nachmittags um Ensemble-Gastspiel der WILNAER TRUPPE Heute Sonntag; den 5. Oktober 1922, '/,3 Uhr nachmittags Dl© puste Erojtschma Volksstück in 4 Akten von Perez Hirschbein. 7 Uhr abends DER DYBUK Dramatische Legende in 3 Akten von Sch. Anskl (Zwischen zwei .Welten): 9822 Bühne und Kunst. Ae Wische« AeUer in Moswn.! Der, Moskauer Korrespondent. des NewHorker „Bort Worts" berichtet seinem Blatte in einer Artikelserie über den \ inneren und äußeren-Betrieb, der jüdischen Theater in Moskau. Zn der vorigen Theatersaison gab es. in Moskaü'sechs jüdische Theaterbühnen, und zwar: 1. das Jüdische Kämmer- - t h e a t e r; 2. H a b i m a h, auf welcher Hebräisch gespielt wird; (wir habe» kürzlich ausfiihrlich darüber berichtet); 3. das Schvlem Alejchem-Theater; 4. das Zitomir.ski-- Theater; 6. das Kiew er,Studientheater und 6. das Minsker Studientheater. In den ersten vier Manntest TlMern wurde in der vorigen Saison regelmäßig 'gespielt, hingegen haben das Kiwer und das Minsrer 'Stirdiewtheater ihre Tätigkeit erst gegen Ende der Saison begonnen. Düs 'Jüdische 'Kammertheairr kultiviert die extrem impressio- 'mstisch-snturistifche -Richtung ans der Bühne. Was diese Rich-- lung bedeutet, ist eigentlich schwer zu definieren. Einer der leitenden Geister diesen Richtung in Moskau erklärte den Unterschied zwischen realistischer und impressionistischer. Bühnenkunst mngesähr' wie folgt: Das alte- Theater spielt mit Innerlichkeit, gewissermaßen mit seinen Eingöweiden, der Schauspieler durchlebt in sich alles, was er darstellt, sonst ist . er? unfähig; zu Spielen. Der impressionistische Schauspieler hingegen spielt mechanisch, akrobatisch, jede Bewegung, jede, Geste ist-genau abgemessen, beinahe' mathematisch berechnet. AuS diesem Grunde gelingt dem realistischen Schauspieler seine Darstellung nicht immer, während der Jmpwssiomst immer mechanisch,,wie eine Maschine spielt... Noch bis zum Schluß der vorigen Saison war es sehr schwer, scstzustellen, ob diese neue Schauspielrichtung den Beifall der Theaterbesucher hat oder nicht. In der Regel wird der Erfolg oder Mißerfolg eines Stückes an drei Kriterien beurteilt: An der Hältung der Kritik, an der. Wirkung auf die Theaterkasse und an dein Applaus des Publikums. Alle diese drei Kriterien haben jedoch bis nun gefehlt. Ein freie jüdische Presse gab es nicht,, und die russische Presse hatte andere Sorgen, als über die jüdischen Theater zu schreiben. Eine Theaterkasse war auch nicht vorhanden, denn der Eintritt war frei und.die Eintrittskarten wurden von den Gewerkschaften verteilt.. Und. viele, denen das. Theater keinen Genuß bot, -kamen> da es nichts kostete, und benützten das Tibeter als Wärmestube. Was .die Beifallskundgebungen ' .ü, ist der Slpplans in den Theatern in Rußland sch-,. , " ageschafst. Das Publikum entfernt sich-aus den besten -y - und von den b^ten Stücken, die von den ersten Schauspielern noch-so gut gespielt , wurden,, wie mis einer. Traüerversammlung. Hat sich hier und da ein unerfahrener Enthusiast in Unkenntnis -des Verbotes. zu einer Beifallskundgebung hinreißen lassen, so würde er zur Ruhe gemahnt, als ob man sich im Krankenzimmer eines Schwerkranken befände. Das Repertoire des Jüdischen- Kainmertheaters in der letzten Saison bestand aus einem Schalem Alejchem-Abend, - in welchem die „Agenten". ,)Maseltow", „Ein verstörter Pesfach" und „Es ist eiste Lüge" gegeben würden, ferner ein Stück vo.n A. Weiter „Morgendämmerung", dann.Schalom Asch' „Gott der Rache", und gegen Ende der -Saison wurde auch „Ariel Acosta" gegeben. Sowohl die Inszenierung als auch die Courtine waren übertrieben Mprcsfionistisch. Trotz alledem hat. Scholem Alejch^m 'seine Wirkung nicht verfehlt Lu dm talentiertesten Schauspielern dieses Theaters zählt Michaels, -der es verstand, ein. gutes Stück trotz aller Verrücktheiten der Regie zur Geltung zu bringen. Das jüdische Kammertheater wurde vor zwei Jahren eröffnet- und steht unter der Regie des Direktors A.. M. Grauowski, eines begabten nnd energischen Schauspielers und Schülers', Reinhardts. Das Kaiittnertheater ist das einzige jüdische Stadttheater in Sowjetrußlcmd. Es hatte in den zwei Achten - vielfache ■ Krisen durchznmüchen, und nur dank' der Energie.Granowskis-und der Anhänglichkeit der übrigen Mitgliedertrnppe .gelang es, - nicht nur das Kammertheater zu etyälten, sondern sogar ein zweites, verhältnismäßig großes Und schörpes jüdisches Theater ins Leben p rufen. Das neue Theater wurde im Mai mit „Ariel Aeosta" -eröffnet. Die Ausstattung-des Stückes war -so reich, wie es -sich nur ein Staats« theater erlauben kann. Achtnndsechzig Personen haben bei der Ausführungmittgewirkt nnd das. Stück .wurde Vierhundertmal dir 14r»,0 - 3 Uhr «18. bis Fr 1». XI. ,, IlMIlY Kunstu. StttmohMar. Perserteppiche, Qehiälde, Aquarelle Miniaturen. »Kunstgewerbe Antiquitäten ltn Franz- Josefs-Saal. Besichtigung So 5. XI. von 10 bist Uhr;luo6.ü D17.XI.vonl0bisVa6Ühr > Ml 8. XI., io Uhr vorn., Elektra- Material, ferner Schläuche.' | Laternen, Blechwaren.Tournister. Beschlrrungssorten.ehjtiu. Kriegsspital .Simmering,. XI„ Hasenleitengasse 4 bis 6. * Di .14, XL, 10 Uhr vorm.*, sechs Holzbaracken., einzeln auf Abbruch. Landesheimkehrerstelip,;XtII.i Heinrich KolUhgxsse. Verzeichnisse im’ Kontmisslonszimraer I, Dorotheum. Zweiganstalt BADEN, .Karlsplatz 6: Dl 7., Fr 10., Mo 13., Fr 17. XI, Möbel, Gemälde, Teppiche, Kleider, Wäsche, Kunstsewirbe; So 19.K1.1/.1Q UMr Schmuck. Silber, Chinasilber, ferner Ml 8., Do 9. XI, Auktion bei Daniel, Baden, Rainer-Ring 3. 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Im Burg k t, e a t e .r. gelangt morgen das . Schauspiel „Anna K a r e n i n a"' nach Tolstoi von Edmond Guiraud zur Aussührung. Anfang 7 Aht. — Dienstag wird die Komödie „Der Arzt -a m Q ch ei ö cm cg“ von Bernarö Shaw, deutsch von Siegfried Trebiisch, gegeben. Anfang 7 Ildr. Im O p e r n t i) e a.1e r singt Herr .Kammersänger Slezak morgen den Radümes iw „A i d a". '. Im A morgen Molnars Spiel .D e r.'bch w a.ü“ stusheMtt. ,Anftiig 7 Ähr,' Im R e d o u-t e n i a a i d e r KW f b u r g wird fteüta Va3 Uhr nachmittag«, zu halben. Preisen »Schöne Frauen" gespielt. — Abends bringt das Opernthegter „Don P a s q u a l ezur Aussührung.-- In der D o l k sö per findet cheule, ^7 Vhr abends, die erste Wiederholung von Mussorgsbys „B o r i § G o d u n o w“ stait. — Morgen beginnt Frau Mabel Garriion aus New-Borb ihr Gast.'pie! als Mimi in „B o h e m e".. — Die Gastspielserie Keinuch Schlusnus wurde wegen Erbrqnkung des Künstlers. in die zweite. Novemberhälfte verlegt; als Ersatz wurde für den Derdi'Zyklus Leone Zinovieff gewöniien. — Die abendfüllende Pantomime „M a j e ft M" . von Erwll Weill, Musik von Prof. Karl Lafite, wurde von der Direktion der Votiisoper zur ttraussühruns angenommen. .. 8m Deuts chen. V o lk sth e ater, ist bis nächste Neuheit die drcaktige Komödie „Ritter Bl an bar t s achte F r a u" von Alfred Savoir, deren deutsche Uratifführung tör Samstag den II.'' i: ongesetzt ist: Die Titelrolle spielt Frau Stemsicck,-als der moderne Blaubart tlitt 'nach langer Pause Äerr Wenier-Kahle wieder auf. Die übrigen Kaupirollen find mit den Damen Kochwald und Dolchmar und den Kerren' Sima, Dumont, Gibiser. Fwalü. Brady und Danegger besetzt. Inszenterng Friedrich Rosenthal. : - i ’ 8m Raimund-Theater ipiCt Äkla- DUrieux heule, ferner. Mittwoch und Donnersiag die Berta in Äicodemis Schauspiel e r S ch .a t t e n“, Dienstag die Debektza West in „R o s m e t s h o l m". — Montag aelangt neu einstiidiert bas' Volksstück „G e t» i l d e t e M e n sche N" von rViktor Leon, mit Willy Thaller als Adolf Miller und den Herren'Pöhm, Vrunflr, Kersien, Ranzenhofer.. Schnitzler. Stransky und den Damen Fässer, R ie und Wihmanv. zur. AuWbrung. Regie Dst Kerdert Furreg. . - ' 'In der R e nar s s a n c e b ü h' n e findet morgen als Vorfeier von Kermann Dahrs 80. Geburlstage dteHiemiere von Aahrs Wiener Komödie „D e r S t a r" mit Maria.Fein als- Gast statt.- Regie.: K '.rl. Forest.. An die AuWtungen von „Star" schließt ein Gastspiel Paul Wegeners, den Direktor Geyer für sechs Strindberg-Ahende verpflichret hat. Wegener wird in ,D.e:r-D a t c t* und w© ef p e wfie r s o na t e"' spielen. Aus das Wegener'Castspiel - folgt' ein Gastspiel»-Remhold Schünzels, des bekannten Filmstais. der bei dieser Gelegenheit zum ersten.Male.in Wien als Schauspieler des Theaters zu sehen sein ' wird. Er spielt die Kauptrolle in der Uraufführung von Ludwig Kirschftlds Komödie „6 p i e t ch e r 61 st n e." In der N e n e n W i e n j» r B Ü h n e wird: ..Artur Schnitzlers Tragikomödie >D a s w e i t. e Lan d" . für anfangs nächster Woche vorbereitet. Arnold Korst spielt die -Rolle des Kofreiters. Anfangs Dezember.beginnt ein Gastspiel des. deutsch, nisfischen Lhealer» «D e r h l a u e D v g e l/ - In - den K a m m e r s -p i r len gelangt i m s o st" allabendlich Izur Aufführung. Die-Premiere See bereits .ange- KÜndigien^Bun-t^err Mach t" .findet Ende dieser Woche als riher .zur Darstellung gelangen. Im- Rahmen .. des Programms wird Arnold Korff „R i g g e r - S o n g s" zum .Vortrag dringen. Die Vorstellmigen . finden zu wohliäligen Zwecken statt. I ip Theater in der 3o.sessta.d.t gastiert heute, 7*8 Ähr abends, das Reinhardt-Ensemble m dem Lüstspiel „S ch ö n e Frauen" von Etienne Rey^ Dirnstag findet die Erstaufführung .des .Lustspiels „<£ a j a n o v a s , S o h n" von Rudolf Lothar statt. Die Hauptrollen, werdest .dargestellt von Marietta Weber als Gast und dest'Kerren Josef-Jarno, Keinrich Sncks und Julius Strobl. ü. lltoveniöer vm \ / Mtte 'N' i 3m CarKTheat e r gelangt heute, 3 1!hr nachmittags bei ermätz^ten Preisen die' Leo Fallsche Dprrette ,,D 1 e gch sch i e d e n e Fr a u", neu einstudtekt. zur-Aufführung M abendlich» ^/i8 Uhr. wird die Kalmanscke Operette „D i e B aj a d e r e". deren 3Q0. Aufführung am 17. d. stattfindet, gegeben, W o ch e n sp i e l p la n des De uts.ch e'n P o lk s« t b e a t e r s: Heute „Z S r i l i chkei tt^lTendressei. nwrOn „Frühlings Erwache n",- Di-nstag „L.i.eb e l e — , „A b f ch i e d s s v u p e r". Mittwoch „Raus M, Donnerstag „I ä r.t l i ch .st e i t" (^enbreffe)^, Freitag „D on , C a r lo ' Sctmsiag i t ter H l'ü u v a t t s achte Frau" '' - ■;. Operntheater.. An. Stelle der iirdisponttt-en Kammeea sängerin Frau Woivt hat Frau Kappeil in % heutigen Vorstellung „Götterdämmerung" die Rolle der Bwuhivde üb<^ lyominen. Das neuengagierte Mtgkep der Staatsoper Frau Flesch. tritt a«i Mittag zum ersten Mo itt „Aida" irr der Titelrolle auf. .. Austauschkonzerte Wien—Prag. Wie bereits bsvichtet, 'finden die -Konzerte des Tschechischen philharmonischen.Orche- Pers'am 5. und'6. D^emiber im Großen Wusikveromssaattz und rm Großen KonzerthLUs^aale statt. Am . erstem Mend wich SmetamS Zyklus, symphonischer Dichtungen unter dem (Be? .samttrtel. ,Ma .v l a st" Wie in Aaterl aZ.d),. im Weiten ,„Asrael"-symphonische Dichtung von. .Josts. Suk zur ErstauWhrnng in Wien gebracht. D.as. Programm.der am 19. und 20. -Fiibrilär 1Ö23 ]i» Hvag stattsinhewden ztvei" Konzerte des Wiener Shmphonstorchesters'wird später beßanntgegeben werden. Vormerkungen süx die Konzerst'am h. nstd b. DezemMr werdw bis zur. Eröffnung des Kartenverkaufes vom Komitrr zur . Fordsyung symphomscher.. Musik -in Wisn^, 3, - Bez.-, Lothriwgerstvaße 20, en^yeirgenonttnen.' Sondergarderoben. Die Direktoren aller. Wiener Privat« bühnsn haben für hochwertige Garderobestücke,' der .Theaterbesucher (Pelze nstv.) Sondergacheroben eingerichtet,; in welchen ' gegen eine relativ geringfügige MehrgLbühr. jedes einzelire Garderobestück bis zum Höchstbettage von'öllMllionen Kronen versichert wird. , Ernste und heilere Kunst.' Anker diesem Titel veranstalte! die zionistische Sektion VI/VM einen Abend, der am 26.;# o..o ttitVer 1922 jm K'rinen MuMvereinsiaale stettfindek Kervorragende'Künstler wie': Beregi.' Beda, Th. Weiß und Frau Durstyn,. haben ihre. Mitwirkung zuarsagi. Restliche Karten sind erdätttich :- Zionistische Sektion Vl/VM, Bsimo« plah i, Telephon 29-2.69, zwischen 4 und 6 Ahr nachmittags.^ a Für Kaffeehaus seht mmr Mt, um RM - zp trinke«. . ..; . Jn^ einem in Rechtskraft, erwachsenen Urteile des.Stvcy-. gerichtts 1 (Richter Oberlandesgerichtsrat Dr. B y n e s ch) wipd. ausgesprochen/.-daß .. gerqde im. Kassechcmst chein B/e-' darssartikeP ist, - weil'-man -hauptsächlich-1 deshalb iirs Kaffechaus-a §cht-, um-Zeitungen M, lesen, für .eine Zeitlang UnMu-nst. m haben/ zuweistn auch -Geschäfte zu machen «Po/ Der Casttter Ferdinand Körner war wegen..PveistroiberLi angeklagt, 'weil er' im - Juli 1921 '.für schwarzen 'Kaffee 11 K. gefordert'hattt. Danmls wuvde dieser Preis iw der Anzeige als unverhAtnismäßig und unzulässig hoch bezeichnet. Der Angeklagte erklärte-.bm der Bechändsimig i-m Juli d. J^ sich nach den von der .KasseesiedergLnosstnschaft ftsigesttzten Richtpreisen gehalten zu haberr. Mt Rücksicht hierauf trat .zunächst der Richter den M der-Staatsanwaltschaft, ab, zum - eventuellen Ginschreiten gegen die. Genössenschastsvorstchung wogen «nzuk. lässiger -Preisvorschr-eitbung: Die Staätsanwaftsch<ssj -sand jedoch. Leinen Anlaß zum Einschrettongegen die Genossenschaft. Bei der fortgesetzten-Verhandlung .vertrat der Verteidiger Dr. Karl Deutsch die Anschauung, daß in. den Kafseehguspreisen nicht; . ipu: der- Preis für die. Getränke, welche die'Reibenfache, sondern, auch für den . Aufenthalt,. Zeitnngslektüre, welche die Haupts sache bilden, iMegrifsen sei. Der Richter sprach den AngeLlagttn! mit folgsttder Begründung frei: „Schwarzer Kaffee - gehört' imgegebenen .Fglle. n ich t z n.-. d « n B e d a r f s q r t i k e l n, da er, im Kassechans genossen, zugleich ein EntgeA dafür ist, UntevkiMst .W haben, Zeitungen zu lesen und Mtunter auchs Geschäft cchNtschließLu.. Dst Gcrwssenschdft hat selbst dm Preis voiz 11 K. als Richtpreis chchanittgegchen.^ Anch^der böse Vorsatz des Beschuldigteni ist.nicht - erweislich. M AefenmsslWte des Mnisters HermeZ. AiiZ'B.erli.n, 4. d.,. wich gemeldet: Im PryKesst gegen die „Frei h d r t" wurde' der Angeklagte H e nf e l zu 10.lM. Mark^Geldstrafe nuid zur-Tragung.der Kosten des Verfahrens verurteilt^ Dem Mnister Hermes, iainde' die.MbliWons--- üefugms'aus Kosten, des .Angeklagim ZWesprochen. .. . - P9i$^>komml8äionsgeMhSR und | Wechselstube MASIO & Co, | * Wlany l«) Hehenstäuf«ingasse i 1 wd {. MMMW^MMMtfeMMnieR9HBnnH^eBauioiaaassaMHMaeesaaMvsnnBaMnmaBfiBPaHRMaMi.«*,sn*7*a. •* - ..; GchLWÄe Sttone —. —.6075 Centtim. Awrchlmtg Men ----- —.Ml keMmer. .'MZüüchndüerl^^ .. ' bje österreichische Kwnr . . . 0.0071 ( S.0071 am 3. Nov.) die österr. gestempelte Krone. 0.0075 { 0.0074 . am 3. Nov.) die. tschechische Krone . . 17.25 (17.40 am 3. Nov.j die Mark . .. . . . * . . . 0.09 ( 0.08% am 3. Nov^) Aqräm . . . . . , •. . 2.20 ( 2.20 am 3. Nov.)! Bukarest . . . ....... 3.45 ( 3 47 am 3. Nov.) Sofia .; , . 3.80 ’ ( 3.75 : am r.Nov.) Budapest . . . •. i v; 0.82 ( 0.22 am 3. Nov.) Wariidaii. ........ 0.04 ( 0.04 «m 3. Nov.)

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